Warum es sinnvoll sein kann, eine Partei zu wählen, die es nicht ins Parlament schafft (the-germanz.de)

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Warum es sinnvoll sein kann, eine Partei zu wählen, die es nicht ins Parlament schafft

von MARTIN D. WIND

Spätestens seit der unter demokratischen Gesichtspunkten fulminant vergeigten Bundestagssitzung vom vergangenen Freitag, in der sowohl die sogenannte „Ehe für alle“ sowie das Maassche „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“ und die „Bargeldobergrenze“ beinahe staatsstreichartig durch den Bundestag gepeitscht wurden, steigt die Zahl vernünftiger Mitmenschen, die ratlos vor der Frage stehen, was sie am Wahltag mit ihrer Stimme machen sollen. Das ist angesichts des Verhaltens vieler Politiker und der Spielchen, die die Parteien inzwischen mit den Wahlbürgern treiben, durchaus verständlich.

Hilfe suchen viele in der Flucht in die Verweigerung. Manche meinen denn auch, sie könnten durch das „Nichtwählen“ den Ausgang der Wahl beeinflussen. Das ist aber nicht der Fall: In Deutschland werden nur Stimmen in die Berechnung des Wahlergebnisses einbezogen, die auch abgegeben wurden. Wenn also von den 61,5 Millionen wahlberechtigten Deutschen nur 40 Millionen ihre Stimme abgeben, dann werden bei der Auszählung diese 40 Millionen abgegeben Stimmen als 100 Prozent genommen und dienen als Grundlage der Berechnung der prozentualen Anteile der Parteien am Wahlergebnis.

Wichtig: Auch ungültig gemachte aber abgegebene Stimmzettel gelten als nicht existent. Sie fließen in die Prozentberechnung nicht ein. Auch so kann man demnach Politikern und den Parteien nicht mitteilen, was man von ihnen hält oder auch nicht hält.

Nun kann man als mündiger Bürger und als Souverän der Bundesrepublik Deutschland aber dennoch gültig wählen und auf das Wahlergebnis Einfluss nehmen, ohne dass man sich unbedingt zwischen „Pest“ oder „Cholera“ oder gar „Tuberkulose“ entscheiden müsste. Doch wie soll das gehen, wenn man als politisch Heimatvertriebener bei anderen Etablierten auch nicht das findet, was man sucht. Oder wenn bei genauer Betrachtung, Alternativen keine wirklichen sind, weil auch sie bereits ein Verfallsstadium erreicht haben, wie es leider seit geraumer Zeit bei den großen ehemaligen Volksparteien eingerissen ist. Viele hätten da von hüben bis drüben kein gutes Gewissen, wenn sie mit ihren Stimmen solche verluderte Politik in den Bundestag geschickt hätten.

Hier schlägt nun die Stunde der Kleinen und Chancenlosen, die kaum die Fünf-Prozent-Hürde überspringen dürften. Wer hier eine Partei findet, der er seine Stimme geben kann, der kann sich glücklich schätzen. Er hat zwar keine Partei gewählt, die im Bundestag vertreten sein wird, aber – und das ist wichtig – er wird mit seiner Stimme dennoch wirksam und spürbar! Denn eine gültige Stimme für eine an der Wahl beteiligte Partei, mindert logischerweise die Prozente der anderen an der Wahl beteiligten Parteien. So hat man dann doch Einfluss auf die Zusammensetzung des Parlamentes.

Wie wichtig die Wahlbeteiligung ist, hat aktuell gerade die Wahl im Saarland gezeigt: Hier sind die GRÜNEN nicht mehr im Landesparlament vertreten, weil die signifikant hohe Wahlbeteiligung zu vielen gültigen Stimmen führte. Da die GRÜNEN lediglich in der Lage waren, ihre Stammwähler zu mobilisieren, gleichzeitig aber viele bisherige Wahlverweigerer an die Urne eilten und andere Parteien wählten, konnten die „Öko-Partei“ nicht genug Prozentpunkte auf sich vereinen.

Bei der Bundestagswahl könnte sich ein ähnliches Szenario wiederholen. Seit geraumer Zeit bewegen sich die Zustimmungswerte der GRÜNEN in der Wahlbevölkerung auf die gefährliche Klippe zu, die über Sein oder Draußensein entscheidet. Wer also beispielsweise als bürgerlicher Wähler eine Rot-Dunkelrot-Grüne-Koalition verhindern will, der muss zwingend eine Stimme abgeben, die zumindest in die Statistik einfließt. Das geht, wie gezeigt, auch wenn nicht die Kanzlerinnenpartei, deren Schwester im Süden, eine Alternative oder gar die gerade wieder aus den Trümmern krabbelnden „Liberalen“ gewählt werden.

Seien Sie bitte so gut, und machen Sie klug von Ihrem Wahlrecht Gebrauch.

http://the-germanz.de/warum-es-sinnvoll-sein-kann-eine-partei-zu-waehlen-die-es-nicht-ins-parlament-schafft/

Ja, es wird wohl zunehmend schwieriger werden, Wahlberechtigte, welche noch nicht ins grenzdebile Stadium abgeglitten sind, mit dem drohenden „rot/grünen Chaos“ zu erschrecken. Oder rot/grün/dunkelroten „Linksfronten“, die am Ende noch Atomausstieg und Homo-„Ehe“ einführen…

Wird man am Ende noch als gläubiger Angelaner ausgelacht und gefragt, wer denn bitteschön die Koalitionspartner der „C“DU in Hessen und im Bund sind? Die Wahlentscheidung für Bündnis C oder Aufbruch C (in Österreich wählbar: CPÖ) eine „Stimme für den Papierkorb“, weil die sowieso nix zu bestimmen haben? Was hatte denn die „C“DU mitzubestimmen bei Atomausstieg, Migranteninvasion, Wehrpflichtaussetzung oder Homo-„Ehe“?

Eben.

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Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
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