Es geht um die Sakramente (summorum-pontificum.de)

3. August 2017

Die Spekulationen um eine mögliche Rekonziliation der Piusbruderschaft und die Zukunft von Summorum Pontificum dauern an. Fr. Hunwicke hat zu der Frage, ob mit einer formellen Aufhebung von Summorum Pontificum zu rechnen ist, am 2. August eine interessante Überlegung veröffentlicht:

Ich denke, es ist nicht der Stil des Heiligen Vaters, solche Dinge ohne Not in einer derart konfrontativen Weise anzugehen. Es gibt in Rom zweifellos einige üble Figuren wie etwa Andrea Grillo, die auf eine Aushöhlung von Summorum Pontificum hoffen. Das könnte – so deren Erwartung – dadurch erreicht werden, daß man die Entscheidungsfreiheit aufhebt, die allen Priestern die Zelebration der außerordentlichen Form ohne besondere Erlaubnis ermöglicht. Aber ich glaube nicht, daß der hl. Vater Summorum Pontificum so einfach aufhebt, ganz bestimmt nicht während sein Vorgänger noch lebt. Ich denke, der gegenwärtige Papst zieht es vor, seine Ziele auf Umwegen und auf subtilere Weise zu erreichen.

Ich habe den Verdacht, daß das Arbeitspapier (zur Konzelebration), das ich so ausführlich besprochen habe (unsere Zusammenfassung samt Linkangaben der Überlegungen Fr. Hunwickes hier) ein Versuch von Papst Bergoglio oder wahrscheinlicher noch eines seiner Vertrauten wie des Präfekten der Kleruskongregation darstellt, genau die Kultur des Priestertums zu zerstören, auf deren Stärkung Summorum Pontificum abzielt.

Allerdings hat Benedikt XVI, der ja nun nicht gerade der dümmste ist, genau dem vorgebeugt, indem er klar gemacht hat, daß es für jeden Papst ultra vires sei, einen Versuch zur Auslöschung des klassischen römischen Ritus zu unternehmen.

Soweit Fr. Hunwicke vom Ordinariat unserer Lieben Frau von Walsingham. Wichtig erscheint uns hier nicht die Spekulation, wer, wann und in welcher Form auf eine Veränderung von Summorum Pontificum hinarbeite – da ist eine Überlegung so gut wie die andere. Wichtiger erscheint die Beobachtung, daß es in den aktuellen Kämpfen längst nicht mehr um die Form des Ritus, sondern um die Kultur, d.h. das Verständnis und Selbstverständnis, um das Wesen des Priestertums selbst geht: Vorstehender Vertreter der Gemeinde oder Verwalter des Sakramentalen Geheimnisses. Und ebenso wichtig ist der Hinweis auf die Methoden, mit denen dieser Kampf ausgetragen wird: Hier sind Fälscher und Betrüger am Werk.

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Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
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