„Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft: wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.“

Ein elementares Konzept der Partei zur Kontrolle der Gedanken ist die Kontrolle der Vergangenheit. Deshalb wird im Ministerium für Wahrheit ein gigantischer Aufwand betrieben, alle existierenden Dokumente der gegenwärtigen Parteilinie anzupassen. Von der Partei oder dem Großen Bruder geäußerte Voraussagen z. B. zur Güterproduktion oder dem Kriegsverlauf werden an die tatsächlich eingetretenen Fakten angepasst, damit „die Partei immer recht hat“. Niemand soll in der Lage sein, aufgrund von historischen Dokumenten Aussagen der Partei zu widerlegen. Auch Berichte, die sich auf positive Art und Weise über Personen äußern, die inzwischen durch „Verschwindenlassen“ bzw. „Vaporisieren“ zu „Unpersonen“ geworden sind, werden umgeschrieben. Außerdem wird durch die fortlaufende Änderung von Berichten über die Kriegslage der Bevölkerung stets der Eindruck vermittelt, dass der Staat schon immer mit dem jeweiligen Gegner verfeindet war, so dass der laufende Wechsel der Kriegsgegner aus dem Bewusstsein schwindet. Um dies zu ermöglichen, wird die Parteizeitung, die Times, regelmäßig bis in alle historischen Ausgaben laufend angepasst und alte Ausgaben neu nachgedruckt. Die nicht mehr in die Parteilinie passenden alten Exemplare werden aus den Archiven genommen und vernichtet. https://de.wikipedia.org/wiki/1984_(Roman)#Kontrolle_der_Vergangenheit

Ein probates Mittel der Vergangenheitsklitterung sind die sich auf „Informationskanälen“ wie Phoenix, N24 oder Kabel1doku wie Fußpilz verbreitenden „Doku“-Formate „Terra X“, ZDF-History usw. Meist unter einem reißerischen Titel behandeln sie historische Geschehnisse durch die Brille der Herrschenden. Neben – meist sparsam eingesetztem – Originalfilmmaterial dominieren mit Laien nachgestellte Szenen mit frei erfundenen Dialogen. Gleichsam unterschwellig wird das Publikum zum einen durch die sorgfältig ausgewählte, „irgendwie bekannte“ Stimme „aus dem Off“ manipuliert. In der Regel hört man die Synchronstimmen von Robert de Niro oder „Dr. House“, welche durch Stimmmodulation Personen oder politische Auffassungen als bedrohlich oder positiv markieren und so emotional das gewünschte „Kopf-Kino“ der Zuschauer bestimmen. Durch ihr fortwährendes dozieren, zusammenfassen und Behauptungen-aufstellen rauscht die Beschallung quasi direkt in den Kopf des Zuschauers – da er der Stimme folgen möchte, bleibt keine Zeit, kritisch nachzudenken oder auf offensichtliche Widersprüche zu achten. Zum anderen wird der Zuseher durch eine meist völlig überflüssig dramatische Hintergrundmusik manipuliert, sie schafft eine unterschwellig bedrohliche Atmosphäre, wenn politische Positionen, Personen oder Geschehnisse negativ dargestellt werden sollen. Hier wählt die Off-Stimme meist einen tiefen, „unheilschwangeren“ Bass-Ton, der szenisch auffallend mit der Hintergrundmusik harmoniert. Die durch Musik und Off-Stimme hervorgerufene „atemlose“ emotionale Berg-und-Tal-Fahrt wird in der Regel durch eine sehr schnelle Schnittfolge der einzelnen Szenen forciert, bei der Masse der Zuseher läßt sich so ein unliebsames Nachdenken ausschalten. Im Ergebnis wird vergangenes Geschehen gleichsam politisch opportun aufbereitet und in das kollektive Gedächtnis verpflanzt, nach dem wegsterben der Generationen, die noch über eigenes Erleben oder eine solide Schulbildung verfügten, wird eine willkürlich manipulierbare Masse Smartphone-Abhängiger übrig bleiben, die sich ihre „historischen Kenntnisse“ unkritisch aus TV und Wikipedia „reinziehen“.

Erschreckend übrigens, wie real bereits in unserer Gegenwart die Orwellschen Schreckensvisionen des „2-Minuten-Hass-Rituals“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Zwei_Minuten_Hass) oder der „Hass-Woche“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Hass-Woche) werden: Für die Masse unmerklich steigt der soziale Druck, „gemeinsam“ (ganz wichtig) „Gesicht zu zeigen“ gegen „rechts“, Putin, Trump oder wer auch immer gerade vom politisch-medialen Komplex als Hassobjekt vorgegeben wird. Wer sich da ausschließt, „gehört nicht mehr dazu“, „hat in unseren Reihen nichts zu suchen“ und ähnliche Phrasen. Bereits das In-Frage-stellen der fortwährend emotionalen Skandalisierung unliebsamer Positionen erregt den Verdacht, es insgeheim „mit denen“ zu halten.

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Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
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3 Antworten zu „Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft: wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.“

  1. Laurentius schreibt:

    Wenn ich allein an das Jahr 2014 zurückdenke: Es wäre endlich an der Zeit gewesen, nach 100 Jahren mit diversen Lügen über WK I und Wilhelm II aufzuräumen. Es passierte rein gar nichts. Gedenkfeiern fanden kaum statt. Christopher Clarke steht allein auf weiter Flur. Nachhall? Noch nicht einmal die Überführung der Gebeine Wilhelms von Haus Doorn in die Hohenzollergruft steht in Aussicht.
    Oder der von KGB und abhängigen Schriftstellern innden Orcus geschriebene Pius XII. Die BBC hat nun endlich zugegeben, daß die Quellen für die Behauptungen bei Stalin & Co zusammenlaufen. Was passiert? Rien!

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