Was einem an diesem Tage übrig bleibt…

Bundestag beschließt Ehe für alle

Nach einer rund 40-minütigen Debatte stimmt eine breite Mehrheit der Bundestagsabgeordneten für die Ehe für alle in Deutschland. Bundeskanzlerin Merkel stimmt dagegen. Teile der Unionsfraktion zweifeln die Verfassungskonformität des Gesetzes an.

Der Deutsche Bundestag hat das Gesetz zur Ehe für alle mit großer Mehrheit beschlossen. 393 von 623 Abgeordneten stimmten für eine völlige rechtliche Gleichstellung homosexueller Paare, 226 dagegen. Es gab vier Enthaltungen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) votierte dagegen. SPD, Linkspartei und Grüne verfügen gemeinsam nur über 320 Sitze im Bundestag, sodass mindestens 70 Unionsabgeordnete für den Gesetzentwurf zur Öffnung der Ehe votierten, der aus dem rot-grün dominierten Bundesrat eingebracht worden war.

http://www.n-tv.de/politik/Bundestag-beschliesst-Ehe-fuer-alle-article19913631.html

War zu erwarten. Übrigens ebenso die „Nein“-Stimme der dialektisch geschulten ehemaligen FDJ-Sekretärin (gelernt ist gelernt): Dieses Ergebnis überhaupt erst möglich machen, aber selbst taktisch gewieft mit Nein stimmen, um bei der Wahl wieder scheinheilig als schützende Über-Mutti der verstörten Konservativen auftreten zu können. Fadenscheinig, aber es wird bei genügend Menschen klappen: Mundus vult decipi.

Sie werden sehen.

Was bleib an diesem Tage übrig?

Ärger? Sicherlich.

Wut? Könnte ich mir bei manchem denken.

Haß und Hetze? Wenn man Kritik und Polemik davon zu unterscheiden vermag (heute nicht mehr bei allen selbstverständlich) auf keinen Fall.

Also was denn?

Mein Vorschlag: Distanz, Reflektion, Analyse.

Zuallererst Distanz zu Gefühlen, emotionalen Kurzschlüssen und verbalen Amokläufen. Dann die realen Tatsachen – und wie es dazu kommen konnte – aufgrund der eigenen Erfahrung reflektieren. Die Ergebnisse der gesellschaftlichen Umgestaltung, die offenkundigen Zusammenhänge und geschichtlichen Abläufe anschließend analysieren.

Und dann folgt der Schritt, welchen mit Sicherheit die allerwenigsten gehen werden: Aus der Analyse die erforderlichen Schlußfolgerungen ziehen…

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Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
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Eine Antwort zu Was einem an diesem Tage übrig bleibt…

  1. Christine Kissel schreibt:

    Frau Merkel verzichtet auf die Stimmen aller Homosexuellen und deren Symptisanten und stimmt gegen den Mainstream. Welch eine Gehässigkeit, Ihr politisches Kalkül zu unterstellen. Gott verbietet uns , zu richten und uns zuzugestehen ,in die Herzen anderer zu schauen, was doch nur Gott kann.l Welche Gehässigkeit wäre denn geschrieben worden, wenn sie mit ja gestimmt hätte?

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