Wir müssen aus der Geschichte lernen („Der 13.“)

Römisch-Katholisch

32. Jg./ Nr. 11 13. November 2016

Preis: 2,8 Euro (A); 2,8 Euro (D); sfr 4 (CH)

 

Wir müssen aus der Geschichte lernen

Viel zu wenig beachtet wurde eine Tagung, die schon Ende August/Anfang September in Münster stattfand.

Münsters Bischof Felix Genn forderte Handlungsstrategien gegen die „menschenverachtenden Maßnahmen“ satanistischer Sekten. Es gebe viel mehr „Akteure“, als man früher vermutet habe, sagte er. Die Tagung hieß „Mutige Einblicke in düstere Welten. Rituelle Gewalt verstehen und handeln“. Nach den Worten der Sektenbeauftragten im Bistum Münster, Brigitte Hahn, sind Satanisten davon überzeugt, dass Satan und nicht GOTT die Welt regiert. Deshalb müsse alles dafür getan werden, um diesem vermeintlich wahren Herrscher zum Durchbruch zu verhelfen. „Diese satanistischen Sekten betrachten sich als elitär und auserwählt“, so Hahn. „Und Leute, die aussteigen, werden verfolgt, eingeschüchtert und unter Druck gesetzt.“ Rituelle Gewalt ist laut Hahn die systematische sexuelle, körperliche und psychische Gewaltanwendung, die bis hin zu Tötungen reichen kann. Folterungen zu überstehen oder auszuführen, werde von den Sekten als Aufstieg zu einer höheren Stufe des Mensch-Seins betrachtet. Schmerz sei gleichbedeutend mit dem Gewinn von Energie. Das führe so weit, dass manche Kulte Menschenopfer forderten und es als höchstes Geschenk darstellten, wenn Eltern ihr neugeborenes Kind Satan opferten. Im Alltag verfolgen die Sektenmitglieder nach Aussage der Expertin die Strategie, sich „unsichtbar“ zu machen und als normale Bürger aufzutreten. Veranstalter der Tagung war der 2011 gegründete „Arbeitskreis Rituelle Gewalt“ der Bistümer Osnabrück, Münster und Essen. Es nahmen 275 Berater, Therapeuten, Wissenschaftler und Sekten-Aussteiger an der leider viel zu wenig beachteten Informations-Tagung teil.

Kommentar

Die Tagung in Münster zum Satanismus war interessant: alle Experten sind sich sicherlich einig, dass Vernaderungen Unschuldiger verhindert werden müssen. Auch bei der Bekämpfung des Satanismus müssen wir aus der Geschichte lernen. f. e.

Der 13.“ erscheint als Monatspublikation und bietet einen Überblick über das Geschehen in Kirche und Welt. Wenn Sie Probe-Exemplare bekommen möchten oder die Zeitung für 24 Euro im Jahr abonnieren möchten, schicken Sie eine E-Mail an office@der13.com.

Tel.: +43 (0)7282/5797      Fax: +43 (0)7282/579713     Email: office@der13.com

Anschrift in Österreich: A-4115 Kleinzell 2

Anschrift in Deutschland:  94108 Wegscheid, Postfach 75

Die nächste Ausgabe der Zeitung „Der 13.“ wird voraussichtlich am 15. Dez. 2016 gedruckt und in Österreich noch am gleichen Tag ausgeliefert.

Advertisements

Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
Dieser Beitrag wurde unter Empfehlung kath. Medien, Katholischer Glaube abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s