Ein Vorbild für das „Jahr der Barmherzigkeit“ (die-tagespost.de)

Ein Vorbild für das „Jahr der Barmherzigkeit“

Unter den insgesamt sieben Heiligsprechungen am Sonntag ist auch der 14-jährige José Sanchez del Río

José Sanchez del Río. Foto: IN

Vatikanstadt (DT/KAP) Papst Franziskus spricht am Sonntag auf dem Petersplatz außer Salomon Leclercq und der Karmelitin Elisabeth von Dijon fünf Personen heilig, darunter einen mexikanischen Kindermärtyrer. José Sanchez del Río (1913–1928) wurde im Alter von 14 Jahren während der blutigen Christenverfolgung unter Präsident Plutarco Elias Calles, dem sogenannten „Cristeros“-Konflikt, gefoltert und erschossen. José Sanchez del Río wurde im Cristeros-Bürgerkrieg, dem bewaffneten Aufstand der Katholiken gegen das Regime und dessen Kirchenverfolgung, Bannerträger der Aufständischen, die ihn aufgrund seines jungen Alters nur infolge seines inständigen Drängens aufnehmen wollten. An den bewaffneten Auseinandersetzungen nahm er jedoch nicht teil.

Am 7. Februar 1928 wurde José von den Kirchengegnern gefangen genommen, nachdem er dem Cristeros-Anführer Luis Guizar Morfin, dessen Reitpferd verletzt war, sein eigenes Tier überlassen hatte. Die Soldaten versuchten, ihn von seinem Glauben abzubringen, indem sie vor seinen Augen einen Mitkämpfer erhängten. Gefangen betete er den Rosenkranz und sang religiöse Lieder. Daraufhin wurde ihm am 10. Februar 1928 die Haut der Fußsohlen abgezogen und man zwang ihn, auf blankem Salz zu laufen. Auf Anordnung seines eigenen Taufpatens Rafael Picazo Sanchez, der auf Regierungsseite kämpfte, wurde Jose anschließend auf einem Friedhof per Kopfschuss hingerichtet.

Papst Franziskus hatte im Februar in Mexiko ein siebenjähriges Mädchen getroffen, das auf Fürsprache von José Sanchez del Rio auf wundersame Weise von einer Krankheit genesen war.

Wer den Film „Gottes General – Schlacht um die Freiheit“ gesehen hat, wird dies alles doch irgendwie bekannt vorkommen..

Gottes General - Schlacht um die Freiheit - DVD

Meine kurze Bewertung der DVD findet der Interessierte unter dem Schlagwort „DVD-Empfehlung“ im Post DVD „Gottes General – Schlacht um die Freiheit“.

Im Sarto-Verlag ist die DVD für 12,99€ zu beziehen (http://www.sarto.de/product_info.php?info=p11830_Gottes-General—Schlacht-um-die-Freiheit—DVD.html).

Der Kommentar des Verlages zum Produkt:

Nur alle 10 oder 20 Jahre gibt es einen Film, von dem man auch als Katholik sagen kann, daß man ihn unbedingt gesehen haben sollte. „Gottes General“ ist so einer. Nicht nur, daß dieser fast zweieinhalbstündige Film spannend ist vom Anfang bis zum Ende, daß er alles hat, was einen guten Film ausmacht: eine packende Handlung, tiefgründige Dialoge, sorgfältig gezeichnete Charaktere, schöne Landschaften, Poesie und Dramatik, nein, er ist zugleich ein beeindruckendes Bekenntnis zu Gott und zum christlichen Glauben: „Viva Christo Rey – Es lebe Christus der König!“ – so lautete der Kampfruf der „Cristeros“, jener mexikanischen Helden und Märtyrer der 30er Jahre, die mit ihrem Widerstand gegen die kirchenfeindlichen Maßnahmen ihrer Regierung Geschichte geschrieben haben. Es sind Ereignisse, die auch heute noch weitgehend verschwiegen werden: Schon in den 20er Jahren schränkte die von Freimaurern geführte Regierung Mexikos die Religionsausübung immer mehr ein. Praktisch alle katholischen Einrichtungen des Landes wurden geschlossen, Priester und Bischöfe wurden vertrieben oder deportiert, ja selbst die Bekreuzigung in der Öffentlichkeit konnte zur Gefahr für Leib und Leben werden. Ziel der Maßnahmen war die Zerschlagung der Katholischen Kirche in Mexiko und die Eindämmung des christlichen Glaubens – in einem Land, das zu 95% aus Katholiken bestand! Im Jahre 1926 erreichte die Unterdrückung der Christen ihren Höhepunkt. Präsident Callés (gespielt von Rubén Blades), ein liberaler, von den Freimaurerlogen mit höchsten Auszeichnungen dekorierter Mann, verschärfte den Druck auf die katholische Kirche, bis es zum Aufstand des Volkes kam, das die freie Ausübung seines Glaubens forderte. Der Film zeichnet ein genaues Bild der historischen Situation: Die Bauern, Handwerker und Landarbeiter wehrten sich mit der Sense und Steinen in ihren Händen gegen das Unrecht, bis sich auch bürgerliche Kreise dem Widerstand anschlossen, um den Kampf gegen die Truppen der gottlosen Regierung zu organisieren. Wie der Film authentisch darstellt, feierten die „Cristeros“ vor jeder Schlacht die Heilige Messe, und legten dabei die Beichte ab. Mit dem Kampfruf: „Viva Christo Rey! – Es lebe der Christ-König!“ legten sie ihr Leben in die Waagschale, um sich die Freiheit zu erkämpfen, Gott zu dienen und ihren katholischen Glauben zu praktizieren. Der Film, der im Jahre 2012 gedreht wurde, ist trotz seiner Starbesetzung (Andy Garcia, Eva Longoria, Peter O’Toole, Oscar Isaac) selbst in den USA nur in wenigen Kinos zu sehen gewesen, in Europa fast gar nicht. Offensichtlich sind die Verantwortlichen dieser Greueltaten immer noch so mächtig, den Boykott dieses Filmes durchzusetzen. Sie wollen keinesfalls sehen, daß auch Katholiken ein Selbstbewußtsein haben, und v.a. daß womöglich Christus als König auch öffentlich geehrt wird. Im Zentrum des Filmes steht das Schicksal zweier Personen: Einmal das von General Gorostietas (dargestellt von Andy Garcia), der anfangs nur ein leidenschaftlicher Soldat war, den die Cristeros für sich rekrutieren konnten, aber kein gläubiger Christ. Der General erkennt aber, daß das Ideal der Freiheit nur ein leeres Wort ist, wenn es nicht erfüllt ist von der Liebe zur Heimat, zur Tradition und schließlich zu Gott. Die unverfälschte Frömmigkeit und die von der übernatürlichen Gnade genährte Herzensgüte seiner Mitstreiter entzünden auch in ihm das Feuer des Glaubens und machen so eine innere Wandlung möglich, die auch ihn bereit macht für die Hingabe seines Lebens. General Gorosietas gelingt es, aus einem Haufen von Bauern und Desperados eine schlagkräftige Truppe zu machen, die mit ihrer Guerilla-Taktik dem übermächtigen Gegner empfindliche Niederlagen beibringt. Doch als die USA und der Vatikan auf diplomatischem Wege Einfluß nehmen, kommt es zu einer unvorhersehbaren Wendung der Dinge…

Der zweite Held der Geschichte ist der im Jahre 2005 seliggesprochene, 14-jährige José Luis Sànchez del Rio (sein Heiligsprechungsverfahren wurde eröffnet). Der Film zeichnet die Stationen seines Martyriums in bewegenden Bildern nach: Er schloß sich den Cristeros an, um ihr Banner, welches das Bild der Jungfrau von Guadeloupe zeigte, zu tragen. Im Kampf gefangen genommen, folterten ihn Regierungssoldaten, um ihn zum Verrat an Christus zu bewegen. Auf seinen zerschundenen Füßen ging er den langen Weg zu seiner Hinrichtungsstätte, mit dem Ruf: „Viva Christo Rey! Viva la Virgen de Guadalupe! (Es lebe die Jungfrau von Guadeloupe)“ auf seinen Lippen. Er wurde durch einen Kopfschuss hingerichtet; sterbend zeichnete er mit seinen blutverschmierten Fingern das Kreuz auf den Boden und küsste es.

In diesem Sinne: Viva Cristo Rey!

Advertisements

Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
Dieser Beitrag wurde unter Empfehlung kath. Medien, Katholischer Glaube abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s