Gute Reden Seehofers – aber zuviel Gehorsam gegenüber Merkel?

Wer Kind und Familie in den Mittelpunkt seines persönlichen aber auch gesellschaftlichen Lebens stellt, tut gut daran.“

Herr Seehofer hat in der Tat die Schaffung einer „Nebenfamilie“ durch Zeugung eines außerehelichen Kindes „in den Mittelpunkt seines persönlichen (…) Lebens“ gestellt. Auch Frau Petry von der gelobten AfD machte im privaten Leben aus 2 Familien flugs 3 (präzise eine neue und 2 zerbrochene, aber wir wollen hier mal nicht kleinlich sein). Soviel nur zur Erinnerung bezüglich der moralischen Qualifikation unseres Spitzenpersonals.

Man mag dies meinetwegen als engstirniges Genörgel verschrobener Moralapostel abtun, welche „das große Ganze“ und die Schicksalshaftigkeit der gegenwärtigen Lage nicht zu erkennen vermögen. Oder es in dieser Frage doch besser mit den Amerikanern halten: Wenn schon der eigene Ehepartner der Person nicht trauen konnte, wieso sollte ich ihr als Wähler vertrauen? Zum oft gehörten Replik, nur die Politik sei da zu beurteilen, das Privatleben habe nicht zu interessieren: Sprechen wir hier über Schauspieler, deren Interpretation ihrer Rolle bewertet wird oder über Politiker, die ja hoffentlich nicht schizophren sind?

Conservo

(www.conservo.wordpress.com)

seehoferVon Klaus Hildebrandt *)

Offener Brief an Horst Seehofer

Zu: Politischer Aschermittwoch; Horst Seehofer plädiert für die „klassische“ Familie und das Kind; Bravo!

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Horst Seehofer,

wenn überhaupt zwei Politiker noch die Sprache des Volkes verstehen und sprechen, dann sind es Wolfgang Bosbach und Sie, aber ganz ohne Zweifel auch die AfD, an der Sie am verg. Mittwoch leider wiedermal kein gutes Haar dran ließen. Es ist Wahlkampf, warum jede Aussage noch so namhafter Politiker und rivalisierenden Parteien mit allergrößter Vorsicht und Skepsis zu bewerten ist. In Deutschland gibt es immer noch jede Menge Gutmenschen, die für dieses Taktieren sogar Verständnis haben, und genau das sind diejenigen, die durch ihre eigene Passivität, ihre Desinteresse an Politik und falschen Toleranz letztendlich den Weg in den heutigen Schlamassel ebneten. „Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“, ihr Zitat! Könnte ich mein berufliches Leben heute neu beginnen, dann…

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Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
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