Mitteilungsblatt der FSSPX: Vorwort des Distriktoberen

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In Christo geliebte Gläubige!

 

Ähnliches FotoIn der Osterzeit erschien Jesus seinen Aposteln, um sie von seiner Auferstehung zu überzeugen. In dieser Zeit bereitete er sie auf ihre Sendung vor und vertraute Petrus, dem er die Schlüsselgewalt schon versprochen hatte, seine Kirche an: „Weide meine Schafe“. So wurde Petrus der Stellvertreter unseres Herrn auf Erden, um seine Herde zu leiten.

Da der hl. Petrus in Rom gestorben ist, ist der Bischof von Rom als sein Nachfolger der Oberste Hirte. Deshalb gibt es keine andere Kirche Christi außer der katholischen Kirche. Jeder, der Christus folgen will, muss ihr anhängen. Erzbischof Marcel Lefebvre hat die Gläubigen in dieser furchtbaren Krise der Kirche immer gemahnt, diese Wahrheit nicht zu vergessen.

Und so denke ich gleichermaßen, dass wir uns immer ins Gedächtnis zurückrufen müssen, dass es keinen anderen Papst geben kann als denjenigen auf dem Stuhle Petri, als den Bischof von Rom. Der Papst ist der Papst, weil er der Bischof von Rom ist. Zuerst ist er Bischof von Rom. Und dann, weil er der Bischof von Rom ist, hat er den Stuhl Petri inne, ist er der Nachfolger Petri und also Hirte der universalen Kirche. Das ist sehr wichtig, grundlegend für die Kirche.“ (Vortrag vor den Seminaristen vom 10. Januar 1983)

Deshalb hat die Priesterbruderschaft St. Pius X. immer denjenigen, der auf dem Stuhl Petri sitzt – zurzeit ist der regierende Pontifex Franziskus –, als den Nachfolger Petri anerkannt, unabhängig von den theologischen Ansichten des Papstes.

Wir hängen unverbrüchlich dem Papst an, weil wir in ihm den Nachfolger Petri sehen. Wir gehorchen ihm, insoweit er sein Amt als Stellvertreter Christi übt. Wenn er aber etwas verlangt, was gegen den Glauben oder die Moral geht, handelt er nicht in seinem Amt und dann gilt der Satz: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.

Das bedeutet auch, dass wir immer in wirklicher Gemeinschaft mit der römischen Kirche und ihrem Haupt geblieben sind. Ob die Priesterbruderschaft St. Pius X. einen anerkannten kirchenrechtlichen Status hat oder nicht, sie ist immer dem Haupt der Kirche unterworfen, in allem, was er als Nachfolger Petri tut, und das trotz aller vorgeblichen Reformen, die sich als schlecht erwiesen haben.

Wenn manchmal der Ausdruck „Konzilskirche“ benützt wird, ist daran zu erinnern, dass er vom Substituten im vatikanischen Staatssekretariat, Mgr. Benelli, gebraucht wurde. Er forderte Erzbischof Marcel Lefebvre auf, sich der „Konzilskirche“ zu unterwerfen. Der Gründer der Priesterbruderschaft hat diesen Begriff aufgegriffen, um die zerstörerischen Elemente zu bezeichnen, die die Kirche wie Fremdkörper befallen haben. Pater Michel Simoulin, der dem 1991 verstorbenen Erzbischof die Augen schließen durfte, hat diesen Begriff genau erklärt: „Was nun ist wirklich die konziliare Kirche? Nichts weiter als die Verunstaltung der katholischen Kirche durch das Konzil und durch all das, was an dem Geist dieses Konzils dem katholischen Geist fremd ist. Unter dem, was wir die konziliare Kirche nennen, ist immer noch die katholische Kirche verborgen, sie ist wie betäubt und mehr oder weniger zum Schweigen gebracht.“

Erzbischof Lefebvre benutzte von Zeit zu Zeit auch solche Formulierungen, die aber in keiner Weise zu einer theologischen Realität wurden. Übrigens gab es von seiner Seite auch immer wieder Klarstellungen, um fehlgeleitete Gläubige oder Priester zu korrigieren.

Es kann sein, dass ich manchmal ziemlich harte Sätze gesagt habe, so zum Beispiel, dass das Konzil mehr oder weniger häretisch gewesen sei. Das stimmt in einem gewissen Sinne, weil es da einen gewissen Bruch mit der Tradition gab. In dem Sinne also, in dem das Konzil ein Bruch mit der Tradition ist, kann man in gewissem Maße sagen, dass es schismatisch ist. Aber als ich das sagte, wollte ich damit nicht sagen, dass das Konzil definitiv, wirklich, tiefinnerlich schismatisch sei. Man muss das im Zusammenhang mit allem verstehen, das ich sage. Das Konzil ist in dem Maße schismatisch, als es mit der Vergangenheit bricht, das stimmt. Aber das heißt nicht, dass es im genauen, im theologischen Sinne des Wortes schismatisch ist.“ (Erzbischof Lefebvre, Priesterexerzitien 1980)

Ebenso ist es offensichtlich, dass Erzbischof Lefebvre, selbst nachdem er von der „Konzilskirche“ gesprochen hatte, den Papst nicht einen Augenblick lang als das Haupt einer anderen als der katholischen Kirche ansah. Sein ganzes Leben lang hat er an die Notwendigkeit erinnert, dem Papst als Nachfolger Petri verbunden zu sein, selbst dann, wenn er Abweichungen von der Tradition als guter Hirte anprangerte und scharf tadelte.

Am 13. Mai feiern wir die erste Erscheinung der Muttergottes in Fatima. Sie hat die drei Kinder mit einer innigen Ehrfurcht und Liebe zu Gott, einem grenzenlosen Eifer für die Seelen und einer selbstlosen Sorge für die Kirche und für den Heiligen Vater erfüllt. Seien wir auch mit diesem missionarischen Geist erfüllt und beten wir in diesem Maimonat noch inniger unseren Rosenkranz.

Mit meinem priesterlichen Segen

Ihr

Pater Firmin Udressy

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Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
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