Karfreitagsliturgie der diözesanen Ortspfarrei

Da St. Athanasius bei meiner Ankunft in der Mitte der Kreuzwegandacht um halb drei brechend voll war und die Menschen bereits an den Stufen des Kapelleneinganges standen, wich ich notgedrungen zur rudimentär-katholischen Karfreitagsliturgie der diözesanen Ortspfarrei aus.

Der Wahrheit eine Gasse: innerhalb des dort üblichen verlief die Liturgie einigermaßen würdig. Der Pfarrer, obwohl hartgesottener Ökumenist und modernistischer Franziskus-Jünger, bevorzugte erfreulicherweise eine schlichte Liturgie mit Besinnungspausen. Wählte sogar bei der Kreuzverehrung mit „Ecce lignum crucis“ (GL 308 Nr. ) die lateinische Variante.

Da war auch das schlampige Bild zweier Lektoren erträglicher. Während der eine sein Hemd leger aus der alten Jeans hängen lies, wirkte der silberbärtige Alte in seiner verbeulten Hose, kariertem Hemd und verschossenem Windblouson wie eine verwitterte Karikatur eines Arbeiterpriesters aus den 60ern.

Da es keine Predigt gab, in der priesterliche Weltverbesserer gerne zu Mülltrennung und Rettung der Wale aufrufen, gelang es, mir, der Liturgie gesammelt beizuwohnen.

Man ist ja genügsam geworden.

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Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
Dieser Beitrag wurde unter Neue "Messe", Postkatholische Restrukturierung veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Karfreitagsliturgie der diözesanen Ortspfarrei

  1. unigenita schreibt:

    Frankfurt Deutschordenskirche um 18h wäre noch eine Alternative gewesen… 😀

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  2. Willibald Reichert schreibt:

    Warum wird hier Werbung für UNICEF betrieben? Ist das Tun dieser UN-Organoisation hier noch nicht bekannt? Ich kann mich nur in höchstem Maße wundern, so etwas hier zu finden!

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