Guerilla des Glaubens

Bereits der Hl. Paulus wählt zur Beschreibung des glaubenstreuen Christusjüngers einen martialischen Vergleich: „Zieht die Rüstung Gottes an, damit ihr den listigen Anschlägen des Teufels widerstehen könnt!“ (Eph 6,11ff.). Er definiert das Leben des Christen als Kampf: Denn wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen die Fürsten und Gewalten, gegen die Beherrscher dieser finsteren Welt, gegen die bösen Geister des himmlischen Bereichs.

Vermutlich hat Prof. Dr. Marius Reiser recht, wenn er in seinem empfehlenswerten Vortrag „Was geht uns die Apokalypse an?“ (gesehen auf k-tv) vermutet, das der moderne Christ dies wohl eher als „peinlich-militaristisch“ empfindet. Wohl aus diesem Grunde hat man, so vermutet Reiser, im neuen Gotteslob beim alten Kirchenlied „Mir nach, spricht Christus unser Held“ (Nr. 461) die Liedzeile

Fällt’s euch zu schwer? Ich geh voran,

ich steh euch an der Seite.

Ich kämpfe selbst, ich brech die Bahn,

bin alles in dem Streite.

Ein böser Knecht, der still kann stehn,

sieht er voran den Feldherrn gehn.

schlichtweg entfernt. Das neue Gotteslob atmet überhaupt einen seltsam indifferenten Geist, dies fängt bei den wahrhaft obskuren Symbolen an ((http://gotteslob.eu.dedi266.your-server.de/wp/kuenstlerische-ausgestaltung-des-neuen-gotteslob/) und hört bei genderpolitischen und ökumenistischen Textbereinigung noch nicht auf [hierzu ausführlich „Traditionalistisch“, „konservativ“ oder nur einfach … katholisch? Von der Mühe des Begriffes (7)] . Als Folge kann heute der Gottesdienstbesucher kaum noch ein Lied auswendig mitsingen.

Das Krieger-Bild des Hl. Paulus gilt halt vielen nicht mehr als „zeitgemäß“, Waffen, Kampf und Selbstzucht, dass stört die lauwarme Bequemlichkeit, in der sich viele Gemeinden doch so wohlig eingerichtet haben. Man stößt in Predigt und Fürbitten „mutig“ in das Horn der Herrschenden, fremden-euphorisch baut man an einem „Wir-haben-alle-denselben-Gott!“-Wolkenkuckucksheim und trennt brav den Müll. Man führt Dialoge, „couragierte“ Lai*inn*en vorweg, man spricht in der Kirche „interreligiöse Gebete“, gleichsam ein „Assisi-um-die-Ecke“.

Da kann der Hl. Paulus nur stören, wenn er im ersten Korintherbrief mahnt: “Ihr könnt nicht den Kelch des Herrn trinken und den Kelch der Dämonen. Ihr könnt nicht Gäste sein am Tisch des Herrn und am Tisch der Dämonen“ (10,21) oder „die Frauen sollen in den Versammlungen schweigen“ (14,34). Welch ein Affront gegen die engagierten Damen, die da beflissen um den Altar herumwuseln, jederzeit eingedenk der eigenen Wichtigkeit… Dabei hatte der Hl. Paulus ja durchaus seine „Dialogerfahrung“ in der damaligen Weltstadt Athen. In der Apostelgeschichte lesen wir (Kap. 17, Verse 16ff.), dass er in dieser „ganz in Abgötterei versunkenen“ (Apg., 17,16) Stadt nicht nur in Synagogen sprach, sondern auch auf dem Markt zu denen, die sich gerade dort einfanden (17,17). Nur war er halt nicht zeitgemäß mit denen „zusammen auf der Suche nach der Wahrheit“, sondern verkündete ihnen die Wahrheit: Jesus Christus. Und er hatte Erfolg, Dionysius als Mitglied des Areopags, eine Frau Damaris werden namentlich genannt. Die Spötter, die Salon-Plauderer kamen aber bezeichnenderweise über die Auferstehung Christi nicht hinweg – als Paulus diese ansprach, war plötzlich der „Dialog“ vorbei…

Bedient man sich des Soldatenbildes zur Charakterisierung gläubiger Generationen, wird man bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts (natürlich nur idealtypisch) an die wohlgedrillten Grenadiere der napoleonischen Zeit erinnert: gut ausgebildet, jeder steht wohlgeordnet und uniformiert auf seinem Platz in der Reihe. Weiß, was er zu tun und zu lassen hat, Unteroffiziere achten auf das richtige Verhalten des Einzelnen und korrigieren ihn falls erforderlich. Die Hierarchie funktioniert, Zugehörigkeit und Rang sind an der Uniform ablesbar. Der „örtliche Befehlshaber“ richtet sich nach den Anweisungen des „Hauptquartiers“ in Rom (Deserteure und Dummbolzen hat es allerdings zu allen Zeiten gegeben…).

All dieses existiert nicht mehr. Die kulturrevolutionäre „68er“-Bewegung hat die Strukturen welche für die Formung  einer Truppe erforderlich sind (um im Bild zu bleiben) in Kirche und Gesellschaft gezielt zerschlagen. Weder ist von einem den traditionellen Glauben weitergebenden Umfeld in der Ortspfarrei auszugehen, noch lebt die den Einzelnen umgebende Gesellschaft formgebend ihr Leben nach christlichen Maßstäben. Die Hierarchie ist über grundsätzliche Fragen tief gespalten, neben dem kirchlichen Innenraum existiert die (zwar nunmehr unbestritten katholische, aber doch „irgendwie irreguläre„) Priesterbruderschaft St. Pius X., an deren Rand ein amorpher „Widerstand“ und der unübersehbare sedisvakantistische Bereich.

Wer sein persönliches Leben stringent nach Glaubensgrundsätzen ausrichtet, gerät im Gegenteil in Pfarrgemeinde und im gesellschaftlichen Leben schnell ins Abseits, gilt als obskurer Sektierer oder gar militanter Fundamentalist. Nicht umsonst steht im Matthäus-Evangelium:

Denn ich bin gekommen, um den Sohn mit seinem Vater zu entzweien und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter; und die Hausgenossen eines Menschen werden seine Feinde sein. Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig.“ (Mt 10, 35 – 37)

Sowohl im politischen, als auch im medialen und kulturellen Bereich wird einer oberflächlichen „Selbstverwirklichung“ das Wort geredet, solange dies im präzise abgesteckten Rahmen verläuft.

In seinem lesenswerten Beitrag Conchita, Islam und die Homosexualisierung der Gesellschaft auf diesem Blog hat Mag. Christian Zeizt diese – von verborgener Hand sorgfältig choreographierte – Inszenierung beschrieben:

Bei all dem spielt die Farbe Gold eine dominierende und charakteristische Rolle. Goldene Krönchen und Accessoires jeder Art, Goldmasken, Goldfummel in allen Variationen und ubiquitärer Goldglitzer in Haaren und auf diversen Körperstellen finden sich keineswegs nur bei expliziten Tunten. In diesem Jahr war der Boden der für den „Life“-Ball adaptierten Räume des Rathauses mit Gold-Paneelen ausgelegt, und in der Fan-Zone des ESC am Rathausplatz prangte ein riesiger Gold-Globus.

Ist es abwegig zu mutmaßen, dass hier ein Tanz ums Goldene Kalb vollzogen wird?

Opulenz, Üppigkeit, Glanz und Glamour sowie unbegrenzter Materialeinsatz charakterisieren die Szene. An allen Ecken und auf allen Stiegen präsentieren sich maskenhaft grinsende und Bewunderung heischende Protagonisten und bieten sich als schrille Fotomotive an. Jeder ist ein Super-Star ganz ohne Leistung, ein Super-Talent ganz ohne Können, ohne Anstrengung.

Sexuelle Bezüge sind allgegenwärtig. Durch Andeutungen, Gesten, halfinalisierte und finalisierte Handlungen, durch Bekleidungen oder deren Fehlen, und durch entsprechende Kriegsbemalungen.

Die Gemeinschaft feiert sich im totalen Konsum, im grenzenlosen Verbrauch und in der ungehemmten Lust. „Her mit dem ganzen Leben!“ – Das ist es, was hier darunter verstanden wird.

Ein treffendes Bild der oberflächlichen Bussi-Bussi-Showbiz-Gesellschaft, medial gefeiert, obwohl niemand sagen könnte, warum. Die Grundlagen des christlichen Kriegers nach dem Bilde des Hl. Paulus, als da wären Selbstbeschränkung, Triebverzicht und Impulskontrolle werden heutzutage gezielt als krank definiert; wer diese vertritt, leidet dann angeblich unter Neurosen oder Pathologien, Phobien oder „hat ein Problem damit“ (bedeutet: das Problem hat derjenige, der auf Mißstände hinweist, nicht derjenige, welcher sie verursacht…). Die Mitteilung Pauli, „ich züchtige meinen Leib und bringe ihn in Dienstbarkeit„, ist derzeit wenig populär, ein Indiz für seine Richtigkeit.

Um den Soldaten-Vergleich weiter zu führen: Heute agieren glaubenstreue Gläubige eher wie Einzelkämpfer oder in kleinen Teams tief in Feindesland, bezüglich des Messbesuchs notgedrungen flexibel und mobil. Eine gewisse „Tarnung“ schadet nicht, denn sie gelten weniger als „reguläre Soldaten“ des Herrn, sondern eher als Guerillakämpfer, von Gesellschaft und Kirche fast geächtet, zumindest als verdächtige Fundamentalisten angesehen. Als Handlungsanweisung für die Glaubensguerilla kommt einem unwillkürlich Mt 10,16 („Seht, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe; seid daher klug wie die Schlangen und arglos wie die Tauben!“) in den Sinn, denn der Status der vaganten Gläubigen wird prekär und unsicher sein (Mt 10, 23: „Wenn man euch in der einen Stadt verfolgt, so flieht in eine andere“).

Überhaupt findet die zeitgenössische, heilsoptimistische „Wir-gehen-alle-zusammen-miteinander-gemeinsam-untergehakt-und-dialogisierend-dem-irdischen-Paradies-entgegen“-Propaganda zumindest im 10. Kapitel des Matthäusevangeliums keinen Rückhalt , liest man doch im 34. Vers: „Denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert“.

Die Lehren des Modernismus haben den kirchlichen Innenraum mit seinen Ordinariaten, Seminaren und diözesanen Strukturen vollständig besetzt, wer ihnen nicht folgt, wird nicht Priester und als Laie keinen Einfluß ausüben können. Die sog. „Neue Theologie“ (u.a. des – bislang unbestätigt – als Hochgradfreimaurer verdächtigten Pierre Teilhard de Chardin) hat die vorher theozentrische Kirche anthropozentrisch ausgerichtet und damit mit der Gegenwart, welche vom Logengeist dominiert wird, kompatibel gemacht (vgl. dazu grundlegend: Der Modernismus als Gefährdung des christlichen Glaubens“, 2004 erschienen im Stella Maris Verlag, von Pfarrer Walter Lang, hier: Seiten 110 ff.).

Die Spiritualität und Disziplin eines Kriegers Christi wird in der Kirche nicht mehr vorgelebt (a.a.O., Seiten 195ff.; lesenswert: https://traditionundglauben.wordpress.com/2017/01/25/pater-richard-g-cipolla-die-entmaennlichung-der-liturgie-im-novus-ordo/) vielmehr gilt das gesellschaftlich propagierte „Anything goes“ bereits kaum beschränkt auch in den kirchlichen Verlautbarungen.

Dabei stehen die Folgen dieses Wertewandels jedem, der sehen will, unmittelbar vor Augen. In unserer Gesellschaft „mit ihren zur Massenerscheinung gewordenen Neurosen“ ist „der entwurzelte Mensch ständig auf der Suche nach einer Stabilität nach dauernden Werten“, wie der österreichische Psychoanalytiker Igor A. Graf Caruso (https://de.wikipedia.org/wiki/Igor_Alexander_Caruso) bereits vor Jahrzehnten treffend feststellte (zit. nach Niedermeyer, Handbuch der speziellen Pastoralmedizin, Wien 1952, Bd. V, S. 183). „Aber atomisiert und in eine Welt geworfen, der die Kontinuität fehlt, ist ihm die Sensation zum einzigen Kriterium geworden und er verabsolutiert sie. Liebe, Gott scheinen ihm nicht mehr als abstrakte Werte. Er will erleben. (…) In dieser existentiellen Angst gibt es nur eine Planke der Rettung: Die Hierarchie der objektiven Werte“ (ebenda).

Die betont auch Agostino (Edoardo) Gemelli, italienischer Arzt und Psychologe (https://de.wikipedia.org/wiki/Agostino_Gemelli), wenn er sagt: „Um dagegen (lies: die Wechselfälle des Lebens) anzukämpfen, gibt es nur ein Mittel: Sich nicht fürchten vor Schmerzen, Krankheit und Tod. Die Prüfungen des Lebens werden nicht bestanden, indem man die Last der Verantwortung flieht … es ist nötig, die Gefahr zu lieben; zu erkennen, dass das Leben Wagnis ist, um an unser Ziel zu gelangen; nötig, die Sklaverei zu hassen, wenn wer immer unserer Freiheit ungerechte Bindungen auferlegen will; nötig, die Wahrheit zu lieben, die allein frei macht“ (a.a.O., S. 178).

Der zeitgenössische „Krieger“ muß daher seine Spiritualität selbst pflegen, an sich arbeiten, wenn er, wie Paulus ihn beauftragt, seine Rüstung anziehen will. Neben Messe und Katechese in den kirchlicherseits als „irregulär“ bezeichneten Priorate und Messzentren der Priesterbruderschaft St. Pius X. und versprengt existierenden Standorten der (bischöflicherseits zum größten Teil verschmähten) Priesterbruderschaft St. Petrus oder der SJM wird der Schwerpunkt des „Guerillakämpfers“ das private Selbststudium (empfehlenswert hier der Sarto-Verlag) und das intensive Gebetsleben sein. Letzteres besteht meist aus dem täglichen Rosenkranz, falls möglich komplettiert durch das Breviergebet und private Andachten und Meditationen. Die Tagzeiten des Breviers schulen die Selbstdisziplin und nähren den Glauben.

Die Kultivierung der Spiritualität geschieht in erster Linie durch die regelmäßige Reinigung und Neuausrichtung des geistigen „Kompaß“ durch das Bußsakrament. Die kritische Überprüfung des eigenen Handelns und ein gesundes Mißtrauen gegenüber den trügerischen Einflüsterungen des eigenen Egos, dubioser kirchlicher Würdenträger und vor allem der Gesellschaft gegenüber tragen zur Wachsamkeit und zur Selbstbeherrschung bei und hilft, sich im Alltag wieder neu auszurichten. Es gilt, glaubensfremden bis -feindlichen Impulsen zu widerstehen. Und als glaubensfremd bis -feindlich sollte erst einmal alles verdächtig sein, was nicht aus einer integeren Quelle kommt. Dafür muß der einzelne Gläubige die Fähigkeit trainieren, seine Emotionen, sein Verhalten und seine Wünsche zu kontrollieren – gerade, wenn akute Versuchungen oder Belohnungen ihm etwas anderes einflüstern wollen (vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Selbstregulation_(Psychologie)). Der Glaubens-„Einzelkämpfer“ im Feindesland muß selbst in der Lage sein, im Hinblick auf moralisch höherrangige Glaubensgüter kurzfristige Bedürfnisse oder Ad-hoc-Befriedigungen zurückzuweisen. Hier ist strikte Selbstkontrolle empfehlenswert, da sich die geistliche Lassez-fair-Einstellungen der meisten Pfarrer hier gefährlich auswirkt. Daher sollte der Beichtvater, am besten als Seelenführer, sorgfältig ausgewählt werden. Mit einem modernistisch geprägten „billigen Jakob„, der bis auf Völkermord und falsche Mülltrennung kaum mehr etwas als Sünde anerkennt, wird einem nicht gedient sein…

Auch der Medienkonsum sollte sorgfältig kontrolliert werden. Zum einen sollte man sich beherrschen, um der inneren Neigung der infantilen Neugier Herr zu werden. Rote „BREAKING NEWS!“-Laufbänder am unteren Bildschirmrand machen zu News-Junkies, unruhige Bilder mit (in der Regel völlig unmotivierter) dramatischer Hintergrundmusik machen nervös und fahrig. Innere Ruhe und Gelassenheit findet man eher durch den Rosenkranz, als durch die Mattscheibe. Zum anderen ist ausufernder TV-Konsum hinsichtlich der aufputschenden Wirkung von Gewalt nicht zu unterschätzen.

So oft wie möglich sollten sichtbare Zeichen gesetzt werden, als wichtigstes der Messbesuch, allein der Gnadenzufluss ist nicht zu überschätzen. Die Pflege des Gebetslebens im Alltag durch Rosenkranz und Brevier hilft zusätzlich, eine stärkende „Firewall“ gegen die „Trojaner“ aufzubauen, die via TV, Kino etc. in unser Denken eingeschleust werden (sollen). Rituale wie das Gebet vor dem Hausaltar oder ein Kreuzzeichen vor Wegekreuzen etc. vertiefen sich allmählich zu einer allgemeinen Lebenshaltung, Almosen entspringen zum einen der Liebe zum Nächsten als auch einer bewußten Geringschätzung des Götzen Mammon. Hier setzt man auch ein Zeichen gegen die gesellschaftliche Neigung, den Menschen zum Konsumidioten zu erziehen, dessen Horizont auf Geldverdienen zum Zwecke des Konsums begrenzt ist.

Der Verzicht wird beim einem Krieger, der „Herr über sich selbst“ ist und die Herrscherrolle nicht der Sünde überläßt, zur gefährlichen Waffe. Dies wurde früher „Abtötung“ genannt. Aktive innere und äußere Verzichtsleistungen ordnen beispielsweise das Triebleben in das eine Ganze des christlichen Lebens ein. Gegenwärtige und zukünftiger Fehler können so spürbar vermindert werden. Spiritualität, verbunden mit Opferbereitschaft schaffen auf nicht erklärbare Weise ein Gefühl der Geborgenheit und der Behaustheit, von einem unsichtbaren Strom getragen sieht man alles in der richtigen Relation, viele vormals unklare Zusammenhänge erhellen sich.

Durch Bußleistungen verzichtet der „Krieger“ auf (viele) materielle Güter, um die geistlichen Güter zu erringen. Man verzichtet auf sich selbst, nur um Gott zu besitzen. Nur um Frieden zu genießen, kämpft man. Bereits, wer Konsumverzicht übt, wird allerdings in unserer konsumfixierten Zeit schnell als Sonderling eingestuft.

Aber dies ist für christliche Krieger sowieso eine Art „Ritterschlag“.

 

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Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
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Eine Antwort zu Guerilla des Glaubens

  1. Marianne Lenz schreibt:

    Wunderbarer Artikel, kann ich alles nur unterstreichen, weil selbst erlebt und gnadenvoll bis zu den Piusbrüdern und dem Sartoverlag geführt worden.

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