Erster Abschnitt zur Serie „Natur und Geist im Entfaltungsprozess des Menschen“ – Der Anfang (von CHRISTA MEVES) („Der 13.“)

Römisch-Katholisch

33. Jg./ Nr. 2

13. Februar 2017

Preis: 2,8 Euro (A); 2,8 Euro (D); sfr 4 (CH)

 

Erster Abschnitt zur Serie „Natur und Geist im Entfaltungsprozess des Menschen“

Der Anfang

 

VON CHRISTA MEVES

Christa Meves, (Foto http://christa-meves.eu/s/img/emotionheader.jpg) die große deutsche Autorin schreibt für den „13.“. Sie ist die unermüdliche Künderin der Ereignisse, die aufgrund ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit die Dinge heraufziehen sah, die jetzt schon Wirklichkeit sind.

 

Es soll in dieser Serie der Versuch gemacht werden, die modernen Forschungsergebnisse über die seelische Entfaltung von Kindern derart zu referieren, dass daraus Schlüsse für eine seelische Gesundheit im Erwachsenenalter gezogen werden können. Denn dadurch ergibt sich gleichzeitig ein Erziehen nach dem Willen GOTTES: da er der große Kreator und Förderer des menschlichen Lebens ist. Diesen Zusammenhang herauszuarbeiten ist das Ziel dieser Serie.

Es ist mehr als sinnvoll, wenn Eltern ihr Kind nach dem Willen GOTTES erziehen; denn dann werden sie kraftvoll, klug und glücklich, dies bestätigen internationale Studien sogar auf dem Boden der neuen Hirnforschung. Nur, was ist der Wille GOTTES bei diesem Erziehen? Darüber sind traurigerweise nur wenige Eltern informiert. Deshalb soll in dieser Reihe im „13.“ vom Anfang der Entfaltung des Fötus im Mutterleib berichtet werden. Aber weil es so leichter ist, in diese Zusammenhänge hineinzuwachsen, soll als erstes einmal der Umgang mit dem bereits geborenen Kind den Anfang machen.

Ein Fernsehfilm

In einem Fernsehfilm wurde kürzlich ein junges Paar gezeigt. Es war erkennbar, dass die Geburt ihres Kindes unmittelbar bevorstand. Der junge Vater wurde gefragt, ob sie das Kind stillen wollten. Dieser antwortete, das hätten sie noch nicht so recht entschieden. Beides hätte ja Vor- und Nachteile. Bei der Flaschenfütterung könnte schließlich auch er oder sonst wer das Kind füttern. Doch am Gesichtsausdruck beider ließ sich ablesen, dass sie diesen Entschluss jetzt bereits für den richtigen hielten. Auf jeden Fall entspricht diese Antwort erstens den Erwartungen des Filmemachers und deutet zweitens auf eine Einstellung hin, die in unserer Gesellschaft bei solchen Fragen mehrheitlich vertreten wird nach dem Motto: Abgestillt wird die Mutter schneller frei vom Kind und kann bald wieder erwerbstätig sein. Doch längst weiß die neue Forschung: Einer optimalen Entfaltung zur seelischen Gesundheit im Erwachsenenalter entspricht das nicht und damit auch nicht dem Willen GOTTES.

Was aber ist dessen Wille? Das lässt sich leicht wissen, denn ER ist ein uns Liebender, ein dem Leben Verschriebener. Das zu erkennen, lässt sich aus dem jeweiligen Status des Kindes bei nachdenklicher Beobachtung sogar in Augenschein nehmen: Wenn man das Kind abgenabelt auf den Bauch der Mutter legt, beginnt es – obgleich es seinen Kopf noch gar nicht halten kann –, sich mit seinen sich abstoßenden Beinchen zur Brust hinzurobben und unverzüglich Saugbewegungen zu machen, nachdem es zur Quelle gefunden hat. Wenn ihm das mit ein wenig Nachhilfe von der Mutter voll gelungen ist, beginnt es unverzüglich zu saugen und die ersten Tropfen des Kolostrums, das zu fließen beginnt, zu ersaugen. Und laut schreiend fängt es an zu protestieren, wenn man es jetzt von der Mutter entfernt. Auf diese Weise wird der Mutter geradezu der richtige Weg zum Willen GOTTES gewiesen; denn dieser ist an den natürlichen, situationsbedingt einsetzenden Gegebenheiten zu erkennen!

Das Hormon Oxytocin

Heute können wir darüber hinaus sogar per Wissenschaft feststellen, dass aus jeder mütterlichen Brust die dem Kind persönlich zugedachte optimale Nahrung als das einzig Richtige bereitgestellt wird. Die Mutter ist also die ihrem Kind in dieser Situation zugedachte Person. Sie verfügt über die Nahrung und ist deswegen normalerweise in der Lage, sie dem Kind zur Verfügung zu stellen. Und das ist noch nicht einmal genug Hinweis auf den Willen GOTTES: Die neue Forschung hat erkundet, dass Mutter und Kind während des Geburtsvorganges ein allein dafür entwickeltes Hormon zur Verfügung gestellt bekommen, das Oxytocin.

Das Bindungshormon

Dieses wird bei beiden sogar in einer hohen Portion ausgeschüttet und hat die geradezu wunderbare Eigenschaft, all die bedrohlich schmerzhaften Prozesse der Geburt dennoch mit einer kraftvoll positiven Stimmung zu versehen. (Wissenschaftler hatten dieses Hormon 2004 an Katzen bestätigt.) Es gehört zu den sogenannten „Glückshormonen“ und wird auch mit Berechtigung das „Bindungshormon“ genannt; denn zusätzlich fand man heraus, dass Kinder, die in den ersten Monaten ihres Lebens natürlich gehalten werden, auch dadurch eine Bindung an die Person entwickeln, die ihnen so zum Lebenswachstum verhelfen soll.

Gottes „Vorschrift“

Auch hieran lässt sich also erkennen, wie GOTT die Entfaltung des einzelnen Menschen geplant hat. Diese geheime „Vorschrift“ unseres GOTTES enthält also im Grunde eine erhebliche Stringenz; denn ihre Nichtbeachtung kommt regelmäßig im Verhalten des Kindes zum Ausdruck. Es wird unruhig. Es fordert, ohne darüber ein Bewusstsein zu besitzen, man möge ihm zum Richtigen verhelfen, zumal in den eben beschriebenen Vorgängen die Hinweise GOTTES nicht etwa nur allein bestehen: In dem zum Leben erwachenden Kind reifen durch seine Erfahrungen im Gehirn weitere Möglichkeiten, zu seinen Lebensnotwendigkeiten zu kommen:

Die Mutter

So entsteht nach wenigen Wochen zum Beispiel der Gesichtssinn beim Kind und damit seine Möglichkeit, das Gesicht der Mutter zu fixieren. Das tut es dann zunächst geradezu vorrangig. Es starrt der Mutter ins Gesicht, wissen die Neurologen, in die Augen, aber auch zunehmend mehr auf den sprechenden Mund in dem Versuch, dieses Sprechen nachzuahmen. Und lustigerweise erhält die Mutter eine beglückende Rückmeldung, wenn sie sich diesem Bedürfnis des Kindes entsprechend verhält: Es erwidert mit leuchtenden Augen ihr Lächeln! Nehmen wir nun noch die Forschungsergebnisse hinzu, dass sich durch eine große Häufung des mütterlichen Ansprechens jetzt die Fülle des späteren Wortschatzes im Gehirn vorbereitet. So wird uns auf all diese Weise eindeutig vermittelt, was für das mütterliche Verhalten unumgänglich ist: die direkte Nähe zum Neugeborenen und die liebende, opferbereite Hingabe an das Kind mit ihrem ganzen Leib und ihrem liebenden Herzen! Das ist der Wille GOTTES. Und er ist erstaunlicherweise auch der Weg zu Ausgeglichenheit in der Stimmung, sowie zur Liebes- und Leistungsfähigkeit des Menschen im Erwachsenenalter. Und geradezu zwingend gilt es, darüber hinaus zu lernen, dass wir mit unseren Neugeborenen in den ersten drei Lebensjahren so natürlich umgehen müssen wie mit unseren Haustieren, weil GOTT den Menschen „aus Erde gemacht“ und das heißt, unseren Leib und seine Entfaltung den Naturgesetzen unterworfen hat – so lange, bis sich sein innerer Impuls, GOTTES Abbild zu werden, von sorgsamem Erziehen unterstützt, in ihm herauszubilden beginnt. Es ist mehr als eine menschliche Tragödie, dass in unserer Gesellschaft der Glaube, und damit das Hinaufhören zu GOTT so in Vergessenheit geraten ist, dass sogar der mütterliche Instinkt für ihr richtiges Verhalten mit dem Säugling oft gar nicht mehr gestellt wird, wie es das junge Paar am Anfang dieses Aufsatzes beweist.

Das Glück der Eltern

Aber im Grunde ist all das Unterlegt-Sein von GOTTES Willen bei Mutter und Säugling zumindest als Gefühl vorhanden. Und bei den meisten jungen Paaren kommt das immerhin auch heute noch in dem Augenblick zum Ausdruck, in dem sie zum ersten Mal ihr Baby in den Armen halten. Viele junge Eltern haben mir mittlerweile berichtet, dass sie vor Glück, mit einem Gefühl übermächtiger Hinwendung, diesen Augenblick als den schönsten ihres Lebens empfunden haben. Was für eine mächtige Verwirklichung des Willen GOTTES! So zeigt sich, dass es dem Schöpfer als Ziel mit seinem Geschöpf Mensch vor allem darauf ankommt, den Menschen durch die tiefe, hocherhobene Liebe der Eltern zum Lieben zu befähigen.

 

Helfen Sie mit, Fehlentwicklungen bei Kindern vorzubeugen. „Verantwortung für die Familie e.V.“ engagiert sich für die Zukunft unserer Kinder. http://www.vfa-ev.dehttp://www.christa-meves.de http://www.eccm.de Spendenkonto: Verantwortung für die Familie e.V Nr. 555-33, Sparkasse Uelzen, BLZ 25850110 IBAN: DE98 25850110 0000055533 BIC: NOLADE 21 UEL

 

Wir gratulieren!

Die Schriftstellerin Christa Meves feiert am 4. März 2017 den 92. Geburtstag. Auf Wikipedia findet man, dass sie mehr als 100 Bücher schrieb, die in 13 Sprachen übersetzt wurden. Welcher lebende deutschsprachige Schriftsteller/Dichter kann auch nur annähernd auf eine solche Wirkung verweisen? Viele Auszeichnungen hat die Jubilarin von der Kirche, vom Staat und von privaten Organisationen und Einrichtungen erhalten. Wir erinnern nur an den Gregoriusorden und an das Bundesverdienstkreuz. Wir danken für die vielen Beiträge, die die weit über Deutschland hinaus Bekannte all die Jahre völlig uneigennützig für den „13.“ schrieb.

Wir machen unsere Leser nur auf eine der vielen Initiativen von Frau Christa Meves aufmerksam, den Verein „Verantwortung für die Familie“.

Verehrte, liebe Frau Christa Meves! Ganz herzlich gratulieren wir! Geben Sie den Kampf, den Sie bisher gekämpft haben, nicht und niemals auf!

GOTT schütze Sie!

A. und F. Engelmann

 

Der 13.“ erscheint als Monatspublikation und bietet einen Überblick über das Geschehen in Kirche und Welt. Wenn Sie Probe-Exemplare bekommen möchten oder die Zeitung für 24 Euro im Jahr abonnieren möchten, schicken Sie eine E-Mail an office@der13.com.

Wir brauchen Ihre Mitarbeit! Informieren Sie uns über Veranstaltungen, schreiben Sie uns Leserbriefe, schicken Sie uns Zeitungsartikel, die die Kirche betreffen… Danke!

Tel.: +43 (0)7282/5797      Fax: +43 (0)7282/579713     Email: office@der13.com

Anschrift in Österreich: A-4115 Kleinzell 2

Anschrift in Deutschland:  94108 Wegscheid, Postfach 75

Die nächste Ausgabe der Zeitung „Der 13.“ wird voraussichtlich am 10. März 2017 gedruckt und in Österreich am gleichen Tag ausgeliefert.

Übrigens: Exemplare des „13.“ liegen ab jetzt am Schriftenstand der Kapelle St. Athanasius in Hattersheim bei Frankfurt aus.

Ein Besuch lohnt sich jetzt also doppelt… 😉

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Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
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