Diese Daten deuten auf ein Trump-Beben an den Börsen hin („Die Welt“ auf msn.com)

Diese Daten deuten auf ein Trump-Beben an den Börsen hin

George Soros macht sich einen mächtigen Feind© AP George Soros macht sich einen mächtigen Feind

Großinvestor George Soros hat seine Wetten auf einen fallenden US-Aktienmarkt stark erhöht. Die Größe der Positionen deutet darauf hin, dass er mit einem Scheitern von Donald Trump rechnet.

George Soros ist nicht nur sehr an Geschichte interessiert, er ist auch selbst eine historische Gestalt. Mit seinen Terminwetten hat der Miterfinder des Hedgefonds und Meisterspekulant nicht nur Finanzgeschichte geschrieben, er hat auch immer wieder Politik gemacht. Daher wird man hellhörig, wenn die Wall-Street-Legende an den Märkten jetzt den ganz großen Aufschlag unternimmt.

Die Milliardenwetten des Großinvestors lassen stets erkennen, was der legendäre Spekulant in Zukunft erwartet, und das hat es diesmal in sich. Die jetzt bekannt gewordenen Positionen zeigen: Soros erwartet offenbar nicht mehr und nicht weniger als das vorzeitige Ende der Präsidentschaft von Donald Trump.

Der Nichtpolitiker Trump, der sich als wirtschaftsfreundlicher Dealmaker profiliert, könnte sein persönliches Watergate der Finanzmärkte erleben. Das zumindest legen die Zahlen nahe, die aus den sogenannten 13F Filings hervorgehen. Sie deuten auf ein bevorstehendes Beben an den Börsen hin. Bei den Daten handelt sich um Finanz-Pflichtangaben, die Positionen abbilden, die bereits einige Wochen alt sind. Beobachtern zufolge ist es nicht unplausibel, dass Soros noch stärker short gegangen ist.

Soros setzt auf Absturz der US-Börse

Fest steht: Der 86-Jährige wettet im großen Stil gegen den US-Präsidenten. Soros zielt auf Gewinne, die sich aus einer Ablösung oder einem Scheitern des Manns im Weißen Haus ergeben.

Unter anderem hat Soros seine Short-Positionen auf den US-Leitindex S&P500 und den Nebenwerte-Index Russell 2000 stark erhöht. Insgesamt 764,31 Millionen Dollar setzt der Spekulant auf einen bevorstehenden Absturz der beiden Marktbarometer. Im S&P 500 sind die 500 größten Konzerne der USA vertreten, sie profitieren davon, wenn Trump weltweit Deals macht, im Nebenwerte-Index Russel 2000 finden sich eher kleinere Unternehmen, die besondere Nutznießer von milliardenschweren Infrastrukturinvestments wären, wie sie der Präsident versprochen, aber bisher nicht eingelöst hat.

Auch die von Trump in Aussicht gestellten Steuererleichterungen würde den Unternehmen des Russell 2000 zugute kommen, schließlich machen sie einen Großteil ihres Geschäfts auf dem Heimatmarkt. Die Untergangswetten auf den Russell 2000 erhöhte Soros um gut ein Drittel von 330 Millionen auf 460 Millionen Dollar, die Shorts auf den S&P 500 verdreifachte er auf knapp 305 Millionen Dollar. Gemeinsam sind S&P500 und Russell 2000, dass die darin enthaltenen Aktien hoch bewertet sind. Mit anderen Worten: Viel von den Versprechungen Trumps ist bereits eingepreist.

Soros machte nie einen Hehl aus seiner Abneigung

Der nun von Soros in Finanzwetten umgemünzte Pessimismus deutet darauf hin, dass er dem Präsidenten nicht mehr zutraut, das Ruder herumzureißen. Der Meister-Investor geht nicht nur blindlings short, sondern hat auch sogenannte Long-Positionen aufgebaut, mit denen er partiell auf steigende Kurse spekuliert. Zu seinen optimistischen Wetten gehören Tech-Werte wie Facebook oder Snapchat. Trump steht – trotz seiner Vorliebe wie Twitter-Nachrichten – mit seiner politischen Rhetorik eher für die Schwerindustrie und alte Wirtschaftszweige, nicht für die modernen weltumspannenden Netzwerke.

George Soros hat nie einen Hehl aus seiner Abneigung gegen Donald Trump gemacht. Der 1930 in Budapest geborene Investor gilt als Sympathisant der US-Demokraten. Den neuen amerikanischen Präsidenten nannte er öffentlich einen „Hochstapler und Möchtegern-Diktator“. Soros soll auch Protestmärsche gegen den neuen Mann im Oval Office mitfinanziert haben, auch wenn diese Behauptungen nie bewiesen worden sind.

Seit er öffentlich gegen den Irak-Krieg von George W. Bush opponierte und versuchte, die Wiederwahl von Bush zu verhindern, gilt er unter Konservativen als rotes Tuch. Auch in Europa ist seine Einmischung in die Politik unter Konservativen umstritten. In Ungarn hat er sich mit dem autokratischen Premier Viktor Orbán angelegt. Orbán sieht die in Budapest beheimatete und von Soros mitfinanzierte Central European University als politische Agitation.

Soros zwang bereits Notenbanken in die Knie

Soros ist mit seinen Spekulationen gegen Trump jedoch nicht alleine: Auch in den Wettbüros sind die Quoten nach oben geschossen, die auf ein vorzeitiges Karriereende des Präsidenten hindeuten. Bei der Prognosebörse Predictit.org rechnet schon ein knappes Drittel der Teilnehmer damit, dass Trump Ende 2017 nicht mehr im Oval Office sitzt. Die Wahrscheinlichkeit ist seit der Entlassung von FBI-Chef James Comey deutlich gestiegen.

In Washington und anderswo ziehen viele bereits Parallelen zur Watergate-Affäre von Präsident Richard Nixon Anfang der Siebzigerjahre. In jener Zeit des Politchaos von 1973 bis 1974 verlor der S&P500 rund die Hälfte an Wert, wobei damals allerdings die Ölkrise erschwerend hinzukam. Entwickelt es sich dieses Mal so ähnlich, könnte George Soros mit seinen Wetten mehrere Hundert Millionen Dollar verdienen.

Donald Trump tut gut daran, das nicht zu ignorieren. In der Vergangenheit konnte der Hedgefonds-Manager als vielleicht einflussreichster Spekulant der Welt an den Märkten einen solchen Druck aufbauen, dass er Notenbanken und Regierungen in die Knie zwang. Im September 1992 kegelte er das Britische Pfund aus dem Europäischen Währungssystem, später mischte er in der Asien-Krise auf eine Weise mit, die über Wohl und Wehe ganzer Kabinette entschied. Auch in der Euro-Krise soll Soros als Investor aktiv gewesen sein.

Soros ist einer der wenigen Superreichen, die im Jahr 2017 Vermögen verloren haben. Die Finanznachrichtenagentur Bloomberg taxiert es aktuell auf 24,4 Milliarden Dollar.

http://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/diese-daten-deuten-auf-ein-trump-beben-an-den-b%C3%B6rsen-hin/ar-BBBnZsU?li=AAaxdRI&ocid=spartandhp

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Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
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Eine Antwort zu Diese Daten deuten auf ein Trump-Beben an den Börsen hin („Die Welt“ auf msn.com)

  1. francomacorisano schreibt:

    Leute wie Soros wurden von SPD-Politikern zeitweise als „Heuschrecken“ bezeichnet….

    Gefällt mir

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