Krasse Widersprüche zwischen der Ehe-Enzyklika „Casti Conubii“ und „Amoris laetitia“ (http://derkatholikunddiewelt.blogspot.de/)

Nach längerer Zeit habe ich wieder mal bei derkatholikunddiewelt.blogspot.de/ nachgeschaut und wurde prompt wieder fündig:

 Krasse Widersprüche zwischen der Ehe-Enzyklika „Casti Conubii“ und „Amoris laetitia“

Donnerstag, 14. April 2016

Papst Pius XI. hat seiner Enzyklika  über die Ehe den Namen „Casti Conubii“ gegeben, was übersetzt „Keusche Ehe“ heißt.

Sie handelt „über die christliche Ehe im Hinblick auf die gegenwärtigen Lebensbedingungen und Bedürfnisse von Familie und Gesellschaft und auf die diesbezüglich bestehenden Irrtümer und Mißbräuche„.

Diese Enzyklika war damals als Antwort des Papstes auf die Lambeth-Konfernez der schismatischen Anglikaner notwendig geworden, die 1930 ihren Mitgliedern die Geburtenkontrolle unter bestimmten Umständen erlaubt hatte.

Steve Skojec mit seiner sehr empfehlenswerten katholischen Website onepeterfive ist auf die Idee gekommen, diese Enzyklika mit der Apostolischen Exhortation „Amoris Laetitia“ zu vergleichen und musste dabei feststellen, dass letztere sozusagen ein Anti-CC (Casti Conubii) ist.Dass die Bewahrung und die Pflege der Tugend der Keuschheit, einem der Stützpeiler der katholischen Religion, leider kein Anliegen von „Amoris Laetitia“ ist, war mir allerdings auch schon aufgefallen.

(Das Wort „Keuschheit“ kommt auf 259 Seiten einmal vor. Das Wort „keusch“ gar nicht)

Wäre die gottgefällige Tugend der Keuschheit bei den zeitgenössischen Katholiken so weit verbreitet wie zu besseren Zeiten, würden sich die Diskussionen über die zahlreichen Ehebrecher, die heute „wiederverheiratete Geschiedene“ heißen und über Paare in sogenannten „irregulären Verbindungen“ erübrigen, denn so etwas gäbe es bis auf wenige Fälle gar nicht und würde unter den Katholiken analog 1 Korinther 5 auch nicht geduldet.

Da die Verantwortlichen in Rom leider noch keine deutsche Übersetzung von Casti Conubii hochgeladen haben, kann ich zum genauen Vergleich entsprechender widersprüchlicher Stellen leider nur auf Steve Skojecs sehr guten englischen Beitrag verweisen: hier

Wer nicht gut Englisch kann, aber einen Eindruck bekommen möchte, was in Casti Conubii steht, kann hier eine deutsche Übersetzung lesen.

Der heilige Pfarrer von Ars hat übrigens gesagt, dass sich die meisten Eheleute verdammen, weil sie die Ehe missbrauchen.

Weil vom „Ehemissbrauch“ heute keiner mehr redet, habe ich lange gebraucht, um herauszufinden, was das wohl genau bedeutet.
Wann  man die Ehe missbraucht, steht übrigens auch in Casti Conubii unter Punkt 3.
Das Problem heutzutage ist, dass sich kaum ein zeitgenössischer Katholik mehr vorstellen kann, wie glücklich eine Ehe, die von beiden Eheleuten nach den Regeln von „Casti Conubii“ geführt wird, schon hier auf Erden macht, von der Belohnung, die es im Himmel für das Befolgen des Willens Gottes gibt, ganz zu schweigen.
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Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
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