Falsch gelaufen

Ein interessanter Artikel. Noch interessanter wäre es, den Inhalt einmal vor dem Hintergrund des derzeitigen politischen Geschehens zu lesen:

Wer bedroht unser freiheitliches Gedankengut? Die Kartellvorwürfe gegen CDU, SPD, Bündnis ’90/Die Grünen, Die Linke und FDP sind happig. Die politische Kaste steht im Verdacht betrügerischen Verhaltens. Der freiheitlich-demokratischen Grundordnung, auf der das Grundgesetz basiert, droht gewaltiger Schaden.

Skandal folgt auf Skandal

Wer meinte, der Skandal um die geduldete Masseneinwanderung 2015 hätte ein Umdenken in den Top-Etagen der Parteien bewirkt, lag falsch. Vielmehr wurde das Kartell-Handeln bei der Abstimmung zur „Ehe für alle“ wieder deutlich. Es ist die Skandalgeschichte der Kanzlerin, die da abläuft. Politiker aller Parteien setzen seit Jahren – wie abgesprochen – eine identische Politik um. Auch CDU und CSU führen eine unverhüllte Gender-Politik z. B. in die Lehrpläne ein.

Angesichts des Schlamassels empfiehlt die Union ihren Wählern ungerührt: Wählt uns doch einfach trotzdem! Vor dem Hintergrund der angestrebten umfassenden Gesellschafts-Umgestaltung („social engineering“) eine typische „geniale“ Idee der Union! Oder, wie andere Beobachter meinen, eine weitere Geste der Arroganz. Wir erleben tatsächlich turbulente Zeiten. Alte Gewissheiten werden weggespült, politische und wirtschaftliche Regeln entsorgt. Unter dem Deckel der überlegenen liberalen Grundordnung sind in der globalisierten Welt Machenschaften an der Tagesordnung, die Wähler in höchster Frustration zurücklassen könnten.

Was uns innerhalb eines Jahres an Skandalnachrichten aus dem informellen Parteienkartell erreicht, ist unerträglich. Dass inzwischen eine breite Bundestagsmehrheit die sog. „Ehe für Alle“ grundgesetzwidrig beschließen konnte, spricht Bände. Dass es bei jenem gesellschaftsschädlichen Verhalten nicht ohne Absprachen unter den Parteizentralen ging, erscheint einleuchtend. Dass jetzt noch ein umfassenderer Kartellverdacht dazukommt, eine krasse Verletzung der offiziell hochgelobten Regeln, ist schon ein starkes Stück. Im Falle von Absprachen in einem Parteienkartell wird sowohl dem Wählerwillen als auch der gesellschaftlichen Willensbildung in strafbarer Weise nachgeholfen. Notwendigerweise gerät solches Verhalten nun ins grelle Scheinwerferlicht von Weblogs und kritischen Bürgern.

Totengräber eines Erfolgsmodells

Was immer die parteieigenen Kommunikationsstrategen uns jetzt weismachen wollen, es bliebt der Schaden an einem Gesellschaftssystem, das auf freiheitlichen Ideen basiert. Geschädigt werden die Mehrzahl ehrlicher und gradliniger Staatsbürger sowie die Chancen von Millionen Kindern auf eine gesunde Entwicklung. Waren schon die rechtswidrigen Ausstiege aus Atomkraft und Grenzsicherung Auslöser von Ärgernis, Wut und Kopfschütteln, so lassen die neuesten Kapriolen immer deutlicher werden, dass es eine Clique von Politik-Machtmenschen gar nicht interessiert, was Gesellschaft und Politik von ihnen halten. Sie bewegen sich in ihrer selbstinszenierten Welt, als lebten wir in einer Feudalwelt. Sollte sich bewahrheiten, dass tatsächlich langjährige illegale Absprachen zwischen den grossen deutschen Parteizentralen zur Gender-Politik stattfanden, droht der freiheitlich-demokratischen Grundordung der Untergang. Und einmal mehr sähen sich jene Kritiker bestätigt, die schon seit langem in der Politik eine Lizenz zu unlauterer Selbstbereicherung sehen.

Solche Überlegungen führen zum Schluss, dass die Bedrohungen liberaler Freiheiten – und folgerichtig auch der demokratischen Errungenschaften – nicht nur von aussen, sondern ebenso wirkungsvoll von innen kommen. Es mag das Tempo der Globalisierung viele Menschen verunsichern und für Populismen anfällig machen. Ebenso abträglich für unser demokratisches Gesellschaftssystem, das unsere Freiheit erst ermöglicht, sind jedoch die missbräuchlichen Auslegungen dieses hart erkämpften Gedankenguts durch skrupellose Politiker.

Akademie Integra

Christoph Zollinger, „Journal21“
Wer bedroht unser freiheitliches Gedankengut? Neben den politischen Potentaten sind es auch einige Top-Manager.
Die Kartellvorwürfe gegen VW, Daimler, BMW, Porsche und Audi sind happig. Die Autoindustrie, das Aushängeschild der deutschen Wirtschaft steht – noch sind die Trümmer des Abgasskandals nicht weggeräumt – erneut im Verdacht betrügerischen Verhaltens. Der freien Marktwirtschaft, die auf den Ideen des Liberalismus basiert, droht gewaltiger Schaden.
Skandal folgt auf Skandal
Wer meinte, der Skandal um manipulierte Abgaswerte hätte ein Umdenken in den Top-Etagen der Automobilindustrie bewirkt, lag falsch. Der „Umweltgipfel“ von Anfang August 2017 der Regierung mit den Branchenchefs brachte keine Anzeichen eines Richtungswechsels. Vielmehr konstatierte die Wochenzeitung „Die Zeit“, dass „das Kanzleramt den Konzernen half, die Grenzwerte anzupassen“. Die teuren Massnahmen, die nötig gewesen wären zur Sanierung der Diesel-Dreckschleudern, konnten mit gütiger Mithilfe eben dieses Amtes vermieden werden.
Es ist die Skandalgeschichte der „Autokanzlerin“, die da abläuft. Politiker haben den Autoherstellern…

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Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
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