Engelbert Dollfuß

In diesem Post auf den Bericht von katholisches.info vor 2 Jahren zum 80. Todestag von Bundeskanzler Dr. Engelbert Dollfuß zurückzugreifen, ist mir ein besonderes Anliegen. Hatte doch dieser österreichische Kanzler aus meiner Sicht ein politisches Format, welches das seiner zeitgenössischen Konkurrenten in der Politik in Österreich und Europa um einiges überragte. Kann auch heute eine historische Einordnung nur vorläufig sein, so steht doch für mich Dr. Dollfuß für einen militanten politischen Katholizismus, der den Mut hatte, auf der Grundlage der kirchlichen Lehre einen ständischen Staat nach den Prinzipien des Glaubens zu konzipieren, um den brudermörderischen Parteienhader zu überwinden. Das dies nur unzulänglich in die Realität umsetzbar war, lag wohl weniger an ihm, als an der Tatsache, dass sich damals nur wenige seiner Landsleute wie er als christliche Österreicher, sondern eher als Deutsche (marxistisch-sozialistischer bzw. nationalsozialistischer Provenienz) verstanden.

Er bezahlte seinen tief im katholischen Glauben verankerten, weitsichtigen Widerstand gegen den militanten Atheismus brauner Färbung zu einer Zeit mit seinem Leben, als andere noch in Hitler den Messias gegen Bolschewismus und Gottlosigkeit anhimmelten.

 

Engelbert Dollfuß – Zum 80. Todestag

Engelbert Dollfuß

Engelbert Dollfuß

von Wolfram Schrems*

 

„Dollfuß war keine dominierende Gestalt in einem Europa, das von Hitler und Mussolini überschattet wurde und von einem aufsteigenden Stalin und einem verschlafenen Baldwin. Aber unter all diesen Männern brachte er den edelsten Charakter in sein hohes Amt mit, trat er der fruchtbarsten Übermacht mit dem größten Mut entgegen und fand er das tragischste Ende. Er fand auch die übelste Nachrede. (…) Diese Verzerrung hat deshalb stattgefunden, weil das, was als Geschichte einer verworrenen Zeit gilt, tatsächlich eine einseitige Geschichtsschreibung ist. (…) Aber fast alle seine ehemaligen Gegner verbreiteten im Westen ihre Argumente gegen ihn mit der Suada, die den Intellektuellen der Linken eignet, und mit jener aufgeregten Energie, die bei Flüchtlingen begreiflich ist.“1

Anläßlich des 80. Jahrestages der Ermordung des Heldenkanzlers und angesichts der vielfältigen und dauerhaften Beschmutzung seines Andenkens durch weltliche und kirchliche Stellen einige Worte der Ehrung dem, der Ehre verdient, und Zurechtweisung denen, die Zurechtweisung verdienen.

Beschmutzung des Andenkens

Die Beschmutzung des Andenkens eines der bedeutendsten österreichischen Staatsmänner wurde in dem Farbbeutelanschlag auf das Dollfuß-Relief in der Turmkapelle der Wiener Michaelerkirche vor etwa vier Jahren auf drastische Weise versinnbildlicht. Die Ordensgemeinschaft der Salvatorianer, die die Kirche betreut, ist mit dieser Kirchenschändung nicht an die Öffentlichkeit gegangen – aus welchen Gründen auch immer. Leider hat es sich eingebürgert, bei Kirchenschändungen einfach zur Tagesordnung überzugehen. Vielleicht will man mit der Unterlassung des Ganges an die Öffentlichkeit keine Nachahmungstäter ermutigen.

Das ist aber ein Fehlkalkül. Anschläge auf Kirchen werden immer schlimmer.

Im Fall der Salvatorianer wird auch mitgespielt haben, daß man – auch das sinnbildlich für den Wahnsinn der derzeitigen Kirchenszene – sehr stark mit der Wiener Sozialdemokratie verbunden ist. Immerhin hat der Salvatorianer P. Albert Gabriel am 12. April 2013 die Prof. Dr. Julius Tandler – Medaille aus den Händen der Stadträtin Sonja Wehsely überreicht bekommen (http://www.donaucitykirche.at/2013/04/ehrung-unseres-pater-albert-gabriel/, mit der Frau Stadträtin: http://www.salvatorianer.at/content/site/home/ueberuns/article/722.html). (Für die Leser, die mit der österreichischen Zeitgeschichte weniger vertraut sind, zur Information: Julius Tandler, 1869 – 1936, war ein aus Mähren gebürtiger Arzt jüdischer Herkunft, der als Medizinprofessor und sozialdemokratisches Mitglied der Wiener Landesregierung sozialmedizinische Pionierleistungen erbrachte, aber gleichzeitig für die Sterilisierung bzw. Vernichtung „lebensunwerten Lebens“ eintrat und somit die „Euthanasie“ des NS-Regimes begünstigte. Er starb als Berater für Spitalsreformen in Moskau, man beachte: zur Zeit Stalins [!]. Man ist sich also im Marxismus über die ideologischen Nuancen hinaus nicht so fremd. Die Wiener Stadträtin Wehsely ist sozialdemokratische Politikerin und vehemente Befürworterin von Abtreibung und Fristenlösung.)

Sinnbildlich für die Beschmutzung des Andenkens an Dollfuß sind die schändlichen Zusatztafeln an der Christkönigs-Kirche in Wien-Fünfhaus und am Nordportal des Linzer Doms (letzteres im Jahr 2006). In letzterem Fall hatte die Gemeinderatslinke im Dompfarrer einen willfährigen Befehlsempfänger gefunden. Besonders verwerflich ist die auf jungsozialistischen Druck hin erfolgte Übermalung des von Gläubigen finanzierten Freskos in der St. Pöltener Prandtauerkirche (im Jahr 2007).

Schließlich wurde das Ehrengrab der Stadt Wien am Hietzinger Friedhof vor wenigen Jahren auf die Stufe eines „historischen Grabes“ abgewertet (bzw. man sagte, es habe sich ohnehin nie um ein Ehrengrab gehandelt).

Die permanente Umschreibung der Geschichte, wie sie George Orwell in 1984 prophezeit hat, ist zur geläufigen Praxis geworden.

Worum geht es denen, die das Andenken des Märtyrerkanzlers beschmutzen?

Vom Wahn des Marxismus und der Verwandtschaft aller Sozialismen

Offensichtlich soll auf keinen Fall soll sichtbar werden, wie sehr Schutzbundführer und Nazis über den gemeinsamen Sozialismus und vor allem über den gemeinsamen Haß auf die Katholische Kirche und das Alte Österreich verbunden waren.

Auf keinen Fall soll sichtbar werden, daß alle totalitären und damals „modernen“ Ideologien am Anfang des 20. Jahrhunderts inhaltlich und methodisch einander sehr ähnlich waren.

Es soll um jeden Preis verschleiert werden, daß bis zum Jahr 1934, das zwei Umsturzversuche in Österreich sah, unfaßbare Greueltaten im Namen des Marxismus verübt worden waren. Im Jahr 1934 war bekannt, daß seit der „Oktoberrevolution“ in Rußland es Millionen Menschen waren, die auf Veranlassung von Marxisten verschiedenster Couleur ihr Leben lassen mußten: Bauern, Arbeiter, Bürger, Beamte, Priester, Mönche. Die bewußt organisierten Hungersnöte, von denen der ukrainische Holodomor 1932/33 nur der bekannteste ist, forderten Millionen (!) von Opfern. Die blutrünstigen kommunistischen Revolutionen in Ungarn und Bayern jeweils 1919 und der „moderne“ rote Terror in Spanien mit seinem Genozid an den Katholiken ab 1931 waren bekannt und lösten – berechtigte – Angst vor allem aus, was sich als marxistisch verstand. (Übrigens ist es ein wenig bekanntes Faktum, daß nach der Ausrufung der Räterepublik in München, der damalige Nuntius Erzbischof Eugenio Pacelli, später Papst Pius XII., am 29. April 1919 von Bolschewiken mit dem Tod bedroht wurde und sie durch seine Tapferkeit beindruckte.)

Alles in allem wird man also sagen müssen, daß „Demokratie“ nicht das Ziel des Marxismus, auch nicht des Austro-Marxismus, war und ist. Der versierte politische Beobachter kennt ja den beliebten Slogan: „Demokratie – das ist nicht viel/Sozialismus ist das Ziel.“ Er kennt auch die Lenin-Fahnen, die bei den kultischen Aufmärschen am 1. Mai von Jungsozialisten herumgetragen werden. Insofern ist „Sozialdemokratie“ ein etwas irreführender Name (etwa so wie „Volksdemokratie“ u. dgl.), da es hier nicht um „Demokratie“ geht.

„Arbeitermörder?“

Gegenüber Dollfuß wird seit Jahrzehnten ad nauseam der verlogene Vorwurf geäußert, er sei ein „Arbeitermörder“ gewesen. Die Begründung dafür ist nicht ganz genau zu erheben. Man sagt einerseits, er habe im Februar 1934, also beim Putschversuch des Republikanischen Schutzbundes bzw. der Sozialdemokraten, auf „Arbeiter“ schießen lassen. Andererseits, er habe die vom Gericht verhängten Todesurteile gegen die Revolutionäre ebenjenes Februar nicht aufgehoben (o. ä.).

Also, zum ersten hätten Polizei und Bundesheer nicht auf die Herren „Arbeiter“ schießen müssen, wenn diese gearbeitet hätten. Das haben sie aber nicht, sondern sie haben ihrerseits und zuerst auf staatliche Sicherheitsorgane geschossen. Danach haben andere „Arbeiter“ in Wien und anderswo einen Putsch versucht. Keine legitime Autorität kann sich so etwas bieten lassen. Schon gar nicht, wenn es langjähriges Erfahrungswissen über den aus- und inländischen marxistischen Terror gibt – einschließlich Justizpalastbrand 1927. (Die Rhetorik des Sozialdemokratenführers Otto Bauer war ja durchaus martialisch gewesen. Mit ihr hatte er viele Tausend Anhänger aufgestachelt. Auch wenn man über ihn liest, daß er doch im Handeln zögerlich gewesen sei, so ist das in diesem Zusammenhang unerheblich: Die Worte Bauers waren ausgesprochen, sie hingen in der Luft und bestimmten das Klima. Viele fühlten sich durch sie zu Klassenkampf und Bürgerkrieg motiviert.) Es handelt sich bei dem Einsatz des Bundesheeres im Februar 1934 somit moralphilosophisch auch nicht um „Mord“ sondern um legitime Selbstbehauptung bzw. kollektive Notwehr.

Und zum anderen ist es so, daß die Justifizierung von gesetzmäßig und gerichtlich verurteilten Revolutionären zwar kein Akt der Milde ist aber eben kein „Mord“.

Daß es sich bei den Schutzbündlern zumeist um „Arbeiter“ handelte, ist somit rein akzidentell. Es ist zudem lächerlich, eine gut organisierte Wehrformation bzw. indoktrinierte Revolutionäre, die den Tod vieler Menschen in ihre Pläne einkalkulieren, einfach als „Arbeiter“ zu bezeichnen.

„Arbeiter“ zu sein ist auch keine besondere Qualifikation, die den Betreffenden z. B. unter Naturschutz stellen würde. Umso bedauerlicher ist es, wenn sich echte und ehrenwerte Arbeiter von Revolutionären in großes Unglück hineinreiten lassen.

Ein Staatsmann guten Willens

Dollfuß war ein Mensch, der sich für sein Tun zutiefst vor Gott verantwortlich fühlte. Seine ursprüngliche Berufsoption, nämlich das Priesteramt (dem er sich nach kurzer Zeit im Seminar dann aber nicht gewachsen fühlte), zeigt diesen Ernst deutlich auf. Sein Wirken als Frontoffizier, als Beamter und als Minister und Bundeskanzler demonstriert Einsatzbereitschaft, Fleiß und Gemeinwohlorientierung. Er war aber klarerweise nicht vollkommen.

Man mag daher zu Aspekten des Wirkens von Engelbert Dollfuß verschiedener Auffassung sein, man mag die Maiverfassung (vom 1. Mai 1934) als umständlich und wenig praktikabel oder auch als zu restriktiv für die Wirtschaft empfinden, man mag die gerichtlichen Todesurteile oder doch einige von ihnen (nämlich ein im Fall einer Brandstiftung verhängtes) als unverhältnismäßig kritisieren (wie es der katholische Philosoph und Konvertit Dietrich von Hildebrand gegenüber Dollfuß selbst getan hat), man mag seine Personalauswahl als teilweise unglücklich empfinden (Major Fey z. B. bleibt eine zwielichtige Gestalt, er wird von manchen sogar des Kanzlermordes verdächtigt), aber man darf diesem Großen der österreichischen Geschichte, der eben auch in manchen nicht zu ändernden Zeitumständen und Bedingtheiten agieren mußte, nicht den guten Willen absprechen.

Der Tod – Stunde der Wahrheit

Schließlich offenbart die Stunde des Hinübergangs in die Ewigkeit die Wahrheit des Lebens:

Nachdem die nationalsozialistischen Attentäter auf Dollfuß geschossen hatten (was nicht der ursprüngliche Plan gewesen sein dürfte) und ihm ärztliche Hilfe und priesterlichen Beistand verwehrt hatten, gab es noch eine letzte Diskussion:

„Stiastny berichtet eine merkwürdig friedliche politische Diskussion zwischen ihm und den grimmigen Rebellen, die um ihn herum standen. Einer von ihnen, den das Gewissen ein wenig gedrückt zu haben scheint, warf dem Kanzler vor, er habe schließlich selbst viele österreichische Nationalsozialisten in Not und Elend gebracht. Dollfuß antwortete: ‚Ich habe immer getrachtet, das Beste zu tun, und was ich tun konnte, und ich habe immer den Frieden gewollt.‘ Da mischte sich ein anderer SS-Mann ins Gespräch und erwiderte, es sei in des Kanzlers Macht gestanden, Frieden mit Deutschland herbeizuführen. Dollfuß blickte zu den gespannten jungen Gesichtern auf und sagte ruhig: ‚Kinder, das versteht ihr halt nicht.‘ Hierauf kam, wie es scheint, keine Antwort“ (Shepherd, 309f).

Seine letzten Worte waren: „Ich habe ja nur den Frieden haben wollen. Wir haben nie angegriffen. Wir mußten uns immer wehren. Der Herrgott soll ihnen vergeben“ (ebd., 311).

Dieser vorbildliche Hinübergang gereicht dem Verstorbenen zur Ehre. Er zeigt uns auch, daß er sein Leben im Dienst am Guten gestaltet hatte. Niemand kann auf diese Weise und im Frieden sterben, der nicht das Gute gewollt hat und nicht mit Gott verbunden war.

Noch eine relevante Information in diesem Zusammenhang:

Nach mündlicher Information von Pfarrer Josef Bauer, Hohenzell (Oberösterreich), sei Dollfuß nicht lange vor seiner Ermordung in Mariazell einer Vision der Gottesmutter bzw. einer inneren Einsprechung gewürdigt worden. Er sei im Anschluß zutiefst erschüttert und in Eile mit dem Taxi nach Wien gefahren. Der Inhalt der Vision sei dem Vernehmen nach die Bitte gewesen, sein Leben für Österreich anzubieten.

Dieses Opfer wäre demnach angenommen worden und hätte Österreich noch vier Jahre der Freiheit gebracht. Es wäre sicher angezeigt, dem noch näher nachzugehen.

Denn unsere dringende Petition an die kirchliche Obrigkeit ist die

Seligsprechung

M. W. wurde nach der Ermordung von Dollfuß ein Seligsprechungsverfahren eingeleitet, aber nach 1945 nicht wieder aufgenommen. Bald danach wandelte sich die Stimmung beträchtlich. Die Kirche geriet während des II. Vaticanums in einen optimistischen Rausch und begann, sich mit ihren alten Feinden geradezu zu fraternisieren. In Österreich rückte die Kirche unter dem Einfluß des sinistren Kardinal König in die Nähe der Sozialisten und Freimaurer. Nur mehr wenige hätten eine Seligsprechung des „anachronistischen“ Katholiken Dollfuß unterstützt.

Darum wäre es jetzt höchste Zeit, eine Seligsprechung ernsthaft zu prüfen! Aus meiner Sicht spricht auch nichts gegen einen positiven Abschluß.

Es wäre passend, wenn Franz Jägerstätter nur der Beginn einer Serie von Seligsprechungen großer österreichischer Patrioten gewesen ist. Neben Dollfuß fehlen im gegenständlichen historischen Zusammenhang etwa auch der Seminarist, Widerstandskämpfer und Dichter Hanns-Georg Heintschel-Heinegg, Minister Hans-Karl Freiherr von Zessner-Spitzenberg und andere.

Ehre, wem Ehre gebührt

Als Österreicher können wir stolz auf Dollfuß sein. Wir verdanken ihm viel. Wäre der Februaraufstand erfolgreich gewesen, dann hätte sich vermutlich der marxistische Kirchenhaß ausgetobt wie in Spanien zur selben Zeit. Man soll sich eine „austromarxistische“ Diktatur nicht zu gemütlich vorstellen.

Hätte Dollfuß dem Druck aus Berlin nachgegeben wie die glorreichen „Demokraten“ („Peace in our time“ sagte einer dieser Schwachköpfe, „lieber Hitler als Habsburg“ ein anderer), stünde Österreich heute viel schlechter da.

Nein, Dollfuß hat die Ehre Österreichs gerettet.

Es war das Opfer seines Lebens, das aller historischen Wahrscheinlichkeit nach den Naziputsch zusammenbrechen ließ. Österreich wurden noch vier Jahre der Freiheit gewährt.

Der glorreiche „Westen“ ließ Österreich hingegen im Stich. Katholische Staatsmänner wie Dollfuß und sein Nachfolger Kurt von Schuschnigg gingen in ihrem vermeintlichen „Anachronismus“ den maßgeblichen politischen Figuren dies- und jenseits des Atlantiks offensichtlich bei weitem mehr gegen den Strich als die „modernen“ und „zeitgemäßen“ Politiker Hitler und Stalin (beide „Man of the Year“ von Time).

Dollfuß ist nicht davongelaufen. Er hat sich nicht ins Exil verkrochen. Er hat keinen Kuhhandel mit Hitler abgeschlossen. Er hat seine Überzeugungen nicht verraten. Er hat beide diktatorischen Wahnsysteme bekämpft.

„Dollfuß gebührt die Unsterblichkeit als dem ersten Ausländer, der Hitler offen entgegengetreten ist – und als dessen erstem ausländischen Opfer“ (Shepherd, S. 10).

Und schließlich:

Das die Linke in ihrer selbstverursachten Verblendung das bis heute nicht wahrhaben will, ist mir klar.

Daß aber auch die kirchlichen Amtsträger dermaßen schäbig und verräterisch gehandelt haben, ist ein großes Ärgernis. Ich fordere sie daher auf, die oben genannten Maßnahmen rückgängig zu machen, in Linz, in St. Pölten und in Wien. Ich fordere sie auch auf, endlich den Seligsprechungsprozeß für Dollfuß einzuleiten und ihre sonstige aberwitzige Politik zu revidieren.

Damit sie umso sicherer die Seligkeit erreichen.

Text: MMag. Wolfram Schrems, Linz und Wien, katholischer Theologe und Philosoph, kirchlich gesendeter Katechist

Die Novene (von lat. novem „neun“) ist eine vorwiegend in der katholischen Kirche übliche Gebetsform, bei der bestimmte Gebete an neun aufeinanderfolgenden Tagen verrichtet werden, zur Fürbitte oder um von Gott besondere Gnadengaben zu erflehen. Dabei kann das Gebet an den einzelnen Tagen der Novene täglich gleich sein oder aus einem gleichbleibenden und einem täglich wechselnden Teil bestehen (https://de.wikipedia.org/wiki/Novene).

Die folgende Novene (und in der kürzeren Form unter dem Bildnis des Märtyrerkanzlers am Blog-Ende) verdanke ich Frau Sigrid Nosovsky, der ich auf diesem Wege nochmals herzlich danke. Sie steht Ihnen für eventuelle Nachfragen unter der Telefonnummer 0043 680 20 47 372 oder per Email little_sigrid@gmx.net gerne zur Verfügung.

Der Aufbau ist denkbar einfach: Unter 1. und 3. werden jeden Tag die angegebenen, gleichbleibenden Gebete (Weihe des Landes sowie das Gebet um den Hl. Geist) gebetet, unter 2. betet man das täglich wechselnde Tagesgebet. An dieses schließt sich (dreimal) das Vaterunser, ein Ave Maria und Ehre sei dem Vater an.

 

Novene um Fürsprache des Märtyrerkanzlers Engelbert Dollfuß

Als einmal eine Gruppe Österreicher zur Stigmatisierten Resl Neumann von Konnersreuth pilgerte und diese „bemitleidete“ oder ihr schönredete, sagte sie in ihrem bayrischen Dialekt sinngemäß: Ihr Österreicher, geht´s heim und schaut`s, dass Dollfuß heiliggesprochen wird. Dies ist der Grund für die Novene, der Anlass sind die Wahlen in Österreich. Möge die Dienerin Gottes und alle Engel, Heiligen und Armen Seelen mit uns beten, um die Gnaden, die wir erflehen und dass, wenn es Gottes Willen entspricht, die Heiligkeit Dollfuß` von der Kirche erkannt und anerkannt werde, zur Ehre Gottes, im Heiligen Namen Jesu. Amen.

Weihe des Landes und der Welt an die Heiligste Dreifaltigkeit:

Himmlischer Vater, in diesem gegenwärtigen Augenblick, den DU geschaffen und gewollt hast, weihe ich [Name], hiermit das Herz dieses Landes [zb. Österreich] den Vereinten Herzen der Heiligsten Dreifaltigkeit in Einheit mit dem Unbefleckten Herzen Mariens. Amen.

2.

3. Komm Heiliger Geist, komm durch die mächtige Fürsprache des Unbefleckten Herzen Mariens, Deiner so geliebten Braut! (3x) Komm, und erleuchte alle Bewohner Österreichs! Komm, und erleuchte die Bischöfe, Priester und alle Gottgeweihten! Komm und erleuchte alle politischen Entscheidungsträger! Zeig ihnen, dass sie das Hinschlachten der Ungeborenen nicht dulden dürfen. Amen. Alle Engel, Heiligen, Schutzengel und Armen Seelen, bittet für uns!

1.Tag:

1. Weihe des Landes.

Aus dem Nachlass des Bundeskanzlers Dollfuß ist ersichtlich, dass die Muttergottes ihn einmal nach einer Hl. Messe in Mariazell fragte, ob er für Österreich leiden wolle. Da er von den Nationalsozialisten ermordet wurde, kann man aus dieser Begebenheit seine Antwort lesen.

Auf die Fürsprache des Märtyrers Engelbert Dollfuß` bitten wir: für Österreich und all seine Bewohner in dieser schweren Zeit. Mögen wir, von Diktatur verschont, zu Gott und Seinen Geboten zurückfinden, aufhören uns selbst über Gott zu stellen, damit wir alle das Leben in Fülle erben.

3x Vater…, Ave… Ehre…

3. Gebet um den Hl. Geist

2.Tag:

1. Weihe des Landes.

Bei der Ermordung Dollfuß` im Bundeskanzleramt gewährte man ihm die Bitte um priesterlichen Beistand nicht, sondern ließ ihn grausam verbluten. Als seine letzten Worte sind uns überliefert: „Ich wollte ja nur den Frieden.“ Und: “Der Herrgott möge ihnen vergeben.“

Märtyrerkanzler Engelbert, erbitte auch uns in unserem Bemühen um Frieden jenes Vertrauen, das alle Hilfe von Gott allein erwartet und nicht von sich selbst, noch von unglücklichen Kompromissen mit der Welt und der Sünde, wenn auch die Welt heute das Böse gutheißt und das Gute schlecht.

3x Vater…, Ave… Ehre…

3. Gebet um den Hl. Geist

3.Tag:

1. Weihe des Landes

Die Verleumdung des Bundeskanzlers ging über den Tod hinaus; er wird von manchen als „Austrofaschist“ beschimpft….

Auf die Fürsprache Engelbert Dollfuß` bitten wir: unseren Politikern und den geistlichen Würdenträgern die Aufrichtigkeit in der Gesinnung und das unermüdliche Streben nach dem Wahren und Guten – ungebeugt auch in Verachtung oder Verleumdung. Erbittet Österreich eine Einheit in der Wahrheit und durch die Wahrheit.

3x Vater…, Ave… Ehre…

3. Gebet um den Hl. Geist.

4.Tag:

1. Weihe des Landes 

Als einmal eine Gruppe Österreicher zur Therese Neumann von Konnersreuth pilgerte (noch zu Lebzeiten der Dienerin Gottes) empfahl sie uns das Gebet um Dollfuß` Heiligsprechung.

Auf die Fürsprache Engelbert Dollfuß` bitten wir: für Österreich und all seine Bewohner in dieser schweren Zeit. Mögen wir zu Gottes Liebe und Seinen Geboten zurückfinden, aufhören uns selbst über Gott zu stellen, damit wir alle das Leben in Fülle erben.

3x Vater…, Ave… Ehre…

3. Gebet um den Hl. Geist

5.Tag:

1. Weihe des Landes.

In der heutigen Situation ist Verdrehung der Wahrheit Alltag; die bösen Lebensschützer, die „unschuldigen“ Frauen, Abtreibern usw. schlechtes Gewissen machen wollen: so wurde (wird?) etwa an österreichischen Universitäten Studenten Geld geboten, um vor der Klinik gegen „böse“ betende Lebensschützer zu demonstrieren!

Auf die Fürsprache Dollfuß`, bitten wir, dass in den Herzen aller Menschen die Lügen aufgedeckt und die Wahrheit der Liebe Gottes angenommen werde. Bittet für Österreich und all seine Bewohner in dieser schweren Zeit. Mögen wir zu Gottes Liebe und Seinen Geboten zurückfinden, aufhören uns selbst über Gott zu stellen, damit wir alle das Leben in Fülle erben.

3x Vater…, Ave…. Ehre….

3. Gebet um den Hl. Geist.

6.Tag:

1. Weihe des Landes.

Auf die Fürsprache Engelbert Dollfuß` bitten wir: um die Kraft, dass jene, die die Sünde bekämpfen, es ganz im Sinne des Evangeliums tun, nicht als „dröhnendes Erz“ (1Kor 13,1), sondern im Verurteilen der Sünde und ohne Verurteilen der „weltanschaulichen“ Kontrahenten, durch Gebet und Opfer, damit wir nach dem Grundsatz des Hl. Paulus das Böse durch das Gute besiegen (Röm 12,21). Denn Jesus sagte: „ …wer seinen Bruder als (gottloser) Narr bezeichnet, soll dem Feuer der Hölle verfallen sein.“ (Mt 5,22) Gott allein kennt das Herz. HERR, erbarme dich unser! Schenke uns wahre Frömmigkeit und hilf uns, gutes Vorbild zu sein für jene, die Dich nicht kennen oder nicht kennen wollen.

3x Vater…, Ave… Ehre…

3. Gebet um den Hl. Geist

7.Tag:

1. Weihe des Landes.

Auf die Fürsprache Dollfuß`, bitten wir: HERR, hilf uns, mit der gegenwärtigen Situation der Einwanderung wahrhaft christlich umzugehen. Lass uns den Unterschied sehen zwischen dem politischen Problem und der einzelnen Person, die vielleicht voll Sehnsucht nach Christus ist. Hilf uns auch, unseren Überfluss in rechter Weise mit jenen zu teilen, die dessen am meisten bedürfen.

3x Vater…, Ave… Ehre…

3. Gebet um den Hl. Geist

8.Tag:

1. Weihe des Landes.

Auf die Fürsprache Dollfuß` bitten wir: richte auf in unseren Herzen neu die 10 Gebote und das Liebesgebot Jesu – als Heilmittel gegen die propagierte „freie Liebe“. Hilf allen Menschen erkennen, dass christliche Ehe auf der Liebe ohne Widerruf basiert und dass christliche Liebe wahrhaft frei ist; hilf allen zu erkennen, dass die „freie Liebe“ nichts als Sklaverei der Sünde ist, die den Menschen als Objekt zur Gefühls- und Triebbefriedigung degradiert.

3x Vater…, Ave… Ehre…

3. Gebet um den Hl. Geist.

9.Tag:

1. Weihe des Landes.

Auf die Fürsprache Dollfuß` bitten wir: für all jene, die sich aus Angst vor Verleumdung der der Äußerlichkeit der politischen Korrektheit hingeben, durch welche politische Fehlerlosigkeit über den Inhalt des Programmes gestellt wird und so der Augenschein mit der Wahrheit verwechselt wird. Hilf uns allen, dass wir das Erkannte stets umsetzen, durch Deine Gnade, die in der Schwachheit des Menschen sich entfaltet. Wir bitten dich, Engelbert Dollfuß um deine Fürsprache für Österreich und all seine Bewohner in dieser schweren Zeit. Mögen wir zu Gottes Liebe und Seinen Geboten zurückfinden, aufhören uns selbst über Gott zu stellen, damit wir alle das Leben in Fülle erben.

3x Vater…, Ave… Ehre…

3. Gebet um den Hl. Geist.

 

Advertisements

Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
Dieser Beitrag wurde unter Katholische Streiter, Katholischer Glaube abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s