Black Ops – Elitetruppen im Einsatz: „Operation Obstgarten“ (kabeleinsdoku.de)

Black Ops – Elitetruppen im Einsatz: „Operation Obstgarten“

Der israelische Geheimdienst erfährt, dass in Syrien an einer Atombombe gearbeitet wird. Als syrische Soldaten verkleidet, müssen die Männer der israelischen Sondereinsatztruppe „Sayeret Matkal“ nun herausfinden, ob die Sprengung des Reaktors eine nukleare Katastrophe auslösen könnte. Sie geben grünes Licht, so dass die israelische Luftwaffe nun ihren Teil erledigen kann …

vollständiger Beitrag: http://www.kabeleinsdoku.de/tv/black-ops-elitetruppen-im-einsatz/episoden/operation-obstgarten

In diesem als seriöse „Dokumentation“ getarnten Propaganda-Streifen werden offen Staatsterror und regierungsamtlich angeordneter Auftragsmord verherrlicht. „Unpolitisch“ und auf das technische Problem reduziert, wird die illegale Infiltration fremden Staatsgebietes (völkerrechtswidrig in fremder Uniform), die Zerstörung ausländischen Eigentums („…ihren Teil erledigen„) bis hin zum gezielten Auftragsmord durch professionelle Attentäter einer Spezialeinheit (https://de.wikipedia.org/wiki/Kidon) unkritisch gefeiert. Mit den mittlerweile bei dieser als „Pseudo-Dokus“ firmierenden psychologischen Kriegsführung üblichen Manipulationsinstrumenten (reißerische Hintergrundmusik wie im Actionfilm, manipulative „Off“-Stimme, parteiischer Standpunkt wird durch gleichsam als neutrale Zeugen präsentierte Journalisten oder Ex-Geheimdienstler transportiert) wird der Zuschauer gezielt konditioniert, rechtliche oder ethische Bedenken als nebensächlich zu betrachten.

„Rechtsstaat“ X hat die medial anerkannte Deutungshoheit über die Mittel, die von ihm eigens definierte Staatsräson als „Notwehr“ respektive „vorgelagerte Notwehr“ durchzusetzen. Falls „Unrechtsstaat“ Y ebenso verfährt, ist dies jedoch ein klarer Fall von Staatsterrorismus. Zum Beispiel, wenn Staat X verhindern will, dass Staat Y eine Atombombe baut (wie es Staat X schon längst getan hat). Im Bezugsrahmen dieser Kriegsberichtserstattung haben nur Fakten Platz, wenn sie als in ihn passend redefiniert wurden: nach den medial transportierten Denkschablonen ist Staat X ist per se „gut„, Staat Y per se „böse„, rechtsstaatliche Überlegungen scheiden, da nicht redefinierbar aus, ihren Platz nehmen dann militärische Szenarien und Machbarkeitsanalysen ein.

„Wir haben nicht nur eine bestimmte Auffassung von der Beschaffenheit aller uns umgebenden Dinge, sondern haben uns auch darauf festgelegt, daß diese Dinge tatsächlich so und nicht anders sind. Diese Denkschablonen sind bereits so verinnerlicht, daß wir uns erst im Gespräch mit Personen, die anderer Auffassung sind, ihrer Existenz bewußt werden“ (aus: SITTE, W. und H. WOHLSCHLÄGL, S. 508, Hrsg. (2001): Beiträge zur Didaktik des „Geographie und Wirtschaftskunde“-Unterrichts).

Gerade in der politischen Propaganda sind Denkschablonen verbreitet. Vor allen Informationen über unübersichtliche Situationen werden durch Denkschablonen (allerdings in der Regel übermäßig) vereinfacht und damit vielfach für den individuellen Bezugsrahmen des Einzelnen überhaupt erst verwertbar. Bezugsrahmen dabei verstanden als „Realität, in der jemand lebt“, der Bezugsrahmen ist also die Bedeutung, den Sinn und den Wert, den jemand dem, was ihm von außen oder innen begegnet, zuordnet (gut lesbar aufbereitet: http://www.choehn.net/gloeckner/images/stories/Bezugsrahmen_2011.pdf).

Medial werden dem unkritischen Zuschauer unterschwellig Kategorien vermittelt, in welche er dann vermeintlich „typische“ Situationen durch das in den Nachrichten benutzte „Label“ (z.B. „Terror“) wunschgemäß „einordnen“ kann, das selbstständige Erschließen neuer Aspekte durch eigenständiges Nachdenken wird so meist erfolgreich verhindert werden. Wenige Hinweisreize wie etwa Schlüsselwörter genügen dann und er glaubt bereits zu wissen, „worum es geht“. Sie betätigen einen inneren Trigger – komplette Filme laufen im persönlichen Kopf-Kino ab. Eine Reaktion erfolgt dann nur auf diese Vermutungen und Unterstellungen, die unbewußt für äußere Realität gehalten werden, zum eigenständigen Infrage-stellen oder überprüfen kommt er dann gar nicht mehr.

Die Fähigkeit, Argumente differenziert wahrzunehmen, kritisch abzuwägen, Zustimmung oder Ablehnung präzise formulieren können, ist nicht das Ziel solcher „Dokus“. Sie sollen den Bezugsrahmen klar definieren, „Wir“ gegen „sie“. Dann genügen in den TV-Nachrichten einzelne, negativ besetzte Reizworte, diese werden automatisch im Kopf um die Denkschablone „ergänzt“, „was diese Typen  ja eigentlich meinen“, denn man weiß ja sowieso, was die sagen, denn „das kennt man ja“. Kritisches Hinterfragen von Legalität oder Legitimität der Mittel kann daher gar nicht vorkommen, wo (wie hier) Denkschablonen benutzt werden. Allein das Zauberwort „Terror“ reicht dann in unseren von „nine-eleven“ geprägten Zeiten, rechtsstaatliche Vorgaben von vornherein als hinderlich und lächerlich zu bewerten. Der Zweck heiligt die Mittel, ob Henkerdrohne, Guantanamo oder gezielter Auftragsmord. Hat es zweifellos früher auch gegeben, nur die mediale Verherrlichung durch „objektive“ Dokumentationen hätte noch vor 15 Jahren einen Aufschrei gegeben. Tempi passati…

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Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
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