spes-unica-Sonntag am 26. März 2017

Glaubenskundgebung in Hattersheim-Okriftel

 

Bildergebnis für pater niklaus pflugerAls Vortragenden konnte die actio spes unica heuer den Ersten Assistenten des Generaloberen der Priesterbruderschaft St. Pius X, H.H. Pater Nikolaus Pfluger gewinnen. Der Schweizer Geistliche, Jahrgang 1958, bekleidet dieses Amt seit 2006, als Generalvikar vertritt er dabei den Generaloberen, wenn dieser verhindert ist und unternimmt häufig Reisen, da er (wie der Zweite Assistent) weltweit jedes Seminar und jeden Distrikt zumindest einmal im Jahr visitiert (dazu: http://fsspx.org/de/die-generalassistenten).

Da ich, anders als letztes Jahr, wieder in meinem Heimatort in der Nähe von Hattersheim wohne, konnte ich bereits am lateinischen Hochamt um 10:30 Uhr teilnehmen und die gesangliche Untermalung durch den herrlichen Chor des St.-Theresien-Gymnasiums Schönenberg) genießen. Wiederum hatten helfende Hände den nüchternen Saal im Haus der Vereine in einen sehr würdigen sakralen Raum verwandelt, dessen geschmückter Altar mancher „regulären“ Kirche im Bistum übrigens gut zu Gesicht stehen würde…

Bereits in seiner Predigt setzte der das Hochamt zelebrierende Pater Pfluger interessante Akzente. Ausgehend von der oftmals (m.E. nach auch in Kreisen der Tradition mit einer gewissen selbstgefälligen Larmoyanz) gestellten Frage, warum denn bloß so wenig gelebter Glaube zu sehen sei, kam er vor den ca. 200 Gläubigen auf die Disposition des einzelnen als Voraussetzung seiner individuellen Rettung und auf den Pharisäergeist zu sprechen. Der herrsche auch in traditionsbewussten Gemeinden, die vielleicht allzu selbstgewiß von der eigenen Rettung aufgrund der Sonntagsmessen, der Beichte und der häufigen Gebete ausgingen. Zu Recht ging er in diesem Zusammenhang auf den früheren Hattersheimer Seelsorger Pfarrer Milch ein, der „Auserwähltenstolz“ in den eigenen Reihen heftig kritisierte. Vielmehr sollte man, so Hochwürden Niklaus Pfluger, demütig und dankbar die zahlreichen Gelegenheiten zum Empfang der Sakramente wahrnehmen. Mit seinem Hinweis auf das Buch Das Todesurteil – Als ich Christ wurde im Irak von Joseph Fadelle (http://www.fe-medien.de/das-todesurteil) verdeutlicht er, dass uns Selbstverständliches für andere Menschen beinahe unerreichbar sei, so für diesen 13 Jahre lang die Taufe und das ihm im Traum erschienene „Brot des Lebens„.

Bei der obligatorischen Musterung der Büchertische im Vorraum des Saales erwarb ich den Vortrag des spes-unica-Sonntages 2012 von H. H. Pater Schmidtberger „Rom und die Tradition“ auf 2 CD (http://www.spes-unica.de/bildung/vortrag/pfluger_abkommen.php).

Die nachmittägliche, gut einstündige Rede „Gott schuf den Menschen als Mann und Frau“ – Die katholische Antwort auf Amoris laetitia entpuppte sich als tiefgehender theologischer Vortrag über das Wesen der katholischen Ehe. Eines platten „Papst-Bashings“ abhold, fing der Vortragende buchstäblich „bei Adam und Eva“ an, um zu verdeutlichen, worum es in der Ehe im Kern gehe, nämlich um die Spiegelung des Bundes Christi mit seiner Kirche. Daher könne, so der Pater, auch nicht Abschwächung oder Lösung des Ehebandes richtig sein, sondern vielmehr die Rückkehr zum (paradiesischen) Ausgangspunkt – der Einheit in Gott. Nicht umsonst habe der Herr darauf abgestellt, dass Mann und Frau „ein Fleisch“ werden. Das Eheband symbolisiere die Unauflöslichkeit der Liebe Gottes: nicht mehr rücknehmbar. Anhand aussagekräftiger Stellen in den Evangelien wies er akribisch nach, dass der Herr bereits gegenüber Sadduzäern und Pharisäern strikt das Eheband verteidigte und auf die übernatürliche Gnade hinwies („Wer es fassen kann, fasse es“). Selbst in der „Galiläischen Krise“, als viele sich absentierten, griff er nicht (in meinen Worten) zu „Formelkompromissen“, sondern fragte stattdessen sogar den innersten Kern seiner Anhänger provokativ: „Wollt auch Ihr gehen?“.

Als Hoffnung für die Ehe nannte der Pater die kommenden Ehebünde vor allen aus dem Kreis der Jugend in der Tradition und verwies auf einen kürzlichen Besuch in Japan. Im Land der aufgehenden Sonne war die Kirche ja nach einem Jahrhunderte andauernden „Winter“ härtester staatlicher Verfolgung nur zu einem „Frühling“ im Stande, weil der Glaube dort treu in den katholischen Familien weiter gegeben wurde.

Mag mancher Zuhörer auch nach den wohlgesetzten, eines Katheters angemessenen und mithin jede Polemik vermeidenden Worten des 1. Generalassistenten optimistische Rückschlüsse auf den Gesprächsprozeß der FSSPX mit Rom ziehen – direkt angesprochen wurde jedenfalls in dieser Hinsicht nichts… 

Sollte Ihnen meine kurze, aber halt unzulängliche Zusammenfassung geholfen haben: Danke für die Blumen.

Falls nicht: Gehen’s halt bittschön im nächsten Jahr selber hin….

😉

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Entsetzt Euch! (http://www.cpoe.or.at)

Christliche Partei Österreichs

 

Entsetzt euch!
(Erschienen am 14.02.2017 WELT, Birgit Kelle)

Wer aus Gewissensgründen den Dienst an der Waffe  verweigert, weil es einen Menschen töten könnte, darf sich in unserem Land auf der Seite der moralisch Anständigen einreihen.  Wer hingegen aus Gewissensgründen den Dienst am Skalpell verweigert, um nicht ein Kind im Mutterleib zu töten, riskiert seinen Job.

Die christliche Überzeugung eines Oberarztes an  einer Klinik im niedersächsischen Dannenberg bringt gerade die erfolgreich stummgeschaltete Debatte um das Drama der Abtreibung an die Oberfläche. Dieser Arzt hat offenbar etwas ganz Unerhörtes getan: Er hält sich an seinen hippokratischen Eid, wonach er Leben nicht töten, sondern erhalten soll. Das sagt ihm analog auch sein christlicher Glaube. Weswegen er angeordnet hatte, auf seiner Station solle es fortan keine Abtreibungen mehr geben. Der Klinikchef stütze ihn mit dieser Position, jetzt sind die Betreiber der Klinik nach öffentlichem Druck eingeknickt. Der Arzt wird die Klinik verlassen, der Klinikchef ist freigestellt.

Entsetzen hatte sich breit gemacht. Nein, nicht wegen der über 100.000 Kinder, die jedes Jahr in Deutschland zwar schon im Bauch ihrer Mütter unterwegs sind, dann aber niemals das Licht der Welt erblicken.  Sondern weil die Gewöhnung an diese entsetzliche Zahl gefährdet schien. Man weiß nicht, wie viele Abtreibungen durch die Entscheidung dieses einen Arztes für diese eine Station an dieser einen Klinik verhindert worden wären. Es können nicht viele sein. Vergangenes Jahr fanden dort genau 31 statt. Es ist eine Prinzipienfrage. Man darf ihn damit nicht durchkommen lassen. Es könnte ja Schule machen.

Möglicherweise hatte man bei der Abtreibungslobby auch einen panischen Blick Richtung Trump-Land riskiert, wo der neue US-Präsident als eine seiner ersten Amtshandlungen die staatlichen Gelder für all diejenigen Organisationen gestrichen hat, die weltweit Abtreibungen durchführen.  Das hat nicht nur in den USA sondern auch in Europa Schrecken ausgelöst. Der Backlash droht. Gerade arbeitet man auf EU-Ebene daran, Ersatzgelder locker zu machen, um das amerikanische Sterbegeld auszugleichen. Dänemark hat schon 10 Millionen zugesagt. Keine Frage, dass der stete Strom der Abtreibungen abreißen könnte, muss offenbar rigoros verhindert werden.

Entsetzt war selbstverständlich auch Niedersachsens Gesundheitsministerin, die gleich laut darüber nachdachte, ob man der Klinik nicht besser zukünftig staatliche Subventionsgelder streichen sollte, denn zu den „Qualitätskriterien“ einer Klinik gehört auch, dass diese für ihre Kundinnen den Service einer  vorgeburtlichen Kindstötung bereit stellt.  Qualitätskriterien.

Es ist eine Störung im System, wenn jemand den tödlichen Kreislauf durchbricht und sei es nur verbal. „Eine längst überwundene Diskussion vergangener Jahrzehnte“ nannte es der zuständige Landrat, auch einer der Entsetzten.  Das „Selbstbestimmungsrecht der Frau“ wird von allen bemüht. Mein Bauch gehört mir, ProChoice, ein Frauenrecht!  Wir haben uns an das Wording gewöhnt, das die völlige Legalisierung und Durchführung von Abtreibungen weltweit tatsächlich als Menschenrecht proklamiert.  So Manchem scheint deswegen nicht mehr geläufig, dass es gar keine kassenärztliche, medizinische Dienstleistung ist, wie eine Grippeimpfung. Es ist, was es ist: Die vorsätzliche Vernichtung menschlichen Lebens.

Für diese Definition braucht es übrigens weder einen Berufskodex, für diejenigen, die einwenden mögen, sie seien ja schließlich keine Ärzte. Und es braucht auch keine religiösen Regeln, denen sich Atheisten ja nicht unterwerfen müssten. Es steht schlicht allgemeingültig im Gesetz. Wer menschliches Leben tötet, macht sich strafbar. Wer zulässt oder gar mithilft, dass Andere menschliches Leben töten, macht sich auch strafbar. Und deswegen ist es ja konsequent, wenn Abtreibung – also die Tötung eines Kindes im Mutterleib – bis heute ein Straftatbestand unter §218 darstellt.

Doch während man den Grundsatz „Du sollst nicht töten“ auf Partys engagiert vertreten kann, während man an einer veganen Soja-Latte nippt und solange es gilt, das Schreddern von Hühnerküken  zu verhindern. Doch es führt zu Empörung im Land, wenn man den gleichen Grundsatz auf ungeborene Kinder anwendet, die leider zur falschen Zeit im falschen Bauch liegen.

Denn wir sind doch ein Land, das vorgibt, man wolle mehr Kinder und man sei bemüht, kinderfreundlich zu agieren.  Fordern wir nicht sogar parteiübergreifend Kinderrechte ins Grundgesetz? Freilich reden wir aber nur von den Rechten bereits geborener Kinder. Nicht aber von ihrem Recht, geboren zu werden. Die Willkommenskultur für potentielle Neubürger funktioniert für Kinder die aus Booten und Zügen steigen, aber nicht für jene, die noch im Mutterbauch schlummern.

Bei diesen sind wir bereit, wegzusehen und leisten uns ethische Paradoxien die nur noch mit Zynismus zu ertragen sind: Wir begehen alljährlich den Down-Syndrom-Tag, finanzieren aber mit staatlichem Geld gleichzeitig die Forschung, um diesen Gendefekt vorgeburtlich finden zu können, um die Geburt der Kinder zu verhindern. Wir haben die Abtreibung behinderter Kinder derart salonfähig werden lassen, dass man sich bereits erklären muss, wenn man das, was doch zu verhindern gewesen wäre, zulässt, betreiben aber eifrig Inklusion an den Schulen. Wir formulieren Abtreibung als Straftatbestand, finanzieren denselben aber straffrei über die Kassenbeiträge als qualitativ hochwertige Dienstleistung.

Es ist keine Errungenschaft der Zivilisation, dass wir das Töten von Kindern professionalisiert haben und keine Errungenschaft für die Mütter, dass sie das perfide „Recht“ bekommen haben, ihre eigenen Kinder töten zu dürfen.  Mehr noch, inzwischen dürfen wir international schon für andere gebären und unsere Kinder verkaufen. Man nennt das niedlich Leihmutterschaft, es ist modern vor allem in prominenten Kreisen.  Versuchen sie das gleiche mal mit einer Niere. Das geht natürlich nicht. Das wäre ja Organhandel.

„Jede neu erreichte Macht von Menschen über die Natur ist auch immer eine Macht über Menschen. Jeder Fortschritt macht manche stark und andere schwach“ formuliert es C.S. Lewis in seiner „Abschaffung des Menschen“. Der Triumphwagen des medizinischen Fortschritts schleppt eben auch Gefangene hinter sich her: Frauen und Kinder.  Der internationale Exportschlager Abtreibung schlägt ausgerechnet auf diejenigen zurück, die ihn am lautesten eingefordert haben: Die Frauen.  Wir haben die Abtreibung in die Welt getragen und jetzt werden weltweit vor allem Mädchen abgetrieben. Der Feminismus frisst seine Töchter und alle schauen verschämt weg. Allein in Indien und China reden wir von zusammen 160 Millionen Mädchen, die fehlen. Bei Wikipedia hat es diese Tragik inzwischen zu einem eigenen Genre gebracht: man spricht von Femizid.
Bei uns agiert eine ganze Gesellschaft verlogen, denn inzwischen sind die meisten von uns Betroffene. Eine jahrzehntelange Abtreibungspraxis, die den Ausnahmefall zur Regel machte, ging nicht spurlos vorbei. Kaum jemand, der nicht ein Frau, eine Mutter, eine Tochter, eine Freundin oder eine Kollegin kennt, die es hat „wegmachen lassen“. Gerne redet Keine darüber. Nicht, weil die Gesellschaft sie ächten würde, sondern weil es Gedanken freisetzt, die man selbst gerne ungedacht lässt. Weil die Schuldfrage  zwar gesetzlich erfolgreich genommen wurde, persönliche Erlösung aber leider nicht staatlich zugeteilt werden kann.  Wie würde mein Kind heute aussehen? Wie viele Beziehungen mögen gescheitert sein, an der bitteren und nie ausgesprochenen Erkenntnis: Er hat mich nicht davon abgehalten. Im Gegenteil.  Wie viele Kinder mehr hätten wir wohl in unserem Land, wenn die erste Reaktion von Männern, Freundinnen und Familie nicht so oft wäre: „Oh mein Gott“ – sondern „Oh wie schön“. Oft fehlt nur ein einziger Mensch, der den erlösenden Satz sagt: Bekomm dein Kind. Stattdessen ist es nicht selten um Himmels Willen der falsche Zeitpunkt, der falsche Mann, das unperfekte Kind.

Die Erschütterung des Schmerzes, den viele Frauen auch noch Jahre danach fühlen, sollte eine Warnung sein. Tatsächlich  darf eine Frau in Deutschland zwar öffentlich ihre Mutterschaft beweinen, dafür haben wir inzwischen mit #regrettingmotherhood gar einen weltweiten Hashtag. Aber wehe dir Frau, du bereust, das Kind nicht bekommen zu haben.  Dann ist die Frauensolidarität wieder mal ganz am Ende.

„Bin ich ein Wunschkind“ fragte mich einst dieses Mädchen, das damals völlig ungeplant vor 18 Jahren in mein Leben brach und damit mich und alles ins Wanken brachte, was auf meinem Plan gestanden hatte.  Sie wollte so gerne gewünscht sein. Wie beim Christkind auf dem Zettel bestellt und dann geliefert, um Freude zu verbreiten. Ihre beste Freundin hatte sich als Wunschkind gebrüstet, nun wollte sie auch eines sein. Drei weitere Geschwisterohrenpaare hörten schlagartig auf zu essen und dafür am Esstisch aufmerksam zu.  Und es war spontan wieder da, das Gefühlschaos von damals, ich weiß noch heute, wie ich damals heulte. Keine Frau lässt so eine Nachricht kalt. „War ich eigentlich ein Wunschkind?“ Vier Kinder, die wir angenommen hatten, wie sie kamen, wollten eine Antwort. Muss man sich ein Kind vorher erst explizit wünschen, um es anschließend grenzenlos zu lieben?  Und so antwortete ich ehrlich, wie es war:  „Nein. Wir  haben Euch nicht vorher geplant und ihr ward nicht auf Wunsch bestellt. Aber wir haben uns trotzdem über jeden Einzelnen von Euch gefreut.“ Und vielleicht, ist das inzwischen mehr wert.

 

„Die CPÖ strebt im Rahmen der demokratischen Möglichkeiten an, die christlichen Werte, die das Fundament unserer Gesellschaft sind, zu bewahren und zu politischer Geltung zu bringen. Auch wenn in allen Parteien Christen mitwirken, so sind wir der Überzeugung, dass nur eine Vereinigung des christlichen Lagers den Anliegen der Christen im Land eine Stimme verleihen kann. Darum sind wir als politische Bewegung und Partei bestrebt, Menschen mit christlicher Überzeugung, unabhängig von deren konfessioneller Zugehörigkeit, zur Mitarbeit einzuladen.“

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Sta.si heißt jetzt Ver.di – Sonst ändert sich nix (vera-lengsfeld.de)

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Sta.si heißt jetzt Ver.di – Sonst ändert sich nix

Der Landesbezirk Niedersachsen /Bremen von Ver.di hat seinen Mitgliedern eine Handlungshilfe zur Bespitzelung, Denunziation und Zersetzung „rechtspopulistischer“ Kollegen in Betrieb und Verwaltung zur Verfügung gestellt. Das bemerkenswerte, inzwischen vom Netz genommene, aber hier noch dokumentierte Schriftstück ist Stasimethode, wie sie im Buche steht. Ganz im Stil der berüchtigten „Richtlinie Nr. 1/76 zur Entwicklung und Bearbeitung Operativer Vorgänge (OV)“ legt Ver.di hier dar, wie gegen die feindlich-negativen Kräfte des Rechtspopulismus im Betrieb vorgegangen werden soll.

Zunächst sollen „mögliche Konstellationen“ zusammengestellt werden, bei denen operative Vorgänge ansetzen könnten. Sodann sollen die feindlich-negativen Elemente aufgeklärt werden („immer ein offenes Ohr und ein offenes Auge“). Dann setzt der operative Vorgang an: Beobachten, Bearbeiten, Isolieren, Outen, rechtlich belangen, in Workshops umerziehen, Versetzen, keine Aufstellung auf gewerkschaftlichen Listen, Funktionsverbot in der Gewerkschaft, Ausschlussverfahren. Dabei immer abgestimmt vorgehen und, ganz wichtig: „Aufpassen, dass Rechtspopulisten nicht als Opfer oder Märtyrer wahrgenommen werden!“. Das steht sogar zweimal da, in roter Farbe und mit Ausrufezeichen.

Schon die Stasi wusste: „Die politische Brisanz der Zersetzung stellt hohe Anforderungen hinsichtlich der Wahrung der Konspiration.“ So warnt auch Ver.di vor möglichen brisanten Auswirkungen eines betrieblichen operativen Vorgehens seiner Inoffiziellen Mitarbeiter.  Wenn schon operativer Vorgang, dann so, dass ein „positives Signal an die Beschäftigten“ entsteht. Solidarisierung „mit den Falschen“ muss verhindert werden. Hat die Zielperson ein gutes „Standing“, oder gar eine „Hausmacht“? Dann kann man es sich vielleicht doch nicht erlauben, sich mit ihr anzulegen. Bei „verschrobenen Einzelgänger/innen“ droht hingegen weniger Gefahr. Auf gar keinen Fall dürfe der Vorgang am Ende gegen ver.di-Aktive gewendet werden können.

Nun, ob das bei dieser Stasi-Handlungshilfe klappt? Schon kurz nach ihrem Bekanntwerden heißt es, Ver.di verlasse damit den „Boden der Verfassung, den eigenen Gewerkschaftsauftrag und den Rahmen politischer Kultur westlicher Gesellschaften“. Es gibt auch erste Anfragen von Investigativjournalisten. Wie Ver.di schon selbst erkannte und auch die Stasi leidvoll erfahren musste: Bespitzelung, Denunziation und Zersetzungsmaßnahmen – und auch schon die Anleitung dazu – können Folgen haben, „mit denen man vorher nicht gerechnet hat.“

Update: Verdi-Chef Frank Bsirske distanzierte sich inzwischen von der „Handlungshilfe“.

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http://vera-lengsfeld.de/2017/03/25/sta-si-heisst-jetzt-ver-di-sonst-aendert-sich-nix/#more-1111

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Einladung zum Gebet vor Abtreibungsklinik („Der 13.“)

Römisch-Katholisch

33. Jg./ Nr. 3

13. März 2017

Preis: 2,8 Euro (A); 2,8 Euro (D); sfr 4 (CH)

 

Die unschönen Vorfälle sollen uns nicht abhalten, das Gute zu tun

Einladung zum Gebet vor Abtreibungsklinik

 

Vom 1. März bis 9. April findet ein 40-tägiges Gebet für das Leben vor dem „Medicare-Freiham Gesundheitszentrum“ in München statt. Organisiert von „EuroProLife“ in München. In diesem „Gesundheitszentrum“ ist nun schon seit knapp einem Jahr Deutschlands bekanntester Tötungsspezialist für ungeborene Kinder, Friedrich Andreas Stapf, tätig. Mehr als 2.000 Kinder dürfte er in dieser Zeit in den neuen Tötungsräumen, die übrigens von dem CSU-Politiker und Münchner Unternehmer Hans Hammer vermietet wurden, getötet haben.

Wir möchten hiermit alle Menschen guten Willens einladen, die Beter vor Ort zu unterstützen. Die Gebetsaktion findet täglich von 7:00 bis 19:00 Uhr statt. Da der Abtreibungsarzt sehr gewaltbereit ist, bitte ich die teilnehmenden Personen, „immer auf der Hut“ zu sein.

Günter Annen

 

Der 13.“ erscheint als Monatspublikation und bietet einen Überblick über das Geschehen in Kirche und Welt. Wenn Sie Probe-Exemplare bekommen möchten oder die Zeitung für 24 Euro im Jahr abonnieren möchten, schicken Sie eine E-Mail an office@der13.com.

Wir brauchen Ihre Mitarbeit! Informieren Sie uns über Veranstaltungen, schreiben Sie uns Leserbriefe, schicken Sie uns Zeitungsartikel, die die Kirche betreffen… Danke!

Tel.: +43 (0)7282/5797      Fax: +43 (0)7282/579713     Email: office@der13.com

Anschrift in Österreich: A-4115 Kleinzell 2

Anschrift in Deutschland:  94108 Wegscheid, Postfach 75

Die nächste Ausgabe der Zeitung „Der 13.“ wird voraussichtlich am 12. April 2017 gedruckt und in Österreich am gleichen Tag ausgeliefert.

Übrigens: Exemplare des „13.“ liegen ab jetzt am Schriftenstand der Kapelle St. Athanasius in Hattersheim bei Frankfurt aus.

Ein Besuch lohnt sich jetzt also doppelt… 😉

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Papst Franziskus vor dem Allerheiligsten: „Er kniet nicht, nimmt den Pileolus nicht ab und keine Gebetshaltung ein“ (katholisches.info)

Papst Franziskus saß in der Krypta des Mailänder Domes vor dem ausgesetzten Allerheiligsten: "Er kniete nicht, saß, legte nicht einmal den Pileolus ab und nahm keine Gebetshaltung ein"
Papst Franziskus saß in der Krypta des Mailänder Domes vor dem ausgesetzten Allerheiligsten: „Er kniete nicht, saß, legte nicht einmal den Pileolus ab und nahm keine Gebetshaltung ein“

(Mailand) Im Rahmen seines heutigen Mailand-Besuches und dem Treffen mit dem Klerus des Erzbistums im Mailänder Dom verbrachte Papst Franziskus einige Zeit vor dem Allerheiligsten. „Er kniet nicht nieder, sondern setzt sich auf einen schönen Sessel umgeben von anderen Prälaten, die stehen …“ Mit diesen Worten kritisierte der Journalist Antonio Socci die Szene, die von verschiedener Seite Kritik provozierte.

Die traditionsverbundene Seite Messa in latino fügte noch einige Anmerkungen hinzu. Ihr Schriftleiter übte dabei Kritik an der Haltung von Franziskus vor dem Allerheiligsten, wie sie von dieser Seite in den vier Jahren dieses Pontifikats in dieser Schärfe noch nicht geäußert wurde.

  • „Der Papst besucht das Allerheiligste nicht auf dem Hauptaltar (was eine gute und richtige Gelegenheit gewesen wäre, der würdigen Anbetung Gottes, Höhepunkt der Liturgie und des Kultus, Sichtbarkeit zu verschaffen), sondern in der Krypta, fast so, als würde es sich um eine Privatsache handeln, die man im Verborgenen macht und in Eile.
  • Ein Betschemel wurde nicht einmal bereitgestellt. Das heißt: Der Zeremonienmeister des Domes hatte Anweisung, ihn erst gar nicht aufzustellen. Der Papst will den Betschemel nicht benutzen und einen solchen offenbar nicht einmal in seiner Nähe haben.
  • Franziskus hat sich vor dem Allerheiligsten nicht einmal den weißen Pileolus abgenommen. Dabei wurde er einst Soli Deo genannt, weil man ihn nur vor Gott im Altarsakrament ablegt.
  • Ausdruck und Körperhaltung, die nicht gefalteten Hände, haben angezeigt, daß der Papst nicht in betender und anbetender Haltung vor den Herrn trat, gerade so, als habe ihn der im Programm vorgesehene Zwischenstopp in der Krypta genervt. Der Blick scheint apathisch, als würde er Gott im Allerheiligsten gar nicht sehen.
Franziskus vor dem Allerheiligstes: "Apathischer Blick, keine Gebetshaltung"
Franziskus vor dem Allerheiligstes: „Apathischer Blick, keine Gebetshaltung“

 

 

 

 

 

Papst Franziskus scheint nicht die Absicht zu hegen, Akte der Anbetung Gottes setzen zu wollen, wie sie nur Gott gebühren. Er kniet sich nicht nieder, das ist bekannt (er leide, heißt es, aber nicht offiziell). Aber zu sitzen statt zu stehen, den Pileolus nicht abzunehmen und die Hände nicht zu falten? Nein, meines Erachtens glaubt er nicht an die Realpräsenz!
Am Gründonnerstag werden wir es sehen.
Es ist zwecklos: Man sagt mir, ich müsse diesen Papst lieben und respektieren. Es gelingt mir einfach nicht, ihn zu lieben. Und ihn zu respektieren, fällt mir schwer.
Er wird von Rechts wegen Papst sein, aber er ist es nicht in seiner Amtsausübung zu heiligen und zu lehren. Vielleicht ist er Papst nur in der Regierung (darin, die Franziskaner der Immakulata unter kommissarische Verwaltung zu stellen und rechtgläubige Bischöfe abzusetzen, homosexuelle Priester zu schützen und Arbeiterpriester zu befördern).
Die christliche Caritas ist verdienstvoll, wenn sie aus Liebe zu Christus geschieht. Ohne Christus ist sie nur atheistische Sozialhilfe.“

Text/Übersetzung: Giuseppe Nardi
Bild: Vatican.va (Screenshot)

 

Es wird grundsätzlich wenig Sinn haben, akribisch festzuhalten, wie sich der Einzelne seinem Gott nähert. Und dies dann zu bewerten. Zu groß ist die Gefahr, sich selbstgerecht zum (unberufenen..) Richter über andere aufzuschwingen und dabei Fehlschlüsse zu ziehen.

Allerdings sollte sich der Heilige Vater selbst immer vor Augen halten, dass er – bei allem, was er tut und läßt – Vorbild für Millionen Menschen ist und kein einfacher argentinischer Dorfpfarrer. Es wird vermutlich wiederum eine überhitzte (und meiner unmaßgeblichen Meinung nach überschätzte) Frau zu einem hysterischen Pamphlet gegen den „satanisch besetzten Antipapst“ anregen und viele irritierte Gläubige ängstigen und zu verstiegenen Alarm-Theorien antreiben.

Dies muß man dem Papst vorwerfen.

Wenn der Herr sein Betragen übel vermerken sollte, wird er Mittel und Wege finden, dies seinem Stellvertreter wissen zu lassen. Künstliche Aufregung ist sicher fehl am Platze. Registrieren sollte man sein Verhalten aber schon und festhalten, dass er seine Herde zerstreut und verwirrt – aber nicht sammelt.

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Europas wahre Größe – ein Bekenntnis (civitas-institut.de)

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Sonntag, den 26. März 2017
Großbritannien verläßt „Europa“. In den Niederlanden und anderswo soll es ähnliche Absetzbewegungen geben. Eine seltsame Vorstellung: wozu gehören diese Länder denn dann, wenn sie Europa verlassen? Bilden sie einen neuen Kontinent? Eine neue Zivilisation? – Sogenannte „rechte“ Gruppen reklamieren „Europa“, seine Geschichte, seine Zivilisation für sich. Ist das dann das wahre Europa? Ein Europa mit Zukunft?

Ja. Ich liebe dieses Europa. Aber es ist nicht das Europa der „EU“, nicht das Europa der „Rechten“, sondern jenes Europa, das zutiefst in der Wahrheit des christlichen Glaubens verwurzelt ist, dessen Wurzeln seine Identität geformt haben. Das strahlende Licht dieses Europas ist das Licht der Welt, ist Jesus Christus.

Das Europa, das ich liebe, ist ein Europa der Völker, jener Völker, welche „Gedanken Gottes“ sind und deren Kultur um so schöner ist, als sie durch den Einfluss des Christentums veredelt, geadelt worden ist. Ja: es ist offensichtlich, was diese Kultur leisten kann und dass sie sich verteidigen muss. Europas Identität, seine Kultur, seine Traditionen und Leistungen sind wertvolle Güter. Allein: das genügt nicht.

In meinem Europa gibt es schöne junge Menschen, es gibt wunderbare junge Frauen, junge Familien. Aber nicht nur.

Mein Europa ist das Europa der Jungen und der Alten, der Häßlichen und der Schönen, der Kranken und der Gesunden, der geistig Behinderten und der Genies. Es ist das Europa der ganz normalen Männer und Frauen, die eine so reiche gemeinsame Vergangenheit haben. Auch wenn ihnen das heutzutage kaum noch bewusst ist: sie sind unausweichlich von dem Gedanken geprägt, dass eine Zivilisation sich danach bemisst, wie sie mit ihren Schwachen, mit den Schwächsten, mit den Kleinsten umgeht. Hat sie das vergessen? Ja. Und die Machtbesessenheit und das moralfreie Tun des Möglichen lässt sie noch viel tiefer sinken.

Mein Europa ist das Europa der Menschenwürde aller Menschen in den Augen Gottes, eine Würde, die dem Menschen aus seiner unsterblichen Seele kommt, aus dem Anruf Gottes, ein Kind Gottes zu werden und ewig mit ihm zu leben.

Mein Europa, das ist jenes Europa, das sich aufgemacht hat, dieses Evangelium bis an die Grenzen der Erde zu verkünden, denn diese Wahrheit ist allgemein gültig, sie gilt für jedes menschliche Wesen in den Wäldern des Nordens und in den Steppen Asiens, in der Sahara ebenso wie in den Bergen und Ebenen Patagoniens, in Jerusalem, Athen oder Rom.

Mein Europa hat sich an die Eroberung der Welt gemacht. Aber es hat auch versorgt, ernährt, geholfen, bekehrt. Es hat die Welt einem Heidentum entrissen, das tönerne Götzenbilder verehrte und Menschenopfer darbrachte, damit es regnen oder damit die Sonne scheinen sollte. Europa hat den Wert der menschlichen Person aufscheinen lassen, und dieser Wert kommt nicht von der Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft oder einer gemeinsamen Kultur, sondern von seiner Einzigartigkeit, Unersetzlichkeit, von Leib und Seele, die zur Gotteserkenntnis fähig und zum ewigen Heil berufen sind.

Mein Europa lässt deshalb jedem Einzelnen, jedem Volk, jeder Kultur die Eigenart, mit der Gott sie ausgezeichnet hat, es veredelt sie im Hinblick auf ihr irdisches und, vor allem, ihr himmlisches Ziel. Das ist die Aufgabe Europas in der Geschichte.

Mein Europa kennt den Wert und den Sinn des aufgeopferten Leidens, die Größe der hingenommenen Schwäche und des Gehorsams gegen Gottes Gesetz; es kennt das Licht des Erbarmens und des Mitleids.

Mein Europa vergöttert eben nicht die Jugend und die Kraft. Mein Europa ist leidenschaftlich auf der Suche nach der Wahrheit. Und wenn es diese Wahrheit gefunden (oder wiedergefunden) hat, dann fällt es auf die Knie und betet an: so wie die Hirten in Bethlehem.

In meinem Europa ist die schönste aller Zusammenkünfte nicht ein Lagerfeuer irgendwo auf einer Waldlichtung in Erwartung des Sonnenaufgangs. Die schönste aller Begegnungen findet vor dem Altar statt, in der großartigsten Kathedrale wie in der bescheidensten Bambuskapelle im Busch, ganz zu schweigen von einem solchen heimlichen Zusammentreffen im Gefängnis oder Lager eines totalitären Staates. Die schönste aller Zusammenkünfte ist die Anbetung des gekreuzigten Christus, erneuert durch die Hand des Priesters, ist das Gedächtnis seiner Auferstehung, die uns den Himmel geöffnet hat.

Jener Jesus Christus, der sein Blut vergossen hat – für mich, für viele, für die ungeborenen Kinder und für die Könige, für einfache Leute und auch für die, welche sich für eine Herrenrasse halten. Für die Weißen, die Schwarzen, die Gelben, die Latinos, die Maghrebiner. Das, bitte, ist die einzige wirkliche Begründung und Grundlage für eine universelle Menschheitsfamilie.

In meinem Europa leistet das fromme Rosenkranzgebet des kleinen schwarzen Mädchens irgendwo in einer winzigen Kapelle oder am Ufer irgendeines Flusses, davon bin ich überzeugt, mehr für Frieden und Gerechtigkeit als irgendwelche Werke, die vorgeben, ohne oder gegen Christus gleiches vollbringen zu wollen oder zu können. In meinem Europa, das so bedrückend traurig in den Händen seiner gottlosen oder götzendienerischen Feinde zu sein scheint, kommt die Antwort nicht von Parteiprogrammen, nicht von Absichtserklärungen, nicht von Ideologien, Umerziehungen oder Lagerfeuern nach Schulungstagungen an abgelegenen Orten, sondern einzig und allein vom Taufwasser, das aus dem Atheisten von gestern (oder aus dem Heiden, dem bekehrten Moslem…) meinen Freund, meinen Bruder macht.

In meinem Europa gibt es auch keine (in gewissen Kreisen übliche) Verehrung, gar Glorifizierung für den „rechten“ Schriftsteller Dominique Venner, der 2013 im Alter von 78 Jahren vor dem Altar in Notre-Dame de Paris sakrilegisch Selbstmord beging, an einem Ort, wo Christus sich nach wie vor für die Sünder opfert.

Mein Europa hat ein kleines jüdisches Mädchen aus Nazareth als Mutter, Schutzherrin und Vorbild. Gestern, am 25. März, haben wir mit der Kirche ihr „Ja“ gefeiert, ihr Ja zu Gott aus ihrer freien und liebenden Entscheidung heraus, seine bescheidene Dienerin zu sein, bereit zu sein, das Wort Gottes zu empfangen. Die unbefleckte Jungfrau, deren keuscher Schoß jenen trug, den selbst das Universum nicht fassen kann.

Das ist die wahre Größe Europas, die Sonne, die über Europa leuchtet, so viel mehr als jener Stern, der nur ein blasser Abglanz der Macht und der Güte des Schöpfers ist.

Maria, die Sternenbekränzte, die Siegerin über allen Hochmut von Institutionen und Ideologien – und zwar deshalb, weil sie Gottes Wort hörte und bewahrte.

Mein Europa.

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Die internationale Politik der Abtreiber („Der 13.“)

Römisch-Katholisch

33. Jg./ Nr. 3

13. März 2017

Preis: 2,8 Euro (A); 2,8 Euro (D); sfr 4 (CH)

 

Schon die alten Römer hatten ein Sprichwort: „Geld stinkt nicht!“

Die internationale Politik der Abtreiber

VON GÜNTER ANNEN

 

US-Präsident Donald Trump sperrt den Abtreibungsorganisationen das Geld. Die Europäische Union gleicht das aus. Der Wirbel um die Abtreibung ist ein Kampf für und gegen ein Milliardengeschäft.

Wie ein Besessener reist Dr. med. Christian Fiala in Österreich zwischen den Tötungsstätten in Wien, Mariahilfergürtel 37, und Salzburg, Müllner Hauptstraße 48 (LKH), hin und her, um ungeborene Kinder entweder mit Mifegyne zu vergiften oder zu zerstückeln und abzusaugen. Wer Abtreibungsbilder von getöteten Kindern schon einmal gesehen hat, wird zu recht von einem Verbrechen gegen die Menschlichkeit sprechen. Dass Fiala von sich und seinem Tun überzeugt ist, daß er ein großes Sendungsbewußtsein hat, stört mich zunächst nicht. Das muß man eben in einer Demokratie aushalten. Wenn allerdings seine menschen- und vor allem frauenverachtende Einstellung dann „in der Tat“ vielen Kindern das Leben kostet, spätestens dann ist der „Aufstand der Anständigen“ angesagt. Eine sogenannte Mehrheit hat auch in einer Demokratie kein Recht, über Leben und Tod zu entscheiden. Mag in unserer heutigen Zeit alles auch noch so schön unter dem Deckmantel Feminismus und Entscheidungsfreiheit daherkommen, die Tötung eines Menschen, ob vor oder nach seiner Geburt, ist und bleibt immer Unrecht. Ich stimme ganz mit den Aussagen des verstorbenen Martin Humer überein: „Das vorsätzliche ‘Zu-Tode-bringen’ eines unschuldigen Menschen ist Mord. Es gibt dafür kein anderes Wort.“

Kostenloses Töten

Als Touristen getant eingereist, bot die Tötungs-Crew Dr. Christaian Fiala von „Women an Waves“ in Guatemala als besondere Attraktion das Töten von Kindern bis zur 10. Schwangerschaftswoche kostenlos an. Man wollte hiermit sozusagen „eine Tür öffnen“. Dazu sollte das Tötungspestizid „Mifegyne“ eingesetzt werden, welches nach Auffassung von Abtreiber Fiala ein sicheres „Medikament“ sei. Eine begrenzte Anzahl von Müttern sollten für einen „Tagesausflug“ an Bord des Schiffes im Hafen von Puerto San Jose aufgenommen werden. In internationalen Gewässern, zwölf Seemeilen vor der Küste Guatemalas, sollte dann die „Abtreibung“ der Kinder vorgenommen werden. In einem Interview des „SRF“ (Schweizer Radio und Fernsehen) am 27. Februar erklärte Fiala, welcher „Fahrplan in Guatemala“ und welche rechtlichen Überlegungen hinter der Aktion standen. Stolz erklärte er, dass das Schiff in Österreich registriert sei und von daher in internationalen Gewässern österreichisches Gesetz gelten würde. Da in Österreich die Abtreibung legal sei, würden sie bei deren Durchführung an Bord gegen keine Gesetze verstoßen. Alles sei seiner Auffassung nach völlig legal. Doch das Tötungsteam von „Women on Waves“ hatte nicht mit dem energischen Eingreifen der Behörden Guatemalas gerechnet. Das Schiff wurde im Hafen von Puerto San Jose sogar vom Militär festgesetzt und der Besatzung der Landgang verweigert.

Dank an Morales

Abtreibungswillige Mütter, die mittlerweile durch eine riesige Pressekampagne nach Purto San Jose gelockt worden waren, wurden daran gehindert, das Schiff zu betreten. Lebensrechtler in Guatemala waren erfreut, als das Militär das Tötungsschiff sechs Tage nach der Ankunft unverrichteter Dinge in internationale Gewässer eskortierte mit unbestimmten Ziel. Trotz dieser Bruchlandung wertet Abtreiber Fiala die Aktion als großen Erfolg. Tagelang sei das Thema Abtreibung landesweit in den Medien gewesen. Fiala ist sich sicher, dass sich nun etwas ändern wird. Hoffen wir, dass er unrecht hat. Besonderen Dank sage ich dem Präsidenten des Landes, Jimmy Morales, der das Militär anwies, das Tötungsschiff „Women on Waves“ abzuweisen.

Der 13.“ erscheint als Monatspublikation und bietet einen Überblick über das Geschehen in Kirche und Welt. Wenn Sie Probe-Exemplare bekommen möchten oder die Zeitung für 24 Euro im Jahr abonnieren möchten, schicken Sie eine E-Mail an office@der13.com.

Wir brauchen Ihre Mitarbeit! Informieren Sie uns über Veranstaltungen, schreiben Sie uns Leserbriefe, schicken Sie uns Zeitungsartikel, die die Kirche betreffen… Danke!

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Anschrift in Österreich: A-4115 Kleinzell 2

Anschrift in Deutschland:  94108 Wegscheid, Postfach 75

Die nächste Ausgabe der Zeitung „Der 13.“ wird voraussichtlich am 12. April 2017 gedruckt und in Österreich am gleichen Tag ausgeliefert.

Übrigens: Exemplare des „13.“ liegen ab jetzt am Schriftenstand der Kapelle St. Athanasius in Hattersheim bei Frankfurt aus.

Ein Besuch lohnt sich jetzt also doppelt… 😉

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Familieninfos

Liebe Freunde,

Mit jedem zusätzlichen Monat, den Kinder in der Kita verbringen, reduzierte sich der bei den Kindern später gemessene IQ um durchschnittlich 0,5% (Fort et al. 2006) !

Dennoch meint Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig Eltern fehlinformierend verkünden zu können, dass „Kindertagesbetreuung … die Bildungschancen aller Kinder von Anfang an verbessert“. Weitere 100.000 Kitaplätze will sie daher schaffen, für die 2017 weitere 2,6 Milliarden € ausgegeben werden sollen, für die Kindertagesbetreuung von 2017 – 2020 außerdem weitere 1,126 Milliarden €.
Wie viel echte Bildung könnten selbsterziehende Eltern damit ihren Kindern zur Verfügung stellen!

Im Rahmen dieser „modernen“ Familienpolitik soll zudem „Geschlechtsrollenstereotypen aktiv und bewusst entgegengewirkt werden“.

Wenn 0-3-Jährige passiv in Kitawagen durch die Gegend geschoben werden, wundert es nicht, dass sich die Schere zwischen körperlich fitten und körperlich inaktiven Kindern zunehmend öffnet. „Es gibt immer mehr motorisch auffällige Kinder“, warnt denn auch Prof. Woll vom Institut für Sport und Sportwissenschaft (IfSS) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

  • Wegen akuten Alkoholmissbrauchs wurden 2015 in Deutschland 22.000 Kinder und Jugendliche in Krankenhäusern stationär behandelt. 69 % der wegen Alkoholmissbrauchs behandelten Kinder und Jugendlichen waren noch nicht volljährig. Eine neue

Smartphone-App hilft, Jugendliche für das Thema „Sucht“ und „Alkohol“ zu sensibilisieren.

  • Einen Rabatt für wohlerzogene Kinder gibt ein Wirt in Italien in seinem Restaurant (Sconto Bimbi educati). Aus aller Welt interessieren sich seitdem Medien dafür, wie man „Rowdy-Kids“ in den Griff bekommt. Wir empfehlen hierzu unseren aktuellen Buchtipp.
  • Eine Ernährung für Körper, Geist & Seele empfiehlt Ihnen Prof. Spitzer hier
  • für die ganze Familie.

Info-Flyer können Sie gerne weiterhin kostenfrei zur Weitergabe und Information anfordern.

Sehr herzlich danken wir Ihnen für Ihre Unterstützung und Förderung unserer Arbeit.
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Vortrags- und Seminartermine haben wir Ihnen hier hinterlegt.

Ihr Team von
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Bischöfliche Äußerungen sollten vor allem Gott und weniger dem Mainstream gefallen

CHRISTLICHES FORUM

Pressemeldung des Zusammenschlusses papsttreuer Vereinigungen:

Outings bischöflicher Würdenträger kommen allgemein bei den Medien und in der Öffentlichkeit gut an, besonders dann, wenn die „höchst-seelsorgerliche“ Äußerung dem zeitgeist-gefilterten Mainstream entspricht.

So ist es jederzeit willkommen, wenn sich etwa Kardinal Woelki über die AfD bzw. Kardinal Marx zu Flüchtlingen äußern. So erklärte Kardinal Woelki z. B.: „Wer Ja zum Kirchturm sagt, der muss Ja sagen zum Minarett“ oder: „Solche Alternativen für Deutschland brauchen wir nicht“.

Der „junge“ Mann vom Rhein weiß offenbar nicht, dass sich die Parteien in den 50er Jahren das Recht erkämpft haben, ihre Parteiprogramme ohne höchst-seelsorgliches Plazet zu vertreten, vor allem allergisch waren sie gegen „Wahlempfehlungen“ seitens deutscher Bischöfe.

Was Kardinal Woelki aber heutzutage äußert, geht weit über solche Wahlempfehlungen hinaus.  Er be- und verurteilt munter und stellt seine persönliche Meinung hin, als sei sie verbindlich, zumindest für Katholiken. Ein Glück, dass das deutsche Wahlvolk in der Zwischenzeit für…

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Kurz eingeworfen: Wenn Dummheit weht tut – 1.400 Euro für einen Beutel „Adelescher Atemluft“ (konjunktion.info)

Kurz eingeworfen: Wenn Dummheit weht tut – 1.400 Euro für einen Beutel „Adelescher Atemluft“

Das unsere Gesellschaft langsam aber sicher vor die Hunde geht, können wir täglich feststellen. Durch jahrelange Indoktrination, medialer Manipulation und einem immer schlechter werdenden Bildungssystem hat man die Menschen zu willfährigen Konsumsklaven gemacht, die oftmals nicht einmal mehr in der Lage sind, die offensichtlichsten Lügen und Betrugsmaschen zu erkennen.

Ein Beispiel gefällig?

Auf eBayAustralia konnte man vor kurzem folgende Verkaufsanzeige finden:

eBay 1 - Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt eBay

eBay 1 – Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt eBay

Richtig gelesen. Die inzwischen entfernte Anzeige über einen „Frischhaltebeutel voller Luft“, die vom Verkäufer auf einem Adele-Konzert „eingesammelt“ wurde stand knapp drei Tage vor Ende der Auktion bei 2.000 Australischen Dollar (umgerechnet ca. 1.400 Euro). Großzügigerweise hatte der Verkäufer sein Angebot mit „Freiem Versand“ markiert – vielleicht der Grund, warum so viele mitgeboten haben?

Wie dumm sind inzwischen die Menschen, einen leeeren Frischhaltebeutel mit ein paar Kritzeleien, die besagen, dass es „Atemluft von der Sängerin Adele von deren Konzert in Adelaide“ ist, für 1.400 Euro zu ersteigern?

eBay 2 - Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt eBay

eBay 2 – Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt eBay

Kein Wunder, dass uns Politik und Medien so dermaßen manipulieren können, wie sie es tun, wenn die Leute nicht einmal mehr erkennen (wollen?), dass man sie offensichtlichst verarscht.

Quelle:
THE STUPID BURNS: SOMEONE IS SELLING A ‘LEGIT BAG OF AIR’ BREATHED BY SINGER ADELE ON EBAY, BIDDING UP TO $1,500

https://www.konjunktion.info/2017/03/kurz-eingeworfen-wenn-dummheit-weht-tut-1-400-euro-fuer-einen-beutel-adelescher-atemluft/

 

Auch die säkulare Neuheiden-Zeit schafft sich halt ihre „Reliquien“.

Hier einen leeren Beutel voller Luft.

Passt schon…

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