Informationsblatt FSSP Editorial (http://petrusbruderschaft.de/media/Infoblaetter/alte_Ausgaben/2017_05.pdf)

Informationsblatt

der Priesterbruderschaft St. Petrus

Mai 2017

P. Bernhard Gerstle FSSP, Distriktsoberer für den deutschsprachigen Raum

EDITORIAL

Liebe Leserinnen und Leser,

Immer wieder werden wir gefragt: „Warum haben Sie noch keine Schule?“ Diese Frage ist angesichts der vielfachen Not in öffentlichen Schulen sehr wohl verständlich. Wie dringend bräuchte es christliche Schulen, die unseren Kindern mehr vermitteln als nur den entsprechenden Lernstoff. Schulen, in denen ein wahrhaft christlicher Geist und eine frohe Atmosphäre dazu beitragen, christliche Persönlichkeiten heranzubilden, die fähig sind, mit gesundem Selbstvertrauen auch mal gegen den Strom zu schwimmen. Solche Schulen aufzubauen ist mit einem enormen Aufwand an finanziellen Mitteln verbunden. Vor allem aber braucht es dafür das geeignete Personal und eine genügend große Anzahl von Eltern, welche das Wagnis eingehen, ihre Kinder dorthin zu schicken. Manch guter Versuch ist schon an diesen Voraussetzungen gescheitert. Vor einigen Jahren hat Herr Jocher unter großen persönlichen Opfern mit Unterstützung seiner Familie dieses Wagnis unternommen und im Südschwarzwald ein Jungeninternat mit musischem Schwerpunkt gegründet. Nach den zu erwartenden Anfangsschwierigkeiten hat sich diese Schule inzwischen zu einer Hoffnungspflanze entwickelt. Die Chancen stehen mittlerweile gut, dass dieses Abenteuer gelingt. Ein vordringliches Anliegen der Schulleitung ist es, die Zahl der Schüler zu erhöhen und weiteres Lehrpersonal sowie Betreuer zu finden. Weitgehend auf Spenden angewiesen, hat sich durch staatliche Zuschüsse die finanzielle Lage spürbar verbessert, diese bleibt aber noch auf absehbare Zeit ein Sorgenkind. Wir unterstützen schon seit Jahren dieses Projekt durch einen unserer Priester, der mehrere Tage vor Ort für die Seelsorge zuständig ist. Wir tun das im Vertrauen, dass Gottes Segen darauf ruht und seine Vorsehung dieses Werk begleitet. Vieles hängt davon ab, ob man in gut katholischen Kreisen die Sache in welcher Form auch immer unterstützt.

Ich möchte die Leser unseres Informationsblattes deshalb bitten, den Bericht von Herrn Jocher aufmerksam zu lesen. Gerne dürfen Sie sich vor Ort selbst ein Bild machen. Ein Ausflug lohnt sich schon aufgrund der herrlichen Schwarzwald-Landschaft. Es wäre für mich eine große Freude, wenn nach den Sommerferien, nicht zuletzt durch diesen Bericht, neue Schüler den Weg in diese Schule finden und sich Lehrkräfte haupt- oder ehrenamtlich zur Verfügung stellen.

Das „Collegium Musicum“ verdient es, gefördert und unterstützt zu werden. Es ist eine echte Alternative zu den öffentlichen Schulen, die sich allgemein in einer großen Krise aus christlicher Sicht befinden. Am 5. Mai darf Prof. Robert Spaemann, einer der bedeutendsten Philosophen der Gegenwart, seinen 90. Geburtstag feiern. Er ist nicht nur Mitglied unserer Gemeinde in Stuttgart, sondern darüber hinaus einer der treuesten Freunde der Petrusbruderschaft und effektivsten Unterstützer der überlieferten lateinischen Liturgie. Mit Papst Benedikt XVI. verbindet ihn eine lange Freundschaft. Beiden, die nur wenige Lebenswochen trennen, sind wir zu tiefer und bleibender Dankbarkeit verpflichtet.

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Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
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