Gloria Global am 16. Oktober 2017: Das Feuer der Hölle ist nur im Kopf der Theologen erloschen

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Das Feuer der Hölle ist nur im Kopf der Theologen erloschen

16. Oktober 2017

Am Samstag referierte Prälat Wilhelm Imkamp bei einer Tagung des RPP-Instituts in Heiligenkreuz bei Wien über das Feuer der Hölle. Er kritisiert dabei, dass das Höllenfeuer ab etwa 1955 in der Predigt und bei Theologen praktisch nicht mehr erwähnt wird. Zitat: „Die, die noch von der Hölle reden, machen einen ganz großen Bogen ums Feuer.“ Alle Vorträge der Tagung über Himmel und Hölle erscheinen demnächst auf Gloria.tv.

„Real, wörtlich und nicht metaphorisch“

In seinem Vortrag rollte Imkamp die Grundlagen der Höllenlehre auf. In der Hölle gibt es die Poena damni und die Poena sensus. Die Poena damni ist der Verlust der Anschauung Gottes. Die Poena sensus ist die Bestrafung der Sinne. Zitat Imkamp: „Sie werden gezwackt – wo es besonders wehtut.“ Und: „Das Feuer ist die einzige Poena sensus, bei der die gesamte Tradition einheitlich gesagt hat: Dieses Feuer ist real, wörtlich und nicht metaphorisch zu verstehen.“

Und es brennt doch

Imkamp erwähnt ein Dekret der Apostolischen Pönitentiarie vom 30. April 1890. Es erklärt, dass ein Katholik nicht absolviert werden kann, wenn er hartnäckig und über einen längeren Zeitraum die Körperlichkeit des Höllenfeuers leugnet. Nach Imkamp beweist dieses Dokument, dass die Konkretisierung ein bedeutendes Anliegen der Kirche ist.

Die Beschaffenheit des Höllenfeuers

Die klassische Schultheologie unterscheidet das Höllenfeuer gemäß Imkamp in folgenden Punkten vom irdischen Feuer. Der Ursprung des Höllenfeuers ist Gott. Es brennt ohne Brennstoff. Es verbrennt nichts. Es dauert ewig. Es leuchtet nicht, sondern ist dunkel. Ferner quält es nicht nur den Körper, sondern auch die Seele.

Das Höllenfeuer lodert in Münster

Imkamp berichtete, dass der 1917 gestorbene Münsteraner Dogmatiker Josef Bautz das Höllenfeuer noch realistisch sah. Die späteren Theologen konnte seine Schriften nicht ignorieren, reagierte aber mit Polemik. Als Beispiel nennt Imkamp die Behauptung des inzwischen 84jährigen Dogmatiker Gisbert Greshake. Zitat: „Höllen-Bautz‘ ‚Physik der letzten Dinge‘ ist ein Musterbeispiel für eine hermeneutisch nicht reflektierte Eschatologie, die entartet ist.“

„Greshake hat faschistische Tendenzen“

Anknüpfend an Greshakes Begriff „entartet“ erzählte Imkamp am Rande von seiner Begegnung mit Greshake, der zu ihm sagte: „Leute wie Sie müsste man sofort eliminieren.“ Imkamp antwortete ihm: „Dass Sie faschistische Tendenzen haben, war mir schon immer klar.“

Das Höllenfeuer in Münster begraben

Gemäss Imkamp wurde das Höllenfeuer in Münster, wo Bautz gelehrt hat, auch ausgelöscht. Beim Münsteraner Dogmatiker Karl Rahner brannte es zunehmend weniger. Sein Nachfolger, Herbert Vorgrimler, trat es mit dem heute vergessenen Buch „Geschichte der Hölle“ ganz aus.

Abtreiber kommen in die Hölle

Imkamp betonte, dass man nicht von einer leeren Hölle ausgehen kann. So erwähnt er, dass Abtreiber, die ohne Reue sterben, in die Hölle kommen. Zitat: „Jeder Arzt, der eine Abtreibung vornimmt, hat seinen Gnadenstand verloren.“ Bei der Mutter könne es mildernde Umstände wie den Druck von außen geben. Zitat: „Aber der Arzt ist ein Verbrecher. Er muss bereuen und beichten, damit er in den Himmel kommen kann.“

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Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
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2 Antworten zu Gloria Global am 16. Oktober 2017: Das Feuer der Hölle ist nur im Kopf der Theologen erloschen

  1. LAurentius schreibt:

    Die Aussage des Herrn Greshake gegenüber Prälat Imkamp sagt viel über den geistigen und geistlichen Zustand dieses Herrn aus. Schockierend aber klärend, wie ich finde … Anderersseits, wenn man die Universitätstheologie kennt, nicht überraschend!

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  2. Gerd schreibt:

    „Leute wie Sie müsste man sofort eliminieren.“

    Und wohin, möchte man fragen.

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