Beim Namen genannt (www.die-tagespost.de)

Originaltext aus dem Online-Angebot der Tagespost:

Beim Namen genannt

Beim Namen genannt

Bryan Adams (Foto: dpa) hat aus Protest gegen das neue „Gesetz für Religionsfreiheit“ einen Auftritt im amerikanischen Bundesstaat Mississippi abgesagt, wie faz.net berichtet. „Ich kann nicht ruhigen Gewissens in einem Bundesstaat spielen, der Bürgerrechte wegen der sexuellen Orientierung von Menschen beschneidet“, ließ der Kanadier vor dem für Donnerstag in Biloxi geplanten Konzert mitteilen. Mississippis Gouverneur Phil Bryant hatte in der vergangenen Woche die „Religious Freedom Bill“ unterzeichnet. Nach dem Gesetz dürfen religiöse Einrichtungen, Behörden und Geschäftsinhaber nicht gezwungen werden, gleichgeschlechtlichen Paaren, Bisexuellen und Transgender von Juli an Dienstleistungen zu gewähren. Bürgerrechtsorganisationen verurteilten die House Bill 1523 als Diskriminierung Homosexueller unter dem Deckmantel religiöser Freiheit. Vor Adams hatte in der vergangenen Woche schon Bruce Springsteen ein Zeichen gegen Benachteiligung gesetzt. Der Sänger sagte einen Auftritt im Bundesstaat North Carolina ab, der vor einigen Wochen ebenfalls ein „Gesetz zur religiösen Freiheit“ verabschiedet hatte.

http://www.die-tagespost.de/aus-aller-welt/aus-aller-welt/Beim-Namen-genannt;art309,168663

Bemerkenswert an dieser Nachricht in der „Tagespost“ ist weniger die berüchtigte Linksaußen-Einstellung der Künstlergemeinde. Für bemerkenswert halte ich die unkommentierte Übernahme eines Artikels der (ehemals seriösen) FAZ in einer katholischen Zeitung. Dass religiöse Einrichtungen, Behörden und Geschäftsinhaber nicht gegen ihre Gewissensüberzeugung gezwungen werden dürfen, gleichgeschlechtlichen Paaren, Bisexuellen und Transgender von Juli an Dienstleistungen zu gewähren, wird mit den politischen LGBT-Kampfbegriffen „Benachteiligung“ und „Diskriminierung“ bezeichnet – bezeichnenderweise unter der Rubrik „Beim Namen genannt„… Ein Versehen der DT oder mehr? Dass auf Gläubige Gewissenszwang ausgeübt werden soll, beschwert übrigens das feinfühlige Gewissen von Herrn Adams aber anscheinend nicht – von Abtreibung ganz zu schweigen…

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Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
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