Umbrüche in Gesellschaft und Kirche (http://www.die-neue-ordnung.de/)

Andreas M. Rauch

Umbrüche in Gesellschaft und Kirche

Die Erkenntnis „Nichts ist so beständig, wie der Wandel“ kennen wir vom griechischen Philosophen Heraklit von Ephesos (520-460 v. Chr.), was meint, daß jede Zeitperiode Veränderungen in Gesellschaft und Kirche mit sich bringt, also nichts bleibt, wie es ist. Doch mitunter kumulieren Veränderungen in Umbrüchen, deren Folgen schwer abschätzbar sind und an denen noch viele nachfolgende Generationen zu tragen haben. Zu nennen sind hier beispielhaft die technische Revolution des Buchdrucks um 1500 und die Reformation, oder die Französische Revolution 1789 und der Reichsdeputationshauptschluß von 1803 sowie die beginnende Industrialisierung Europas durch die technische Revolution der Dampfmaschine. Auch die beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts und das Ende des Ost-West-Konflikts leiteten vergleichbare Umbrüche in der näheren Vergangenheit ein. Betrachten wir uns die Kriegsjahre 1914-1918 oder 1939-1945, die Weimarer Republik und die Nachkriegsjahre 1945-1955, so leben wir im Deutschland der Gegenwart in vergleichsweise friedlichen, freiheitlichen und stabilen Zeiten. Diese drei Überlegungen tauchen in den beiden Monographien von Konrad Löw und Norbert Blüm ebenso auf wie in dem Sammelband von Rainer Beckmann, Claudia Kaminiski und Mechthild Löhr. Doch unter der Oberfläche brodelt es in Deutschland, in der Gesellschaft im allgemeinen und in der Kirche im besonderen. Nach dem Ende des Ost-WestKonflikts scheint das wiedervereinigte Deutschland über lange Jahre auf der Gewinnerseite zu stehen. Bedrohungen, Konflikte und Kriege finden im Prinzip im Ausland statt. Die Problemlagen in der Welt finden zwar Eingang in die deutsche Politik. Beispielhaft seien hier etwa 9/11 mit dem Einsatz deutscher Soldaten in Afghanistan zur Unterstützung des Kampfes der USA gegen den internationalen Terrorismus genannt oder die europäische und internationale Finanz- und Bankenkrise mit dem Drama um Griechenlands Finanzen.  Irgendwie kommt Deutschland in seiner Innenpolitik relativ unbescholten durch die Folgen internationaler Konfliktlagen. Hierin lag auch der Schwerpunkt der bislang erfolgreichen Kanzlerschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Das Jahr 2015 bildet allerdings eine Ausnahme, als die Flüchtlingskrise mit rund 1,2 Millionen Flüchtlingen, die nach Deutschland gekommen sind, hier eine markante Zäsur herbeigeführt haben. Und auch die beiden jüngsten Terroranschläge in Paris 2015 führen zu einem allgemeinen Umdenken und zu veränderten Wahrnehmungen in der deutschen Bevölkerung. Bei den Monographien von Löw und Blüm geht es um die Frage nach den Grundwerten in unserem Staat, nach den Prinzipien von Recht und Ordnung, die vielleicht in unseren Gerichten nicht ausreichend umgesetzt werden. Die Flüchtlingsfrage dieser Tage ist ein komplexes Thema und wird auch von den Autoren nicht angesprochen. Doch soviel sei gesagt: eine stärkere Abschottungspolitik, wie sie etwa Ungarn, Polen, die Slowakei und die Tschechei betreiben, wäre möglich gewesen. Doch Frau Merkel hat für die alternde Gesellschaft Deutschlands die Flüchtlingsfrage als Chance begriffen, und ihr Spruch „Wir schaffen das“ zog sicherlich noch zusätzliche Flüchtlinge nach Deutschland. Über die Höhe der Kosten wurde teilweise die Öffentlichkeit getäuscht, wenn im September 2015 eine Zahl von eins bis zwei Mrd. Euro kolportiert wurde, im Dezember 2015 aber bereits mit Kosten von siebzehn Milliarden Euro für die Bundesländer kalkuliert wird.  Unter der Wahrnehmung einer zumindest noch teilweise christlich geprägten Gesellschaft dürften die überwiegend muslimischen Flüchtlinge und Einwanderer zu gesellschaftlichen Veränderungen und Problemlagen führen, vor allem hinsichtlich der Werte und Normen der deutschen Gesellschaft. Durch Integrationsvereinbarungen und Deutschkurse läßt sich hier viel abfedern. Doch die „offene“ Gesellschaft Deutschlands ist problembehaftet, unter anderem durch Politikverdrossenheit gerade der jüngeren Generation und die zahlreichen italienischen, griechischen und türkischen Parallelgesellschaften, die nicht zu einem wirklichen Teil Deutschlands geworden sind.

Suche nach gemeinsamen Grundwerten

Was hat das mit den Monographien von Löw und Blüm zu tun? Es hat insoweit mit beiden Publikationen zu tun, als Fragen nach den Grundlagen unserer Gesellschaft gestellt werden. Beide Autoren sind christlich geprägt und bei beiden Persönlichkeiten geht es um die Frage, wie Politik in Verantwortung vor Gott und den Menschen gelebt werden kann. In einer pluralistischen, offenen Gesellschaft wie die der Bundesrepublik Deutschland stellt sich gerade vor dem Hintergrund der neuesten Entwicklungen die Frage nach gemeinsamen Werten und Lebensüberzeugungen. Die in der Präambel des Grundgesetzes verankerte „Verantwortung vor Gott und den Menschen“ erscheint vielen wie eine Mahnung aus fernen Zeiten, doch es ist der Anspruch, unter den Konrad Löw und Norbert Blüm ihr Leben gestalteten und nunmehr im neunten Lebensjahrzehnt einen Rückblick wagen. In seiner Autobiographie macht der Jurist und Politikwissenschaftler Löw gleich zu Beginn seines Buches „Laßt uns trotzdem weiterkämpfen!“ mit einen Verweis auf Alfred Grosser deutlich, daß der Einsatz für Grundwerte und Lebensüberzeugungen, für Menschenrechte und Demokratie, ein lebenslanger Kampf ist. Und das macht Löw an der Lebensgeschichte seiner Familie fest, sicherlich dem stärksten Teil seiner Veröffentlichung. Löw macht deutlich, daß sein Vater sich in jeder Hinsicht nicht vom NS-Staat korrumpieren ließ, auch wenn dies mit schwerwiegenden Nachteilen für sich, seine beruflichen Werdegang und seine Familie verbunden war. Konrad Löw war bis 1999 Professor für Politische Wissenschaft an den Universitäten Nürnberg-Erlangen und Bayreuth gewesen. Kontrovers wurden in der Vergangenheit seine Thesen zur Frage von Wissen und Nichtwissen, von Verantwortung und Schuld zu Zeiten von Hitlers Diktatur diskutiert. Innerhalb der Politikwissenschaft hat sich Löw einen Namen im Rahmen der so genannten Totalitarismustheorie gemacht, und aufgrund seiner wissenschaftlichen Verdienste erfährt der praktizierende Katholik Konrad Löw bis heute vom HannahArndt-Institut in Dresden großen Zuspruch. Die Frage nach der Vermeidung von totalitärer Herrschaft und eine Politik in „Verantwortung vor Gott und den Menschen“ sind sicherlich Herausforderungen auch für die Gegenwart. So hat Löw die Initiative ergriffen, um ein wirklich allgemeines Wahlrecht, daher unter Einbeziehung der Kinder, durchzusetzen. Löw hat verhindert, daß die kommunistisch inspirierte Ausstellung „Widerstand und Verfolgung im Dritten Reich“ zur Dauerausstellung wurde. Löw hat sich für die Wiedervereinigung Deutschlands stark gemacht, und der Auseinandersetzung mit dem totalitären Osten galt jahrelang seine besondere Aufmerksamkeit, was ihn, der sich als Staatsgast in der damaligen Tschechoslowakei aufhielt, in ein dortiges Gefängnis brachte. Allerdings ist Löw ein mitunter undiplomatischer Umgang eigen, der vielleicht derartige Reaktionen staatlicher Stellen begünstigte, ein streitlustiges Verhalten, welches immer wieder auch auf Widerspruch unter den Studenten oder der Presse stieß. Doch angesichts der vielen aktuellen Herausforderungen im In- und Ausland ist die Autobiographie von Löw notwendigerweise stark rückwärtig geprägt, will sagen, daß die Erfahrungen im Nationalsozialismus und Kommunismus sowie im „Arbeiter und Bauernstaat DDR“ für viele jüngere Leser schwer nachvollziehbar sein dürften, weil ihnen die entsprechenden Erfahrungen fehlen. Gleichwohl ist das Engagement von Löw etwa für die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte in Frankfurt besonders zu würdigen, denn der Kampf für die Einhaltung von Menschenrechten dauert selbstverständlich auch heute noch an und ist vor allem in den Krisen- und Konfliktregionen dieser Welt immer wieder virulent. Und ein aufrechter Gang, wie ihn Löw demonstriert, kann hier mitunter hilfreich sein. Auch Norbert Blüm ist breiten Teilen der Bevölkerung als politischer Kämpfer in Erinnerung geblieben, als ein Mahner, der um der Sache willen sich streitlustig und unbequem zeigt. Blüm ist gelernter Werkzeugmacher, der nach dem Abendgymnasium Philosophie, Theologie und Germanistik studierte und als Vorsitzender der Stiftung Kinderhilfe zahlreiche Länder besuchte. Mit Blüm verbinden sich vor allem soziale Themen, seine Arbeit als Bundesarbeitsminister, für die christlichen Arbeitnehmer in der CDU; und in der Aus- und Fortbildungsstätte der CDA in Königswinter bei Bonn feierte Blüm auch seinen 80. Geburtstag; bis zu diesem Geburtstag besuchte Blüm auch regelmäßig ein Bonner Fitneßstudio.  Sein Engagement für die Einführung der Pflegeversicherung, erwachsen aus dem Prinzip der Subsidiarität der katholischen Soziallehre, ist unvergessen, auch wenn sich heute ebenso wie bei der gesetzlichen Rentenversicherung viele Fragen stellen. Wie etwa Alt-Oberbürgermeister Hans Daniels oder Hans Dietrich Genscher, der in Wachtberg bei Bonn wohnt, gehört Blüm mit seinem Wohnsitz in der Bonner Weberstraße zu jenen Persönlichkeiten, die einst die Bonner Republik repräsentierten. Doch mit dem vorliegenden Buch „Einspruch. Wider die Willkür an deutschen Gerichten“ wendet sich Blüm von seinen klassischen Themen der Sozialpolitik ab – auch vorher bereits hatte er als Kinderbuchautor und Gast in verschiedenen Talkshows sich in anderen Terrains betätigt. Nun also die Frage: „Wer kontrolliert die Justiz?“ Für Blüm geht es dabei um die Problematik, ob sich unter dem Deckmantel der Unabhängigkeit der Justiz (Judikative) sich nicht eine Arroganz – und hier wird es persönlich, wenn nicht gar polemisch, ganz so wie es im Untertitel „Eine Polemik“ angedeutet wird. So meint Blüm, das manche Richter und Anwälte glauben, sie seien im Niemandsland der öffentlichen Kritik angesiedelt und also niemanden Rechenschaft schuldig. Die Mittel der Politik reichen offenbar nicht aus, diese Lage zu ändern. Auf der Strecke bleiben deswegen – und hier sind wir wieder bei einem echt Blümschen Thema – „die kleinen Leute“, die nicht den Funken einer Chance besitzen, um ihr Recht zu bekommen. Recht und Gerechtigkeit vor Gericht zu bekommen, sei vor allem Personen mit Vermögen oder einer guten Rechtsschutzversicherung vorbehalten. Aus der Bestürzung über diese Zustände in Deutschland ist für Blüm dieses Buch entstanden, das aufrütteln und dem Recht wieder zu Recht verhelfen soll. Blüm schreibt in der Einleitung: „Ich sage es ganz offen: Dies ist ein Buch über die Verlotterung der dritten Gewalt in unserem Land, und ich lasse Schonungslosigkeit walten. Auch auf die Gefahr hin, daß sich einige ihrer Vertreter auf den Schlips getreten fühlen. Mögen sie ihn sich abreißen und mit mir in eine Diskussion auf Augenhöhe einsteigen. Ich stelle ihnen gerne eine Leiter an ihr hohes Roß, damit der Abstieg komfortabel ist.“ Und in einer persönlichen Widmung an Wolfgang Ockenfels schreibt Norbert Blüm: „…gehet hin und verbreitet diese Gedanken.“ Blüm gliedert seine Publikation in drei Teile: Einblicke, Ein- und Aussichten: Nachrichten aus dem Innenleben des Rechtsstaates, der Verfall des Rechtsanwaltsberufes oder die Verkümmerung der Berufsethik sowie „Ehe auf Abruf: Scheidungsrecht als Fluchthilfe“, sowie das Kapitel „Jagdszenen“. Blüm wendet sich gegen Willkür im deutschen Rechtsstaat und um die Frage von Verhältnismäßigkeit, wenn etwa die katholische Kirche eine „kinderfickende Sekte“ genannt werden darf: Diese Bezeichnung sei nicht geeignet, den „öffentlichen Frieden“ zu stören, so ein Urteil des Amtsgerichtes Berlin-Tiergarten vom Februar 2012 (Blüm, S. 24). Für Blüm geht es um die Selbstherrlichkeit der Richter und Staatsanwälte, die im Prinzip zu Beginn ihrer Amtszeit noch nicht einmal so etwas wie eine Probezeit kennen, die überhaupt eigentlich keinem Reglement sich unterwerfen müssen, außer dem ihres eigenen Berufsstandes. Und dann gelangt der praktizierende Katholik Norbert Blüm zum Kern seiner Ausführungen: „Das Scheidungsrecht antizipiert jedoch den Verfall des Familienrechtes.“ Im Prinzip, so Blüm, untergrabe der Rechtsstaat die – vormals christlich geprägte – Grundwerteordnung der Bundesrepublik Deutschland.

Recht und Gerechtigkeit in Tod und Sterben

Der Sammelband von Rainer Beckmann, Claudia Kaminski und Mechthild Löhr „Es gibt kein gutes Töten. Acht Plädoyers gegen Sterbehilfe“ widmet sich einem besonders sensiblen Thema: Die Frage von Recht und Gerechtigkeit in Tod und Sterben. Dieses Thema ist hochaktuell, da der Pflegebedarf sich bis zum Jahr 2050 mehr als verdoppeln und entsprechend verteuern wird. Dieses Problem soll der assistierte Suizid auf scheinbar sanfte Weise lösen. Seine Einführung stellt aber nichts weniger in Frage als die Solidarität des Menschen, seine Menschlichkeit. Wer aus einem Recht auf Selbstbestimmung ein „Recht“ auf ärztlich assistierten Suizid ableitet, übersieht, daß die Grundlage der Selbstbestimmung das Leben ist. Sterbehilfe und Selbstbestimmung schließen sich aus. Aus dem neuen Angebot der Suizidbeihilfe würde bald ein soziales Druckmittel werden, den anderen nicht länger zur Last zu fallen. Die acht Autoren dieses Bandes kritisieren die Beihilfe zur Selbsttötung aus ganz unterschiedlichen Perspektiven, der Philosophie, der Medizin, der Soziologie und der Rechtswissenschaften. Einbezogen werden auch Erfahrungen aus der Praxis, etwa von Priestern, Psychologen und Ärzten. Gemeinsam waren die Autoren vereint angesichts einer ungeheuerlichen Entwicklung in Deutschland, in denen die „Euthanasie“ der NS-Zeit wieder anklingen könnte, also die Beseitigung von „lebensunwertem“ Leben, weil es alt, krank oder verkrüppelt oder geistig oder körperlich behindert ist. Zentral erscheinen mir bei dieser Publikation die Ausführungen des Philosophen Robert Spaemann, der schreibt: „Auch das Sterben ist noch ein Vorgang, der eingebettet ist in Riten menschlicher Solidarität. Wer sich eigenmächtig aus dieser Gemeinschaft entfernen will, muß das allein tun. Anderen – und gar Ärzten – zumuten, bei dieser eigenmächtigen Entfernung behilflich zu sein, heißt, dieses Fundament aller Solidarität zu zerstören. Es heißt, dem anderen zumuten zu sagen: ‚Du sollst nicht mehr sein.‘ Diese Zumutung ist eine Ungeheuerlichkeit. Die damit verbundene Zerstörung des Ethos muß sich unvermeidlich in Kürze gegen die Leidenden selbst kehren.“ Die Herausgeber heben in ihrem Vorwort darauf ab, daß lange Zeit der Suizid als Tat der Verzweiflung, als tragisches Ende eines Menschen angesehen wurde, der einer als ausweglos empfundenen Situation entfliehen wollte. Viele erinnern sich wohl auch an Suizide in der Zeit des Nationalsozialismus, der erzwungen oder aus Verzweiflung vollzogen wurde. Doch die Verhältnisse haben sich geändert. Heute wird immer mehr von einem „Recht auf Selbsttötung“ gesprochen –also von Menschen, die am Ende ihres Lebens noch selbst in der Hand haben wollen, wann und wie sie aus dem Leben scheiden, also ein „selbstbestimmtes“ Leben bis zum „selbstbestimmten“ Tod. Nach Spaemann argumentierten auch die Psychiater im Dritten Reich, die das mörderische Euthanasieprogramm exekutierten, nicht von der Sozialpolitik, sondern vom ‚wohlverstandenen‘ Lebensinteresse des Einzeln aus: „‚Lebensunwertes Leben‘, so hieß auch im damaligen Sprachgebrauch jenes Leben, das für den, der es zu leben hat, nichts mehr wert war. Und der Film ‚Ich klage an‘, mit dem Joseph Goebbels Akzeptanz für das
Vernichtungsprogramm zu erzeugen suchte, propagierte lediglich die Einstiegsdroge ‚Tötung auf Verlangen‘“. (S. 11) Die Angst vor Tod, vor Krankheit und Sterben, ist gerade in einer säkularisierten Gesellschaft, die zudem immer weniger Familien kennt und zu einer SingleGesellschaft wird, zu einem Thema geworden. In seinem Eröffnungsaufsatz macht Spaemann deutlich: „Es gibt kein gutes Töten.“ Und auch der Politikwissenschaftler und langjähriger Professor für christliche Sozialwissenschaft, Manfred Spieker, unterstützt Spaemann in seiner Auffassung, daß es keine Logik im assistierten Suizid gebe. Spiecker: „Eine in Deutschland viel beachtete Illustration dieses Perspektivenwechsels ist das Schicksal von Walter Jens und das Verhalten seiner Angehörigen. Mitte der 90er Jahre plädierte Jens zusammen mit Hans Küng für die aktive Sterbehilfe. Der Sterbende soll, so Jens, im Gedächtnis seiner Angehörigen als ‚ein Autonomie beanspruchendes Subjekt …‘ in Erinnerung bleiben. Im Alter von 80 Jahren fiel Jens 2003 in eine fortschreitende Demenz. Den Zeitpunkt, seinem Leben ein Ende zu machen, sagte seine Frau Inge am 2. April 2008 in einem Interview mit dem Stern, habe er verpaßt. Aber sie berichtete auch, daß sein Leben bei aller Tragik Freude kennt, wenn auch nur über Sparziergänge mit einer Pflegerin, über eine Tafel Schokolade oder ein ‚Wurschtweggle‘. Auch Tilman Jens, der Sohn der beiden, der den Verfall seines Vaters 2010 in einem Buch ‚Demenz. Abschied von meinem Vater‘ schilderte, berichtet von dessen Wort ‚Aber schön ist es doch…‘, weshalb die Familie von dem Mandat zur aktiven Sterbehilfe nichts mehr wissen wollte.“ (S. 31 f.) Ausserdem ist von Walter Jens sein immer wieder innig vorgetragener Wunsch überliefert: „Nicht tot machen!“ Abschließend sei auf das eindrucksvolle Zeugnis des Niederländers Gerbert van Loenen verwiesen, der auch ein Buch zum Thema „Das ist doch kein Leben mehr! Warum aktive Sterbehilfe zu Fremdbestimmung führt“ (Frankfurt 2014) veröffentlichte. Van Loenen schreibt: „Im Jahr 1996 wurde mein Lebensgefährte an einem Hirntumor operiert. Die Operation scheiterte, er war nachher hirnverletzt und hat noch zehn Jahre mit einer halbseitigen Lähmung gelebt, außerdem war er verwirrt, und sein Charakter hatte sich verändert. Ich habe ihn trotzdem geliebt. …“ (S. 168)

Kirche in der Kritik

In deutschen Diözesen macht sich eine traurige Stimmung breit. Die Menschen laufen ihnen davon oder kommen ihnen erst gar nicht nahe. 2010 bis 2012 wurden für die damaligen Austrittswellen die vielen Mißbrauchsskandale in der katholischen Kirche verantwortlich gemacht. Für den zahlreichen Auszug weiterer Katholiken aus der Kirche wurden 2013 und 2014 die Affäre um den Limburger Bischof Tebartz van Elst herangezogen und auch die geringe Transparenz der kirchlichen Finanzen. Doch jetzt ist klar, daß auch 2015 keine Trendwende brachte und auch für 2016 keine Besserung zu erwarten ist. Die Mitgliedszahlen der katholischen Kirche sind im freien Fall und ein Ende ist nicht absehbar.

Es geht auch nicht um die Austrittszahlen an sich, sondern auch um die geringer werdenden Gottesdienstzahlen. So sind die regelmäßigen Sonntagsbesuche von rund 14-15 Prozent vielerorts in den einstelligen Bereich gerutscht. Und das Engagement der Jugend läßt nach, trotz Weltjugendtagen, zumindest in Deutschland. Kirchentage in Deutschland verlieren immer weiter an gesellschaftlicher Strahlkraft. Auch scheint sich das Modell der Großpfarreien nicht wirklich zu bewähren; die Gläubigen wünschen sich konkrete, persönliche Ansprechpartner vor Ort. Die formalen Strukturen sind derzeit nicht ganz so dramatisch. Die Kirchensteuereinnahmen verharren auf einem hohen Niveau, auch wenn Einbrüche in naher Zukunft zu erwarten sind. Mit Ausnahme einiger Bistümer wie Berlin oder Aachen haben viele Bistümer wie Köln, Paderborn oder München-Freising hohe finanzielle Rücklagen. Rund 80 katholische Gotteshäuser wurden in den vergangenen Jahren abgebrochen, aber über 60 neue katholische Kirchen wurden gebaut. Ohnehin sind von den rund 2400 katholischen Kirchen etwa 2300 Gotteshäuser denkmalgeschützt. Und knapp 4000 weitere, denkmalgeschützte Pfarrhäuser, Kapellen und Pfarrheime kommen noch hinzu. Im sozialen Bereich sind die beiden christlichen Kirchen nach wie vor führend, vor allem bei Krankenhäusern, Pflegeheimen, Altenheimen und Beratungsstellen. Grundsätzlich muß gesagt werden, daß mit der Kirchensteuer heute nicht nur pastorales Engagement gefördert, sondern soziale Aktivitäten unterstützt und Kultur gefördert wird. Die katholische Kirche in Deutschland unterhält rund vierzig Museen und ist an über achtzig Museen beteiligt. Der Erhalt denkmalgeschützter Kirchengebäude leistet einen wichtigen Beitrag zum kulturellen Wohl Deutschlands. Der weltkirchliche Trend sieht nicht so düster und bedrückend aus wie das Gemeindeleben in vielen deutschen Pfarreien. Insgesamt gibt es rund 1,2 Milliarden Katholiken weltweit. In den lateinamerikanischen Ländern wurde durch das Bevölkerungswachstum eine Stagnation der Mitgliedszahlen der katholischen Kirche erreicht, die die Austritte von Katholiken zu evangelikalen Kirchen wie den Pfingstkirchen teilweise kompensiert. Auf den Philippinen und in Afrika haben wir ein Bevölkerungswachstum, der die Austrittszahlen in Europa ausgleicht. Insgesamt vereinen die katholische und die evangelischen Kirche mit rund 2,2 Milliarden Gläubigen noch immer mehr Menschen als die rund 1,5 Milliarden Muslime weltweit. Doch für Deutschland bleibt der Trend düster. Viele Gläubige sehen sich von der Kirche bevormundet, nehmen sie gar als Unterdrückungsinstanz wahr, und ihre Ablehnung von Kirche wirkt für diese Menschen befreiend. Stirbt die Religion in Deutschland ab? Ganz sicher nicht, die Menschen bleiben weiterhin religiös, aber sie suchen sich andere Wege. Hatte Kardinal Lehmann als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz noch vor Jahren das Motto herausgeben: „Dann rücken wir halt etwas zusammen!“, so nimmt Lehmann in seiner Jahresschlußpredigt 2015 zum Thema „Epochenschwelle?“ auch eine eher pessimistische Sichtweise zur Zukunft der katholischen Kirche als gesellschaftliche Institution in Deutschland ein. Und auch angesichts von Klimawandel und dem Flüchtlingsansturm sieht Lehmann einen Epochenwandel am Horizont aufleuchten, der auch Konsequenzen für die Kirche haben wird. Lehmann gesteht ein, daß auch die Kirche bislang nicht viel zur Bewältigung der tiefgreifenden, geistigen Krise Europas beigetragen hat. Wie kann also der richtige Weg mit der Kirche gegangen werden? Wie kann religiöser Bindungsverlust, der Zusammenbruch des Glaubens an Jesus Christus in der mittleren und jüngeren Generation begegnet werden? Vor dem Hintergrund des II. Vaticanum (1962-1965) vor fünfzig Jahren erinnern Cornelius Keppeler und Justinus C. Pech an acht große und wichtige Theologen. Es handelt sich um sechs katholische Theologen, und zwar Hans Urs von Balthasar, Henri de Lubac, Joseph Ratzinger, Walter Kasper, Medard Kehl und Gerhard Ludwig Müller. Auch ein evangelischer Theologe, nämlich Karl Barth, und ein orthodoxer Theologe, Ioannis Zizioulas, werden besprochen. Es geht bei dieser Veröffentlichung um ekklesiologische Porträts. Und es handelt sich um eine Publikation der Hochschule Papst Benedikt XVI. Dadurch wird auch schon eine zweifache Richtung vorgegeben. Es handelt sich bei dieser Veröffentlichung einerseits um ein theologisches Werk, und andererseits kommt eine eher „konservative“ Richtung zum Tragen, die sich auch daran festmachen läßt, daß etwa „progressivere“ Theologen wie Karl Rahner oder Josef Wohlmuth fehlen. Das Buch ist von Theologen geschrieben und richtet sich an Theologen. Es wird in einem dogmatischen Sinne – mit einzelnen Variationen – darüber gesprochen, wie Kirche als Heilsgemeinschaft sein sollte und wie sie sich den Herausforderungen der Zeit stellen soll, ganz im Sinne des II. Vaticanum. Dabei kommen zentrale theologische Begriffe zum Tragen, wie etwa bei Henri de Lubac das Verständnis von Mysterium und Paradoxon. Das Mysterium offenbart sich im Lebenswerk Jesu, welches zumindest in Teilen dem Gläubigen sich nicht erschließt, so wie Gott sich dem Menschen nicht vollständig erschließt und in gewisser Hinsicht ein Mysterium bleibt. Ähnlich ist es mit dem schwierigen Begriff des Paradoxon. Zum einen ist das Reich Gottes angebrochen, gehört Kirche bereits einer anderen Wirklichkeit an. Andererseits existiert in der Kirche, in dem noch nicht vollenden Reich Gottes, auch das gebrochene und gespaltene Wesen des Menschen, herrschen Gut und Böse, schlechte und gute Taten, ganz so wie im Ganzen der menschlichen Existenz. Dieses Paradoxon, so Henri de Lubac, ist oft schwer auszuhalten und noch schwerer zu leben. Zugleich prägen Mystik und Paradoxie Identität und Selbstverständnis von Kirche. Die Veröffentlichung macht deutlich, daß vor allem das theologische Werk von Papst Benedikt XVI., seinem Versuch einer Einheit von Glaube und Vernunft, sich auf der Höhe der geistes- und sozialwissenschaftlichen Diskussion bewegt. Im Beitrag über Joseph Ratzinger wird auf den wissenschaftlichen Dialog zwischen Jürgen Habermas und Joseph Ratzinger verwiesen. Gesellschaft benötigt Ordnung, und Religion vermag hier sinnstiftend zu wirken, indem sie Lebens- und Werteorientierungen vermittelt. Im Beitrag über Karl Barth wird ein dreifaches Problem von Theologie und Kirche der Gegenwart benannt. Bei der Bibel handelt es sich um Texte aus der Zeit des Altertums, deren Verständnis Kenntnisse der Zeit voraussetzen. Das
Evangelium mit Texten aus dem ersten Jahrhundert nach Christus müssen in das Verständnis von Menschen zu Beginn des 21. Jahrhunderts gebracht werden, durch Predigten, Katechese, Bibelstunden und den Religionsunterricht. Zum zweiten hat sich aus der Patristik und seit der Hochscholastik eine eigene katholische Theologie entwickelt, die hochkomplex und ausdifferenziert ist und Wissen der abendländischen Philosophie bedarf. Durch Konzils- und Papstdekrete wurde diese Theologie weiter angereichert und ist heute vielfach nur noch Theologen verständlich. Drittens haben sich seit der Reformation und einer Exegese anhand der hebräischen und griechischen Originaltexte neue Schichten des christlichen Glaubensverständnisses aufgetan, die die heutige Theologie noch schwieriger, komplexer und damit anspruchsvoller erscheinen lassen. Aus allen drei Problemebenen ergeben sich Kommunikationsschwierigkeiten mit den Gläubigen, dem „Mann auf der Straße“, mit dem „Volk Gottes“, was eben auch Akzeptanz- und Verständnisschwierigkeiten bei vielen katholischen Gläubigen hervorruft.

Christlicher Glaube in moderner Gesellschaft

Angesichts der Herausforderungen der Moderne richtet sich der Blick vieler katholischer Gläubiger immer wieder auch nach Rom und zum Papst. Der Journalist Andreas Englisch ist bekannt geworden mit seinen Biographien von Papst Johannes Paul II., durch seine Erfahrungen in Rom und bei Auslandsreisen des Pontifex. Auch späterhin publizierte er zu Papst Benedikt XVI. und nunmehr zu Papst Franziskus. Englisch hat sich an den Themen Papst und Heiliger Stuhl geradezu festgebissen. Andreas Englisch ist Journalist und seine Veröffentlichungen sind eher Schlaglichter als tiefgreifende wissenschaftliche Veröffentlichungen. Aber auch Schlaglichter gewähren Einsichten, und gegenwärtig sind es auch nicht mehr als Schlaglichter, die wir von Papst Franziskus erfahren, den Papst aus Lateinamerika mit italienischen Wurzeln. Ein solches Schlaglicht ist sicherlich der Name „Franziskus“, die Einsetzung einer Reformkommission im Vatikan mit Kardinal Marx aus München als einem seiner Mitglieder. Auch die Umwelt-Enzyklika „Laudato si‘“ und sein heiliges Jahr der Barmherzigkeit 2015/2016 wirken programmatisch und sind positive Impulsgeber. Problematischer sieht es da schon mit der Anerkennung von Palästina als Staat durch den Heiligen Stuhl Anfang 2016 aus, also zu einem Zeitpunkt, wo Friedensgespräche im Nahost-Konflikt komplett zum Erliegen gekommen sind und eine EinStaaten-Lösung sich realpolitisch immer stärker in den Vordergrund drängt. Doch Englisch verweist zu Recht auf zwei Sachverhalte. Noch läßt sich ein Programm, ein „roter Faden“ im Pontifikat von Papst Franziskus nicht erkennen, sondern vieles scheint bei näherer Betrachtung eher wie ein Zick-Zack-Kurs. Und zum zweiten gibt es massive Machtkämpfe innerhalb des Vatikans, weshalb vielen Beobachtern das gesamte Thema „Jorge Mario Bergoglio“ derzeit wie vermintes Gelände erscheint – Einmischung unerwünscht! Dementsprechend lauten auch Kapitelüberschriften bei Englisch „Kasper gegen Ratzinger“, „Der Aufstieg des Rebellen“ oder „Was will der Papst?“. Die Veröffentlichung von Englisch ist teilweise reißerisch geschrieben, doch gibt sie kenntnisreiche Einblicke in das Innenleben des Heiligen Stuhls. Doch gilt es derzeit auch, Vorsicht walten zu lassen, bis sich deutlichere Konturen im Pontifikat von Papst Franziskus herausgebildet haben. Deutlich hilfreicher für Christen in Deutschland ist die Veröffentlichung „Angela Merkel. Daran glaube ich. Christliche Standpunkte“. Zu Recht gilt die Kanzlerin als spröde, und in früheren Interviews stellt sie sich auch als Zweiflerin vor, als jemand, der mit Gott hadert, obgleich sie noch unter Bundeskanzler Helmut Kohl Vorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises der CDU wurde.  Inzwischen verwendet Merkel religiöse Begrifflichkeiten häufiger und bekennt sich immer wieder zu ihrem Christentum. Volker Resing erwähnt in seiner Einführung, daß Merkel gegenüber einer Theologiestudentin äußerte, daß Religion ihr ständiger Begleiter sei, und in der Zeitschrift „Credo“ berichtete sie Peter Seewald und Markus Günther von ihrem regelmäßigen Gebet und der persönlichen Auseinandersetzung mit Gott. Resing schreibt: „Selbstverständlich müsse man für den Glauben werben, erklärte Merkel vor einigen Jahren ihren überraschten Zuhörern in der nichtöffentlichen Runde ihrer Parteifreunde. Sie reagierte damit auf einen resignierten Einwurf eines Kollegen. Mission sei zwecklos, sagte dieser, das Christentum auf dem Rückzug. Empört sei die Kanzlerin und CDU-Chefin da gewesen, berichten Augenzeugen. Selbstverständlich müsse man für seinen Glauben einstehen, so die Pfarrerstochter in ungewohnt kämpferischen Ton.“ (S. 8) Wer Angela Merkel verstehen will, muß in ihre Biographie schauen. Die DDR-Bürgerin Merkel hatte als Pfarrerstochter gelernt, daß Religion eine zutiefst politische und damit in der DDR unerwünschte Angelegenheit sei. Insofern war es für sie nach der Wiedervereinigung ein Akt der Freiheit, nun mit dem christlichen Glauben ganz privat umzugehen. Doch für die Bundeskanzlerin steht alles unter dem Machtvorbehalt, alles kann ihr als Taktik und Strategie ausgelegt werden. Und so sind Reden von Angela Merkel zu Religion und Glaubensfragen auch entsprechenden Deutungen ausgesetzt. Dem Glauben der Angela Merkel kann sich der Außenstehende lediglich versuchsweise annähern, richtig zu fassen bekommt er ihn nicht, so die Bilanz des Buches. Gleichwohl gehört für Merkel das „C“ in der CDU zur Identität ihrer Partei und grundsätzlich steht sie auch hierfür ein. Nur immer dann, wenn es konkret wird, in einzelnen moralischen Fragen, bei der Haltung zur embryonalen Stammzellenforschung oder zur Abtreibung, bei der Frage der Pius-Bruderschaft und dem Umgang mit Homosexuellen, da wird zweierlei deutlich: Bei vielen christlichen Themen ist sie im politischen Alltagsgeschäft mitunter nicht auf der Seite der beiden christlichen Kirchen, und mit spezifisch katholischen Fragen hat die Protestantin Merkel ohnehin ihre Schwierigkeiten. Gleichwohl sollen die Begegnungen mit den Päpsten Benedikt XVI. und Franziskus stets harmonisch und in großem Einvernehmen stattgefunden haben.  Christlicher Glaube in moderner Gesellschaft verbindet sich bei Merkel mit den Begriffen Toleranz und Respekt, auch vor den Auffassungen von Andersgläubigen. Als Protestantin verbindet Merkel mit dem Reformationsjahr 2017 die Hoffnung, daß der Geist der Reformation wieder zu den Menschen gelangt – „besonders zu denen, die von diesem Geist noch nie oder schon lange nicht mehr gehört haben. Wichtig ist mir, daß wir der Tragweite des Reformationsjubiläums gerecht werden … Die Reformation hat die Entwicklung eines Menschenbildes gefördert, das maßgeblich von einem neuen christlichen Freiheitsbegriff beeinflußt ist.“ (s. 164)  Angela Merkel läßt sich sicherlich einfach nicht mit dem Katholiken und Pfälzer Helmut Kohl vergleichen, zu unterschiedlich sind da die Biographien. Doch gibt es bei Merkel und Kohl Konsens in Fragen eines Respekts vor dem christlichen Menschenbild und bei der Achtung christlicher Grundwerte im Sinne der Gebote Jesu von der Gottes- und Nächstenliebe.

Literatur Beckmann, Rainer; Kaminski, Claudia; Löhr, Mechthild: Es gibt kein gutes Töten. Acht Plädoyers gegen Sterbehilfe. Edition Sonderwege: Berlin 2015. Blüm, Norbert: Einspruch! Wider die Willkür an deutschen Gerichten. Eine Polemik. Westend-Verlag: Frankfurt am Main 2014. Löw, Konrad: „Lasst uns trotzdem weiterkämpfen!“. Erfahrungen mit dem Versuch, „Verantwortung vor Gott und den Menschen“ zu leben. Eine Autobiographie. Gerhard Hess Verlag: Bad Schussenried 2015. Englisch, Andreas: Der Kämpfer im Vatikan. Papst Franziskus und sein mutiger Weg. Carl Bertelsmann Verlag: München 2015. Keppeler, Cornelius; Pech, Justinus C. Pech (Hrsg.): Zeitgenössische Porträts. Schriftenreihe des Instituts für Dogmatik und Fundamentaltheologie an der PhilosophischTheologischen Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz, Band 4. Be&Be-Verlag: Heiligenkreuz 2013. Resing, Volker (Hrsg.): Angela Merkel. Daran glaube ich. Christliche Standpunkte. St. Benno-Verlag: Leipzig 2014.

Prof. Dr. Andreas M. Rauch, LbfA, nimmt Aufgaben der Professur für Politische Wissenschaft (Sozialkunde) an der Universität Erlangen-Nürnberg wahr, ist Lehrbeauftragter an der Universität Duisburg-Essen und ist im Schuldienst in Köln tätig.

Die Neue Ordnung ist eine seit 1946 erscheinende christliche Zeitschrift mit sechs Ausgaben pro Jahr. Chefredakteur ist der römisch-katholische Sozialethiker und Dominikaner Wolfgang Ockenfels und Herausgeber das Institut für Gesellschaftswissenschaften Walberberg, dessen Vorsitzender er ist

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Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
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