Beim Namen genannt: Jens Spahn (die-tagespost.de)

06. März 2017

Beim Namen genannt
Der CDU-Politiker Jens Spahn (36) würde gerne mit seinem Lebensgefährten Kinder adoptieren. „Ich denke, wir wären ihnen gute, verantwortungsvolle Eltern“, sagte er der „Bild am Sonntag“.

Vollständiger Artikel: https://www.die-tagespost.de/aus-aller-welt/aus-aller-welt/Beim-Namen-genannt;art309,176787

 

Bezüglich der privaten Adoptionswünsche von Herrn Spahn bleibt zu hoffen, dass die zuständigen Behörden die offenkundige Gefahr für das Wohl des Kindes, welches ohne Mutter aufwachsen müßte, real einschätzen – wenn die gesetzlichen Dämme absehbar brechen…

Abgesehen davon bleibt bemerkenswert, wie flinkzüngig die (in der Politik interessanterweise wie Pilze aus dem Boden schießende, siehe Ex-Reg.-BGM Wowereit, die OB’s von Mainz und Wiesbaden etc.) Homofraktion sich die – unter Frau Merkel ja weithin entkernten – Werte der CDU zunutze macht, sie mit zeitgeistigen Oberflächlichkeiten auffüllt und dies dann wie im Artikel dreist als „Grundwerte der Union“ und „Orientierung“ anpreist. Wer „Ehe für alle!“ fordert, sollte auch das Inzestverbot mit bedenken. Auch hier würden „zwei Menschen“, nämlich Blutsverwandte, „füreinander einstehen“ wollen. Wie sieht es zudem mit der „Kinder-Ehe“ aus? Geht man über die „zwei Menschen“ hinaus, kommt man zur Vielehe. Gehört dies für Herrn Spahn auch alles zu den angeblichen „Grundwerten der Union“? Oder sind diese Befürchtungen „auf eine falsche Art konservativ“?

Dass jemand wie Herr Spahn laut Artikel „inzwischen als Hoffnungsträger gilt“, ist korrekt und Warnzeichen zugleich. Zum einen hat Herr Spahn lediglich ein Jahr (2001/2002) als Bankkaufmann gearbeitet, um fortan segensreich im Bundestag zu wirken. Die reale Lebens- und Berufserfahrung dieses Berufspolitikers ist mithin überschaubar. Damit entsteht automatisch die Gefahr, ein vom Politikbetrieb abhängiger (und damit natürlich erpressbarer) Apparatschik zu werden – unabhängig von der politischen Ausrichtung.

Zum anderen wäre zu fragen, wer bei Herrn Spahn auf was hoffen darf. Bürgerlich-konservative Wählerschichten auf eine Reanimierung christlicher Grundhaltungen in der Union nach der desaströsen Merkel-“Ära“ oder eher karriereorientierte Funktionäre auf Parlamentsmandate und Kabinettssessel? Zumindest die Hoffnung der letzteren wäre mit einer „Jens-Spahn-CDU“ im heutigen sozio-kulturellen Mainstream wohlbegründet.

Advertisements

Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
Dieser Beitrag wurde unter Empfehlung kath. Medien, Gesellschaftsumgestaltung/Social Engineering, Globale System-Transformation, Katholischer Glaube abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Beim Namen genannt: Jens Spahn (die-tagespost.de)

  1. Severus schreibt:

    Voll auf den Punkt gebracht! Complimenti!

    Gefällt mir

  2. francomacorisano schreibt:

    Noch ist es Beschlusslage der CDU, dass homosexuelle Partnerschaften keine Kinder adoptieren können.
    Aber die Wehrpflicht, die friedliche Nutzung der Kernenergie, der Schutz der Grenzen, die Ablehnung der doppelten Staatsbürgerschaft, die Euro-Stabilitätskriterien und das Verbot ausländischer Staatsfinanzierung waren auch einmal Beschlusslage der CDU.
    Bis Angela Merkel kam…..!

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s