Fulda: Bischof Algermissen gegen die Einführung eines islamischen Feiertags

CHRISTLICHES FORUM

Der Bischof von Fulda, Heinz-Josef Algermissen, hat sich zur aktuellen Debatte über eine mögliche Einführung eines islamischen Feiertages in Deutschland kritisch geäußert.

Gegenüber der katholischen Zeitung „Die Tagespost“ (DT) fragte der Bischof kritisch: „Wie würden islamische Staaten reagieren, wenn katholische Christen dort versuchten, etwa das Fest Fronleichnam mit einer Prozession zu feiern? Oder Weihnachten und Ostern in islamischer Öffentlichkeit?“ 

BILD: Bischof Algermissen (Mitte) und DT-Redakteurin Regina Einig (links) auf dem Kongreß „Freude am Glauben“

In Deutschland gebe es dank seiner christlichen Prägung einen anderen Tolerenzbegriff als in muslimischen Ländern. Darum könne man hierzulande mehr zulassen als dort. Doch mahnt der Bischof dazu an: „Indes darf das nicht bis zum Verlust unserer Identität und Prägung und bis zur Selbstaufgabe führen.“

Darum sei er gegen die Einführung eines islamischen Festes in Deutschland.

Die Debatte war auslöst worden durch Äußerungen von Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) und des ZdK-Präsidenten Dr. Thomas Sternberg…

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Termine und Exerzitien 2018 (fsspx.de)

Termine und Exerzitien 2018

19. Oktober, 2017

In unserem Kalender stehen ab sofort alle Termine der Priesterbruderschaft St. Pius X. für den deutschen Distrikt bereit.

Im „Kalender“ den Sie rechts auf der Hauptseite und in jedem Artikel unserer Website sehen können, klicken Sie auf „Ereignisse“. Hier finden Sie dann nach Monaten geordnet alle Termine im deutschen Distrikt der FSSPX für das Jahr 2018, die Sie für Ihre eigene Planung bereits vormerken können.

Auch die sehr begehrten Termine für Exerzitien finden Sie im „Kalender“ mit einer kurzen Beschreibung, wenn Sie auf den Termin klicken. Sie können sich auch bereits für die Exerzitien im Jahr 2018 anmelden, wenn Sie zur Seite „Anmeldung zu Exerzitien“ wechseln, zu der Sie von der Hauptseite unten gelangen.

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen bei der Terminplanung für 2018. Bei Fragen, wenden Sie sich an uns.

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Schubs mich! (schlaglichter.at)

Schubs mich!

 

Der Mensch ist faul

(Christina Neuhaus, NZZ) »Der Bürger ist ein faules Wesen. Er isst zu wenig Gemüse, trinkt zu viel, treibt zu wenig Sport und liest die Abstimmungsunterlagen zu wenig aufmerksam. Leider ist er auch sonst ein unvollkommener Charakter. Er fährt zu schnell, erzieht seine Kinder zu lasch, pflegt seine kranken Eltern falsch und benutzt in seinem Schrebergarten zu viel Unkrautvertilger. Weil er so viele Defizite hat, muss man ihn nicht nur aufklären, man muss ihn auch dazu bringen, sein Verhalten zu ändern.

Vor drei- bis viertausend Jahren, als der Bürger meist noch ein Stammesmitglied war, gestaltete sich die Volkserziehung einfach. Es genügten zehn Gebote und drakonische Strafen. Einmal seines Nächsten Weib, Knecht, Magd oder Vieh begehrt – zack, schon war es aus mit dem Begehren. Mit der zunehmenden Sesshaftigkeit der Menschen veränderte sich das Bedürfnis nach Regeln. Die Bildung von Städten und staatlicher Organisation verlangte nach Gesetzen. Zu den Zehn Geboten kam über die Jahrtausende ein ganzes Regelwerk an Vorschriften. Bereits der Codex Hammurabi, eine babylonische Sammlung von Rechtssprüchen aus dem 18. Jahrhundert vor Christus, enthält beinahe 300 Rechtssätze. Seither sind Millionen von Paragrafen dazugekommen.«

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Pro Pope Francis – Dialogverweigerung als Reaktion auf „Correctio filialis“ (katholisches.info)

Die papistische Wendung des deutschsprachigen Modernismus

Pro Pope Francis – Dialogverweigerung als Reaktion auf „Correctio filialis“

Paul Zulehners "papistische" Wendung: Die Initiative Pro Pope Francis
Paul Zulehners „papistische“ Wendung: Die Initiative Pro Pope Francis

(Wien) Gestern startete der Wiener Pastoraltheologe Paul Zulehner die Aktion Pro Pope Francis, um Papst Franziskus gegen „scharfe Attacken“ von Kritikern in Schutz zu nehmen. Die Solidarisierung sei eine Reaktion auf die Correctio filialis.

Zulehner, Priester des Erzbistums Wien, war bis 2008 Ordinarius für Pastoraltheologie an der Katholischen Fakultät der Universität Wien. Eigentlich hätte das von ihm gelehrte Fach Pastoralsoziologie heißen müssen, das käme seinem Gedankenduktus näher. Zunächst aber der kurze Text der Solidaritätsadresse an Papst Franziskus:

Hochgeschätzter Papst Franziskus!

Ihre pastoralen Initiativen und deren theologische Begründung werden derzeit von einer Gruppe in der Kirche scharf attackiert. Mit diesem öffentlichen Brief bringen wir zum Ausdruck, dass wir für Ihre mutige und theologisch wohl begründete Amtsführung dankbar sind.

Es ist Ihnen in kurzer Zeit gelungen, die Pastoralkultur der katholischen Kirche von ihrem jesuanischen Ursprung her zu reformieren. Die verwundeten Menschen, die verwundete Natur gehen Ihnen zu Herzen. Sie sehen die Kirche an den Rändern des Lebens, als Feldlazarett. Ihr Anliegen ist jeder einzelne von Gott geliebte Mensch. Das letzte Wort im Umgang mit den Menschen soll nicht ein legalistisch, sondern ein barmherzig interpretiertes Gesetz haben. Gott und seine Barmherzigkeit prägen die Pastoralkultur, die Sie der Kirche zumuten. Sie träumen von einer „Kirche als Mutter und Hirtin“. Diesen Ihren Traum teilen wir.

Wir bitten Sie, von diesem eingeschlagenen Weg nicht abzuweichen, und sichern Ihnen unsere volle Unterstützung und unser stetes Gebet zu.

Die Unterzeichner

In der Kürze liegt die Würze. Mag sein. Als Reaktion auf die Correctio filialis, bestätigt die Solidaritätsnote aber zunächst vor allem einen Argumentationsnotstand. Wer keine Argumente hat, versteckt dieses „Detail“ unter einem end- wie inhaltslosen Wortschwall. Soziologen wie Zulehner beherrschen dieses Handwerk zur Perfektion. Oder sie wissen nichts zu sagen. Die Note wird nun von zahlreichen, für ihre modernistische Haltung bekannten Professoren vor allem aus Zulehners Bereich der Pastoraltheologie unterzeichnet, doch scheinen sie alle nichts zu sagen zu haben. Mit der Correctio filialis wurde detaillierte Kritik geübt, doch ein Dialog will nicht stattfinden. Selbst die Professorenzunft mit „antirömischen Ressentiments“, wie Kardinal Müller vor wenigen Tagen sagte, scheint so „papistisch“ geworden zu sein, daß sie Franziskus sogar in die Dialogverweigerung folgt.

Der große Manipulator

Man beachte auch den feministischen Zungenschlag des Zulehner-Textes („Hirtin“). Wer aber hätte gedacht, daß der Karl Rahner-Schüler sich einmal öffentlich an einen „hochgeschätzten Papst“ wenden würde. Die Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI. bekamen so respektvolle Ehrerbietung nicht zu hören. Für sie hatte Zulehner dafür den Knüppel zur Hand. Geprügelt wird vom Pastoralsoziologen, der mit einer Arbeit über den Austromarxismus promovierte, jeder, den er als „konservativ“ einstuft. Stephan Baier von der Tagespost nannte ihn den „großen Manipulator“. Der ORF räumt ihm seit vielen Jahren ein Deutungsmonopol in allen religions- und kirchenspezifischen Fragen ein. Das setzt zwingend eine geistige Nähe zum Rotfunk voraus. Der Rotfunk und der verbeamtete Kirchenerklärer Zulehner spielen sich dabei im Heimspiel gegenseitig den Ball zu.

Zulehners Propagandaschema entspricht tatsächlich frappierend der Schwarz-weiß-Malerei des ORF. Die Welt wird unterteilt in „Gute“ und „Böse“, wobei der Einteilung das immer gleiche Schema zugrunde liegt: Gut sind die „Modernen“, wie Zulehner sagt und die Modernisten meint, böse sind die „Konservativen“. Dieser Logik folgend ergibt sich geradezu zwangsläufig, daß Johannes Paul II. und Benedikt XVI. von Zulehner Dauerprügel ernteten, während Papst Franziskus von ihm bejubelt wird.

Um die Geisteswelt Zulehners zu begreifen, muß man sich zumindest eine perfide Aktion in Erinnerung rufen. Sie ist nicht zufällig gewählt, doch dazu später: Im September 2013 behauptete Zulehner im ORF, er sei sich sicher, daß Papst Franziskus den Priesterzölibat abschaffen wolle und hoffe, „daß der Papst vorher nicht von seinen Gegnern umgebracht wird“. Auch in dieser so wirr anmutenden, ja kabarettreifen Komplottwelt Zulehners standen die eventuellen Täter schon fest: Es sind natürlich „die Konservativen“. Kritische Fragen zu seiner abstrusen Unterstellung hatte er vom ORF ja nicht zu befürchten. So etwas nennt man geistige Brunnenvergiftung.

Erstunterzeichnerin Martha Heizer, exkommuniziert wegen Nachäffung der heiligen Messe

So wundert es nicht, daß sich unter den Erstunterzeichnern von Pro Pope Francis auch Martha Heizer findet, die Vorsitzende des pseudokatholischen Modernistenvereins mit anmaßendem Namen „Wir sind Kirche“. Im Mai 2014 wurde Heizer wegen Nachäffung der Heiligen Messe, also Meßsimulation, exkommuniziertWir sind Kirche fordert „Frauenpriestertum, Abschaffung des Priesterzölibats, Aufhebung der Unterscheidung zwischen Priestern und Laien, demokratische Wahl von Bischöfen, Anpassung der Sexualmoral an moderne Sitten, „kurzum, die Verweltlichung der Kirche und damit deren Auflösung in einer moralisierenden Zivilgesellschaft“, so Corrispondenza Romana damals. Heizer konnte es lange bunt treiben in der Kirche bis hin zur Mess-Farce. Die Glaubenskongregation schritt ein und sorgte für Klarheit, nachdem der zuständige Ortsbischof von Innsbruck, Msgr. Manfred Scheuer, heute Bischof von Linz, dazu nicht imstande oder nicht willens war. Uneinsichtig wie Heizer selbst bestätigte sie der Verein dennoch als Vorsitzende.

Als Franziskus im April 2016 das umstrittene Dokument Amoris laetita veröffentlichte, jubelte Heizer:

„Das ist wirklich ein Epochenwandel.“

Im vergangenen Frühjahr forderte Heizer dann mit „Wir sind Kirche“ den Rücktritt von Glaubenspräfekt Müller, der vor drei Jahren ihr Exkommunikationsdekret unterzeichnet hatte. In Rom gebe es einen „reformwilligen“ Papst, so Heizer, der aber von einer „konservativen Kurie“ , der es „nur um Macht und Kontrolle“ gehe, daran gehindert wird, die Reformen umzusetzen.

Seither hat sich ja einiges getan. Kardinal Müller wurde drei Monate später von Papst Franziskus tatsächlich entlassen. Heizer dankt es mit der Unterschrift unter Zulehners Solidaritätsadresse. Der aufmerksame Leser wird bereits an der Sprache erkannt haben, daß Zulehner und Heizer mehr verbindet.

Zulehners Frauen- und Allpriestertum…

In der Tat distanzierte sich Zulehner im Mai 2014 nicht etwa von Heizers Meß-Mimikry im eigenen Wohnzimmer. Er verteidigte nicht die Heiligkeit der Eucharistie. Ganz im Gegenteil. Er nützte unbeirrt auch diesen Fall für seine modernistische Agitation:

„Es wäre eine futuristische, aber dogmatisch problemfreie Option, die Heizers zu ordinieren statt zu exkommunizieren. Ausgebildet sind sie ja schon bestens.“

Martha Heizers Ausbildung besteht in einem Pädagogik-Studium. Aber das nur nebenbei.

Die Glaubenskongregation schützt die Heilige Messe, den Wesenskern des Christentums und der Kirche, und Zulehner reagiert mit der Forderung nach Frauenpriestertum, eigentlich nach einem Allpriestertum. Konkret forderte er nämlich gleichzeitig eine „Priestersynode“ und schrieb selbstsicher:

„Diese wird mit Sicherheit kommen. Der Papst hat auch schon angeregt, dazu Vorschläge zu unterbreiten.“

Die Informationen hatte er aus erster Hand vom österreichischen Missionsbischof Erwin Kräutler, der vom linken Mainstream der Alpenrepublik mindestens so geliebt wird wie Zulehner.

… und die Amazonas-Synode

 „Eine Möglichkeit wäre, so der emeritierte und pastorale [sic] erfahrene Bischof Fritz Lobinger aus Aliwal-Noord in Südafrika, dass gläubige Gemeinden (wie in Tertullians Zeiten) zwei bis drei ‚gemeindeerfahrene Personen‘ (‚personae probatae‘) wählen, ausbilden lassen und der Bischof weiht sie in ein „‘Team of Elders‘ (so Lobinger: biblisch also ein Presbyterteam – das meint nicht nur Alte, sondern ‚Gestandene‘, man kann sie auch anders nennen).“

Mit der genauen Wiedergabe der Kirchengeschichte hatten Modernisten schon immer so ihre Probleme. Aber das auch nur ganz nebenbei. Soweit jedenfalls Zulehner immer im Mai 2014. Auch in dieser Sache hat sich seither einiges getan. Am vergangenen Sonntag gab Papst Franziskus bekannt, für Oktober 2019 eine Spezialsynode für Amazonien einzuberufen.

Der Kreis schließt sich daher, wenn sich unter den Erstunterzeichnern von Pro Pope Francis auch jener Fritz Lobinger, emeritierter Bischof von Aliwal-Noord in Südafrika findet. Er ist einer der maßgeblichen Stichwortgeber für die „Amazonas-Werkstatt“, die fieberhaft an der Abschaffung des Priesterzölibats arbeitet. Folgerichtig findet sich auch der emeritierte Missionsbischof Kräutler unter den Unterzeichner.

Und der Pro Pope Francis-Initiator Paul Zulehner fiebert eifrig mit und mit ihm Lobinger, Käutler, Krätzl, Busek, Thierse und andere Aushängeschilder eines „kirchenkritischen“ und bis vor kurzem romfernen Modernismus – und natürlich alle Heizers vom Dienst.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Pro Pope Francis (Screenshot)

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Und ich bedenk‘, was ein jeder zu sagen hat…

Und schweig‘ fein still,

Und setz‘ mich auf mein achtel Lorbeerblatt

Und mache, was ich will.

Die Worte meines Lieblings-Liedermachers Reinhard Mey kommen mir dieser Tage öfters in den Sinn, lautet doch die betreffende Strophe:

Mit großer Freude sägen

Die einen an meinem Ast,

Die andern sind noch beim Überlegen,

Was ihnen an mir nicht paßt,

Doch was immer ich tuen würde,

Ihre Gunst hätt‘ ich schon verpatzt,

Also tu‘ ich, was ein Baum tun würde,

Wenn ein Schwein sich an ihm kratzt.

Und ich bedenk‘, was ein jeder zu sagen hat,

Und schweig‘ fein still,

Und setz‘ mich auf mein achtel Lorbeerblatt

Und mache, was ich will.

Warum ich auf diese Zeilen kam? Es liegt wohl an den Zeiten, in welchen vom politisch-medialen Komplex festgelegt wird, wer als „rechts“ (-populistisch, -konservativ, -katholisch, -extrem, -radikal) zu gelten hat. Da finden sich weite Teile der einstigen bürgerlichen Mitte in der „rechten Ecke“. Leider bedeutet dies nun nicht, dass der rechte Narrensaum einfach verschwunden ist. Dessen Bestandteile können sich heute halt nur – Maas & Kahane sei Dank – besser als heimatlose Konservative tarnen, das ist alles.

Wenn alles zusammengedrängt wird, vom Wirtschaftsliberalen über Christdemokraten bis hin zu dezidiert Konservativen plus rechten Narrensaum, konzentriert sich erstmal alles – verständlicherweise – auf den gemeinsamen Gegner, alleine die gemeinsame Gegnerschaft zu Merkel und Konsorten verbindet. Der migrationsaffine und diversitätsorientierte Gesamtkomplex wird richtigerweise als Gegner erkannt und gegen den ist jedes Mittel recht – was nun allerdings nicht richtig ist. Anstand und intellektuelle Redlichkeit müssen gewahrt werden, sei es Atheisten, Buddhisten oder wem auch immer gegenüber. Anderer Ansicht ist da der „Immer feste druff!“-Typus. Fakten spielen für diesen höchstens insoweit eine Rolle, als sie sein eigenes, oftmals allzu enges Weltbild bestätigen. Ist dies nicht der Fall, werden sie zurechtgebogen oder einfach ignoriert. Sachliche Kritik wird im rotzfrechen Ton „beantwortet“, indem man Kritiker generell als Agent „der Gegenseite“ diffamiert. Nicht überraschend, wenn das eigene Bild von der Welt nur schwarz/weiß und Freund/Feind kennt.

Vermehrt hört man von vermeintlich „Konservativen“ Begriffe wie „Alternative zum System“, „Systemparteien“ und „völkisch“ – für das geschulte Ohr klar erkennbar der Tonfall der (um bürgerliche Seriösität bemühten) „Mußgnug“-NPD der 70er und 80er Jahre. Flankiert von tumber anti-kirchlicher Agitation gegen „die Pfaffen“ und irrationalen „Durchgreif-Phantasien“. Sich mit solchen engstirnigen Stieseln gemein machen, nur weil die auch gegen Merkel und den Papst angehen, ist halt meine Sache nicht. Mag jeder sehen, wie er will, für mich gehört wenigstens etwas Anstand schon noch dazu.

Manch einer mit fragwürdiger Vita schreitet zur Selbstnobilitierung und schmückt sich frech mit dem Etikett „Konservativer“, um gegen Kanzlerin und Papst „zu holzen“. Recht verstanden: Nichts gegen deftige Polemik und harte Zuspitzung, um die Spreu vom Weizen zu trennen. Nur bei der Wahrheit und Verstand bleiben, dass sollte man dann schon. Wer allen Ernstes die Bundeskanzlerin mit Adolf Hitler auf eine Stufe stellt oder (pikanterweise als Atheist…) politisierende Bischöfe als „Diener Satans“ und „Handlanger des Teufels“ bezeichnet, hat sich für mich aus dem rationalen Diskurs verabschiedet und als verschrobener Sektierer mit gestörtem Wahrnehmungsvermögen geoutet. Wer dies proklamiert, diskreditiert den berechtigten Widerstand gegen die Transformation unseres Gemeinwesens als den pauschal nicht ernst zu nehmenden Amoklauf irregeleiteter Fanatiker und betreibt damit objektiv das Geschäft der Globalisierer.

Was für die höchst fragwürdige Politik der Kanzlerin gilt, gilt ebenso für die politisch unklugen bis himmelsschreienden Äußerungen von Papst Franziskus. Hier kommt in der Kritik häufig das ewiggestrige Gedankengut eines Julius Streicher wieder zu Tage. Schnell ist da von „Kirchenbonzen“, „Pfaffen“ oder ähnlichem die arg abschätzige Rede und manch einer sehnt sich sichtbar eher nach Thors Hammer als nach der Bergpredigt… Und so blökt mancher Barde aus Wotans Völkchen gen Rom und pöbelt gegen den Papst ohne Rücksicht auf Tatsachen und Stil. Schleudert Dreck und hofft, irgendwas werde doch schon an diesem hängen bleiben. In den 30ern hatte man doch wenigstens den traurigen Mut, zu schreien: „Ohne Juda, ohne Rom bauen wir den deutschen Dom!“. Redlicher wäre es.

Besteht man dann trotzdem auf Integrität und Redlichkeit, dann gilt man schnell als „Nestbeschmutzer“ und die Dreckschleudern als wackere Kämpfer. Fakten zählen nicht, nur die Parteilichkeit. Reflektionsvermögen ist durch stramme Haltung zu ersetzen! 

Na, wem’s gefällt…

Mir allerdings nicht, ich halte es hier wieder mit Reinhard Mey (allerdings ein anderes Lied):

Ich laufe nicht mit dem Rudel,

Ich schwimme nicht mit im Strudel,

Ich hab‘ noch nie auf Befehl gebellt.

Ich lasse mich nicht verhunzen,

Ich will nach Belieben grunzen,

Im Alleingang, wie es mir gefällt!

Alleingang? Im Abseits stehen? Welche Schreckensvorstellung für den Spießbürger, der sich in der Masse am wohlsten fühlt. Verschreckt blinzelt er hilflos, lautet doch sein Credo: Keinen Streit! Sein höchstes Selbstlob: „Ich habe noch nie etwas mit dem Gericht zu tun gehabt!„. Mangels Abstrahierungsvermögen unfähig, das Offenkundige zu sehen, greift er reflexhaft zu Lösungsmodellen aus dem Kindergarten: Gebt euch die Hand und habt euch wieder lieb. Er kennt eigentlich nur 2 Positionen: die eigene und die der anderen – wer auch immer das sein mag. Wir gegen die, immer feste druff! Diskurs, Auseinandersetzung sind im ein Gräuel: Ein Topf, ein Teig, ein Rührer! Da mag auch ein offensichtlich geistig Irregeleiteter am 20. Juli Polizeikräfte und Bundeswehr offen zum Staatsstreich aufrufen – alles kein Problem, „der gehört ja zu uns“. Zu mir jedenfalls nicht, wer solchen Subjekten unbedingt die Fahnenstange halten will, soll das tun, nur nicht überrascht sein, wenn dann die Fahne entrollt wird… 😉

Tröstlich ist der Schluß des Liedes:

Es gibt noch ein paar Leute,

Und an die hab‘ ich gedacht,

Für die hab‘ ich meine Lieder

So gut es geht gemacht,

Die beim großen Kesseltreiben

Nicht unter den Treibern sind.

Solang‘ mir ein paar Freunde bleiben,

Hängt meine Fahne nicht im Wind.

Und ich scher‘ mich den Teufel um Goliath,

Und schweig‘ fein still.

Habt Dank für das achtel Lorbeerblatt,

Auf dem ich tun kann, was ich will.

Dieser Blog ist mein „achtel Lorbeerblatt“ und wem es nicht gefällt, kann gehen und wo es nicht glatt ist, auch rennen…

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Harte Verhandlungen? Eher Scheingefechte! (vera-lengsfeld.de)

von Vera Lengsfeld, 18

Harte Verhandlungen? Eher Scheingefechte!

Heute beginnen die Sondierungsgespräche für ein so genanntes Jamaika-Bündnis. Es werden in den Medien „harte Verhandlungen“ vorausgesagt. Dieser Botschaft sollte man keinen Glauben schenken. Es hat zu viele Kungelrunden im Vorfeld gegeben, in denen sogar schon über Ministerposten geredet wurde. Man ist sich bereits weitgehend einig, weiß aber noch nicht, wie man das der Öffentlichkeit beibringen soll.

Kanzlerin Merkel hat vor Beginn des Treffens schon mal zur „Kompromissbereitschaft“ aufgerufen. Welche Kompromisse soll ein inhaltlich entkernter Kanzlerwahlverein noch eingehen?

Gemeint ist natürlich die Schein-Obergrenze, auf die sich CDU und CSU „geeinigt“ haben. Obwohl es sich um einen durchsichtigen, windelweichen Scheinkompromiss handelt, wollen besonders die Grünen diese Vorlage unbedingt zu Fall bringen. Die Chancen stehen gut. Merkel ist ohnehin voll auf der grünen Linie und Horst Drehhofer hat am Vorabend der Gespräche den Grünen einen Freundschaftsbesuch zum besseren „Kennenlernen“ abgestattet. Er wird sich verhalten, wie man es von ihm gewohnt ist: als vermeintlicher bayrischer Löwe laut brüllen, um anschließend um so weicher als Bettvorleger von Kanzlerin und Grünen zu landen. Vielleicht sind die Grünen ja gnädig und schieben das Verbot des Verbrennungsmotors um fünf Jahre hinaus, damit die Union einen „Erfolg“ vermelden kann.

Wer auf die FDP hofft, tut das vergebens. Zwar hat sich Christian Lindner im Wahlkampf in Bezug auf die ungesteuerte Masseneinwanderung fast wie ein AfDler angehört. In den Verhandlungen wird das keine Rolle spielen.Sein Parteifreund Wolfgang Kubicki hat bereits öffentlichkeitswirksam „Verhandlungshürden“ vorgegeben, die keine sind. Rainer Zitelmann hat das im Wallstreet Journal richtig analysiert.

Kubicki, der als Landespolitiker alt, grau und grantig geworden ist, fühlt sich offensichtlich unterschätzt und möchte seine politische Karriere unbedingt mit einem Bundesministerposten krönen. Das wird er notfalls auch gegen Christian Lindner durchzusetzen versuchen. Das Schicksal seiner FDP scheint ihm ebenso egal zu sein, wie Merkel das der CDU. Er wirft Nebelkerzen, genannt „rote Linien“, für die Jamaika-Verhandlungen.

Ohne ein Einwanderungsgesetz und die Abschaffung des Solidaritätszuschlags ginge es nicht. Allerdings wollen inzwischen alle Verhandlungspartner ein Einwanderungsgesetz. Ein solches anzustreben, ist also gar kein Problem. Die strittige Frage ist dagegen, wie mit der chaotischen Einwanderung via Asylgesetz verfahren werden soll. Bleibt die neben dem Einwanderungsgesetz bestehen, oder wird sie endlich eingedämmt? Wie soll mit den bereits Eingewanderten verfahren werden? Sollen die weiter im sozialen Netz verharren müssen, oder wird ihnen endlich erlaubt, jenseits fast unüberwindlicher bürokratischer Hürden, die ein freies Unternehmertum in Deutschland inzwischen fast unmöglich machen, kleine handwerkliche Betreibe zu gründen, mit denen sie ihren Lebensunterhalt selbst verdienen und die Gesellschaft wirklich bereichern könnten?

Dazu hört man nichts. Auch wie mit dem Familiennachzug umgegangen werden soll, wird von den Verhandlungspartnern verschwiegen. Will die Politik tatsächlich in einer Situation, in der die Masseneinwanderung 2015/2016 noch nicht verkraftet ist, neue Millionen Einwanderer nachholen?

Die Öffentlichkeit soll mit dem Hinweis ruhig gestellt werden, dass nur ein Ehepartner und ein Kind nachziehen dürfen. Das ist Volksverdummung, denn die Nachzügler kommen aus Gegenden, wo keineswegs die Einkindfamilie vorherrscht, sondern Großfamilien üblich sind.

Kubicki glaubte die CSU vor falschen Schlüssen aus der Österreich-Wahl warnen zu müssen. Tatsächlich ist diese Wahl ein klares Votum gegen eine weitere Masseneinwanderung. In Deutschland ist die Stimmung im überwiegenden Teil der Bevölkerung ähnlich, besonders unter den FDP-Wählern.

Auch Kubickis zweite „rote Linie“ ist ein Fake. Auf die Abschaffung des Soli werden sich alle mühelos verständigen können. Notfalls wird er für die kommende Legislaturperiode festgelegt.

Tatsächlich wird es bei der Fortsetzung der ungebremsten Masseneinwanderung zu Steuer- und Abgabenerhöhungen kommen müssen, zumal die Kosten der verfehlten Eurorettungspolitik in dieser Legislaturperiode durchschlagen könnten. Und da sind noch die EU-Reformpläne von Emmanuel Macron, denen Kanzlerin Merkel bereits zugestimmt hat und die Deutschland weitere finanzielle Lasten aufbürden werden.

Jamaika wird kein Projekt des Aufbruchs, es wird nicht mal der Versuch, wenigstens die dringendsten Probleme anzupacken.

Jamaika wird ein Postenbeschaffungsprogramm. die Minister und Staatssekretäre werden sich vermehren. Die Dienstwagen-Koalition wird Merkel weitere vier Jahre die Macht sichern und eine Politik betreiben, die unser Land tiefer in die Bredouille treibt.

Ergänzung:

Inzwischen hat das erste Treffen zwischen der Union und der FDP stattgefunden. Beide Seiten geben sich sehr optimistisch, obwohl mit den Grünen noch gar nicht offiziell geredet worden ist.Besonders interessant ist der Satz: Man habe aber auch gesehen, bei welchen Themen eine „kreative Herangehensweise nötig“ sei. Was heißt „kreative Herangehensweise“? Ist das so etwas wie „kreative Buchführung“?

 

 

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Kloster Reichenstein in der Eifel neu besiedelt (fsspx.de)

Kloster Reichenstein in der Eifel neu besiedelt

18. Oktober, 2017

Am 14. Oktober 2017 wurde die historische Klosteranlage Reichenstein in der Eifel von fünf Mönchen des Benediktinerklosters Notre Dame de Bellaigue (Auvergne) wiederbesiedelt.

Das Festhochamt zu Ehren des Unbeflecken Herzens Mariens, dem Patrozinium der Neugründung, wurde vom Prior des Klosters Bellaigue, Dom Placide, zelebriert.

Pater Firmin Udressy, Obere des deutschen Distrikts der Priesterbruderschaft St. Pius X., Vertreter der Stadt Monschau und ca. 250 Gläubige begrüßten die fünf neuen Mönche.

Das ehemalige Prämonstratenser-Kloster Reichenstein, errichtet im 12. Jahrhundert, liegt in der herben Eifellandschaft, mitten im Naturpark des „Hohen Venn“, unmittelbar an der deutsch-belgischen Grenze.

Die denkmalgeschützte Anlage, zu der über 32 Hektar Wald und ein Fischteich gehören, liegt auf einem Felsplateau im Mündungswinkel des Flüsschens Rur. Bis zum malerischen Städtchen Monschau sind es 7 km.

Kloster Reichenstein liegt im Tal zwischen Eschweide und Kalterherberg, an der Strassenverzweigung „Leyloch“/ „Richeelsleyer Weg“.

Das Kloster, das 750 Jahre ununterbrochenes Klosterleben durch die Chorherren des hl. Norbert (Prämonstratenser) gesehen hatte, wurde in der napoleonischen Zeit aufgelöst und ging in Privatbesitz über. Die ehrwürdige Klosterkirche, die so viele Jahrhunderte der Feier des hl. Messopfers und des Chorgebetes gedient hatte, wurde zum Stall eines landwirtschaftlichen Betriebs. Im Jahre 1970 wurde die Anlage von der Rechtsanwaltsfamilie Dr. Handschumacher erworben und in großen Teilen liebevoll restauriert. Vor allem wurde die alte Kirche wieder ein Ort der Andacht, den viele Wanderer durch das „Hohe Venn“ liebgewonnen haben.

Vor acht Jahren erwarb der Verein Sankt Benedikt e.V. die Anlage und bereitete sie mit den Spenden vieler Wohltäter, sowohl aus der unmittelbaren Umgebung, aber auch aus ganz Deutschland, für die Wiederbesiedlung durch Benediktiner ein. Mit Unterstützung des Denkmalschutzes und vieler eifriger Helfer konnten erhebliche Fortschritte in der Erhaltung der Bausubstanz erreicht werden.

Die Priesterbruderschaft St. Pius X. konnte in den letzten Jahren dem Verein St. Benedikt e.V. helfen, daß die Anlage in Versorgung (z.B. eigene Blockkraftheizung, Nutz- und Abwasser, Stromversorgung, Fenster, Dächer, Böden) neu strukturiert wurde.

Das Kloster Reichenstein bleibt kirchenrechtlich vorerst abhängig von dem Benediktinerklosters Bellaigue (bei Clermont-Ferrand), das 1998 in einer der ältesten Abteianlagen Burgunds gegründet wurde und heute ca. 40 Mönche zählt.
Die Mönche von Bellaigue gehören historische zur sog. „primitiven Observanz“, die in Frankreich von Pater Jean-Baptiste Muard (1809-1854) aus im Kloster Saint-Pierre-qui-Vire (Burgund) ihren Ursprung nahm.

„Dom Muard wollte keine neue Form des Benediktinerordens gründen, sondern er hat die Regel des hl. Benedikt so genommen, wie sie ist, und sie, soweit möglich, in ihrer ursprünglichen Strenge befolgen wollen.“ (Dom Banquet)

Die „ursprüngliche Observanz“ ist gekennzeichnet durch das Nachtoffizium, die Abstinenz von Fleisch, das Stillschweigen und die umfassende Beachtung der anderen überlieferten klösterlichen Observanzen. Es ist ein kontemplatives Leben. Die Mönche übernehmen nur sehr wenige seelsorgliche Aufgaben und leben ganz zurückgezogen.

Die heilige Messe wird nach den überlieferten liturgischen Büchern gefeiert. Das Offizium wird sieben Mal am Tag und einmal in der Nacht gehalten.

Der Obere des Klosters Reichenstein ist Dom Bernhard Huber, einem gebürtigem Allgäuer. Er wurde 2007 zum Priester geweiht.

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Eine Farce namens Jamaika (2) (freiewelt.net)

von Vera Lengsfeld, 13

Eine Farce namens Jamaika (2)

Seit Tagen trommeln die Medien für eine Regierungskoalition, die undenkbar sein müsste, wenn es den Altparteien um Inhalte und Positionen ginge. Aber es geht nur noch um Posten.   Nicht nur in der „Flüchtlings“frage liegen die zukünftigen Koalitionäre verbal konträr zueinander, auch in der Umwelt- und Energiepolitik wären ihre Positionen nicht vereinbar, wenn sie sich selbst ernst nehmen würden. Aber gehandelt wird längst nach dem Motto: „Was stört mich mein Geschwätz von gestern?“

Was hat Christian Lindner, der offenbar bereit ist, mit den Grünen „Regierungsverantwortung“ zu übernehmen, gestern noch gesagt? Da hielt er die „Energiewende“, konkret das EEG, für komplett gescheitert: „Von wegen Reform – das EEG muss weg.“

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz ist aber nicht nur ein Lieblingskind der „Klimakanzlerin“, als die sich Merkel unter anderem profilieren wollte, sondern absolut unverhandelbar mit den Grünen. Die wollen auf dem Irrweg noch schneller voranschreiten, mit Verbot des Verbrennungsmotors und der staatlich geplanten Durchsetzung von E-Mobilität, ungeachtet der Umweltschädlichkeit dieser Vorhaben.

Lindner hat 2014 richtig das Ende dieser staatlichen Planwirtschaft gefordert. Das Jahrhundertprojekt „Energiewende“ hätte nicht zu den gewünschten Zielen geführt, sondern lediglich bewirkt, dass Deutschland neben Italien die höchsten Industriestrompreise der EU hat. Arbeitsplätze und Investitionen würden zunehmend ins Ausland verlagert. Konventionelle Kraftwerke könnten nicht mehr rentabel betrieben werden, Stromanbieter zögen sich vom Markt zurück. Kohle- und Gaskraftwerke müssten staatliche Zuschüsse erhalten. Statt auf Wirksamkeit, bezahlbare Preise und Versorgungssicherheit zu achten, orientiere sich Deutschland einseitig und geradezu religiös überhöht auf den Klimaschutz.

Mit den Grünen, die sich in den letzten Jahren so radikalisiert haben, dass selbst Gewerkschaftsfunktionäre sie inzwischen als eine ernste Gefahr für den Industriestandort Deutschland ansehen, kann eine ernsthafte FDP keine gemeinsame Politik anstreben.

Kürzlich brachte es der mächtige Chef der Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, Michael Vassiliadis, in einem Interview mit der Rheinischen Post auf den Punkt: „Die Grünen haben sich in der Opposition radikalisiert und sind zu einer Ausstiegspartei geworden – nach Atomkraft wurde die Braunkohle zum Feind Nummer eins erklärt und neuerdings auch noch der Verbrennungsmotor.“

Auf die Frage nach der Forderung der Grünen, die zwanzig „dreckigsten“ Kohlekraftwerke abzuschalten, um beim Diesel Zugeständnisse zu erreichen, antwortete der Gewerkschaftschef:

„Ich kann nur davor warnen, es zu solchen Deals kommen zu lassen. Ein derart profanes Geschachere wäre ein fatales Signal für die Jamaika-Konstellation. Würde man 20 Braunkohlekraftwerke auf einmal aus dem System nehmen, wären alle Gruben sofort unwirtschaftlich. Die wegfallenden Kapazitäten müsste man durch das Hochfahren deutlich teurerer Gaskraftwerke kompensieren. Für einige energieintensive Industrien wären diese höheren Kosten aber durchaus existenzbedrohend. Hinzu kommt, dass man größere Netzschwankungen in Kauf nehmen müsste.“

Bei den Jamaika-Verhandlungen wird eine andere Obergrenze, als die für „Flüchtlinge“ eine Rolle spielen. Der Sachverständigenrat für Umweltfragen hat eine Obergrenze für den Ausstoß an Treibhausgasen, den Kohlekraftwerke in Deutschland überhaupt noch produzieren dürfen, gefordert.

Für Vassiliadis kein guter Plan, denn „ er folgt dem bekannten Muster deutscher Klimapolitik: Haarklein vorgegebene Abschaltziele durchsetzen zu wollen. Wer weitere Kraftwerke vom Netz nehmen und Ausstoßobergrenzen festlegen will, der muss gleichzeitig Alternativen präsentieren, wenn das System nicht kollabieren soll. Und da höre ich seit Jahren herzlich wenig. Klar ist: Die Erneuerbaren werden uns noch über Jahrzehnte nicht allein versorgen können.“

So viel Realitätssicht ist bei den Koalitionsverhandlungen nicht zu erwarten, schließlich sollen sich FDP und Grüne schon vor den eigentlichen Verhandlungen auf die zu besetzenden Ministerposten geeinigt haben.

Allerdings wird es nicht mehr möglich sein, wie bei den Verhandlungen zur GroKo 2013, einfach alle Forderung der Partner in die Vereinbarung zu schreiben. Man darf also gespannt sein, welche rhetorischen Verrenkungen gefunden werden, um die unüberbrückbaren Gegensätze zu vertuschen.

Es sei noch einmal daran erinnert, dass von 91% der Wähler die Grünen nicht gewählt worden sind. Also dürften sich ihre Forderungen nur sehr spärlich im Koalitionsvertrag wiederfinden.

Da Jamaika aber lediglich das Weiterregieren von Kanzlerin Merkel sichern soll, die selbst keinerlei Überzeugungen hat, die sie über Bord werfen könnte, wird es von der Union weitreichende Zugeständnisse an die Grünen geben. Das heißt, die zerstörerische Geisterfahrt „Energiewende“ wird fortgesetzt, bis zum Blackout, von dem man weiß, dass er kommen wird, nur noch nicht wann.

Ähnliches ist von der aus dem allgemeinen Blickfeld geratenen „Eurorettung“ zu erwarten, deren Auswirkungen sich hinter dem Rücken der Öffentlichkeit zu einem Problemberg aufgetürmt haben, der nur mit einer energischen Umsteuerung bewältigt werden könnte. Von Lindner weiß man, dass er den Eurorettungs-Skeptikern in seiner Partei ablehnend gegenübersteht und nicht daran denkt, ihre Konzepte auch nur in Erwägung zu ziehen.

Nein, das „Zukunftsprojekt“ Jamaika wird nicht darauf angelegt sein, unsere Zukunft zu sichern, sondern die Merkelsche „Alternativlosigkeit“ bis zum bitteren Ende fortzusetzen.

http://www.freiewelt.net/blog/eine-farce-namens-jamaika-2-10072403/

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AfD-Aussteigerin Petry setzt auf «Die Blaue Partei» (the-germanz.de)

The Germanz

 

 

AfD-Aussteigerin Petry setzt auf «Die Blaue Partei»

 

Begleitend dazu wollen Petry und ihre Mitstreiter ein Bürgerforum «Blaue Wende» ins Leben rufen, «in dem man sich mit und ohne Parteibuch unabhängig von der Farbe engagieren kann».

Petry hatte einen Tag nach der Wahl angekündigt, sie wolle der AfD-Bundestagsfraktion nicht angehören. Kurz darauf trat sie aus der Partei aus. Mit ihrer neuen Partei will sie enttäuschte konservative Wähler gewinnen, denen die AfD zu weit rechts steht.

Dem RND sagte Petry: «Blau steht für konservative, aber auch freiheitliche Politik in Deutschland und in Europa. Blau ist die Farbe, die zuerst die CSU in Bayern politisch populär gemacht hat. Daran gilt es bundesweit anzuknüpfen.»

Nach Angaben des Bundeswahlleiters war «Die Blaue Partei» am 17. September gegründet worden – eine Woche vor der Bundestagswahl. Petry, die in der AfD lange gegen den wachsenden Einfluss des rechtsnationalen Flügel gekämpft hatte, sagte dem RND, der AfD-Parteitag im vergangenen April sei für sie eine Zäsur gewesen, «weil dort öffentlich sichtbar wurde, dass die Partei dem Narrensaum freie Hand gab».

Wie die «Bild»-Zeitung berichtete, schlägt Petry, die dem Bundestag vorerst als fraktionslose Abgeordnete angehört, jetzt Mario Mieruch als Kandidaten für das Amt des Bundestagsvizepräsidenten vor. Mieruch hatte seinen Austritt aus der AfD und der Bundestagsfraktion vergangene Woche erklärt.

Die AfD hat den ehemaligen Frankfurter Stadtkämmerer Albrecht Glaser als Kandidaten für das Amt des Bundestagsvize nominiert. Die anderen Fraktionen lehnen Glaser wegen früherer Äußerungen zum Islam ab. Glaser war bereits Kandidat der AfD für das Amt des Bundespräsidenten gewesen – damals mit Unterstützung von Frauke Petry.

Die nordrhein-westfälische AfD hat ihren für dieses Wochenende geplanten Landesparteitag abgesagt. Bei dem Treffen in Wiehl bei Köln sollte unter anderem ein Nachfolger für Petrys Ehemann, Marcus Pretzell, gewählt werden. Der ehemalige NRW-Landesvorsitzende der AfD hatte der Partei Ende September ebenfalls den Rücken gekehrt. Die AfD begründete die Absage mit Sicherheitsbedenken. Es habe massive Drohungen gegen die Teilnehmer und Gäste des Parteitags gegeben.

Aus Sicht der Polizei war der zweitägige Parteitag aber «zu keinem Zeitpunkt gefährdet». Für Samstag und Sonntag hatten verschiedene Bündnisse Demonstrationen mit bis zu 1500 Teilnehmern angekündigt. Der AfD-Landesvorsitzende Martin Renner sagte, man habe Hinweise, dass «der Schwarze Block oder aggressive Antifa-Gruppen» sich unter angemeldete Demonstrationen mischen könnten. Die zerstrittene NRW-AfD wollte sich in Wiehl nach dem Austritt mehrerer Vorstandsmitglieder neu aufstellen. Nach Pretzell hatte auch Ex-Schatzmeister Frank Neppe die Partei verlassen.

In Mecklenburg-Vorpommern verließ der frühere Pressesprecher und ehemalige Beisitzer im AfD-Landesvorstand, Lars Löwe, die Partei. «Ein Rechtsruck ist in der AfD Mecklenburg-Vorpommern längst vollzogen», heißt es in einer schriftlichen Erklärung Löwes, die in Schwerin veröffentlicht wurde. Löwe war in Wismar Direktkandidat zur Bundestagswahl gewesen, legte die Kandidatur nach eigenen Angaben aber nieder, nachdem Petry beim Kölner AfD-Parteitag mit ihrem Vorstoß, die Partei auf einen «realpolitischen Kurs» einzuschwören, gescheitert war. (dpa)

https://the-germanz.de/afd-aussteigerin-petry-setzt-auf-die-blaue-partei/

 

Vor 30 Jahren ein Karnevals-Gag, heute real (oder Realsatire?)…

 

http://www.kölner-karneval.de/buettenredner/toni-geller-die-blaue-partei

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Die für dieses Pontifikat unbequemen „verborgenen Christen“ Japans (katholisches.info)

Der Paradigmenwechsel von Sünde und Vergebung zu“ Konflikt und Versöhnung“

Die für dieses Pontifikat unbequemen „verborgenen Christen“ Japans

Kreuzigung von Christen in der langen Verfolgungszeit in Japan.
Kreuzigung von Christen in der langen Verfolgungszeit in Japan.

(Rom/Tokio) Am 23. Dezember 2016 kam der Spielfilm „Silence“ von Martin Scorsese in die US-Kinos. Im Vatikan hatte der italo-amerikanische Regisseur den Film bereits am 29. November mehreren hundert Jesuiten in einer Sonderpremiere im Vatikan vorgeführt und war von Papst Franziskus empfangen worden. Damit rückten die „verborgenen Christen“ Japans stärker ins Blickfeld der Öffentlichkeit – ein fast unbekanntes Kapitel der japanischen Geschichte und des Christentums.

Die Kakure Kirishitan – Japans Untergrundchristen

„Papst Franziskus hat mehrfach seine Bewunderung für die ‚verborgenen Christen‘ Japans zum Ausdruck gebracht, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, nach mehr als zweieinhalb Jahrh underten der gewaltsamen Vernichtung, wundersam wieder auftauchten und ihren Glauben bewahrt hatten“, so der Vatikanist Sandro Magister.

Das Tagungsprogramm an der Gregoriana
Das Tagungsprogramm an der Gregoriana

Das Kapitel ist selbst unter Katholiken außerhalb Japans kaum bekannt, weil die Geschichtsschreibung seit dem 18. Jahrhundert von anderen Geistesströmungen beherrscht wird. So wurde, nicht nur was Japan betrifft, die historische Wahrheit über den katholischen Anteil an der Geschichte auf erhebliche Weise verdrängt oder verzerrt.

Scorseses Film kommt das Verdienst zu, die Scheinwerfer auf die Kakure Kirishitan gelenkt zu haben, wie die „verborgenen Christen“ in Japan genannt werden. Die Darstellung in seinem Film wurde ihrem Schicksal aber nicht wirklich gerecht. Die Handlung und die Dialoge waren zu sehr vom relativistischen Denken unserer Tage durchtränkt. Dieser Mangel an Authentizität könnte verantwortlich dafür gewesen sein, daß der Film an den Kinokassen nicht einmal die Hälfte der Produktionskosten einspielte und im deutschen Sprachraum besonders schnell wieder aus den Kinosälen verschwand.

Tagung an der Gregoriana

Am 12. Oktober fand im Festsaal der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom ein Vortrag des japanischen Jesuiten Shinzo Kawamura statt. Kawamura, Professor der Kirchengeschichte an der Sophia Universität von Tokio, gilt als einer der besten Kenner der Geschichte der Kakure Kirishitan.

Ein "Fumie", ein "Tret-Bild". Das Kruzifix ist wegen der häufigen Verwendung abgenutzt.
Ein „Fumie“ (Tret-Bild): wegen der häufigen Verwendung abgenutzt

Kurz die historischen Fakten: 1549 war der erste katholische und überhaupt christliche Missionar in Japan an Land gegangen. Es war der heilige Franz Xaver aus dem Jesuitenorden. Die Evangelisierung machte schnelle Fortschritte, fand aber ein schnelles Ende. 1587 begann die Christenverfolgung. Sie traf faktisch nur Katholiken, da es keine andere Missionstätigkeit in dem Inselreich gab. Alle ausländischen Missionare hatten das Land zu verlassen. Ab 1596 wurden aufgegriffene Priester und Ordensleute verhaftet und grausam hingerichtet. 1612 wurde jede christliche Regung verboten und mit dem Tod bestraft.

Nun geschah aber das Unglaubliche. Die Christen bewahrten ihren Glauben im Geheimen. Sie entwickelten ausgeklügelte Formen, um – obwohl aller Priester beraubt – einer ebenso grausamen wie systematischen Verfolgung zu entgehen und doch den Glauben beibehalten zu können. Als 1853 erstmals wieder Ausländer ins Land kommen durften, kam es am Karfreitag 1865 zu einer unerwarteten Begegnung. Ein katholischer Priester aus Frankreich erkannte zu seiner Verwunderung im Verhalten von Japanern christliche Frömmigkeitsübungen. Niemand außerhalb Japans hatte damit gerechnet, nach zweieinhalb Jahrhunderten ohne jeden Kontakt mit der Außenwelt noch christliches Leben auf den Inseln anzutreffen. Erst 1912 hob Japan die antichristlichen Gesetze für Japaner auf und machte es diesen möglich, sich zu Christus zu bekennen.

Kawamura: „Tridentinische Katholizität machte Wunder der verborgenen Christen möglich“

Anlaß für den Vortrag von Prof. Kawamura über „Pius IX. und das Wunder im Osten“ war die Aufnahme von diplomatischen Beziehungen zwischen Japan und dem Heiligen Stuhl vor 75 Jahren.

Das außergewöhnliche, jahrhundertelange Überleben des katholischen Glaubens im Untergrund erklärte der Jesuit und Historiker mit einer mündlichen Weitergabe von Generation zu Generation von wenigen, aber wesentlichen Glaubenswahrheiten, besonders was die Sakramente betrifft. Eine Weitergabe, die auf der Grundlage des Konzils von Trient erfolgte, so Kawamura. Magister dazu:

„Es ist der ‚tridentinische’ Katholizismus, der das Wunder der ‚verborgenen Christen‘ möglich machte.“

Prof. Shinzo Kawamura SJ
Prof. Shinzo Kawamura SJ

Dazu gehörte vor allem das Bewußtsein von Sünde und Vergebung. In Ermangelung eines Beichtvaters mußten sich die Untergrundchristen durch wiederholte Bußübungen begnügen, lebten aber in der „prophetischen Vision, daß er eines Tages endlich kommen werde“.

Um die Christen aufzuspüren, mußten alle Bewohner zu einer Überprüfung antreten, häufig in buddhistischen Klöstern. Kaiserliche Beamte zwangen sie, auf ein Bild von Jesus Christus oder andere christliche Symbole zu treten, das Fumie, ein „Tret-Bild“. Wer sich weigerte oder auch nur zögerte, galt als Christ. Er hatte dann nur mehr zwei Möglichkeiten: sich zu Christus zu bekennen und hingerichtet zu werden oder Christus zu verleugnen. Wer verleugnete, also öffentliche Apostasie vollzog, wurde in einem Register der Personen verzeichnet, die des Christentums verdächtig waren. Sie und ihre Familien standen ab diesem Zeitpunkt für sieben Generationen unter Beobachtung. In manchen Gegenden, die als christlich bekannt waren, vor allem im Süden Japans mit der Hochburg Nagasaki, wurde diese Christenjagd bis ins 19. Jahrhundert wiederholt.

Bisher bekannt war, daß es neben der großen Zahl von Märtyrern auch viele Apostaten gab. Sie spielen im Film von Scorsese eine Rolle. Neue Studien zeigen jedoch, daß in Wirklichkeit auch viele von ihnen den Glauben  nicht aufgaben, sondern bewahrten, aber nicht den Mut zum Martyrium hatten. Es gab eigene Bußübungen für diese öffentliche Schwäche der Christusverleugnung bei staatlichen Aufspüraktion. Sünde und Vergebung spielten für die Karakune Kirishitan die entscheidende Rolle, die mehr als zehn Generationen die Kraft gab, Verfolgung und Untergrund zu ertragen.

Schneller Paradigmenwechsel

„Erstaunlicherweise folgte an der Gregoriana auf den Vortrag von Kawamura der Vortrag des portugiesischen Japan-Missionars Adelino Ascenso, der die Frage der Apostasie aus gegenteiliger Sicht beleuchtete“, so Magister.

P. Adelino Ascenso SMP
P. Adelino Ascenso SMP

Ascensos Vortrag bildete bereits im Titel einen Kontrast, indem von „Konflikt und Versöhnung“ die Rede war, nicht von Sünde und Vergebung. Ascenso, als Spätberufener zum Priester geweiht, gehört der Missionsgesellschaft von Boa Nova (Societas Lusitano pro Missionibus, SMP) an, deren Generaloberer er seit 2014 ist. Seit seiner Priesterweihe 1998 wirkt er in Japan, wo er mit einer Arbeit über die „transkulturelle Theodizee“ im literarischen Werk von Shusaku Endo promovierte. Von Endo stammt der Roman „Schweigen“, den Scorsese mit seinem Film auf die große Leinwand brachte.

P. Ascenso nahm das Schicksal des jungen portugiesischen Jesuiten Pater Sebastião Rodrigues als Paradigma, die Hauptfigur in Shusaku Endos Roman „Schweigen“. Auch Rodrigues war nicht zum Martyrium bereit und verleugnete Christus öffentlich.

Ascenso vertrat nun die These, daß Rodrigues zwar Christus verleugnet, aber im selben Akt sich auch mit ihm versöhnt habe, indem er seine Verleugnung als ein sich einem „schwachen“ und „zerbrechlichen“ Jesus „Gleichmachen“ interpretierte. Und dieser „schwache“ und „zerbrechliche“ Jesus sei „wahrhaftiger“ als der „heroische“ Jesus, den die ersten Missionare als „Stereotype“ des „westlichen Katholizismus“ nach Japan gebracht hätten. Während Kawamura die historischen Fakten referierte, baute Ascenso seine Überlegungen auf einen fiktiven Roman auf.

„Es ist kein Geheimnis, daß dieser Paradigmenwechsel – im Namen der sogenannten ‚Inkulturation‘ – heute von weiten Teilen der Kirche und auch von Papst Franziskus geteilt wird, wie sich im Zuge der Diskussion über den Scorsese-Film gezeigt hatte.“

Und Magister weiter:

„Es ist aber auch unschwer zu erahnen, daß weder ein solches Paradigma noch der Protestantismus, wie Kawamura anmerkte, die Kraft gehabt hätten, ein ‚exceedingly Catholic‘-Wunder wie das der ‚verborgenen Christen‘ hervorzubringen.“

Text: Giuseppe Nardi
Bild: AsiaNews/Boa Nova/Santa Sede (Screenshots)

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