Gestatten Sie mir ein kurzes Wort vorab…

Da zunehmend einfacher gestrickte Menschen zu geistigen Kurzschlüssen neigen und nach flüchtigem Ersteindruck über den ganz dicken Daumen Etiketten wie „rechts“, „Traditionalist“, „Papalist“ u. ä. verteilen, kurz einige Anmerkungen vorab.

Zur Politik: Ratiophobe Psychopathologien wie „Gender“ u. ä. lehne ich ab, auch das derzeit einheitlich handelnde Parteienkartell. Ebenso die Islamisierung unseres Gemeinwesens – nicht den einzelnen Menschen, der sich zum Islam bekennt; Abtreibung – nicht die werdende Mutter in seelischer Not; gezielt vorangetriebene Homosexualisierungspolitik – nicht den einzelnen gleichgeschlechtlich orientierten Menschen.

Gleichwohl denke ich noch selbst und erwarte den wiederkehrenden Messias und nicht den wiederkehrenden Kaiser aus dem Kyffhäuser. Skeptisch sehe ich Zeitgenossen, die sich vorgeblich um das „christliche Abendland“ sorgen, aber selbst das Julfest feiern. Oder lautstark Familienwerte proklamieren, selbst aber privat notorischen Ehebruch praktizieren, in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaft leben oder Partner samt Kinder verlassen, um sich „neu zu orientieren“.

Freunde vorgestanzter Sprachschablonen und abwegiger Schnurrpfeifereien kommen hier i.d.R. nicht auf Ihre Kosten.

Zur Kirche: ich besuche eine Kapelle, die von der FSSPX seelsorgerisch betreut wird und publiziere u.a. deren Beiträge. Dennoch ist dies kein offizieller, offiziöser oder sonstiger Blog der Priesterbruderschaft St. Pius X. oder einer anderen Gemeinschaft.
Der Blog gibt (so nicht deutlich mit Quellenhinweis bezeichnet) ausschließlich meine persönlichen Ansichten wieder und soll zusätzlich als Verstärkungs-Plattform für Themen dienen, welche m. M. nach in Gesellschaft wie Kirche totgeschwiegen werden. „Rebloggte“ Beiträge sollen – wenn von mir auch nicht immer geteilt – zur inhaltlich differenzierten Auseinandersetzung anregen und bitte kritisch mittels öffentlich zugängiger Quellen überprüft werden. Gefährlicher als Verschwörungstheorien halte ich Kräfte, die abweichende Auffassungen anderer perfide als „Verschwörungstheorie“ tabuisieren, um diese von vornherein dem Diskurs und der Reflektion zu entziehen.

Soweit dazu, und nun viel Vergnügen beim Lesen der Beiträge…

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Marsch für die Familie in Wien – die Wahrheit gegen die Lüge (katholisches.info)

 

Marsch für die Familie, bereits ein Fixpunkt in Wien und Kontrastprogramm zur "Regenbogenparade"
Marsch für die Familie, bereits ein Fixpunkt in Wien und Kontrastprogramm zur „Regenbogenparade“

Von Wolfram Schrems*

Wie in den vergangenen fünf Jahren wurde mit dem Marsch für die Familie am 17. Juni auch heuer gegen die lügenhaften und zerstörerischen Ideologien, die von der „Regenbogenparade“ verkörpert werden, protestiert. Die Anliegen des Marsches waren darüber hinaus der Schutz des menschlichen Lebens ab der Empfängnis, die Ablehnung der „Homo-Ehe“, der Schutz der Kinder vor sexueller Indoktrinierung in den Schulen und der Widerspruch zum Genderwahn. Organisiert wurde er vom Verein Pro Vita und dem Wiener Akademikerbund.

Gewohnte Abläufe – stärkere Außenwirkung

Auf Seiten des Marsches ist bereits eine gewisse Routine eingekehrt: Die Hauptkundgebung fand wie im Vorjahr am Albertinaplatz statt. Der Initiator des Marsches, Dr. Alfons Adam, konnte aufgrund der Nachwirkungen einer schweren Operation nicht teilnehmen.

Unter der souveränen Moderation von Mag. Christian Zeitz vom Wiener Akademikerbund und vor etwa 200 bis 250 Kundgebungsteilnehmern sprachen wiederum der syrisch-orthodoxe Chorepiskopos Dr. Emanuel Aydin, die Dominikanerin und ehemalige Universitätsassistentin Sr. Dr. Katharina Deifel OP, der Ministerpräsident der Slowakei a. D. Dr. Ján Čarnogurský und der fraktionslose Nationalratsabgeordnete Dr. Marcus Franz. Bei jeweils verschiedenen Schwerpunktsetzungen traten die Redner für die Wahrheit über den ungeborenen Menschen, die Sexualität und die Familie ein. Sie sprachen sich gegen die Genderideologie und gegen totalitäre Tendenzen in der Politik aus.1)Die Redebeiträge sind unter Gloria.tv im Internet zugänglich.

Die Reden stießen auf starken Applaus.

Ja Carnogursky, ehem. Ministerpräsident der Slowakei
Ja Carnogursky, ehem. Ministerpräsident der Slowakei

Auch auf Seiten der Gegendemonstranten war Routine eingekehrt: Wie im Vorjahr und Vorvorjahr und auch sonst kreischte Frau Grusch von der Sozialistischen Linkspartei ihre altbekannten Parolen (bei 0:19).2)Diese Quelle („Esterreicherr“, nach ihrer Selbstbeschreibung „ein Kollektiv verschiedener freier Journalisten die einen neutralen, nüchternen Blick auf diverse Geschehnisse verzeichnen und propagieren“) scheint eher dem linken Spektrum zuzugehören, befleißigt sich aber einer gewissen Fairness. Der Schnitt bei 0:54 unterstreicht etwa das von der Rednerin zuvor Gesagte auf prägnante Weise. Auch im gewohnt linkslastigen Österreichischen Rundfunk wurde über den Marsch für die Familie in den Regionalnachrichten am selben Tag um 19.00 berichtet). Auch hier wird man angesichts der üblichen Schlagseite eine gewisse, halbherzige Fairness der Berichterstattung konstatieren müssen. Und auch in diesem Bericht wird das besagte Kreischen in Bild und Ton schmerzhaft festgehalten (bei Minute 0:39). Bedauerlicherweise ist die Sendung Bundesland heute nur eine Woche lang nachzuhören.  Wiederum wurden Sprüche skandiert, die ohne weiteres als Herabwürdigung religiöser Lehren und als „Hetze“ bewertet und geahndet werden könnten. Wenn „hate speech“-Gesetze einen Sinn hätten, dann hier. Für die Linken werden diese Gesetze aber offenbar nicht gemacht.

Da es, wie man hören kann, neue gesetzliche Regelungen für Gegendemonstrationen gibt, wurden die Stänkerer auf etwa fünfzig Meter Distanz gehalten.

Dr. Marcus Franz, freier österreichischer Parlamentsabgeordneter
Dr. Marcus Franz, freier österreichischer Parlamentsabgeordneter

Geplant war ein Marsch vom Albertinaplatz über Josephsplatz, Michaelerplatz und Herrengasse zur Freyung. Eine kleine Blockade am Josephsplatz wurde von der Polizei geräumt, es kam nach einem Polizeibericht zu einer Festnahme. In der Herrengasse, Höhe Bankgasse, wurde der Marsch gewendet, weil die Polizei nach eigenen Angaben den Schutz der Kundgebungsteilnehmer auf der Freyung nicht garantieren hätte können. Der Veranstalter beschloß, nicht auf der Durchführung der ursprünglichen Route zu beharren.

Die Außenwirkung war aufgrund des gut halbstündigen Marsches ohnehin erheblich stärker als im Vorjahr.

Bischof Aydin der syrisch-orthodoxen Kirche

Am Albertinaplatz fand die Schlußkundgebung statt. Georg Immanuel Nagel vom Verein Okzident hielt eine Grundsatzansprache3)Diese ist im Internet greifbar. , sowie auch der Berichterstatter, der am Ende der Stellungnahme spezielle Grüße an die Demo für alle in Stuttgart und Wiesbaden entbot. Zum Schluß verlies Peter zu Stolberg eine Grußadresse des Salzburger Weihbischofs Andreas Laun, der aufgrund seiner Verpflichtungen in Salzburg nicht selbst teilnehmen konnte.

Die private und öffentliche Medienberichterstattung, die dieses Jahr ausführlicher ausfiel als gewohnt, trug zur Erhöhung der Wirkung der Veranstaltung bei.4)Mag. Robert Marschall von der EU-Austrittspartei, der am Marsch teilnahm, verfaßte einen aussagekräftigen Bildbericht

Linke Gewalt – Teil des politischen Systems

Die Polizei war nach Einschätzung des Berichterstatters diesmal effizienter als bei den Kundgebungen in den letzten Jahren. Sie sicherte diesmal auch die Aussichtsplattform auf der Albertina, damit von dort nichts auf die Kundgebung geworfen werden konnte, wie es im Vorjahr der Fall gewesen war. Provokationen wurden meist schnell unterbunden.

Woher kommt aber die Gewalt überhaupt?

Linksextreme Gegendemonstranten
Linksextreme Gegendemonstranten

Es gibt seit Jahrzehnten so gut wie keine nicht-linke Kundgebung, die nicht von selbsternannten, aber offensichtlich gut finanzierten, effizient organisierten und politisch geschützten „Antifaschisten“ (?) bedroht oder gestört wird. Lebensschützer, Familienaktivisten, Islamkritiker, Patrioten und andere können praktisch nur unter Polizeischutz agieren. Im Internet werden gewaltaffine Gegenkampagnen ganz offen angekündigt und im nachhinein prahlerisch gefeiert. Offenbar existiert eine gewisse politische Protektion.

Was sagt das über den Zustand der Gesellschaft?

Beim diesjährigen Marsch für die Familie gab es zwar keine gröberen Vorfälle, lediglich eine nicht-linke Berichterstatterin wurde angerempelt, einer Kundgebungsteilnehmerin, die Flugblätter verteilte, wurden von einem „Aktivisten“ die Zettel entrissen und auf den Boden geworfen und Beleidigungen aller Art bis hin zu den altbekannten Blasphemien wurden gerufen. Für manche mögen das Lappalien sein. Aber es sind Vorboten einer zerfallenden Gesellschaft, in der das Chaos regiert.

Oder soll man sagen: In der Chaoten regieren?

Denn der Vorfall mit dem halb-freiwillig gewendeten Demonstrationszug zeigt, daß für nicht-linke Kundgebungen das Versammlungsrecht nicht im vollen Umfang gegeben ist. „Aktivisten“ können mit Gewaltandrohung den Abbruch einer Veranstaltung straflos erzwingen.

Sr. Katharina
Sr. Katharina

Mit der zerfallenden Gesellschaft geht also ein sich auflösender Rechtsstaat einher. Das ist Auswirkung einer schon Jahrzehnte zurückliegenden Weichenstellung. Als Beginn dieser Negativentwicklungen, zumindest als Katalysator, kann man den barbarischen Fristenlösungsbeschluß von 1974 ansetzen, der sowohl die Gesellschaft als auch die Rechtssystematik und damit den Rechtsstaat im Prinzip tödlich verletzte – andere kulturkämpferische Gesetze der Kreisky-Broda-Ära5)Bundeskanzler Bruno Kreisky, Sozialistische Partei Österreichs, regierte von 1970 bis 1983. Christian Broda, ebenfalls SPÖ, zuvor langjähriger Kommunist, laut Wikipedia hochrangiger Freimaurer, Utopist der „gefängnislosen Gesellschaft“, amtierte als Justizminister von 1960 bis 1966 und von 1970 bis 1983.  bewirkten das Ihrige.

Die zwangsläufigen Folgen dieses Risses im Rechtsgefüge sehen wir in einem immer weiteren Zerfall von Gesellschaft und Recht.

Resümee: Die Wahrheit muß der Orwellisierung entgegengesetzt werden, auch gegen Widerstand!

Wenn man die Gegendemonstrationen in einen größeren Zusammenhang stellt, wird man sagen müssen, daß es sich bei diesen Leuten um Fußtruppen des Systems handelt. Die Linke bedient immer die revolutionäre Rhetorik und den Kampf gegen „die Herrschenden“ – und ist doch fest eingebunden in das „System“, das zu bekämpfen sie einst vorgab. Nun, das „System“ hat sich offensichtlich geändert. Diejenigen politischen Kräfte, die aus dem Hintergrund Abtreibung und Homosexualität fördern, schicken für den „Straßenkampf“ irregeleitete junge Leute hinaus, häufig Studenten. Von letzteren müßte man eigentlich mehr Reflexionsniveau erwarten.

Von daher wird man sagen müssen, daß die Revolution Führer, meist diskret im Hintergrund befindliche, und Fußtruppen kennt. Letztere sind quasi Bauern am Schachbrett und wissen nicht zwangsläufig über die Hintergründe Bescheid.

Übrigens spielt auch der Mammon eine erhebliche Rolle: Die „Regenbogenparade“ ist ja neben anderen Motivationen ein kommerzielles Projekt.

Klar ist jedenfalls, daß nur die Wahrheit Freiheit im politischen und seelischen Bereich ermöglicht. Wir befinden uns schon in einer Orwellschen Politik aus Lügen und Einschränkungen der Freiheit. Die Aussage des Marsches kann und soll daher diesen Wust an Lüge und Unterdrückung zerreißen. Sie soll auch denen helfen, die sich aus eigener Schuld in die Lüge verstrickt haben. Deren Gewissen läßt sich auch durch Lärm, Paraden und Drogen nicht unterdrücken. Wenn aber das Gewissen blutet, ist die Möglichkeit einer Gesinnungsänderung gegeben – und sie ist dringlich.

Um die Aussage des Marsches für die Familie zu unterstützen, sind Teilnehmer auch von weit her angereist, unter ihnen Teilnehmer aus Oberösterreich, Salzburg und Kärnten. Man mag sich spontan denken, daß es an einem Samstag Nachmittag vielleicht Ersprießlicheres zu tun gibt, als sich mit einem kranken System herumzuschlagen.

Aber das täuscht. Denn es gibt kaum etwas ersprießlicheres als den Einsatz für die Wahrheit.

*MMag. Wolfram Schrems, Theologe, Philosoph, Katechist, Lebensschützer, Redner am diesjährigen Marsch für die Familie

Bild: Marsch für die Familie/Twitter/Parlament.gv/Mein Bezirk (Screenshots)

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Nicht vergessen: Mittwoch, den 5. Juli 2017: Gelobte Wallfahrt zur Bergkapelle in Hofheim!

Kapelle St. AthanasiusKapelle St. Athanasius

65795 Hattersheim bei Frankfurt, Schulstraße 7

 

Mittwoch, den 5. Juli 2017:

Gelobte Wallfahrt zur Bergkapelle in Hofheim

17.00 Uhr Abmarsch

19.00 Uhr HOCHAMT in der Bergkapelle

 

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Der hl. Johannes, der Täufer (p-c-o.blogspot.de)

Samstag, 24. Juni 2017
Der hl. Johannes, der Täufer – 2. Teil

 

„Jedes Tal soll ausgefüllt und jeder Berg und Hügel abgetragen werden“ (Lk 3,5)

Der hl. Johannes, der Täufer, ist der, der dem Herodes gesagt hat, was heute keiner mehr den Mut hat der Revolution zu sagen. Er sagte: „Es ist dir nicht erlaubt!“ Das heißt, das darf nicht sein.

Vollständiger Beitrag: http://p-c-o.blogspot.de/2017/06/der-hl-johannes-der-taufer-2-teil.html?utm_source=feedburner&utm_medium=email&utm_campaign=Feed:+PlinioCorraDeOliveiraZum100Geburtstag+(Plinio+Corr%C3%AAa+de+Oliveira+zum+100.+Geburtstag)

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Wie Theologen den Glauben verkürzen (die-tagespost.de)

Bildergebnis für die tagespost

Wie Theologen den Glauben verkürzen

Der Häresien sind nicht so viele, wie Georg May weiß, doch zahlreich sind die Wege der Wissenschaft ins doktrinelle Abseits. Von Urs Buhlmann

Georg May, emeritierter Mainzer Kirchenrechts-Professor, hat ein bemerkenswertes Buch vorgelegt, das Zeugnis für seine leidenschaftliche Liebe zur Kirche ablegt. Darin nimmt er eine Sichtung der akademischen Theologie im vorwiegend deutschsprachigen Raum vor, die beklommen macht. Der Titel deutet es an: Ja, es gibt nicht nur gläubige, es gibt auch ungläubige Theologie, es gibt ein auf-, aber auch ein abbauendes Reden von Gott. May wird sich nicht überall beliebt machen – und das wird ihn ganz kalt lassen – wenn er im letzten Konzil einen Scheitelpunkt sieht: „Bis zu diesem Ereignis trugen die allermeisten Theologen die Lehre der Kirche korrekt vor. Die katholischen Christen konnten sich auf sie verlassen. Abweichungen und Verirrungen wurden fast unmittelbar bemerkt, gerügt und abgestellt.

Beginnend mit dem Konzil hat sich die Lage tiefgehend verändert. Positionen, die vorher undenkbar waren, werden von katholischen Theologen vorgetragen und bleiben in der Regel unbeanstandet.“ Was zu beweisen wäre. Der Professor tut es in mehreren Durchgängen. Für die drei letzten Jahrhunderte nimmt er sich protestantische und katholische Theologen vor – nicht alle, aber doch eine große Zahl von bekannten und auch weniger bekannten Namen – und klopft ihre Publikationen und Stellungnahmen auf Vereinbarkeit mit dem überlieferten Glaubensgut ab. Für die Theologen der neueren Zeit schaut er zusätzlich darauf, wie römische Kurie und lokale Bischöfe zu beanstandeten Aussagen standen und stehen. Wer das grundsätzlich für unangemessen oder inquisitorisch hält, muss sich sagen lassen, dass Professoren lehren und Bücher schreiben, um zu wirken und ihre Meinung auf den Marktplatz zu bringen. Da muss man es sich dann gefallen lassen, dass kritisch hingeschaut wird; die Frage nach der Erlaubtheit einer solchen Untersuchung kann sich nur auf die gründliche Kenntnis der überlieferten Lehre zu einem bestimmten theologischen Topos und auf eine ebensolche Lektüre des hierbei infrage stehenden Theologen beziehen.

Hier hat Georg May sich nichts vorzuwerfen. Fern davon, sich nur für kirchenrechtliche Fragen zu interessieren, absolvierte er ein gewaltiges Lesepensum, das ihm das Recht gibt, sich zu den geistigen Hervorbringungen der Kollegen zu äußern. Es ist auch gar nicht so, dass er ausschließlich verdammende Blitze vom akademischen Olymp wirft. Nein, es gibt auch viel Lob, und einer der Vorzüge von Mays dickem Band ist, dass man durch ihn auch auf ältere, unbedingt zu empfehlende, aber eben aus dem Blickfeld geratene Literatur aufmerksam gemacht wird, die auch ein theologisch Interessierter von heute mit Gewinn (wieder-)lesen kann. Doch liegt, angesichts der Ausgangslage, auf der Hand, dass der Mainzer Kanonist viel öfter den Daumen senken muss. Er tut dies mit wünschenswerter Klarheit, sodass am Ende ein Kompendium entstanden ist, das sich ein jeder – ob er mit dem Autor in allen Punkten übereinstimmt oder nicht – dem auch nur etwas an akademischer Theologie liegt, in den Bücherschrank stellen kann und sollte.

Der protestantische Erzketzer Hermann Samuel Reimarus (1694–1768) macht den Anfang und der theologisch weniger unterrichtete Leser reibt sich bald die Augen: Was der Hamburger Gymnasialprofessor, offiziell Glied der lutheranischen Gemeinde, an Fehl-Interpretationen und Schmähungen des Christentums anzubieten hatte, wird einem auch heute noch gelegentlich als neueste Ware verkauft: Jesus war Jude und wollte nichts anderes sein, lehrte er, ein politischer, kein religiöser Messias und schon gar nicht der Sohn Gottes. Seine Jünger – „abgefeimte Betrüger und Taschenspieler“ (Reimarus) – stahlen seinen Leichnam, erfanden die Auferstehung und damit auch gleich eine neue Religion. Die diversen neueren Enthüllungsbücher und Zeitschriften-Titelstories zum Christentum arbeiten vielfach mit den gleichen Unterstellungen; es gibt auch hier nichts Neues unter der Sonne. Und so mag den geneigten Leser nach einigen hundert Seiten der Lektüre von Mays gelehrtem Werk dann und wann auch ein gewisser Überdruss ereilen – was aber nichts mit dem Darstellungsstil des Autors zu tun hat: Vieles an Häresien wiederholt sich, fast alles entzündet sich an der Jesus-Frage und an seinen zwei Naturen als Gott und Mensch. Man fühlt sich ein wenig an die Sexualpathologien des Marquis de Sade erinnert, die ganz rasch monoton werden: So viel an Variations-Möglichkeiten gibt es eben nicht. Etwas übrigens fiel May bei der Betrachtung des Lebens von katholischen Theologen auf: Die Frage nach der täglichen Messfeier, der Marien-Frömmigkeit und Zölibats-Disziplin ist bei den Theologen, die im Betrachtungszeitraum zum überwiegenden Teil Priester waren, ein guter Indikator dafür, wie es mit dem Gesamtverständnis von Glauben und Glaubenspraxis ausschaut. Nicht immer, aber doch oft kündigt sich ein Abfall von der Lehre durch Veränderungen im Andachts- und Lebensstil an.

Fast 500 Seiten sind dem 20. Jahrhundert gewidmet. Die Grundtendenz in der evangelischen Theologie, für die die Namen Barth und Bultmann stehen mögen, ist letztlich immer noch direkt Luther geschuldet: Es gibt „keinen unabhängig vom Menschen existierenden Gott“, man räumt ihm kein An-Sich-Sein ein „und kennt ihn nur im Sich-Ereignen“. Das ist ein Punkt, auf den May, auch bei der Betrachtung katholischer Positionen, immer wieder zurückkommt. Luthers Ausgangsfrage war: Wie bekomme ich einen gnädigen Gott? Das „Ich“ könnte man hier getrost großschreiben. Damit ist ein Element des Subjektivismus in die Religion eingebracht, das nicht mehr herauszukriegen ist. Gefährliche Abwege sind nicht in jedem Fall die notwendige, aber doch eine sehr häufige Folge.

Extrem-Beispiele für Theologen, die den Weg des Glaubens verlassen haben, sind Gerd Lüdemann für die evangelische und Gotthold Hasenhüttl für die katholische Seite. Hasenhüttl, hochbegabter Ex-Assistent von Hans Küng, wurde als Priester 2003 suspendiert, nachdem er beim Ökumenischen Kirchentag eine katholische Messfeier hielt und alle Anwesenden zur Kommunion einlud, verlor 2006 die Lehrerlaubnis als Hochschullehrer und trat 2010 formal aus der katholischen Kirche aus. Für seine 1962 erschienene Dissertation steuerte Rudolf Bultmann ein Vorwort bei und stellte fest, „dass zwischen ihm und Hasenhüttl weitestgehende Einheit in den Glaubensansichten bestehe“. Das bedeutet leider nichts Gutes: „Gott als Seiender ist ein ,Götze?“, schreibt Hasenhüttl, die Wahrheit des Glaubens ist „nur in Relation auf einen Menschen gültig“, Gott sei „keine für den Menschen relevante Wirklichkeit“. Der Weg vom Christentum zu einer mehr oder weniger vernunftgeleiteten Humanität ist damit gewiesen.

Was bei der Lektüre von Mays opus magnum auffällt: Die von katholischer Seite, vielerorts auch von höchster Stelle gepredigte und angemahnte ökumenische Offenheit tut der akademischen katholischen Theologie letztlich nicht gut. Um noch einmal den traurigen Fall Hasenhüttl anzuführen; zu ihm schreibt Georg May: „Wer die zeitgenössische protestantische Theologie kennt, begrüßt in den Aufstellungen Hasenhüttls alte Bekannte. Auf weite Strecken geht er mit Vorstellungen parallel, wie sie von protestantischen Theologen vorgetragen werden. Ich habe jahrelang die Bücher und Aufsätze protestantischer Autoren gelesen. Mir scheint, dass es nicht einen Gedanken in den voluminösen Schriften Hasenhüttls gibt, der mir nicht von daher vertraut ist“. Was unter dem Strich bleibt, ist ein ernüchternder, gelegentlich sogar deprimierender, stets mit dem hellen Licht der Wissenschaftlichkeit ausgeführter Blick auf die Lage und das Selbstverständnis der Hochschul-Theologie beider Konfessionen in der jüngeren Vergangenheit. Das stimmt, eingedenk der Tatsache, dass den Professoren nicht nur die Heranbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses, sondern vor allen Dingen auch die Ausbildung der Priester, Pfarrer und hauptamtlichen Laientheologen anvertraut ist, bedenklich. Die so oft dringend nötige und heilsame Korrektur von Seiten des Lehramtes bleibt zurzeit aus, wird als störend empfunden. Der ,begeisterte Selbstmord‘, von dem der Autor an einer Stelle spricht, geht also weiter. So klingt Georg Mays letzter Satz rabenschwarz: „Ich kann mir nicht denken, dass es Menschen noch gelingen könnte, die Lage zu wenden.“ Doch ist mit dieser Feststellung auch der Weg zu einer Lösung eröffnet, für die man beten kann und soll.

Georg May: 300 Jahre gläubige und ungläubige Theologie, Sarto Verlag, Stuttgart, 2017, 1115 Seiten, ISBN 978-3-943858-85-3, EUR 49,–

 

In der (übrigens erfrischend katholischen) Buchbesprechung bezeichnet in der Printausgabe der DT die Bildunterschrift Gotthold Hasenhüttls Aufforderung zur „offenen Mahlgemeinschaft“ 2003 korrekt als „Provokation des Unglaubens“. Im Text wird der mittlerweile abtrünnige Priester, der beim Ökumenischen Kirchentag alle Anwesenden zur Kommunion einlud, zu Recht als „Extrem-Beispiel eines Theologen“ genannt, welcher den Weg des Glaubens verlassen hat („Gott sei keine für den Menschen relevante Wirklichkeit“). Auf der nächsten Seite der Printausgabe findet der geneigte Leser nun unvermittelt die Forderung von Kardinal Kasper, die „Zulassung zur Kommunion zu erweitern“. Speziell die „Zulassung von Ehepartnern unterschiedlicher Konfessionen zu Abendmahl und Eucharistie“. Man erfährt dann noch, die Kirchen seien sich „sehr nahe gekommen“ (notgedrungen ohne Belege) und dass das Reformationsjahr als „Gnadenstunde“ sei (man fragt sich verwundert, warum bloß?), aber leider nicht, ob denn Gott für Seine Eminenz eine „für den Menschen relevante Wirklichkeit“ sei.

Schade eigentlich, die Antwort wäre doch interessant gewesen….

 

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Wenn Hippie State trauert

Die Fähigkeit, der Beisetzung eines herausragenden Regierungschefs Gestalt und Form zu geben, ist zumindest ein Indikator für die innere Befindlichkeit eines Gemeinwesens. Mögen auch innerfamiliär eher peinliche Zustände wie in einer Vorabend-Soap herrschen, so ist doch die Bundesrepublik in der Pflicht, Helmut Kohl, der eben nicht nur Ehemann, Familienvater und Opa war, sondern der Kanzler der Vereinigung war, angemessen zu würdigen. Das dies anstandslos (im wahrsten Sinne des Wortes…) an das dubiose Nicht-Staats-Gebilde „EU“ abgetreten werden soll, spricht Bände. Offenkundig verdunstet selbst in den obersten Staatsorganen das Bewußtsein der Staatlichkeit rapide, gar nicht schnell genug kann man dort Deutschland im großen EU-Superstaat aufgehen sehen.

Zumindest der geistige Zuschnitt der Handelnden in Berlin scheint bereits auf Landkreis-Niveau angekommen…

Die Kieker (Die Spoekenkiekerei )

Wir haben unter der „Herrschaft des Unrechts“ (Horst Seehofer) von Angela Merkel, Sigmar Gabriel, Martin Schulz und anderen schon einiges erlebt. Aber wie dieser deutsche Staat um Helmut Kohl, seinen bedeutendsten Regierungschef seit Otto von Bismarck, trauert, ist nicht nur pietätlos, das ist Hippie State in seiner übelsten Ausprägung.

Man stelle sich für einen Moment vor, Frankreich wäre geteilt gewesen und ein französischer Helmut Kohl hätte die Teilung überwunden und das Land wiedervereinigt. Nach dessen Tod hätte es mindestens eine dreitägige Staatstrauer gegeben, einen würdevollen Staatsakt, ein Staatsbegräbnis. Später wäre ein Mausoleum an einem zentralen Ort errichtet worden.

In Hippie State stellt sich das so dar: Tagelang kursieren Zeitungs- und Fernsehberichte, die Witwe von Helmut Kohl wolle auf keinen Fall einen Staatsakt. Jean-Claude Juncker schaltet sich in einem nüchternen Moment ein und will einen europäischen Staatsakt in Straßburg, obwohl Europa kein Staat ist. Dazu wird sofort berichtet, dass Kohls Witwe…

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Der „beruhigende“ Terror des Geldes

Das Beruhigende scheint für viele Menschen in dem Umstand zu liegen, dass sie (verbrecherische) Geldgier als Tatmotiv rational nachvollziehen können, Jungfrauen als postmortem-Belohnung eher nicht. Auch mag eine Rolle spielen, dass ein Anschlag auf ein börsennotiertes Unternehmen in ihrem Alltag wohl keine Rolle spielen wird, sie daher auch nicht die Opfer werden, im Gegensatz zu den Anschlägen wahllos mordender Islamisten.

Oder hat man sich etwa im eigenen Berufsalltag schon an Mitarbeiter bedenkenlos verheizende und rücksichtslos karrieregeile Vorgesetzte gewöhnt, dass Menschenleben riskierende Geldgeile schon beinahe als alltäglich gelten können…?

Akademie Integra

Peter Samol, „Streifzüge“
Am 11. April diesen Jahres wurde in Dortmund ein Bombenanschlag auf den vollbesetzten Mannschaftsbus des Bundesligavereins Borussia Dortmund (BVB) verübt. Drei mit Metallstücken versehene Sprengsätze, die vor dem Hotel der Spieler deponiert waren, explodierten, kurz nachdem sämtliche Mannschaftsmitglieder ihre Plätze eingenommen hatten. Der Anschlag verlief relativ glimpflich, denn verletzt wurden lediglich ein Spieler und ein Polizist.
Nach der Tat gingen die Ermittler zunächst von einem extremistischen Hintergrund aus. Ein Bekennerschreiben, das ein islamistisches Motiv nahelegen sollte, erwies sich jedoch rasch als Täuschungsmanöver. Anschließend geriet die rechtsradikale Szene ins Visier der Ermittler, was sich jedoch ebenfalls als Fehlanzeige herausstellte. Auch die letzte in Erwägung gezogene Möglichkeit, wonach es sich um die Tat eines verrückt gewordenen Fußballfans handeln sollte, schied schließlich aus. Auf die richtige Spur führten letztlich auffällige Börsengeschäfte mit Optionen auf die Aktien der betroffenen Mannschaft.
Dazu muss man wissen, dass der BVB der einzige deutsche Fußballverein…

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Der Landkrieg gegen den Islamischen Staat ist ein Städtekampf von Infanterieeinheiten (strategische-studien.com)

Strategische Studien

 

Der Landkrieg gegen den Islamischen Staat ist ein Städtekampf von Infanterieeinheiten

by Prof. Dr. Albert A. Stahel
23. Juni 2017
Rückstossfreie Panzerabwehrkanone 73 mm SPG-9
Rückstossfreie Panzerabwehrkanone 73 mm SPG-9

Über den Luftkrieg der USA und ihrer Alliierten gegen den Islamischen Staat sind reichlich Informationen verfügbar. Dagegen wurde bis anhin über den Landkrieg nur sehr dürftig informiert.

Jetzt liegen Angaben über die Ausrüstung der irakischen Armee, der Peschmerga-Kurden und der syrischen Opposition (einschliesslich der syrischen Kurden) mit Waffen, die durch die USA geliefert werden, vor.[1] Mit ihren Waffenlieferungen und Ausbildungen verfolgen die USA eine Strategie des «degrade, dismantle, and ultimately defeat ISIS». Für die Unterstützung der Kriegführung im Irak und in Syrien wurden für das Fiskaljahr 2017 1’506’400’000 US-Dollar budgetiert. Für das Fiskaljahr 2018 sind 1’769’000’000 US-Dollar vorgesehen.[2] Mit diesem Geld soll im Irak nicht nur der Krieg gegen den IS unterstützt, sondern nach dem Sieg über den IS auch die Stabilisierung des Iraks unterstützt werden.[3]

Für das Fiskaljahr 2018 ist die Lieferung folgender Waffensysteme an die Einheiten der irakischen Armee für den Kampf gegen den IS geplant:[4]

  • 1’500 Sturmgewehre M16
  • 100 Selbstladeflinten Kaliber 12
  • 100 Scharfschützengewehre M14
  • 86 Maschinengewehre M240-B
  • 150 Minenwerfer 60 mm
  • 1’500 Sturmgewehre AK-47

Dass es sich dabei um Infanteriewaffen handelt, ist nicht erstaunlich, erfolgt doch der Landkrieg gegen den Islamischen Staat im Irak im Augenblick in der Grossstadt Mosul. Wie in Stalingrad wird hier ein Städtekampf geführt. Die Mobilität soll u.a. durch die Lieferung folgender Fahrzeuge gesichert sein[5]

  • 150 Hilux Truck von Toyota
  • 200 M1151 HMMWV
  • 52 M1152 HMMWV

Dazu kommen noch schwere Bulldozer für das Räumen von Hindernissen und von Gebieten mit Minen und Sprengfallen.[6]

Die Eliteeinheiten der irakischen Armee, die im Städte- und Strassenkampf in Mosul die Hauptlast tragen, sollen im Fiskaljahr 2018 vor allem mit folgenden Waffensystemen ausgerüstet werden:[7]

  • 450 schwere Scharfschützengewehre Kaliber 0.50
  • 3’000 Pistolen SIG Sauer P226
  • Maschinenpistolen Heckler und Koch MP5
  • 300 Remington Selbstladeflinten
  • Sturmgewehre Heckler und Koch G3

Lieferungen ähnlicher Art sollen an die Peschmerga erfolgen.

Was die Unterstützung der syrischen Opposition (einschliesslich der syrischen Kurden) betrifft, so liegt hier entsprechend dem Kriegstheater das Schwergewicht eindeutig bei Waffensystemen russischer Herkunft:[8]

  • 12’000 Sturmgewehre 7.62 mm AK-47
  • 6’000 Maschinengewehre 7.62 mm PKM
  • 3’500 schwere Maschinengewehre 12.7 mmm DShK
  • 3’000 Raketenrohre RPG-7
  • 1’000 rückstossfeie Panzerabwehrkanonen 73 mm SPG-9
  • 100 Scharfschützengewehre
  • Minenwerfer 60, 82, 120 mm

Sowohl im Irak wie auch in Syrien handelt es sich am Boden um einen unkonventionellen Krieg, der durch Elite- und Infanterieeinheiten der irakischen Armee, der Peschmerga und der syrischen Opposition geführt wird. Diese werden durch die USA und ihre Alliierten mit Infanteriewaffen ausgerüstet und im Städtekampf ausgebildet, tragen auch die Hauptlast des Krieges und erleiden die grössten Verluste.

 

[1] Office of the Secretary of Defense, Counter-Islamic State of Iraq and Syria (ISIS) Train and Equip Fund (CTEF), Department of Defense Budget, Fiscal Year (FY) 2018, Washington D.C., May 2017.

[2] Office of the Secretary of Defense, P. 3.

[3] Office of the Secretary of Defense, P. 6.

[4] Office of the Secretary of Defense, P. 7.

[5] Office of the Secretary of Defense, P. 8.

[6] Office of the Secretary of Defense, P. 11.

[7] Office of the Secretary of Defense, P. 9/10.

[8] Office of the Secretry of Defense, P. 17.

So auch Souleiman, D., Anti-IS fighters near Raqa delight in American weaponry, Agence France-Presse, June 8, 2017.

http://strategische-studien.com/2017/06/23/der-landkrieg-gegen-den-islamischen-staat-ist-ein-staedtekampf-von-infanterieeinheiten/

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Justizminister Maas übernimmt die CSD-Schirmherrschaft in Köln: Neutralität ade?

Dass ein Exponent des Parteienkartells die Schirmherrschaft über dieses ersatzreligiöse Spektakel übernimmt, kann bei dem blinden Fanatismus, den das grüne und das rote Kartellmodul für die Thematik zeigen, doch nur denjenigen überraschen, der die politischen Entwicklungen der Gegenwart nicht verfolgt hat. Und wenn die „C“SU als schwarzes Kartellmodul auch dieses Jahr mit eigenem Wagen beim CSD teilnimmt, sind doch alle wieder friedlich beieinander.

Regenbogen-Flaggen an Bundesministerien, Schirmherrschaften, Parteiwagen bei Schwulendemo, die letzten Masken fallen gerade..

CHRISTLICHES FORUM

Mathias von Gersdorff

Der Bundesjustizminister macht keinen Hehl daraus, wen er in der deutschen Gesellschaft als Feind und wen er als Freund betrachtet.

Eine besondere Präferenz zeigt er für die Homo-Lobby: Heiko Maas (SPD) hat sich bereit erklärt, die Schirmherrschaft des sog. „Christopher Street Days“ in Köln am 7. Juli 2017 zu übernehmen. (Der „CSD“ ist eine Art Parade in karnevalistischem Stil, in der die Homo-Bewegung ihre politischen Forderungen stellt). Außerdem wird er dieses Spektakel eröffnen.

Ist es angemessen, dass ein Mitglied der Bundesregierung, die eigentlich neutral sein und ALLE Menschen repräsentieren sollte, derart notorisch seine politischen Präferenzen für bestimmte politische Gruppierungen zeigt?

Solche Fragen scheinen dem Bundesjustizminister nicht zu kümmern. So bezeichnete er die Durchsetzung der „Ehe für alle“ als eine Bedingung für einen Koalitionsvertrag mit der SPD nach der Bundestagswahl: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass die SPD einen Koalitionsvertrag unterschreibt, in dem die Ehe für alle nicht…

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Wir geben uns unverbindlich christlich…

… so sang einmal Herbert Grönemeyer im Lied „Mit Gott“ (Album „Ö“, 1988). Diese Textzeile fiel mir ein, als ich heute das neue kolpingmagazin (http://www.kolping.de/presse-medien/presse/news-archiv/news-details/news/engagement-mit-frischen-wind/) zur Hand nahm. Auf dem Cover sieht man drei Jugendliche, die als politisch aktiv vorgestellt werden und jeweils Luftballons ihre Parteien in der Hand halten. Als da wären: CDU, SPD, die Grünen.

In einem wahren Tsunami abgegriffener Formulierungen, die schon längst kein Mensch mehr hören kann, erfährt man im Innenteil, dass sie „etwas bewegen“ und natürlich „frischen Wind in die Politik“ bringen wollen, stets „neugierig und ambitioniert“ sind. Wer bereits in der Kommunalpolitik tätig war, egal in welcher Partei, der weiß, dass es bei kommunalpolitischen, drögen Themen wie etwa Abwassersatzung oder Bauplanung bei Frischlingen mit Neugierde und Engagement regelmäßig schnell vorbei ist 😉 .

Vom Nachwuchsgrünen Christopher hört man – wohl aus der überbordenden Fülle seiner 17-jährigen Lebenserfahrung – dass ihm „soziale Gleichheit und Gerechtigkeit z.B. im Bezug auf gleichgeschlechtliche Ehen sehr am Herzen“ liegen, daher habe er sich aufgrund der größten Schnittmenge für die Grünen entschieden.

Es stellt sich natürlich die Frage, wie ein katholischer Verband (mittlerweile Bollwerk des linkslastigen Gremienkatholizismus) Jugendliche mit einer derartigen thematischen Breite eine Heimat bieten kann. Gelingt wohl nur, wenn man sich „unverbindlich christlich“ gibt und Larifari-Gemeinplätze äußert. Und dann ist man bei diesem „katholischen“ Sozialverband genau richtig. Vielleicht ist aber auch die politische Breite zwischen CDU und Grünen gar nicht sooo breit … ?

Egal, dem kolpingmagazin ist am Ende noch wichtig, dass alle Gebrauch von ihrem Wahlrecht machen und „ein Zeichen gegen extremistische Parteien“ setzen.

Der Artikel endet mit dem wahrhaft realsatirischen Satz:

„Habt den Mut, euch Gehör zu verschaffen und eure Meinung zu artikulieren! Ein starkes Plädoyer für gelebte Demokratie“.

Aber bitte nur im Parteienkartell…

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Gesellschaft: Der schleichende Tod unserer Scheindemokratie (konjunktion.info)

Einige werden sich jetzt sicherlich fragen, warum ich eine Linkliste als Einstieg in einen Artikel wähle? Die Antwort darauf ist ganz einfach: diese kleine Auflistung, die nur wenige Tage der Rubrik „Netzpolitik“ der Heise-Plattform umfasst, zeigt eindrucksvoll, welchen Weg die Politik bzw. der Gesetzgeber eingeschlagen hat.

Dass wir in einer Scheindemokratie leben, in der uns die Kandidaten vorselektiert durch eine kleine Kaste zur Wahl gestellt werden, ist kritischen Zeitgenossen schon seit langem bekannt. Auch dass diese Scheindemokratie, getarnt als repräsentative Demokratie, so konzipiert wurde, dass sie wenige begünstig, die zudem die Kontrolle über die große Masse haben (Stichwort: Vorträge Prof. Dr. Mausfeld).

Doch angesichts der Überwachungs- und Kontrollmaßnahmen, die sich George Orwell in seinen kühnsten Träumen nicht besser ausmalen hätte können und die scheibchenweise implementiert werden, stellt sich die Frage, ob wir noch in dieser Scheindemokratie leben oder vielleicht schon einen Schritt weiter sind.

Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) definiert Faschismus als

eine politische Bewegung, die Anfang des 20. Jahrhunderts in Italien entstand. Die Faschisten hatten als Zeichen auf ihren Fahnen und Parteiabzeichen das altrömische Rutenbündel (lateinisch: „fasces“). Die faschistische Partei hat schon bald nach ihrer Gründung unter dem Einsatz von Gewalt und Terror die Macht in Italien übernommen. Der unbedingte Gehorsam gegenüber dem Führer der Bewegung, der Benito Mussolini hieß, war die oberste Pflicht der Mitglieder. Mussolini forderte von seinen Leuten die völlige Unterwerfung unter das rechtsextreme, rassistische und fremdenfeindliche Gedankengut. Das demokratische Parlament war machtlos geworden. Nur noch der Führer und seine obersten Gefolgsleute bestimmten, was die Menschen zu tun und zu denken hatten.

Diese Definition der bpb bezieht sich dabei auf Das junge Politik-Lexikon von Gerd Schneider und Christiane Toyka-Seid. Schneiders und Toyka-Seids Definitionsversuch spiegelt dabei die Schwierigkeit wieder, den Begriff Faschismus sauber zu definieren und nimmt daher die übliche Anleihe beim italienischen Faschismus unter Benito Mussolini. Dass Faschismus aber viel weiter zu greifen ist, zeigt der Eintrag zu Faschismustheorien auf Wikipedia (ja, ich weiß, als Quelle allerspätestens mit dem Film Zensur diskreditiert, aber einiges in Wikipedia ist dann doch „nutzbar“). Hier findet man zig Definitionen und Theorien zum Begriff Faschismus, die jedoch (fast) alle auf die gleichen sechs Wesensmerkmale reduzierbar sind:

  • Führerprinzip,
  • Totalitätsanspruch,
  • am Militär orientierte Parteiorganisation,
  • kulturstiftende, auf Mythen, Riten und Symbolen basierende, irrationale weltliche Ersatzreligion,
  • korporative, hierarchische Wirtschaftsorganisation,
  • totalitäres, in Funktionshierarchien gegliedertes Gesamtmodell der Gesellschaft

Betrachtet man diese Wesensmerkmale und versucht sie unter anderem mit der eingangs aufgeführten Auflistung in einen Kontext zu bringen, ergibt sich für mich folgendes Bild:

Führerprinzip

Man mag von unseren Politikern halten was man will, aber klassische Führerpersönlichkeiten sind sie nicht. Vielmehr kann man in unserer westlichen Gesellschaft das Führerprinzip mit dem – ich nenne es der Einfachheit halber – Einheitsparteienprinzip ersetzen. Diese Wortkreation soll zum Ausdruck bringen, dass unser politisches System so gestaltet ist, dass jederzeit eine Partei durch eine andere ersetzen werden kann, ohne dass sich etwas im Politwesen, bei den Entscheidungen oder im Zusammenspiel mit der Wirtschaft, den Medien, der Gesellschaft (ver)ändert. Es ist also egal, was man wählt, das Ergebnis ist immer das gleiche. Der klassische Führer wurde ersetzt durch die Führung durch eben diese bei Lichte betrachtete herrschende Einheitspartei aus (für Deutschland) CDUCSUSPDFDPGRÜNENLINKEN. Und das Gros der Menschen wählt immer wieder diese Einheitspartei, was für mich de facto den Tatbestand des Führerprinzips erfüllt.

Totalitätsanspruch

NetzDG, Patriot Act, NDAA und wie sie alle heißen, können eigentlich nicht verhehlen, welchen Zweck man damit verfolgt. Unter dem „Deckmantel des Schutzes vor Terrorismus“ fallen all die Bürger- und Menschenrechte peu á peu dem „totalitären Hackbeil“ zum Opfer. Wer hätte noch vor 20 Jahren gedacht, dass eine vollumfängliche Überwachung und Kontrolle der gesamten Kommunikation (Telefonie, Internet, Handy, usw.) stattfindet und alles abgreifbar, analysiert und für die Regierungen „öffentlich nutzbar“ wird. Gibt es wirklich noch irgendeinen halbwegs kritischen Menschen da draußen, der nicht erkennt, dass all die Maßnahmen und Bestrebungen der diversen Innen- oder Justizminister aller Herren Länder darauf abzielen, diesen Totalitätsanspruch en detail umzusetzen?

am Militär orientierte Parteiorganisation

Natürlich wird es hier etwas schwieriger einen Vergleich zu ziehen. Wenn man aber um Fraktionszwang, Probeabstimmungen und beispielsweise um den Beißreflex einer Angela Merkel weiß, dann werden doch Strukturen erkennbar, die eine straffe Hierarchie des von Oben nach Unten durchregierens nach militärischen Muster aufweisen. Und sieht man sich 99%-ige Wahlergebnisse bei irgendwelchen Parteivorstandswahlen an, dann kann man sich des Eindrucks nicht erwähren, dass hier durchaus Druck auf die Basis ausgeübt wird, den Parteispitzen bzw. der zuvor stattgefundenen Vorselektion nicht zu widersprechen. Analog der nicht in Frage zu stellenden Befehlskette im militärischen Bereich.

kulturstiftende, auf Mythen, Riten und Symbolen basierende, irrationale weltliche Ersatzreligion

Es mag keine einzelne alles umfassende Ersatzreligion geben, aber Common Core, Agenda 21, Agenda 2030, Genderismus oder der Klimawandel sind sehr nahe dran. Sie sind quasi die Themen, die man unkritisch einfach glauben muss, dass diese richtig und wichtig und ggf. auch mit Gewalt durchzusetzen sind.

korporative, hierarchische Wirtschaftsorganisation

Angeblich leben wir in einer freien Marktwirtschaft, die aber bei Lichte betrachtet weder frei noch dem Markt dienend ist. Natürlich gibt es verschiedene Anbieter, die gleiche Leistungen und Produkte bereitstellen. Natürlich gibt es auch die freie Wahlmöglichkeit des Konsumenten Produkt A oder B zu kaufen. Aber müsste man unter freier Marktwirtschaft eigentlich nicht ein System verstehen, dass ohne Lobbyismus, ohne Subventionen, ohne Strafzölle, ohne staatliche Begünstigungen und vor allem eines mit gleichen Informationsstand aller Teilnehmer verstehen, in dem Erfindungen nicht behindert oder gar unterdrückt werden, weil es einigen Großkonzernen/Branchen nicht passt. Zudem sind CETA, TTIP und Co. mit privaten Schiedsgerichten und Klagen auf entgangenen Gewinn wohl kaum mehr als Instrumente einer freien Marktwirtschaft zu verstehen. Sondern vielmehr als Mittel um eine korporative, hierarchische Wirtschaftsorganisation zu erschaffen.

totalitäres, in Funktionshierarchien gegliedertes Gesamtmodell der Gesellschaft

Hier wird es ganz besonders interessant. Immer weniger Menschen trauen sich öffentlich ihre Meinung zu äußern. Sei es in einem klassischen Gespräch unter Arbeitskollegen, am Stammtisch oder gar in der Familie. Man will ja nicht als Verschwörungstheoretiker, als Rechter, Querfrontler, als Spinner oder Putin-Versteher gelten, nur weil man mit der veröffentlichten Meinung nicht d’accord geht. Abweichende Meinungen reichen heute zur gesellschaftlichen Ausgrenzung. Correctiv, Antonio-Stiftung, Facebooks Löschteam und Co. als „Meinungsvorgebende“ und Zensoren, um eine gleichgeschaltete Gesellschaft aufzubauen, die keinerlei Kritik mehr zulässt und Andersdenkende öffentlich an den Pranger stellt und sogar Existenzen vernichtet. Auch werden die Menschen überhaupt nicht mehr gefragt, ob sie beispielsweise Dinge wie eine unbegrenzte Migration wollen. Von oben herab wird bestimmt, dass wir „das schaffen“. Und all die Behörden, Stellen und Organisationen versuchen in dieser Funktionshierarchie die von ihnen eingeforderten Maßnahmen umzusetzen – unhinterfragt, kritiklos. Gibt es ein besseres Beispiel für ein totalitäres, in Funktionshierarchien gegliedertes Gesamtmodell der Gesellschaft?

Conclusio

Viele werden jetzt aufschreien und diese natürlich vereinfachte Darstellungsweise meinerseits in der Luft zerreißen (wollen), was auch ihr gutes Recht ist. Viele werden sagen, dass wir nach wie vor unsere Meinung doch posten, schreiben oder äußern dürfen. Viele werden auch sagen, dass sie sich in ihrem Kaufverhalten sehr wohl frei fühlen. Und viele werden zudem sagen, dass man doch die GRÜNEN nicht mit der CDU vergleichen kann. Aber ist dem wirklich so? Können wir noch ungestraft unsere Meinung frei äußern? Oder gibt es da nicht diese Schere im Kopf? Können wir wirklich noch frei entscheiden, was wir kaufen wollen, wenn wir nicht um mögliche Alternativen (beispielsweise in den 1980ern mit den Elsbett-Motor) wissen, weil diese den großen (Auto-)Konzernen nicht genehm ist/war? Können wir wirklich die Parteien nicht miteinander vergleichen, die – sobald sie an den Trögen der Macht sitzen – die gleiche Politik führen und sogar ihr Kleid von grün in olivgrün wechseln?

Letztlich ist es aber egal, ob sich jemand lieber dafür entscheidet gedanklich weiter in unserer Scheindemokratie zu leben oder ob derjenige erkennt, dass wir uns zumindest mit Riesenschritten auf eine faschistoide Regierungs- und Gesellschaftsstruktur zubewegen. Denn die Realität ist doch, dass wir darin gefangen sind und nur wenige den Mut aufbringen dagegen aufzubegehren.

Quellen:
bpb – Faschismus
Wikipedia – Faschismus
Wikipedia – Faschismustheorie
Wikipedia – Elsbett-Motor


Ein Artikel bildet zwangsweise die Meinung eines Einzelnen ab. In Zeiten der Propaganda und Gegenpropaganda ist es daher umso wichtiger sich mit allen Informationen kritisch auseinander zu setzen. Dies gilt auch für die hier aufbereiteten Artikel, die nach besten Wissen und Gewissen verfasst sind. Um die Nachvollziehbarkeit der Informationen zu gewährleisten, werden alle Quellen, die in den Artikeln verwendet werden, am Ende aufgeführt. Es ist jeder eingeladen diese zu besuchen und sich ein eigenes Bild mit anderen Schlussfolgerungen zu machen.

 

https://www.konjunktion.info/2017/06/gesellschaft-der-schleichende-tod-unserer-scheindemokratie/

Ein interessanter Denkansatz, allerdings sehe ich mindestens 2 Kritikpunkte:

  • Das Führerprinzip fußt…nun ja, halt auf einer Führerperson, nicht auf einem Einheitsparteiprinzip (wobei ich Parteienkartell um einiges präziser halte, aber deswegen keine Feindschaft nicht… 😉 ). Nach meiner Wahrnehmung tendiert die jetzige Entwicklung – grob vereinfacht – eher in Richtung DDR mit seinen Blockparteien als dem Drittem Reich mit der NSDAP als einzigem sog. „Hoheitsträger“.
  • Die „am Militär orientierte Parteiorganisation“ halte ich, mit Verlaub, doch für an den Haaren herbeigezogen. Fraktionsdisziplin und „robustes“ Durchsetzen beim Marsch nach oben sind im Parlamentarismus systemimmanent, also keine genuin faschistischen Mechanismen.

Zum jetzigen Zeitpunkt wäre für mich die Gleichsetzung mit faschistischen Führermodellen daher noch etwas zu sehr „gewollt“, als wollte man die Bestrebungen der Gegenwart quasi „mit dem Holzhammer“ in ein Faschismus-Muster subsumieren. Mir scheinen gegenwärtig die Parallelen zu Orwell ( 😉 ermüdend ausführlich auf diesem Weblog behandelt…) deutlicher zu überwiegen, allerdings wird man hier die Entwicklung weiter sorgfältig beobachten müssen.

Der Wahrheit eine Gasse: beim Punkt „totalitäres, in Funktionshierarchien gegliedertes Gesamtmodell der Gesellschaft“ läßt sich in der Tat eine deutliche Tendenz zum Modell einer formierten Gesellschaft (es kommt eben alles wieder, nicht wahr?) feststellen: die Organisation der sog. „Zivilgesellschaft“ (http://www.allianz-fuer-weltoffenheit.de/), die krakengleich die gesamte Bevölkerung umspannt: Kirchen, Sport, Kultur usw. Vom Kneipp-Bund bis zum Vogelschutz-Komitee. Auch am gelenkten Kampagnenjournalismus hätte ein Dr. Joseph G. seine Freude und die „irrationale weltliche Ersatzreligion“ wird in Gender und dem aufdringlichen „Alle-zusammen-gemeinsam-miteinander-Gesicht-zeigen-gegen-rechts“ immer deutlicher.

Alles in allem, ein Beitrag, welcher zur eigenständigen Reflektion einlädt – oder mit anderen Worten: in unserer Zeit ziemlich verdächtig.

Weiter so.

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