Gelöstheit als Grundlage für ein gelingendes Leben

Ein Beitrag, der im Ansatz die richtigen Fragestellungen enthält. Für eine Gegenwartsanalyse wäre natürlich noch zu fragen, wer wohl – und aus welchem Grund – den heutigen Menschen zum kompletten Konsum-Idioten abrichtet?

Bereits unsere Kinder werden erfolgreich konditioniert, jedes Jahr ein neues Mobiltelefon zu erhalten, obgleich das „alte“ ja nicht kaputt ist. Der Zeitgenosse wurde erfolgreich daran gewöhnt, elektrische und elektronische Gerätschaften nicht mehr reparieren zu lassen. Lohne sich nicht, fertig. Überhaupt hat das „Globalisierungsprojekt“ in Deutschland mit den bereit stehenden arbeitswilligen Massen in Niedriglohn-Ländern, triumphierenden Turbokapitalismus samt Hartz IV und „Flüchtlingen“ als Dumping-Lohn-Reserve vor Ort dafür gesorgt, dass ein normal verdienender Familienvater sich über diese Sache nicht mehr allzu viel Gedanken machen kann. Er und seine „natürlich“ ebenfalls arbeitende Frau haben genug damit zu tun, monatlich knapp den sozialen Abstieg zu verhindern.

Der wirtschaftsfördernde Verkauf von Waren gehört zum „Werte-Kanon“ der westlichen Welt – abseits ökologischer und ethischer Fragen sollte man dabei nicht aus dem Blick verlieren, dass man dazu eine Menge gesellschaftlicher und rechtlicher Weichen stellen mußte. Gestellt über einen sehr langen Zeitraum von den Führungsebenen der industriellen, politischen und medialen Komplexe. Derart gut, dass mittlerweile der Konsumkritiker in den Ruch des Staatsfeindes kommt. Ob nun der irrwitzige Verbrauch von Konsumartikeln und Ressourcen verweigert wird oder die Benutzung sozialer Kommunikationsmittel – das Ergebnis bleibt dasselbe: argwöhnische Skepsis und ein latenter Anfangsverdacht. Denn wer heute nicht für die Wirtschaft der gläserne Konsument sein will (oder der gläserne Staatsbürger…), auf den kommen mancherlei Ärgernisse zu… Ist doch die geschichtsvergessene, augenblicksorientierte Masse gut lenkbar. Der Normalbürger beginnt bereits den Überblick über die in den letzten Monaten geschehenen Terroranschläge zu verlieren, wenn dann noch die „Geschichtskenntnisse“ aus den designten „Doku“-Serien des Fernsehens kommen, zappelt er hilflos an den Marionettenstrippen.

Käme er zum Nachdenken, fiele ihm vielleicht die Bibelstelle Matt 4,9ff wieder ein…

Akademie Integra

Prof. Dr. Peter Kern, „Haus des Verstehens“
Es gibt heutzutage einen zeitgeistbedingten unerbittlichen Imperativ, der uns allen sagt, wie wir leben sollen: Hoch motiviert, anstrengungsbereit, erfolgreich. Man verspricht uns, wer viel leistet, der könne sich dann auch viel leisten. Das Lebensziel wird pausenlos und überall vorgegeben: Man müsse am materiellen Wohlstand exzessiv teilhaben, man solle alle diese Attribute des Ansehens haben, als da sind: schönes Haus, Zweitwohnung, teure Wagen, aufwändige Partys, Ess-Events und Urlaube an exklusiven Orten. Wer das nicht zureichend schafft, gilt als Loser.
Verlierer wollen wir nicht sein, also motivieren uns Angst und Furcht pausenlos, Gewinner zu werden und zu bleiben. Uns treibt die Sorge um nach bedingungsloser permanenter Erhöhung unserer Lebens-Genüsse, und wir streben ebenso bedingungslos nach allseitiger lückenloser Sicherheit für unser Leben. Uns geht es, recht egozentrisch, um ein in jeder Hinsicht mangelloses, genussreiches und völlig abgesichertes Leben. Voraussetzung für diesen Lebensstil ist der machtförmige, sich…

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Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
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