Meinung: Die „Gewalt-Konditionierung“ und ihre Folgen (konjunktion.info)

25. Mai 2017

Vorangestellt gilt meine Anteilnahme und meine Gedanken den Opfern und Angehörigen des widerlichen Selbstmord-Attentats von Manchester. Kraft, Liebe und Fürsorge allen Betroffenen in diesen schweren Stunden.


In unserer schnelllebigen Zeit sind Nachrichten von gestern, alte und somit vernachlässigbare Nachrichten, deren Inhalte für viele somit nicht mehr von großer Relevanz sind.

Auch das Attentat von Manchester wird hier keine Ausnahme bilden. Leider… Die Öffentlichkeit durchläuft eine klassische Sättigung, was Anschläge, Mord und Totschlag und kleine Krisen anbelangt. Die Menschen nehmen eine aus den Fugen geratene Welt als solche gar nicht mehr wahr. Dank Politik, Hochleistungspresse, Ego-Shootern und Gewaltorgien allabends per Flimmerkiste findet eine Konditionierung statt, die Gewalt als neue Normalität definiert.

In den vergangenen Monaten gab es zahlreiche Anschläge (ohne diese jetzt terroristisch, geheimdienstlich, staatlicherseits oder irgendwie anderweitig einordnen zu wollen) und Gewalttaten in Europa. Einen Überblick darüber zu behalten ist schier unmöglich geworden. Sie sind Teil dieses Konditionierungsprozesses, der die Massen apathisch bzgl. der kommenden Finanzkrise machen soll. Liegt hierin gar ein Grund, warum die Internationalisten/Globalisten/Eliten (IGE) die Grenzen der EU ganz weit für Migranten (und in deren Windschatten Terroristen) aus aller Herren Länder ohne Kontrolle und Überprüfung geöffnet haben?

Folgt man diesem Gedankengang, dann scheinen weitere Angriffe/Anschläge in den nächsten Wochen die logische Konsequenz zu sein – gerade weil man damit eine verängstigte, in sich gekehrte Masse schaffen kann, die kritiklos und -unfähig alles Folgende (weitere Einschränkung der Freiheitsrechte, Überwachung und Kontrolle, Zensur, Wirtschaftskrise, usw.) hinnehmen wird, um nur so etwas wie den Hauch der alten Normalität zurück zu erlangen. Auch wenn es diese nie mehr geben wird.

Die 22 Toten von Manchester sind „nur“ die neuesten Opfer einer perfiden Machtstrategie, die alle Menschen zu Opfern und Tätern zugleich macht, die nicht Teil der IGE sind. Dass wir auch im Falle Manchesters kein Wörtchen davon lesen, dass es – angenommen es handelt sich hier wirklich um einen echten Terrorvorfall – Gründe für eine solche Tat gibt, verwundert nicht. Stoisch verschließen die Vertreter unserer Hochleistungspresse und der Politik die Augen vor den wahren Ursachen von Terror und Gewalt.

Warum solle man auch die zahllosen Angriffskriege des Westens erwähnen? Oder die wirtschaftliche Ausbeutung ganzer Regionen? Oder die Zerstörung der Existenzgrundlagen in Afrika? Oder das gezielt eingesetzte Spiel von Divide et Impera im Nahen und Mittleren Osten durch den Westen? Oder dass der Westen den armen Bevölkerungen auf der Welt Wasser und Nahrung vor der Nase wegpumpt oder wegfischt? Oder, oder, oder…

Fluchtursachen bekämpfen würde bedeuten, diese Tatsachen anzusprechen und vor allem anzugehen. Und wenn man diese Fluchtursachen beseitigen würde, dann dürften auch Terroranschläge wie der von Manchester – zumindest in ihrer Häufigkeit – nicht mehr stattfinden.

Quelle:
Nach Manchester-Anschlag – Noch 20 Menschen in Lebensgefahr

 

In George Orwells 1984 finden wir einen ähnlichen Denkansatz. Auch er bezieht einen kontrollierten, niederschwelligen Dauerkonflikt als Repressions-Instrument zur Kontrolle der Massen in seine Überlegungen mit ein:

In Orwells Welt führen die drei Supermächte nur noch begrenzte Kriege an der Peripherie. Es genügt ihnen, um die Bevölkerung dazu zu bewegen, sich mit Armut und Mangel infolge des „Kriegszustandes“ zufriedenzugeben. Da dies im Interesse aller drei Regierungen liegt, verhindert es den großen Krieg zwischen ihnen. Dass sie ständig ihre Bündnispartner wechseln, ändert daran nichts (vgl. Mächtegleichgewicht). Die Situation sichert die Herrschaft jener Supermächte, die unfähig und unwillig sind, die Bevölkerung angemessen zu versorgen. Um zu unterstreichen, dass die Bevölkerung sich mit dem Zustand zufriedengeben kann (und muss), verbreitet die Partei den Slogan „Krieg ist Frieden“, wobei Frieden der stets erwünschte und zu erreichende Zustand ist, der regelmäßig in der „Berichterstattung“ der Partei in „greifbare Nähe rückt“.

Allerdings vermuten selbst Julia und dann auch Winston im Zuge des Romans irgendwann, dass möglicherweise die Regierung von Ozeanien selbst Bomben abwirft, um die Gegenwärtigkeit des Kriegs aufrechtzuerhalten. Die Vermutung wird genährt von der Tatsache, dass diese Bombenangriffe niemals auf Wohngebiete der Parteimitglieder gerichtet sind, sondern immer auf Gebiete der Proles niedergehen.

https://de.wikipedia.org/wiki/1984_(Roman)#Krieg_ist_Frieden

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Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
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