Hintergrund: St.-Athanasius-Kapelle (1) (http://www.spes-unica.de/athanasius/impressionen/kapelle.php?thema=geschichte)

Wenn auch die Welt aus den Fugen zu gleiten scheint, die Lage politisch und spirituell immer verwirrender wird – ja, man (Gender sei „Dank“) nicht mehr „Männlein und Weiblein“ zu unterscheiden vermag und jeder katholische Blogger gefordert ist, in aktuelle Debatten einzugreifen: die nächsten Posts gelten der Kapelle St. Athanasius in Hattersheim bei Frankfurt a.M. In ihr wirkte der von mir hoch verehrte H.H. Pfarrer Milch.

Bilder und Texte sind von der empfehlenswerten Seite http://www.spes-unica.de.

Bereits in wenigen Tagen werde ich in ihre Nähe ziehen und öfters da sein können… 🙂

 

Vorgeschichte der St.-Athanasius-Kapelle

 

Christmette in St. Martinus

Das Ende der Hattersheimer Oase

Mit der Suspendierung Pfarrer Milchs am 18. Oktober 1979 endet die langjährige Zeit, in der die Hattersheimer Pfarrkirche St. Martinus eine Oase des katholischen Glaubenslebens und der Feier des alten Meßopfers gewesen ist. Als am nachfolgenden Sonntag der vom Bistum eingesetzte Ersatzpfarrer mit der Zelebration des Novus Ordo beginnen möchte, bleibt die Orgel stumm, die Meßdiener legen ihre Gewänder ab und ein Großteil der Anwesenden verläßt stumm das Kirchengebäude.

Da das Verhältnis von Pfarrer Milch zu seinem vorgesetzten Bischof Kempf noch immer von gegenseitiger persönlicher Hochachtung gekennzeichnet ist, wird ihm erlaubt, vorübergehend in einem Teil des Pfarrhauses wohnen zu bleiben, bis er für sich und seine Mutter eine neue Wohnung gefunden hat. Hier zelebriert er in den nächsten Wochen die Heilige Messe – und obwohl er an Sonntagen bis zu vier Messen feiert, ist nicht nur der Zelebrationsraum überfüllt, auch im angrenzenden Flur und Treppenhaus drängen sich die Menschen.

Erstkommunion in der Notunterkunft

Die Notunterkunft im Hattersheimer Rosengarten

Während Pfarrer Milch recht bald in der Wiesbadener Oranienstraße eine neue Wohnung findet, gestaltet sich die Suche nach angemessenen Räumlichkeiten für ein Meßzentrum zunächst schwierig.

Als Notunterkunft stellt eine Hattersheimer Firma einen ehemaligen Ausstellungsraum des Geschäfts in der Straße „Rosengarten“ zur Verfügung – bereits diese Unterkunft erhält den Namen „Athanasiuskapelle“. Doch obwohl es gelingt, sie in aller Eile würdig herzurichten, bietet sie kaum für 100 Menschen ausreichend Platz und eignet sich allein deshalb nicht als dauerhafte Lösung.

Raumsuche in Wiesbaden und Mainz

Pfarrer Milch plant zunächst, vornehmlich in Wiesbaden oder Mainz ein geeignetes Gebäude für ein größeres Meßzentrum zu suchen, weil er es „für nicht ganz fair hält, gerade in Hattersheim unsere Sache so auffällig in Szene zu setzen“ (Rundbrief vom 20. August 1982). Alle diese Bemühungen verlaufen jedoch letztlich im Sande, auch wenn Pfarrer Milch schon in seinem Rundbrief vom 5. Februar 1980 irrtümlich den erfolgreichen Erwerb eines Hauses in Wiesbaden vermeldet.

An der Baugrube der Athanasiuskapelle

Die Kapelle in der Schulstraße

Eine Wende tritt ein, als die Haushälterin Pfarrer Milchs und ihre Schwestern der actio spes unica einen Großteil des Grundstücks hinter ihrem Haus in Hattersheim in Erbpacht anbieten. Der Magistrat genehmigt die Errichtung einer Kapelle im Garten der Schulstraße 7 zunächst nur mit einem Flachdach, läßt später aber auch ein Spitzdach zu, das zum würdigen äußeren Erscheinungsbild der Kapelle erheblich beiträgt.

Bereits im Rundbrief vom 27. August 1980 berichtet Pfarrer Milch von seinem Sinneswandel: „Mittlerweile ist es klar, daß das künftige Meßzentrum im Raume Hattersheim sein wird. Zuerst hatten mich Erwägungen menschlicher Vornehmheit von dem Gedanken abgehalten. Jetzt weiß ich – nach reiflicher Güterabwägung – daß es Gottes Wille ist und daß ich es den treu gebliebenen Hattersheimern schulde, dort meine Tätigkeit fortzusetzen – in größerem Rahmen selbstverständlich. – Hattersheim liegt für alle Interessierten aus Stadt und Land verkehrsmäßig günstiger und hat mehr Chancen als Wiesbaden oder Mainz.“ —

So kommt es, daß in Hattersheim bis zum heutigen Tag ohne nennenswerte Unterbrechung das Heilige Meßopfer im tridentinischen Ritus gefeiert wird.

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Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
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