Wenn nach Freud der Verlust des Schamgefühls das erste Anzeichen von Schwachsinn ist…

… braucht man sich über die weitere Degeneration der Bevölkerung keine Illusionen zu machen. Mein unbestimmtes Bauchgefühl, nachdem in unserer Gegenwart Psychopathologien deutlich wahrnehmbar auf dem Vormarsch sind, wurde bei einer Folge der Auswanderer-Sendung „Good bye, Deutschland“ auf VOX bestätigt.

Konkret gewährt ein Ehepaar Einblicke in seinen Ehealltag in Andalusien: Die 19 Jahre ältere Frau behandelt ihren 36jährigen Mann wie einen pubertierenden Jugendlichen und tritt vor der Kamera auf, als wolle sie einen ungebärdigen jungen Hund dressieren. Mit maskuliner Stimme gibt sie dem derzeit arbeitslosen Gabelstaplerfahrer klare, leicht faßbare Arbeitsaufträge („Streich das Geländer!“) und unterzieht ihm vor der Kamera einer strengen Vernehmung, wenn er in Abwesenheit seiner strengen Gouvernante lieber Reißaus vor der Arbeit nahm. Mit zahlreichen scharf gezischten „Hm?“ und „He?“ läßt sie genussvoll die (vorher ausgiebig angekündigte) Standpauke vom Stapel, Close-up vom Delinquenten inklusive.

Wo die Liebe hinfällt.

Die andere Frau, die von der Kamera begleitet wird, läßt sich des langen und breiten über die Vita ihres Lebensgefährten aus. Dieser ist Alkoholiker, wurde von einem alkoholkranken Onkel in der Kindheit geprügelt und hatte mehrfach „Abstürze“. Das Pärchen hat bereits 2 Heiratsanträge und eine Trennung hinter sich, erfahren wir bestürzt.

Ihr Angestellter im Friseursalon ist unzuverlässig und aufsässig, weshalb sie ihn auch vor 2 Monaten entlassen wollte – jetzt aber mit dem Gedanken schwanger geht, ihn zum Geschäftsführer des neuen, zusätzlichen Salons zu machen.

Warum auch immer.

Dies alles erfahren wir, nachdem sie eine Art umfassende Lebensbeichte ablegte. So wuchs sie bei der alkoholkranken Mutter auf, die sie schlug und vernachlässigte, dann kam sie ins Heim. Ihre weiteren Beziehungen hatte sie wieder mit…? Richtig, Alkoholikern.

Derart umfassend und unverlangt über diese Menschen aufgeklärt, fragt man sich unwillkürlich, was diese wohl veranlaßt haben mag, sich – und andere gleich mit – vor einem Millionenpublikum seelisch auszuziehen? Es mag GRÜND€ geben, sicher.

Aber früher hatten die Menschen noch genug Verstand, derartige Dinge ihrem Beichtvater oder Psychiater und nicht der Fernsehkamera anzuvertrauen.

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Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
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