Christliche Kirchen in Deutschland – wohlgenährt und feige

Leider stimmt jedes Wort. Heute im Weihnachtsgottesdienst waren wieder die Oberwichtigen unter sich. Eine bemühte Amateur-Bläsergruppe mit Trommeln, die ihr Menschenrecht-auf-öffentlichen-Auftritt-auch-bei-mangelnder-Instrumentbeherrschung beherzt wahr nahm, die oberwichtigen Oberlaiinnen, die geziert zum Ambo und zurück stöckelten, die vor gutmenschlicher Betroffenheit triefenden Fürbitten für Flüchtlinge, Obdachlose und Asylanten von der engagierten Oberlaiin in einer Schmuddel-Windjacke im Armuts-Chic (hätte dem Papst bestimmt gefallen). Und natürlich die Masse der Taufscheinkatholiken, die bei ihrem einmaligen Jahresauftritt ihr Recht auf den gefühligen „Stille-Nacht-Choral“ bei beleuchtetem Tannenbaum und Krippe (Merry-Christmas-all-inclusive) wahrnahm. Leider (als aktiv teilnehmende, kritische und mündige Katholik*innen) kaum ein Lied, geschweige denn Gebete oder ihren Part der liturgischen Wechselrede beherrschten und nicht wußten, wann sie stehen, knieen oder sitzen sollten. Trotzdem: Schön wars, wir so alle zusammen gemeinsam im engen Miteinander, da hätten doch Predigten über im Jahr 2015 gekreuzigte Christen nur gestört.
Macht man nicht.
Gehört sich einfach nicht.
Ich bin sicher, „allen fleißigen Helferinnen und Helfern, die sich so engagiert eingebracht und geholfen haben, dass wir heute so eine schöne Feier haben“ wurde am Ende – wie immer – stürmisch applaudiert. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich allerdings schon fluchtartig die Kirche verlassen.

Conservo

Von Peter Helmes, www.conservo.wordpress.com

Mehr Mut vor den Feinden!

Niemand kann heute sagen, er habe nichts gewußt. Nichts von den Massakern des Islam in den Ländern Afrikas, nichts von den massiven Christenverfolgungen und -tötungen im Nahen Osten, nichts von der grausamen Folterung von Christen in Nordkorea, nichts vom Abschlachten „Ungläubiger“ im Sudan oder in Indonesien. Nichts von den Morden an Priestern in Südamerika. Und nichts von Christenverfolgung in deutschen Flüchtlingsheimen. Jeder muß sich die Frage gefallen lassen, was er getan hat, um diesen Aggressionen ein Ende zu bereiten. Aus Feigheit oder Bequemlichkeit geschwiegen?

Verständlich, daß viele verfolgte Christen – besonders aus dem Nahen Osten – vor ihren Peinigern flüchten, um nicht abgeschlachtet zu werden. Das sind echte Flüchtlinge, denen unser Schutz zu gelten hat. Aber die in ihren Ländern zurückgebliebenen verfolgten Christen brauchen unsere Unterstützung dort: durch direkte Hilfen und gelebte Solidarität. Daran mangelt es in unserem „sicheren“ Land.

Wo…

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Über Kirchfahrter Archangelus

Jhg. 1967; rk; Verh., 3 Kinder. (Noch-)CDU-Mitglied seit 1983, 12 Jahre Stadtverordneter der CDU. Angesichts des herrschenden Gutdenker-Mainstreams in Gesellschaft, Partei und Kirche bin ich zum unzeitgemäßen Gegenläufer mit abweichenden Auffassungen geworden. Ich pilgere so oft wie möglich als Kirchfahrter (altdt. “Pilger“) in die von der Priesterbruderschaft St. Pius X. betreute Kapelle St. Athanasius (Hattersheim). Kurz zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, ebenso das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschl. Lebensgemeinschaft leben oder Partner+Kinder verlassen, um sich neu zu liieren. Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen i.d.R. nicht auf Ihre Kosten. Der Blog gibt ausschließlich meine persönlichen, in der Regel politisch wie kirchlich inkorrekten Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen - wenn von mir auch nicht immer geteilt - zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien sind Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als "Verschwörungstheorie" tabuisieren, um diese dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen. Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch Anbringen eines Links auf seiner eigenen Homepage die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann man laut Gericht nur dadurch verhindern, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Deshalb betone ich, dass ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe und distanziere mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage. Diese Erklärung gilt für alle auf meinem Blog angebrachten Links.
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