Zusammenfassung der „Correctio filialis“ (Zurechtweisung) (katholisch-bleiben.de)

Zusammenfassung der „Correctio filialis“ (Zurechtweisung)

Katholische Priester und gelehrte Laien aus der ganzen Welt haben Papst Franziskus am 11. August ein Schreiben übermittelt. Da sie seither keine Antwort vom Heiligen Vater erhalten haben, machen sie heute, 24. September, dem Fest der der allerseligsten Jungfrau vom Loskauf der Gefangenen und Unserer Lieben Frau von Walsingham, ihr Schreiben öffentlich bekannt.

Das Schreiben, das neuen Unterzeichnern offensteht, trägt die Unterschrift von 62 Priestern und katholischen Gelehrten aus 20 Nationen, die zahlreiche weitere vertreten, die aber nicht über die nötige Redefreiheit verfügen.

Das Schreiben hat einen lateinischen Titel: Correctio filialis de haeresibus propagatis (Zurechtweisung wegen der Verbreitung von Häresien). Darin wird erklärt, dass der Papst durch sein Apostolisches Schreiben Amoris laetitia und weitere damit verbundene Aussagen, Handlungen und Unterlassungen sieben häretische Positionen zur Ehe, dem moralischen Leben und dem Empfang der Sakramente vertreten und die Verbreitung dieser häretischen Meinungen in der Katholischen Kirche verursacht hat. Diese sieben Häresien sind von den Unterzeichnern lateinisch formuliert, der offiziellen Sprache der Kirche.

Die Zurechtweisung besteht aus drei Hauptteilen. Im ersten Teil zeigen die Unterzeichner auf, warum sie als gläubige und praktizierende Katholiken das Recht und sogar die Pflicht haben, eine solche Zurechtweisung an den Papst zu richten. Das Gesetz der Kirche verlangt, dass kompetente Personen nicht schweigen, wenn die Hirten der Kirche die Herde verwirren. Das bedeutet keinen Widerspruch zum katholischen Dogma der päpstlichen Unfehlbarkeit, da die Kirche lehrt, dass der Papst sich an genau definierte Kriterien zu halten hat, damit seine Aussagen als unfehlbar gelten. Papst Franziskus hat sich weder an diese Kriterien gehalten noch diese in Anspruch genommen. Er hat nicht erklärt, dass diese häretischen Positionen als endgültige Lehre der Kirche zu betrachten seien oder dass die Katholiken sie mit Zustimmung des Glaubens zu glauben hätten. Die Kirche lehrt, dass kein Papst behaupten kann, dass Gott ihm irgendeine neue Wahrheit offenbart habe, die von den Katholiken verpflichtend zu glauben sei.

Der zweite Teil des Schreibens ist der wesentliche, da er die „Zurechtweisung“ im eigentlichen Sinn des Wortes enthält. In ihm werden Stellen von Amoris laetitia zitiert, in denen häretische Positionen angedeutet oder ermutigt werden. Des Weiteren werden Aussagen, Handlungen und Unterlassungen von Papst Franziskus aufgelistet, die ohne begründeten Zweifel erkennen lassen, dass er von den Katholiken eine Interpretation der genannten Stellen möchte, die faktisch häretisch ist. Im Besonderen hat der Papst, direkt oder indirekt, es zugelassen, dass man glaubt, der Gehorsam gegenüber dem Gesetz Gottes sei manchmal unmöglich oder unerwünscht, und dass die Kirche manchmal den Ehebruch akzeptieren sollte, weil mit der Nachfolge Christi vereinbar.

Der letzte Teil mit dem Titel „Erklärung“ behandelt zwei Gründe für diese beispiellose Krise. Ein Grund ist der „Modernismus“. Der Modernismus behauptet, theologisch gesprochen, dass Gott der Kirche keine definierten Wahrheiten übergeben hat, die von ihr unverändert bewahrt und in genau demselben Sinn bis zum Ende der Zeiten gelehrt werden müssen. Die Modernisten sind der Meinung, dass Gott dem Menschengeschlecht nur Erfahrungen mitteilt, über die die Menschen nachdenken und daher unterschiedliche Dinge über Gott, das Leben und die Religion sagen können, diese Erklärungen aber nur provisorisch, nie aber feste Dogmen sind. Der Modernismus wurde vom heiligen Papst Pius X. am Beginn des 20. Jahrhunderts verurteilt, trat aber um die Mitte des vorigen Jahrhunderts wieder auf. Die große und anhaltende Verwirrung, die vom Modernismus in der Katholischen Kirche verursacht wurde, zwingt die Unterzeichner die wahre Bedeutung von „Glaube“, „Häresie“, „Offenbarung“ und „Lehramt“ zu beschreiben.

Der zweite Grund für die Krise ist der offensichtliche Einfluss der Ideen von Martin Luther auf Papst Franziskus. Das Schreiben zeigt auf, dass Luthers Ideen, des Gründers des Protestantismus, zu Ehe, Scheidung, Vergebung und göttlichem Gesetz mit dem übereinstimmen, was der Papst durch Worte, Handlungen und Unterlassungen gefördert hat. Das zeigt auch das ausdrückliche und präzedenzlose Lob, das Papst Franziskus dem deutschen Häresiarchen gezollt hat.

Die Unterzeichner maßen sich kein Urteil über den Grad der Schuldhaftigkeit an, mit dem Papst Franziskus die sieben angeführten Häresien verbreitet hat. Sie bestehen aber respektvoll darauf, dass Papst Franziskus diese Häresien verurteilt, die er direkt oder indirekt vertreten hat.

Die Unterzeichner erklären ihre Loyalität zur Heiligen Römischen Kirche, versichern den Papst ihres Gebetes und bitten ihn um seinen apostolischen Segen.

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https://katholisch-bleiben.de/zusammenfassung/

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Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
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