Hintergrund: St.-Athanasius-Kapelle (2) (http://www.spes-unica.de/athanasius/impressionen/kapelle.php?thema=grundstein)

Grundsteinlegung der St.-Athanasius-Kapelle

Rohbau

Die Finanzierung der Kapelle

Ist 1980 bereits die Standortsuche für ein angemessenes Meßzentrum eine sehr mühsame Angelegenheit gewesen, so stellt die Finanzierung der geplanten Kapelle Pfarrer Milch und die Verantwortlichen der actio spes unica vor nahezu unüberwindliche Probleme. Der zu diesem Zeitpunkt praktisch völlig mittellose und von unregelmäßigen Spendenzahlungen abhängige Verein muß binnen kürzester Zeit ungefähr eine halbe Million D-Mark aufbringen, damit der Kapellenbau nicht bereits in den Ansätzen steckenbleibt.

Erst nachdem zwei Mitglieder der actio eine Bürgschaft in erheblicher Höhe hinterlegen, für die sie gegebenenfalls mit ihrem Privatvermögen haften müssen, ist schließlich eine einzige Bank bereit, das für sie immense Wagnis einzugehen, einen Baukredit zu gewähren – sie verlangt dafür aber einen hohen Risikozinssatz auf die Hypothek.

Vortrag der Grundsteinurkunde

Bettelbriefe

Die drückende Schuldenlast und immer wieder akute Geldnöte spiegeln sich dann auch in fast allen spes-unica-Rundbriefen Pfarrer Milchs ab 1980 wider: Unermüdlich drängt und nötigt er die zu Spenden fähigen Anhänger zu immer höheren Zuwendungen. Auf der anderen Seite ist er währenddessen bemüht, diejenigen, welche beim besten Willen zu keinem finanziellen Opfer fähig sind, nicht als Mitglieder zweiter Klasse erscheinen zu lassen:

„Lassen Sie mich auch noch die folgende Selbstverständlichkeit mit Nachdruck betonen: Ich weiß, daß sehr viele von Ihnen einfach nicht imstande sind, auch nur im kleinen Umfange Geld zu spenden. Geldspenden werden von niemandem ‚erwartet‘, niemand wird darauf angeschaut, geprüft, vermerkt, ob er spendet oder nicht. Die Spenden sind absolut freiwillig. Weder direkt noch indirekt wird der geringste moralische Druck ausgeübt. Es gibt bei uns keine ’spendenden‘ und keine ’nichtspendenden‘ Mitglieder. (…)

Füllung der Zeitkapsel

Aber nun verübeln Sie mir bitte nicht, daß ich wie ein aufdringlicher und unersättlicher Bettler wiederum und wiederum Ihnen zur Last fallen und diejenigen, die dazu in der Lage sind, anflehen muß: Bitte, bitte spenden Sie weiter! Bitte, bitte spenden Sie noch mehr! Ich weiß, ich bin unverschämt, aber ich bin es angesichts der Notwendigkeit und bin es im Vertrauen auf SEIN unendliches Erbarmen und in Vertrauen auf Ihr Verstehen, Ihre Hochherzigkeit und unser gemeinsames Interesse.“ (Rundbrief vom 5. Februar 1980)

Trotz zahlreicher und selbstloser Spenden bleibt die Finanzlage der actio spes unica während der gesamten achtziger Jahre äußerst prekär. Und noch unmittelbar nach Pfarrer Milchs Ermordung im Jahr 1987 muß seine Schwester mit einem zinslosen Kredit einspringen, um eine existenzbedrohende Mittelknappheit des Vereins abzuwenden.

Hammerschlag

Rohbau und Grundsteinlegung

Ungeachtet der finanziellen Probleme schreitet in der zweiten Jahreshälfte 1981 der Rohbau der Athanasiuskapelle zügig voran, so daß Pfarrer Milch bereits im Rundbrief vom 11. November 1981 berichten kann:

„Beiliegend sehen Sie zwei Bilder. vom Baubeginn vor gut einem Monat. Schon ist ausgehoben. Schon ist die Dreiteilung des Souterrain erkennbar: Raum für die Jugend, Raum für die Frauen, Raum für die Männer. Mittlerweile sind wir weit über das hinausgekommen, was die Bilder zeigen: Das Kellergeschoß ist herausgemauert, der Isolierputz angelegt und gestrichen, die Kellerdecke gegossen. Am Samstag, dem 5. Dezember 1981, wird die feierliche Grundsteinlegung sein, und zwar um 10.00 Uhr.“

Grundsteinurkunde

Die Grundsteinurkunde

Während der Feierlichkeit zur Grundsteinlegung trägt Pfarrer Milch den Text der von ihm verfaßten Urkunde vor:

„Im Jahre des Heils Neunzehnhunderteinundachtzig, am fünften Dezember, wird dieser Grundstein gelegt zur Kirche, die dem heiligen Glaubensstreiter Athanasius geweiht werden soll. Es ist das einhundertelfte Jahr nach dem letzten gültigen, dem Vatikanischen Konzil, das sechsunddreißigste Jahr nach dem Ende der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und des II. Weltkrieges, das einunddreißigste Jahr nach der Verkündigung des Dogmas von der leiblichen Aufnahme der allerseligsten Gottesgebärerin in den Himmel, das sechzehnte Jahr nach dem Ende der unseligen dreijährigen Versammlung im Vatikan, die fälschlich das II. Vatikanische Konzil genannt wird und die Katastrophe auslöste, durch welche den offiziellen Innenraum der römisch-katholischen Kirche bis zur Stunde eine Fremdherrschaft belagert mit antichristlicher Weltanschauung und Absicht.

Grundstein der Athanasiuskapelle

Diese Katastrophe zwingt uns, die treugebliebenen römisch-katholischen Christen aus Hattersheim und anderen Gegenden Deutschlands, zum Bau dieser Kirche durch den Lenker der actio spes unica, Bewegung Einzige Hoffnung, Johannes Philipp Milch, über den als Pfarrer der Pfarrgemeinde St. Martinus zu Hattersheim 1 vor drei Jahren eine ungültige Suspendierung ausgesprochen wurde und der sich mit seiner Bewegung dem Athanasius unserer Zeit, Erzbischof Marcel Lefebvre, in unbeirrbarer Gefolgschaft verbindet.

Gegeben zu Hattersheim 1, am 5. Dezember 1981 (Johannes Philipp Milch)“ 

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Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
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