Papst Franziskus braucht unser Gebet mehr als je

Die jüngsten Äußerungen in der Neujahrsansprache an das Diplomatische Korps geben Anlaß zum Fürbittgebet für den Heiligen Vater(http://de.radiovaticana.va/news/2016/01/11/die_papstrede_vor_dem_diplomatischen_corps/1200148). Er hat an die Europäer  appelliert, bei der Aufnahme von Migranten „nicht nachzulassen„, „Sorgen um das kulturelle und soziale Gefüge und die Innere Sicherheit dürften nicht zur Abschottung führen„, fasst die „Tagespost“ inhaltlich korrekt die Papstworte zusammen. Wobei er bei diesen (ebenso korrekt) keine politische Verfolgung, sondern lediglich eine „verzweifelte Suche nach einem Ort, wo sie in Frieden und Würde leben können“ ausmacht. Präzise beschreibt er in seiner Ansprache, dass die Menschen „dem extremen Elend entfliehen, weil es ihnen unmöglich ist, ihre Familie zu ernähren, oder weil sie keinen Zugang zu medizinischer Versorgung und zu Bildung haben; die vor dem Niedergang ohne irgendeine Aussicht auf Fortschritt fliehen oder auch aufgrund des Klimawandels und der extremen klimatischen Bedingungen.“

Wenn dies ein ausreichender Maßstab für eine bislang beispiellose Masseneinwanderung in die EU darstellt, wird buchstäblich noch mit etlichen paar Millionen mehr zu rechnen sein. Zu Ende gedacht heißt dies, dass die innere Sicherheit und das soziale Gefüge angesichts einer millionenfachen Masseneinwanderung von Menschen anderer Religion, Sprache und Kultur nach Auffassung von Papst Franziskus nachrangige Gesichtspunkte sein müssen. Der Heilige Vater stellt schmerzlich berührt fest: „Wo eine reguläre Migration unmöglich ist, sind die Migranten häufig zu der Wahl gezwungen, sich an Menschenhändler oder -schmuggler zu wenden, obwohl sie sich großenteils der Gefahr bewusst sind, während der Reise ihre Habe, ihre Würde und sogar ihr Leben zu verlieren. Aus dieser Sicht erneuere ich noch einmal meinen Appell, dem Menschenhandel Einhalt zu gebieten, der die Menschen vermarktet, besonders die schwächsten und schutzlosesten.“ Wenn ich ihn hier nicht missverstehe, plädiert er für eine „reguläre Migration„(?) aller Menschen nach Europa, die aufgrund der von ihm oben genannten Gründen migrieren (wollen). Die „Eingliederung der Migranten in die Aufnahmeländer“ sei zu fördern, dabei seien „Befürchtungen um die Sicherheit, die durch die überhand nehmende Bedrohung durch den internationalen Terrorismus über alle Maßen verschärft werden“ zwar „relevant„, aber „die Werte und die Prinzipien der Menschlichkeit, der Achtung der Würde eines jeden Menschen, der Subsidiarität und der gegenseitigen Solidarität aufzugeben“ dürfe man sich gleichwohl „nicht erlauben„. Was wohl im Klartext heißen soll, dass sich Europa auf die „Eingliederung“ (sprich: rechtliche Einbürgerung) zahlreicher Millionen von Menschen vorbereiten soll, mit denen sie weder Religion, noch Kultur oder Sprache teilen. Dazu kommt, selbstverständlich, noch der Familiennachzug, für den sich ja auch bereits schon kirchlich wohlbestallte Laien-Funktionäre wärmstens einsetzen. Werden doch, so der Papst weiter, „Migrationen mehr, als das bisher der Fall war, ein grundlegendes Element der Zukunft der Welt darstellen„. Die das „massive und gewaltige Phänomen“ begleitende „unvermeidliche Angst“ müsse allerdings überwunden werden. Begründete Kritik wird so, politisch-korrekt codiert, zu „Angst„, wie sie beispielsweise kleine Kinder vor einer notwendigen Impfung haben…

Wieder zu Ende gedacht: Da nach Papst Franziskus jeder aufzunehmen ist, der zu uns kommen möchtet, droht zukünftig ein Europa mit zahlenmäßig beträchtlichen Minderheitskulturen mit anderer Sprache und Religion als die (derzeitige) Mehrheitsbevölkerung. Da er deren „Eingliederung“ das Wort redet, ist deren Status als wahlberechtigte Staatsbürger ihrer neuen Heimat bereits jetzt absehbar – mit allen Folgen…

Wie nicht anders bei diesem Papst zu erwarten, kündigt er natürlich – wieder politisch-korrekt codiert – den „Einsatz im ökumenischen und interreligiösen Bereich“ an, „um einen aufrichtigen und fairen Dialog einzuleiten, der dadurch, dass er die Besonderheiten und die persönliche Identität eines jeden zur Geltung bringt, ein harmonisches Zusammenleben aller sozialen Komponenten fördert“. Heißt im Klartext: Während Europa derzeit durch eine – größtenteils unkontrollierte – Masseninvasion von Zuwanderern förmlich überrannt wird, salbadern die modernistischen Kirchenführer wie üblich lauwarm daher. Bislang ist ihnen anscheinend noch nicht aufgefallen, dass sie alleine Vokabeln wie Dialog, Ausgleich, Respekt und Toleranz im Munde führen… Inzwischen wird nämlich das Christentum im Nahen Osten vom „IS“ buchstäblich ausradiert, während die EU erfolgreich die christlichen Wurzeln Europas kappt. Wer in dieser Situation einer uneingeschränkten Zuwanderungsflut das Wort redet, wird sich redlicherweise besorgten Nachfragen stellen müssen. Gingen doch bereits im letzten Oktober Gerüchte durch die Presselandschaft, Papst Franziskus sei erkrankt (http://www.welt.de/vermischtes/article147866928/Spekulationen-um-Erkrankung-von-Papst-Franziskus.html.) So oder so, Papst Franziskus bedarf des Gebetes aller Gläubigen um Erleuchtung und Beistand des Heiligen Geistes.

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Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
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