Europa ohne Christus ? (freiewelt.net)

Europa ohne Christus ?

von Marie Luise Schellen

Der Sozialdemokrat August Bebel argumentierte im Jahre 1875 gegenüber dem katholischen Priester Wilhelm Hohoff, der sich bei Bebel über dessen Angriffe auf das Christentum beklagt, und auf die vielen Verdienste der Christen für die Gesellschaft hinweist, dass das Positive der christlichen Religion in der Ethik liege, und diese Ethik unabhängig vom, wenn nicht gar in direktem Gegensatz zum Dogma stehe.

Die ethischen Vorstellungen die unsere westliche Kultur ausmachen sind jedoch weder menschlich, noch von den Grundpfeilern des christlichen Glaubens loszulösen.

Im  Römischen Reich  erlebt die Menschheit  eine Zivilisation mit einer gut  ausgebauten Infrastruktur, ein hoch entwickeltes Rechtsystem, eine effiziente Verwaltung — das Reich funktionierte. Doch diese Zivilisation konnte den Menschen nicht um seiner selbst willen lieben. Die unveräußerliche Würde eines jeden Menschen wäre den meisten Bewohnern des Reiches absurd vorgekommen.

Für römische Philosophen wie Cicero wiederum war der Begriff der Würde zwar von großer Bedeutung, doch betrachtete er dies als eine zu erwerbende Eigenschaft, keineswegs als eine allen Menschen Zuzusprechende. Damit traf er exakt das Gefühl dieser Epoche. Doch in diese Epoche fällt nun ein Ereignis von solchen Ausmaßen, dass es die Kunst des Historikers nicht zu beschreiben vermag.

Mit einem Mal steht der Mensch als Individuum im Mittelpunkt,  als solches wird er von Gott angesprochen und angenommen.

Keine passives Ertragen des Schicksals, kein ewiger Kreislauf, keine Unterordnung unter abstrakte Systeme.

Die prägnante Antwort des Neuen Testamentes lautet:

„Wir lieben weil er uns zuerst geliebt hat. Jetzt ist es nicht mehr wichtig ob ihr Juden , Sklaven oder Freie, Männer oder Frauen seid.  In Christus seid ihr alle eins“, bringt es der Apostel Paulus auf den Punkt.

Das Ereignis der Menschwerdung Gottes übersteigt den menschlichen Verstand, es bildete den Kern von Petrarcas neuem Menschenbild, welches die Grundlage unserer Zivilisation werden sollte.

Nach dem Bilde Gottes geschaffen, wird der Mensch zum Gestalter der Welt.  Aus dem irdischen Paradies verstoßen, nimmt Gott an seinem Elend teil. Der Sohn Gottes kam in die Welt, er war in allem den Menschen gleich, außer der Sünde. Durch seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung, verlor der Tod seinen Schrecken. Erst durch diese fundamentalen Erkenntnisse die sich mit der antiken Gelehrsamkeit verbinden, wurde die weitere Entwicklung möglich, die schließlich ihren vorläufigen Höhepunkt in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung fand.

Die Verfasser der Erklärung waren von dem Glauben an den Schöpfer beseelt, und brachten dies auch explizit in ihren Worten zum Ausdruck. Dieser unmittelbare Zusammenhang zwischen der Idee der Menschwürde und den Glauben an den biblischen Schöpfergott ist heute vielfach verlorengegangen. Doch, sowohl unser Bild des Menschen, als auch unsere Liebe zum Menschen basieren unmittelbar auf dem Fundament der christlichen Botschaft.

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Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
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