Umfrage zur Kirchensteuer („Der 13.“)

Römisch-Katholisch

33. Jg./ Nr. 1

13. Jänner 2017

Preis: 2,8 Euro (A); 2,8 Euro (D); sfr 4 (CH)

Umfrage zur Kirchensteuer

65 Prozent der Deutschen sind dafür, dass der Einzug der Kirchensteuer durch den Staat abgeschafft wird. 16 Prozent wollen laut einer INSA-Umfrage für die „Bild“-Zeitung die bisherige Praxis beibehalten; 19 Prozent machten keine Angaben. Die katholische Deutsche Bischofskonferenz erklärte dazu auf Anfrage in Bonn, das Einzugsverfahren der Kirchensteuer sei „ein stabiles Verfahren, das seit langem bewährt ist“. Die Kirchen sähen keinen Anlass für Änderungen. Für die staatliche Finanzverwaltung sei der Aufwand durch die Anknüpfung der Kirchensteuer an die Einkommensteuer überschaubar, heißt es. Die Kirchen zahlten dafür eine Pauschale, die zwischen zwei und vier Prozent des Kirchensteueraufkommens liege. Sie sei „mindestens kostendeckend.“

Meinung der Mehrheit

Für die Umfrage wurden 2.148 Personen befragt. Unabhängig, ob christlich (676 von 1.095) oder konfessionslos (618 von 857), immer sprach sich eine Mehrheit gegen die Einziehung der Kirchensteuer durch den Staat aus.

In Deutschland ist die Kirchensteuer eine verpflichtende Abgabe der Kirchenmitglieder an ihre Kirche. Die Höhe legt die Kirchenleitung fest, das jeweilige Landesparlament setzt sie in Kraft. Die Kirchensteuer beträgt in der Regel neun Prozent der Lohn- oder Einkommensteuer, in Baden-Württemberg und Bayern sind es acht Prozent. Die Kirchen finanzieren aus den Einnahmen vor allem die laufenden Kosten für ihr Personal in Seelsorge, Schulen und sozialen Einrichtungen. In Österreich hat die Kirche eigene Steuerstellen in Bezirken und Statutarstädten.

Der 13.“ erscheint als Monatspublikation und bietet einen Überblick über das Geschehen in Kirche und Welt. Wenn Sie Probe-Exemplare bekommen möchten oder die Zeitung für 24 Euro im Jahr abonnieren möchten, schicken Sie eine E-Mail an office@der13.com.

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Anschrift in Österreich: A-4115 Kleinzell 2

Anschrift in Deutschland:  94108 Wegscheid, Postfach 75

Die nächste Ausgabe der Zeitung „Der 13.“ wird voraussichtlich am 10. Februar 2017 gedruckt und in Österreich am 13. Februar ausgeliefert.

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Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
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Eine Antwort zu Umfrage zur Kirchensteuer („Der 13.“)

  1. francomacorisano schreibt:

    Priester in Deutschland werden ähnlich wie Beamte von Staat bezahlt. Ob sie sich als gute Hirten um ihre Gemeinde kümmern oder nicht, das Geld kommt trotzdem. Das ist einer von vielen Gründen, warum der Katholischen Kirche in Deutschland die Schäfchen davon laufen.

    Ich lebe einen Teil des Jahres in einen Land Lateinamerikas. Hier sind die meisten Priester noch echte Hirten, die für ihre Herde da sind, in theologisch-spiritueller Weise, aber auch mit einer guten Sozialarbeit vor Ort, die der Staat gar nicht leisten könnte. Eine Kirchensteuer gibt es nicht. Der örtliche Priester und seine Sozialarbeit finanzieren sich ausschließlich aus dem, was im Klingelbeutel der Gemeinde landet, bzw. wohlhabendere Gläubige spenden. Der Priester und sein Pfarrgemeinderat müssen sich also immer kräftig anstrengen. Ein sehr wirtschaftliches Prinzip!

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