Kontraste in Schwarz und Weiß (http://petrusbruderschaft.de/media/Infoblaetter/alte_Ausgaben/2017_04.pdf)

Informationsblatt

der Priesterbruderschaft St. Petrus

April 2017

Kontraste in Schwarz und Weiß

Junge Männer und die alte Liturgie – Niedere Weihen und Subdiakonatsweihe in Gestratz

MONIKA BERGER

Die Glückwünsche vor der Leichenhalle wollen nicht enden. Statt Trauer herrschen Freude und Dankbarkeit am Friedhof von Gestratz, der die Kirche umgibt. Auch Bischof Athanasius Schneider lächelt. Gerade hat er 23 Seminaristen in der 500 Jahre alten Kirche St. Gallus zu Ostiariern, Lektoren, Akolythen, Exorzisten oder Subdiakonen geweiht, nun plaudert er entspannt mit ihnen allen. Ein Ort der Kontraste ist das kleine Gestratz heute geworden: Es ist die kleinste Gemeinde im West-Allgäu mit nur 1.200 Einwohnern, doch jetzt haben sich um die 300 Menschen hier eingefunden.

Aus mindestens sieben Ländern sind sie angereist, aber verstehen alle dieselbe liturgische Sprache. Sie staunen über ihre Freunde, die das Zeug hätten für eine weltliche Karriere, ihr aber eine klare Absage erteilen. „Kein Handy, kein Radio, keinen Fernseher, kein Auto mehr, das Leben kann beginnen!“ Der Seminarist Bernhard hat nach seiner Bekehrung die Berufung zum Priester erkannt. Und seine Mutter kann aufatmen, wenn sie die Fortschritte beobachtet. Karriere? Die verläuft von oben nach unten, wie es Weihbischof Schneider in seiner Predigt heute angemahnt hat. „Der Priester ist der Diener aller! Kein Dienst ist zu gering für das Haus Gottes!“, hat er den Seminaristen zugerufen, als er über die einzelnen Weihestufen sprach. Der Lektor sei ein geist-licher Mensch, der das Wort Gottes, das er vorträgt, auch im Herzen bewahrt. Der Seminarist Christian ist einer der Weihekandidaten. „Du sollst ein guter Priester werden oder gar keiner!“, rät ihm seine Mutter. Sie ist dankbar, dass sie eine Grundlage hiefür gelegt hat und überzeugt, dass im Wigratzbader Seminar ein gutes Fundament dafür geboten wird.

Den 13 Kandidaten für die Zweite Niedere Weihe hat der Bischof ans Herz gelegt, sie mögen als Exorzisten zeigen, dass es Aufgabe der Kirche ist, die bösen Geister auszutreiben. Zu Akolythen geweiht, werden sie den bescheidenen Dienst des Ministranten ausüben: „Bescheiden, wie Jesus es war,“ hat Bischof Schneider betont. „Gut, dass er seinen Weg gefunden hat!“, lächelt Bernhards Mutter. Es macht ihr nichts aus, dass die Ausbildung sieben Jahre dauert. Viel wichtiger ist, dass ihr Sohn im Stand der Gnade lebt.

Die 7 Subdiakone genießen nach der Weiheliturgie mit ihren Eltern und Freunden die wärmende Frühlingssonne. Sie tragen zum ersten Mal das priesterliche Gewand: Tunicella und Manipel. Weihbischof Schneider selbst hat sie damit bekleidet. Bald lösen sich die Gruppen auf und mit ihnen die Kontraste, es geht wieder heim in den wohlgeordneten Rahmen des Seminars zu einem festlichen Mittagessen.

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Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
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