Quo vadis Kolping? Rücktritt gefordert! – Leserbrief von Herrn Otto Spahn (Aktionskreis Fulda in der Aktion Leben e. V.) in „Der 13.“

Römisch-Katholisch

32. Jg./ Nr. 12 13. Dezember 2016

Preis: 2,8 Euro (A); 2,8 Euro (D); sfr 4 (CH)

 

Quo vadis Kolping? Rücktritt gefordert!

Man kann es nicht anders als tragisch bezeichnen, wenn sich ein sich katholisch nennender Verband (wie das Kolpingwerk) für den Beratungsschein stark macht, der nichts anderes, als die Straffreistellung des abtreibenden und damit des vorsätzlich tötenden Arztes bedeutet. Das Kolpingwerk sollte wissen, dass Abtreibung vom Zweiten Vatikanischen Konzil zu Recht als „verabscheuungswürdiges Verbrechen“ bezeichnet wurde. In der seinerzeitigen Debatte vertrat der damalige Vorsitzende des Kolpingwerkes Hoffacker noch klar und eindeutig diese Position.

Der heutige Vorsitzende des Kolpingwerks, MdB Thomas Dörflinger (CDU), fordert nun die Bischofskonferenz auf, in die dubiose „Alibiberatung“ (Rita Waschbüsch) des staatlichen Beratungssystem zurückzukehren, wohl wissend, dass weit mehr als 90 Prozent der seit 1974 durchgeführten 5,8 Millionen Kindestötungen nach Beratung erfolgten und dass kein Katholik einen solchen Beratungsschein unterschreiben und den Stempel der Katholischen Kirche darunter setzen darf. Wir fragen: Ist es so schwer für das Kolpingwerk zu erkennen, dass der Beratungsschein eine Lizenz zum Mord an ungeborenen Kindern darstellt? Ist das Kolpingwerk so blind, dass es die erfolgreichen Beratungen ohne Beratungsschein von pro femina,Vital, 1000plus,Vaterhaus e.V. KALEB e.V. unter anderem nicht erkennen kann oder gar nicht erkennen will?

Aber das Memorandum des Kolpingwerks wirft noch weitere Fragen auf. Der Deutsche Bundestag beschloss 2015 zwar, die geschäftsmäßige Suizidbeihilfe zu verbieten, erlaubte aber andererseits die private Suizidbeihilfe durch Angehörige, Ärzte oder andere nahestehende Personen. Hierdurch wird der Schutz des Lebens an seinem Ende relativiert. Das Kolpingwerk lobt dieses Gesetz, was an sich schon verwerflich und irritierend ist. Irritierend deswegen, weil sein Vorsitzender Dörflinger noch im November 2015 zusammen mit Patrick Sensburg und Hubert Hüppe einen eigenen Gesetzentwurf eingebracht hat, der Suizidbeihilfe generell verbieten wollte, geradezu ein Desaster aber für die ganze Argumentation des Kolpingwerkes und seines Vorsitzenden in diesem Memorandum.

Wir fordern daher den Rücktritt des Kolpingwerk-Vorsitzenden Dörflinger und von den Mitgliedern eine eindeutige Distanzierung von diesem unsäglichen Memorandum.

Ein klares und eindeutiges Machtwort der Bischöfe gegenüber katholischen Organisationen ist geboten. Es geht um den Lebensschutz und die Glaubwürdigkeit der Katholischen Kirche.

Otto Spahn

Pressesprecher Aktionskreis Fulda in der Aktion Leben e. V.

D- 36119 Neuhof

 

Der 13.“ erscheint als Monatspublikation und bietet einen Überblick über das Geschehen in Kirche und Welt. Wenn Sie Probe-Exemplare bekommen möchten oder die Zeitung für 24 Euro im Jahr abonnieren möchten, schicken Sie eine E-Mail an office@der13.com.

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Anschrift in Österreich: A-4115 Kleinzell 2

Anschrift in Deutschland:  94108 Wegscheid, Postfach 75

Die nächste Ausgabe der Zeitung „Der 13.“ wird voraussichtlich am 12. Jänner 2017 gedruckt und in Österreich noch am gleichen Tag ausgeliefert.

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Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
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2 Antworten zu Quo vadis Kolping? Rücktritt gefordert! – Leserbrief von Herrn Otto Spahn (Aktionskreis Fulda in der Aktion Leben e. V.) in „Der 13.“

  1. Der muß weg von seinem Posten ! ( … ) Ist das schon nicht zubegreifen, daß dies staatlich erlaulbt ist

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