Mit der Gottesmutter ins neue Jahr 2017 („Der 13.“)

Römisch-Katholisch

33. Jg./ Nr. 1

13. Jänner 2017

Preis: 2,8 Euro (A); 2,8 Euro (D); sfr 4 (CH)

 

Mit der Gottesmutter ins neue Jahr 2017

Zwar sind der Mai und der Oktober in erster Linie marianische Monate, jedoch gibt die Kirche uns in jedem Monat des Jahres große und kleine Marienfeste mit auf den Weg. So wie Maria unser kirchliches Jahr durchzieht, so soll sie auch in unserem Alltag Einzug halten.

VON ELMAR LÜBBERS-PAAL

Ist dies nicht allein schon Grund genug, gerade am Beginn eines neuen Jahres auf die Himmelsmutter zu schauen, die ja unter dem Kreuz CHRISTI selbst zu unserer (ja, auch Deiner ganz persönlichen) Mutter geworden ist?!

Im Januar haben wir bereits am ersten Tag des weltlichen Jahres ein Hochfest zu Ehren der glorreichen Frau gefeiert. Am 23. Januar feiern wir seit 1725 (durch Papst Benedikt XIII.) in der gesamten Kirche das Fest „Mariä Vermählung“, welches auch „Mariä Verlobung“ genannt wird. Gerade dieses oft unterschlagene Fest weist uns auf die familiäre Beziehung hin. Zum einen allgemein auf die Heilige Familie, dann aber auch auf unsere ganz persönliche Beziehung zu JESUS, zur Gottesmutter und schließlich zum Nährvater CHRISTI, dem heiligen JOSEPH, dem Patron der heiligen Kirche. Grund genug, unseren Fokus immer wieder mal auf das beispielhafte Leben Mariens zu werfen: Über die Kindheit Mariens gibt es keine gesicherte Erkenntnis. Erst mit ihrer Entscheidung, den Ruf GOTTES anzunehmen, tritt sie geschichtlich in Erscheinung (Lukasevangelium, Kapitel 1).

Botschafter Gottes

Der Erzengel Gabriel verkündete ihr, dass sie dazu auserwählt sei, den Sohn GOTTES auf die Erde zu bringen. Und sie antwortet mit bedingungsloser Zustimmung: „Mir geschehe, wie du gesagt hast“ und mit der bekräftigenden Aussage „Ich bin des HERREN Magd“. GOTT VATER ließ Maria aber nicht allein, er ließ im Traum ihrem Verlobten Joseph mitteilen, dass Maria schwanger sei und er sie nicht verlassen solle (Matth. 1,19-25). Ohne Widerstrebungen tat Joseph das, was ihm geboten worden war. Sicherlich war Maria noch einige Zeit über diese Ereignisse verwirrt, aber spätestens ab ihrem Besuch bei der Cousine Elisabeth muss ihr die besondere Mutterrolle, als eine Auserwählte unter allen Erdenbewohnern, bewusst geworden sein. Elisabeth grüßte Maria mit den Worten: „Wer bin ich, dass die Mutter meines HERRN zu mir kommt“ (s. Lukas 1, 42 ff).

Das Magnifikat

Und Maria antwortet mit dem „Magnifikat“: „Meine Seele preist die Größe des HERRN, und mein Geist jubelt über GOTT, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat ER geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.“ (Lk 1,45-48) Gerade dieses Magnifikat ist ein Bindeglied der Ökumene in West und Ost. Luther hat es gebetet und einen Lobeshymnus auf dieses Gebet geschrieben (1521). Das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) unterstreicht die Marienverehrung, indem es in „Lumen Gentium 69“ auffordert: „Alle Christgläubigen mögen inständig zur Mutter GOTTES und der Mutter der Menschen flehen.“

Warum Marienverehrung? Worin kann uns Maria ein Vorbild sein? Was machte ihr opfervolles Leben aus? Sie ist zunächst das Beispiel eines Menschen, der seine Lebensaufgabe erkennt, sie erinnert daran, dass von GOTT jeder berufen ist und eine Aufgabe im Leben zu erfüllen hat, die nur er so gut erfüllen kann. ·Wenn wir auf Maria schauen, schauen wir auf JESUS CHRISTUS selbst! Ohne Maria keine Menschwerdung GOTTES! ·Grade aber die Menschwerdung unseres GOTTES durch eine bescheidene Frau, stellt uns die Würde der Frau und Mutter vor Augen. Wenn wir heute von der Würde der Frau sprechen, ist vielen nicht bewusst, dass es diese hohe Würde ohne die Botschaft des Christentums von der Auserwählung Mariens zur Gottesmutter wohl kaum gäbe. Der 1941 im KZ ermordete Pater Maximilian Kolbe sagte: „Je vollständiger man Maria gehört, um so vollständiger gehört man JESUS.“ Maria war voll und ganz gottergeben. Diese Gottesverbundenheit bezeugt GOTT selber, indem ER durch den Erzengel Gabriel zu ihr spricht: „Du bist voll der Gnade, der HERR ist mit Dir“ (Lk 1,28). Durch die Verehrung Mariens anerkennen und ehren wir den Heilsplan GOTTES, jeden Einzelnen von uns zur ewigen Herrlichkeit zu führen. Letztlich weist Maria immer wieder auf JESUS selbst hin, wie bei der Hochzeit zu Kana, wo sie die Diener anweist: „Was ER euch sagt, das tut!“ (Joh. 2, 5) Unter dem Kreuz hat JESUS seinem Lieblingsjünger Johannes Maria als Mutter gegeben – und damit uns allen. Die Marienstatuen in unseren Dörfern legen Zeugnis davon ab, wie viel die Marienverehrung seit eh und je den Menschen bedeutet. Möge es der HERRGOTT geben, dass es zwischen jedem einzelnen Menschen und Maria zu einer wahren Mutter-Kind-Beziehung kommt. Wenn wir uns an die Hand unserer himmlischen Mutter nehmen lassen, führt sie uns ihrem SOHN entgegen. Im Gericht wird sie uns Anwältin sein, denn sie möchte, dass keines ihrer Kinder verloren geht und alle der ewigen Anschauung unseres GOTTES teilhaft werden. Vertrauen wir ihr, der Muttergottes, die auch unsere Mutter ist!

Festtage

Eine Auswahl der Festtage zu Ehren der Muttergottes bis Juni:

  • 1. Januar: Hochfest der Gottesmutter (Namensgebung des HERRN);
  • 23. Januar: Verlobung Mariens mit Joseph;
  • 2. Februar: Mariä Lichtmeß („Darstellung des HERRN“);
  • 25. März: „Verkündigung des HERRN“;
  • 26. April: Fest „Unsere Liebe Frau vom Guten Rat“;
  • 8. Mai: unter anderem Fest „Maria, Mittlerin aller Gnaden“;
  • 24. Mai: „Maria, Hilfe der Christen“ („Schutzmantelfest“);
  • 9. Juni: „Maria, Mutter der Gnade“;
  • 27. Juni: „Maria, von der immerwährenden Hilfe“.

Der 13.“ erscheint als Monatspublikation und bietet einen Überblick über das Geschehen in Kirche und Welt. Wenn Sie Probe-Exemplare bekommen möchten oder die Zeitung für 24 Euro im Jahr abonnieren möchten, schicken Sie eine E-Mail an office@der13.com.

Wir brauchen Ihre Mitarbeit! Informieren Sie uns über Veranstaltungen, schreiben Sie uns Leserbriefe, schicken Sie uns Zeitungsartikel, die die Kirche betreffen… Danke!

Tel.: +43 (0)7282/5797      Fax: +43 (0)7282/579713     Email: office@der13.com

Anschrift in Österreich: A-4115 Kleinzell 2

Anschrift in Deutschland:  94108 Wegscheid, Postfach 75

Die nächste Ausgabe der Zeitung „Der 13.“ wird voraussichtlich am 10. Februar 2017 gedruckt und in Österreich am 13. Februar ausgeliefert.

Übrigens: Exemplare des „13.“ liegen ab jetzt am Schriftenstand der Kapelle St. Athanasius in Hattersheim bei Frankfurt aus.

Ein Besuch lohnt sich jetzt also doppelt… 😉

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Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
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Eine Antwort zu Mit der Gottesmutter ins neue Jahr 2017 („Der 13.“)

  1. dorothea krüger schreibt:

    Danke für die Auswahl de Marienfesttage , ich kannte nur den 2. Februar
    D. Krüger

    Gefällt mir

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