Tagespost klärt auf: „Beipackzettel“ zu Franziskus…

Die Tagespost bietet auch in Nr. 17 vom 11. Februar wieder ihren gewohnten „Qualitätsjournalismus“: „Siegt Assad dank Moskaus Hilfe?“ barmt die Überschrift sorgenvoll. Berichte ortsansässiger Bischöfe, die das laizistische Assad-Regime als durchaus für Christen kommod bezeichnet haben, werden nicht zitiert, dafür unser aller Kanzlerin, ihr Ex-Fifi Röttgen und die Panzerlady mit dem eingefrästen Dauerlächeln. Die äußern wieder gewohnt Moskau-kritische Sprachschablonen. Für geistig Fußlahme hat die Redaktion fürsorglich ein – wie üblich manipulatives – Foto dazugepackt: Ein einbeiniger Mann humpelt auf Krücken mit 2 Kindern auf einen Zaun zu, an dem ein Mast mit türkischer Flagge steht. Bildunterschrift: „Hunderte Syrer kamen bei den russischen Luftangriffen auf Aleppo bereits um Leben, Zehntausende fliehen nach Norden, Richtung Türkei“. Diese bösen Russen! Vermutlich haben die auch den IS geschaffen? Zu zutrauen wäre es denen allemal, sind schließlich doch auch völkerrechtswidrig in den Irak einmarschiert, nicht wahr? Und Abu Ghuraib? Und Guantanamo? Und wie die russischen Konzentrationslager noch alle heißen? Eben!

Ein Schmankerl noch am Rande: Guido Horst läßt in seinem Kommentar „Einer, der ganz gerne spricht“ (also ein Schwätzer?) auf Seite 1 die verwirrte Leserschaft wissen, dass „der interessierte Leser bei der Wiedergabe der päpstlichen Journalistengespräche unterscheiden“ müsse. Was der Papst „ganz privat zum Besten“ gebe, „sollte man mit Vorsicht genießen – und besser nicht zitieren“. Grund: „Der Argentinier Franziskus fühlt sich wohl unter Menschen und redet gerne. Überbewerten sollte man die entsprechenden Zitate aber nicht.“ Wie ist dieses denn zu verstehen? Vom druckreif sprechenden und präzise denkenden Benedikt zum lateinamerikanischen Vielschwätzer…? Auf Seite 4 erläutert Franziskusversteher Horst dann mühsam die neuesten Sprachkapriolen seiner Heiligkeit zu Europa und dem Treffen mit dem russisch-orthodoxen Patriarchen Kyrill. Alles wäre einfacher, wenn der Papst auch immer wie ein Papst sprechen würde, Herr seiner Rede wäre und nicht an chronischer Verbalinkontinenz leiden würde…

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Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
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