„Ende des Syrienkriegs liegt in der Hand der internationalen Gemeinschaft“ (kirche-in-not.de)

„Ende des Syrienkriegs liegt in der Hand der internationalen Gemeinschaft“

Syrischer Bischof, Antoine Chbeir, glaubt nicht mehr an eine innersyrische Lösung

Antoine Chbeir, maronitischer Bischof von Tartus.

Antoine Chbeir, maronitischer Bischof von Tartus.

Der maronitische Bischof der Küstenstadt Tartus im Westen Syriens, Antoine Chbeir, glaubt, dass es den Kriegsparteien nicht mehr darum geht, Frieden herbeizuführen. „Viele Menschen in Syrien glauben, dass der Krieg nie enden wird. Es scheint den Großmächten vor allem darum zu gehen, dass der Konflikt immer weiter besteht“, sagte Chbeir dem weltweiten päpstlichen Hilfswerk KIRCHE IN NOT.

Während 2017 noch eine Einigung auf diplomatischem Weg in greifbarer Nähe gewesen sei, habe sich mit den jüngsten Bombardements die Lage erneut verschärft. An eine innersyrische Lösung glaubt Chbeir nicht mehr: „Das Ende des Syrienkriegs liegt in der Hand der internationalen Gemeinschaft, insbesondere bei Russland, den Vereinigten Staaten, China und Europa.“

Zerstörter Straßenzug in Homs.

Zerstörter Straßenzug in Homs.

Der seit nunmehr sieben Jahren andauernde Krieg habe nicht nur unzählige Menschenleben gefordert, sondern auch eine Verelendung weiter Bevölkerungsteile mit sich gebracht. „Schätzungen zufolge leben 70 Prozent der Syrer mittlerweile unter der Armutsgrenze.“ In seiner Bischofsstadt Tartus liege die Arbeitslosenquote bei 30 Prozent, in anderen Landesteilen bei 60 Prozent. „Und die Menschen, die Arbeit haben, verdienen kaum mehr als 60 US-Dollar im Monat.“ Hinzu komme der fortwährende Geldverfall.

Hilfe für 30 000 Binnenflüchtlinge

Durch die Lage am Mittelmeer ist Tartus eine wichtige Anlaufstelle für Vertriebene und Geflüchtete. „Wir helfen in unserer Diözese rund 30 000 Binnenflüchtlingen. Tag für Tag erhalten wir Bitten um Hilfe“, berichtet der Bischof. Auch unter erschwerten wirtschaftlichen und humanitären Umständen sei es notwendig, diesen Gesuchen nachzukommen: „Damit wollen wir vermeiden, dass die Menschen für immer das Land verlassen – häufig über das Mittelmeer und unter Einsatz ihres Lebens.“

Für Chbeir stehen die Unterstützung für Kinder und Jugendliche im Vordergrund, denn viele hätten aufgrund des Krieges und der Flucht keine Schule besuchen können. Seine Diözese habe allein im Februar 900 Schul- und Studienstipendien bezahlt, 2000 Lebensmittelpakete verteilt, 800 Mietbeihilfen geleistet, und über 100 Operationen für Kriegsverletzte finanziert. KIRCHE IN NOT unterstützt das Bistum dabei.

 

Syrer mit einer Lebensmittelration, die KIRCHE IN NOT finanziert hat.

Syrer mit einer Lebensmittelration, die KIRCHE IN NOT finanziert hat.

Trotz der ausweglosen Kriegssituation seien viele Flüchtlinge entschlossen, in ihre Heimat zurückzukehren, erklärte der Bischof. Als die Truppen des „Islamischen Staates“ Ende 2016 vielerorts vertrieben worden seien und sich eine Beruhigung abzuzeichnen schien, seien auch erste Bewohner nach Damaskus, Aleppo oder Idlib zurückgegangen. Mittlerweile herrsche jedoch die Meinung, „es sei besser abzuwarten“, so Chbeir. „Die Menschen fühlen sich noch nicht sicher, weil wieder einmal Bombenangriffe geflogen werden, vor allem auf Damaskus.“

„Ohne KIRCHE IN NOT könnten wir unsere Arbeit nicht tun“

Die Hilfe aus dem Ausland hält der Bischof für unabdingbar. „Ohne KIRCHE IN NOT könnten wir unsere Arbeit nicht tun: Den Menschen helfen, in Syrien zu überleben.“ Immer wieder rufe er seine Gläubigen zum Gebet für die Wohltäter auf – es sei wichtig, dass die Menschen spürten, dass sie nicht allein gelassen sind. „Wir schätzen Ihre Hilfe sehr.“

Ihr altes Wohnhaus, das diesen Namen eher verdiente, ist vor einem Jahr abgebrannt. „Meine ganze Habe ist zerstört.“

Kinder aus Tartus bitten auf einer Kundgebung um Frieden.

Kinder aus Tartus bitten auf einer Kundgebung um Frieden.

Seit dem Kriegsausbruch in Syrien im März 2011 hat KIRCHE IN NOT über 21 Millionen Euro für die christliche Bevölkerung des Landes zur Verfügung gestellt. Neben Lebensmittelhilfen, Kleidungs- und Medikamentenspenden finanziert das Hilfswerk auch Mietbeihilfen, Stipendien und Ausbildungsprogramme sowie Projekte zur Stromversorgung. Auch dem Wiederaufbau zerstörter Kirchengebäude und die Unterstützung der Seelsorge für die traumatisierte Bevölkerung gilt ein besonderes Augenmerk.

 

Helfen Sie den Christen in Syrien

Um die Christen in Syrien weiterhin unterstützen zu können, bittet KIRCHE IN NOT um Spenden – online oder auf folgendes Konto:

Empfänger: KIRCHE IN NOT
LIGA Bank München

IBAN: DE63 7509 0300 0002 1520 02
BIC: GENODEF1M05

Verwendungszweck: Syrien

http://www.kirche-in-not.de/aktuelle-meldungen/2018/04-17-fuer-syrischen-bischof-liegt-ende-des-syrienkriegs-in-der-hand-der-internationalen-gemeinschaft

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War Johannes-Paul II. irrelevant? (summorum-pontificum.de)

 

Bild: Ozma1981, Wikimedia, CC BY-SA 3.0

Kathrin Jefferts Schori, ‚Presiding Bishop‘ der US-Episkopalkirch

War Johannes-Paul II. irrelevant?

19. April 2018

 

Nein, neu ist das wirklich nicht, wenn der Bund der deutschen „katholischen“ Jugend bzw. dessen „Bundesfrauenkonferenz“ jetzt wieder einmal die Zulassung von Frauen zu allen Weiheämtern gefordert hat. Die Greise und Greisinnen von „Wir sind Kirche“ tun das seit Jahrzehnten. Bemerkenswert ist der Text dennoch: Er verzichtet auf jeden Versuch, diese Forderung gegenüber einer immerhin seit 2000 Jahren gültigen anderslautenden Theologie zu begründen. Tatsächlich ist dieser Erklärung Theologie oder jede Form des transzendenten Denkens vollständig fremd. Sie konstatiert: „Unsere Kirche kann jedoch nicht glaubwürdig die Gleichberechtigung von Mädchen und Frauen in der Gesellschaft fordern, wenn sie innerhalb ihrer eigenen Strukturen Frauen die gleichen Rechte wie Männern verweigert“ und erklärt so die Weiheämter zu einer Art staatsbürgerlichem Recht, dessen Inanspruchnahme sich aus einem gesellschaftlichen Begriff von Gerechtigkeit begründe. So denn auch der Slogan: „Gerechter Kirche sein – Nur mit gleichberechtigten Mädchen und Frauen hat unsere Kirche eine Zukunft.“

Ein wie auch immer gearteter Bezug auf Ordinatio Sacerdotalis von Papst Johannes Paul II. Ist unter diesen Umständen natürlich nicht erforderlich – statt dessen kritisiert die Erklärung die katholische Kirche in Kroatien, weil diese sich gegen die parlamentarische Ratifikation der Istanbul-Konvention zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt ausgesprochen habe. Der Europarat als höchste Instanz nicht nur der Gesetzgebung, sondern auch als Legitimator eines Geschlechtsbegriffes, der ganz wesentlich auf kulturmarxistischen Ideologemen beruht und deren politische Durchsetzung zum Ziel hat. So eine Analyse der Konvention auf kath.net.

Der BDKJ und seine Bundesfrauenkonferenz haben, so muß man schließen, ihre Verwandlung in eine rein säkulare Organisation ohne Bindung an die christliche Lehre oder das Naturrecht erfolgreich abgeschlossen. Nicht schön, aber in der Sache selbst hat das nur geringe Bedeutung – so schnell, wie hier erhofft, wird keine Synode den verlangten Kurswechsel umsetzen.

Und das ist eigentlich zu bedauern. Der offene Übergang der römischen Kirche zu einer neokatholischen Organisation, die sich so wie etwa die britischen Anglikaner zur Aufgabe ihrer apostolischen Lehren und Traditionen bekennt – und den damit verbundenen Preis zu zahlen bereit ist – könnte viele Unklarheiten beseitigen. Heute ist es dem glaubenstreuen Katholiken, den es in eine „moderne Gemeindemesse“ eines modernistischen Pfarrers verschlagen hat, oft kaum möglich, zu erkennen, ob der Vorsteher mit seinen Aktionen „tun will, was die Kirche tut“ – ob also tatsächlich die Messe gefeier und das Sakrament bewirkt wird. Stünde eine Frau am Altar, wüsste man gleich, wo man dran ist: Alles nur Theater. Oder daß das Lehramt Papst Johannes Paul II. irrelevant war, so wie das aller Päpste vor ihm – und der nach ihm selbstverständlich auch.

*

Kathrin Jefferts-Schori, katholisch getauft, noch als Kind mit der Familie den Episkopalen beigetreten, war von 2006 bis 2015 als erste Frau „Presiding Bishop“ der US-Episkopalkirche. Ihre despotischer Regierungsstil führte zu gerichtlichen Auseinandersetzungen, deren Kosten sich im Verlauf der Jahre auf über 22 Mio $ summierten. Zahlreichen Abweichungen vom Glaubensbekenntnis der Anglikaner provozierten ständigen Auseinandersetzungen und endeten schließlich damit, daß mehrere Diözesen aus dem Verbund der Episkopalkirche ausschieden und sich zu einer Anglican Church of North America zusammenschlossen. Die Mitgliederzahl der Episcopal Church of US ist in den Jahren 2000-2016 von 2,3 Millionen auf 1,7 Millionen gefallen.

http://www.summorum-pontificum.de/

 

Irrelevant ist für Modernisten zumindest immer der Teil des Gesagten, welcher der Beruhigung der irritierten „Konservativen“ dienen soll – ob in päpstlichen Enzykliken oder Konzilsdokumenten. Etwas schmissig ausgedrückt: das ganze Geschwätz, das nur zielgerichtet abgesondert wurde, um den fußlahmen Rest des Fortschritts einzulullen und ihn vom offenen Aufstand abzuhalten. Sobald eine weitere Generation erfolgreich durch die Mühlen der „Religions“unterrichte, Seminare und Weiterbildungsstätten gedreht wurde, kann man sich getrost offen davon lösen. „Zeitbedingt“, „damals taktisch erforderlich, um das Ganze nicht zu gefährden“, wird dann mit einem Augenzwinkern genuschelt. Sobald eine katholisch erzogene Generation „in die Grube sinkt“, wirft man ihr den Formelkompromiss gleich mit rein.

Die etwas herb aussehende Dame mit der selbstgebastelten Mitra aus der Kinderstunde auf dem Kopf ist und bleibt das Ziel der Modernisten.

 

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Syrien: Bischöfe verurteilen Bombenangriffe der Westmächte scharf (kathpress.at)

Syrien: Bischöfe verurteilen Bombenangriffe der Westmächte scharf

Situation der „Marter“ in Syrien hat Grund in „internationalen Interessen, Machtkampf zwischen Russen und Amerikanern, Sunniten und Schiiten, dem Iran und Saudi-Arabien“

17.04.2018

 

Damaskus-Wien, 17.04.2018 (KAP) Die in Syrien residierenden Bischöfe der wichtigsten katholischen Ostkirchen – Maroniten, Melkiten und Chaldäer – verurteilen die jüngsten Bombenangriffe der drei Westmächte. Sie glauben nicht an die Existenz von regierungskontrollierten syrischen Chemiewaffen in Ostghouta und fordern ein Ende der ausländischen Einmischung im Land: In diesem Sinne äußerten sich am Montag der maronitische Bischof von Tartus, Antoine Chbeir, der chaldäische Bischof von Aleppo, Antoine Audo, und der melkitische Erzbischof der gleichen Stadt, Jean-Clement Jeanbart, in diversen katholischen Pressediensten.

Bischof Chbeir sagte dem „Kirche in Not“-Pressedienst, Frieden sei offenbar kein Ziel der Beteiligten: „Viele Menschen in Syrien glauben, dass der Krieg nie enden wird. Es scheint den Großmächten vor allem darum zu gehen, dass der Konflikt immer weiter besteht.“ Während 2017 noch eine Einigung auf diplomatischem Weg in greifbarer Nähe gewesen sei, habe sich mit den jüngsten Bombardements die Lage erneut verschärft. An eine innersyrische Lösung glaubt Chbeir nicht mehr: „Das Ende des Syrienkriegs liegt in der Hand der internationalen Gemeinschaft – insbesondere bei Russland, den Vereinigten Staaten, China und Europa.“

Der seit nunmehr sieben Jahren andauernde Krieg habe nicht nur unzählige Menschenleben gefordert, sondern auch eine Verelendung weiter Bevölkerungsteile mit sich gebracht. „Schätzungen zufolge leben 70 Prozent der Syrer mittlerweile unter der Armutsgrenze.“ In seiner Bischofsstadt Tartus liege die Arbeitslosenquote bei 30 Prozent, in anderen Landesteilen bei 60 Prozent. „Und die Menschen, die Arbeit haben, verdienen kaum mehr als 60 US-Dollar im Monat.“ Hinzu komme der fortwährende Verfall der syrischen Währung Lira (Livre Syrienne).

Durch die Lage am Mittelmeer ist Tartus eine wichtige Anlaufstelle für Vertriebene und Geflüchtete. „Wir helfen in unserer Diözese rund 30.000 Binnenflüchtlingen. Tag für Tag erhalten wir Bitten um Hilfe“, berichtete der Bischof. Auch unter erschwerten wirtschaftlichen und humanitären Umständen sei es notwendig, diesen Gesuchen nachzukommen: „Damit wollen wir vermeiden, dass die Menschen für immer das Land verlassen – häufig über das Mittelmeer und unter Einsatz ihres Lebens.“

Für Chbeir stehen die Unterstützung für Kinder und Jugendliche im Vordergrund, denn viele hätten aufgrund des Krieges und der Flucht keine Schule besuchen können. Seine Diözese habe allein im Februar 900 Schul- und Studienstipendien bezahlt, 2.000 Lebensmittelpakete verteilt, 800 Mietbeihilfen geleistet, und über 100 Operationen für Kriegsverletzte finanziert. „Kirche in Not“ unterstützt die Diözese dabei.

Trotz der ausweglosen Kriegssituation seien viele Flüchtlinge entschlossen, in ihre Heimat zurückzukehren, erklärte der Bischof. Als die Truppen des „Islamischen Staates“ Ende 2016 vielerorts vertrieben worden seien und sich eine Beruhigung abzuzeichnen schien, seien auch erste Bewohner nach Damaskus, Aleppo oder Idlib zurückgegangen. Mittlerweile herrsche jedoch die Meinung, „es sei besser abzuwarten“, so Chbeir. „Die Menschen fühlen sich noch nicht sicher, weil wieder einmal Bombenangriffe geflogen werden, vor allem auf Damaskus.“

Die Hilfe aus dem Ausland hält der Bischof für unabdingbar. „Ohne ‚Kirche in Not‘ könnten wir unsere Arbeit nicht tun: Den Menschen helfen, in Syrien zu überleben.“ Immer wieder rufe er seine Gläubigen zum Gebet für die Wohltäter auf – es sei wichtig, dass die Menschen spürten, dass sie nicht allein gelassen sind. „Wir schätzen Ihre Hilfe sehr.“

Bischof Antoine Audo sagte im Gespräch mit dem katholischen „AsiaNews“-Dienst, den Angriffen zugrunde gelegen sei „die Absicht des Westens, eine Kraftprobe zu liefern, einen demonstrativen Akt – aber für die Menschen in Syrien ist das Leben weitergegangen“. Nicht verhehlen könne man „ein Gefühl der Traurigkeit, weil der Friede in immer weitere Ferne rückt“. Syrien werde gemartert wegen der internationalen Interessen, wegen des Machtkampfs „zwischen Russen und Amerikanern, Sunniten und Schiiten, dem Iran und Saudi-Arabien“. Es gehe um wirtschaftliche und strategische Interessen, vor allem aber um „den Verkauf von und den Handel mit Waffen“. Syrien sei „eine stolze historische Realität, mit Regierung und Volk, aber die anderen tun alles, um dieses Land zu vernichten“. Die Armen seien diejenigen, die in diesem Konflikt den höchsten Preis zahlen müssten.

„Glauben nicht an die Chemiewaffen-Story“

Im Gespräch mit der italienischen Nachrichtenagentur „Dire“ hatte sich der chaldäische Bischof von Aleppo noch schärfer geäußert: London, Paris und Washington benützten das Argument der Giftgasattacken, „um den Krieg zu verlängern, den Waffenhandel anzukurbeln und Saudi-Arabien einen Gefallen zu tun. Sie wollen ihre Macht zeigen, aber als Christen müssen wir sagen, dass wir an die Story von den Chemiewaffen nicht glauben.“

Erzbischof Jean-Clement Jeanbart sagte im Gespräch mit der italienischen katholischen Nachrichtenagentur SIR, die drei Westmächte wollten verhindern, dass Syrien wieder auf die Beine komme: „Eine schreckliche Sache. Wir sind besorgt und von Schmerz erfüllt. Die Bevölkerung leidet und weiß nicht mehr, was sie erwarten soll. Sie lebt in der ständigen Angst neuer Angriffe und neuer Bomben. Was sich hier abspielt, überschreitet jegliche Vernunft und jegliches menschliche Gefühl.“

Bei jeder geringen Hoffnung auf Dialog werde diese durch neue Bomben ausgelöscht, „das ist teuflisch“, so Jeanbart: „Die Syrer wollen Frieden und nicht Krieg.“ Aber solange es in Syrien ausländische Mächte gebe, die ihre eigenen geopolitischen Interessen vertreten, werde es unmöglich sein, dieses Ziel zu erreichen. „Alles, was in Syrien geschieht, kommt aus dem Ausland und nicht von unserem Volk. Die große Mehrheit der Kämpfer sind Ausländer oder Fundamentalisten, die meinen, dass die Anderen kein Recht auf Leben haben.“ Die erste Voraussetzung für Frieden sei daher, „dass die Ausländer aus Syrien verschwinden“. Es müssen den Syrern ermöglicht werden, untereinander einen Dialog zu führen, dann werde auch ein Ausweg aus der tragischen Situation gefunden werden können.

Ausdrücklich dankte der griechisch-katholische unierte Erzbischof dem Moskauer Patriarchen Kyrill für dessen Initiative für den Frieden in Syrien im Dialog mit Papst Franziskus, dem Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. und den orthodoxen Patriarchen von Antiochien, Alexandrien und Jerusalem. Die Worte Kyrills, dass die Christen angesichts der Vorgänge in ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet nicht gleichgültig bleiben können, seien trostreich gewesen.

https://www.kathpress.at/goto/meldung/1622193/syrien-bischoefe-verurteilen-bombenangriffe-der-westmaechte-scharf

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China erläßt Kirchenverbot für Minderjährige (katholisches.info)

Religiöse Unterweisung verboten

China erläßt Kirchenverbot für Minderjährige

(Peking) Seit dem 8. April verbietet ein Rundschreiben in der chinesischen Provinz Henan Minderjährigen das Betreten einer Kirche und die Teilnahme an einer Heiligen Messe. Die Kommunistischen Partei von China beginnt mit der Durchsetzung ihrer neuen Religionspolitik.

Das Rundschreiben enthält ein totales Aktivitätsverbot für Priester für und mit Kinder und Jugendlichen. Das Verbot gilt nicht nur für religiöse Veranstaltungen, sondern auch für bloße Freizeit- oder Sportaktivitäten.

Das Rundschreiben wurde vom Amt für Religionsangelegenheiten der Provinz und der dortigen regimehörigen Chinesischen Katholischen Patriotischen Vereinigung erlassen. Es richtet sich im Befehlston an alle Dienststellen beider Gremien und fordert, für die konsequente Umsetzung der Richtlinien zu sorgen.

Die Patriotische Vereinigung ist die in den 50er Jahren vom kommunistischen Staat gegründete schismatische Gruppierung, mit der die katholische Kirche Chinas von Rom abgespalten und die romtreue Kirche in den Untergrund gezwungen wurde.

China
Das amtliche Rundschreiben

Das Rundschreiben versteht sich als Umsetzung der neuen Religionsbestimmungen die unter anderem eine „Trennung der Religion von der Erziehung“ vorschreiben. Kategorisch ist das Verbot für Religionseinrichtungen, Priester und Katechisten, Minderjährigen auf irgendeine Weise eine religiöse Unterweisung zukommen zu lassen.

Das Rundschreiben sieht folgende Punkte vor:

  • In der ganzen Provinz ist die Organisation von Aktivitäten (z.B. Vorträge, Schule, Sommerlager, Winterlager usw.) zur religiösen Erziehung oder Unterweisung von Minderjährigen verboten.
  • Die Gläubigen, die zur Messe gehen, werden angewiesen, ihre Kinder der Aufsicht anderer Personen zu überlassen, sie aber nicht in die Kirche mitzunehmen.
  • Es wird darauf verwiesen, daß in der Vergangenheit das Volk vorwiegend informiert und erzogen worden sei, daß es nun aber um eine „rote Linie“ geht, die nicht übertreten werden darf.
  • Sollten die Anweisungen nicht befolgt werden, werden die Verantwortlichen der religiösen Einrichtungen dafür verantwortlich gemacht und ihnen die Zulassung für religiöse Aktivitäten entzogen und ihre religiöse Einrichtung geschlossen.
  • Das Rundschreiben und sein genauer Inhalt muß jeder Kirche und religiösen Einrichtung zeitnahe mitgeteilt werden.

Wie ein Priester von Anyang mitteilte, so AsiaNews, standen an den vergangenen Sonntagen jeweils Funktionäre der Patriotischen Vereinigung vor seiner Kirche und hielten alle Minderjährigen auf, die zur Messe in die Kirche gehen wollten. Vor der Kirche wurde eine Verbotstafel aufgestellt, die Minderjährigen das Betreten der Kirche verbietet.

Laut Informationen der romtreuen Untergrundkirche wurde das Rundschreiben in allen Städten und Dörfern der Provinz veröffentlicht. Sie soll sich aber nicht nur auf die Provinz Henan mit ihren 95 Millionen Einwohnern beschränken. AsiaNews liegen ebensolche Informationen aus der Provinz Xinjiang (24 Millionen Einwohner) vor.

Die Katholiken befürchten, daß die Bestimmungen bald in der ganzen Volksrepublik zur Anwendung kommen und sprechen bereits von einer zweiten „Kulturrevolution“. AsiaNews zitiert Untergrundkatholiken, die überzeugt sind, daß die Maßnahmen dazu dienen, der Ausbreitung des Christentums „die Beine zu brechen“, indem das Regime versucht, ihr den Nachwuchs zu nehmen.

Vorsitzender der Patriotischen Vereinigung von Henan ist der Priester Wang Yuezheng von Zhengzhou. Sekretär der Behörde für kirchliche Angelegenheiten in Henan ist der Priester, Li Jianlin. In vergangenen Tagen veröffentlichten chinesische Katholiken im Internet empörte Stellungnahmen gegen die beiden Priester, die eine „Schande“ seien. Wang Yuezheng wurde vom Regime in diesem Jahr zum Mitglied der Politische Konsultativkonferenz des chinesischen Volkes erkannt. Dabei handelt es sich um eine Art von zweiter Kammer des Nationalen Volkskongresses. Die Konsultativkonferenz hat die Funktion eines Beratungsgremiums für die herrschende Kommunistischen Partei Chinas.

Die jüngsten Entwicklungen werden von kirchentreuen Katholiken als Beweis für die Unzuverläßigkeit der Regierung in Peking gewertet. Ebenso als Belege für die Notwendigkeit der Kirche im Untergrund zu bleiben und sich nicht auf Abkommen mit dem Regime einzulassen und damit die Untergrundkirche auszuliefern.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: AsiaNews

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Zuwendungsübersicht

https://www.katholisches.info/2018/04/china-erlaesst-kirchenverbot-fuer-minderjaehrige/

 

Derartige Aktivitäten gilt es im Blick zu behalten, spricht doch viel für Probeläufe einer schleichenden Religionsregulierung, die – eventuell abgemildert – durchaus auch in anderen Weltgegenden zur Anwendung kommen könnte. Ziel ist, den Globalen Transformationsprozess fortzusetzen und „Störsignale“ der Religion gegen das social engineering (Gender, Homo-Ehe, Abtreibung, Euthanasie etc.) zu unterbinden. Die Idee, die Jugend der Kirche zu entfremden, ist ja geradezu ein „Klassiker“, ob Drittes Reich, DDR, UdSSR oder wo auch immer.

Ob man derart auch in der EU vorgeht, ist fraglich, denkbar wäre eine Gleichsetzung Religion = Gesellschaftsspaltung und daher für ungefestigte Jugendliche schädlich, etwa wie Alkohol, Tabak oder Drogen. In Deutschland stellt sich wohl das Problem nicht, hier ist die diözesane Jugendarbeit unter der Aufsicht des i.d.R. linksgewirkten Verbands- und Gremienkatholizismus, da werden katholische Inhalte zuverlässig ausgefiltert…

 

 

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Letzte und vorletzte Dinge im System des Islam Teil 1: Islamische Endzeitgewalt im Radikalismus (http://www.die-neue-ordnung.de/)

Nr. 1 / 2018 Februar                   71. Jahrgang

 

 

 

Hans-Peter Raddatz

Letzte und vorletzte Dinge

im System des Islam 

Teil 1: Islamische Endzeitgewalt im Radikalismus 

 

Zur Methodik des Beitrags seien einige Bemerkungen vorausgeschickt, die das Verständnis der modernen Allianz mit dem vormodernen Islam unterstützen. Erstere läßt in ihrem „Kulturdialog“ nichts unversucht, das herkömmliche Bild des Islam als rückständiger Gewaltkultur in das einer vorbildlichen Hochkultur zu wandeln, und dies so rigoros, daß ihre Vertreter nun die Gewaltkultur der Moderne reaktivieren. Also empfiehlt es sich, die oft beschworene „Augenhöhe“ in den Blick zu nehmen, ein Begriff des sogenannten „Kulturdialogs“, der mit dem Führungs-Quintett Wirtschaft, Politik, Recht, Bildung, Kirchen die Einebnung der faktischen Kultur-Differenz als Projekt der „Toleranz“ mit zunehmend radikalen Mitteln betreibt. Der verbal strikt verschleierte, real existierende ZwangsKomplex aus Zuwanderung, Moscheebau und Anpassung an Islam-Forderungen entwickelt seit den 1970er Jahren innerhalb des EU-Prozesses mit Schwerpunkt Deutschland eine politreligiöse Metakraft, die graduell alle staatlichen Institutionen erfaßte sowie mit einer Fülle von Stiftungen, Verbänden, Think Tanks, NGO’s und sonstigen Aktionskadern gleichschaltete. Spätestens mit der sprunghaft ansteigenden Euro-Immigration seit 2015 und der politisch verschwiegenen bzw. verleugneten Muslim-Gewalt gegenüber den Bevölkerungen stellte sich die Islamisierung gänzlich anders dar als die Propaganda mit angeblicher „Bereicherung“ der modernen Kultur und „Befruchtung“ ihrer schrumpfenden Geburts-Statistik weismachen wollte. Schon während man die Muslime seit den 1970ern aus dem „Hinterhof der Gesellschaft“ holte, wuchs derselbe in „toleranter“ Umkehrung allmählich den sukzessiv enteigneten Altbürgern zu. Deren Zwangs-Verzichte in Recht, Kultur und Finanzen machten sie, gepaart mit dem historischen Djihad gegen den „Unglauben“ im Orient (s.u.), zu Menschen nicht nur zweiter Klasse, sondern auch niederer Rasse, die der Koran seit jeher auf „Demut und Tribut“ verpflichten und im Zweifel töten läßt (9/29). Die tiefgreifende Familienähnlichkeit der Islam-Ideologie mit der Euro-Tradition radikalen Klassen- und Rassenkampfes bildet den Motor der scheindemokratisch maskierten Renaissance gesteigerten Barbarentums im politsozialen Europa, eines totalitären Kulturwandels epochaler Dimension, die endzeitliche Züge annehmen kann. Nach Brockhaus-Definition bedeutet sie die „religiöse Vorstellung vom Ende der bisherigen und Anbruch einer neuen Welt“, wobei deren politreligiöse Wirkmacht den Islam heute allemal zur EU-weiten Staatsräson und seine Zuwanderer zur real-utopischen „neuen Menschheit“, wenn nicht gar zum Gottesvolk geraten läßt (s.u.). Inzwischen erscheinen alle Formen von Kritik und Widerstand, alle Forderungen nach Rechtsstaat und Abschiebung als häretische Ausgeburten von „Panikern“, „Phobikern“, „Asozialen“, die die Umbruch-Logik des Rechts mit der Anpassung an „imperative Glaubenssätze“ der Muslime (BVerfG 2005) in islam„gerechte“ Straftatbestände umwandelt. Der Vorgang macht uns zu Zeugen einer diesseitigen Eschatologie, die ein Zeitalter globalen „Friedens“ erzwingt, indem ihre Vertreter die Neue-Welt-Visionen des Djihad mit der Revolutions-Theologie der links-rechten Utopien verbinden – mit offenbar verheerenden Folgen kollektiver Dehumanisierung. Während die Moderne das Paradies auf technischem Wege anstrebt, will es der Djihad mit biologischen Mitteln erreichen, die den sakral überhöhten Koitus zum Garanten der kollektiven Existenz als Grundbedingung des Kampfes gegen den Unglauben machen (Teil 2). Dieser wird von der Propaganda zur „Anstrengung im Glauben“ verniedlicht, um in der Öffentlichkeit a) den historischen Genozid an den Juden und Christen des Orients als „zivilisierte Hochkultur“ sowie b) die rabiate Zurichtung der Frau zur Gebärmaschine als „weibliche Würde“ zu vermarkten. Kraft der Erfahrung mit speziell deutscher Gewaltdynamik bedarf es keiner Prophetie, nach der Diffamierung der Systemgegner die Verschärfung der Politik zu erprobter Willkür mit Schauprozeß, Haft, Internierung, Psychiatrie und Todeslager anzusagen. Sie sind Stationen auf dem Schleichweg zur Vorhölle politreligiöser Endzeitgewalt, der unerwartet ausbricht und neben Kritik-Bürgern sonstige Mißliebige über Nacht aus den Betten holt.

Die Zwanghaftigkeit dieses Ablaufs, die Nikolaus Wachsmann beklemmend dokumentiert (KL, München 2015), könnte sich nach Jahrzehnten der „gemäßigten Islamisierung“ mit der radikalen Muslim-Invasion im Merkel-Stil weiter verschärfen. Wie die phantastische Zahl und Brutalität der täglichen Gewalttaten seit der Heimsuchung durch die „Flüchtlings“-Fluten zeigt, übersteigt deren Schlagkraft alle Rollkommandos der rotbraunen Tradition, indem die Gewalt des Archao-Islam in Verbindung mit digitaler Massenkontrolle die System-Radikalität drastisch erhöht. Seit der 1970er-Kulturwende wurde die Unterwanderung Deutschlands und seiner Institutionen mitsamt der „Sicherheitsbehörden“ erkennbar, die vom Massenglauben an „Verschwörungstheorien“ profitierte, aber sich neben der EU-Kollaboration schon früh auch an Beispielen wie dem Bundeskriminalamt und Außenministerium als so islamdienlichen wie neonazistischen Organisationen dokumentieren ließ (Bat Ye’or, Europa und das kommende Kalifat, 34). Die institutionelle Langzeit-Infiltration wirkt so nachhaltig, daß sich die gesamte zivilisatorische Wirtschafts-, Bildungs-, und Ethik-Kraft der gewachsenen, christlich geprägten Altkultur diesem Projekt unterstellt und den Weg für einen erneuten Kulturbruch freimacht, der aufgrund technisch und monetär erweiterter Machtpotentiale auch gesteigerte Gewaltformen erzeugen muß. Die Kommando-Toleranz erreicht mithin weit mehr als die „Augenhöhe“, indem sie den Willen zur irreversiblen Verschmelzung mit dem Islam entfaltet. Denn sie strebt offensichtlich kompromißlos eine Weltgesellschaft unter Allahs Herrschaft „ohne Alternative“ an und muß sich daher deren „imperative Glaubenssätze“ aneignen, die sich koranisch verbrieft immerhin auf die Endzeit der Welt, eine Globalisierung nach islamischen Geboten richten. In Europa gerät dies zum epochalen „Strukturwandel“, den der erprobte deutsche Sonderweg völkischer Raumordnung vorzeichnet – nach der „Ausmerzung“ jüdischer Semiten nun die Flutung mit islamischen Semiten, die den verbrauchten Begriff des „Antisemitismus“ endgültig obsolet macht, aber ihn aufwendig erhält, um von weltweiter, rassistischer Christenverfolgung abzulenken. In der spätmodernen, inzwischen fast kultartigen Internet-Kakophonie des täglichen Politik-, Religions-, Wissenschafts-, Verschwörungs- und sonstigen Unterhaltungs-Geredes kann und soll nicht realisiert werden, daß es hier um die Macht an sich geht, die insbesondere auch Macht über Gott und die Welt, Leben und Tod, Schuld und Sühne, Lohn und Strafe, Reichtum und Armut ausübt. Man braucht zwar nicht die triefende Frömmigkeit der Ultras aller Religionen und ihrer atheistischen Scheingegner, aber ihre gleichförmige Demut gegenüber fremdbestimmten Dogmen bestätigt dem Beobachter, daß es die wenigen Führenden aller Zeiten sind, die mit Hilfe diverser Gottheiten das Leben der vielen Geführten gestalten, es belohnen, bestrafen und unter bestimmten Umständen, zumeist mit „Fügung“, „Vorsehung“ und/ oder „Urteil“ der gleichen Gottheiten, auch vorzeitig beenden. Vor diesem Hintergrund ist es nur logische Folge, daß die Symmetrie der elitären, kulturübergreifenden Führungsinteressen sich auch im proislamischen Weltwandel abzeichnet. Dessen Dynamik besteht in der wenig beachteten, weil machtlogisch unterdrückten, aber historisch belegten Tatsache, daß zentrale Formfaktoren der Moderne – Wissenschaft, Technik, Ästhetik, Religionskritik, Radikalideologie – untrennbare Ko-bzw. Pro-Faktoren des Islam sind. Die gemeinsame Tendenz zu gewaltfrommen Herrschaftsformen führte über den Orientalismus des 18. und 19. Jahrhunderts in die politreligiöse Ideologie des 20. Jahrhunderts, die mit dem sozialistischen Machtideal rotbrauner Antikultur kompatibel ist und seit Kriegsende die esoterisch ordinierten Führungsstrukturen der UNO und EU (EC) prägt (s.u.). Wie vom Verfasser dieses Beitrags in etlichen Untersuchungen seit 2001 plausibel hergeleitet wurde und anhand der Endzeit-Thematik weiter vertieft wird, bedingt der Fortschritt der techno-ideologischen Moderne mit technischer Sicherheit auch ihre Islamisierung. Die ebenso sicheren Zweifel daran verstummen regelmäßig bei der Gegenfrage, wie denn die beispiellos monströse Dimension des Kulturbruchs und die Aggression der Aktivisten bis in die Spitzen der Weltpolitik anders zu begründen sein soll. Häufige Vorwürfe wie „Pauschalität“, „Pessimismus“, „Essentialismus“ gehen am Kern des Geschehens vorbei, weil sich mit ebenso „optimistischem“ Blick auf die archaische Stereotypie des Trends bezweifeln ließe, daß Sauerstoff Eisen oxydiert. So war es, während die Weltmacht USA der Welt suggerierte, nach Radikalisierung durch die Weltkriege zur demokratischen Tagesordnung überzugehen, angesichts der diversen „Turns“, der kultur- und wissens-logischen Spaltungsprozesse der 1970er Jahre, keine Frage mehr, ob sich der Westen, speziell Europa islamisieren sollte, sondern wie schnell sich dieser globale Schleich-Umsturz vollziehen würde. Auch für die Kopernikanische Wende gab es einst „keine Alternative“, die Erde, die Kirchenmacht und mit ihr den (Massen-)Menschen aus zentralen Stellungen zu lösen und weitere Schwächungen durch Subjektphilosophie (Kant), Evolutionstheorie (Darwin) und Psychoanalyse (Freud) vorzubereiten. In gleichem Zuge öffneten sich dem Elitenmenschen immense Machtpotentiale, die ihn über wissenschaftliche Qualifikationen zum gottähnlichen „Weltbaumeister“ aufbauten. Dessen gnostisch-esoterisch ordinierter Schöpfungsersatz technisiert die Natur und schafft eine „Neue Menschheit“, wobei der solcherart inspirierte EuroExtremismus nach den Klassen- und Rassen-Experimenten nun mit dem Islam in einer Art biopolitischer Frischzellen-Therapie eine „Weltgesellschaft“ anpeilt, die sich unter der Geldnorm nivelliert. Erneut entpuppt sich die „Augenhöhe“ als lapidare Sichtblende, als Schleiertanz um einen welthistorischen Prozeß, dessen eschatologische Dimension sich in Allahs Massen-Zuwanderung mit aktueller Invasions-Wirkung abzeichnet. Dies wurde nicht nur par ordre de mufti erreicht, sondern durch die Epochenstufe der Aufklärung beschleunigt, die der christlichen Altkultur mit Napoleons Kriegen, pragmatischer Wissenschaft und literarisch verklärtem Islam einen existentiellen Kampf angesagt hatte. Da dieser von Anbeginn langfristig ausgelegt war und in der Gegenwart endzeitähnliche Züge annehmen könnte, scheint es angezeigt, die moderne Perspektive maximal auf die Eschatologie des Islam auszuweiten, andernfalls ihr Wille zur Fusion mit Allahs System weiter unverstanden bleiben darf bzw. muß. Allerdings erfordert dieses wahrhaft ultimativ erweiterte Sichtobjektiv einen langen Anlauf unserer Analyse, die um die Geschehnisse der Gegenwart zu beurteilen, den ersten Teil zur Darstellung der Randbedingungen endzeitlicher System-Ähnlichkeiten zwischen Islam und Westen nutzt, und im zweiten Teil die richtungweisenden Spezialitäten der islamischen Eschatologie behandelt. Denn es gehört bekanntlich zum Funktionsbestand der evolutionären Schichtenschere zwischen Führenden und Geführten, Bildung und Wissen der Letzteren zu begrenzen und der Ersteren auf unklar formulierte Machtziele zu spezialisieren, um das elitäre Zentralinteresse – die Steuerung und Besteuerung der Masse – zuverlässig zu gewährleisten. Da die Dominanz der Herrschenden die Gottes- und Weltbilder aller Zeiten erzeugt und ihre darauf beruhende Machtfülle immer wieder in Extreme ausartet, entstanden die Vorstellungen von Paradies und Hölle, die die Menschheit in die bevorzugten Erwählten und Demütigen sowie die verdammten Schwachen und Ungehorsamen aufteilen.

Im Zuge des schwächer werdenden christlichen Gottesbildes kamen ab dem 15. Jahrhundert utopische Konzepte auf, die dem Mißbrauch durch asymmetrische Macht mit Gesellschaften extremer Gleichförmigkeit unter Ägide zumeist wohlmeinender, aber kontrollfixierter Wächter-Eliten abhelfen sollten. Dies mündete in die Varianten moderner Machtentwicklung, die nach den linksrechten Extrem-Utopien der Klassen- und Rassenherrschaft im nachfolgenden Akademie-Diskurs vermeintlich erhöhte Effizienz entwickelten, indem sie mit diffusen Führungs-Metaphern wie Pluralität, Komplexität, Vernetzung, Toleranz, Respekt operierten. Dies freilich nicht unbegründet, weil sie weniger auffällig, aber um so tiefer ins Massenbewußtsein eingriffen, je wirksamer sie dessen Denken, Assoziationen und Reaktionen beeinflußten und die Fähigkeit zu Kritik und Widerstand dämpften. In der Ära der Naturwissenschaften wirkt neben dem Relativismus soziologischer Zerkleinerung hier speziell das Prinzip quantenmechanischer Relativität, das alle Wissenschaften dominiert und mit den Basis-Konzepten der Unschärfe, Entropie, Symmetrie und Naturkonstanten entsprechend nachhaltige Wirkung auf Wirtschaft und Gesellschaft ausübt. Wer bedenkt, daß die zuweilen alphatierartige Macht des Elitenmenschen über den Massenmenschen evolutionär gewachsen ist und über Jahrmillionen der Gravitation kosmischer Ausweitung ausgesetzt war, sollte sich kaum wundern, daß die Eliten aller Zeiten sich in kosmisch-esoterischen Zirkeln organisieren bzw. ordinieren. Dies um so mehr, als Macht an sich eine einseitige Hebelwirkung ausübt, die seit es denkendes Leben gibt, zwischen Natur und Geist, Immanenz und Transzendenz schwankt und zuweilen in radikale Extreme ausufert. Da niemand weiß, wie das Leben entstanden ist, bleibt bis auf weiteres auch das zwischen Natur und Geist gespaltene Wesen der Macht unbekannt, was seit jeher die Kultur-Evolution und ihren spekulativen Geistesgang mit diversen Gottesideen, Philosophien, Ideologien, Wissenschaft, Technik und sonstigen Weltbildern bis in den relativistischen Diskurs der Spätmoderne hinein antreibt. Systemisch gesehen ist die Asymmetrie zwischen Elite und Masse sowie ihre Spaltung zwischen Natur und Geist ein Glücksfall fundamentaler Art, weil sie in der Kombination nicht nur Prognosen für die Phasen der Ausuferung, sondern mit denselben auch bestimmte Interpretationen der Utopien und Endzeitkonzepte ermöglichen (s.u.). Weltgeschichtlicher Erfahrung gemäß besetzt sich Macht primär mit männlichem Geist, der sich als „Hebamme des Denkens“ (Sokrates) überhöht, während die Masse mit dem Weiblichen verknüpft wird, weil sie primär auf der Gebärfähigkeit beruht und das kollektive Soziale repräsentiert. Extreme Ausuferungen zeigen in der asymmetrischen Korrelation von Natur und Geist den evolutionären Ursprung der Macht, indem sie den männlichen Geist zwingen, in die denkarme Natur seiner Alphatier-Herkunft zu regredieren und die archaische BrunstDominanz mit Prothesen wie Technik und Geld zu unterlegen. Damit geht eine Abwertung des Weiblichen einher, die Gebärfähigkeit und Sozialkompetenz durch Gentechnik und zeugungsstarke Immigration ersetzt sowie mit Formen ideologischer Repression, politischer Kontrolle und wirtschaftlicher Versklavung der Masse begleitet. So erklärt sich auch die paradoxe Obsession, im Männlichen ein Übermaß des Geistes zu orten, denn wie die Geschichte und aktuelle Gegenwart bestätigen, bewirkt die Ausartung von Macht kein Extrem des männlichen Geistes, sondern der männlichen Natur. Sie zwingt zum einen zur Betonung des Körpers, des Geschlechts und damit der Homosexualität und zum zweiten mit der Abwertung der Geburt zur Abwehr von Nachkommenschaft, die Verhütung, Abtreibung, pädosexuelle Perversion und andere Varianten des kindlichen Feindbilds begünstigt. Beides kommt auf eine gewissermaßen „kastrierte“ Augenhöhe mit dem Islam, indem die Moderne dem Koitus, den Allah zum wahrhaft eschatologischen Glaubensgebot macht (Teil 2), zwar einen ähnlich mechanischen Stellenwert einräumt, mit dem Unterschied indes, daß er sich der Zeugung verschließt und technisch-genetischen Prothesen Platz macht. Da es hier um einen ultralangfristigen Übergang geht und der geldnormierte Sozialprozeß im kapitalsozialistischen Job-Shop-Fun-Drug-Cult-Business zunächst noch biologische Träger der hominiden Art benötigt, bildet die so zeugungsfreudige wie endzeitfixierte Koitus-Dogmatik des Islam die nahezu perfekte Ergänzung zur nachwuchsarmen, technikfixierten Weltvision der Moderne. Ihr massenseitig zuverlässig unverstandenes Paradox besteht darin, zwar einzeln asymmetrisch, aber als Phänomen physikalisch symmetrisch zu sein. Im Klartext heißt dies, daß es aus allen Blickwinkeln, in allen Umgebungen und zu allen Zeiten eine unveränderbare Macht-Masse-Asymmetrie aufweist, die das überzeitliche Elitenprivileg mit jeweils zeitgemäßen Gottes- und Weltbildern durch- und fortsetzt. Das geschieht heute in einer so ausgeprägten Weise, daß die Geldnorm der bio-, arbeits- und konsumtechnischen Vernetzung nicht nur als Merkmal der Moderne allgemein, sondern insbesondere als Impuls ihrer islamischen Funktionalisierung zu gelten hat. Dies ist von so großer Tragweite, daß auch die utopisch-messianischen Aspekte der Moderne betroffen sind, was nach der Darstellung der islamischen Eschatologie nahelegt, auch die naturwissenschaftlichen Einflüsse zu sondieren. Sie helfen entscheidend, den machtbedingten Denkschwund und die scheinbare Irrationalität der Euro-Soziopolitik aufzuhellen, die sie im Rahmen entropischer, d.h. physikalischer Uniformierung zwingt, die Unterschiede zu anderen Kulturen, speziell zum Islam, einzuebnen und „Rettungspakete“ für die geldgesalbten Welteliten zu schnüren. Dies sollte schließlich auch um so mehr einleuchten können, je stärker die Naturanteile im kollektiven Körper-Geist-Geschehen hervortreten und den elitären Jagdinstinkt aktivieren, der die EU-Staaten längst zur wohlfeilen Beute des Islam gemacht und sich dabei mit der „Toleranz“ des Relativismus laufend radikalisiert hat. Die Bedeutung des naturwissenschaftlichen Paradigmas für die Herrschaftsideologie kommt in deren Gebetsmühle zum Ausdruck, daß es zu ihr „keine Alternative“ gibt und ihre Zukunft – neben dem Islam – in der Digitalisierung besteht. Dabei lag und liegt die digitale Struktur schon immer dem asymmetrisch-binären Sozialgefälle zugrunde. Denn zu den Dogmen der Aufklärer-Vernunft, der proletarischen Klasse, der arischen Rasse und nun der planetarischen, islamozentrischen Masse gab und gibt es „keine Alternative“. Dies begründet ihre gemeinsame Frontstellung zum alternativen Denken allgemein und zum trinitarischen Prinzip als fundamentaler Abweichung vom binären Diktat speziell und macht das Christentum zur „Religion des Bewußtseins“ (Julian Jaynes) – kurz: Trinäres Denken schafft Abstand und Ausgleich zwischen Gegensätzen, binäre „Denk“-Reflexe ebnen sie gewaltsam ein. Wir stehen hier vor dem so schwierigen wie machtbildenden Verhältnis von Dialektik und Komplementarität, das zu allen Zeiten auch die Ideen von Endzeiten bestimmt hat und mit der jesuanischen Zeitenwende ins kollektive Bewußtsein der gesamten Menschheit gehoben wurde. Dargestellt wird es mit dem FünfPunkte-Muster der Quincunx, die sich heils- bzw. machtgeschichtlich im X der Kreuzigung Christi und im esoterischen Penta-Prinzip der ordinierten Weltbaumeister abbildet. Während ersteres auf Gott und letzteres auf dem „erleuchteten“ Eliten-Menschen beruht, formiert es sich aus Zahl, Raum, Zeit, Logik und Information als den fünf Säulen der christlich geprägten, abendländischen Wissenschaft (Rucker, Ozean der Wahrheit, 33f., 60f. – Frankfurt 1987), die sich im Rahmen der Vernetzung mit dem islamischen Gegenentwurf allmählich zu Spaltpilzen entwickelten. Hier kommt die Systemanalyse mit der Informationstheorie zum Zuge, die mit der Wahlmöglichkeit des Bits zwischen 0 und 1 den Aufbau der Welt aus Alternativen beschreibt und das Zeitalter digitaler Computertechnik einläutet. Wer wie die EU-Spitzen in dieser Welt der Bit-Wahlen „keine Alternative“ hat und von Digitalisierung redet, begeht, falls dies sich nicht als Täuschung entpuppt, die höchstmögliche Sünde technischer „Natur“ und damit auch politmoralischer Art. Denn indem sich die mögliche Zahl von Nachrichten auf eine einzige „Alternative“, das islamische Dogma, reduziert, kann Radikalismus „religionsfrei“ und Wissenschaft „islamophob“ werden. Macht beruht auf der Verminderung von Unsicherheit in der Massenlenkung, die stets mit Dogmen und Diktaten angestrebt wird und in der Moderne eine scheinbare Vielfalt von Wahlmöglichkeiten vorgaukelt, die in die jeweils einzige „Alternative“ der Klasse, Rasse und (islamischen) Masse kanalisiert wird. Sinnfällig verbindet sich dies regelmäßig mit der Geldnorm der Kasse, die dem Elitenprivileg den Pilotensessel im Diesseits-Paradies sichert sowie den so finanz- wie zeugungsstarken und zugleich so bildungs- wie moralschwachen Islam zur endzeitlichen Menschheitsnorm erhebt. Logischerweise kommt damit verstärkt die Eschatologie des Islam zur Geltung, deren gewaltbesetzte und vor allem vom Koitus beherrschte Expansionsstrategie von der pseudo-mönchischen Prüderie der lebensfeindlichen „Kultur“-Aktivisten geleugnet wird. Als „Rückkehr“ (ma’ad) dominiert dieser Endzeitglaube das Denken des Islam und bildet die dritte Säule der Sunna (Tradition) – nach Allahs Einheit (tauhid) und Muhammads Propheten-Privileg (nubuwwa). Er führt die hellenisch-christlichen Endzeitstufen fort – Tod-Gericht-Himmel-Hölle – und gießt sie in die Koranform einer Menschheit, die sich nach irdischen Irrwegen auf der „geraden Straße“ (Scharia) mit Allah als „richtigem“ Gott verbindet (Brill-Verlag, Roads to Paradise, Einleitung, 5). Dabei geht die Islam-Vision über die gnostische Kosmo-Esoterik hinaus und schließt alle Menschen in Zeit und Raum ein. So wie sie früher den Verfälschungen der Juden, Christen und Zoroastrier anheimgefallen waren, sind sie zukünftig in den wahren Glauben an Allah zu führen, der ihnen seit unvordenklicher Zeit unwissentlich „näher als die Halsschlagader“ war (50/16). Mithin bedarf es einer Gemeinschaft, die den Unglauben physisch überwindet, was das Bekenntnis der Muslime zum „Gebet“ als lebenslanger Erinnerung an Muhammads Djihad-Vorbild und die Kontrolle der Frau mit ihrem sexuellen Dauereinsatz zur maximalen Reproduktion bedingt. So versteht sich, daß das Getöse des „Kulturdialogs“ bei den Themen des Kampfes als islamischen Lebenszwecks, der rigorosen Nachordnung der Frau und der Polit-Funktion der Moschee urplötzlich verstummt und in Aggression umschlägt. Das Gebets-Gebäude kann „weiß Gott“ kein Gotteshaus sein, sondern bildet das strategische Zentrum der pseudo-sakralen Zwangs-Ideologie für Versammlung, Traditionspflege, Heirats-, Ehe- und Erziehungs-Ordnung, Propaganda und Kriegsplanung, aus deren Vielheit sich das Netzwerk politreligiöser Weltüberwindung in Gestalt einer global islamisierten Endzeit permanent erneuert. Deren „Religionsfreiheit“ erzeugt die kompatible Symmetrie, die den zunehmend vernetzten Global-Eliten die Handhabe zur Erpressung der Staaten mit der Warnung vor „Islamophobie und Rassismus“ liefert und ihre Gleichschaltung durch die UN-Organisationen erleichtert. Da diese Strategie perfekt mit der Endzeit-Bedingung der Muslim-Existenz als Beitrag zu Allahs Herrschaft über „diese Welt“ harmoniert, entsteht in der Fusion der vormodernen Kampf-Ideologie mit der Technik- und Geldmacht des „Unglaubens“ ein Lenkinstrument, dessen Potential zu massenhafter Kontrolle, Bedrohung, Versklavung und Kulturzerstörung alle Vorläufer übersteigt. Denn nachdem diese Familienähnlichkeit schon in der Vergangenheit fatale Folgen für die Christen hatte, öffnet sie in der technisch und monetär beschleunigten Gegenwart eine Gewaltfusion von gänzlich neuer Dimension, die die europäische Bevölkerung zur totalitären Disposition stellt. Zu dieser Einschätzung braucht man nicht die Merkel-Invasion aus dem Islamraum, die „nur“ den brutalen Fortschritt des elitären Praxisinteresses anzeigt. Die Historie wird durch die Zeitgeschichte des „Kulturdialogs“ ergänzt, die die gezielte Ansiedlung der Muslime in Europa mit systematischer Desinformation betreibt und vielsagend zur global expandierenden Christenverfolgung schweigt. Auch hier spielt die „Wissenschaft“ wiederum eine formative Rolle, indem der akademische Diskurs die sozio-philosophischen Lesarten favorisiert, die das „Verschwinden des Subjekts“ im globalen Arbeitsnetz stützen unter gleichzeitiger Auflösung der multikulturellen Masse in dem, „was allen Kulturen gemeinsam ist“. Beispielhaft exerzieren dies die „Roads to Paradise“ (s.o.) vor, auf denen die Endzeit-„Forschung“ der Orientalistik von der einst kompetenten Fachschaft zur willigen Dienstleisterin des Radikalismus degenerieren und der Islam vom Ausbund des „Friedens“ zur „Religion der Eschatologie“ avancieren konnte (ebd., 5-11). Im Kurz-Klein-„Denken“ der Humanwissenschaften, dessen „Logik“ in sinnfällige KZ-Fragmente – Klein-Zonen- und Kurz-Zeiten – zerfällt, sind Makro-Vergleiche kognitiv und ideologisch effektiv undenkbar (es sei angemerkt, daß nicht KZ, sondern KL die gängige Abkürzung für die SS-Lager war [Wachsmann, KL, 11f. – München 2017]). Da sie zudem physikalisch unwahrscheinlich sind, erscheint es mehr als illusionär, vom Betriebssystem unserer Weltdeuter wissenschaftlich kompetente Aussagen über den Islam zu erwarten, geschweige denn über die langfristige Polit-Perspektive seiner Eschatologie, die im Wortsinne alles „Artfremde“ kurz und klein schlägt. Einen besonders schlagkräftigen Beweis für den systemischen Gewalt-Überschuß der epochalen „Kultur“-Fusion liefert die besagte Anthologie des Brill-Verlages über die „Roads to Paradise“ (2007 /2017), die auf 1500 Seiten zum Teil Wissenswertes über die „letzten Dinge“ in Allahs System anbietet, aber strikt das zentrale Problem der Gewalt umgeht, die den Islam für die Multikultur-Ideologie so attraktiv macht. Hier kommt das Kurz-Klein-Schlag-Konzept zu voller Blüte, indem die Autoren zwar die wahrhaft gewaltige Endzeit-Mentalität betonen, die alle Bereiche islamischen Lebens durchdringt, aber schon auf den ersten Seiten der Einleitung offenbar ihre Sponsoren zufriedenstellen, indem sie der Islamozentrik freien Lauf lassen. Denn die zahllosen Dekrete in Koran und Tradition zum Kampf gegen den Unglauben sollen nicht als Anleitungen zum Djihad, sondern als „unglückliche“ Mißdeutungen des islamischen Jenseitsdenkens durch westliche Vorurteile zu verstehen sein. Und nicht nur das: Da die Mißdeutungen oft in „populistische“, wenn nicht gar „vulgäre“ Wertungen der Selbstmordattentäter abglitten, seien sie „gefährlicher als die dort hinein phantasierten Voreingenommenheiten“ – eine klassische Formulierung, die nicht nur die Zunft machtdienlicher Schreibtischtäter, sondern auch den totalitären Impetus kennzeichnet, der die „wissenschaftlichen“ Kaderaktivisten die Täter in Schutz nehmen läßt, weil die Opfer ihre Taten „provoziert“ haben sollen. Wenn das zuträfe, wären Koran und Tradition Makulatur, in denen der Begriff des tödlichen „Kampfes“ (qital) Legion ist, so daß Einschätzungen nicht verwundern, die solche Wertungen islamischer Eschatologie in einen anderen „Vernunft“-Bereich, nämlich den der zwanghaften Psycho-Projektion verweisen, „unendlich subtiler, komplexer und zivilisierter als solche unkultivierten Verzerrungen andeuten wollen“. Diese Sicht verehrt seit 68er-Zeiten Stalin und Mao als „gefallene Engel“ und läßt Hitler als Holocaust-Schöpfer und glühendem Sympathisanten der Muslimbrüder klammheimliche, weil juden- und christenfeindliche Achtung zukommen. Sie findet nun auch in der Religionsfreiheit für die von Muhammad vorgelebte Gewaltpraxis das Lebenselixier für ein neues Volk in Europa – als Super-Impuls für Allahs kommende Weltgemeinde und in Angela Merkels Mega-Invasion einen kongenialen Anschub. Denn sie könnte direkt aus des Muslimgottes koranischer Schöpfung geschöpft haben, wo es triumphal heißt: „Preis sei Allah, der uns sein Versprechen wahrgemacht und das Land zum Erbe gegeben hat … (so) können wir im Paradies Wohnung nehmen …“ (39/73f.). Da kein Zweifel möglich ist, muß um dies zu gewährleisten, den ungläubigen Altbürgern Recht und Besitz entzogen und an die Zuwanderer transferiert werden, damit sich Allahs Paradies auf Erden als „Erbe“ verwirklicht. Insofern ist die Islamfixierung des Brill-Verlages als Bemühen zu würdigen, mit den „Roads to Paradise“ die imperialen Wege des muslimischen Denkens nachzuvollziehen und auf ihnen wandelnd als Sprachrohr des offiziellen „Dialogs“ den Endzeit-Charakter der Euro-Islamisierung vorzuzeichnen. Sie kommen indes in einer Reihe von Selbstgefälligkeiten daher, die mit fehlender Distanz zum Thema die Zwänge des Kurz-Klein-Konzepts und ihre intellektuellen Kahlschläge offenlegen. Selbst diejenigen, die den aktuellen Demokratieschwund berücksichtigen, kann die Leichtigkeit verblüffen, mit der „die Mißachtung der intellektuellen und philosophischen Tiefe (des Endzeitglaubens) im gegenwärtigen Zusammenhang interkultureller Kommunikation und Abhängigkeit mit einem Menschheitsverbrechen vergleichbar wird“ (Übersetzung u. Kursivierung v. Verf.). Die Verblüffung verdankt sich primär der salonradikalen Nonchalance der Autoren, die alle „Anständigen“ totalitärer Systeme kennzeichnet und somit die unfreiwillige, weil bildungsarme Selbstgefälligkeit erklärt, die aus der barbarischen Überzeugung kommt, das so ultimative wie machtdienliche Menschheitsglück aus der Taufe zu heben. Wie sie pausenlos betonen, befinden sich diese „Intellektuellen“ in einer interkulturellen Abhängigkeit, in der jede Abweichung eine konkrete Gefahr bedeutet, nämlich den Verdacht der Ansteckung durch die Nähe zum „Menschheitsverbrechen“ als monströsester Verfehlung überhaupt . Hier kommt die physikalische Wirkung der Entropie zur Geltung, der dehumanisierten Gleichheit, in der bereits eine einzige Abweichung die Symmetrie des „Friedens“ stört und Feindbild-Reflexe auslöst. Da ihr Fehlverhalten kaum steigerungsfähig ist, sind die Islamskeptiker und Vertreter der eschatologischen „Mißdeutungen“ naturgemäß vogelfreie Feinde, zu deren Liquidierung es nur noch eines kurzen Übergangs bedarf. Denn sie bilden einen „profunden Kontrast“, indem sie die Paradiesmetapher als Bild der islamischen Zukunftsgesellschaft mißachten und mithin die UNO gewissermaßen provozieren, die „Menschenrechte“ nach der Scharia auszurichten. Dem entspricht die Praxis, jeden unbotmäßigen Staat, speziell Israel, zu stigmatisieren und mit dem „gerechten Zorn“ Allahs, den die islamophoben Abweichler Terror nennen, zu bestrafen. Abgesehen davon, daß hier erneut die messianische Konnotation des westlichen Extremismus zum Vorschein kommt, ziehen die Aktivisten einen Begriff der 1970er Jahre aus dem Ärmel, der schon vergessen schien, aber nun wieder dem Fortschritt der Islamisierung gerecht werden soll. Es geht um das „Islamikat“, das als Substantiv und Adjektiv Begriffe, Sachverhalte, Tätigkeiten umschreibt. So lassen sich zentrale Bereiche wie die Auslegungen von Koran und Tradition als Islamikate bezeichnen, wie auch der proislamische „Kulturdialog“ ein Islamikat ist und die hier skizzierte Brill-Brille eine islamikate Strategie verfolgt. Nicht zuletzt können parallel zu den Unikaten auch Personen, die von besonderer Islamdienlichkeit (aus)gezeichnet sind, zu Islamikaten werden, die in der Elitenhierarchie hohen Respekt genießen. Bei der Bandbreite des Begriffs versteht sich, daß sich gemäß aufklärerischer Ideologietechnik daraus die sogenannte, zwischenzeitlich vergessene Islamikatik entwickelt hat. Ähnlich der Artistik in diversen Fertigkeiten liefert sie den technischen Terminus für die charismatische Konkurrenz um hochgradige Islamizität, den Nachweis gewandtester Anpassung an islamische oder besser; islamikate Gehorsamsforderungen. Wie die Flieger und Fänger auf dem Hochtrapez ihre Artistik vorführen, so sind die Fliegen- und Bauernfänger des Brill-Kalibers auf den „Roads to Paradise“ unterwegs, die sich mit der „unendlichen Zivilisiertheit“ des Islam zu einem Diesseits-Paradies bzw. „Sänften-Dasein“ (G.B. Shaw) bequemer Einkünfte verhelfen. Hier entwickelt sich mit der antikulturellen „Bildung“ ein lukratives Expertentum zum Sprechapparat, der die Begriffe von „Frieden“ und „Kultur“ in der diffamierten Altkultur-Folie umkehrt, damit Krypto-Muslime erzeugt und das neo-totalitäre Barbarentum beschleunigt. Nach islamisch korrektem Geplänkel, z.B. ob man mit Bart ins Paradies kommt, ob man im Jenseits die attraktiven Huris heiraten kann, ob die gefürchteten Djinnen (Magie-Geister) Eingang ins Paradies finden, kommt der Orientalist Tilman Nagel in seinem Einführungsvortrag, nachdem das alles mit dem Glauben an den perfekten Menschen Muhammad und weniger an Allah geklärt ist, auf einen zentralen Punkt, der von der Sicht der Islamkritik als Menschheitsverbrechen überraschend abweicht. Wie er ausführt, wandelt sich mit der persönlichen Entwicklung des Verkünders auch das Verhältnis der Gottheit zu ihrer weltlichen Schöpfung. Sie war seit jeher von Ungläubigen besetzt, die Allah, wenn sie störrisch blieben, mit seinem Zorn überzog und sich zum Erbe ihres Landes machte. Je erfolgreicher Muhammad allerdings in der Vereinnahmung Arabiens voranschritt, desto konkreter wurden auch die jenseitigen Aussichten, die schließlich Allah dazu brachten, sein Erbe an die wahren Gläubigen zu übertragen und sie zu diesseitigen Erben der Welt zu machen. Daraus folgt der diametrale Unterschied zwischen den Paradiesideen im Koran und Alten Testament, personifiziert in Adam, der im letzteren Fall für sein täglich Brot im Schweiße seines Angesichts schuftet, während es dem koranischen Adam in den Schoß fällt. Denn der Sündenfall bewirkt das Wissen um Gut und Böse, das Allahs Adam überhaupt nicht braucht, weil er sich auf den blinden Glauben beschränkt, den Iblis, der teuflische Gegenspieler, bekanntlich ablehnt. Kurz: Der AT-Adam verliert das Paradies, der K-Adam gewinnt es im Diesseits (Roads 1, 35f.). Nagel läßt seine islamfixierten Kollegen diese Pille nicht ohne das Fazit schlucken, daß es ohne den Sündenfall kein Humanum gibt, was die enorme Asymmetrie des Korans zwischen der Masse grauenhafter Höllenqualen und den eingestreuten Paradiesfreuden erklärt. Hier fehlt der Hinweis auf John Milton nicht (Lost Paradise), der den Sündenfall als „Glücksfall“ wertet, weil er Grundwerte bewußt macht. Dabei verzichtet der Referent offenbar zur Entspannung auf das überfällige Stichwort „Djihad“, bietet allerdings eine nicht unbedingt erholsamere Abstraktion an. Sie besteht in der Grenze zwischen Dies- und Jenseits, die sich zugunsten profaner Herrschaftsinteressen auflösen und das Paradies hinter Schleiern banaler Phantasien verschwinden läßt. So wendet sich die Geschichte der Menschheit um den Pol Muhammad und endet mit der totalen Herrschaft des Islam und seiner Gesetze. Wer sich verbal dazu bekennt, ist faktischer Paradies-Kandidat, ob er die Regeln befolgt oder nicht, eine logische Folge des diesseitigen Paradies-Gewinns, der Opportunismus, Heuchelei und Gewalt mit sich führt. Dies bietet die geeignete Schnittstelle für die „Dialog“-Aktivisten und Brill-Autoren, deren Wertung von Kritik als „Menschheitsverbrechen“ sowohl sachlich als auch methodisch ihre islamische bzw. antikulturelle Logik erlangt, wobei die defekte Paradies-Fähigkeit der Frau islamisch korrekt im Dunkeln bleibt. Der Verfasser dieses Beitrags erscheint als analytisch distanzierter Beobachter und Menschheitsverbrecher in Personalunion, weil er als Alt-Autor des BrillVerlages (Encyclopaedia of Islam) unbelehrbar das Anathema unabhängiger Wissenschaft vertritt. Dies besteht unter anderem in der Beschreibung eines west-östlichen Eliten-Diwan (arab.: diwan = Rat, Amt, Behörde, Gerichtshof), der darüber befindet, was „den Kulturen gemeinsam“ sein soll. Hier lassen sich Prognosen islambedingten Politik- und Bildungsverfalls nachlesen, die sich in der Folgezeit intensiver als erwartet realisiert haben und die Grundlage bilden, eine ins Totalitäre weisende Fortsetzung der Euro-Radikalisierung, markiert mit Elementen der islamischen Eschatologie, vorherzusagen (vgl. Raddatz. Allah-Trilogie; München 2001-2004). Da die Kombination der europäisch-islamischen Gewalt-Traditionen keine andere Wertung zuläßt, zumal die Privilegien für die abschiebefreie Immigranten-Invasion mit der konsequenten Enteignung der Einheimischen einhergeht, wird in radikaler Fortsetzung des Orientalismus (s.o.) ein umfassender Volksaustausch mit Endzeit-Qualität erkennbar. Dem steht wenig entgegen, weil sich die Eliten-Politik, nicht nur ideologisch, sondern auch öl- und exportbedingt, schon bald nach Kriegsende darauf einrichtete (NO 5-6/17) und aufgrund moderner Moral-Dekadenz und Entertainment-Verblödung auf keinen nennenswerten Widerstand seitens der Masse stößt. „Tötet sie, wo ihr sie trefft“ (2/192), lautet einer der um 200 koranischen Mordaufrufe gegen den islamwidrigen Unglauben, dessen „intellektuelle und philosophische Tiefe zu mißachten“. stellvertretend für etwa 400 ähnliche Aussagen in der Muhammad-Tradition, „ein Verbrechen gegen die Menschheit“ bedeuten soll. Weit davon entfernt, nur eine zynische Grille zu sein, bedarf dieses islamikate Monstrum durch die Brill-Brille der Autoren natürlich keiner Rechtfertigung und bildet denn auch das Credo der „Intellektuellen“-Gemeinde im interkulturellen Global-Diskurs. Da man sich (noch) scheut, Widerständler gegen diese Weltsicht ganz offiziell „Menschheitsverbrecher“ zu nennen und sie nach „anständigem“ Kader-Brauch verdientermaßen zu liquidieren, beherrschen sie sich derzeit mit der MaximalDiffamierung des „Rassismus“ und Bio-Ausfällen wie Geschwüre, Ratten, Auswurf etc., die den Durchbruch zu offener, „religionsfreier“ Gewalt vorprogrammieren. Der Verfasser verfügt über hinreichenden Einblick in die ideologische Wandlung der Orientalistik und als Beobachter bzw. Akteur der kapital-sozialistischen Elitenpolitik im Finanz- und Sicherheitsbereich über genügende Expertise, um die Genese des „Kulturdialogs“ an einer rotbraunen Synthese des „alten“ Orientalismus mit der imperialistischen Sklavenhalter-Mentalität des GlobalKapitalismus festzumachen. Dessen Radikalismus zwingt den systemorientierten Beobachter, einen Begriff vom charismatischen Endzeit-Imperativ islamischer „Frömmigkeit“ zu vermitteln, der mit dem „Gemeinsamen der Kulturen“ nahezu identisch ist, weil er den umfassenden, subjektphilosophisch und physikalisch begründeten Impetus der Moderne bildet. Dessen „pluralistische“ Privilegien weiten den rotbraunen International-Faschismus auf die interkulturelle Multinationale aus, die man im Englischen auch mit dem Begriff des Fascocialism zu erfassen sucht. In jedem Falle geht es um eine Fusion der nur scheinbar gescheiterten Sozialismen mit dem Weltkapital zu einem monetären Totalitarismus und einer „Weltgemeinschaft“, die eine Flut von Anführungszeichen bedingt. Denn hier ist ein Spektrum marionettenhafter „Führungskräfte“ aktiv, das gläubige „Intellektuelle“, opportunistische „Pragmatiker“, atheistische Polit-Profis, pseudo-christliche „Hirten“, bürokratische Profiteure, beschränkte Kader-Aktivisten und letztlich die elitären Puppenspieler Allahs umfaßt, die man „Gläubige“ nennt. Dabei gehört es zu den infantilen Auswüchsen unbedarfter Herrengutmenschen (Franz Werfel), sich über die kulturfeindliche Aggression prominenter Muslime zu wundern, weil sie in angelsächsischen Universitäten, z.T. „sogar in Deutschland“ studierten und „westlich kultiviert“ seien. Wie in dieser Zeitschrift hinreichend dargelegt (NO 1/17), ist das Studium, insbesondere der Humanwissenschaften, in „Oxbridge“ oder „Stanvard“ (Stanford / Harvard), nicht zu reden von deutschen Universitäten, als „westlich kultiviertes“ Gütesiegel für einen linientreuen Drill in radikalem Kaderdenken zu werten, zumal sie längst an islamseitigen Zuschüssen partizipieren, die man auch „Drittmittel“ nennt und den „intellektuellen“ Glauben an die Allmacht Allahs und dessen goldenes Zeitalter in Europa festigt. Der nahe Durchbruch von mühsam beherrschter zu entfesselter Gewalt, der an die sprichwörtlichen „Dammrisse“ erinnert, kündigt sich in der Merkel-Invasion an, die inzwischen auch wohlmeinenden Beobachtern als „Völkerflut“ erscheint und zur Nutzung „moderaterer“ Koranverse ermuntert. Als Expertin dafür bietet sich Angelika Neuwirth an, die das Manifest des Islam als „ein verbindendes europäisches Vermächtnis“ bezeichnet. Da es auch abendländische Elemente enthalte, scheinen „wir“ dieser Wahrnehmung zufolge „nicht in einem jüdisch-christlichen, sondern in einem jüdisch-christlich-islamischen Europa“ zu leben (vgl. Roads 1, 67ff.). Indem sich somit die Zeit verkürzt und die Kausalität umkehrt, läßt sich die Geschichte vergewaltigen und gemäß dem Zugang zu Interessen und Pfründen fälschen, so daß die Protagonistin Gefahr läuft, das ohnehin präsente Risiko der Quasi-Schizophrenie zu erhöhen. Denn sie glaubt zu wissen, daß der vom Stimmen-Hören gepeinigte und zudem der Magie des arabischen Knotenblasens hörige Muhammad „nicht nur ein Prophet, sondern auch der Ausleger älterer Schriften“ war (s. dazu auch Nagel, Angst vor Allah?, 31 Anm. 24 – Berlin 2014). Deren Qualität würde eines Beleges bedürfen, wenn sie (alt)wissenschaftlich ernst genommen werden wollte, was natürlich entfallen kann bzw. muß, weil sie sich sonst nicht zum Spitzen-„Dialog“ bzw. Brill-Zitierkartell zählen und für eine weitere Robust-Variante des deutschen Sonderwegs qualifizieren könnte. Der bricht sich nun in der völkischen Radikalität Merkelscher Prägung erneute Bahn, die koranisch korrekt „keine Alternative“ kennt, den Menschenstrom weiter fortzusetzen. In Koran und Tradition stehen zahlreiche Legitimationen zur Auswahl, die durch die Brill-Brille und aus Neuwirths Perspektive zu Aktionen gegen Staat und Gesellschaft auffordern sowie kraft des Persilscheins verfassungsmäßiger Religionsfreiheit zu jederzeitiger Durchführung „berechtigen“. Dazu braucht man weder das „Parlament“, das die Stationen der Islamisierung seit Jahren in den Fraktionen und Ausschüssen durchwinkt, geschweige denn das Volk, das über seine unvermeidliche Schwundrolle im Staatsumbau im Unklaren zu bleiben hat. Da der Islam „zu Deutschland gehören“ muß, finden sich in Allahs kasuistischen „Glaubens“-Vorschriften viele Anregungen, die inzwischen zum Bestand der neo-radikalen EU-Regierungsroutine „gehören“, ihnen die Handhabe für eine „tolerante“, d.h. koraninduzierte Volkspädagogik geben und den „hier länger Lebenden“ ihren Unglauben „demokratisch“ austreiben. „Bekämpft sie (die hier länger Lebenden), bis alle Versuchung aufhört und die Religion Allahs allgemein verbreitet ist“ (8/40), ließe sich leicht als einer der vom Verfassungsgericht im Jahre 2005 abgesegneten „imperativen Glaubenssätze“ verwenden, denen zufolge sich die hier kürzer lebenden, wahrhaft Glaubenden einrichten sollen. Die Übergriffe der sogenannten „Flüchtlinge“ mit Totschlag, Vergewaltigung, Raub, Körperverletzung etc. sind zwar religionsfrei und tragen zur endzeitlichen Weltüberwindung bei, kollidieren aber noch mit dem „alten“ Recht, dessen Anpassung an die Imperative Allahs mit dem Zuwanderungstempo keinen glaubens-„gerechten“ Schritt halten kann. Zwar bemühen sich viele Richter, ihre Urteile „kulturbedingt“, d.h. den Imperativen der Scharia gemäß abzumildern, doch dürfte sich dies alsbald erübrigen. Allein die schiere Zahl der (altrechtlichen) Straftaten wird die ultimative Weisheit des Koranverses bestätigen, nach der die islamische Endzeit sich durch simple Gewalt erreichen läßt, die jede „Versuchung“, jeden Versuch sowohl des Widerstands, als auch des Abfalls vom „Glauben“ erstickt. Aus Systemsicht stellt sich dieser keineswegs von „unsichtbarer Hand“, wie die faktischen Verschwörungsdenker barmen, geführte Weltwandel als Schleichprozeß dar, der unter Ägide einer gänzlich dehumanisierten „Elite“ mit der alternativlosen Dreiheit von Unterwanderung, Staatsstreich und Bürgerkrieg die „Weltgesellschaft“ als West-Auslegung der Muhammad-Vision des Jüngsten Islamtages erzwingt. Wer das dubiose Privileg hat, die „strikte Observanz“, die polit-theologische Praxis der organisierten Machtesoterik zu beobachten, kann den hart kodierten Rassismus nachvollziehen, der sie vom „Abschaum“ der Masse existentiell trennt, zumal sie als Profiteure des Weltwandels sichere, weil quasiphysikalische Affinitäten zum Islam entwickeln. Sie werden durch in Teil 2 ausgeführte Spezialitäten des islamischen Endzeitglaubens in Verbindung mit der antikulturellen Langzeit-Dekadenz derart dehumanisiert, daß für das kommende Jahrzehnt die weitere Trend-Stabilisierung in Richtung des dritten Totalitarismus in einem Euro-Imperium bzw. -Kalifat zu erwarten ist, dessen staatlicher Verbund sich daher noch nach Süden arrondieren sollte.

Dr. Hans-Peter Raddatz, Orientalist und Finanzanalytiker, ist Autor zahlreicher Bücher über die moderne Gesellschaft, die Funktionen der Globalisierung und den Dialog mit dem Islam.

 

Die Neue Ordnung ist eine seit 1946 erscheinende christliche Zeitschrift mit sechs Ausgaben pro Jahr. Chefredakteur ist der römisch-katholische Sozialethiker und Dominikaner Wolfgang Ockenfels und Herausgeber das Institut für Gesellschaftswissenschaften Walberberg, dessen Vorsitzender er ist.

 

Die auf diesem Blog wieder gegebenen Beiträge des Autors finden Sie unter dem Schlagwort „Hans-Peter Raddatz

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Europas zivilisatorische Erschöpfung (gatestoneinstitute.org)

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Russische Hacker sollen weltweite Cyberattacke durchgeführt haben (sz.de auf msn.com)

Amerikanische und britische Behörden werfen der russischen Regierung vor, die Attacke auf zentrale Elemente des Internets unterstützt zu haben. Betroffen sind auch Privatpersonen.

Die USA und Großbritannien werfen russischen Hackern eine weltweite Cyberattacke auf zentrale Elemente des Internets vor. Von der Regierung in Moskau unterstütze Gruppen hätten Router infiziert, erklärten amerikanische und britische Behörden am Montag in einer Telefonschaltung.

Der Umfang des Schadens sei noch nicht bekannt, erklärte Jeanette Manfra vom US-Heimatschutzministerium. Ciaran Martin vom britischen National Cyber Security Centre sagte allerdings, es seien „Millionen von Maschinen“ ins Visier genommen worden. Die Angriffe würden seit mehr als einem Jahr beobachtet, die zugrundeliegende Taktik sei noch länger bekannt. Möglicherweise brächten sich die Hacker für zukünftige Angriffe in Stellung.

Ziel des „bösartigen“ Angriffs seien unter anderem Regierungen und wichtige Infrastruktureinrichtungen, hieß es in einer am Montag in London veröffentlichten gemeinsamen Erklärung des Nationalen Cybersicherheitszentrums Großbritannien, der US-Bundespolizei FBI und des US-Heimatschutzministeriums. Auch Internetrouter von Privatpersonen würden angegriffen. Die Hacker wollten der Spionage den Weg bahnen, geistiges Eigentum rauben und dauerhaften Zugang zu den Netzwerken der Opfer gewinnen, warnten die britischen und US-Behörden.

Router sind dafür zuständig, Datenpakete in verschiedene Netzwerke weiterzuleiten. Den Angaben zufolge sollen unter anderem Internet-Provider, Unternehmen in der Privatwirtschaft und Schlüsseleinrichtungen der Infrastruktur von dem russischen Angriff betroffen sein. Die britischen und amerikanischen Behörden kündigten für den Laufe des Tages die Veröffentlichung von technischen Einzelheiten an, damit die Angriffe erkannt und Gegenmaßnahmen ergriffen werden könnten.

Schon mehrfach Vorwürfe gegen Russland

Die USA und Großbritannien machen Russland für den NotPetya-Cyberangriff 2017 verantwortlich. Dabei entstanden Milliardenschäden. Die Regierung in Moskau hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Zudem gehen US-Geheimdienste davon aus, dass Russland versucht hat, sich in die US-Präsidentenwahl 2016 einzumischen. Untersucht wird weiter, ob es Absprachen zwischen russischen Vertretern und dem Wahlkampfteam von Donald Trump gab. Russland und der Präsident haben dies zurückgewiesen.

Die mutmaßliche Cyberattacke erfolgte inmitten von ohnehin schon extrem angespannten Beziehungen zwischen Russland und dem Westen. Die Spannungen waren zuletzt durch die gemeinsamen Luftangriffe der USA, Frankreichs und Großbritanniens auf mutmaßliche Chemiewaffenanlagen des syrischen Machthabers Baschar al-Assad verschärft worden.

https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/russische-hacker-sollen-weltweite-cyberattacke-durchgeführt-haben/ar-AAvXbTL?ocid=spartanntp

Neuer Aufschlag im medialen „Kalten Krieg 3.0“: Es ist nicht auszuschließen, dass es vielleicht, denkbarerweise, eventuell dazu durchaus gekommen sein könnte. Weder über das Schadensausmaß noch die Täter, deren Nationalität oder Motivation besteht Klarheit, diese besteht nur in einem Punkt: Die Russen sind schuld. Völlig unkritisch heizt hier – wohl beileibe nicht zufällig – die SZ die Stimmung gegen Russland auf, ist sie doch Teil des „Projects Syndicate“ des sinistren, global agierenden Multimilliardärs George Soros.

Möglicherweise brächten sich Hacker für zukünftige Angriffe in Stellung“ – ja, wer weiß das schon? Schließlich wußten die Iraker selbst nicht, dass sie in Kuweit Säuglinge aus Brutkästen geworfen hatten und im eigenen Land ABC-Waffen horteten, die Amerikaner aber umso besser. Stimmte alles nicht, da war der Irak aber als souveränes UNO-Mitglied bereits schon völkerrechtswidrig überrannt. Tja, Pech.

Und so eine peinliche Pleite wie bei den ums Verrecken nicht verifizierbaren ABC-Waffen  wird man angenehmerweise im virtuellen Raum des Internets nicht erleben…

 

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Ein unglaubwürdiger Kardinal (summorum-pontificum.de)

Ein unglaubwürdiger Kardinal

Schönborn – Liturgie im Wiener Ritus

 

 

 

 

Ende März hat der Wiener Kardinal Schönborn per Interview wissen lassen, daß er keine prinzipiellen Einwände gegen die Priester- und Bischofsweihe für Frauen hat, daß das aber wohl ein künftiges Konzil beschließen müsse. Dann – so scheint der Mann anzunehmen, der sein Mäntelchen immer rechtzeitig nach dem Wind zu drehen versteht – dann wird die katholische Kirche einen ähnlich glänzenden Aufstieg erleben wie die Evangelischen oder die Anglikaner – ähm…

Der amerikanische Kirchenrechtler Edward Peters hat dazu am 11. April eine fachliche Stellungnahme veröffentlicht, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig läßt. Hier unsere Übersetzung nebst einer Anmerkung:

Es beginnt ein langes ZitatFür gesellschaftliche Organismen, deren Ordnung sich auflöst, ist es typisch, daß gelegentlich hochrangige Mitglieder mit Aussagen auftreten, die, wenn man sie wörtlich versteht, grundlegenden Werten dieser Gesellschaft diametral widersprechen – und das, ohne den geringsten Widerspruch derer hervorzurufen, die Verantwortung für diese Gesellschaft tragen.

Die kürzlich geäußerten Bemerkungen des Wiener Kardinals Christoph Schönborn, die offensichtlich für die Priesterweihe von Frauen eintreten, widersprechen meiner Meinung nach mindestens drei wesentlichen kirchlichen Grundsätzen, ohne daß sie bisher, soweit ich das sehe, seitens der Kirchenführung in irgend einer Weise richtiggestellt worden wären. Ein erschreckendes Beispiel für die Erosion der Gesetzlichkeit in der Kirche.

Im einzelnen:

Offenbar ist Schönborn der Ansicht, „die Frage der Weihe von Frauen ist eine Frage, die zweifellos nur von einem Konzil entschieden werden kann. Das kann der Papst nicht allein machen, das ist eine zu große Frage, als dass sie vom Schreibtisch eines Papstes aus geklärt werden könnte.“ Diese Aussage enthält mindestens drei schwerwiegende Irrtümer ekklesiologischer Natur, und alle drei sind höchst irritierend – wenn man das, was Kardinäle in Interviews von sich geben, ernst nehmen kann.

Hier geht es weiter

Erstens hat Papst Johannes Paul II. Die Möglichkeit, Frauen zu Priestern (und zu Bischöfen) zu weihen, auf ekklesiologischer Grundlage in Ordination Sacerdotalis n. 4 (1994) definitiv ausgeschlossen, als er feststellte: „Die Kirche hat keinerlei Vollmacht, Frauen die Priesterweihe zu erteilen.“ Unabhängig davon, welche sakramententheologischen, auf der Schrift beruhenden oder aus der Geschichte genommenen Argumente gegen die Frauenordination Johannes Paul II hier noch zusätzlich hätte anführen können, hat er seine abschließende Entscheidung damit begründet, daß die Kirche nicht die Fähigkeit hat, Frauen diese Weihen zu erteilen. Die Behauptung Schönborns, daß „Diakoninnen, Priesterinnen und Bischöfinnen“ in der Kirche eines Tages möglich sein könnten, widerspricht somit einer zentralen ekklesiologischen Feststellung dieses Dokuments.

Zweitens widerspricht Schönborn, wenn er sagt, daß ein Papst (also hier Johannes Paul II) nicht alleine über die Möglichkeit oder Unmöglichkeit der Frauen-Priesterweihe entscheiden könne, direkt der päpstlichen Leitungsvollmacht, wie sie in Canon 331 festgelegt ist, und wonach der Papst die höchste, volle, unmittelbare und allgemeine Leitungsvollmacht in der Kirche innehat, die er jederzeit frei ausüben kann. In Anbetracht der Tatsache, daß Johannes Paul II – und ja, tatsächlich von seinem Schreibtisch aus – geurteilt hat, daß die Kirche keine Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu erteilen, und daß er bestimmt hat, diese Entscheidung sei „definitiv von allen Gläubigen in der Kirche einzuhalten“, läuft Schönborns Aussage wie ich das sehe darauf hinaus, die Vollmacht des Papstes zu einer derartigen Lehrentscheidung frontal zu bestreiten. (Anmerkung)

Drittens: Im gleichen Atemzug, in dem er die Autorität des Papstes bestreitet, so zu urteilen, wie Johannes Paul II. das getan hat, behauptet Schönborn, daß die Frage des Frauenpriestertums – gestehen wir ihm für einen Moment zu, es gäbe eine solche Frage – nur von einem ökumenischen Konzil entschieden werden könnte. Womit er meines Erachtens in den Irrtum verfällt, ein ökumenisches Konzil über den Papst zu stellen und gefährlich nahe kommt, eine Linie zu überschreiten, von der wenige moderne Kirchenrechtler annahmen, daß sie jemals überschritten werden könnte; jene Linie die in Canon 1372 markiert ist: „Wer sich gegen eine Maßnahme des Papstes an ein Ökumenisches Konzil oder das Bischofskollegium wendet, soll mit einer Beugestrafe belegt werden.“
Dieser moderne Canon 1372 hat einen pio-benediktinischen Vorläufer im Canon 2332 des CIC von 1917, der so lautet: Jeder, welchen Standes oder Amtes auch immer, und sei er selbst königlichen, bischöflichen oder kardinalen Standes, der gegen die bestehenden Gesetze, Dekrete oder Befehle des Römischen Pontifex an ein Allgemeines Konzil appelliert, macht sich der Häresie schuldig und zieht sich damit die Exkommunikation zu, deren Aufhebung speziell dem heiligen Stuhl vorbehalten ist…
Der große schweizer-amerikanische Kirchenrechtler Dom Augustinus bemerkte in seinem Kommentar zum Canon 2332 (Commentary VIII:327-328), daß ein solcher Appell an ein allgemeines Konzil auf einer „absurden“ und „lächerlichen“ Vorstellung beruhen würde und fügte hinzu, ein solches Vorhaben sei weder verständlich noch entschuldbar. Darüber hinaus war er der Meinung, daß auch Kardinäle eines Verstoßes gegen diesen Canon angeklagt werden könnten und daß es keine Rolle spiele, ob das angerufene Konzil gegenwärtig tage oder erst in Zukunft zusammentreten solle. Nach Ansicht dieses Kirchenrechtlers betraf dieser Canon den Widerstand sowohl gegen dogmatische als auch disziplinäre Entscheidungen eines Papstes. Ordinatio Sacerdotialis ist eindeutig beides.
Wenn solche Ausführungen eines der angesehensten Männer der Kirche, Ausführungen, die zum Wortlaut genommen, ganz eindeutig die Zulässigkeit eines lehramtlichen Aktes des Papstes in Frage stellen und ihm das Recht absprechen, solche Fragen aus sich heraus zu entscheiden und statt dessen behaupten, sie könnten nur von einem ökumenischen Konzil entschieden werden – wenn solche Ausführungen so weit ich sehe auch keinen einzigen Ansatz zu einer brüderlichen Zurechtweisung hervorgerufen haben, zeigt das, wie dringlich wir einer Wiederherstellung der Rechtsordnung in der Kirche bedürfen.

Es sei denn, wir müssen Kardinal Schönborn nicht ernstnehmen als jemand, der sagt, was er meint, und meint, was er sagt.

*

Anmerkung: Der Kirchenrechtler setzt hier und an anderer Stelle seiner Ausführungen stillschweigend voraus, daß diese Vollmacht des Papstes immer nur im Sinne bisheriger Lehre und nicht gegen diese ausgeübt werden kann. Eine Selbstverständlichkeit, die derzeit auch dadurch immer wieder bestätigt wird, daß die meisten Urheber von Versuchen, die Lehre zu verändern, unentwegt behaupten, daß sie genau das nicht beabsichtigten. Dennoch muß man diesen Sachverhalt noch einmal ausdrücklich in Erinnerung rufen, um die Ausführungen des Kirchenjuristen von dem hyper-papalistischen Gerede jener Franziskus-Anhänger unterscheiden zu können, die jede Idee des Papstes, und sei sie noch so eigensinnig und kirchenfremd, für eine Einflüsterung des Heiligen Geistes ausgeben.

http://www.summorum-pontificum.de/themen/glaubenskrise/1319-ein-unglaubwueriger-kardinal.html

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Papst besucht überraschend Amazonas-Vorsynode (katholisches.info)

Zölibat

Papst besucht überraschend Amazonas-Vorsynode

 

Gestern fand die Eröffnung der Vorsynode zur Bischofssynode über die Amazonas-Region statt, die Papst Franziskus für Oktober 2019 nach Rom einberufen hat. Rund 30 Delegierten haben sich in Rom versammelt, um die Synode vorzubereiten. Es handelt sich um die 18 Mitglieder des Synodenrates und 13 Amazonas-Experten.

Papst Franziskus nahm überraschend an der Eröffnung teil und signalisierte durch seine Anwesenheit, daß der Synode höchste Aufmerksamkeit zukommt. Der Papst übernahm formell den Vorsitz und erinnerte die Delegierten daran, daß sie zwar nun in Rom tagen, die Synodenvorbereitungen aber bereits im Januar während seines Peru-Besuches in Puerto Maldonado begonnen haben. Dort traf sich Franziskus mit Vertretern der Amazonas-Indios. In einem Kurzinterview für Vatican News betonte das Kirchenoberhaupt, daß die Vorsynode in der „Peripherie“ vorgedacht wurde und diese daher entsprechend eingebunden sei.

„Garten von immensem Reichtum von den Mächtigen bedroht“

Tatsächlich fand in Puerto Maldonado noch mehr statt. Aus allen Staaten, die Anteil am Amazonas-Becken haben, fanden sich Bischöfe ein, die am Rande des Papstbesuches mit Kardinal Lorenzo Baldisseri, dem Generalsekretär des Ständigen Sekretariats der Bischofssynode, über die Amazonassynode sprachen.

Gestern bezeichnete Kardinal Baldisseri Amazonien als:

„Ein Garten von immensem Reichtum und immensen Naturressourcen, Heimat der indigenen Völker mit ihrer eigenen Geschichte und unverwechselbaren Wurzeln.“

Es sei aber zugleich auch ein Land, das durch „grenzenlose Ambitionen und die Ungeduld der Mächtigen zu beherrschen, bedroht“ werde.

Am 15. Januar, an dem die Apostolische Reise von Papst Franziskus nach Chile und Peru begann, erklärte Kardinal Baldisseri, daß die Amazonassynode der eigentliche „Hauptgrund“ für die Reise ist. Der Papst wolle „einen ersten Schritt“ setzen, „um Aufmerksamkeit für die Amazonassynode zu wecken“. So der Kardinal, der zugleich erstmals die Abhaltung einer Vorsynode andeutete.

Während des Aufenthaltes von Papst Franziskus in Puerto Maldonado hielt Kardinal Baldisseri die „erste Sitzung“ der Red Eclesial PanAmazonica (REPAM) und dem Generalsekretariat der Bischofssynode ab.

Synode und Vorsynode werden sich mit der sozialpolitischen und wirtschaftlichen Situation der Region und vor allem mit der ökologischen Frage befassen. Der Kardinal sprach von „pastoralen Herausforderungen für die Präsenz und die apostolische Aktivität der Kirche in einem großen und schwierigen Gebiet wie dem Amazonas“ und „einer Verstärkung des Hinhörens, der Begleitung und der Inkulturation der unterschiedlichen Dimensionen des Volkslebens mit seinen Traditionen und Ausdrucksformen“. Zudem betonte er, daß es dabei „nicht nur um Amazonien“ gehe. Vielmehr „können die Themen genauso auch für andere Teile des Planeten gelten wie Afrika und Asien, weshalb es wichtig sein wird, alle Bischöfe der Welt einzubinden“.

Synodenvorbereitung einer Partikulargruppe übertragen

Ein Novum der Amazonassynode ist, daß die Vorbereitungen einer Organisation übertragen wurden, deren Rechtsstatus in der Kirche unklar ist, und die Partikularinteressen vertritt. Gemeint ist REPAM, ein Ende 2014 offenbar eigens für die Synode geschaffenes „Netzwerk“. Die Initiative dazu ging von Brasilien aus, das den größten Anteil am Amazonasbecken hat. Mehr oder weniger aktive Ableger gibt es inzwischen in allen Staaten, die Anteil am Amazonas haben. Vorsitzender des REPAM-Netzwerkes ist der brasilianische Kardinal Claudio Hummes, Vorsitzender von REPAM-Brasilien der emeritierte österreichische Missionsbischof Erwin Kräutler.

Beide stehen in politischen wie kirchlichen Fragen am linken Rand, sind für die Abschaffung des Zölibats für Priester und für das Frauenpriestertum, engagieren sich für sozialaktivistische Anliegen und unterhalten beste Kontakte zu politischen Linken. Dazu gehört der wegen Bestechung zu neuneinhalb Jahren Gefängnis verurteilte Ex-Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva. Obwohl Lula im Gefängnis sitzt, hat ihn die Arbeiterpartei zum Präsidentschaftskandidaten für die Wahlen im kommenden Oktober gemacht.

Seit Dezember 2015 warnen Beobachter vor der Einberufung einer Amzonassynode – von der offiziell er seit Oktober 2017 geredet wird – in Wirklichkeit der Umsetzung einer Alt-68er-Forderung dienen soll: der Abschaffung des Priesterzölibats durch Zulassung verheirateter Priester.

Fest steht, daß die Amazonassynode über verheiratete Priester sprechen wird.

Was aber hat sich die Kirche von einer Synode zu erwarten, auf deren Ausrichtung zwei Gestalten wie Kardinal Hummes und Bischof Kräutler maßgeblichen Einfluß haben? Und was erwartet sich Papst Franziskus von einer Synode, mit deren Ausrichtung er Hummes und Kräutler beauftragt hat?

Der Videobericht von Vatican News – Italienische Ausgabe:

Das Kurzinterview mit Papst Franziskus von Vatikan News – Spanische Ausgabe:

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Vatican News (Screenshot)

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https://www.katholisches.info/2018/04/papst-besucht-ueberraschend-amazonas-vorsynode/#comment-91229

 

Die „projektbezogene“ Gründung von Netzwerken mit unklarem Rechtsstatus mit der diffusen territorialen Bezugnahme „panamazonisch“ als Stellvertretergruppe („proxy actor“) paßt in die herrschenden hybriden Kommunikationsformen dieses Pontifikates. Es schafft die nötige „plausible deniability“, also die Möglichkeit, die Verantwortung für bestimmte, „heikle“ Vorhaben mit einiger Plausibilität abstreiten zu können, falls deren Umsetzung angesichts der binnenkirchlichen Reaktion (noch) nicht opportun erscheint.

Bemerkenswert am Rande, dass den vatikanischen Stellen offenbar „Reichtum und Ressourcen“ samt „Heimat, Wurzeln und Geschichte“ der „indigenen Völker“ – anders als dies bei europäischen Völkern der Fall ist – doch sehr am Herzen liegen…

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Ein offenes Wort zu „Offenen Briefen“ oder: Das kommt leider 50 Jahre zu spät…

Als richtiger Modetrend kommt derzeit der „offene Brief“ respektive die (Online-)Petition in konservativen Kreisen des Laienkatholizismus daher. In einer traditionstreuen Zeitung war jüngst die verheißungsvolle Nachricht zu lesen, dass bereits 17 Unterzeichner ein nicht weniger als neun Seiten umfassendes Schreiben an 27 Oberhirten zu leiten wollen, Thema: Verteidigung christlicher Kultur und des Glaubens. Da werden die Bischöfe aber gerade noch drauf gewartet haben, dass 17 Gläubige ihnen die Leviten lesen wollen.

Pausenlos, so hat es den Anschein, wird aller Orten in „Initiativkreisen“, „Aktionsgemeinschaften“, „Arbeitskreisen“, diversen Foren und Gruppen alarmiert und reklamiert, räsoniert und demonstriert. Unentwegt prangert man diverse Äußerungen von Kardinal X und Bischof Y an, die gängigsten Themen dabei: „Gender“, Überlegungen zum Frauendiakonat, „Homo-Segnung“ und natürlich der absolute Evergreen, die Kommunion für „wiederverheiratete Geschiedene“. So hangelt man sich im glaubenstreuen Spektrum fortweg von Thema zu Thema, stellt unabhängig voneinander jeweils betrübt fest, dass Deutschlands Bischöfe nicht mehr katholisch sind, um beim nächsten Aufreger zuverlässig wieder arglos „aus allen Wolken“ zu fallen. Nähme man stattdessen einmal die Gesamtlage in den Blick, anstatt nur von Fall zu Fall erregt Bischöfe zu verbellen, käme man vielleicht einen Schritt weiter. So lohnt es sich durchaus, einmal die aktuelle Strukturreform in deutschen Diözesen mit der Liturgiereform der Vergangenheit in Beziehung zu stellen. Letztere wurde den Gläubigen noch in einer Erzählung eingebettet präsentiert: Die Kirche kommt endlich in der Gegenwart an, streift überkommene, heute völlig unmoderne Sichtweisen ab und wird verständlicher, moderner und näher. Die de-facto-Abschaffung des Latein, den Volksaltartisch und der Wegfall der Kommunionbänke unterstrichen dabei sinnfällig den „liturgischen Umbau“. Die Hierarchie gab sich immens kommunikativ und „volksnah“, zu diesem Zeitpunkt hätten „Offene Briefe“ und Petitionen durchaus sinnvoll sein können, denn der allergrößte Teil der Gottesdienstbesucher war einigermaßen irritiert bis verstört über die liturgische wie bauliche Veränderung in „ihrer“ Kirche und suchte Orientierung.

Ganz anders ist es heute und dies allein macht bereits die Zweckmäßigkeit besagter Vorgehensweise zumindest fragwürdig. Nimmt man beispielsweise die Gläubigen, welche überhaupt noch Gottesdienste besuchen, so sind diese seit Generationen von der Liturgiereform geprägt, d.h. eine Vorstellung der „Kirche aller Zeiten“ mit ihrer Tradition, ihrer Aufgabe ist hier nicht mehr präsent. Gottesdienst wird per se nur als gestaltbarer „Event“ wahrgenommen, die Haltung der Kirche zu Ehe und Familie ist, falls überhaupt, nur noch diffus präsent (was man den Menschen aber weiß Gott nicht zum Vorwurf machen kann..)

Listigerweise werden – im Gegensatz zur damaligen Liturgiereform – die zahllosen aktuellen Strukturreformen ohne übergreifende, Sinn stiftende Erzählung umgesetzt. Es gibt keinen Aufbruch mit Fanfahrenstößen, sondern ein stilles, aber hocheffizientes engineering: Der interkonfessionelle Religionsunterricht wird kultusbürokratisch umgesetzt, die priesterlose Wortgottesfeier ist vieler Orts bereits akzeptierter Pfarrgemeinde-Alltag, die von Laien geführte Gemeinde und die nur einige Dutzend Großpfarreien umfassende, am Reißbrett skizzierte Bistumsstruktur sind fertig geplant und nehmen zunehmend Gestalt an. Inhaltliche Begründungen fallen dabei eher karg aus, meist wird auf neutrale „Sachzwänge“ verwiesen: auf den Priestermangel müsse man halt „kreativ“ reagieren. Die „Herde“ fragt ihrerseits in der Mehrzahl nicht nach, sondern trabt dann eben brav zur Gemeindereferentin in die Wortgottesfeier oder bleibt resigniert der Gemeinde fern. Sie realisiert die Veränderung in ihrer Gesamtheit nicht, da diese nicht öffentlich benannt wird (bezeichnenderweise weder von der Kirche noch den Medien). Wer sollte also Adressat von Petitionen oder „offenen Briefen“ sein? Die Bischöfe? Glaubt noch jemand ernsthaft, diese hätten bezüglich der Gegenwart wirklich nur ein Wahrnehmungsdefizit, welchem man mit einem „offenen Brief respektive einer Petition abhelfen könne?? Oder sind etwa „die Gläubigen“ Adressat der Petition? Wer ist mit diesem Ausdruck gemeint? Diejenigen, die stoisch alle liturgischen Gestaltungs-Einfälle ertragen und denen anscheinend wirklich überhaupt keine Kasperei im Altarraum zu viel wird? Glaubt man diese wirklich noch mit einem „offenen Brief“ aufrütteln zu können? Oder richtet man sich vielleicht an diejenigen, die diesen gestalteten Events schon lange fern bleiben und z.B. bei der Priesterbruderschaft St. Pius X mit der überlieferten Form der Messe eine Heimat fanden? Oder an die Unzähligen, die bereits komplett vom Glauben abgefallen sind und die weder Kirche noch Bischöfe auch nur noch einen Kehricht interessieren?

Stellt man die einzelnen Ärgernisse und Skandale in einen Kontext, anstatt sie als Einzelereignisse folgenlos anzuprangern, erkennt man unschwer, dass nichts weniger als die Verschmelzung der Struktur der katholischen Kirche in Deutschland mit den protestantischen Gemeinschaften bereits in vollem Gange ist. Es folgt derzeit logischerweise die strukturelle Annäherung an die protestantischen Gemeinschaften, nachdem die liturgische bereits abgeschlossen ist.

Angesichts dieses Vorganges scheint das vereinzelte Abarbeiten an oberhirtlichen Aussagen zu „Homo-Ehen“, Vater-Unser etc. beispielhaft den vorgestrigen Stand vieler konservativer Katholiken wiederzugeben, der einer bizarren Weltfremdheit geschuldet ist. Da geht man dezidiert mit dem für den Islam-Dialog zuständigen DBK-Bischof ins Gericht, seziert fleißig Satzteile, zitiert ausführlich aus Koran und Bibel, philosophiert weitschweifig über Grenzen und Chancen im Umgang mit dem Islam. Da präsentiert man triumphierend Begriffe wie Paradigmenwechsel und Dezentralisierung als ominöse „doppelte Strategie des Progressismus„, als sei man einer brandaktuellen, plötzlichen Entwicklung auf die Spur gekommen.

Ob „Frauenpriestertum“, ob Interkommunion, Kommunion für „wiederverheiratete Geschiedene“, „Sensibilität für gleichgeschlechtliche Gemeinschaften“: all diese Themen wurden vom deutschen Episkopat gezielt seit Jahren und teilweise Jahrzehnten mehr oder weniger offen „am köcheln“ gehalten, indem man scheinheilig deren Zulässigkeit „vertieft prüfte“ und „Spielräume auslotete“. Welchen Sinn hat es, über den Verlust des Glaubens in der Hierarchie und über ständig neue Angriffe auf die kirchliche Glaubens- und Sittenlehre zu jammern, wenn bereits seit Jahren (!) in sog. „Wort-Gottes-Feiern“ mit offener Duldung der Bischöfe (ihren Schal wie eine liturgische Stola tragende) Gemeindereferentinnen als de-facto-„Pfarrerinnen“ agieren? Welchen Sinn machen in den Wind gesprochene kritische Anmerkungen zur bischöflichen Annäherung an „Donum vitae“, wenn offenbar „im großen Wurf“ sowieso alle katholischen und (zumindest wohl)evangelisch-landeskirchlichen Strukturen miteinander verschmolzen werden sollen?

Glaubt man denn im Ernst,

  • hier sei die de-facto-Funktion der „Pfarrerin“ (gleichsam von den Bischöfen unbemerkt) „durch die Hintertür“ eingeführt worden und man müsse die Hierarchie auf das von dieser seit Jahr und Tag geduldete und umgesetzte Treiben erst aufmerksam machen?
  • der Hierarchie sei verborgen geblieben, dass mit der geplanten kirchenrechtlichen Laienführung der katholischen Pfarreien nach dem Vorbild des evangelischen „Kirchenvorstandes“ die gesamte Basisstruktur „ökumenisch kompatibel“ gemacht wird?
  • dass das (zuverlässig saisonal einsetzende) Echauffieren über sakrilegische „Narrenmessen“ samt Meldung im Ordinariat dort auch nur irgendwen interessiert?
  • es sei in Ordnung, „Narrenmessen“ ostentativ zu meiden, bei den sonst üblichen „kreativ gestalteten“ Gottesdiensten aber brav die Staffage für die Ego-Show und die Selbstdarstellung geltungssüchtiger Laien und liturgisch desinteressierter Pfarrer zu stellen?
  • dass unangemessene Kleidung in der Kirche nur im Karneval skandalös ist und nicht auch für die Lektorin im kurzen Fummel mit Spaghetti-Trägern gilt? Dass nur die Predigt in Form der „Büttenrede“ unangemessen ist, die übliche Predigt mit seichtem weltlichen Geschwafel und teilweise clownesken Einlagen jedoch nicht?

Man mag im Wunsch nach Änderung des Vater-Unser mit Recht bildlich „den Rubikon überschritten“ sehen. Bekanntlich beschloss der Senat Roms im römischen Bürgerkrieg, dass Gaius Iulius Caesar sein Heer entlassen und sein Imperium, d. h. seine Befehlsgewalt für Gallien und Illyrien, niederlegen müsse, ehe er erneut für das Konsulat kandidieren dürfe. Daraufhin überschritt Caesar mit seinen Truppen den Rubikon. Die bewaffnete Überquerung des Flusses in Richtung Rom war gleichbedeutend mit einer Kriegserklärung an den Römischen Senat. Ein treffend gewähltes Bild – und was nun? Was wird aus der Kriegserklärung nun konkret folgen? Sichtet, sammelt und wählt man nun Mitstreiter aus oder bleibt es wieder einmal nur bei folgenloser Jammerei? Wie oft kann der Rubikon denn von Deutschlands Bischöfen noch überschritten werden?

Bereits vor der Herbstvollversammlung 2017 wurde in einem Offenen Brief besorgter Laien an die DBK einige Punkte angesprochen:

  • ein Flugblatt der Bischofskonferenz verharmlost bzw. toleriert die glaubensfeindliche „Gender“-Ideologie,
  • die Diözese Rottenburg-Stuttgart warb für die sog. Gay-Parade CSD in Stuttgart,
  • eine sog. „KjGay Berlin“ verteilte ungehindert auf dem Bistumsjugendtag Kondome,
  • Kirchen werden förmlich verunstaltet
  • in Nordrhein-Westfalen verzichtet die Kirche auf einen konfessionellen Religionsunterricht,
  • überall werden Pfarreien drastisch reduziert 

Reaktion? Absolut null. Weder reagierte die DBK in irgendeiner Form, noch hat sich an ihrer Ausrichtung nur ein Yota geändert. Wie oft will man tauben Ohren predigen und folgenlos Hirten „kritisch begleiten“ (denen offenkundig das Wohlergehen ihrer Herde völlig gleichgültig ist) ohne komplett jede Glaubwürdigkeit zu verlieren? Man unterzieht Äußerungen deutscher Bischöfe einer peniblen Prüfung und kommt tatsächlich zur schlichtweg epochalen Erkenntnis, „die Vorschläge implizierten offensichtlich die Abschaffung der traditionellen Sittenlehre hinsichtlich Sexualität und Ehe„. Ach, guten Morgen, auch schon ausgeschlafen?“, möchte man da zurufen. Aber nein, nachdem man erfolgreich eins und eins zusammengezählt und tatsächlich kurz davor stand, „zwei“ als Ergebnis zu bekommen, wird schnell bei gedreht und „gestanden“, dass man ja eine „extreme Situation gezeichnet“ habe.

Nimmt man derweil nüchtern die besorgniserregende Gegenwart in den Blick, erscheinen derart allgemein-akademische Erwägungen und betulichen Besorgnisse seltsam aus der Zeit gefallen. Anstatt Wortklauberei zu betreiben, sollte man sich endlich um robuste und belastbare Strukturen kümmern, welche auf die – sich rapide nähernde -Zukunft ausgerichtet sind: Bereits heute sind als „ultrakatholisch“ stigmatisierte Gruppen und Einzelpersonen Gegenstand der als „Recherche“ getarnten Internetausspähung durch private Stiftungen, bereits heute werden Geschäftsstellen von Pro-Life-Gruppen attackiert, bereits heute sind „Märsche für das Leben“ nur unter massivem Polizeischutz durchführbar. Wobei bei der unliebsamen „Frauendemo gegen Gewalt“ staatlicherseits bereits offenbar vor gewaltbereiten Antifa-Gruppen kapituliert wurde (http://vera-lengsfeld.de/2018/02/21/die-antifa-ist-ein-buettel-der-herrschenden/#more-2387)...

Bereits heute experimentiert die VR China mit einem Sozialkreditpunkte-System (https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/china-wird-noch-autoritaerer-sozialkreditpunktesystem/) und gestaltet das religiöse Leben in zwielichtigen Grauzonen unterschiedlicher Repressionsstufen, welche ein „Anpassen an die Gegebenheiten, die zwar nicht richtig verboten sind, aber auch nicht richtig erlaubt“ sind, erfordern (www.vaticanhistory.de/wordpress/?p=14828). Der menschenrechtspolitische Sprecher der CDU/CSU Bundestagsfraktion, Michael Brand, beklagte mit Recht gegenüber der Tagespost das laute Schweigen im Westen angesichts ernstzunehmender Berichte über Umerziehung und Zwangsarbeitslager sowie über Organhandel, den Tod auf Bestellung. Auch Christen seien immer wieder im Visier des Regimes (DT vom 15. März 2018, „Präsident auf Lebenszeit“, Seite 7). Dies alles hält den Kanzler der Päpstlichen Akademie für Sozialwissenschaften, Bischof Marcelo Sanchez Sorondo, nicht davon ab, ausgerechnet die Volksrepublik China als eine weltweit führende moralische Autorität in der Ausübung der katholischen Soziallehre und der Verteidigung der Menschenwürde zu bezeichnen (https://de.catholicnewsagency.com/story/kurienbischof-lobt-china-als-beispielhaft-fur-die-katholische-soziallehre-2847).

Bereits heute laufen in entlegenen Weltgegenden wie Australien oder Kanada besorgniserregende Pilotverfahren, wie man auf eher kalt-administrativem Wege Katholiken bürokratisch stigmatisieren und – gerade im Hinblick auf staatliche Genderpolitik – kriminalisieren kann.

Im Spektrum reputierlicher konservativer Senioren nimmt man dies entweder gar nicht oder grundsätzlich erst mit jahrelanger Verzögerung zur Kenntnis. Angesichts dieser immer drohender werden Lage ist es geradezu tragikomisch, einen väterlich dreinschauenden älteren Herrn zu sehen, der als Repräsentant konservativer Kreise gilt und allen Ernstes treuherzig fragt, ob „wir unsere christlich-abendländische Kultur neu entdecken und wertschätzen“ wollen. Derselbe weiß sogar fassungslos mitzuteilen, dass konservative Leserbriefe oftmals nicht abgedruckt und Zeitungen „Politik“ damit machen würden.

Nein, sagen Sie bloß? Bereits in der FAZ wird die Existenz eines politisch-medialen Komplexes offen erörtert (http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/regierungsstil-merkels-neue-kleider-14212048-p5.html?printPagedArticle=true#pageIndex_4) und bei ihm und den seinen ist doch wirklich die Erkenntnis schon durchgebrochen, dass die Presse politisch ausgerichtet ist und unbequeme Leserzuschriften schlicht ignoriert.

Es wird nicht mehr lange dauern, dann werden wohl Internet-Homepages, Blogs und Online-Petitionen den glaubenstreuen Kräften nicht mehr zur Verfügung stehen. In der VR China (wo sonst?) laufen bereits erste Probeläufe in dieser Richtung, so die landläufig als seriös geltende „Süddeutsche“ (https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/china-kappt-alle-verbindungen-zum-freien-internet/ar-AAviNlQ?ocid=spartandhp).

Dann sollte man besser vorgesorgt haben, anstatt sich sinnlos am Geschwätz von Bischof X oder Y abzuarbeiten…

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