Gender-Lehrplan und Hessischer Landtag: Opposition? Nein danke! (http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/)

Mathias von GersdorffDieser Blog zeigt, zu welchem Irrsinn Grüne, Gender-Ideologen, Linkskatholiken usw. fähig sind.

Klare Meinung – Deutliche Worte

 

Samstag, 5. November 2016

Gender-Lehrplan und Hessischer Landtag: Opposition? Nein danke!

CDU-Fraktionschef Boddenberg. Seine Funktion ist zu verhindern, dass jemand in der CDU gegen den Lehrplan aufmuckt. Pressefoto CDU Fraktion Hessen

Unmittelbar nachdem der hessische Landtagsabgeordnete Hans-Jürgen Irmer den neuen „Lehrplan zur Sexualerziehung“ im „Wetzlar Kurier“ am 3. November 2016 kritisiert hatte, bellten Vertreter aus allen Fraktionen zurück: Das sei lediglich eine Privatmeinung!

Am ehesten moderat waren noch die Grünen. „Was er inhaltlich erklärt, entspricht nicht der gesellschaftlichen Wirklichkeit, ignoriert die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zur Gleichwertigkeit von Ehe und eingetragener Partnerschaft und stößt auf unsere entschiedene Ablehnung“, so Fraktionssprecher Volker Schmidt. Verkehrte Welt: Mit Verve verteidigte der Grüne den CDU-Kultusminister, eigentlich ein Parteikollege Irmers. Die Kritik am Lehrplan im „Wetzlar Kurier“ sei „eine falsche, unverschämte und ehrenrührige Unterstellung“.

Die SPD fordert sogar, das müsse schleunigst entschiedene Konsequenzen haben. Der bildungspolitischen Sprecher der Fraktion, Christoph Degen, entgegnete: „Wenn Herr Irmer den neuen Lehrplan Sexualerziehung indirekt als verfassungswidrig bezeichnet, dann ist die CDU-Führung gefordert, in den eigenen Reihen für Ordnung zu sorgen.“ Ohne es offen zu auszusprechen, legt er damit der CDU nahe, ihren Abgeordneten Hans-Jürgen Irmer empfindlich zu bestrafen.

Vor allem die CDU-Fraktion wollte unbedingt den Eindruck vermeiden, dass es unter den Landtagsabgeordneten aus den eigenen Reihen einen Widerstand gegen den Gender-Lehrplan von CDU-Kultusminister Ralph Alexander Lorz geben könnte. „Es ist nicht neu, dass Herr Irmer im ‚Wetzlar Kurier‘ seine Privatmeinung äußert. Diese deckt sich in dieser Form aber nicht mit der Meinung der CDU-Landtagsfraktion, wie aus unseren Verlautbarungen der vergangenen Wochen zu entnehmen ist“, heißt es in einer Stellungnahme aus Wiesbaden, die der „Hessische Rundfunk“ am 4. November verbreitete.

Michael Boddenberg, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Landtag, scheint alles daranzusetzen, die Debatte um den Sexualkunde-Lehrplan nicht hochkochen zu lassen. Denn das könnte die CDU-Basis dazu verleiten, Widerstand zu leisten, wie aus CDU-Kreisen zu hören ist. Dementsprechend panisch reagiert Boddenberg.

CDU und Grüne haben bei der Landtagswahl 2013 insgesamt 49,4 Prozent der Stimmen erhalten. Falls die Kritik am Lehrplan anhält, ist es gut möglich, dass beiden Parteien zusammen keine Landesregierung mehr bilden könnten.

Aufgrund der hohen Bedeutung der Schulbildung in der Landespolitik war es aber von Seiten der Parteistrategen ziemlich naiv anzunehmen, dass die Einführung eines dermaßen radikalen Lehrplanes keine Stimmen kosten könnte. Da die ungeliebte Debatte inzwischen doch Realität geworden ist, tut man nun alles, um sie nur irgendmöglich zu ersticken oder zumindest zu kanalisieren.

Aus CDU-Kreisen ist zu vernehmen, der Gender-Lehrplan sei ein Zugeständnis der CDU an die Grünen, um sich deren Zustimmung für den Ausbau des Frankfurter Flughafens zu sichern.

Der Flughafenausbau ist in Hessen und vor allem im Rhein-Main-Gebiet ein heißes Thema, der viele zur Weißglut bringt. Bei der letzten Frankfurter Oberbürgermeisterwahl kostete es dem CDU-Kandidaten Boris Rhein, der anfangs als sicherer Gewinner in den Wahlkampf zog, den Sieg. Neuer Oberbürgermeister wurde der bis dahin völlig unbekannte Peter Feldmann von der SPD.

In Oktober dieses Jahres begannen auch die Proteste gegen den Flughafenausbau. Nun könnte es so kommen, dass bis zur nächsten Landtagswahl in knapp zwei Jahren Lehrplan-Gegner und Gegner eines Flughafenausbaus eine mächtige öffentliche Phalanx bilden, die die Popularität von Schwarz-Grün zu dezimieren droht. Die schwarz-grüne Koalition in Hessen, die immer wieder als Modell für die Bundesebene gehandelt wird, wäre Geschichte.

Angesichts dieser Konstellation fällt den Parteistrategen von CDU und Grünen nichts Besseres ein, als jegliche parlamentarische Opposition gegen der Sexualkunde-Lehrplan auszubremsen. Man tut gerade so, als ob das Papier von Kultusminister Lorz „alternativlos“ sei.

Dabei dürfte man gerade von Schulpolitikern mehr Lernbereitschaft und auch die Fähigkeit erwarten, vergangene Fehler nicht zu wiederholen.

Es wird für die „wohlmeinenden“, „ausgewogenen“ und „besonnenen“ Mitglieder der ehemaligen Alfred-Dregger-Partei immer schwieriger, die Realität zu leugnen: Die „C“DU setzt ohne Not glasklar linksextreme Politik um. Genau die Klientel, die 1982 die Rednerauftritte Dreggers gestört hatte und sich z.B. bei einer CDU-Kundgebung in Groß-Gerau eine Saalschlacht mit Ordnern und Polizei lieferte, bei der das Rednerpodium mit einer Silvesterrakete beschossen und Ordner mit Stuhlbeinen attackiert wurden, geht heute auf die Straße, um die Politik eines „C“DU-Ministers zu verteidigen…

Wenn man darauf verzichtet, um des lieben Friedens willen alle Hinweise zu ignorieren und starrsinnig das Mantra „Es ist alles wie immer!“ zu memorieren, kommt man nicht umhin festzustellen, dass das buntorientierte Parteienkartell von „DIE LINKE“ bis CSU im Kern (mit noch verteilten Rollen) einheitlich denselben hoministischen Politikansatz verfolgt: Durch „Gender“ soll die ultimative Revolte gegen die Schöpfungsordnung erfolgen, der Mensch als Gott, der selbst entscheidet, was richtig ist, ob er Männlein oder Weiblein oder was auch immer sein will und dem Gott gar nichts mehr zu sagen hat.

Die letzte Maske wird fallen, wenn es auf die irritierten, weil an der herkömmlichen CDU orientierten Bedenkenträger nicht mehr ankommt, weil die Gesellschaft dann komplett transformiert ist…

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Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
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