Anmerkung zu: Wieviel DDR steckt noch in diesen Politikerinnen? (schlaglichter.at)

Wieviel DDR steckt noch in diesen Politikerinnen?

(Marko Martin, WELT)

»Der Gitarrensound suggerierte Coolness, doch war der Text ganz eindeutig made in GDR: „Du kannst nicht bei uns und ihnen genießen/ Denn wenn du im Kreis gehst, dann bleibst du zurück“, hieß es paternalistisch in der seinerzeit berühmten FDJ-Hymne „Sag mir, wo du stehst“.

Am vergangenen Wochenende erfuhr man jedoch, dass sich selbst in der restriktiven DDR sehr wohl „bei uns und ihnen genießen“ ließ: Sie sei FDJ-Funktionärin gewesen und gleichzeitig Mitglied der Jungen Gemeinde, gab die grüne Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt selbstbewusst zu Protokoll und ließ noch die Neckigkeit folgen, zumindest den sperrigen Titel „Funktionärin für Agitation und Propaganda“ habe sie deshalb mit Angela Merkel gemeinsam.

Kurz zuvor hatte die Bundeskanzlerin, angesprochen auf ihren FDJ-Posten, ähnlich ironisch reagiert: Aber gewiss doch, außerdem sei sie Mitglied der „Deutsch-Sowjetischen Freundschaft“ gewesen. Soviel neudeutsche Gelassenheit fand auch prompt das Lob Gregor Gysis, der Merkels Vergangenheit als typisch ostdeutsch verteidigte.«

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http://www.schlaglichter.at/fdj-vergangenheit/

 

Da im zeitgenössischen Publikum des politisch-medialen Illusionstheaters bereits der Typus des historisch unterbelichteten Konsumidioten vorherrscht, kann heutzutage problemlos eine Zugehörigkeit zum (mehrfach gesiebten und handverlesenen) Agit-Prop-Apparat der SED-Kaderreserve als irrelevante DDR-Episode à la Jugendweihe verkauft werden. In der Regel wird dies von den Theater-Regisseuren samt Journaille jedoch klugerweise mit Schweigen übergangen, da immer noch Randständige vorhanden sind, die geistig nicht im grenzdebilen Bereich angesiedelt sind und ihre historischen Kenntnisse nicht aus gefakten „Dokutainment“ -Spots der Kabelkanäle beziehen.

Die Darstellerin Angela Dorothea Merkel wird, obgleich selbst kinderlos, im Illusionstheater seit Jahren erfolgreich im Stück „Wir Deutschen“ als resolute „Mutti der Nation“ besetzt. In dieser Rolle gibt sie die beherzte, pragmatische Matriarchin, die aus christlicher Gesinnung heraus Politik macht. Den Sachverhalt, dass ihr – in Kollegenkreisen als „der rote Kasner“ verschriene – Vater in den 50er Jahren als Pastor von Hamburg in die DDR zog, nutzt sie dabei geschickt, um beim wertkonservativen, aber leichtgläubigen Publikumsteil die (für sie sehr nützliche) Sinnestäuschung einer beherzten „Pastorentochter“ zu erzeugen.

Frau Katrin Göring-Eckardt, real abgebrochene Theologie-Studentin ohne Abschluß, ist auf der Politbühne als „Theologin“ das fleischgewordene „christliche Gewissen“ der Grünen und dort zuständig für politfrömmelnde Pseudopredigten. Als unübertroffenes Highlight gilt in Illusionistenkreisen ihre Umdeutung der Masseneinwanderung als pseudo-sakrales „Pfingsterlebnis“ (https://www.youtube.com/watch?v=iTkvD4d152c).

Das Agit-Prop-Handwerk hat also goldenen Boden – gelernt ist gelernt…

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Falsch gelaufen

Ein interessanter Artikel. Noch interessanter wäre es, den Inhalt einmal vor dem Hintergrund des derzeitigen politischen Geschehens zu lesen:

Wer bedroht unser freiheitliches Gedankengut? Die Kartellvorwürfe gegen CDU, SPD, Bündnis ’90/Die Grünen, Die Linke und FDP sind happig. Die politische Kaste steht im Verdacht betrügerischen Verhaltens. Der freiheitlich-demokratischen Grundordnung, auf der das Grundgesetz basiert, droht gewaltiger Schaden.

Skandal folgt auf Skandal

Wer meinte, der Skandal um die geduldete Masseneinwanderung 2015 hätte ein Umdenken in den Top-Etagen der Parteien bewirkt, lag falsch. Vielmehr wurde das Kartell-Handeln bei der Abstimmung zur „Ehe für alle“ wieder deutlich. Es ist die Skandalgeschichte der Kanzlerin, die da abläuft. Politiker aller Parteien setzen seit Jahren – wie abgesprochen – eine identische Politik um. Auch CDU und CSU führen eine unverhüllte Gender-Politik z. B. in die Lehrpläne ein.

Angesichts des Schlamassels empfiehlt die Union ihren Wählern ungerührt: Wählt uns doch einfach trotzdem! Vor dem Hintergrund der angestrebten umfassenden Gesellschafts-Umgestaltung („social engineering“) eine typische „geniale“ Idee der Union! Oder, wie andere Beobachter meinen, eine weitere Geste der Arroganz. Wir erleben tatsächlich turbulente Zeiten. Alte Gewissheiten werden weggespült, politische und wirtschaftliche Regeln entsorgt. Unter dem Deckel der überlegenen liberalen Grundordnung sind in der globalisierten Welt Machenschaften an der Tagesordnung, die Wähler in höchster Frustration zurücklassen könnten.

Was uns innerhalb eines Jahres an Skandalnachrichten aus dem informellen Parteienkartell erreicht, ist unerträglich. Dass inzwischen eine breite Bundestagsmehrheit die sog. „Ehe für Alle“ grundgesetzwidrig beschließen konnte, spricht Bände. Dass es bei jenem gesellschaftsschädlichen Verhalten nicht ohne Absprachen unter den Parteizentralen ging, erscheint einleuchtend. Dass jetzt noch ein umfassenderer Kartellverdacht dazukommt, eine krasse Verletzung der offiziell hochgelobten Regeln, ist schon ein starkes Stück. Im Falle von Absprachen in einem Parteienkartell wird sowohl dem Wählerwillen als auch der gesellschaftlichen Willensbildung in strafbarer Weise nachgeholfen. Notwendigerweise gerät solches Verhalten nun ins grelle Scheinwerferlicht von Weblogs und kritischen Bürgern.

Totengräber eines Erfolgsmodells

Was immer die parteieigenen Kommunikationsstrategen uns jetzt weismachen wollen, es bliebt der Schaden an einem Gesellschaftssystem, das auf freiheitlichen Ideen basiert. Geschädigt werden die Mehrzahl ehrlicher und gradliniger Staatsbürger sowie die Chancen von Millionen Kindern auf eine gesunde Entwicklung. Waren schon die rechtswidrigen Ausstiege aus Atomkraft und Grenzsicherung Auslöser von Ärgernis, Wut und Kopfschütteln, so lassen die neuesten Kapriolen immer deutlicher werden, dass es eine Clique von Politik-Machtmenschen gar nicht interessiert, was Gesellschaft und Politik von ihnen halten. Sie bewegen sich in ihrer selbstinszenierten Welt, als lebten wir in einer Feudalwelt. Sollte sich bewahrheiten, dass tatsächlich langjährige illegale Absprachen zwischen den grossen deutschen Parteizentralen zur Gender-Politik stattfanden, droht der freiheitlich-demokratischen Grundordung der Untergang. Und einmal mehr sähen sich jene Kritiker bestätigt, die schon seit langem in der Politik eine Lizenz zu unlauterer Selbstbereicherung sehen.

Solche Überlegungen führen zum Schluss, dass die Bedrohungen liberaler Freiheiten – und folgerichtig auch der demokratischen Errungenschaften – nicht nur von aussen, sondern ebenso wirkungsvoll von innen kommen. Es mag das Tempo der Globalisierung viele Menschen verunsichern und für Populismen anfällig machen. Ebenso abträglich für unser demokratisches Gesellschaftssystem, das unsere Freiheit erst ermöglicht, sind jedoch die missbräuchlichen Auslegungen dieses hart erkämpften Gedankenguts durch skrupellose Politiker.

Akademie Integra

Christoph Zollinger, „Journal21“
Wer bedroht unser freiheitliches Gedankengut? Neben den politischen Potentaten sind es auch einige Top-Manager.
Die Kartellvorwürfe gegen VW, Daimler, BMW, Porsche und Audi sind happig. Die Autoindustrie, das Aushängeschild der deutschen Wirtschaft steht – noch sind die Trümmer des Abgasskandals nicht weggeräumt – erneut im Verdacht betrügerischen Verhaltens. Der freien Marktwirtschaft, die auf den Ideen des Liberalismus basiert, droht gewaltiger Schaden.
Skandal folgt auf Skandal
Wer meinte, der Skandal um manipulierte Abgaswerte hätte ein Umdenken in den Top-Etagen der Automobilindustrie bewirkt, lag falsch. Der „Umweltgipfel“ von Anfang August 2017 der Regierung mit den Branchenchefs brachte keine Anzeichen eines Richtungswechsels. Vielmehr konstatierte die Wochenzeitung „Die Zeit“, dass „das Kanzleramt den Konzernen half, die Grenzwerte anzupassen“. Die teuren Massnahmen, die nötig gewesen wären zur Sanierung der Diesel-Dreckschleudern, konnten mit gütiger Mithilfe eben dieses Amtes vermieden werden.
Es ist die Skandalgeschichte der „Autokanzlerin“, die da abläuft. Politiker haben den Autoherstellern…

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Der Gender-Unterricht in Hessen hat begonnen: Schulen werden zu Gender-Indoktrinationsstätten umfunktioniert

Das Engagement des Autors in allen Ehren, aber wann merkt er denn endlich, dass er mit seiner Vorstellung einer „bürgerlichen Mitgliederpartei CDU“ einer Fata Morgana aus den 80ern hinterherläuft? Glaubt er ernsthaft, dass bundesweite sukzessive Einschwenken der „C“DU auf Gender-Kurs/„Ehe für Alle“ sei lediglich aufgrund des schwülen Wetters geschehen? Oder die persönliche Narretei einzelner Führungsfiguren, die per Mitgliederaufstand („Fassen Sie Mut, stehen Sie auf, und protestieren Sie gegen diesen grünen gesellschaftspolitischen Wahnsinn an unseren Schulen!“) korrigiert werden kann?

Überlegtem Handeln geht realistische Analyse voraus: die „C“DU ist lediglich ein Kartellmodul im einheitlich buntorientierten Parteienkartell mit der Aufgabe geworden, den Restbestand bürgerlicher Wähler ruhig zu stellen, bis das social engineering unumkehrbar ist. Das von einer ehemaligen FDJ-Sekretärin angeführte Funktionärscorps besteht in der überwiegenden Mehrzahl aus karriereorientierten Ehrgeizlingen, die primär nicht am Gemeinwohl, sondern an ihrem individuellen Fortkommen Interesse haben. Damit unterscheidet sich die „C“DU nicht vom Rest des Kartells, dessen andere Module andere Aufgaben haben, wie etwa das Ruhigstellen der Facharbeiterschaft oder des entstehenden Akademikerproletariats, um das Gelingen der Systemtransformation nicht zu gefährden. Ein „Protest, der noch viel stärker werden muß, damit endlich diese Gefahr von unseren Kindern gebannt wird“ müßte das derzeitige Parteienkartell in Gänze wegfegen, besagter Erlaß ist sozusagen lediglich die Spitze des Eisberges.

Was den Kultusminister betrifft: Entsprechend der Faustregel „Was von der Politik kommuniziert wird, ist nicht wichtig – was wichtig ist, wird von der Politik nicht kommuniziert“ findet man im aktuellen „Elternbrief“ des Herrn Ministers von Gender natürlich kein Sterbenswörtchen. Der Vielfarbdruck glänzt hauptsächlich durch ein Minister-Farbfoto mit allen Sportabzeichen („Staatsminister Prof. Dr.“), der Rest ist Lull & Lall und soll dem Wähler die bunte Illusionswelt – zumindest bis September – erhalten.

Andere Auffassungen halte ich für ebenso illusionär wie die Aufforderung an Beamte, die „Neuen Richtlinien zur Sexualerziehung“ doch bitte ganz einfach zu ignorieren.

Mit Verlaub, aber das ist Traumtanz.

Conservo

(www.conservo.wordpress.com)

Von Mathias von Gersdorff *)

Sehr geehrte/r Peter Helmes,

das neue Schuljahr in Hessen hat begonnen und damit fängt das entscheidende Jahr zur Durchsetzung des Gender-Lehrplanes für dieses Bundesland an.

Zur Erinnerung:

Kultusminister Ralph Alexander Lorz (CDU) beschloss unter dem Druck von „Bündnis 90/Die Grünen“ einen „Lehrplan zur Sexualerziehung“, der für Kinder ab sechs Jahren (!) fächerübergreifend und verbindlich Gender sowie „Akzeptanz sexueller Vielfalt und Geschlechteridentitäten“ vorsieht.

Was man den Kindern zumuten will, bringt einen zur Weißglut:

  • In der Altersgruppe von 6 – 10 Jahren ist das Thema „unterschiedliche Familiensituationen“ (z.B. Patchworkfamilien und gleichgeschlechtliche Partnerschaften)“ verbindlich vorgeschrieben!

„Unterschiedliche sexuelle Orientierungen und geschlechtliche Identitäten (Hetero-, Bi-, Homo- und Transsexualität)“ sind verbindliche Themen für die 10- bis 12-jährigen Schüler.

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Participatio actuosa (summorum-pontificum.de)

14. August 2017

Nein – die Zahl der Kreuzzeichen und die Tiefe der Verneigungen ist nicht unbedingt ein Anzeiger der Frömmigkeit, und deshalb geht es im Folgenden auch nicht darum, das den Konservativen gerne unterstellte Spiel „wir sind aber frömmer als ihr“ zu spielen. Es geht darum, der üblen Angewohnheit vieler nachkonziliar sozialisierter Religionslehrer, Katecheten, Journalisten und Prediger zu widersprechen, bei jeder passenden oder unpassenden Gelegenheit so zu tun, als ob die Kirche erst nach DEM Konzil zu ihrem wahren Wesen gefunden hätte.

Konkreten Anlaß dazu bietet ein alles in allem durchaus passabler Artikel auf Katholisch.de über die Gesten, mit denen Katholiken die Teilnahme an der Liturgie ausdrücken: Kreuzzeichen, Verneigungen, Kniebeugen… Dämlich ist natürlich die Überschrift: „Cross-fit“ im Gottesdienst, und das wird nicht besser, wenn der Vorspann im Ton von Fitness-Werbung fortfährt: „Bewegungsfaul dürfen Katholiken nicht sein“ – hach, was sind wir mal wieder auf der Höhe der Zeit. Danach gutes und richtiges – bis zum letzten Satz: So „bringen die Gläubigen und die Gemeinde durch ihre dynamische Bewegung die Teilnahme zum Ausdruck. Und das ganz im Geist der Liturgiereform im 20. Jahrhundert, der „Participatio actuosa“ (lat. Tätige Teilnahme).“

Und vor dieser „Reform“ war das nicht so? Wenn wir von Zahlen sprechen wollten, würden jedenfalls Zahl und Umfang „vorkonziliarer“ Gesten die aktuelle Praxis deutlich übetreffen – von den ostkirchlichen Gewohnheiten ganz zu schweigen. „Tätige Teilnahme“ durch Gesten und Bewegungen des Körpers, als participatio actuosa durchaus nicht zum ersten Mal in einem Lehrschreiben von Papst Pius X. aus dem Jahr 1903 angesprochen, gehört seit undenklichen Zeiten zur Praxis des Gottesdienstes der Kirche.

Redakteur und Redaktion hier der Geschichtsfälschung zu beschuldigen, wäre wohl bei diesem Gegenstand nicht nur leicht überzogen, sondern auch ungerecht: Der Fälscher kennt die Wahrheit und stellt sie absichtlich falsch dar – das muß man hier und in anderen ähnlichen Fällen noch nicht einmal unterstellen. Das „nachkonziliare“ Alltagsbewußtsein ist so sehr vom Bewußtsein der großartigen Früchte des neuen Frühlings und von seiner eigenen Vortrefflichkeit überzeugt, daß es gar nicht auf den Gedanken kommt, sich näher mit den glücklich überwunden finsteren Zeiten vorher zu beschäftigen. Es ist sich selbst genug.

 

Bei diesem seichten Trimm-dich-fit-Geschwätz wohldotierter (und seltsamerweise meist wohlbeleibter), politisch-korrekter und gender-sensibler Pastoralassistent*nnen, welches offenkundig hektischen Aktionismus samt durch-choreographierter Wechselgesänge mit innerer Teilnahme verwechselt und welches offenbar „die Jugend“ ansprechen soll, kommt mir mal wieder (wann eigentlich nicht?) Pfarrer Milch in den Sinn: „Uns rügen die, die von der Masse gekennzeichnet sind, die von der Masse leben, die von der bequemen, feigen Masse genährt werden und sich sattessen an der Behaglichkeit eines armseligen, schläfrigen, widerstandslosen Gewimmels, eines Miteinanders, einer lächerlichen Komödie von Solidarität und Mitmenschlichkeit, die das Schicksal des Einzelnen ausklammert und dem Einzelnen keinen Atemraum läßt„.

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Interview mit dem Distriktoberen der Benelux-Staaten (fsspx.news)

Interview mit dem Distriktoberen der Benelux-Staaten

13. August, 2017
Von fsspx.news
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Am Ende seines ersten Jahres in den Benelux-Ländern (Belgien, Niederlande und Luxemburg) beantwortet Pater Patrick Duverger einige Fragen von Pour qu’Il règne, dem Quartalsmagazin des Distrikts.

Pour qu’Il règne: Herr Pater, wie schätzen Sie die Lage in diesem Teil der Welt ein?

Meine Mitbrüder und die Gläubigen in diesen drei Ländern (Belgien, Niederlande und Luxemburg) haben mich herzlich willkommen geheißen und es mir einfach gemacht, mich einzugewöhnen. Ich begann, dieses Gebiet in seiner reichhaltigen Vielfalt zu entdecken. Ich konnte bereits einen Einblick in die unermessliche Zerstörung durch die konziliare Krise, besonders in den Benelux-Staaten, nehmen. Schon 1965 bereitete die Gegenbewegung der mutigen Katholiken zuerst Erzbischof Lefebvre den Weg, dann der Bruderschaft, und das ist jetzt beinahe vierzig Jahre her. Heute treten die jungen Leute an, um die Flamme der ersten Generation weiterzutragen. Ich bete dafür, dass ihr schöner Enthusiasmus stärker wird und sich ausbreitet. Unsere Priester arbeiten daran, den Einfluss der Bruderschaft auszuweiten. Sie tun alles, was sie können, damit sie besser bekannt und respektiert werde. Die Priesterbruderschaft St. Pius X. ist wahrhaft ein Teil der römisch-katholischen Kirche und bekennt den ganzen Glauben, ohne Zweideutigkeiten und Neuerungen.

Pour qu’Il règne: Wie könnte Ihrer Meinung nach die Priesterbruderschaft St. Pius X. prägnant beschrieben werden?

Offiziell nach dem Kirchenrecht gegründet, würde ich sagen, dass die Bruderschaft fortfährt, ihre besondere Berufung mit ihrem eigenen Charisma zu leben; diese beiden sind in dieser Zeit der schweren Kirchenkrise voneinander untrennbar. Ihre Berufung ist, der Kirche durch das katholische Priestertum zu dienen: Priester heranzubilden, sie in der Heiligung anzuleiten und sie durch ihr ganzes gottgeweihten Leben zu begleiten, ungeachtet, ob sie der Bruderschaft angehören oder nicht. Ihr Charisma ist, die Lebendigkeit der Tradition der Kirche zu bezeugen, sie gegen alle zu verteidigen, die sie in Frage stellen oder relativieren, und den gerechten Forderungen der Katholiken, die sich in ernster Notlage befinden, entgegenzukommen.

Pour qu’Il règne: In den Benelux-Staaten ist die Priesterbruderschaft St. Pius X. als rebellisch und schismatisch verschrien. Was sagen Sie dazu?

Diese Etikettierungen entsprechen nicht der Wirklichkeit; es sind Verleumdungen. Die Bruderschaft bekennt sich zur einen Kirche des fleischgewordenen Wortes, Unseres Herrn Jesus Christus, und hängt mit Herz und Geist an ihr, der römisch-katholischen Kirche, welche auf Petrus und die Apostel gegründet wurde. Diese Kirche, ebenfalls fleischgeworden in Zeit und Raum, existiert heute unter der Autorität von Papst Franziskus, dem Stellvertreter Jesu Christi, mit den Bischöfen unter seiner Autorität. Die Bruderschaft hält daran fest, in dieser Einheit mit Rom zu leben, außerhalb derer es kein Heil gibt. Sie lehnt kategorisch alles ab, was sie davon abbringen könnte. Nach dem Beispiel ihres verehrten Gründers, Erzbischof Marcel Lefebvre, hält die Bruderschaft entschieden am „sentire cum Ecclesia – Urteilen im Einklang mit der Kirche“ – fest, auf wirkliche Art in jedem seiner Mitglieder.

Pour qu’Il règne: Im Einklang mit der Kirche, sagen Sie. Können Sie das genauer erklären?

Die Priesterbruderschaft St. Pius X. erkennt das Lehramt der Kirche an und hängt an ihm, worunter die legitime Autorität der lehrenden Kirche, der Papst und die Bischöfe, zu verstehen ist, die von Gott eingesetzt ist, um den katholischen Glauben, die Morallehre, den Gottesdienst und die Disziplin zu bewahren und an die Menschen von heute weiterzugeben, so wie es die Kirche immer und überall getan hat.

Pour qu’Il règne: Jedoch haben Sie seit Jahren die Lehren und die Praktiken des obersten Hirten in Frage gestellt?

Das stimmt: So viele Lehren und Praktiken sind objektiv anfechtbar, denn sie sind seltsamerweise widersprüchlich und sogar zur Tradition der Kirche gegensätzlich. Tatsächlich hängt die Priesterbruderschaft St. Pius X. nicht am ‚aggiornamento‘ – der ‚Anpassung‘ –, die das Zweite Vatikanische Konzil und die nachkonzilliaren Reformen wollten; das führte zu einem zweideutigen Glaubensbekenntnis, zu lückenhafter Unterweisung, einer verschwommenen und entsakralisierenden Liturgie und einer fragwürdigen Disziplin.

Pour qu’Il règne: Werden die Rechte der Bruderschaft eines Tages wiederhergestellt und anerkannt?

Die Bruderschaft ist ein Werk der Kirche und hat das Recht, als das anerkannt zu werden, was sie ist, gemäß ihrer spezifischen Berufung und ihres Charismas durch einen gerechten kanonischen Status. Die Bruderschaft bekräftigt ihren legitimen Wunsch danach. Da eine solche Anerkennung offenkundig die zwingende Notwendigkeit, den guten Kampf weiterzuführen, nicht unter den Scheffel stellen darf, indem die Irrtümer und Häresien, die sich überall ausbreiten, offen angeprangert werden, und indem den Menschen guten Willens die Mittel angeboten werden, alles in Christus, unserem Herrn und König, zu erneuern. Die Bruderschaft ist überzeugt, dass diese Anerkennung eine langdauernde Ungerechtigkeit heilen sowie der Kirche eine Gnade der Erneuerung schenken wird, die sie so dringend benötigt. Unser Herr Jesus Christus wird in Seiner Weisheit, die unsere übersteigt, dafür sorgen. Er ist das Haupt Seiner Kirche.

Das Gespräch fand am 31. Juli statt

http://fsspx.news/de/news-events/news/interview-mit-dem-distriktoberen-der-benelux-staaten-31476

Eine aktuelle Stellungnahme der Priesterbruderschaft zum Stand der Dinge. Der sog. „Widerstand“ munkelt derweil dunkel von Fraktionskämpfen und wartet lieber auf „apokalyptische Lösungen“, denn: „wir brauchen lediglich abzuwarten, um dies (nämlich: wie Gott mit diesen beispiellosen Lügen umgehen wird) zu sehen“ http://stmarcelinitiative.com/eleison-comments/?lang=de

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Die ideologischen Wurzeln des Genderismus

CHRISTLICHES FORUM

Mathias von Gersdorff

Genderisten werfen nicht selten Gender-Kritikern vor, sie würden übertreiben. Die Gender-Ideologie behaupte nämlich gar nicht, die Geschlechter seien reine kulturelle und soziale Konstruktionen, sondern es ginge lediglich um Gleichberechtigung und Verständnis für andere Lebensweisen.

Das stimmt aber nicht: Gender ist eine Weltanschauung, die eine völlig neue und antichristliche Anthropologie durchsetzen will. In der Tradition des Neomarxismus vertritt Gender die Auffassung, der Mensch sei eine Kreation der Umwelt bzw. der kapitalistischen Gesellschaft; sie würde dem Einzelnen vorgeben, was er von sich selbst halten soll.

Das betrifft übrigens nicht nur die Geschlechtlichkeit, sondern alle Merkmale, die entscheidend für die Bildung der Persönlichkeit sind.

Marxisten und Neomarxisten (die sog. 1968er) vertreten eine radikale Milieutheorie, wonach der Mensch keine Individualität besitzt, sondern komplett von den sozialen Strukturen geprägt ist, in denen er lebt. Für Karl Marx ist dies der Ursprung der Entfremdung. Diese kann nur durch die Zerstörung der Strukturen, die…

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Die alltägliche Bedrohung durch Verhaltensgestörte im eigenen Lebensumfeld

Auf die globale Systemtransformation mittels social engineering machen kritische Stimmen im Internet und sozialen Medien bereits aufmerksam: Flüchtlingskrise, ANTIFA-Straßenterror, Gender-Richtlinien, Beteiligung kirchlicher und politischer Würdenträger beim sog. „CSD“, Regenbogenflaggen an Bundesgebäuden – die Beispiele sind Legion.

Schwerer fällt auch dem sensibilisierten Zeitgenossen, sich die Folgen des derzeitigen Umbaus gesellschaftlicher Beziehungen und Abläufe präzise in seinem Privat- und Berufsleben zu vergegenwärtigen und klar zuzuordnen. Denn der gegenwärtige Umbau des politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und sozialen Gefüges hat auch sehr konkrete Auswirkungen für den Alltag des Einzelnen – muß diese ja denklogisch haben, da alle Hinweise darauf hindeuten, dass die designten Strukturen nicht weniger als den neuen Menschen schlechthin konditionieren sollen.

Es wäre töricht, dabei von einem zufälligen Geschehen auszugehen, als sei „da etwas dumm gelaufen“. Die gegenwärtigen Entwicklungen werden von einem Gesamtkomplex gesellschaftlicher Führungseliten zielstrebig umgesetzt: Im Werk „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“ von Sir Karl Popper findet man sozusagen das „Drehbuch“ für unsere Gegenwart und die heute herrschende politisch-korrekte Philosophie (zitiert nach „Der Sinn der Geschichte“ von Friedrich Romig, 2. korr. Aufl.). Vor allem die philosophischen Grundlagen der Gegenwart:

Die >offene Gesellschaft<, die Popper mit der Brille des Rationalismus sowohl erkennt als auch fordert, ist die moderne Industriegesellschaft. Sie hat ihren Mitgliedern nichts zu bieten außer Arbeitsplätzen. Die Beziehungen der Mitglieder zueinander beschränken sich auf das Ineinandergreifen von Funktionen. Am gesellschaftlichen Leben nehmen sie teil wie eine Maschine, wie ein Computer am Arbeitsprozeß eines Industriebetriebes: Sie werden ebenso vernutzt, abgeschrieben und, wenn sie nicht mehr funktionieren, ausgeschieden.“ (Romig, S. 101)

Sowohl Masseneinwanderung als auch die Umgestaltung der Arbeitswelt finden plötzlich ihren Platz im Mosaik:

Diese Industriegesellschaft ist >offen< für alle, die sich ihr einpassen wie abgedrehte Bolzen in vorgebohrte Löcher. Farbe, Herkommen (Fremdarbeiter), geistige Interessen, persönliche Bindungen sind gleichgültig, wenn sie die Funktionserfüllung nicht stören. Anpassung wird belohnt durch zusätzliche Belastung mit weiteren Funktionen, die Konkurrenz, d.h. der gegenseitige Kampf der Funktionsträger untereinander, wird wachgehalten“ (Romig, Seite 102 ff.).

Karl Popper hat in besagtem Buch übrigens den Begriff social engineering (also die gezielte Änderung gesellschaftlicher Strukturen) 1945 in die Sozialwissenschaften eingeführt (https://de.wikipedia.org/wiki/Social_Engineering_(Politikwissenschaft))

(Vgl. dazu m.w.Nw.: https://kirchfahrter.wordpress.com/2016/07/17/der-sinn-der-geschichte-oder-von-bereicherern-und-bereicherten/).

Wenn auch pauschale Zuordnungen immer in Gefahr sind, zu undifferenziert zu sein, so kann man doch – so denke zumindest ich – auf drei für den normalen Zeitgenossen erfahrbaren „Alltagsebenen“ eine signifikante Veränderung feststellen: beim Führungsverhalten von Vorgesetzten, im Arbeitsumfeld und beim Verhalten der Umgebung bis hin in familiäre Strukturen. Polemisch könnte man es wohl in einem Satz zusammenfassen: soziopathische Vorgesetzte treiben uns am Arbeitsplatz in den „Burn-Out“ und die Mitmenschen sind derart infantil oder egoman, dass sie dies nicht merken oder es ihnen egal geworden ist.

Das medial transportierte (und medizinisch völlig unspezifische) „Burn out“-Syndrom ist zweifellos das neue Volksleiden. Fragen Sie eine Krankenkasse Ihrer Wahl: Psychische Erkrankungen greifen explosionsartig um sich, seitdem der Turbokapitalismus global agieren und seine Logik der Profitmaximierung und optimalen Ressourcenausnutzung ungehindert durchsetzen kann. Seit einiger Zeit werden Menschen schlichtweg als human resources erfasst und offiziell auch so bezeichnet. Eine Ressource, mittels der optimaler Profit erwirtschaftet werden soll, also beschleunigt man Arbeitsabläufe und Kommunikation immer mehr, um aus der sich immer weiter verkürzenden „Nutzungszeit“ der Ressource was immer möglich „rauszuholen“. Mit dem Ergebnis, dass bereits Vierzigjährige heute als „für den Wettbewerb zu alt“ gelten – das irrsinnige Tempo kann nur noch von Menschen von Mitte 20 bis Mitte 30 auf Kosten ihrer Gesundheit „mitgegangen“ werden. Kontinuierlich steigende Arbeitsverdichtung (eine Person hat die Aufgabenfülle von ca. 2 – 3 Stellen) sowie eine irrationale „Flexibilitätserwartung“ bezüglich Auslandsaufenthalten schon an das „mittlere Management“ betreiben offen Raubbau am Menschen. Menschen, die nach wenigen Jahren „fertig“ sind, werden emotionslos ausgetauscht und in die „Sozial“-Systeme entsorgt. Fürsorge und Loyalität der Vorgesetzten haben ausschließlich dem Arbeitgeber zu gelten, um Bindungen zu verhindern, wechseln sie nach wenigen Jahren.

Sieht man diese Entwicklungen, hat man gleich die Anforderungen an Karrierewillige zur Hand: Sie haben das eben Beschriebene möglichst effizient und geräuschlos umzusetzen. Sowohl Wirtschaft als auch Politik fußen in der Gegenwart auf anderen Grundlagen als in der Vergangenheit. Dominierte früher der sog. „rheinische Kapitalismus“ der sozialen Marktwirtschaft, beherrschen heute anonyme Hedge-Fonds global die Börsenkurse. Private-Equity-Gesellschaften mit kurzfristigen oder überzogenen Renditeerwartungen diktieren die Rahmenbedingungen. Zugunsten der Rendite haben ethische Werte und zwischenmenschliche Beziehungen, da nicht profitabel, zurück zu stehen. Es ist logisch, dass man zur Umsetzung dieser neuen Regeln auch neuer Funktionseliten bedarf. Diese sind erkennbar auf einen neuen Moralkodex konditioniert worden, denn die gegenwärtige Transformation ist mit dem alten nicht hinzubekommen.

Um eine solche Gesellschaft zu managen, bedarf man einer Funktionselite, die moralisch wenig (bis gar nicht) festgelegt ist. Dies bedeutet, man benötigt nunmehr den effizienten Manager-Typ, der nicht nur auf zwischenmenschliche Beziehungen, ethische Mindeststandards, moralische Normen, wenig Rücksicht nimmt (dies war auch schon oft genug vorher der Fall), sondern der mit diesen Begriffen überhaupt nichts mehr anfangen kann. Der in seiner krankhaften Selbstbezogenheit moralisch integere Menschen von einem Standpunkt aus betrachtet, wie ein Forscher einen Steinzeit-Volksstamm auf Neuguinea: distanziert und völlig unbeteiligt.

Wer in der mittlerweile weltweit vernetzten Wirtschaft Karriere machen will, muß selbst völlig mobil bleiben, also sog. „Single“. Wer zusagt, bedingungslos rund um die Uhr leistungsbereit zu „liefern“, für den würden Ehepartner und Kinder schnell karrierretechnisch ein Hindernis. Mithin finden sich in der politischen wie wirtschaftlichen Funktionselite dieses Landes vermehrt ein Typus Mensch, der früher wegen seiner Verhaltensstörung aufgefallen wäre: der Soziopath. Er hat zu ethischem Vorgehen keinerlei inneren Zugang und heuchelt lediglich ein an moralischen Maßstäben orientiertes Verhalten, um temporär einen Vorteil zu erhalten. Er führt Mitarbeiter im wahrsten Sinne des Wortes gewissenlos, gaukelt ihnen Versprechungen vor, geht Verpflichtungen ein, ohne sich moralisch in irgendeiner Form gebunden zu fühlen. Er spiegelt Gefühle oder menschliche Regungen lediglich vor, um sie für sich gewinnbringend in einer konkreten Situation auszunutzen. Formelhaft versucht er – nach der Methode Versuch und Irrtum – glaubwürdig zu kommunizieren, was er bei anderen als Erfolg bringend abgeschaut hat. Zu eigenen emotionalen Regungen weitgehend unfähig, scannt er förmlich die Wünsche und Träume seiner Umgebung ab, um diese zielgerichtet für sich zu nutzen. Bringt Untergebene dazu, „mal richtig Vollgas zu geben“, um die Ausgepowerten – nachdem er dadurch sein persönliches Karriereziel erreicht hat – achtlos beiseite zu schieben. Die persönliche Integrität eines solchen Menschen geht naturgemäß gegen Null.

Sowohl im beruflichen als auch im privaten Bereich besteht für ihn alles lediglich aus Projekten, private Lebensabschnittspartner und zeitlich befristete Führungspositionen wechseln jeweils ab. Wer nutzlos wurde, wird in seinem privaten und beruflichen Umfeld entsorgt und durch leistungsbereitere Nachfolger ausgetauscht. Der häufige Ortswechsel (heute Berlin, morgen New York übermorgen vielleicht Shanghai) suggeriert eine vorgebliche Austauschbarkeit von Normsystemen. Für ihn sind Vorgänge, welche für integere Menschen einen hohen Stellenwert haben (zum Beispiel das Ablegen eines Amtseides) lediglich inhaltlich leere Formalien. Ihm fehlt jegliches ethische Bezugssystem, in welches er einen Eid einsortieren könnte.

Die Tätigkeit als Politiker, die für vorige Generationen ein Dienst am Gemeinwesen bedeutete, ist für ihn beispielsweise lediglich ein Job zum persönlichen Fortkommen. Karriereorientierung, die sicherlich auch für die vorherigen Generationen nicht ohne Belang war 😉 , ist für ihn zum alles beherrschenden Lebensinhalt geworden. Sein alertes Verhalten geht auf die Erfahrung zurück, das eine eigene Haltung beim Vorwärtskommen hinderlich sein kann und mithin zu vermeiden ist. Der durchschnittliche Jungpolitiker („m/w“) sieht folglich kommunalpolitisches Engagement lediglich als erste Stufe, um schnell in das jeweilige Landesparlament zu kommen. Kaum dort, macht er sich bereits heimlich Gedanken um „Berlin“ und perspektivisch um „Brüssel“. Das persönliche Vorwärtskommen steht im Mittelpunkt. Begriffe aus früherer Zeit wie etwa „Nation“, „Volk“ oder (jüngst zu sehen) „Ehe“ sind für ihn lediglich beliebig zu füllende Leerformeln.

Folge des social engineering – oder doch zumindest gerne geduldete Nebenfolge – ist die zunehmende Infantilisierung breiter Bevölkerungsschichten. Zu besichtigen meist in Form von hemmungslosen, undisziplinierten, emotionalen Verhaltensweisen wie beispielsweise Egozentrismus, im Fehlen einer altersentsprechenden Selbstreflexion und dementsprechend meist in einer emotionalen Unreife (https://de.wikipedia.org/wiki/Infantilismus#Psychologie).

Durch gezielte Ausdehnung des Jugendgefühls („One age“) wird die Infantilisierung strukturell im Markt verankert: Kinder- und Jugendbücher und -filme oder Comics werden heute vielfach von Erwachsenen konsumiert. Über 19 Prozent der in der Sinus-Milieustudie als „Moderne Performer“ und damit als gesellschaftliches „Leitmilieu“ definierten Zielgruppe, also die gebildeten „Selbstverwirklicher“, kaufen Kinder- und Jugendbücher für sich selbst (im Bundesdurchschnitt sind es immerhin über 16 Prozent aller Menschen.) Die Schottin Johanna Basford hat 1,4 Millionen Exemplare ihres Malbuchs für Erwachsene Mein verzauberter Garten verkauft. 30 Millionen Deutsche spielen am Computer, davon fast 13,5 Millionen täglich. Sieben Millionen Gamer sind über 50 Jahre alt. Auch Designer entwerfen immer mehr All-age-Produkte, die die Baby-Boomer an ihre Kindheit erinnern. Der Slogan der Popkultur Die Young, Stay Pretty lässt das Altern als kognitiven Verfall (senility) und Fluch erscheinen. Weitere Effekte der Allgegenwart der populären Medien seien die Verdrängung der sozialen Ungleichheit und der infantile Traum vom sozialen Aufstieg als Medienstar oder Topmodel (vgl. mit Nachweisen: https://de.wikipedia.org/wiki/Infantilismus#Einfluss_von_Medien_und_Werbung)

Was andere Generationen noch in Harnisch brachte (Glaubensfragen, unterschiedliche Stellungnahmen zum Gemeinwohl) ist dem infantilen Zeitgenossen heute nicht ein Achselzucken wert. Die Politik lügt und ist erkennbar unfähig, die anstehenden Probleme auch nur zu erkennen – geschweige sie zu lösen. Ist ihm aber egal, ihn interessiert eher, warum „Poldi“ mit zur EM durfte, wer bei „GNTM“ Chancen hat und ob „der Dietä“ bei DSDS wieder schön Menschen runtermacht. Innerhalb der offiziellen (straf-)rechtlichen oder zumindest der inoffiziell gesellschaftlich vorgegebenen Grenzen darf jeder sanktionslos meinen, was er will – habe er eine Ahnung vom Gesprächsgegenstand oder nicht. Jeder wird medial aufgefordert, Deutschlands Superstar zu bestimmen, sich über gezielt präsentierte „Skandale“ eines angeblichen „Protzbischofs“ aufzuregen oder heiß zu debattieren, wer nun zu Recht eine Rose vom Bachelor bekam und wer nicht. Im Gespräch mit anderen ist bereits der zweite Satz „und was machen Sie so beruflich?“ und nach der Antwort „Nichts“ oder „Hausfrau“ das Gespräch meist zu Ende. Erfolgreich wurde dem infantilen Konsumenten eingeredet, nur das richtige Deo sei „ein Statement“ und überhaupt müsse man beim Einkauf „eine Haltung zeigen“.

Wir leben zunehmend (und in der Regel unbemerkt) in einem Lebensumfeld, in dem meist empathielose Funktionsmasken Führungs-„Verantwortung“ bekommen haben und daher gesellschaftlich legitimiert „Menschen an ihre Grenzen führen“ bzw. „auf das nächste Level heben“ dürfen. Die Folge ist, dass es auf allen gesellschaftlichen Ebenen bereits stromlinienförmige, karriereorientierte Abzieh-Bildchen gibt: Oberflächlich eingestellt, finden sie alles „supi“, die unverschämteste Zumutung ist noch eine „spannende Herausforderung“, ihre Pleiten reden sie sich als „wahnsinnig intensive Erfahrung“ schön. Grundlos dauerkichernde Frauen mit lauter Quäk-Stimme und seit 30 Jahren im 15. Lebensjahr stecken gebliebene Jüngelchen. Hangeln sich beruflich und privat von „Projekt“ zu „Projekt“: Geburt der Kinder, Hausbau, Burn-Out. Die meisten schließen, von der selbstverschuldeten Lebensgestaltung völlig überfordert, vor Problemen die Augen und „denken positiv“ („Ich gehe einfach mal davon aus, dass das klappen wird!“). Das Leben ist auf Konsum abgestellt, alles relativ, alles im Fluß. Auch der Begriff der „Familie“ ist augenblicksgebunden: meist die Kinder vom augenblicklichen Lebensabschnittspartner.

Unsere Gesellschaft ist auf dem schlechtesten Weg, zu einer Egomanen-Versammlung mit gekünstelter Aufgeregtheit über Nichtigkeiten – verbunden mit affektierten Quietsch- Freudenausbrüchen á la USA – zu werden.

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Über das Herzensgebet

BRUNONIS

(Ein außergewöhnliches Gespräch in der Großen Kartause. – (35/70)

(Dom Dysmas) – In einem schönen Text über das Herzensgebet berichtet Dom André Poisson, wie er, bevor er in die Kartause eintrat, „eine kleine Quelle, die zwischen meinem Herzen und Gott eine unendlich tiefe und wahre Verbindung errichtete“ gefunden hatte. Und viel später überfiel ihn eines Tages ein Zweifel und er stellte fest, dass diese kleine Quelle nicht Gott war, während er allein nach Ihm Durst hatte. Dom André verstand, dass er seine geliebte Quelle aufgeben musste, um den Weg zu finden, „die Haltung des Herzens, mit der ich sofort dem die Tür öffnete, der schon lange vergeblich an sie klopfte, weil ich mich in meinem Beten zuerst um mich selbst kümmerte.“ Die kleine Quelle des Dom André war gewiss gut und wertvoll, doch nur für eine Zeit; er sollte sich dort nicht aufhalten. Wie ein Spaziergänger, der eine…

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Eine persönliche Anmerkung zum 30. Todestag von Pfarrer Hans Milch

Warum soll man über einen bereits seit 30 Jahren toten Pfarrer aus Hattersheim schreiben? Einem lokalen Seelsorger, der seinen Schäfchen wohl salbungsvoll vom lieben Gott predigte und dessen Horizont vermutlich über seine Gemeindegrenzen nicht hinaus ging? Dies mag einem heutigen Menschen, der nichts von Pfarrer Milch weiß, verständlicherweise durch den Kopf gehen.

Aber: Wohl selten wird man mit seinem aus dem Ärmel geschüttelten Urteil derart falsch liegen. Zum einen: Pfarrer Milch lebt. In den Herzen derjenigen, die das Privileg hatten, ihn kennen zu lernen und vor allem in seinen Predigten. Die werden von der actio spes unica vertrieben, per Heft oder CD und sind wie schwerer Wein: gehaltvoll und befeuernd. Wer mit lauwarmen Predigten des Liberallala-Katholizismus aufwuchs, muß sich erst dran gewöhnen. Hier habe ich ihn „kennen gelernt“ – Predigten wie Blitz und Donner (http://www.spes-unica.de/milch/texte/). Das Werk von Wolfgang Schüler (Pfarrer Hans Milch. Eine große Stimme des katholischen Glaubens. Mit einer Kritik am Zweiten Vatikanischen Konzil. Edition Actio Spes Unica 2005. 2 Bände, 1.730 Seiten, mit Bildteil, 49,90 Euro) gibt einen profunden Überblick über seine Person und vor allem sein Denken. Zum anderen: Dieser Pfarrer war alles andere als ein lediglich durchschnittlicher Seelsorger – hören Sie in seine Predigten und Vorträge hinein. Wort- und stimmgewaltig und sowohl kirchlich als auch politisch von geradezu beängstigender Prophetie (weiteres auf http://www.spes-unica.de/milch/).

So aus seiner Predigt zum 14. Sonntag nach Pfingsten von 1985 (!): „Und wenn diese Gleichmacherei sich völlig durchsetzt, dann ist die Katastrophe vollends da, d.h. es ist dann noch nicht einmal nennenswert, ob ein solches Nicht-Volk überhaupt noch eine Katastrophe erreicht oder nicht. Es ist sowieso nicht mehr nennenswert dieses Volk, in dem es keine polaren Spannungen, kein DU-zu-DU mehr gibt!

Messerscharfe Logik, brillanter Weitblick. In diesem völlig gleich gemachten „Nicht-Volk“ leben wir aktuell, die Katastrophe der Islamisierung ist demgegenüber nachrangig.

Dass sein Wirken spaltete, ist völlig richtig – im doppelten Sinne richtig. Zum einen gibt es das damalige Geschehen korrekt wieder, zum anderen folgte er konsequent dem Schriftwort, wonach durch unseren Herrn nicht der (faule) Friede, sondern das Schwert gebracht wird. Wobei den verursachten Schmerz auf jene zurück zu führen ist, welche die konziliaren Wirren verursachten, nicht auf den glaubenstreuen Pfarrer aus Hattersheim…

Der war ein katholischer Streiter, ein im besten Sinne Militanter, denn er stritt für den Christkönig: „Wehe uns, wehe Dir, wehe mir, wenn Dich, wenn mich die Welt nicht hasst!Worte wie Hammerschläge, die sich wohl für fassungslose, lauwarme Mainstream-Katholiken wie Faustschläge im Gesicht anfühlen müssen.

Aufrüttelnd, ja maßlos:

„Uns rügen die, die von der Masse gekennzeichnet sind, die von der Masse leben, die von der bequemen, feigen Masse genährt werden und sich sattessen an der Behaglichkeit eines armseligen, schläfrigen, widerstandslosen Gewimmels, eines Miteinanders, einer lächerlichen Komödie von Solidarität und Mitmenschlichkeit, die das Schicksal des Einzelnen ausklammert und dem Einzelnen keinen Atemraum läßt“.

Dieser Prediger steht für ein mannhaftes Glaubensverständnis, für geistige Militanz mit offenem Visier. Er ist anspruchsvoll, nicht der billige Jorge Jakob, sondern er verlangt alles. Nicht nur viel. Denn er ist der Priester desjenigen, der uns auch verlangt: vollständig, mit Haut und Haaren. Keine Discount-Barmherzigkeit, kein nebulöses Geschwätz: Wehe uns, wehe Dir, wehe mir, wenn Dich, wenn mich die Welt nicht haßt! Glühende Liebe zum Heiland spricht aus solchen Worten, nicht lauwarmes Dialogisieren. Konsenssucht ist ihm fremd, er spricht die Sprache der Kreuzzüge, als Männer ihren Glauben noch verteidigt haben (schauen Sie mal rein: https://kirchfahrter.wordpress.com/2016/04/20/rest-oder-sekte-h-h-pfarrer-hans-milch/).

Er war ein Radikaler, denn er betonte die radikale, weil von der Wurzel her bestimmte Absage an das heute vorherrschende kollektive Gewimmel der „Gemeinden“, des Wir-alle-miteinander-zusammen-gemeinsam. Persönlich im wahrsten Sinne befreiend war für mich die klare Aussage: das Heilsangebot Christi richtet sich ausschließlich an den einzelnen Menschen.

Solche Streiter sterben nicht friedlich im Bett, sie sterben von Mörderhand (lesenswert: http://www.spes-unica.de/aktuell/nachrichten/2012/120808_todestag_pfarrer_milch/) ihre Stimme wird gewaltsam zum Schweigen gebracht. Denn die Welt kann sie nicht ertragen.

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Vor 30 Jahren wurde der katholische Pfarrer Hans Milch ermordet (kreisblatt.de)

Vor 30 Jahren wurde der katholische Pfarrer Hans Milch ermordet

09.08.2017

Von MANFRED BECHT

Die Bluttat hatte im August 1987 nicht nur die Mainstadt, sondern den gesamten Main-Taunus-Kreis erschüttert. Der ermordete Geistliche hatte zuvor zu einer tiefen Spaltung der Hattersheimer Katholiken geführt, was auch in einigen Familien zu Brüchen geführt hatte.

Pfarrer Milch hatte die Gemeinde St. Athanasius gegründet, die in der Schulstraße ihre Kirche hat. Pfarrer Milch hatte die Gemeinde St. Athanasius gegründet, die in der Schulstraße ihre Kirche hat.

 

Hattersheim. Der August des Jahres 1987 sollte in Hattersheim einen festlich-fröhlichen Akzent bekommen, denn die Verschwisterung mit der französischen Gemeinde Sarcelles stand auf dem Programm. Diese wurde gegen Monatsende auch gefeiert, und mutmaßlich merkte man bei dem Fest nichts von einem anderen Ereignis, das Hattersheim kurz zuvor durchaus erschüttert hatte. Am 8. August nämlich wurde der ehemalige Pfarrer von St. Martinus, Hans Milch, auf grausame Weise ermordet.Hans Milch war nicht irgendein Pfarrer, falls es „irgendwelche“ Pfarrer oder Personen überhaupt geben sollte. 1962 kam der 1924 in Wiesbaden geborene Milch als Pfarrer nach Hattersheim, im gleichen Jahr trat das Zweite Vatikanische Konzil zusammen, das bis zu seinem Ende 1965 aus der Sicht Milchs viele unverzichtbare katholische Positionen aufgab. Dass Latein in der Messe von der Landessprache abgelöst wurde, ist sicher nicht der wichtigste, wohl aber der plakativste Aspekt dabei.Milch geriet ab 1965 immer mehr in Gegenpositionen zur Amtskirche, gründete schließlich die Actio spes unica“ (Aktion einzige Hoffnung), die die von ihm vertretene Linie propagierte. Als Milch sich offen zu dem umstrittenen konservativen Erzbischof Marcel Lefebvre bekannte, kam es zur Suspendierung durch den damaligen Limburger Bischof Wilhelm Kempf.

St. Athanasius gegründet

Dass damals mehr als 1000 Menschen zu einem Schweigemarsch in Hattersheim zusammen kamen, zeigt an, dass er für eine tiefe Spaltung der örtlichen Gemeinde gesorgt hatte – viele Gläubige waren in den Jahren zuvor auf Nachbargemeinden ausgewichen.

Pfarrer Hans Milch (vorne) war eng mit dem Erzbischof Marcel Lefebvre verbunden, der 1982 die Kirche St. Athanasius in der Schulstraße weihte. Milch gründete in Hattersheim die Gemeinde St. Athanasius. In der kleinen Kapelle, die 1982 von Lefebvre geweiht worden war, sollte er am Samstag, 10. August, eine Messe lesen. Als der Geistliche nicht erschien, kamen Gläubige auf die Idee, Bekannte des Theologen in Wiesbaden anzurufen. Die schauten in Milchs Wohnung nach und fanden seine blutüberströmte Leiche, mit einem Holzpfahl in der Brust. Später wurden rund 20 Messerstiche gezählt.

Es dauerte nur wenige Tage, bis die Kriminalpolizei ein umfassendes Bild von den Vorgängen gewonnen hatte. Milch hatte sich um einen 31-jährigen Mann gekümmert, der große psychische Probleme hatte. Am Freitagabend hatte der Mann an der Messe in St. Athanasius teilgenommen, war dann mit Milch nach Wiesbaden gefahren und hatte mit ihm in seiner Wohnung gegessen. Zu der Bluttat muss es dann am Samstag gekommen sein, denn noch am Vormittag hatte die Gemeindeschwester mit Milch telefoniert.

Der Pfarrer sagte der Frau auch, wer zu Besuch bei ihm sei. Als die Polizei den 31-Jährigen am Sonntag festnahm, waren die Beweise erdrückend – Blut an der Bekleidung, Fingerabdrücke auf den Holzpfahl, zwei ähnliche Pfähle unter dem Bett. Zudem soll der Mann einige Zeit vorher damit gedroht haben, den Pfarrer umzubringen. Das war der Tiefpunkt eines tragischen Schicksals – einige Jahre zuvor war seine Frau bei einem Autounfall ums Leben gekommen, er selbst hatte – wohl alkoholisiert – am Steuer gesessen. Er machte sich Vorwürfe, trank, rutsche immer mehr ab.

In Psychiatrie eingeliefert

Das städtische Ordnungsamt soll gebeten worden sein, den Mann zwangsweise in ärztliche Obhut zu bringen, versuchte aber vergeblich, Kontakt aufzunehmen – so jedenfalls ist es der Internetseite von Actio spes unica zu entnehmen. Die wegen anderer Vorfälle alarmierte Polizei sah keine rechtliche Handhabe zum Einschreiten, heißt es außerdem. Juristisch aufgearbeitet wurde die gesamte Geschichte nicht mehr. Der mutmaßliche Täter wurde nämlich in eine psychiatrische Klinik eingeliefert, wo er sich wenig später erhängte.

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Geblieben ist weit mehr als die weiterhin bestehende Gemeinde St. Anastasius. Hans Milch ist nach wie vor wichtiger Fixpunkt in Diskussionen um die Ausrichtung der katholischen Kirche. Das Internet ist voll von entsprechenden Bezügen. Diese sind gelegentlich von einer Unversöhnlichkeit geprägt, wie man sie Konvertiten nachsagt – Milch war als Sohn protestantischer Eltern geboren und erst nach dem Krieg zum Katholizismus konvertiert.

Nicht unversöhnlich

Kritiker könnten schnell geneigt sein, ihm eine solche Unversöhnlichkeit zu unterstellen. Dies aber wird sehr relativiert, wie Kreisblatt-Autor Jürgen Dehl damals fand. Milch „war alles andere als ein starrköpfiger, verbissener, verständnisloser Querkopf“, schrieb der. Er sei auch fähig gewesen, andere Überzeugungen hinzunehmen, und wenn er vieles ablehnte, so sei dies „oft mit Schalk und Witz“ geschehen.

http://www.kreisblatt.de/lokales/main-taunus-kreis/Vor-30-Jahren-wurde-der-katholische-Pfarrer-Hans-Milch-ermordet;art676,2733319

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