Neue Gewalt aus altem Islam I (die-neue-ordnung.de)

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Nr. 1/2017 Februar         71. Jahrgang

Hans-Peter Raddatz

Neue Gewalt aus altem Islam

Teil 1: Dimensionen der Massentäuschung im „Kulturdialog“

 

1. Die Wiedervereinigung des deutschen Radikalismus

Die letzten Beiträge des Verfassers zur ideologischen Dehumanisierung des historischen Humanismus sowie zur strikten Dekultivierung der europäischen Politik im Rahmen ihrer ruinösen Immigrationsstrategie, begleitet von einer systematischen Anpassung der EU-Staaten an die Imperative islamischer Dominanz (NO 3-6/16), haben entscheidende politreligiöse Randbedingungen ergeben. Sie erzwangen nicht weniger als eine graduell zunehmende Anpassung bzw. Löschung gewachsener Strukturen des Denkens, Lebens und Sprechens in Europa gemäß dem Islam als faktischer Leitkultur, zu der es erklärtermaßen „keine Alternative“ geben soll. Als besonders zielführend für diesen Weltbildwandel kommt der strukturelle Zug der Moderne zur totalitären Diktatur zum Vorschein, der nach der Französischen Revolution in den links-rechten Extremismen – mit der Sowjetunion einerseits sowie Nazi-Deutschland bzw. der DDR andererseits – voll durchbrach. Diese Entwicklung leitete nach dem Zweiten Weltkrieg in den dritten Gewaltschub über, in den Trend zum „multikulturellen“ Toleranzdiktat, das zu Lasten der indigenen Bevölkerungen die Förderung von Minderheiten betreibt und die Interessen des Islam diktatorisch privilegiert. Auch hier machten sich historisch gewachsene Faktoren geltend, vor allem der Euro-Orientalismus, der im 19. Jahrhundert den elitären Palastislam literarisch verklärte und mit der im 20. Jahrhundert wachsenden Import- und Finanzkraft rohstoffreicher Islamstaaten deren despotische Politsysteme „auf dem Weg in die Demokratie“ und später dort einen „Arabischen Frühling“ anbrechen sah. Mit zunehmenden Kontakten nahmen die Europäer den Orient zwar in einen differenzierteren Blick, gaben aber die ästhetische Überhöhung nie auf. In dieser Perspektive, die seither „jede Form der Wahrnehmung und Repräsentation dieses Orients mitbestimmt“ (Andrea Polaschegg), setzte sich Edward Saids (gest. 2003) ideologisch kodierter Orientalismus durch, der ihn auf einen eurozentrischen, zudem angeblich „haßerfüllten“ Umgang der Orientalisten mit dem Islam verengt. Den so erzwungenen Raum verband Said mit dem proislamischen WestTrend zu einem effizienten Konzept, das die Palästinenser mit dem islamischen Fundamentalismus gegen Israel in Stellung brachte und Islamanalysen als Antisemitismus auswies: „Sie waren lediglich die jüngsten Opfer eines tief verwurzelten Vorurteils gegen Araber, Islam und den Orient generell, ein derart systematisches und kompaktes Vorurteil, daß es die Bezeichnung als ‚Orientalismus‘ verdiente – die intellektuelle und moralische Entsprechung zum Antisemitismus“ (Martin Kramer, Ivory Towers on Sand, 28 – Washington D.C. 2002, Übersetzung v. Verfasser).

Vor diesem Hintergrund konzentrierte sich die EU auf die Islampolitik als erklärte Außenpolitik, auf die Kooperation mit dem arabischen Islam als Führungskraft der OIC (Organization of the Islamic Cooperation), die Ende 2005 in das verbindliche Manifest von Mekka mündete (vgl. Bat Ye’or, Europa und das kommende Kalifat, Berlin 2013). Dort wurde ein Zehnjahresplan (die schariatische Höchstdauer von Verträgen mit „Ungläubigen“) für die konzertierte Steigerung der Immigration, Moscheevernetzung, Islambildung und Medienpropaganda in Europa festgelegt, die mit der Flüchtlingsinvasion von 2015/16 einen vorläufigen Höhepunkt erreichte. Den islamischen Imperativen gemäß, die keine Grenzen ihres Dominanzanspruchs zulassen – speziell nicht in Bezug auf ihre Feindbilder der Juden und Christen – verschärfte sich während der Laufzeit des Mekkaplans der etablierte „Kulturdialog“ zu einer radikalen Propaganda. Sie wurde und wird praktiziert von Kadern wachsender Primitivität, die unter der primär von großen Konzernstiftungen gleichgeschalteten Führung staatlicher Institutionen – Parteien, Medien, Universitäten, Justiz – mit der Einschränkung der Meinungsfreiheit und Diffamierung kritischer Bürger den Weimarer Zeiten nicht unähnliche Zeichen der zivilisatorischen Dekadenz setzen. Natürlich gibt es in jedem Machtsystem neben den Profiteuren einen hinreichenden Betrag politkultureller Dilettanten und Opportunisten, die solche Einschätzungen – wie plausibel auch immer – einerseits als „Verschwörungsdenken“, zumindest als „Pessimismus“ abtun. Andererseits stehen sie unter dem Druck des evolutionären Gefälles zwischen Macht und Masse – theologisch der Hirten und Herde – das sie mit dem Glauben an die magisch erscheinende Amtsautorität den Herrschenden unterwirft, oder aber auch den Eifrigeren unter ihnen die Chance bietet, sich mit nützlichen Beiträgen am „Kulturdialog“ zu beteiligen. Aktuell wurden sie vom CDU-Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder bestätigt, der in der WELT (20.11.16) prägnant verkündete: „Wenn das Netz weiter so lügt, ist Schluß mit der Freiheit“. Hier wurde die Machtroutine der Täuschung deutlich, die deren Vertreter zur Projektion ihrer radikalen Verfaßtheit zwingt, vorliegend auf das Volk und speziell auf die Kritik im Netz, die dem Funktionär, stellvertretend für das Parteienkartell insgesamt, als Lüge, zumindest als „Hetze“ erschien. Dieser Fixierung folgend, sollen alle Diskussionsforen und sonstigen Einrichtungen, die vom Medienmonopol nicht gänzlich kontrolliert werden, speziell die Sozialen Netzwerke, zu „Haß-Plattformen“ erklärt werden, gegen die mit den „Mitteln der Rechtsordnung“ vorzugehen ist.

Mit Blick auf das sinkende Bildungsniveau der Propaganda-Kader läßt sich dies freilich nur noch mit diffamatorischen Sprachkeulen samt allmählicher Hinzunahme physischer Bedrohung bewerkstelligen, zumal die demokratischen Spielregeln längst, noch dazu unter Ägide des Bundesverfassungsgerichts, zugunsten der Leitkultur Islam außer Kraft gesetzt sind. Denn die „Rechtsordnung“, von der Kauder spricht, befindet sich seit Jahren in gradueller Auflösung in eine Art regulativen Steinbruchs, dem gestaltbare Interpretationen entnommen werden, um die Lebensverhältnisse an die Erfordernisse der Scharia anzugleichen. Immerhin hat das BVerfG schon mit dem „Kopftuchurteil“ vom 24.09.2003 nicht weniger als den Vorrang des Staates aufgegeben, indem es seither für den Muslim rechtens ist, „sein gesamtes Verhalten an den Lehren seines Glaubens auszurichten“. Das betrifft insbesondere seine „imperativen Glaubenssätze, die ein Verhalten als das zur Bewältigung einer Lebenslage richtige bestimmen“. Damit ist nicht nur die zentrale Forderung der Dhimma erfüllt, die Unterwerfung der „Schriftbesitzer“ (Juden und Christen) unter die Gesetzes- und Abgabenordnung des Islam, sondern der gesamte Staat zur Disposition gestellt. Denn die Scharia „umfaßt als unfehlbare Pflichtenlehre das gesamte religiöse, politische, soziale, häusliche und individuelle Leben der Bekenner des Islam in vollem Umfange ohne Einschränkung und das geduldeter Andersgläubiger insofern, daß ihre Lebensäußerungen dem Islam in keiner Weise hinderlich seien“ (Handwörterbuch des Islam, 674 – Leiden 1941). Die umfassenden, historisch bestätigten und einem erheblichen Teil der Öffentlichkeit als unüberbrückbar bekannten, politkulturellen Diskrepanzen zwischen Europa und Islam wurden in unzähligen Abläufen des „Kulturdialogs“ der letzten Jahrzehnte diskutiert, aber von den gleichgeschalteten Führungsebenen der maßgeblichen Institutionen allen Realitäten des aufkommenden Terrors zum Trotz proislamisch gedeutet und gegenüber der zwischen „Polemik“ und „Rassismus“ gewerteten Islam-Analyse aggressiv geleugnet. Hier war nicht die koranische Eliminationsideologie das Problem, sondern der kritische Teil der ansässigen Bevölkerung, der die Propaganda illusorischer Harmonie als Desinformation und die Toleranz als irreführendes Herrschaftsinstrument entlarvte, das sich gegen Besitz- und Existenzansprüche der demokratischen Bürger und Christen richtete und das Potential zu unaufhaltsamer Radikalisierung erkennbar werden ließ. Kauder führt wie alle Abteilungen des Parteienkartells (SPD, Grüne, FDP, Linke) mit seiner Fraktion kaum mehr als eine „Nickmaschine“ an (Hanns-Herbert von Arnim), die mit den anderen Scheinparteien der Öffentlichkeit eine intakte Demokratie vorspielt, aber gemeinsam mit ihnen im Rahmen des Souveränitätstransfers an die EU den Staat auf die neue Machtergreifung vorbereitet. Da es „keine Alternative“ geben soll, bleibt abzuwarten, inwieweit sich die Alternative für Deutschland (AfD) mit einem pseudokritischen Islam- und Eurokonzept der Dominanz der „Neuen Weltordnung“ unter Ägide der USA und der globalen Organisationen entziehen kann.

Sie geben seit Jahrzehnten die Islamdeutung vor, die sich in den vereinheitlichten Sprachregelungen der Parteienkartelle in den EU-Staaten, insbesondere nach Terroranschlägen, nachvollziehen läßt. So auch nach dem Mega-Attentat des ISIS auf die Pariser Konzerthalle Bataclan im November 2015, als Kauders SPD-Pendant Thomas Oppermann kategorisch entschied: „Die ISIS-Kämpfer sind keine Muslime“. Abgesehen davon, daß sich Variationen dieses Dekrets in der Medien-Kakophonie fortsetzten, machte die gespenstische Aussage deutlich, daß die Akteure weder über irgendeine Deutungshoheit, noch Handlungsinitiative verfügen. Nach 40 Jahren „Kulturdialog“ sind sie zu realitätsfernen Sprechautomaten reduziert, die islamische Vorgaben vollstrecken und im Rahmen der „Religionsfreiheit“ keine Möglichkeit haben, mit der Koranwelt des Folterns, Hängens, Kreuzigens, Vergewaltigens, Verstümmelns, Köpfens etc. etc. angemessen umzugehen. Daß zu einer echten Alternative ganz andere Kaliber erforderlich sind, macht Wolfgang Ockenfels deutlich, der im Editorial der letzten Ausgabe dieser Zeitschrift (6/16) nach 50jähriger Zugehörigkeit zur CDU mit der heuchlerischen Performanz seiner Partei sowie der obsessiven Angstpolitik des Parteienkartells, speziell der Grünen, rigoros abrechnet. Hier wird schließlich Angela Merkel selbst, die Vorsitzende der Partei und „Mutti der Nation“, zur problematischen Zentralfigur systembedingter Selbstentblößung. Denn sie versucht, auf der „Blockflöte“ ihrer DDR-Kultivierung in angeblichen „Sorgen vor dem Islam“ zwischen Zynismus und Groteske dissonierende Schalmeienklänge „christlicher Traditionspflege“ zu verbreiten, ohne sich im mindesten um das fundamentum in re (Thomas von Aquin), die christliche Tradition menschenbezogenen Denkens und die anderslautende Realität – Bürgerferne, Rechtsspaltung, Armut, Terror – zu scheren. Solch „religiöse Musikalität“ spielt das Lied der herrschenden Verhältnisse und ist Musik in den Ohren der Staats-, Bürger-, Christen- und Judenfeinde in den organisierten Machtorden der „Weltgemeinschaft“, denen die Vorsitzende ihren erstaunlichen Aufstieg verdankt. Da Ähnliches auch auf führende Kreise der Kirche zutrifft, unterscheidet sich ihre „Religiosität“ kaum von derjenigen, die im Vatikan inzwischen zu einem weitaus fundamentaleren Verlust des fundamentum in re geführt hat. Wie berichtet, sucht man hier sogar weltgeschichtlich relevante Gegensätze wie die zwischen Gott und Allah, Bibel und Koran, Mission und Djihad zum Verschwinden zu bringen, wobei sich das fundamentum in mente, die Basis von Geist und Seele, Vernunft und Verstand, Gedächtnis und Gewissen, also die altkulturelle Existenz an sich, verflüchtigen und Platz für Inhumanes, zum Beispiel das strikte Schweigen über den historischen Christengenozid im Orient schaffen muß. Um so mehr beeindruckt die Offenheit, mit der Protagonisten in Rom bekennen, „kein Gewissen“, zumindest nicht das der jesuanischen Art zu haben, auf das der Kirchenstifter sie verpflichtet. Auch hier bieten sich Naivität, Anpassung und Zynismus an, wenn es „interreligiös“ egal ist, ob Musliminnen Verhüllungen oder Christen Kreuze tragen, und der Libanon, den der Islamterror seit den 1980er Jahren zerbombte und die Christen rigoros dezimierte, als Hort „friedlichen Zusammenlebens“ von Christen und Muslimen gelten soll.

Insofern erscheint es ganz natürlich, daß die Vorsitzende 2015 unter der Rubrik „Immigration ohne Begrenzung“ den invasorischen Zwangsimport von inzwischen fast zwei Millionen Muslimen anordnete, die als „syrische Flüchtlinge“ ausgegeben wurden, aber vorwiegend aus Männern der jüngeren Generation aus Nordafrika bestanden bzw. bestehen. Sie kommen mehrheitlich (etwa 70 Prozent) ohne Pässe an und brauchen sich, wie der so krasse wie bürokratisch begünstigte und medial übertünchte Anstieg schwerer Straftaten zeigt, um die „Rechtsordnung“ nicht zu kümmern. Ohnehin ist dem Muslim verfassungsgerichtlich zugesagt, „sein gesamtes Verhalten an den Lehren seines Glaubens auszurichten“, wobei die Lebensregeln geduldeter Andersgläubiger dem Islam in keiner Weise hinderlich“ sein sollen (s.o.). Nach den ersten Terroranschlägen kam dies Ende 2016 im Lastwagenangriff auf den Berliner Weihnachtsmarkt besonders deutlich zum Ausdruck, dessen muslimischer Täter zwischen 14 (in Worten: vierzehn) Identitäten wählen konnte, zuvor jahrelang in Italien inhaftiert war und in Deutschland von den sogenannten „Sicherheitsbehörden“ über ein halbes Jahr „beobachtet“ wurde, angeblich ohne beweiserhebliche Ergebnisse ermittelt zu haben. Oberflächlich erscheint es als Inkompetenz oder Zeitverschwendung, wenn wenig oder nichts ermittelt wird; im Sinne des angestrebten Staatsruins erweist es sich indes als verdeckte Kompetenz, wenn die „Sicherheitsbehörden“ ihre Zielpersonen ergebnislos „beobachten“ und ihnen den Freiraum schaffen, sich sorgfältig zu organisieren und im Verlauf ermuntert sehen, zur islamgerechten Vorbereitung von Attentaten und Raubzügen überzugehen. Vor dem Hintergrund staatsschädlicher und (alt)kulturfeindlicher Effizienz, die nach den bisher vorgelegten Analysen als systemgerechter Wille der Euro-Eliten im Rahmen eines langfristigen Weltwandels zu unterstellen ist, muß Angela Merkels gewalthaltiger Immigrationsschub als Maßnahme von historischem Format gesehen werden. Abgesehen davon, daß ihr Realitätsverlust und Zynismus bestätigt, sich in einer Spätphase nicht nur der eigenen Funktion, sondern der Herrschaftsperiode überhaupt zu befinden, legt die Monstrosität der nun erneut ins Totalitäre weisenden Machtkonzentration nahe, auch die Dimension des Erklärungsmodells auszuweiten. Die Tragweite ihres Beispiels, in dem sich Utopie und Realität mischen, regt dazu an, in diesem ersten Teil des Beitrags eine intensivierte Interpretation des Machtbegriffs an sich, der Dominanz der Wenigen über die Vielen vorzustellen und in deren Rahmen zu prüfen, inwieweit sich die Propaganda-Kader und Ideengeber des „Kulturdialogs“ in den Stiftungen und Think Tanks als antikulturelle Destrukteure bewähren. Insofern sie damit anschlußfähig für den modernetypischen Extremismus werden, bestätigen sie sich als kompetente Akteure, die im der Öffentlichkeit weithin unzugänglichen Zusammenwirken von Pöbelavantgarden und akademischen Diskursführern die Voraussetzung für die als „Toleranz“ ausgewiesene Aneignung islamischer Imperative und deren Gewaltpraktiken bilden.

Im zweiten Teil sind dann die Bedingungen freizulegen, die der Moderne mit Reformation, Wissenschaft, Technik, Sozialkybernetik und Orientalismus epochale Impulse als kulturfeindlicher Kraft verliehen, die den Menschen unter den Schraubstockdruck existentieller Reduzierung setzt. So wie der Humanismus den immer „neueren“ Menschen zu schaffen suchte, so besteht die Lebensmitte der abendländischen Moderne in der machtschaffenden Mechanik des Subjektivismus. Ausgehend von der Antike, wurde er durch das fundamentum in re der christlichen Scholastik (s.o.) letztmalig humanisiert und zugleich vom Islam irreversibel zu Grabe getragen, bevor er etwa ab 1500 mit Wissenschaft, Industrialisierung und Technik den westlichen Zivilisationstrend mit globalem Expansionspotential in Gang setzte. Während Philosophie, Natur- und Humanwissenschaften in die Ideologien der wesentlichen Ismen ausfächerten – Humanismus, Liberalismus, Sozialismus, Materialismus, Idealismus, Kapitalismus, (De)Konstruktivismus – machte sich eine ab dem 18. Jahrhundert zunehmende Dehumanisierung geltend, die sich wesentlich auch am Orient bediente – primär am Islam, sekundär am Buddhismus. Daraus ergeben sich plausible Parallelen, die mit der digitalen Funktionsvernetzung der globalen Kommunikation und der ichfeindlichen Orthodoxie des Islam auf eine biotechnische Klonierung der Zukunftsgesellschaft hinauslaufen können (s.u.). Hier profitiert speziell Allah, der sich als „bester Täuscher und schnellster Rechner“ (Koran) und Kontrolleur des Sexualimperativs (NO 6/16) irreversibel etabliert hat. So findet er in den Führungsebenen der EU und USA sowie der Universitäten, Kirchen und Konzerne prominente Gefolgsleute, die sich als „Weltgemeinschaft“ auf der Basis einer rassistischen Elitenideologie aus Geldnormierung, Salonsozialismus und esoterischer Bruderschaft verstehen. Deren Destruktionspotential erscheint in der Literatur oft als Kette von Kulturbrüchen, die mit dem Übergang vom individuell-konstruktiven Baumprinzip zum kollektivparasitären Pilzprinzip zu vergleichen ist. Dieser Prozeß verleibt sich den Katalysator der islamischen Spaltwirkung ein und bezieht aus den Strukturbrüchen eine geld- und gewalthaltige Energie, die sich in der Phase digitalisierter Konsum-, Finanz- und Gentechnik im inhumanen Zerfall von Information zu Entropie, d.h. in Bürgerkrieg, Umweltzerstörung und Müll ausdrückt. Dafür spricht u.a. auch das Verschwinden der Mimesis im 19. Jahrhundert, des aktiven Bewußtseins für die machtbildenden Fertigkeiten der Repräsentation, Nachahmung und Täuschung. Deren Deaktivierung begünstigt den technikbedingten Denk- und Sprachschwund und mit ihm die Fixierung auf permanent schrumpfende Sachzonen und Zeitphasen, die mit der sozialkybernetischen Zersplitterung des Denkens die Dekonstruktion des Menschlichen antreibt – Thema des zweiten Teils.

2. Frauen an die Islamfront!

Damit kommen wir auf die Vorsitzende zurück, die für sich in Anspruch nehmen kann, in Relation zur Zeit nicht nur die größte Menschenmasse bewegt zu haben, die je nach Europa gepumpt wurde, sondern diese Maßnahme auch mit vorläufig unübertroffener Menschenverachtung zu begleiten. Wohl wissend, mit der Muslim-Invasion in hohem Grade die Sicherheit des Landes zu riskieren und speziell die Frauen massiv zu gefährden, bot sie in der Neujahrsansprache 2016/2017 ein Schulbeispiel elitärer Hybris: „Und – ja – es ist besonders bitter und widerwärtig, wenn Terroranschläge von Menschen begangen werden, die in unserem Land angeblich Schutz suchen. Die genau deshalb die Hilfsbereitschaft unseres Landes erlebt haben und diese nun mit ihren Taten verhöhnen. Wie sie auch diejenigen verhöhnen, die tatsächlich unseren Schutz brauchen und verdienen“. Dabei sieht sie „die schwerste Prüfung“ in dem von ihr selbst bewußt in Kauf genommenen islamischen Terrorismus, „der uns Deutsche mitten in unserem Land angriff“. Mithin gelingt der Vorsitzenden ein so maliziöses wie unerschöpfliches Füllhorn der Verhöhnung, das sie unter Beifall der Parteien, Medien und Stiftungen über die faktisch Schutzbedürftigen, die vergewaltigten Frauen, ausgeraubten Alten und verprügelten Jugendlichen des Landes ausgießt. Da die Propaganda-Kader auch die Kontrolle und Manipulation der herrschaftsrelevanten Statistiken und Umfragen ausüben, gibt es wenige realitätsnahe Zahlen, die nicht wahlweise zu Verschwörung, Islamophobie, Volksverhetzung oder einer Kombination derselben erklärt werden können.

Unter anderem gehört dazu die sorgfältige Erhebung, die der ehemalige Polizist Stefan Schubert unter Nutzung ansonsten nicht zugänglichen Amtsmaterials über die Kriminalität der „Flüchtlinge“ angestellt hat (No-Go-Areas – 2016). Danach lassen sich – neben der Dunkelziffer nicht zur Anzeige gelangender Übergriffe – nach Korrektur unterlassener bzw. gefälschter Definitionen und Zuordnungen von Immigranten, Asylbewerbern und Asylanten innerhalb eines Jahres 556.000 schwere Straftaten ermitteln, die die Kriminalität der „Flüchtlinge“ auf die immense, offenbar realistische, weil offiziell verschwiegene Rate um 50 Prozent bringen. Somit entfällt hier der in der „Kultur“-Propaganda übliche Einwand, dem zufolge „nicht alle“ Muslime Straftäter und/oder Terroristen sind. Denn es würde allzu deutlich, daß die unkontrollierte Zuwanderung bei ergebnisarmer „Beobachtung“ einen hohen Anteil von so religionsfreien wie schwerkriminellen „Intensivtätern“ begünstigt. Diese Politik des sozialen Kahlschlags setzt sich im Gesundheitsbereich fort, wo man die Leistungsverträge der Altbürger rabiat ausdünnt, um den „neuen Menschen“ der Euro-Zukunft eine beitragsfreie Rundum-Versorgung zu gewähren. Wenn Merkel fest entschlossen ist, „der Welt des Hasses der Terroristen unsere Mitmenschlichkeit und unseren Zusammenhalt entgegenzusetzen“, dann wiederholt sie nicht nur die psychische Projektion des Hasses der antikulturellen Leitideologie auf die Bevölkerung und „populistische“ Widerstände, sondern unterschlägt auch das eigentliche flächendeckende Erpressungspotential, das sie mit der hochkriminellen Muslim-Invasion schafft.

Insofern wird Verlaß auf das feste Versprechen sein, die Turbo-Immigration fortzusetzen, um „unsere Mitmenschlichkeit“ weiter demonstrieren zu können. Die bezieht sich zwanghaft auf die Heilsbringer aus dem Orient, deren Abschiebung neben dem Sexualimperativ das strikteste Tabu der laufenden Praxis und Propaganda bildet. Entsprechend unnachgiebig gestaltet sich die politische, finanzielle und kulturelle Enteignung der Einheimischen, die sie auch „die hier länger Lebenden“ nennt, eine kryptische Umschreibung, die sich kraft elitären Rassismus‘ in Richtung der „hier zu lang Lebenden“ aufklären wird. Das Füllhorn der in der Euro-Islam-Allianz durchorganisierten Staatswandlung und Volksverdrängung darf „keine Grenzen“ zulassen, weil die Führungsklasse und ihre Propagandatroß ansonsten der ihnen leicht zuwachsenden Profite und Privilegien verlustig gingen. Seine Mühelosigkeit hat der hier aufscheinende Parasitismus mit den sogenannten „windfall profits“ gemeinsam, unter denen jene Kurssteigerungen und Manager-Gratifikationen zu verstehen sind, die sich aus den Routinen der Lohnkürzung, Personalentlastung und Produktionsverlagerung ergeben. Solcherart ideologisch und finanziell motiviert, verfestigt sich mit der politmedialen System-Propaganda auch der akademische Diskurs zu einer einträglichen Gebetsmühle, die als erste Priorität das Toleranzdogma mit weiter ansteigenden Leistungstransfers der „hier länger Lebenden“ an die Anhänger Allahs fortsetzt. Sie nährt eine wuchernde Bürokratie, die unter der Flagge der „Religionsfreiheit“ und höchstrichterlicher Obhut die europäische Zivilisation angreift und den demokratischen Rechtsstaat auflöst.

Nicht zufällig dient der Vorsitzenden das Bild des zerbombten Aleppo als pseudo-ästhetisches Vehikel für den Massenzuzug von „Flüchtlingen“, die mehrheitlich keine Syrer sind, wobei ihr ein groteskes Konzept von Staat und Gesellschaft vorschwebt. Darin steht das Trümmerfeld Aleppos, der einstigen Paradestadt Syriens, für die ruinenhafte Vision einer destruktiven Zukunft, die auf die Systemüberwindung, die Zerschlagung der bürgerlichen Altkultur verweist: „Das alles – es spiegelt sich wider in unserer Demokratie, in unserem Rechtsstaat, in unseren Werten“. Indem sie damit als Frau einen wichtigen Beitrag zur männlichen Konzentration von Macht leistet, die den epochalen Herrschaftstransfer in Europa bewerkstelligt, rückt Angela Merkel zu der erlesenen Riege weiblicher Gestalten auf, die aus Sicht der chauvinistischen Islam-Ideologie den Höchststatus erreichen, nämlich „männlicher als ein Mann“ zu sein, und sich mithin eignet, die Entwicklung Deutschlands zum islamischen Musterstaat zu vollenden (vgl. Raddatz, Allahs Schleier, 294ff. – München 2004). Diese Wertung geht auf die im muslimischen Langzeitgedächtnis höchst lebendige Rabi’a al-Adawiya (gest. 801) zurück, die zum Ruhme des Islam den perfekten Dienst am Mann propagierte und von der Orientalistin Annemarie Schimmel (gest. 2003) zur „Krone der Männer“ erhoben wurde (Meine Seele ist eine Frau, 32 – München 1995). Letztere, einstiges Protegé des Verfassungsjuristen und ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog (gest. 2017) und drei Jahrzehnte davor auch Lehrerin des Verfassers in islamischer Mystik und Esoterik, machte durch ihr Engagement für den radikalen Islam von sich reden, das ihr u.a. den Friedenspreis des deutschen Buchhandels (1995) mit Herzogs euphorischer Laudatio und den Ehrenvorsitz des Zentralrats der Muslime in Deutschland eintrug.

Ihr zufolge wandelte sich die Frau um so mehr zum Mann, je lückenloser ihr Gehorsam gegenüber Allahs Gesetz wurde und den Kreis zum Sexualimperativ schließen konnte (ebd., 17), eine schwierige Konstellation, die hier nicht weiter verfolgt werden kann. Sie ergibt sich aus einer radikalen Trennung der Geschlechter, der im Koran mythische Reste weiblicher Gottheiten entgegenstehen – letztlich die islamische Variante eines Prozesses, der historisch mit Hierodulen und Tempelhuren beginnt sowie „modern“ vorläufig mit Quotenfrauen und Politgroupies endet, die für die weibliche Verhüllung eintreten und zuweilen auch Ministerinnen hervorbringen, die mit dem Votum für den Genderismus ihre Weiblichkeit insgesamt entsorgen. Sie alle bestätigen die homophile Dominanz männlicher Macht, die im Zuge der radikalen Systemüberwindung die Prostitution mit Pornographie und Pädo-Pluralität in die erste Reihe der globalen Geschäftssegmente sowie das Multi-Muster-Modell Deutschland zum „Bordell Europas“ aufsteigen ließ.

3. Die Macht der Wenigen über die Vielen

Die Grundsätzlichkeit des vorstehend skizzierten Szenariums verweist auf einen anderen, umfassenderen Machtbegriff, als denjenigen, dem wir im akademischen Diskurs begegnen, wenn das Stichwort „Macht“ fällt. Hier greift man stereotyp auf Max Weber (gest. 1920) zurück, dessen Definition zum obligatorischen Bestand des kultur-„wissenschaftlichen“ Auswendiglernens gehört. Danach bedeutet Macht „jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen. Herrschaft soll heißen die Chance, für einen Befehl bestimmten Inhalts bei angebbaren Personen Gehorsam zu finden; Disziplin soll heißen, die Chance, kraft eingeübter Einstellung für einen Befehl prompten, automatischen und schematischen Gehorsam bei einer angebbaren Vielheit von Menschen zu finden …“ (Wirtschaft und Gesellschaft, 28f. – Tübingen 1980)

Hier wird deutlich, daß Macht und Herrschaft zwar zentrale Begriffe der Kultur- und Humanwissenschaften sind, aber nur zweckrational auf der ausführenden Ebene in den Blick kommen und auf eine Analyse der treibenden Kräfte verzichten – ein wichtiges Merkmal der Moderne, die auf die Destruktion der „alten“ Metaphysik samt deren Begriffen von Gut und Böse abzielt. So kann kaum überraschen, daß wie Kenneth Galbraith (gest. 2006) in seiner Anatomie der Macht hervorhebt, die Häufigkeit des Begriffes in keinem Verhältnis zur Klarheit seiner Bedeutung steht: „Das Wort Macht gehört zu der nicht allzu großen Zahl von Begriffen, die zwar häufig benutzt werden, bei denen aber nur ein geringes Bedürfnis besteht, darüber nachzudenken, was sie eigentlich bedeuten“. Der wesentliche Grund wurde im Beitrag zum Islam als Kulturdesign umrissen. Er besteht im Geistesgang der Ideengeschichte selbst, deren maßgebliche Köpfe Teil des Machtprozesses sind, ihn mit Letztbegründungen, Leitmotiven und Lenkbegriffen bestimmen und zwischen Theologie, Philosophie, Wissenschaft und Kunst die Herrschaftsinstrumente der Epochenwechsel entwickeln. Dessen können sie sich naturgemäß nicht in jeder Phase bewußt sein, weil sie selbst Ergebnis des Geschichtslaufs sind, der ihre Lebenszeit übersteigt. Seit Sokrates, Platon und Aristoteles prägen sie über zwei Jahrtausende lang die Realgeschichte zwischen Orient und Okzident, wobei im historischen Heer weitgehend anonymer Denker eine exklusive Minderheit die Wegmarken des Denkens setzt. Sie verfestigen sich zum Zitierbestand eines Geistesgangs, dessen intellektueller und kultureller Reichtum nicht unwesentlich im Juden- und Christentum wurzelt und mithin eine janusköpfige, beispielhaft im Vernunftbegriff Kants aufscheinende Struktur aufweist (Teil 2). Denn die Langfristigkeit des modernen Kulturkampfes bedingt den allmählichen Wandel früherer Ideengeber zu Negativgestalten, soweit sie – wie insbesondere René Descartes – im Verdacht stehen, mit der Parteinahme für den denkenden Menschen implizit auch das Christentum zu unterstützen (s.u.). So liefert der Zitierbestand eine informative Matrix, deren Exponenten den Fortschritt des Extremismus in dem Maße sichtbar machen, indem sie – ob Feind oder Freund – die kulturfeindliche Ideologie der antichristlichen Euro-Islam-Allianz prägen. Zusammen mit den politischen Machthabern ergeben sie die sichtbare Struktur eines evolutionären Prozesses, nämlich jenen Macht-Masse-Modus bzw. Hirte-Herde-Hebel, in dem die asymmetrische Normalverteilung der Macht als metakulturelles „Betriebssystem“ zum Ausdruck kommt, Als einzige, evolutionär gewachsene Gemeinsamkeit aller Kulturen bestätigt sich die Herrschaft der Wenigen über die Vielen, die sich ihrerseits nicht an das bindet, was sie dem Volk verordnet und im paradigmatischen Beispiel der Euro-Islam-Allianz zur Dauertäuschung verpflichtet ist, um effizient herrschen und die aktuelle Systemüberwindung leisten zu können. Bildlich läßt sich die asymmetrische Machtstruktur in der Glockenkurve der Normalverteilung darstellen, die eine um so dünnere Spitze ausweist, je härter der elitäre Machtdruck wird. Wenn also die Vordenker aller Zeiten, Schamanen, Priester, Chefideologen, Professoren, Spin Doctors sowie die Textmonteure, Scharlatane und Gurus in Humanwissenschaft, Medien und Entertainment ihr Werk verrichten, folgen sie alle derselben asymmetrischen Normalverteilung von Macht als Gesetz der Kulturevolution. Diese Struktur formiert sich in zeitunabhängiger Selbstähnlichkeit zum Steuerungsmuster, zum Attraktor der Systemanalyse als konstantes Bild des Eliten-Nutzens aus der Konformierung der Massenexistenz. Über die Herrschaftssysteme, die sich im historischen Geistesgang stabilisieren und modifizieren, erzeugt das systemische Machtgefälle zeitgerechte Eliten, die sich die Leistungskraft der Menschen zwar unter wechselnden Leitmotiven, aber praktisch und faktisch vergleichbar zunutze machen. Heute öffnen sie die Schichtenschere zwischen Pekuniat und Prekariat umso härter, je freier die Geldfunktion zum Zuge kommt, ebenfalls eine alte Dynamik, die nun Feudalismus und Sklaverei reaktiviert. Die Asymmetrie der Normalverteilung bedeutet die Kodierung des Machtoptimums, die das Dienstpotential der Masse mit zeitgerechten Gottesbildern und Lenkbegriffen, heute als „wohlverstandenes Interesse“, nutzt. Mit anderen Worten: Je freier die Wenigen, desto gleicher die Vielen.

Diese Konstellation profitiert von einem ebenso verwurzelten Immunschutz, vom Massendrang zu Bewunderung und Verehrung der Führer, der nur nach längerer mentaler und finanzieller Überlastung in Konflikte überleitet, sich aber im Vorfeld mit elektronischen Varianten der „Geniereligion“ (Edgar Zilsel), der Fixierung auf Konsum und Entertainment, entspannen läßt. Mit der Pluralisierung vervielfältigen sich auch derlei fetischhafte Ersatzreligionen, die durch digitalisierte Medien den Drang des modernen Menschen zu demütigem Konformismus verstärken, aber ihn zugleich durch Bildungsverfall und Realitätsverlust unberechenbar machen (Ludwig Pongratz). Um so aktueller wird die Möglichkeit der Verlagerung der Revolte nach innen, die gemäß moderner Extremismus-Tendenz in verschärfte Maßnahmen gegen die Bevölkerung umschlagen kann und sich in der systemgerechten, von Edgar Zilsel angesagten „fanatischen Intoleranz“ der Trendführer abzeichnet (Die Geniereligion, 124 – Frankfurt 1990). Mit Blick auf die Anpassung an die Imperative des Islam scheint die politmediale Klasse eine weitere totalitäre Phase einzuläuten, die sich nicht nur in der proislamischen Dauertäuschung mit den aktuellen Selbsterhöhungen und Demutforderungen im Kauder-Merkel-Stil ankündigt, sondern längst auch im Trend zur Enteignung des Altvolks sowie zur Fälschung von Wahlergebnissen und zentralen Statistiken erkennbar wird (s.o.). Unter diesen Umständen müssen die von den Propaganda-Experten gepredigten „Gemeinsamkeiten der beiden Kulturen“ besonders sorgfältig auf das Eliteninteresse geprüft werden. Im Rahmen der machttechnischen Asymmetrie liegt dies zunächst im Vertrauen auf das Geld, dessen nivellierende Wirkung den Gehorsam gegenüber völlig unterschiedlichen Gottesbegriffen sichert. Im Ablaß-System des alten Glaubens ließ sich die „Sünde“, der Ungehorsam gegen den alten Gott, mit Geld ausgleichen, während der Gläubige der neuen Konsumreligion dafür zahlt, daß er glauben darf. Hier kostet es etwas, daß er eben nicht sündigt, sondern Gehorsam gegen den neuen Gott übt, indem er dessen Produkte kauft. Zu ihnen gehören nicht nur die Angebote von Konsum und Entertainment, sondern wie oben ausgeführt, im erweiterten Sinne auch das Gesetz bzw. der „Frieden des Islam“. Den Aktivisten sichert das Lobbytum für Allahs Interessen Einkommen und Prestige, das sich im Wettbewerb um islamgerechte Nützlichkeit, wie Annemarie Schimmel und in ihrer Nachfolge auch Navid Kermani zeigt, mit renommierten Preisen steigern läßt.

Der raumzeitliche Blick auf Geschichte und Gegenwart bestätigt, daß sich das Dienstgefälle zwischen Elite und Masse seit unvordenklicher Zeit nicht verändert hat. Unbestritten lebten und leben alle Menschen in Gesellschaften und Kulturen, die von Anbeginn sich und die Natur als von Göttern geschaffen dachten, deren numinose Kräfte ihre Gesellungen und Sozialstrukturen allmächtig regierten. Das Numinose schien ihr Inneres mit Natur und Kosmos auf eine Weise zu verbinden, die über den Tag hinauswies und ein in den Orden der organisierten Esoterik bis heute gepflegtes mytho-magisches Denken nährte. Über lange Zeiträume stellte sich mit unfehlbarer Sicherheit heraus, daß es immer einige Wenige waren, die mit dieser überlegenen Kraft umgehen und den Vielen vermitteln, ihnen vermeintlich existentielle Sicherheit geben konnten, die sich allmählich auch aus dem Lauf der Gestirne ableiten ließ. Unausweichlich entstand jene systematisch ungleiche Schichtenschere zwischen den Wenigen, die Autorität hatten, weil sie die Macht deuten konnten bzw. sich den Anschein dazu gaben, und den Vielen, weil ihnen „keine Alternative“ blieb, sich der Ordnung der Wenigen zu fügen. In der Weltbewältigung der Naturvölker – der früheren „Primitiven“ – kommt diese Konstellation bis heute nachprüfbar zum Vorschein. Sie sehen die Natur als Teil der Gesellschaft und können daher die Kausalität der natürlichen Phänomene nur im Rahmen eines Vergeltungsdenkens verstehen, daß das Nichtverstandene auf Personen projiziert und über schamanische Riten der Geister- und Fetischbeschwörung entspannt. Ähnlich agieren die proislamischen Kader, die wir primitiv ohne Anführungszeichen nennen, weil ihr Reflex-„Denken“ keine Argumente, geschweige denn Reflexion kennt, sondern auf Diffamierung und Bedrohung widerständiger Personen sowie einen äußert beschränkten Wortschatz verwiesen ist.

Wie in Islam als Kulturdesign 2 erläutert, entsteht hier neben dem gemeinsamen jüdisch-christlichen Feindbild eine weitere Verbindung zum Islam, zu dem seit Muhammad die Geisterbeschwörung als integraler Teil der „Religion“ gehört. Dabei erleichtert die moderne Radikalität die Anpassung an das islamische Kausalitäts-„Konzept“, das Widerstände ebenfalls als existentielle Bedrohung versteht und mit Vergeltung verfolgt. Hier findet sich schließlich auch ein fundamentaler Unterschied zum trinitarischen Christentum, das mit Jesus die „Dämonen“, also den Geisterglauben, und den gnostischen Abgrund zwischen göttlicher und menschlicher Macht überwindet und mit dem „ersten Stein“ der Schuldzuweisung an die Herrschenden zum Stolperstein der Macht wird. Um so konsequenter verdichteten sich in der Moderne die Kräfte des Agnostizismus und Atheismus zu den christenfeindlichen Extremismen, die sich im radikalen „Kulturdialog“ fortsetzen und im Schulterschluß mit dem Islam die nächste Phase der totalitären Systemüberwindung, die Schaffung einer „neuen Welt“ unter gezielter Dezimierung des Juden- und Christentums betreiben.

In welcher Ausführung auch immer entwickeln Kulturen Daseinsformen, die unter Ägide ihrer Denker aus der Natur bestimmte Wertvorstellungen beziehen und in Machtstrukturen überleiten. Sie bringen kompatible Herrschafts- und Deutungseliten hervor, die ihren Einfluß über Gesetze, Wissenschaft, Kunst, Symbole, Diktate etc. geltend machen. Wie sich am Wechsel der Weltbilder und nicht vorhersagbarem Erfolg ihrer Vordenker ablesen läßt, kann Macht die kognitiven Bedürfnisstrukturen der Menschen und deren Entwicklung – auch bei strikter Gleichschaltung – nicht lückenlos kontrollieren, sondern „nur“ bis zum nächsten Phasenwechsel erfassen, wobei sich zwar die Führung, nicht aber das asymmetrische Muster ändert. So nimmt die radikale Moderne sie immer wieder mit ungeduldigen Revolutionären in den Griff, die sich als bessere Nachfolger des gnostischen Demiurgen verstehen, um mit „neuen Menschen“ dessen verfehlte Weltschöpfung zu überwinden und die Geschichte in Richtung der ersehnten Kollektivharmonie zu beschleunigen. Dabei können Lenin und andere eines nicht anerkennen, nämlich daß die „Relativität dieser Unerforschlichkeit auch eine Relativität der Bescheidung des Exegeten und Propheten“ ist (Sternberger, Grund und Abgrund der Macht, 167f. – Frankfurt 1964). Anders ausgedrückt: Das Entstehen von Weltbildern braucht Zeit, die sich indessen machttechnisch abkürzen läßt, wenn auch das Bewußtsein des Subjekts verkürzt, d.h. ideologisch besetzt bzw. in der globalen Vernetzung funktional reduziert und von seiner Individualität „entlastet“ wird, wenn sich also genau das vollzieht, was den euro-islamischen Wandel ermöglicht. Daß die Ungeduld der invasorischen Merkel-Doktrin leninistischer DDR-Kultivierung und die EU-Strukturen sowjetischen Vorlagen folgen, wird inzwischen kaum noch bestritten. Mithin müssen die „Verantwortlichen“ die Selbstbescheidung in Macht und Privilegien für einen fundamentalen Fehler halten, solange eine eher spaßfixierte als kritische Masse signalisiert, der passende Stoff für eine belastbare Willkommensgesellschaft zu sein. Vielleicht unfreiwillig teilt die Vorsitzende ihre Hybris mit Lenin, dem hochfahrenden Revolutionär, der sich zum bekannten Wort der „Nützlichen Idioten“ veranlaßt sah, zu jenen systemdienlichen Funktionsmodulen in Menschengestalt, die sich heute massenweise in den EU-Staaten beobachten lassen.

Sein Vordenker Trotzki (gest. 1941) ließ in der Tradition alchemistischer Machtesoterik keinen Zweifel an seinem Konzept der rabiaten Formung dieses Menschenmaterials, dem die sozialethische Keulenwirkung der aktuellen Immigranten-Invasion auf Staat, Recht und Gesellschaft fatal ähnelt: „Wenn die Menschheit die Kontrolle über die anarchischen Kräfte ihrer eigenen Gesellschaft gewonnen hat, wird sie sich selber im Mörser und der Retorte des Chemikers zugänglich werden. Das erste Mal wird sich die Menschheit selber als Rohmaterial oder höchstens als physisch und psychisch halbfertiges Produkt ansehen“ (Torsten Rüting, Pavlov und der Neue Mensch, 179f. – München 2002).

4. Was ist Macht?

Der sich seit der Aufklärung graduell verschärfende Konflikt der Moderne mit dem Christentum hat nicht nur mit der herkömmlichen Kleruskritik zu tun, sondern speist sich entscheidend aus der trinitarischen Metaphysik, die sich mit den jesuanischen Machtworten als bisher unüberwindliches Hindernis im Kampf um das menschliche Bewußtsein und die Würde der Person erwiesen hat. Der Verfasser hat daher die Beschränkung auf die politsoziale Bedeutung der jesuanischen Kernaussagen vorgeschlagen, weil es zum einen wenig sinnvoll erscheint, wie es vielfach versucht worden ist, den Kirchenfeinden mit theologischen, d.h. inkompatiblen Aspekten der Nächstenliebe, Auferstehung, Erlösung etc. begegnen zu wollen. Zum anderen erweist sich das politische Jesusbild als unmittelbar erfolgreich, weil es die zentralen Thesen des Gottmenschen sind, auf die der antichristliche Kulturkampf abzielt und mithin die Trinität als das tiefer liegende, weltpolitische Machtproblem bestätigt.

Wie oben erwähnt, ist mit Blick auf den zweiten Teil unserer Betrachtung betont zu wiederholen, daß es im einschlägigen, subjektivistischen Diskurs einzig und allein um die Destruktion des unabhängigen Denkens und die Mechanisierung der menschlichen Existenz geht, also um nichts anderes als die Optimierung elitärer Herrschaftspotentiale. Eben die werden durch den politischen Jesuskomplex blockiert, der sich wesentlich zusammensetzt aus 1. Schuldzuweisung an die Macht, 2. Aufwertung der Frau und der Individualität, 3. Abwertung des Geldes und blinden Gehorsams. Leicht erkennbar werfen diese Kernbedingungen erheblichen Sand ins Getriebe des Macht-Masse-Modus und behindern speziell den Hirten-Herde-Hebel. Denn der Amtsklerus unterschied sich in der Machtgeschichte nur wenig von den „Weltlichen“ und Nichtchristen, paktierte früh, d.h. schon vor einem Jahrtausend, mit den Muslimen, vertrat seine Legitimation oft mit unwürdiger Rabulistik und geriet mit unausweichlicher Logik ins primäre Fadenkreuz der Religionskritik. So tragisch diese Entwicklung für die Seelsorge sein mag, die ihren christlichen Dienst am Menschen versah, so sicher beweist sie die singuläre Sonderstellung des Jesus-Komplexes in der Geschichte, die unseren Machtbegriff entscheidend erweitert, um die monströse Dimension der laufenden Systemüberwindung angemessen erfassen zu können.

Allein schon die Umkehrung des Komplexes läßt diese Dimension hinreichend erkennbar werden: 1. Unschuld der Macht, 2. Abwertung der Frau und der Individualität, 3. Aufwertung des Geldes und blinden Gehorsams sind Kriterien, die sowohl mit dem islamischen Geltungsanspruch und mit der modernen Extremismus-Tradition kompatibel sind als auch die Bedingungen der antikulturellen Euro-Islam-Kader erfüllen. Auf dieser Basis läßt sich der metaphysische Machtbegriff, der zwischen Gott, Kosmos, Welt, Natur und Mensch schillert, so weit konkretisieren, daß er die humanwissenschaftlichen Sichtgrenzen überschreitet und die inhumane Dimension der Subjektivismus-Konstruktivismus-Ideologie transparent macht. Insgesamt ist Macht also das singuläre Phänomen, das die universale Eigenschaft hat, unvordenklich vor aller menschlichen Existenz zu stehen und doch in alle partikularen Bereiche einzugreifen. Mit einem Verbund aus Natur und Kultur, aus Sprache und Psyche besetzt Macht das Leben, Denken und Handeln aller Menschen und aller sozialer Ausdrucksformen apriorisch. Indem sie zeitlos und unhintergehbar präsent ist, wirkt Macht als eherne Funktion der menschlichen Potentiale, die unter der Asymmetrie des Elitenprivilegs das Humane für die Vielen verwirklichen soll, obwohl das Systeminteresse der Wenigen entgegengesetzt gepolt ist. Dieses Paradox löst der Jesus-Komplex auf, indem er die Gleichzeitigkeit von empirischem Anspruch auf Unschuld und metaphysischer Unausweichlichkeit der Schuld von Macht offenlegt. Die Transparenz entsteht durch die Folie der politischen Bedeutung, die Macht vom diffusen Phänomen zum konkreten Zustand wandelt, den man nachprüfen kann und den Zwang zur Täuschung entfallen läßt.

Die Mächtigen müssen sich rechtfertigen, weil sie die Ermächtigung durch eine unverfügbare Instanz beanspruchen, denn wenn sie den ersten Stein werfen, zumal auf die Frau, müssen sie schuldlos sein, eine Zumutung, die den Hirten-Herde-Hebel deutlich behindert. In einer fulminanten Philippika spricht der Gottmensch den Geistlichen das Recht auf Macht an sich ab, weil sie das Leben der Menschen überlasten, den Tempel zur Bereicherung mißbrauchen sowie ihre Heuchelei, Raublust und Ungesetzlichkeit perfide zu kaschieren trachten (Mt 23). So wird die Theodizee zur Homodizee, die die Geschichte der gottbezogenen Machtformen wiedergibt, derer sich die Kasten von Magiern, Priestern, Imamen etc. unentwegt bemächtigen. Jesuanische Gerechtigkeit bedeutet dagegen Verantwortung für herrschafts-bedingtes Unrecht, die Grenzen der elitären Freiheit und der Ausuferung von Macht akzeptiert. Wenngleich einerseits mißbraucht, hat sich der singuläre Gedanke der christlichen Zeitenwende als welthistorisch unüberwindliche Kraft bewiesen. Solange es Menschen gibt, besteht die metaphysische Möglichkeit fort, das jesuanisch emanzipierte Verhältnis von Gott und Mensch in einer bewußt humanen Weltgestaltung physisch zu verwirklichen – als politischer Sinn der Trinität. Wenn die römischen Führer zwischen diesem Konzept und dem Gegengott Allah und seinen antikulturellen Profiteuren keinen Unterschied entdecken (s.o.), so ist ihnen neben einigem anderen die Lektüre der Philippika Jesu zu empfehlen, die sie über ihre Verfaßtheit aufklärt und daran erinnert, in wessen Namen sie einst zu welchem Zweck geweiht wurden. Woher auch immer melden sich bereits erste Wirkungen an, denn aus ihrer Mitte ließen sich nachdenkliche Töne zwischen Trotz und Resignation vernehmen: „… Nicht ausgeschlossen, daß ich als derjenige in die Geschichte eingehen werde, der die katholische Kirche gespalten hat“ (Spiegel Online 23.12.16).

Dr. Hans-Peter Raddatz, Orientalist und Finanzanalytiker, ist Autor zahlreicher Bücher über die moderne Gesellschaft, die Funktionen der Globalisierung und den Dialog mit dem Islam.

 

Die Neue Ordnung ist eine seit 1946 erscheinende christliche Zeitschrift mit sechs Ausgaben pro Jahr. Chefredakteur ist der römisch-katholische Sozialethiker und Dominikaner Wolfgang Ockenfels und Herausgeber das Institut für Gesellschaftswissenschaften Walberberg, dessen Vorsitzender er ist.

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Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
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