Gott in den Mittelpunkt rücken (http://blog.jens-falk.de/2016/10/11/gott-in-den-mittelpunkt-ruecken/#more-2146)

Katholisches

Gott in den Mittelpunkt rücken

Mein heutiger Leserbrief in der WN und Grevener Zeitung. Beachte am Ende auch die weiterführende Anmerkung und die Links am Ende des Beitrags.

Dem Ehepaar Ahlert wird mit dem Abriss sein Lebensmittelpunkt genommen. Daß sie darüber verärgert und traurig sind ist verständlich. Aber Tatsache ist doch leider, daß „nur“ noch die äußeren Hüllen (Gebäude) verschwinden. Kirche findet bereits seit Jahrzehnten kaum noch statt. Wir leben in der größten Glaubens- und Kirchenkrise der Kirchengeschichte. Die Messe ist zum Event verkommen in dem sich der Mensch in den Mittelpunkt stellt. Das Profane in den Gottesdiensträumen, in den liturgischen Gewändern und in der Liturgie ist unwürdig und abstoßend und fördert, wie wir nach 50 Jahren immer mehr feststellen müssen nicht den christlichen Glauben. Daß der Tabernakel mit dem Allerheiligsten nicht mehr, wie Jahrhunderte zuvor, im Zentrum der Kirche, sondern im Abseits steht, ist eins der deutlichsten sichtbaren Zeichen der Gottesverdrängung. Wenn wir Menschen wieder Gott in den Mittelpunkt unseres Lebens rücken, wenn wir unsere Kirchengebäude wieder ausschließlich für das nutzen, für das sie einst gebaut wurden – für Anbetung, Opfer und würdigen Sakramentsempfang – dann muß man sie auch nicht abreisen. Holen wir die Besen und den anderen Unrat aus den Beichtstühlen und setzen wir wieder unsere Priester zum Beichthören hinein, stellen wir den Tabernakel wieder in den Mittelpunkt unserer schönen Kirchen, lassen wir die Priester wieder in den Kirchen die „Messe aller Zeiten“ (irreführend auch „tridentinische Messe“ genannt) lesen, so wird unser eifersüchtiger Gott (1. Gebot) uns erhören und uns gute Bischöfe und Priester senden. Die Zeit der Kirchabrisse, die Zeit des Priestermangels und die Glaubens- und Kirchenkrise wären vorbei. Jeden Tag ein Gebet zum Heiligen Joseph, dem Schutzpatron der heiligen Kirche, in diesem Anliegen ist etwas was jeder Christ tun kann.

Anmerkung

In einem Gespräch vor wenigen Tagen mit Gläubigen aus Greven zum bevorstehenden Abriß der zwei Kirchen, beklagte sich eine Bekannte darüber, daß eine stadtbekannte nichtkatholische Person des öffentlichen Lebens die Kommunion in die Tasche steckte. Darüber war die Bekannte sehr erschüttert. Ich war eher erschüttert, daß diese Person überhaupt die Kommunion bekam. Darauf wurde mir geantwortet, daß die Kirche die Interkommunion freistellt. Dem ist nicht so!

Darf die Eucharistie auch an nichtkatholische Christen gespendet werden?

Die heilige Kommunion ist Ausdruck der Einheit des Leibes Christi. Zur Katholischen Kirche gehört, wer in ihr getauft ist, ihren Glauben teilt und in Einheit mit ihr lebt. Es wäre ein Widerspruch, würde die Kirche Menschen, die den Glauben und das Leben der Kirche (noch) nicht teilen, zur Kommunion einladen. Die Glaubwürdigkeit des Zeichens der Eucharistie würde Schaden leiden. [1398 – 1401]

(Youcat, 1. Auflage 2010, 222)

Die schwere Sünde wurde nicht seites der Person begangen, die die Kommunion in die Jackentasche steckte, sondern von dem Priester, der diese Person zur Kommunion zuließ.

Weiteres

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Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
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