Gloria Global am 13. April 2017

Gloria.tv Nachrichten 

 

Bischof mit dogmatischen Problemen

Deutschland. Bischof Gebhard Fürst von Rottenburg-Stuttgart findet die Lehre des evangelischen Abendmahls diffus. Es bleibe offen, ob – Zitat – „Christus wirklich in Brot und Wein gegenwärtig“ sei. Mit dieser Formulierung repetiert Fürst die kirchlich verurteilte Impanationslehre. Katholiken glauben an die Wesensverwandlung des Brotes in den Leib Christi.

Kardinal Burke von jeder Aufgabe entbunden

Vatikan. Papst Franziskus hat seit dem Beginn der Krise im Malteserorden nicht mehr mit Kardinal Raymond Burke gesprochen. Das sagt der Kardinal vor „Infovaticana“. Auf eine Bitte um eine Audienz reagierte Franziskus nicht. Burke ist noch formal Patron des Malteserordens, aber faktisch ist er von jeder Aufgabe entbunden.

Vollständige Ausgabe: https://gloria.tv/video/4DCvVWsGnmEa436Qg1hpTK7Rz

 

Zwei Punkte möchte ich herausgreifen:

Nüchtern betrachtet hat Bischof Fürst damit wohl öffentlich kundgetan, dass er als Hirte versagt hat und vom katholischen Glauben abgefallen ist.

Wie im Post Merkel zückt im Wahlkampf ihre Allzweckwaffe bereits für den weltlichen Bereich angemerkt, fällt auch hier im kirchlichen die doppelbödige Vorgehensweise auf. Die Kulisse bleibt stehen, der Inhalt ändert sich. Ein Bischof äußert sich offen häretisch, bleibt aber wie selbstverständlich im Amt. Ein Kardinal bleibt formal Patron des Malteserordens, ist aber faktisch von jeder Aufgabe entbunden. Keine klare Entscheidung, welche ja Anknüpfungspunkt für fundierte Kritik, Ausgangspunkt einer Debatte wäre.

Ohne Entscheidung bleibt alles im diffusen Nebel, die problematischen Wendepunkte bleiben wenig greifbar. Sie werden öffentlich nicht als Problem thematisiert, aber jeder merkt es irgendwie. Hierarchische Strukturen erscheinen im Zwielicht, Zuständigkeiten verschwimmen. Ein Transformationsprozeß, welcher für Kritiker nicht dokumentierbar feststellbar ist, sondern sich meist nur unter der Hand schleichend vollzieht, braucht nicht gerechtfertigt, sondern kann jederzeit abgestritten werden. Entgegen stehende Argumente können jederzeit wahlweise als sog. „Fake-News“ oder krankhafte „Phobien“ bezeichnet werden…

 

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Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
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