Predigt von Hw. H. Pfarrer Winfried Pietrek, 26. Dezember 2014 (Gloria.tv)

Predigt von Pfarrer Winfried Pietrek, 26. Dezember 2014

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Evangelium: Mt 23,34-39

Meine lieben Brüder und Schwestern in Christus,

angenommen jemand besitzt ein Haus, eine Familie, und er hat freie Wohnungen im Haus und möchte vermieten: Wird er Mieter nehmen, von denen er fürchten muss, dass sie seine Kinder verderben? Jeder würde sagen: Nein, das ist seine Entscheidung! Zur Zeit steht Deutschland vor dieser Entscheidung. Die katholische Soziallehre verlangt, dass wir auch zu solchen schwierigen Problemen Stellung nehmen. Von Politikern und auch Kirchenmännern wird gesagt: Ihr müsst mehr Personen aufnehmen und unterbringen, wer immer es auch ist! Und da wird verwiesen auf Worte der hl. Schrift, z.B: „Tut Gutes denen, die euch hassen, betet für die, die euch verfolgen.“ (Mt 5,44)

Und so wird am heutigen Tag im Evangelium an die Feindesliebe des Stephanus erinnert, der noch im Sterben gesagt hat: „Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an.“ (Apg 7,60) Nach dem Vorbild Jesu hat er es gesagt. Jesus hat am Kreuz erklärt: „Vater, verzeih ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ (Lk 23,34)

Was ist nun davon zu halten? Wie weit geht die Nächstenliebe? Darum ist ein Streit entbrannt, und viele Deutsche haben sogar Angst, so dass sie sich zu Tausenden, ja sogar zu Zehntausenden öffentlich versammeln, weil sie nicht wollen, dass unser Land islamisiert wird. Wir haben im Jahr 2013 11 000 Asylanten aus Syrien aufgenommen. Von denen waren 70 Prozent, also etwa 8 000, Muslime, die meisten anderen waren Christen. Ganz sicher haben wir denen gegenüber, die heimatlos oder vertrieben sind, denen man alles weggenommen hat, eine große moralische Verpflichtung zur Nächstenliebe. Das kann bis zur Einschränkung des Einzelnen führen, so dass z.B. in den Nachbarländern der Geflüchteten Dörfer oder Städte errichtet werden, die von uns finanziell getragen werden. Wir haben aber nicht nur ein Recht, sondern auch eine Pflicht – und das sage ich hier, auch wenn ich damit einzelnen Bischöfen widersprechen muss, die ja in dieser Frage nicht unfehlbar sind -, unseren Glauben, unsere christliche Leitkultur zu verteidigen! Die Grenzen sind sicher fließend und sind von Fachleuten und Politikern festzulegen. Aber wir haben ein Recht, uns gegen eine Überfremdung zu wehren und wir verlangen mit Recht von allen Politikern – und dass muss öffentlich auch von der Kirche gesagt werden, da wir ein mehrheitlich christliches Land sind -, dass wir v.a. christlichen Flüchtlingen Zuflucht bieten. Paulus schreibt: „Tut allen Gutes, vornehmlich aber den Glaubensgenossen!“ Nämlich auch, um den eigenen Glauben zu bewahren. Es ist ganz klar, dass ein islamisiertes Deutschland dann auch den Glauben großteils verlieren würde. Viele, die den Glauben nicht richtig kennen, nicht richtig leben, würden schwach werden und würden den eigenen Glauben preisgeben. Es ist eine Pflicht der Hirten, davor zu warnen! Meine Mutter hinterließ mir als Leitwort für mein späteres Leben den Satz: „Was nützt es den Schafen, wenn der Schäfer ein Schaf ist?“

Wir haben in unserer Nächstenliebe bis aufs Äußerste zu gehen. Wir kennen die Bergpredigt und wissen, dass Jesus an uns appelliert, dass wir freiwillig bereit sind, aufs Äußerste alles, sogar unser Leben, unseren Besitz, aus Liebe zu den Feinden oder Gegnern auch hinzugeben. Aber da wir wissen, dass der Islam gewalttätig ist, dass er den Koran nicht ändern kann und nicht ändern will, weil er ihn eben nicht ändern kann und dass dazu die Welteroberung durch den Islam gehört, haben wir, wie es unsere Vorfahren getan haben – vor Loretto, zweimal vor Wien, bei der Abwehr der Angriffe der Muslime auf Rom, bei den Angriffen auf das ganze Mittelmeer, wo ja Hunderttausende von Christen im Lauf der Jahrhunderte in die Sklaverei geraten sind, so wie die Christenheit sich in Spanien erhoben hat, das 750 Jahre lang von Muslimen besetzt war, so dass heute noch jedes vierte Wort der spanischen Sprache arabisch geprägt ist -, so haben wir als Christen aus Liebe zum Heiland die Pflicht, unseren Glauben zu bewahren und den Glauben auch der uns Anvertrauten zu bewahren.

Und so darf ich im Namen der katholischen Soziallehre öffentlich die Forderung an unsere Politiker richten, dass sie Christen aufnehmen, aber Nichtchristen eine Zuflucht in anderen Ländern finanziell ermöglichen. Und wenn die Politiker das nicht tun, dann darf ich alle Christen ermutigen, sich von warnenden Worten, auch von Bischöfen ausgesprochen, nicht beeindrucken zu lassen und zu den großen Massenversammlungen zu gehen. Dass sich darunter auch Radikale mischen, allgemeine Protestler, Personen, die Randale suchen, ist völlig klar. So kann man immer einzelne Gruppierungen fertig machen. Aber wir lieben unseren katholischen Glauben. Es ist traurig, dass wir in der muslimischen Welt bisher so wenig missionarisch wirken konnten. Ein alter Missionar in Indien, der vor kurzem gestorben ist, hat mir erzählt, dass er in seinem Leben 4 000 bis 5 000 Inder, vor allem von der Urbevölkerung, getauft hat. Immer wenn er eine Schule und dann eine Kirche gebaut hatte und dann ein kleines Dorf ringsherum, hat er das einem jüngeren Missionar übergeben und ist mit ein paar Familien weiter gezogen. Er hat mir bei dieser Gelegenheit erzählt, dass er in seinem Leben in Indien nur eine Handvoll Muslime taufen konnte, weil sie auch Angst hatten, von ihren Familien ausgestoßen zu werden oder getötet zu werden. Wir dürfen die Augen nicht davor verschließen! Nächstenliebe haben wir allen gegenüber zu üben! Aber sie beginnt im eigenen Vaterland, in der eigenen Familie und dem eigenen Glauben gegenüber; alles andere ist missverstandene Nächstenliebe. Und so wollen wir den hl. Stephanus, den Martyrer der Nächstenliebe, bitten, dass die katholische Kirche in Deutschland wach wird und dass sie erkennt, was wahre Nächstenliebe ist. Wir haben die Tradition unserer Väter zu bewahren, nicht nur in der Liturgie, sondern auch im praktischen Verhalten, in der katholischen Soziallehre, die uns die Jahrhunderte gelehrt haben, auch in der Abwehr des Islam. Wir lieben den einzelnen Muslim; auch er ist unser Bruder. Wir beten dafür, dass er gerettet wird für die Ewigkeit. Aber wir haben ihm auch zu sagen, was Jesus uns mitgeteilt hat, dass wir nur durch Jesus, durch die Geburt des göttlichen Kindes zu Weihnachten und seine Kreuzeshingabe und Auferstehung gerettet werden können. So hat die Missionskraft auch der Katholiken in Deutschland wieder zu wachsen. Amen.

 

 

 

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Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
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