Gedanken von Dr. med. Dieter Fasen zur Terminologie von Sanchez Sorondo (katholikenkreis.de)

Arbeitskreis von Katholiken im Raum Frankfurt am Main

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Der Politikberater des Papstes:

„Menschheit erlebt magischen Moment: Erstmals stimmen Lehramt des Papstes und Lehramt der UNO überein

aus Katholisches .info

mit Gedanken von Dr. med. Dieter Fasen

zur Terminologie von Sanchez Sorondo

 

(Rom) Kurienbischof Marcelo Sanchez Sorondo, Kanzler der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften und der Päpstlichen Akademie der Sozialwissenschaften, versichert:

Es ist das Bemühen des Papstes, die Armut und den Hunger in der Welt zu beseitigen.“

Was, so Sanchez Sorondo, den beiden wichtigsten UNO-Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) entspricht, wie sie am 25. September 2015 in Anwesenheit von Papst Franziskus beschlossen wurden.

Sanchez Sorondo, der Manager der neuen Achse Vatikan-UNO

Der Argentinier Sanchez Sorondo ist der engste Mitarbeiter von Papst Franziskus in politischen Fragen. Er ist der Architekt der vom Papst gewollten politischen Richtungsänderung. Er schmiedet die Kontakte, die den Vatikan in Sachen Klimawandel, Migration und Abtreibung zum Gleichschritt mit der UNO führt. Er zimmert an der neuen Zusammenarbeit mit den verschiedenen politischen Linkskräften, einschließlich der radikalen Linken.

Sanchez Sorondo versicherte, daß die Menschheit derzeit „einen magischen Moment“ erlebt, weil „zum ersten Mal das Lehramt des Papstes, das dem Evangelium folgt, mit dem Lehramt der Vereinten Nationen übereinstimmt“.

Seine Aussagen tätigte der Kanzler im Rahmen seiner Rede beim Sommerkurs „La pregunta de Dios en la universidad“ (Die Gottesfrage an der Universität) der Katholischen Universität von Valencia in Spanien.

Sanchez Sorondo begrüßte diese „erstmalige Übereinstimmung“ zwischen dem kirchlichen Lehramt und der politischen Agenda der UNO. Beide wollen die „Beseitigung der Armut und des Hungers in der Welt“. Diese gemeinsamen Ziele wurden einstimmig nach der Rede von Papst Franziskus beim UNO-Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung 2015 und nach seiner Enzyklika Laudato si angenommen, so der Politikberater des Papstes.

Der argentinische Theologe, Philosoph und Kurienbischof bezeichnete es als „Skandal“, daß es „eine Milliarde Menschen gibt, die hungern“, denn nie habe es auf der Welt soviel Reichtum gegeben wie heute.

„Laut FAO – Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen – ist das Problem, daß er nicht gut verteilt ist. Ohne Zweifel sind die Wirtschaftsstrukturen zu ändern, die nur auf den wirtschaftlichen Nutzen abzielen.“

Abtreibungs- und Verhütungs-Agenda der UNO verschwiegen

Sanchez Sorondo feiert den Gleichschritt zwischen Papst Franziskus und der UNO-Agenda, was die Bekämpfung von Armut und Hunger anbelangt. Er verschweigt aber, daß dieselben UNO-Ziele für nachhaltige Entwicklung auch den „weltweiten Zugang zur reproduktive Gesundheit“ fordern, wie mehrfach in der UNO-Agenda für die nachhaltige Entwicklung betont wird. Unter „reproduktiver Gesundheit“ versteht die UNO aber Abtreibung und Verhütung, worauf Voice of the Family hinweist.

Am 25. September fand am UNO-Hauptsitz in New York der UNO-Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung 2015 statt, bei dem 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung mit 169 Unterzielen beschlossen wurden. Papst Franziskus kam das Privileg zu,als einziger Redner am Beginn des Weltgipfels eine Festansprache halten zu können, mit der er der Agenda den Segen erteilte.

Die beiden ersten Ziele nennen tatsächlich die Bekämpfung von Armut und Hunger. Ziel 3 strebt aber bis 2030 „den weltweiten Zugang zu Diensten der sexuellen und reproduktiven Gesundheit, einschließlich Familienplanung, Information und Erziehung an“. Ziel 5 fordert die „Gleichstellung der Geschlechter“. Im Zusammenhang mit den Frauen und Mädchen wird ein weiteres Mal die „Sicherstellung des weltweiten Zugangs zur sexuellen und reproduktiven Gesundheit und den reproduktiven Rechten“ gemäß dem Konformitätsabkommen mit dem Aktionsprogramm der Weltbevölkerungskonferenz von Peking und den Schlußdokumenten der Folgekonferenzen gefordert.

Die US-Familienorganisation Voice of the Family erinnert daran, daß „sexuelle und reproduktive Gesundheit“ ein Tarnbegriff der Überbevölkerungs- und Abtreibungsideologen ist und in Wirklichkeit den „weltweiten Zugang zu Abtreibung und Verhütung“ meint.

Dieser Tarnbegriff wurde 1994 bei der UNO-Weltbevölkerungskonferenz in Peking erstmals ins Schlußdokument aufgenommen. Das Schlußdokument von Peking betrachtet Verhütung als integralen Bestandteil der „reproduktiven Gesundheit“. Im Punkt 7.10 beispielsweise steht, daß „die Staaten den Diensten der reproduktiven Gesundheit größere Priorität geben müssen, einschließlich einer großen Bandbreite von Verhütungsmitteln.“

Im Punkt 13.14 desselben Dokuments steht, daß „Abtreibung eine Grundkomponente der reproduktiven Gesundheitsdienste“ sei. Im Punkt 8.25 heißt es, daß Abtreibung in keinem Widerspruch zu den Gesetzen stehe, also zu legalisieren sei.

Papstlinie: Suche nach linker Weltpolitik unter Führung von UNO und Vatikan

Der Hauptberater des Papstes in politischen Fragen unterschlägt die Abtreibungsagenda der UNO-Nachhaltigkeitsziele. Das entspricht der päpstlichen Linie, das Thema Abtreibung hintanzustellen, wie es Papst Franziskus im September 2013 angekündigt hatte. Die Tötung ungeborener Kinder ist zweitrangig im Vergleich zur Zielsetzung der Armuts- und Hungerbekämpfung. Hinter den Zielen, die Vorrang haben oder fallengelassen werden, steht der erkennbare Wille zu einem Paradigmenwechsel auf globaler, politischer Ebene durch eine neue Allianz zwischen dem Vatikan und der UNO. Eine Allianz, die auch die radikale Linke einbindet, um die sich Franziskus intensiv bemüht.

Eine ganze andere, aber grundsätzliche Frage wäre, wie realistisch oder utopisch die Aussage der UNO-Agenda von 2015 „Armut und Hunger in all ihren Formen und überall beenden“ überhaupt ist.

Beide Faktoren, die Forderung nach Armuts- und Hungerbeseitigung und das Fallenlassen des Lebensrechts der ungeborenen Kinder, zusammengenommen ergeben ein linkes Gesamtbild und zeigen eine einseitige politische Verortung des regierenden Papstes, die moralisch höchst bedenklich ist und einen anthropologischen Paradigmenwechsel bedeutet.

Text: Giuseppe Nardi

 

Gedanken zur Terminologie von Sanchez Sorondo:

  • vorgelegt von Dr. med. Dieter Fasen

Wesentliche Punkte werden bereits in dem Artikel von Katholisches.info angesprochen, jedoch sollte die Terminologie von Sanchez Sorondo unter dem Gesichtspunkt betrachtet werden, dass es sich bei ihm um den wesentlichen Schreiber des Papstes handelt und damit zu vermuten ist, dass hier auch die Meinung und Wertung von Papst Franziskus heraus zu lesen ist.

 SYNONYME FÜR  MAGISCH

Bedeutung:  dämonisch, mystischrätselhaftunerklärlichzauberischokkultokkultistischspiritistischüberirdischübernatürlichübersinnlichdunkelmagisch. Es wird mit dem Begriff „magisch“ eine Ebene angesprochen, die sich der Ratio entzieht und für die Erkenntnis kryptisch ist.
Zum Lehramt des Papstes
:

Es gibt ein Lehramt der Kirche, aber kein eigenes Lehramt des Papstes. Als das Lehramt der Katholischen Kirche wird in der Kirche die Lehrautorität bezeichnet, die von Amtsträgern, wie Papst und Bischöfen und den dogmatischen Konzilien ausgeübt wird. Die Päpste haben zwar den Primatsanspruch, sie sind aber an die Lehre und die Dogmen gebunden. Lehramt der Uno?

Unter dem Deckmantel der Uno wurden Ideologien entwickelt, die gelehrt werden. Wenn man dies als Lehramt bezeichnen sollte, so handelt es sich um eine Selbstberufung mit fraglicher Legitimierung.

Die Falsifikation der Terminologie von Sanchez Sorondo könnte auf ein falsches Amtsverständnis hindeuten. Vielleicht soll der Eindruck erweckt werden, Papst Franziskus sei das Lehramt und niemand dürfe daran, wie einst Paulus bei Petrus, Zweifel äußern.

Die berühmte Binde- und Lösegewalt des Papstes lautet: Alles was Du auf Erden binden wirst, wird auch im Himmel gebunden sein und alles, was Du auf Erden lösen wirst, wird auch im Himmel gelöst sein. Sie bezieht sich eindeutig nur auf Irdisches und nicht auf Himmlisches. Der Papst ist nicht befugt das mit seiner Gewalt zu ändern, was von Gott festgelegt wurde, wie etwa die Gebote.

Die gemeinsame Bekämpfung von Hunger und Armut auf Erden ist sicher ein vordringliches Ziel menschlicher Bemühungen. Aber für die Kirche und ihr Lehramt bestand bisher das oberste Ziel in der Rettung der Seelen. Es gibt zu denken, dass davon beim päpstlichen Berater nicht mehr die Rede ist. Zu befürchten ist, dass das Lehramt der Kirche heute nur mehr als Funktionselement der Politik gesehen wird.

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Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
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Eine Antwort zu Gedanken von Dr. med. Dieter Fasen zur Terminologie von Sanchez Sorondo (katholikenkreis.de)

  1. francomacorisano schreibt:

    Nächstenliebe, JA! Barmherzigkeit, JA!
    ABER von „Armuts- und Hungerbekämpfung“ steht NICHTS in der Bibel!

    Gefällt mir

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