Appell eines „Migrantenkindes“: Seid stolz auf Euer Land, und werft uns bitte nicht alle in 1 Topf!

Lieber Peter Helmes,

der Brief hat viele interessante Facetten, die natürlich nur kurz in einem Kommentar gestreift werden können. Deshalb möchte ich mich auf 3 Aspekte beschränken und Zusammenhänge erwähnen, die vermutlich nicht jedem gefallen werden.

Neigen wir nicht dazu, alle „Migranten“ in einen Topf zu werfen?“

Die Neigung nimmt erheblich ab, wenn man wachen Sinnes beobachtet und nicht versucht, selektiv Fakten in den persönlichen starren Bezugsrahmen zu pressen, wie es derzeit in Blogs (auch auf Conservo, allerdings nicht von Ihnen) öfters passiert. Tatsache ist, dass nicht wenige zugezogene Ausländer genau das Deutschland kennen und lieben (oder zumindest doch respektieren) lernten, welches nun zu verschwinden droht. Erhellend dazu ist ein Gespräch mit Neubürgern nichtdeutscher Herkunft, die sich und ihren Familien den gesellschaftlichen Aufstieg in jahrzehntelanger harter Arbeit ermöglichten und zu der künstlichen Flüchtlingseuphorie der gutdenkenden Angelaner-Sekte eine dezidiert ablehnende Auffassung haben. Wie viele „rassistische Fremdenfeinde“ unter diesen Türken, Griechen, Italienern oder Albanern zu finden sind, ist bemerkenswert. Wer reale Tatsachen wahrnimmt, wird auch die oft anzutreffende Denkschablone „je näher die Kultur und Religion der Neuankömmlinge, desto leichter die Integration“ überdenken müssen. Überraschenderweise sind die am längsten hier lebende ausländische Ethnie mit christlicher Religion und europäischer Kultur, die Italiener, auch nach Jahrzehnten die am wenigsten assimilierte.

Wer macht noch öffentlich ein Kreuz, wenn er an einer christlichen Stätte vorbeigeht?

Nun, zumindest wird ja niemand von Islamisten daran gehindert… 😉

Aber im Ernst: haben nicht modernistische Theologen nach dem Konzil dem „einfachen Volk“ jede Form von Volksfrömmigkeit als „Aberglauben“ ausgetrieben? Im Werk „Der Modernismus als Gefährdung des christlichen Glaubens“ (2004 erschienen im Stella Maris Verlag) von Pfarrer Walter Lang liest man dazu:

„Daneben neigt der Modernismus zu einer Autonomie des Menschen. Die Ethik ist Sache jedes einzelnen, Selbstbestimmung ist das Ziel und diese Selbstbestimmung soll bewußt vollzogen werden“ (a.a.O., Seite 196).

Damit wurde gezielt die christliche Religion (oder was seit den 70ern als solche im sog. „Religionsunterricht“ als solche vorgestellt wird) mit „der Aufklärung“ kompatibel gemacht.

In Wikipedia ist offen nachlesbar, dass „die Aufklärung“ in erster Linie von den Freimaurerlogen gelenkt wurde (https://de.wikipedia.org/wiki/Aufkl%C3%A4rung), der „Geist der Aufklärung“ ist daher objektiv der Geist der Logen. Dazu nochmals Pfarrer Lang:

Das Abendland hat sich in der Neuzeit, vor allem seit der Aufklärung und durch deren Gedanken, immer mehr vom Christentum und seiner Sicht der Welt abgewendet. Es besitzt heute keine einheitliche Kultur mehr und zerfällt sowohl im Werte – wie auch im Ideenbereich in viele Meinungen und Ansichten, in einen Pluralismus sich widersprechender Gedanken und Weltanschauungen. Durchsetzen kann sich, dem demokratischen Grundprinzip entsprechend, vor allem die Mehrheitsmeinung. Um das Richtige oder die Wahrheit an sich geht es im Pluralismus nicht mehr“ (a.a.O., Seite 13).

Die Durchsetzung der Werte der Aufklärung durch die Freimaurer war das Ende des christlichen Abendlandes, denn:

„Mit dem Beginn der Neuzeit, mit Renaissance und Humanismus (nach 1450) setzt sich ein Individualismus durch, welcher den Einzelmenschen in den Mittelpunkt stellt, ein Naturalismus, dem es nur noch um diese Welt geht sowie ein Relativismus, in welchem es nicht mehr um absolute Wahrheiten geht, die es gar nicht gibt, sondern nur noch um Meinungen. Daher kann jeder Mensch nach seinen Vorstellungen glauben und selig werden“ (a.a.O., Seite 35).

Und in genau dieser Welt leben wir, mit Christentum hat es nichts zu tun.

Warum ducken wir weg, wenn uns „Patriotismus!“ wie eine Anklage entgegengeschleudert wird?

Das Volkstum ist in Deutschland verdunstet und versiegt – auch wenn kein einziger Nichtdeutscher hier leben würde. Grund dafür ist das hierzulande vorherrschende – weil seit Jahrzehnten medial und schulisch implantierte – Ideal der hedonistischen Egomanie mit dem ausschließlichen Ziel der eigenen Triebbefriedigung. Wurden doch Generationen von Bundesbürgern von Schule und Medien zu hedonistischen Konsumenten „erzogen“, denen gezielt jede Form von Patriotismus ausgetrieben wurde. Geschichte wurde in der Schule exakt auf 12 dunkle Jahre begrenzt – wenn man die kulturell schöpferischen Seiten konsequent ausblendet, kommen notwendigerweise kulturelle Analphabeten heraus. Junge Russen wissen ungleich mehr über Schiller, Goethe etc., können u. a. ganze Gedichte auswendig rezitieren und treiben ihren deutschen Altersgenossen damit die Schamesröte ins Gesicht.

Beste Grüße

Ihr

Kirchfahrter Archangelus

Conservo

(www.conservo.wordpress.com)

Von Peter Helmes

Es gibt auch gut integrierte bzw. integrationswillige „Migranten“

Da macht uns jemand überraschend ein Kompliment, aber ich fange an, mich ein wenig zu schämen. Wer das Folgende schreibt, ist mehr als vierzig Jahre alt, also kein Kind mehr, und hat uns Deutsche sehr genau beobachtet.

Ich schaue in den vorgehaltenen Spiegel. Was mir das Bild sagt:

– Neigen wir nicht dazu, alle „Migranten“ in einen Topf zu werfen?

– Sind wir mutig genug, unser Vaterland zu verteidigen?

– Warum lassen wir scheinbar wehrlos zu, daß alles, was nicht dem Zeitgeist entspricht – also nicht links ist – in den Dreck getreten und verteufelt wird?

– Wer steht noch auf, wenn unsere wunderschöne Nationalhymne erklingt?

– Wer macht noch öffentlich ein Kreuz, wenn er an einer christlichen Stätte vorbeigeht?

– Warum ducken wir weg, wenn uns „Patriotismus!“ wie eine Anklage entgegengeschleudert wird?

– Muß uns ein „Migrantenkind“…

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Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
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