Islam als Kulturdesign für das „Neue Europa“ Teil 1: Erinnerungen an die islamische Zukunft (die-neue-ordnung.de)

Nr. 5/2016 Oktober        70. Jahrgang

Hans-Peter Raddatz

Islam als Kulturdesign für das „Neue Europa“

Teil 1: Erinnerungen an die islamische Zukunft

1. Weltkulturerbe Islam?

Nach der Kette islamischer Anschläge, die sich an „9/11“, das real-symbolische Mega-Attentat in New York, weltweit anschlossen, bekamen die bisher verschonten Deutschen im Jahre 2016 in München und anderswo einen ersten Vorgeschmack von der primordialen Gewalt, welche die islamische Gottheit in den „Gläubigen“ mit der simplen Affirmation Allahu akbar („Allah ist der Größte“) zu entfesseln vermag. In Gestalt von Erinnerungen an die Zukunft rekapituliert dieser Beitrag zum einen die im zwischenzeitlichen „Kultur-Dialog“ fast verdrängten Kriterien der aggressiven Existenzideologie des Islam gegen das ihm Fremde (Teil 1). Zum anderen wird die islamozentrische Triade von Links, Rechts und Kapital diskutiert (Teil 2), die Europa unter deutschen „Führern“ zum Schauplatz einer US-elitären Revolution von oben macht. Hier spielen die Staats- und Lebensphilosophien der Moderne als teilweise messianische Denksysteme eine politreligiös indoktrinierende Rolle. Zwischen Idealismus und Realismus, Spiritualismus und Materialismus, Obskurantismus und Wissenschaft wandelten sie die jüdisch-christliche Altkultur, die sozialethische Seelsorge inklusive, zum Feindbild und entwickelten mit Zwangstoleranz zu Lasten der Bürger einen diktatorischen Schulterschluß mit dem zuwandernden Islam. Die seltsame Phasenverschiebung von 15 Jahren seit „9/11“ verdankte sich offiziell der „Beobachtung“ bestimmter, angeblich durch „islamistische“ Umtriebe auffällig gewordener Moscheevereine, durch die deutschen Sicherheitsbehörden, die mit der Scheinkontrolle der „Beobachtung“ und sporadischen Verhaftungen die skeptische Öffentlichkeit zu beruhigen suchten. Tatsächlich entwickelte der „Kulturdialog“ das Land mit zunehmend muslimisch orientierten Institutionen, allen voran Parteien, Medien, Stiftungen, Universitäten und Kirchen, zum Ruheraum für eine erst spät bemerkte Radikalisierung auf beiden Seiten, die mit der „Religionsfreiheit“ für den Islam eine massive Volkstäuschung betrieb und die Demokratie graduell aushebelte. Denn der deutsche Staat nahm seit der „Zuwanderungsreform“ von 1973, die sich im weiteren Verlauf als strikter Abschiebestopp entpuppte, zwei Drittel der islamischen Immigration auf und legte sich mit einem muslimischen Volksanteil von derzeit knapp 10 Prozent sowie einem dynamisch wachsenden Moscheenetz ein kongeniales Gewaltpotential zu. Damit schufen seine „Führer“ – mittlerweile von den Muslimen selbst erpreßbar – ein neo-religiöses Pulverfaß, das sie ihrerseits zur Bedrohung des Altvolkes und für Maßnahmen zu dessen Kontrolle und „Sicherheit“ nutzen. Dies umso mehr, als sich mit dem „Kulturdialog“ eine den links-rechts extremen Propaganda-Ministerien ähnliche Super-Bürokratie entwickelte, die es sich zur Aufgabe machte, die historisch vielfach bestätigten Unterschiede zwischen Islam und Juden- bzw. Christentum rigoros einzuebnen. Indem man dazu aber den von Allah verordneten Kampf gegen die „Leute des Buches“ (ahl al-kitab) als Selbstdefinition dieser „Religion“ in Toleranz und Frieden umwandeln mußte, etablierten sich im westlichen Akademie-Diskurs abenteuerliche Text- und Geschichtsfälschungen. Deren stereotype Wiederholung bildet das unverzichtbare Markenzeichen der institutionellen Medienmühle im „Kulturdialog“, um sie den Massenkonsumenten einzutrichtern und die anders lautenden Fakten der Geschichte und gewalthaltigen Gegenwart zu unterlaufen. Mithin trifft die eigene Selbstdefinition als „interkulturell“ unfreiwillig zu, weil sie zum Kampf gegen das altkulturelle Wertesystem verpflichtet, personifiziert in der eigenen Bevölkerung, und somit in den Djihad einschwenkt, der seit 1400 Jahren das Korangebot der Dhimma, der Ausbeutung und Liquidierung von Juden und Christen befolgt (s.u.). Das totalitäre Element dieser Tendenz zeigt sich in Psycho-Begriffen wie der Xenophobie und Islamophobie, die das Fremde und mithin den Haß auf alles diktieren, was sich dem Kampf gegen das Eigene verweigert. Da im Zuge der Textfälschungen der Islam u.a. „keinen Zwang im Glauben“ kennt, aber der Djihad zugleich eine „Anstrengung im Glauben“ sein sollen (s.u.), erscheint das Töten von Christen und Juden als eine Art freiwillige Handlung, die Gebrauch und/oder Mißbrauch der Regeln Allahs sein kann und den Zirkel des interkulturellen „Denkens“ als reductio ad absurdum kennzeichnet. Dessen Paranoia, welche die Verbindung von Islam und Gewalt wie der Teufel das Weihwasser scheut, wächst notwendigerweise mit dem Fortschritt der islamischen Expansion. Derzeit schaukelt sie sich zu einer systemtypischen, d.h. chaotischen Phase auf, in der Journalisten, Politiker, willige Akademiker und Kirchenleute sowie eine unkontrolliert wachsende Masse bildungsarmer Dilettanten um so wahnhafter nach den „unbekannten Hintergründen und Motiven der Attentäter“ suchen, je lauter diese ihr Allahu akbar brüllen und so den Weihezustand zur Liquidierung des Unislamischen erlangen. Mit der „Religionsfreiheit“ für solche Praktiken versteht sich, daß humane Logik und Rationalität, wissenschaftliche Objektivität, demokratische Mitsprache und sonstige Errungenschaften der europäischen Kultur wie z.B. das Naturrecht auf personale Integrität, mithin die moralische Ordnung von Wissenschaft und Recht insgesamt, auf der Strecke bleiben. Das hier wirksame „Denken“ ist logischerweise für altkulturelle Argumente unerreichbar, weil es u.a. auf dem Paradox beruht, daß es „den Islam“ aufgrund angeblich zahlloser Facetten „eigentlich nicht gibt“, aber zugleich „der Islam zu Europa gehört“, speziell zu Deutschland. Dem entspricht die Trennung „des Islam“ vom sogenannten Islamismus, der für den „Mißbrauch des Islam“ stehen soll, aber nicht vermeiden kann, sich aus dem Potential „des Islam“ zu rekrutieren und dessen eliminatorisches Weltbild als kultur- und menschenfeindliche Ideologie zu enthüllen. Dieser Faktor verstärkt ganz entscheidend die langfristig angelegte Antikultur als integralen Teil des europäischen Euro-Diskurses, dessen links-rechte Auswüchse

die Menschen der „bourgeoisen“ bzw. „jüdisch infizierten“ Vorgängerin massenhaft in Vernichtungslagern verschwinden ließen und nun im geldnormierten Schulterschluß des „Kulturdialogs“ als Hetzer, Rassisten und „Geschwüre“ (Islam-Agitator Ayman Mazyek) diffamieren. Diese so primitive wie gutbezahlte Routine radikalisiert das Personal, da pöbelhafte „Experten“ für Allahs Zwecke zwingend erforderlich sind. Denn altkulturelle Bildung, die zu folgerichtigem Denken befähigt, durchkreuzt das Achsenkreuz des offiziellen Islam-Design – Bereicherung, Befruchtung, Befriedung, Befreiung – das diese „Religion“ zum europäischen, wenn nicht gar Welt-Kulturerbe macht. Sollte sich ein Antikultur-Aktivist dennoch in seiner Kader-Mechanik durch eine besonders unerwartete Information der kritischen Islam-Analyse irritieren lassen, hilft in jedem Falle das Panaschee des „Kulturdialogs“ weiter: die keulenartige Aufforderung, den Islam, den es eigentlich nicht gibt, „nicht unter Generalverdacht“ zu stellen. Durch ihre Allheilwirkung gehört diese Schablone zum Kern des „Dialog-Wissens“, das mit dem Islam eben auch „zu Deutschland gehört“ (Angela Merkel) und zum epochalen Muslim-Import der Jahre 2015/16 in Millionen-Dimension beitrug. Zusammen mit anderen Klischees bewährt sich die Floskel im völkischen Prozeß der ideologischen Erziehung und biologischen Verdrängung der Ansässigen, der mit Immigration und Reproduktion des Fremden bzw. Verhütung, Abtreibung und Vergreisung des Eigenen den „Strukturwandel“, den Austausch von Volk und Kultur, gleitend vollzieht. Den Einheimischen kommt mithin die minderwertige Rolle der Diener und Zahler zu, verbrieft in Allahs Absage an die jüdisch-christlich retardierten Menschen (9/29) sowie der Zusage des Muslim-Privilegs als „bester Gemeinschaft auf Erden …“ (3/111), die, indem sie das Recht setzt, die gesamte Welt beerben soll. Die „Führer“ des deutschen Kulturwechsels verschmelzen mit dem IslamFortschritt in der Moderne auf ihre Weise, u.a. der Vorsitzende der „Volks“-Partei SPD, der im Wahlvolk „Pack“ erkannte und mit erhobenem Mittelfinger etwaige Zweifel an seiner Loyalität sowohl gegenüber dem Pöbel als auch dem Islam zerstreute. Wenngleich rustikal, folgte er nur dem offiziellen Kanon, der gemäß elitärer Volksverachtung nach der Attentatskette in Frankreich und Deutschland verfassungswidrig verkündete, daß wie zuvor der Islam nun auch die Gewalt als Normalität zu Europa gehören solle, wobei beider natürliche Verbindung das erste Tabu der Machtausübung blieb. Und da diese Strategie bereits mit dem Kulturkampf der 68er-Zeit Fahrt aufnahm, läßt sich die These von der Moderne erhärten, deren „Leben“ in der massenhaften Vernichtung bzw. Vermeidung menschlichen Lebens durch den Fortschritt profitabler Technik, Elektronik und Pharmazie besteht. Auf Faschismus und Bolschewismus folgt das globale Kapital von Mega-Investoren, die die Staaten nutzen, um mit der Revolution von oben, vor allem mit der börsentechnischen Privatisierung der öffentlichen Versorgung (Strom, Telekommunikation, Gesundheit, Geld), die Eliten der Staaten zu korrumpieren, soweit vorhanden die demokratischen Strukturen auszuhöhlen, dabei flankierend die „Religionsfreiheit“ für den Islam einzusetzen und ihre Herrschaft hinter dem Schleier „interkultureller Toleranz“ totalitär abzusichern. Daß dieses Verfahren eine schon in der Kolonisierung bewährte, europäische Praxis bildet, die sich in der Globalisierung unter amerikanischer Dominanz fortsetzt und die Dauerhaftigkeit der asozialen Antikultur – u.a. mit Konzepten wie MAI, TTIP etc. – auch finanzwirtschaftlich bestätigt, belegen neben EU und UNO die globalen, US-beherrschten Organisationen (IMF, WTO, WHO etc.). Indem sie die Privatisierung durchsetzen und mit den UNESCO-Etiketten des „Weltkulturerbes“ verbrämen, erzeugt die Vernichtung der lokalen Strukturen eine Kette von Bürgerkriegen, die mit Korruption und Gewalt die Revolution von oben pluralisieren. Daraus folgen nicht nur Waffenlieferungen, primär von der US-dominierten Rüstungsindustrie, sondern auch endlose Migrantenströme, deren Orientanteil vorwiegend in Deutschland landet. Allerdings enthält das „Weltkulturerbe“ (noch) nicht die gänzliche Handlungsfreiheit für den Islam, die, wie sich zeigen läßt, ein Jahrtausenderbe der europäischen Kultur ist. Zwar genießt der Islam als einzige „Religion“ das Privileg eines Gebetsraums im Gebäude der atheistischen UNO am East River, doch erwies es sich in großen Teilen Ostasiens bisher als äußerst schwierig, seinen Anhängern dort ähnliche Freiräume zu schaffen, wie sie in Europa üblich wurden. Weil hier Widerstände als „rassistisch“ gelten, berichten die Medien nur spärlich über die Probleme, die die Islamexpansion in Indien, China und Thailand verursacht. Insofern erlangt die kommende Reaktion Japans auf die von der neoliberalen Regierung stark geförderte Islam-Propaganda besondere Bedeutung, weil das Land immer noch (mit den USA und Europa) zum „trilateralen“ Ursprungskonzept der westlich geprägten Globalisierung gehört. Deutschland und Japan spielen hier eine kryptische Sonderrolle, denn beide nehmen aus UNO-Sicht einen seit 1945 unveränderten Feindstaaten-Status ein, der weder einen Friedensvertrag, noch die Anerkennung voller Souveränität zugelassen hat. Insofern eignen sich beide Staaten als Spielmasse der Weltmacht USA, die zunächst Deutschland zum Brückenkopf des Islam in Europa machte. Ob sich auch Japan vergleichbare Funktionen zuweisen lassen, steht dahin, erscheint aber unsicher, weil die Verwestlichung des Landes flacher verläuft, als dessen Supertrend von Konsum und Technik suggeriert, zumal sich in den Katastrophen von Hiroshima und Nagasaki eine stumme Anklage der USA als zynischer Täternation konserviert.

2. Magische Existenz-Kriterien des Islam

Kurioserweise ist der Begriff des Erbes, transitiv als Erbe von etwas und intransitiv als Erbe im Sinne von Vererbtem, für den Islam konstitutiv und sollte von den Designern der interkulturellen Global-Kolonisierung als eine Art Warenmarke „kultiviert“ werden. Denn Allah hat nicht nur die „beste Gemeinschaft“ geschaffen, sondern ihr auch die ganze Welt als Besitz vermacht, den sich die anderen Kulturen zwar unwissentlich, aber nicht weniger widerrechtlich angeeignet haben und früher oder später wieder herausrücken müssen. Wer „den Islam“ in seiner Fitra, seiner exklusiven Seinsform verstehen will, muß das absolutistische Recht auf Eroberung und Zwang verstanden haben, das dieser „Religion“ und ihren Anhängern koranisch garantiert, aber von den Kadern des „Kulturdialogs“ militant tabuisiert wird. Die Spitze, sozusagen der Vegetationspunkt des Erbgedankens, verwirklicht sich im Djihad, im Generalkampf gegen alles Unislamische, der eigentlich eine Doppelspitze ist, indem er sich in die unbeirrbare Aggression gegen den Unglauben und in die unbeugsame Kontrolle der Frau teilt. Diesem Aktionszwang, dem Lebenszweck des Islam an sich, sind alle Facetten von Staat, Gesellschaft, Familie und Mensch zu unterordnen, eine so automatisch wie radikal herrschende Struktur, die auf Allahs totalem Rechtssystem der Scharia beruht, einem kongenialen Regelraster, der ein Maximum der Wechselfälle des kollektiven Lebens, auch absurdester Art, erfaßt. Da dieses System eigenständige Gedanken selbsttätig erstickt, wurde es den Staats- und Lebensphilosophen des „modernen“ Europa zunehmend sympathisch, wobei formative Vordenker der Extreme wie Kant, Hegel, Nietzsche, Heidegger etc. im zweiten Teil zu Wort kommen. Gleichwohl müssen wir hinsichtlich einer islamisch geprägten Zukunft auf das zentrale, gemeinsame Machtinteresse vorgreifen, das im Verschwinden des denkenden Menschen in einer leicht lenkbaren Masse besteht. Das Jahrtausend, das zwischen Muhammads Löschung der arabischen Geschichte und Dichtung sowie der jüdisch-christlichen Glaubensbasen als „Unwissenheit“ bzw. „Fälschung“ (djahiliyya) einerseits und den Losungen der Vordenker – Kategorischer Imperativ, Wille zur Macht, Sein zum Tode etc. – verstrich, erscheint weitgehend irrelevant. Denn beide Seiten dienen der Erhaltung machtgerechter Weltbilder, die eine zunehmend menschenfeindliche Moderne durch pragmatische Wissenschaft und Arbeitsfunktionalität auf „Augenhöhe“ mit dem stabil asozialen Islam bringen. Wie erwähnt, hat der moderne Fortschritt eine wachsende Gegnerschaft zu den Weltdeutungen der Christen und Juden entwickelt. Deren „Kulturdialog“ schwenkte systematisch in den Djihad des Islam ein, wo die Dhimma, der Kampf gegen sie selbst als Exponenten des Unglaubens, die dominante Rolle spielt. Gleiches gilt für den Djihad gegen die Frau, den die Antikultur mit eisernem Schweigen unterstützt. Denn hier gilt die totale Unterwerfung unter den Mann als Stellvertreter Allahs und dessen ebenso totales Recht auf den Nikah, den allgegenwärtigen Koitus, der den biologischen Bestand sichert und daher absoluten Vorrang vor dem Gebet hat. Mithin versteht sich auch der staatsweite Kampf für das Kopftuch, für den ein Verbot der Burka kein Hindernis, sondern Beistand bedeutet, weil es das Kopftuch normalisiert. Damit läßt es die in der deutschen Antikultur besonders ausgeprägte Islamizität freilich nicht bewenden, sondern beweist ihren weiteren Fortschritt in der Steigerung der Schweigespirale in Bezug auf die täglichen Vergewaltigungen, die seit der Mega-Immigration 2015/16 offenbar ebenso „zu Deutschland gehören“ sollen wie der Islam selbst. Damit liegen die „Verantwortlichen“ in Regierung und Bürokratie nicht ganz falsch, denn die Vergewaltigung einer Ungläubigen bildet die ideologisch-biologische Vereinigung der beiden Djihad-Spitzen und mithin die ultimative Befriedigung Allahs.

Da der islamische Brauch auch den Inzest in Gestalt von Strafvergewaltigungen in der Familie einschließt, sind Hoffnungen zu dämpfen, die sich an seine Anhänger als Korrektoren der überbordenden Gender-Ideologie knüpfen. Wer glauben möchte, daß die Muslime eine Strategie gegen Homosexuelle entwickeln könnten, weil die Scharia harte Strafen bereithält, hat nicht begriffen, wie Allahs Allmacht funktioniert. Denn die äußert sich im Niedergang der westlichen Denkfähigkeit und Reproduktion, gepaart mit anhaltendem Ölbedarf – ein Ausdruck übernatürlicher Weisheit, höher als alle Vernunft, die der „besten Gemeinschaft“, nachdem sie die koloniale Demütigung überstanden hat, nun den tausendjährigen Traum von der Eroberung Europas erfüllt. In eine derart günstige Konstellation einzugreifen, hieße nicht nur, den historischen Vorteil zu behindern, sondern den Willen Allahs und seines Verkünders Muhammad, mithin also die Fitra, die Einbettung des Seins in die Einheit Allahs zu mißachten. Die islamfundierende, politsoziale Wechselwirkung zwischen Djihad, Dhimma und Nikah ist natürlich nicht ohne ihren epochalen Vermittler Muhammad zu verstehen, den die Nachwelt mit okkultem, quasi-göttlichem Charisma zum „Vollkommenen Menschen“ auflud. Die Entstehung des Korans entspann sich als magischer Dialog zwischen ihm und dem Engel Gabriel, durch den hindurch er mit Allah kommunizierte und den Einen zum gestaltbaren Zweiten Ich machte. Des Verkünders Zeit in Mekka war von Stimmenhören und Lichtersehen geprägt (Nagel, Mohammed, 109f.), denen der übernatürliche Gabriel, selbst der Magie mächtig (Lane, ArabEnglish Lexicon 8, 2819 Sp. 1f.), ihre phobische Wirkung auf Muhammads Psyche nahm. Indem er sich als der zentrale Akteur über das Medium des „Geistes“ in die Gestalten Gabriels und Allahs spaltete, wurde Muhammad selbst zum Alter Ego (T. Nagel), das ihm eingab und später obsessiv diktierte, der Gesandte des Einen und der Eine selbst zu sein. Die Entstehung des Islam aus der arabischen Magie ergab sich aus der Bedingung seiner spätantiken Umwelt, zur verbesserten Akzeptanz den Glauben an die Djinnen, die Schattenwelt der allgegenwärtigen Lokalgeister zu integrieren. In der akuten Phase dieses Vorgangs gelang es der gespaltenen Psyche Muhammads, sich selbst zu therapieren, sich aus ihrer Bedrängnis zu befreien, indem er sie in Realität umwandelte. Dabei waren die Magiegläubigen der Zeit nur zu überzeugen, wenn man ihre Zauber-Rituale ernst nahm, die im Werden des Islam erst allmählich durch hochkulturelle Einflüsse intellektualisiert wurden (s.u.). Sein psycho-magischer Schöpfungsakt machte Muhammad und nach ihm jeden islamischen Machthaber zum Magier seiner selbst. Er schuf den Konnex zwischen Machtphantasien und dem politischen Gesetz, dem Modell von Medina, das sich gegen die Kräfte seiner Zeit und dann gegen jede nichtislamische Ordnung richtete: im Djihad gegen den Unglauben, in der Dhimma gegen Juden und Christen, im Nikah gegen den Ungehorsam der Frau. An diesem Modell, das im Wechsel mit Allah die Halluzination der defekten Psyche zur Realität der perfekten IslamGemeinschaft (Umma) umwandelte, wuchs der Verkünder zum Systemschöpfer und Feldherrn. Muhammads Werdegang läßt sich mit einem Therapieprogramm vergleichen, das den Schizophrenen um so nachhaltiger heilte, je mehr Gewalt er einsetzen konnte, um die äußere Umgebung seiner Innenwelt nachzubilden. Wenn ihm dieser Ablauf zum jüdischen Beinamen des „lachenden Mörders“ verhalf (ebd., 360), so entsprach dies nicht nur seiner Psyche, sondern auch derjenigen der zahlreichen Narzißten in der Geschichte und Literatur, deren gewalthaltige Weltdeutungen mit Phänomenen der Heiterkeit bzw. entspannenden Gewalt-Phantasien und -Aktionen einhergehen. In der Diskussion der neototalitären Euro-Praxis (Teil 2) kommt dieser Kontext zur Sprache, der in den Lebensphilosophien und ihren sadistischen Ablegern, den linksrechten Extremismen und den Nachfolgern in Gender- und Gentechnik zutage tritt. Muhammads magische Welt beruht auf der Vorstellung zahlloser Djinnen, islamisch aufbereiteten, altarabischen Geistern, die geführt von Iblis, keinem Geringeren als Satan selbst, als feurig-ätherische Varianten der jüdischen KabbalaKombinatorik sowie Vorläufer der postchristlichen Monaden-Lehre eines Gottfried W. Leibniz das Universum Allahs ausfüllen und jeden Menschen allseitig beeinflussen. Sie sind der Feinstoff, der Allahs Dauerschöpfung sowie davon in Raum und Zeit untrennbar der Religionsideologie des Islam und dem Denken der Muslime zugrunde liegt. Kraft ihrer ungeklärten Universalität „geistern“ sie in kurioser Zeitlosigkeit auch durch das Phänomen der Gravitation, dessen Erklärbarkeit mit Einsteins Relativitätstheorie in weitere Ferne rückte. Seit einem Jahrhundert gibt sie den alten Fragen nach Zeit, Raum und Kausalität neue Rätsel auf, reaktivierte sogar die verstaubte Ätheridee des 19. Jahrhunderts und gab den materiellen Lebensphilosophien weiteren Auftrieb. Während Mystik und Esoterik als „arabisches Erbe“ den elitären Hochgraden in den interkulturellen Machtorden eine gemeinsame Nische schaffen, gilt für die Umma, die Masse Allahs eine geduldete Heiligenverehrung sowie eine Vielfalt von Talismanen und Amuletten, die den Doppelgott aus Allah und Muhammad absichern. Indem sich als Spaltprodukt aus der Psyche des Verkünders seine Austauschbarkeit mit dem Islamgott entwickelte, wird auch die Resistenz gegen anderskulturelle Einflüsse, speziell gegen Toleranz und Frieden verständlich, die den „religionsfreien“ Islam zum völkischen Partner der atheistischen Intoleranz-Ideologie gegen die Altkultur macht. Denn im aggressiven Mahlwerk von Djihad, Dhimma und Nikah wurden sporadische Reformversuche zuverlässig zerrieben und zur stetigen Verschärfung der Orthodoxie genutzt. Tilman Nagel zeigt, wie dieser Prozeß, speziell nach der Festschreibung der Scharia im 12. Jahrhundert, eine enorme Muhammad-Verklärung in Gang setzte, in der Allah seinen eigenen Gesandten anzubeten beginnt und dessen schizophrene Einzelverfassung auf die kollektive Psyche der „besten Gemeinschaft“ rücküberträgt, sie also islamozentrisch schizophrenisiert (Nagel, Allahs Liebling, München 2008). Dies verleiht jedem Muslim das Recht und die Pflicht, sich der „besten Gemeinschaft“ mit allen Mitteln würdig zu erweisen – eine pauschale Gewaltlizenz, auf die sich nicht nur die Avantgarden von Muslimbruderschaft über Al-Qa’ida bis zum ISIS berufen. Auch die Majorität der vom „Kulturdialog“ so genannten „gemäßigten Muslime“ versteht dieses Privileg kaum anders, indem sie laut Orient-Umfragen mit Anteilen zwischen 75 und 85 Prozent die jeweiligen Anschläge zustimmend begleiten. Daß auch die Euro-„Führer“ das Gewaltpotential der Islamisierung zur Dressur der Einheimischen nutzen, bedarf keiner weiteren Erklärung, weil die politbüroartige EU-Kommission, die staatlichen Institutionen und deren „Dialog“Kamarilla tagtägliche Belege für ihre unverbrüchliche Loyalität mit Allahs Expansionswillen liefern. Deren stupide Dynamik, die binnen kurzer Zeit groteske Formen angenommen hat, illustriert in der Tat die Rätselhaftigkeit der Kulturgravitation und ihrer gewalthaltigen Latenz. Hier bestätigt sich ein offenbar magisches Medium, das sich zeitlos im kollektiven Unbewußten spiegelt, als quasi-alchemistischer Prozeß, dessen Zwangsdialektik die Denkwelt des Islam bestimmt und zugleich die Welt des Nichtislam in Allahs Universum überführen soll. Damit verdeutlich sich im Euro-Kulturwandel die existentielle Rolle des Kapitals, die in der geldnormierten Globalisierung die Asymmetrie zwischen Macht und Masse und die Schere der sozialen Ungleichheit verschärft. So wie die organisierten Eliten die Prozeßkontrolle systematisieren und den institutionellen Vollstreckern des Pöbelpersonals eine privilegierte Existenz ohne Leistung verschaffen, so bleibt die gleichzeitige Aushöhlung des Rechtsstaates, politkulturelle Dressur und finanzielle Auspressung von der Masse unverstanden. Denn so wie die Muslime im seinsbedingten Privileg der Fitra „keinen Zwang im Glauben“ spüren, sind sich die Antikultur-Aktivisten, bei Heinz-Joachim Heydorn die „produktionseffizienten Neanderthaler der Postmoderne“, ihrer Funktionalität nicht bewußt, die sie mit dem Scharnier zwischen Abbau von Bildung und Aufbau von Gewalt von der denkenden in die instinktive Existenz überführt. Hier liegt keine „selbstverschuldete Unmündigkeit“ vor (Kant), sondern eine Systemfolge dekadent ausufernder Macht, die den denkenden Menschen auf ein optimiertes Nutzenmodul reduziert, ihn wie René Descartes (gest. 1650) prophezeite, auf die „Stufe von Tieren oder Maschinen“ bringt und heute mit archaischen Parallelen zum Islam ausstattet.

3. Juden und Christen als Geburtshelfer des Islam

Damit sind die „Erinnerungen an die islamische Zukunft“ in ihren Grundzügen umrissen, doch wären sie allzu lückenhaft, würden wir die Überwindung und Beseitigung der Orientalistik verschweigen. Denn als Lieferantin islamkritischer Forschung und kompetente Vertreterin der altkulturellen Bildung fiel diese Fachschaft als eine der ersten den Meta-Traditionen des akademischen Opportunismus und machtdienlichen Kriechertums zum Opfer. Ein paradigmatisches Beispiel in diesem Sinne unterdrückter, weil objektiver Forschung kommt von Patricia Crone (gest. 2015), deren Werk sich auf die komplizierte Frühzeit des Islam konzentriert. Eingedenk der banalen Tatsache, daß Religionen, geschweige denn Ideologien, nicht vom Himmel fallen, sondern sich historischen Prozessen mit kompatiblen Denkern verdanken, hatte Crone unter anderem die vom „Kulturdialog“ befohlene Authentizität der islamischen Grundlagen, Muhammads Prophetentum mit Koran und Hadith (isl. Tradition) historisiert. Diese „unislamische“ Form von Wissenschaft trug ihr prompt den Ausschluß aus der „Gemeinschaft der internationalen Wissenschaft“ ein, unisono vorgeschlagen auf dem Orientalistentag 2002 in Amman.

Dabei versteht sich, daß analytisch belegte Zweifel an „dem Islam“ als mit Juden- und Christentum vergleichbarer Religion und wichtigstem Partner des „Kulturdialogs“ konsequent zu bekämpfen sind, weil er integraler Motor des Weltbildwandels ist. Nachhaltige Widerstände würden viele Milliarden Dollar gefährden, die bereits in das Jahrhundertprojekt geflossen sind und den elitären Globalfilz von Regierungen, Stiftungen und Mega-Organisationen mit Hekatomben institutioneller Vollstrecker in Gestalt von bestallten Referenten und zahllosen, selbsternannten „Experten“ nähren. Sie bilden eine so gierige wie prinzipienlose Kraken-Bürokratie, deren Meta-Prinzip darin besteht, mit maßlosen politsozialen und finanziellen Forderungen die altkulturelle Basis der Staaten aufzulösen – als neo-imperiales Konzept, das Links und Rechts unter der Geldnorm fusioniert, die arbeitende Masse mit Entertainment, Konsum und „Respekt“ vor allem anderen ablenkt sowie jede Kritik – je analytischer desto härter – mit der Kader-Keule reflexhafter „Rassismus“Propaganda bekämpft. Die politreligiöse Langzeit-Dimension dieses epochalen Trends, dessen moderner Technik-Fortschritt den Rückschritt in die kulturelle Vormoderne immer weniger kaschieren kann, offenbart ihre Universalität in der Löschung von Raum und Zeit, mit der auch das altkulturelle Kausaldenken verschwindet und durch eine Renaissance des totalitären „Denkens“ ersetzt wird, das sich im Ausweichbegriff der Komplexität verbirgt. Hier spielt die Hauptrolle das Konzept der Kontingenz, der zufallsbedingten Ordnung der Welt und Dinge, in deren Pluralität der technisierte Mensch selbst zum Ding wird und seine existentielle Erfüllung in weniger zufälliger Performanz, d.h. in global vernetzter, williger Funktionalität findet, zu der wiederum die Toleranz gehört. Indem sich die Technik dieses Systems laufend elektronisiert und digitalisiert, scheint sich der Kausalitätsverlust besonders fatal auf die Kultur auszuwirken. Er drängt mit der Löschung von raumzeitlichen Unterschieden das Denken zugunsten des Körpers zurück und läßt die materiell fixierte Antikultur hervortreten, die mit darwinistischer Förderung alternative Zwänge erzeugt. Dazu dient die „säkulare“ Obsession, die Euro-Existenz aus der Umklammerung durch das antikirchliche Feindbild in den „Frieden“ des islamischen Heilsbildes zu schleusen und vom „Patriarchalismus“ zu befreien, indem man sich in einer libertären, sexualphysikalischen Weltmatrix ortet, die auch das Geschlecht löschen soll. Die eigene Prüderie, die islamische, sogar von der UNO gerügte Spezialitäten wie den erwähnten, von der Scharia geförderten Sexualmißbrauch strikt verschweigt, spielt in diesem Kontext „natürlich“ keine Rolle. Ihren postmodernen, vorwiegend marxistischen Anfang nahm diese Struktur bei Michel Foucault (gest. 1984), der sie mit Kritik an den bürgerlichen Gefängnissen und Krankenhäusern begründete und von Jacques Derrida (gest. 2002) in die von Ludwig Klages (gest. 1957) übernommene Ideologie gegen den Logozentrismus überführt wurde, d.h. den „alten“ europäischen Geist des deduktiven Denkens aus griechisch-christlicher Tradition. Unter Einfügung von Elementen der Gnosis und jüdischen Kabbala verfeinerte Derrida sein System – mit massiver US-Förderung – zu einem so komplexen wie logophoben Netzwerk-Prinzip, das eine erfolgreiche Zitierbasis des Akademie-Diskurses zur Ideologisierung der globalen Revolution von oben wurde. Die Konzeption, die scheinbar unterschiedliche Vorgänger und Nachfolger von rechts und links harmonisch vereint – u.a. Martin Heidegger, Walter Benjamin, Ernst Bloch, Niklas Luhmann – lebt von ihrer zeitlosen Familienähnlichkeit in der Matrix endloser Funktions-Kombinatorik als so abstrakter wie heute aktueller Welterklärung. Sie bildet sich gleichermaßen im jüdischen Systemdenken und dessen islamischem Teilderivat (s.u.), im kartesischen Achsenkreuz als Medium der Wissenschaft, im Formelapparat der Staats-, Sprach-, Subjekt- und Lebensphilosophien mit deren rechts-links-extremen Pervertierungen sowie im Unschärfeprinzip der Raum-Zeit-Theorien und (Kultur-)Gravitation ab, deren Rätsel sich im Geld auflösen lassen. Ihre Gemeinsamkeit besteht in etablierter Machttechnik, der Ökonomie evolutionärer Massensteuerung im Hirten-Herde-Gefälle, dessen Druck mit eigendynamischen Leitkonzepten von Gottesideen und mystischer Auserwählung über Suggestivbegriffe wie Schicksal, Fügung, Vorsehung etc. in die Leerformeln der spätmodernen Weltdeutung überführen. Hier besetzen relativistische Kaskaden ersatzreligiöser Wortprothesen – Komplexität, Pluralität, Multikulturalität, Interreligion etc. – die altkulturellen Machtpositionen und höhlen mit zunehmender Islamizität folgerichtig auch die Leistungskraft der westlichen Wissenschaft, Wirtschaft und Sozialethik aus. Das „Verschwinden des Subjekts“ als Hauptziel der logophoben Globalideologie erscheint als technisches Konzentrat der kombinatorischen Machtmatrix, die das „Bewußtsein überhaupt“ (Kant) bestreitet sowie dem denkenden Menschen und einer humanen Zivilisation mit dem Bewußtsein auch das Gewissen nimmt. Im Bedeutungswandel der politsozialen Koordinaten erzeugt die Spätmoderne den „Neuen Menschen“, der archaischer als sein spätantiker Vorgänger sein kann. Denn der Schwund des Denkens und des Wissens um die Existenz kehrt die naturhafte Instinktseite des Menschen hervor, die ihn auf Funktionen im Arbeitsnetz, Konsum und Entertainment reduziert sowie mit Drogensucht und Sexvarianz, SmartphoneFixierung und Arbeitswut die Formen moderner Versklavung antreibt. Darin läuft die Islamozentrik der Westeliten mit, deren moralfreier Toleranz-Zwang im Koranziel des Islam als weltweiten, finanzstarken Sklavenhalters die perfekte Erfüllung findet. Während die Wahrnehmung solcher Analysen im Spektrum des antikulturellen Fortschritts und seiner Primitiv-Avantgarden zwischen „Spießerdenken, Haß und Volksverhetzung“ schillert, wird sie im wahrhaft pluralistischen Getriebe der täglichen Medienmühle als zentralen Instruments der Antikultur systemhaft bestätigt. Deren multiple Bild-, Wort- und Ton-Dynamik erfaßt die Massenmenschen suggestiv als Konsumenten einer endlosen Produktpalette, zu der der Islam als institutionelles Zwangsangebot gehört. Das mediale Quasi-Monopol erschwert zwar die Kritik, erleichtert aber die Analyse, weil die Löschung der Unterschiede die Spirale der Irrationalität steigert und die weitere Islamisierung der Zukunft vorhersagbar macht.

Dieser kleine praxistheoretische Einschub systemischer Zwänge im „Fortschritt“ war hier angezeigt, um Komplexität und Kontingenz, die als heilige und profitable Kühe des „humanwissenschaftlichen“ Diskurses mit akademischer Ausgiebigkeit gemolken werden, als „säkulare“ Varianten der Gottesideen und deren Derivate zu klären. Gemäß ihrer Familienähnlichkeit nähren sie die auffallend macht- und geldgierige Neo-Priesterschaft von Politikern, Professoren, Prälaten und sonstigen Profiteuren, die im Karussell der Interviews, Talkshows, Selektivzitate und Scheinumfragen als Quasi-Imame Europas der Masse die Vorzüge des Islam eintrichtern (Teil 2). Indem sie unablässig die Geschichte fälscht, die Kreuzzüge als „Beweis“ für das Christentum als „Kultur der Gewalt“ und den Eroberungszwang des Islam als „Kultur des Friedens“ kennzeichnet, beweist sich Europas politreligiöse Gegenwart als „Kultur“ der psycho- und bio-kollektiven Regression und Dekadenz. Da das Totalitäre im Wesen der Moderne liegt, als ihr „Lebenszweck“ das Alte mit Neuem zu löschen und „heutiges Leben zugunsten zukünftiger Generationen zu opfern“ (Friedrich von Hayek), fallen Prognosen nicht schwer. Der interkulturelle Rassismus, der sich mit den gesteigerten Mitteln der monetären Förderung, elektronischen Kontrolle und islamophilen Dynamik ausstattet, kann mit digitaler Härte gegen das eigene Leben vorgehen, die die extremen Vorläufer als unbeholfene Experimente erscheinen läßt. Die frappierende Zeitlosigkeit der Machtstrukturen bestätigt sich mit dem schon in der Aufklärung erkannten „falschen“ Fortschritt der Moderne, der im „Abreißen“ vom Humanum, in der Trennung vom folgerichtigen Denken und menschlichen Mitgefühl besteht. Derart programmiert, mündet sie heute in eine verfehlte „Einheit in Vielheit“, die sich primär in der Modularisierung des Menschen und Inflation von Bürgerkriegen und Hungersnöten manifestiert. Dies führt uns in einer vertieften Perspektive auf die menschenfeindliche Genese und Ideologie des Islam sowie das vom „Kulturdialog“ abgelehnte Werk der Patricia Crone zurück. Zwar fehlt hier der Raum für eine dem Thema angemessene Betrachtung, doch erscheint ein ergänzender Blick auf ihr wichtiges Sujet für die „Erinnerungen an die islamische Zukunft“ durchaus sinnvoll. Denn ihre Forschung wird der zeitlosen Selbstähnlichkeit historischer Machtformen gerecht und wartet mit entsprechend provokanten Thesen auf. Sie enthüllen das Mainstream-Konzept vom Islam als einer Art „Spontanreligion“ mit angeblich kompletten Strukturen nicht nur als infantiles Konstrukt, sondern auch als implizites Plagiat von der Altkultur, weil deren vorgängige Kriterien im Wege stehen, wenn man „den Islam“ – quasi als Allahs Fertigprodukt – massenverträglich vermarkten will. Im Zentrum der Crone-Thesen steht die von ihrem Lehrer John Wansbrough (gest. 2002) übernommene Konzeption eines historisch entstehenden Islam, dessen nomadisch kultivierte Eroberer aus der arabischen Halbinsel kamen und bis dahin nur sporadische Kontakte zu den umgebenden Hochkulturen der Perser, Byzantiner und den dortigen jüdischen Gemeinden hatten. Die Hidjra, die „Flucht“ Muhammads aus Mekka, wird als fromme Legende durch seine Zugehörigkeit zur mekkanischen Kultelite widerlegt, ebenso wie die Juden von Medina und Christen von Khaybar eine Rolle spielten, die von der gemeinsamen Geschichtsfälschung des „Kulturdialogs“ und offiziellen Islam deutlich abwich (vgl. Raddatz, Allah und die Juden, Berlin 2007). Im 20. Jahrhundert entstand eine Unzahl von Untersuchungen, die sich mit dem einen oder anderen, mit dem Einfluß der Juden und/oder der Christen befassen. Sie trugen eine ganze Reihe plausibler Einflüsse zusammen – teilweise auch sprachlich überzeugend durchleuchtet – nutzten sie allerdings weniger zum Auf- und Ausbau einer brauchbaren Islamanalyse, wie sie die Orientalistik begonnen hatte, sondern eher für die Arbeit an der Chimäre des authentischen Islam als „abrahamitischer“ Religion bis hin zur Ideologie der dominanten Idealkultur. Während die antikulturellen „Säkularen“ hier eine so kuriose wie machtschaffende Frömmigkeit pflegen, wurde Crones Wissenschaft zum Haßobjekt, weil sie das Heilsziel der „Spontanreligion“ Islam stört. Denn sie stellt die Formen des orientalischen Juden- und Christentums als Stadien der arabischen Diaspora bzw. christlichen Monophysiten dar, ohne deren theo-philosophische und rituelle Beiträge die Entstehung des Islam kaum denkbar ist. Im Rahmen komplexer Theologien von den Orthodoxien – Rabbinertum und Byzanz – ausgegrenzt, schwächte sich die Motivation dieser Juden- und Christensekten ab, dem Ansturm der „Hagarener“ (prämuslimischer Begriff für die Abkömmlinge von Abrahams Nebenfrau Hagar und deren Sohn Ismael) entschiedenen Widerstand zu leisten, sondern sie zunächst eher als „Befreier“ zu sehen. In der Hoffnung auf Bedeutungsgewinn und auffallender Parallele zur heutigen Euro-Kollaboration stellten sich ihre Eliten in den Dienst der Barbaren, warben um endlose Demut der Gemeinden gegenüber hagarenischer Gewalt als „Gottes Wille“ und vermittelten – besonders intensiv in der Umayyaden-Zeit zwischen 661 und 750 n.Chr. – mit Theologen und Verwaltungsleuten jenes Wissen, welches das Herrschaftssystem des Islam begründete und Europa heute als Kultur-Offenbarung oktroyiert wird. Und nicht nur das: Crones Deutungsmodell liefert auch die politreligiösen Gründe, indem sie zum einen die Gnosis betont, die schon seit den Kirchenvätern weniger als Sekte, sondern als gefährlicher Spaltpilz des christlichen Glaubens galt. Denn deren kosmischer Gott erteilte den spirituell Erleuchteten die Lizenz zur Veränderung der als mißlungen geltenden Welt und wandelte Jesus zum Magier, der nicht gekreuzigt, sondern in den Himalaya entrückt wurde. Zum anderen hebt sie als Spezialität ihrer Lesart die Samariter hervor, die ebenfalls mehr als eine Sekte sind. Mit auffallendem, im Islam wiederkehrendem Gewicht auf die prophetische Rolle Moses‘ setzten sie sich vom rabbinischen Judaismus ab, der sich auf die Genealogie des davidischen Königtums stützte, und entwickelten eine politreligiöse Gegnerschaft, die wie Crone mit Koautor Cook nachweisen, zu formativen Einflüssen auf den entstehenden Islam führte (Crone/Cook, Hagarism, The Making of the Islamic World, Cambridge 1977). In der Spaltung zwischen Samaritismus und Judaismus, die sich nach der römischen Tempelzerstörung zu unverhohlener Feindschaft verschärfte, entwickelte ersterer einen scheinbaren Widerspruch, der in der Kombination einer absoluten Einheit Gottes mit einer ebenso konsequenten Beliebigkeit der Weltauslegung besteht und sich dem Wandel der Zeiten geschmeidig anpaßt. Dieses flexible, gnosisnahe Gotteskonzept bildet das eindeutige Muster für Allah, das in einem Übergang von mindestens 150 Jahren den Islam auf den Weg der weltgeschichtlichen Alternative brachte. Im Gegensatz zum jüdischen und speziell zum in Jesus inkarnierten Gott, bezeichnet sich Allah als besten Täuscher, „der in die Irre führt, wen er will“ (13/27) und so seinen Eliten und Vollstreckern nicht nur den koranischen Freibrief für die Gestaltung der Welt erteilt, der ihren aggressiven Deutungsanspruch legitimiert. Ebenso läßt sich damit zugleich auch historisches Licht in die vom „Kulturdialog“ zwecks gemeinsamen Monotheismus‘ auf diverse Weise verwässerte Selbstdefinition des Islam gegen Juden und Christen bringen. Beide erschienen den Samaritern als unbequeme Konkurrenz, die Juden als Bremser der politreligiösen Beliebigkeit, die Christen eher als begrenzte Förderer derselben. Denn sie erweckten zwar mit Christi Vorgehen gegen die Pharisäer und seiner Kreuzigung den Eindruck, in eine mit den Samaritern vergleichbare Judenfeindschaft einzuschwenken, entwickelten jedoch mit dem trinitarischen Prinzip eine neue, menschenbezogene Gottesvorstellung, die nicht nur der Gnosis, sondern auch Taheb, dem samaritanischen Messias, zuwiderlief. Da diese Figur den ultimativen Weltfrieden durch Einebnung aller Unterschiede bewirken soll, wurde sie zur doppelten Patentvorlage im Islam: für Muhammad als letzten „Propheten“, zu dessen Endzeiterfüllung der „gepriesene“ Himalaya-Jesus antritt (s.o.). In Taheb verbindet sich die Sophistik, die philosophische Beliebigkeit mit der Phobistik, der paradoxen Machtroutine, mit der sich die Eliten die Angst vor dem Tod zunutze machen und in deren Umkehrung den furchtlosen Überlebenswillen im Weltwandel als „Ketzertum“, „Abweichung“ oder auch als „Islamophobie“ diffamieren. Mithin gelten im Islam-Objektiv die Umayyaden als „satanische Kalifen“, indem sich in ihrem Königtum der samaritanische Haß auf die davidische KönigsGenealogie fortsetzt. Hinzu trat erneut der messianische Faktor, der Syrien und Irak mit Schia und Kharidjiya (soziale Bewegung) zu Herden politreligiöser Konflikte werden ließ, die sie bis heute geblieben sind. Nicht zufällig erhielt Umar II. (gest. 720) den Beinamen des „Furchtsamen“ (arab.: faruq), weil er auf der so unislamischen wie herrschaftsschädlichen Denkpraxis beharrte, Wahrheit und Lüge zu unterscheiden. Dieser machttechnisch rationale Mechanismus beflügelte den historischen Islam und mit ihm die Eliten der jüdischen und christlichen Nachfolger-Generationen. Bis heute wiederholen sie die Heuchel- und Schmeichelmuster immer gleicher Anpassung, die mit Allahs Droharsenal als „Wille Gottes“ die Disziplinierung der Masse unterstützt. Und nicht nur das: Die wechselnden Fronten innerjüdischer und jüdischchristlicher Feindschaft konkurrieren um die Gunst der Muslime, die mit der Einebnung von Wahrheit und Lüge den Wunsch in Wirklichkeit und Gewalt in Harmonie umwandelt – eine realitätsferne Wahnform, die den Juden die Hoffnung eingab, mit dem Islam die Diaspora zu überwinden. Trotz aller Anbiederung, die bei den „Verantwortlichen“ makabre Formen annimmt, erzeugt die Islamisierung systemgemäße Repressalien, die den Antisemitismus reaktivieren und die Diaspora um die Christen erweitern.

Denn die Radikalität des „Kulturdialogs“ richtet sich der Herkunft aus Aufklärung und Islam entsprechend gegen Christen und Juden zugleich. Ihr Antisemitismus bzw. Antijudaismus verdankt sich dem modernen „anything goes“, das Gott durch Allah, Demokratie durch Despotie, Wissenschaft durch Denkdekadenz austauscht. Patricia Crones Ergebnisse verweisen auf die Renaissance der antiken Sophistik im Relativismus der Samariter, die sich allem, speziell der neuen Bewegung des Islam, als Impulsgeber andienten, um Nutzen aus dem Schaden des Judaismus zu ziehen. Sie projizierten das Negative auf die jüdische Orthodoxie und leben heute in den Avantgarden fort, die in der radikalen Symbiose mit dem Islam das andere verketzern, Juden, Christen, Bourgeoisie und – unter Führung der UNO – Israel. Der überaus verwickelte, Jahrhunderte währende Prozeß, in den die Iranisierung und Hellenisierung des Judentums sowie die Impulse griechischer Philosophie und römischen Rechts in das Christentum einflossen, verband sich zu einer komplexen Matrix, aus der sich die Gelehrten des frühen Islam mit hochkulturellen Elementen der Theologie, Mystik und Esoterik bedienten und die sie befähigte, Muhammads Prophetenfunktion aus der präkulturellen Magie Altarabiens in die Grundlagen des Koran, Hadith und schariatischen Rechts zu überführen. Der Wissenstransfer besteht wesentlich aus dem Eingott-Prinzip (arab.: tauhid), dem entkernten Jesus und der revolutionären Weltveränderung, die mit gnostischer Härte und samaritanischer Geschmeidigkeit (arab.: taqiyya) die resistente Machtform des Islam entwickelte. Diese Wissensanleihe geht mit Einzelfaktoren aus den Juden- und Christensekten des Orients einher, die mit Topoi des Paradieses, Exodus, Gelobten Landes etc. die islamische Denkwelt und deren Antagonismus mitgestaltet haben. Sie liefern der antikulturellen Geschichtsfälschung die systemische Umkehrung, nach der Europas Kultur ohne den Islam nicht denkbar sein soll. Diese gewachsene Psycho-Projektion ist Ausdruck des zeitlosen Macht-Masse-Gefälles, den man heute Revolution von oben oder Globalisierung nennt. Da das Denken entfällt, genügt als „Legitimation“ die intellektuelle Inkompetenz, die jede Alternative als „Rassismus“ abwehrt. Ein illustres Beispiel ist die islamische Beibehaltung des Tieropfers, dessen denkfreier Animismus, verbunden mit der Toleranz für Allahs Welteroberung, das Menschenopfer umso massenhafter in der „Moderne“ etabliert, je islamischer sie ihren Extremismus erneuert. Gleiches gilt für ihre Variante der Frauenverhüllung, deren Animismus in der islamischen „Religionsfreiheit“ für die weibliche Nachordnung besteht. Sie soll die vitale Reproduktion sichern, die man für den faschistoiden Ersatz des schwindenden Euro-„Volkskörpers“ braucht. Dabei greift die totalitäre Ungeduld der Akteure dem langsamen Prozeß der Biovermehrung vor, um mit der Massen-Immigration zwei verbundene Heilsziele zu erreichen: den völkischen Austausch und den Ruin des Staates – Themen des islamischen Zukunftsdesigns im zweiten Teil.

Dr. Hans-Peter Raddatz, Orientalist und Finanzanalytiker, ist Autor zahlreicher Bücher über die moderne Gesellschaft, die Funktionen der Globalisierung und den Dialog mit dem Islam.

Die Neue Ordnung ist eine seit 1946 erscheinende christliche Zeitschrift mit sechs Ausgaben pro Jahr. Chefredakteur ist der römisch-katholische Sozialethiker und Dominikaner Wolfgang Ockenfels und Herausgeber das Institut für Gesellschaftswissenschaften Walberberg, dessen Vorsitzender er ist.

Advertisements

Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
Dieser Beitrag wurde unter Empfehlung kath. Medien, Geostrategie/ Globale Umgestaltung, Gesellschaftsumgestaltung/Social Engineering, Globale System-Transformation, Katholischer Glaube abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s