Kardinal Caffarra R.I.P. (summorum-pontificum.de)

07. September 2017

Bild: Radio Vatican

Carlo Kardinal Caffarra R.I.P.

 

Gestern meldete das Erzbistum Bologno für uns überraschend den Tod seines vor zwei Jahren emeritierten Oberhirten, Carlo Kardinal Caffarra. Mit dem unlängst verstorbenen Kölner Kardinal Meisner und den Kardinälen Brandmüller und Burke gehörte er zu den Unterzeichnern der „Dubia“, mit denen die Kardinäle vor nunmehr schon einem Jahr dem Papst die in der Kirche weit verbreiteten Zweifel zur Interpretation von „Amoris Laetitia“ vorgetragen hatten Der Kardinal wurde 79 Jahre alt und schien bei für dieses Alter guter Gesundheit zu sein. Mitte des Monats wollte er im römischen Petersdom das große Pontifikalamt zum Abschluß der Veranstaltungen des Coetus Internationalis Summorum Pontificum zum 10. Jahrestag zelebrieren. Nun ist er, so hoffen und beten wir inständig, Teilnehmer an der großen Liturgie im himmlischen Jerusalem, und alle Zweifel und Fragen, deren Beantwortung der aktuelle Inhaber der petrinischen Schlüsselgewalt ihm verweigerte, sind gelöst.

Requiem aeternam dona ei, Domine, et lux perpetua luceat ei.

Carlo Caffarra war vor zehn Jahren der erste Kardinal, der nach dem Erlass von Summorum Pontificum wieder ein Pontifikalamt nach der alten Liturgie feierte. Für die Katholiken, die an der überlieferten Lehre und Liturgie festhalten, ist der Tod dieses Oberhirten ein schmerzlicher Verlust. Ein Grund zur Mutlosigkeit oder gar zur Resignation ist er nicht. Nicht nur, weil heute wieder viele jüngere Priester und auch Bischöfe sichtbar an dem festhalten, was die Kirche immer geglaubt, gelehrt und gefeiert hat. Auch deshalb, weil gerade in diesem Pontifikat deutlich wird, daß die Bewahrung des Glaubens Aufgabe des ganzen Volkes Gottes ist – des Volkes Gottes, und nicht der Nachbeter des Zeitgeistes und Zelebranten einer modischen „Diversität“, die nichts anderes ist als die Diktatur des Relativismus.

http://www.summorum-pontificum.de/

 

Nach Kardinal Meisner nun auch Kardinal Caffarra. Wenn das in dem Tempo so weiter geht, hat sich die Antwort auf die dubia bald biologisch erübrigt…

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Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
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