„christifideles vagantes“ – das „Modell der Zukunft“?

Über die Zukunft der Kirche und vor allem über bürokratische Strukturänderungen haben sich die Liturgiebürokraten der Ordinariate samt extern beauftragter Struktur-, Zukunfts- und sonstiger „Forscher“ bereits trefflich gemutmaßt. Größere „Pastoralräume“, „Teams“ und „Moderatoren“ für zusammenphantasierte “Gläubigen-Milieus“ – wie schön, dass so viele wohlklingende Worthülsen auf den Powerpoint-Folien standen. Weniger schön, dass sich die teuer finanzierte Kaffeesatzleserei nun plötzlich als vergebens (aber wahrlich nicht umsonst…) rausstellt: Seit dem die „dubia“in der Welt sind, gibt es andere Perspektiven für den Gläubigen, als vom weiblichen Pfarrerersatz müde gequasselt zu werden, wenn man eigentlich nur einen Rosenkranz segnen lassen wollte („Also, das wollen Sie doch eigentlich gar nicht wirklich, glauben Sie mir das mal. Als studierte Theologin sag ich Ihnen mal, was Sie wirklich wollen, nämlich…“).

Die Schar der katholischen Gläubigen, die Angesichts zum einen der persönlichen Harlekinaden, oberflächlichen Inszenierungen des Papstes irritiert bis angewidert und zum anderen vom atemberaubendem Tempo des Zerfalls der katholischen Morallehre und kirchlichen Denkens schockiert wird, zerfällt – grob eingeteilt – derzeit in drei Strömungen.

Zwei dieser Strömungen bestehen aus ernüchterten katholischen Konzilsbefürwortern, die dritte aus „konzilsabgeneigten“ Mehr-oder-weniger-Traditionalisten wie Priesterbruderschaft St. Pius X, dem „Widerstand“ und wohl auch etliche Angehörigen der Priesterbruderschaft St. Petrus, der SJM und anderer Ecclesia-Dei-Gemeinschaften. Auch die Tatsache, dass sich quasi neben dem amtierenden Papst sein Vorgänger in weißer Soutane gekleidet mit „Heiliger Vater“ anreden läßt und sein Sekretär über das „petrinische Amt“ als eine Art Teamaufgabe mit aktivem und kontemplativem Part philosophiert, trägt erheblich zur Verwirrung bei.

Wobei natürlich Begriffe wie „Konzilsbefürworter“ oder „konzilsabgeneigt“ selbst nur grobe Richtungen vorgeben. Die Konzilskonstitution über die heilige Liturgie „Sacrosanctum Concilium“ geht ja selbst von der regelhaft zu gebrauchenden lateinischen Kultsprache aus, in ihr ist weder etwas von der „Umgestaltung“ des Kirchenraums mit Volksaltar, herausgeworfener Kommunionbank etc. samt Mundkommunion und regelhaft in Landessprache gehaltenem Gottesdienst zu finden. Dies alles ist, wie bereits Kardinal Ratzinger 1998 klarstellte, „aus Geist und Buchstaben des Konzils keineswegs abzuleiten“ (Hitchcock, James: Kontinuität und Bruch in der Liturgie, in: Hauke, Manfred (Hrsg.) Papst Benedikt XVI. und die Liturgie, 2014, Seite 87). Und in den Konzilsdokumenten findet sich etliches, was zutiefst katholisch ist, mithin wird man niemanden finden, der „das Konzil“ in toto annimmt oder ablehnt, man hat immer Einzelheiten im Blick. Der Begriff vermag aber zumindest als Richtungsanzeiger von der theozentrisch zur nun mehr anthropozentrisch ausgerichteten Kirche zu taugen und wird in der Regel sowohl von Konzilsbefürwortern als auch -gegnern so verstanden.

Die beiden konservativen Strömungen der Konzilsbefürworter sind derzeit noch nicht organisatorisch ausgeprägt. Die eine, in ihrem Protest gegen Amtsführung und Lehre des Papstes fortgeschrittene, wird wohl medial vom Gesicht Kardinal Burkes geprägt, der mit weiteren 3 Kardinälen die dubia formulierte. Wären die Kategorien weltlicher Politik auf die Kirche anwendbar, so könnte man in ihm eine Art konservativen „Oppositionsführer“ gegen einen ultraprogressistischen Pontifex und die von ihm betriebene schleichende Umgestaltung der Kirche sehen. Hier sammeln sich die „Konservativen“, die brav die oben skizzierte „Umgestaltung“ mittrugen, an den nur pastoralen Charakter des II. Vatikanums glaubten, bei Mädchen als Meßdienerinnen und „Assisi“ zwar die Faust in der Tasche ballten, aber wenigstens bei der Morallehre von Johannes-Paul II. und Benedikt XVI. sicheren Boden fanden. Da dieser nun auch schwankt, geraten sie in Harnisch.

Die weitere Strömung ist in ihrer gedanklichen Konsequenz noch nicht so weit und wird (zumindest für mich) von Kardinal Müller verkörpert, der tradierte Werte und Auffassungen zunehmend verzweifelter mit den aktuellen Geschehnissen qua Amt „unter einen Hut“ bringen muß und dabei für unzählige Katholiken steht, die ernsthaft die Auffassung vertraten, wonach Papst Franziskus nahtlos die Linie seines Vorgängers fortsetze. Inwieweit man dies jetzt noch redlicher Weise vertreten kann, mag jeder für sich selbst beurteilen, jedenfalls wächst die Skepsis auch hier rasant an.

Die dritte Strömung stand der offiziellen Auslegung des Konzils immer ablehnend gegenüber und sieht im aktuellen Papst nur den Vollstrecker des in die Konzilstexte eingeschmuggelten häretischen Gedankengutes.

In den Grundzügen des sich bedrohlich abzeichnenden Szenarios sind sich die meisten Beobachter der Geschehnisse einig: Sollte Kardinal Burke die formelle „correctio fraterna“ an Papst Franziskus‘ „Amoris Laetitia“ vornehmen, wird wohl im Zuge einer durchaus denkbaren Eskalation (Feststellung, dass Jorge Bergoglio das Papstamt verloren hat, Wahl eines Nachfolgers, gegenseitige Exkommunikation) ein förmliches Schisma nicht auszuschließen sein. Die Schismatiker trennen sich unter päpstlicher Führung von Glaube und Tradition – oder halt vier Kardinäle vom Papst. Je nach Sichtweise. Auf jeden Fall wird sich, so oder so, dann jeder Einzelne die Frage beantworten müssen, ob die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche nun noch weiter von Rom verkörpert wird oder nicht doch von der „Dubia“-Gruppe. Dieser könnte sich, m. E. nach, noch Kardinal Robert Sarah anschließen.

Im groben Überblick hätten wir dann die Weltkirche unter „päpstlicher“ Führung samt Immobilien und Vermögen, Kirchenstruktur (bzw. was die diversen „Reformprozesse“ davon übrig lassen) und Kirchensteuer-Einkünften in Deutschland. Dann eine sich wohl eher mühsam heraus bildende Gefolgschaft der „Dubia“-Gruppe aus vaganten Klerikern und ebenso vaganten Gläubigen, die sich aber erst einmal allesamt werden finden müssen. Messen werden wohl bis auf weiteres in Privatwohnungen bzw. angemieteten Räumen erfolgen, hier dürfte es ähnlich wie bei den Traditionalisten in den 70ern werden. Diese, durch die Priesterbruderschaft St. Pius X. als „Flaggschiff“ mit ihrer Organisationsstruktur der Priorate und Messzentren gut aufgestellt, reichen entweder den Dubia-Katholiken die offene Hand oder gehen in dem Moment durch die Drehtür in den kirchlichen Innenraum „hinein“, in welcher die Dubia-Gruppe durch dieselbe „hinaus“ geht. Man wird sehen.

Ob nun Kardinal Burke „der aufsteigende neue „Traditionalisten“-Führer und angehende Marcel Lefebvre des 21. Jahrhunderts“ wird, wie eine sedisvakantistische Website bereits ätzte, bleibt abzuwarten. Hier wird in meinen Augen die Wertung des Konzils maßgebend sein. Ein Traditionalismus ohne Rückkehr zur Tradition ist nicht vorstellbar, hat doch der konziliare Umbruch selbst bezeichnenderweise keinerlei Tradition hervorbringen können. So gibt es keinen einheitlichen Novus Ordo – von Pfarrei zu Pfarrei begegnet man den unterschiedlichsten Meßformen. Die farbenfrohe Volkstums-Tradition mit ihren Prozessionen, Gebräuchen und Andachten fiel ersatzlos weg. Der politisierende Ansatz der 60er Jahre ist spirituell steril.

Wenig kühn ist allerdings die Spekulation, wohin sich die DBK und ihr kirchensteuerfinanzierter Apparat samt milliardenschwerem Immobilienvermögen hin orientieren werden: nach Rom. Ebenso wie die weltlichen Institutionen wie EU und die Vereinten Nationen, Medien, Hochschulen, das internationale Finanzwesen. Beim global vorherrschenden sozio-kulturellen Meanstream der einäugigen Linkstoleranz wird dies niemanden ernsthaft wundern. Wundern könnte man sich höchstens, wenn tatsächlich der eine oder andere Diözesanbischof angesichts „Amoris Laetitia“ doch noch seine persönlichen „dubia“ bekommt und sich Kardinal Burke & Co. zugesellt. Bisher zeigte sich die Bekenntnisfreude ja nur bei emeritierten Kardinälen und Weihbischöfen, also denjenigen, welche ihre Karriere schon hinter sich haben oder in der „zweiten Reihe“ stehen. Die ökumenebeflissene Richtung Marx/Woelki wird jede abweichende theologische Richtung vollends herausdrängen, bis die römisch-katholische Kirche in Deutschland zur reformationskompatiblen rudimentär-katholischen Kirche zurecht gehobelt ist – was sich ja bereits jetzt deutlich abzeichnet.

Die Priester und Seminaristen werden entweder am reich gefüllten Futtertrog der DBK verbleiben oder – wie im damaligen Ostblock – verdeckt neben dem weltlichen Zweitberuf als clerici vagantes umherziehend priesterlich ohne Netz und doppelten Boden tätig sein müssen, eventuell kärglich unterstützt von den Spenden ihrer Gläubigen. Da in den quasi liturgisch-korrekt gleichgeschalteten Ortspfarreien des diözesanen Mainstream-Katholizismus zukünftig das rein situationsbezogene Ad-hoc-Leeramt á la „Amoris Laetitia“ immer offener praktiziert werden wird, werden sich die Gottesdienstbesucher entweder damit resigniert abfinden, da „ihre“ Kirche bequem erreichbar ist („und überhaupt, meine Nachbarn und Bekannten sind ja schließlich auch dort!“) oder vagante Gläubige, sozusagen christifideles vagantes, werden, da sich der offizielle Innenraum der Kirche zunehmend dem Werte-Indifferentialismus der ihn umgebenden Gesellschaft angleichen wird. Die Zeichen an der Wand (u.ä.) sind bereits – für denjenigen, der sie sehen will – deutlich sichtbar. Kaum noch sind die Kommunion für Ehebrecher und die Segnung gleich-geschlechtlicher Partnerschaften im offiziellen Kirchenraum aufzuhalten. Der Generalobere der Jesuiten, Pater Arturo Sosa fordert, das Evangelium neu zu interpretieren. Die Worte Jesu beträfen bestimmte Umstände und Adressaten und müssten im Kontext gelesen werden.1 Das Evangelium sei von Menschen geschrieben worden und – Zitat: „relativ“.

Neu bewerten“, „im Kontext lesen“, „vertieft verstehen“: dies waren immer die Floskeln ultraprogressiver „Theolog*inn*en“, welche den ominösen „Geist des Konzils“ als Richtschnur nahmen. Schon erklärt Kardinal Kurt Koch in L’Osservatore Romano, dass die dogmatische Verurteilung der Protestanten durch das Konzil von Trient (dessen Texte zum unfehlbaren Lehramt der Kirche gehören)– Zitat: „heute keinen Wert mehr hat“.2

Die Kirche ist immer weniger das Zeichen, dem widersprochen wird, sie will kein Skandalon mehr sein und sucht die Heilsbotschaft seit nunmehr über 50 Jahren „in der Welt“. Dabei ist in unserer Gesellschaft „mit ihren zur Massenerscheinung gewordenen Neurosen der entwurzelte Mensch ständig auf der Suche nach einer Stabilität nach dauernden Werten“, wie der österreichische Psychoanalytiker Igor A. Graf Caruso3 bereits vor Jahrzehnten treffend feststellte4. „Aber atomisiert und in eine Welt geworfen, der die Kontinuität fehlt, ist ihm die Sensation zum einzigen Kriterium geworden und er verabsolutiert sie. Liebe, Gott scheinen ihm nicht mehr als abstrakte Werte. Er will erleben. (…) In dieser existentiellen Angst gibt es nur eine Planke der Rettung: Die Hierarchie der objektiven Werte“ (ebenda).

Die betont auch der berühmte italienische Arzt und Psychologe Agostino Gemelli5, wenn er sagt: „Um dagegen (lies: die Wechselfälle des Lebens) anzukämpfen, gibt es nur ein Mittel: Sich nicht fürchten vor Schmerzen, Krankheit und Tod. Die Prüfungen des Lebens werden nicht bestanden, indem man die Last der Verantwortung flieht … es ist nötig, die Gefahr zu lieben; zu erkennen, dass das Leben Wagnis ist, um an unser Ziel zu gelangen; nötig, die Sklaverei zu hassen, wenn wer immer unserer Freiheit ungerechte Bindungen auferlegen will; nötig, die Wahrheit zu lieben, die allein frei macht6.

Aber zurück zu den Vaganten: Sie waren die Wanderbischöfe im Frühmittelalter, ohne festen Bischofssitz spielten sie bei der Missionierung Germaniens und Skandinaviens eine relevante Rolle, sollten sie doch auf diese Weise wie die frühen Apostel neue Bistümer errichten, bekanntestes Beispiel ist wohl der Heilige Bonifatius. Und wie Vaganten werden dann Gläubige beispielsweise zur Kapelle St. Athanasius (Hattersheim bei Frankfurt a. M.) pilgern oder in angemietete Räume, Wohnungen von anderen Gläubigen oder wo sonst die Vagantenpriester das Heilige Meßopfer feiern werden. Dafür halt auch in der Regel einen beträchtlichen Anfahrtsweg in Kauf nehmen, Zeit und Mühen investieren, Fahrgemeinschaften bilden oder zeitintensiv öffentliche Verkehrsmittel inklusive Umsteigen benutzen. Die Zukunft des glaubenstreuen Katholiken wird wohl ziemlich flexibel und mobil werden, unbequem allemal. Nicht umsonst mahnt der Psalmist in Ps. 30, 25: „Viríliter ágite, et confortétur cor vestrum, omnes, qui sperátis in Dómino.

Die Worte des Hl. Athanasius wirken auch wieder beklemmend aktuell: „Möge Gott euch trösten! … Was euch traurig macht … ist die Tatsache dass andere die Kirche mit Gewalt okkupiert haben, während ihr in dieser Zeit draußen seid. Es ist eine Tatsache, dass sie die Immobilien und Räumlichkeiten haben – aber ihr habt den Apostolischen Glauben. Sie können unsere Kirchen okkupieren, aber sie sind außerhalb des wahren Glaubens. Ihr bleibt ausserhalb der Anbetungsorte, aber der Glaube wohnt in Euch. Lasst uns nachdenken: was ist wichtiger, der Ort oder der Glaube? Offensichtlich der wahre Glaube. Wer hat in diesem Kampf verloren und wer gewonnen – derjenige, der die Gebäude behält oder der, der den Glauben bewahrt? Wahrlich, die Gebäude sind gut, wenn der apostolische Glaube dort gepredigt wird, sie sind heilig, wenn alles dort in heiliger Weise geschieht…7

Da ein Christ jedoch sowieso gleichsam fremd in der Welt und unterwegs zur ewigen Heimat ist, die er auf dieser Erde nicht findet, fügt sich die spezielle Messpilgerschaft in die allgemeine Pilgerfahrt als Sinnbild christlichen Lebens nahtlos ein. Wie es Thomassin treffend ausdrückte: „Einen Pilger freut nichts mehr als der Gedanke an das (ewige) Vaterland und das Wissen darum, dass er sich ihm jeden Tag mehr nähert. Alle Traurigkeit dieses Lebens wird durch den Gedanken gemildert, dass wir auf dem Heimweg sind8.

Da feste Pfarreistrukturen mit ihren Unterhaltungs- und Unterstützungs-Angeboten dann nicht mehr zur Verfügung stehen, werden sich neue Bekanntschaften bilden – und allerdings auch alte auseinandergehen, die „Ächtung“ der in der diözesanen Pfarrei verbliebenen Bekannten für die „Sektierer“ wird sicherlich nicht ausbleiben. Ein Blick in Mt 10, 35ff. zeigt, dass es wohl sogar im engsten familiären Umfeld Verwerfungen geben wird: „Denn ich bin gekommen, um den Sohn mit seinem Vater zu entzweien und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter; und die Hausgenossen eines Menschen werden seine Feinde sein. Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig.

Der zum Katholizismus konvertierte Walker Percy beschrieb in seinem apokalyptischen Zukunftsroman „Liebe in Ruinen“ vielleicht prophetisch die wenigen standhaft gebliebenen Katholiken der von Schismen heimgesuchten Kirche so: „ein sonderbarer Haufen, Überbleibsel eines Überbleibsels, Bruchstücke, Restbestände, wie die Herumstreunenden und Versprengten nach einer Schlacht.“

Von überkommenen Bindungen an „seine“ alte Pfarrkirche mit „seinem“ Platz in „seiner“ Bank wird der vagante Gläubige sich lösen müssen und innerlich zum Vagabunden werden. Der leider viel zu früh gestorbene Pfarrer Milch aus Hattersheim führt in seiner Predigt am 3. Sonntag nach Ostern 1984 (http://www.spes-unica.de/milch/texte/text.php?datei=1984_3ostern) dazu folgendes aus:

„Mit dem Herzen eines Vagabunden bleibt er Bürger und ist Bürger, aber sein Herz ist leicht, von heiligem Leichtsinn erfüllt. Er klebt nicht an dem, was er da zu vollziehen und zu besorgen hat. Ohne Sorge besorgt er das Seine und wird nicht unglücklich, wenn irgendetwas kaputtgeht und wenn eines von den Zelten, die er aufgerichtet hat, zusammenklappt. Er wird darüber nicht unglücklich. Er ist immer souverän. Die heilige Eleganz des Geistes, die der Heilige Geist vermittelt, kennzeichnet ihn. Er ist also alles andere als ein Spießer, der stolz ist auf sein „Üb immer Treu und Redlichkeit“, sondern er ist gepackt von gewaltigen Gedanken und gewaltigen Hoffnungen und Zielsetzungen. Und dann tut er auch automatisch das, was ihm der Tag auferlegt“9.

Und damit hat der (für mich) heiligmäßige Prophet vor über 30 Jahren mal wieder voll ins Schwarze getroffen…

 

2ebenda

4zit. nach Niedermeyer, Handbuch der speziellen Pastoralmedizin, Wien 1952, Bd. V, S. 183

6a.a.O., S. 178

8Thomassin, Louis, Über das göttliche Offizium, 1952, Seite 77

9zitiert nach Schüler, Wolfgang: „Pfarrer Hans Milch – Eine große Stimme des katholischen Glaubens“, Edition actio spes unica [2005], Band 1, Seite 119

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Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
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