Vier Kardinälen wird nun mit Strafe gedroht („Der 13.“)

Römisch-Katholisch

32. Jg./ Nr. 12 13. Dezember 2016

Preis: 2,8 Euro (A); 2,8 Euro (D); sfr 4 (CH)

 

Anfang Dezember eskalierte die Diskussion

Vier Kardinälen wird nun mit Strafe gedroht

Ende November meldete sich Pio Vito Pinto zu Wort. Er ist Dekan des Vatikanischen Ehegerichts Rota. Er gab dem spanischen Internetportal „Religion Confidencial“ ein Interview. Wenn sich ein Mann in dieser Funktion zu Wort meldet, ist es mit dem Vorgesetzten (in diesem Fall mit dem Papst) abgesprochen, oder vom ihm sogar beauftragt. Pio Vito Pinto sagte jedenfalls in dem Interview, die mit ihrer Meinung in die Öffentlichkeit gegangenen Kardinäle könnten die Kardinalswürde verlieren. Einen Tag später zog der Dekan der Rota seine Aussage zurück. Das Internetportal korrigierte: der Satz sei nicht korrekt, laut Tonaufzeichnung habe der Dekan der Rota vielmehr betont, Franziskus sei „kein Papst vergangener Zeiten“, der den Kardinälen einen Titel entziehen würde. „Franziskus würde das nicht tun!“ Pio Vito Pinto machte einen Salto zurück und das Internetportal unterstützte ihn dabei, so gut oder schlecht es konnte. Denn es ist wohl Selbstgeisselung eines Journalisten, wenn er bestätigt, dass er nicht einmal ein Tonband richtig abschreiben kann…

Kardinal Müller sagt:

Am Donnerstag, 1. Dezember 2016, veröffentlichten Thomas Jansen und Stefanie Stahlhofen um 12.40 Uhr in der KNA, der Agentur der deutschen Bischöfe, ein Interview mit dem Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Ludwig Müller. Schon am Anfang steht eine Klarstellung, die darauf schliessen läßt, dass die Kardinalsworte nicht ohne vorherigen Kontakt mit dem Papst zu denken sind: Müller sagt, die Glaubenskongregation könne sich am Streit der Meinungen nicht beteiligen. Sie spreche und handle mit der Autorität des Papstes. Dann spricht Kardinal Müller von den Gerüchten, dass von einem Machtkampf im Vatikan gesprochen werde zwischen Reformern und Bremsern; dass von den Stereotypen hinter den Kulissen gerüchteweise geredet und über die „hohen Mauern des Vatikans“ spekuliert werde – womit der Kardinal die Realität der Gerüchte selbst bestätigte. Wären angesichts der aktuellen Diskussion nicht die Bischofskonferenzen gefragt? So wenden sich die Interviewer an den Kardinal. Dieser gibt den Bischofskonferenzen eine klare Abfuhr: Nur der Papst und die Bischöfe sind göttlichen Rechts, wie zuletzt das Zweite Vatikanische Konzil erklärte. Die Bischofskonferenzen hingegen sind als Ausschnitte des Gesamtepiskopates lediglich Arbeitsgemeinschaften mit bestimmten Kompetenzen.

Noch deutlicher: „Auch die einzelnen Bischöfe können nicht irgendetwas nach ihrem privaten Gusto machen. Sie sind Diener, nicht Herren des Glaubens.“

Kommentar: Danke für die Anmerkung und Beurteilung der Bischofskonferenzen!

Der 13.“ erscheint als Monatspublikation und bietet einen Überblick über das Geschehen in Kirche und Welt. Wenn Sie Probe-Exemplare bekommen möchten oder die Zeitung für 24 Euro im Jahr abonnieren möchten, schicken Sie eine E-Mail an office@der13.com.

Tel.: +43 (0)7282/5797      Fax: +43 (0)7282/579713     Email: office@der13.com

Anschrift in Österreich: A-4115 Kleinzell 2

Anschrift in Deutschland:  94108 Wegscheid, Postfach 75

Die nächste Ausgabe der Zeitung „Der 13.“ wird voraussichtlich am 12. Jänner 2017 gedruckt und in Österreich noch am gleichen Tag ausgeliefert.

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Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
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