Fr. Blake: „Wenn wir den Glauben verlieren“ (beiboot-petri.blogspot.de)

Fr. Blake: „Wenn wir den Glauben verlieren“

Donnerstag, 30. November 2017

Father R. Blake spricht in seinem st.marymagdalenblog über das, was er in der Kirche unserer Zeit am meisten fürchet. Hier geht´s zum Original:  klicken

„WENN WIR DEN GLAUBEN VERLIEREN“

Ich fürchte weder Atheismus noch den aggressiven Säkularismus so sehr wie Katholiken, die ihren Glauben verlieren aber weiterhin professionelle Rollen in der Kirche innehaben. Es scheint rechts und links eine große Menge von ihnen zu geben, die nichts zum Leben der Kirche beitragen, in der Tat pfeifen sie auf ihre Christusbezogenheit oder beschädigen sie, sie interessieren sich für Kirchenpolitik und ihre Fraktionen oder sie benutzen die Kirche, um ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen,
Solche Leute kann man in jeder katholischen Schule, Gemeinde, jedem Diözesanbüro , Chören und Musikgruppen und in theologischen Fakultäten finden, de facto sind sie überall und sie sind Legion.
Es gibt eine zunehmend große Spaltung zwischen dem Episkopat und den Menschen, in den vergangenen Wochen sind in Belgien und Frankreich junge Männer mit Gewalt bei Reformationsfeiern aus Kirchen entfernt worden und in  Belgien, Deutschland und Österreich gab es Proteste gegen Kunstinstallationen, die letzte war eine gekreuzigte Kuh in einer belgischen Kirche.
Es erscheint wirklich seltsam, daß irgendein Bischof oder Priester solche Dinge erlauben und nicht wahrnehmen sollte, wie entsetzt die Gläubigen sein könnten.
Auf dem Kontinent kann es passieren, daß eher die lokalen zivilen Autoritäten als der Klerus die Kontrolle darüber haben, was in Kirchen  ausgestellt wird, aber man könnte erwarten, daß der höherrangige Klerus  nicht weniger schockiert ist als die Laien.
Wenn Laien ihren Glauben verlieren- außer sie sind Kirchenangestellte oder finden darin Befriedigung sich darzustellen, hören sie einfach auf, zu praktizieren und die Kirche und ihre Aktivitäten zu unterstützen- sie verschwinden einfach.
Wenn KLeriker- insbesondere die in einem bestimmten Alter -aufhören zu glauben, machen sie weiter, entweder mit einem Mangel an Enthusiasmus oder indem sie aktiv den Glauben derer unterminieren, die noch glauben und bringen ihre eigene Agenda voran, in vielen Fällen kümmern sie sich noch mehr darum, ihre eigenen Karrieren weiterzuentwickeln.
Es ist wichtig sich zu erinnern, daß wenn der Glaube schwindet, das auch die anderen theologischen Tugenden, Hoffnung und Barmherzigkeit tun. Das Resultat sind Menschen, die deprimiert und verbittert sind oder grausam, oder die aggressiv destruktiv gegenüber dem Glauben und den Dingen sind, die vom Glauben zeugen, sie werden praktisch und übernatürlich Anti-Christen.
Wir Katholiken verstehen den Glauben als Grundtugend, die-wenn sie vorhanden ist- Frucht trägt.
Ist die Frucht verdorben, ist der Glaube wohl auch tot und der Baum ungesund oder tot.
Ich erinnere einen Prälaten,  der seine Kirche ausweidete und drohte, die Gemeindemitglieder zu verklagen, die dem widerstanden, einem bestimmten Paar schickte er jedes Weihnachten eine erneute Drohung.

Vor einigen Tagen erschien dieser Artikel, der -wenn es stimmt, wie ich vermute- die Bezugnahme Papst Benedikts XVI auf „die Wölfe“ erklärt.
Ein großer Teil der Verwirrung und des Schmerzes in der Kirche von heute und die Trennung zwischen denen, die an Jesus glauben und denen, die das Christentum für ihre eigene Agenda nutzen, besteht unter den Laien, die das Christentum als eine Art Hintergrund für Hochzeiten und Beerdigungen nutzen, und unter dem Klerus.
Quelle: Fr. R. Blake, st.marymagdalenblog

http://beiboot-petri.blogspot.de/2017/11/fr-blake-wenn-wir-den-glauben-verlieren.html

Advertisements

Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
Dieser Beitrag wurde unter DBK - Hirten und Mietlinge..., Postkatholische Restrukturierung, Stimme der Anderen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s