Anmerkung zu: Jesus-Statuen und Marienfiguren werden versteckt (die-tagespost.de)

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Jesus-Statuen und Marienfiguren werden versteckt

Geändertes Profil: An der „San Domenico School“ in Kalifornien nimmt man das Thema „Inklusion“ sehr ernst.

Von Burkhardt Gorissen

 

Marien-Statue contra Inklusion? Foto: IN

San Anselmo liegt im Marin County in Kalifornien, knapp 30 Kilometer von San Francisco entfernt. Eine nette, kleine Stadt mit kaum mehr als 12 000 Einwohnern, auf der einen Seite die Pazifikküste, auf der anderen der St. Francisco Bay. Der Interstate-Highway 580 verbindet hier Kalifornien mit dem Rest der Welt. Das Land fächert sich auf wie eine entgegengestreckte Hand, der unendlich weite Himmel glänzt wie das Türkis des Meeres. San Anselmo ist ringsum bewaldet, ein Wander- und Surfparadies. Das Leben erscheint hier leichter als anderswo.

An diesem sonnendurchflutenden Ort gründete 1850 Mother Mary Goemaere von den Dominikanischen Schwestern von San Rafael die erste katholische Schule in Kalifornien. Auch 167 Jahre später existiert sie noch als sogenannte K-12 Schule. K-12 ist ein US-Kürzel für den schulischen Sektor, gemeint ist der Bildungsbereich vom Kindergarten bis zum 12. Schuljahr. Die Zeiten ändern sich, auch in der amerikanischen Provinz. Auch in der „San Domenico School“. Schritt für Schritt. Das Wort katholisch wurde aus dem Profil entfernt, Logo und Farben wurden geändert, um nach außen hin weniger katholisch zu erscheinen. Das war nur der Anfang. Inzwischen wurden drei der vier prominenten Heiligenstatuen des Heiligen Dominikus und des Heiligen Franziskus vom Campus entfernt. Amy Skewes-Cox, Vorsteherin der Schulverwaltung, erklärte der Lokalzeitung „Marin Independent Journal“, Angehörige anderer Religionen könnten möglicherweise abgestoßen werden, weil sie sich beim Anblick christlicher Symbole nicht wohlfühlten.

Die meisten Eltern sind für die christliche Ausrichtung

Um diese Form der „Integration“ zu erleichtern, hat man an der „San Domenico School“ kurzerhand den Campus entchristianisiert und die dort befindlichen 180 Kruzifixe, Jesus-Statuen und Marien- und Heiligenfiguren in Kellerräumen allesamt versteckt oder anderweitig „entsorgt“. Inzwischen protestieren die Eltern dagegen.

Shannon Fitzpatrick, Mutter eines 8-jährigen Schülers, sagt, die meisten Eltern wollten weiterhin die christliche Ausrichtung der Schule, doch die Elternwünsche würden kommentarlos ignoriert. Amy Skewes-Cox von der Schuldirektion hält dagegen, die freigeistige Ausrichtung sei vom Schulvorstand einstimmig beschlossen worden und gehöre zum neuen strategischen Plan der Dominikanerin. Welcher Plan? Gegenwärtig erleben die USA einen Bildersturm, der sich nicht nur auf christliche Symbole konzentriert. Vor wenigen Tagen gab es in Charlottesville, Virginia, blutige Auseinandersetzungen. Es ging um ein Denkmal des konföderierten Generals (Robert E. Lee), der für eine Fortsetzung der Sklaverei gefochten hatte. Der Beginn eines Kulturkampfes? Viele Kommunen fürchten nun um ihre Kunstwerke, deshalb beginnen vielerorts die Räumkommandos mit der Arbeit. Ikonoklastische Irritationen sind Gradmesser massiver Umbrüche. Die Reformation vernichtete unzählige Heiligenbilder und kirchliche Kunstschätze, bei der Französischen Revolution wurden nicht nur Skulpturen, sondern auch Menschen geköpft. Von welcher Zeitenwende kündet der amerikanische Bildersturm?

Die wesentliche Bedingung des Christseins stützt sich auf die Heilsverheißung Jesu: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“. Davon scheint man an der „San Domenico School“, mag es inzwischen auch Versuche geben, die Schule zu verteidigen, nicht mehr überzeugt zu sein. Anstatt katholische Religion zu unterrichten, gibt es Unterricht in „Philosophie, Ethik und Weltreligionen“. Mirza Khan, Leiterin des Kurses, sagte dem „Marin Independent Journal“, das Ziel bestehe darin „nicht zu lehren, es gäbe nur eine Wahrheit“. Schuldirektorin Cecily Stock pflichtet ihr bei. Als unabhängige Schule habe man die Schüler so zu unterrichten, dass sie „ihre eigene Wahrheit entdecken können“. Zudem „identifizieren sich inzwischen 80 Prozent der Familien nicht mit dem Katholizismus“. Als sich vor wenigen Tagen die totale Sonnenfinsternis in den USA ereignete, sah es aus, als würde der Kontinent vom Sonnenlauf durchtrennt. Christsein scheint eine Prüfung zu werden in Zeiten des totalitären Relativismus, in der kleinen Westküstenstadt San Anselmo und anderswo.

http://www.die-tagespost.de/aus-aller-welt/aus-aller-welt/Jesus-Statuen-und-Marienfiguren-werden-versteckt;art309,181316

 

Jesus-Statuen und Marienfiguren werden in einer katholischen Schule versteckt? Bringt die Tagespost eine Buchbesprechung eines Romans, der von einer rabenschwarzen, weil antichristlichen Zukunft handelt? Nein, leider bemerkt man beim Lesen des Artikels sehr schnell, dass es sich um einen Blick auf unsere rabenschwarze, weil bereits postkatholische Gegenwart handelt. Zwar erst „nur“ über dem großen Teich, aber wurde nicht seit Jahrzehnten alles aus dem Land der „begrenzten Unmöglichkeiten“ übernommen?

So ist es lediglich eine Frage der Zeit, bis auch bei uns rudimentär-katholische „engagierte Ordensleute“ und „kritische Kleriker“ ihre seit langem diskret geäußerten Ansichten, es gäbe nicht nur „die eine Wahrheit“, offensiv äußern und Schulen „umgestalten“. Natürlich vom Medienkartell beflissen als Märtyrer gepusht, weil sie ja so „mutig“ sind, dem herrschenden Mainstream zu folgen und folgsam an der Einen-Welt-Religion mit „gestalten“.

Und es sage bitte keiner, dass sei doch völlig überraschend und keiner habe so etwas kommen sehen. Bereits 1973 (!) hat der katholische Philosoph Prof. Dr. von Hildebrand in seinem Werk „Der verwüstete Weinberg“ das Richtige ausgeführt: „Wenn es sich gar um unsere Haltung zu allen Verfügungen eines Bischofs handelt, so wäre diese Loyalität ein Unrecht in einer Zeit, in der eine „Fünfte Kolonne“ in der Kirche existiert, zu der auch Bischöfe gehören und in der auch viele Bischöfe, obwohl sie nicht selbst dazu gehören, doch die öffentliche Meinung mehr fürchten als Gott und darum immer mit dem Strom des Zeitgeistes mitschwimmen oder wenigstens den Kampf gegen die herrschenden Tendenzen nicht aufzunehmen wagen“ (a.a.O., Seite 242).

Wie werden dann wohl unsere purpurgeschmückten Oberhirten reagieren, wenn auch hier der Herr offen verleugnet wird? Werden die Kardinäle daran denken, dass der Purpur ihr Blut verkörpert, welches sie für den Glauben notfalls vergießen sollen?

Wird Seine Eminenz, der Erzbischof von München-Freising dann standhaft für Gottes Wort eintreten, gemäß dem Pauluswort „gelegen oder ungelegen“? Oder verlegen sein Brustkreuz unter seine Soutane nesteln und etwas von „Toleranz“ und „vielfältigem Pluralismus“ murmeln? Was werden seine hochwürdigsten Mitbrüder wie Kardinal Woelki, Kasper oder Lehmann dann zum Schutz des Glaubens unternehmen?

Na, was meinen Sie…?

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Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
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5 Antworten zu Anmerkung zu: Jesus-Statuen und Marienfiguren werden versteckt (die-tagespost.de)

  1. klimaleugner schreibt:

    Wer heute Jesus-Statuen entsorgt, wird morgen mit der Burka belohnt werden.

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  2. Gerd schreibt:

    Man braucht nur einer Predigt in irgendeiner Messe in Deutschland beizuwohnen um festzustellen, dass der Herr selbst in seiner Kirche verleugnet wird. Was brauchen wir noch fremde Kulturen?

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  3. francomacorisano schreibt:

    „Inklusion“ ist nicht weiter als ein neudeutsches Wort für Gleichmacherei!

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