Unfaßbar: Kölner Kirchen „beten“ gegen die AfD

Ein wüstes Konglomerat aus realistischen Einschätzungen und durchaus berechtigter Kritik, zusammen gemischt mit unverdautem Halbwissen und antikirchlicher Agitation („…die Kirche, beraubt ihrer 1500-jährigen grenzenlosen Macht …Reinstallierung ihrer vor-aufklärerischen Macht“). So bleibt nach der Lektüre des Artikels der unangenehme Eindruck, dass der Autor mittels zusammen geklaubter Zitate lediglich seinen Haß auf die „Pfaffen“ („Verbrecher im Kirchengewand“) tarnen wollte. Bei aller berechtigten und inhaltlich scharfen Kritik an der Kanzlerin lassen zudem Sätze wie „der verbrecherischen Bundeskanzlerin Merkel stellen, mit dem nicht minder verbrecherischen damaligen Reichskanzler Hitler“ einen klar denkenden Menschen nur mit dem Kopf schütteln. Wer den berechtigten Widerstand gegen die Transformation unseres Gemeinwesens als den nicht ernst zu nehmenden Amoklauf irregeleiteter Fanatiker diskreditieren will, ist so auf dem „allerbesten“ Wege. Da wird in gewissen Parteizentralen und Redaktionen nicht nur ein Korken geknallt haben…

Nicht zum ersten Mal stellt der Autor Behauptungen auf, die vielleicht seinem Weltbild, aber nachprüfbar nicht der Realität entsprechen („Die Kirche bereitet die spätere Vernichtung der Behinderten mit vor“) und absurd verzerrt sind („13 Jahre später, im Jahr 1940, setzen die Nationalsozialisten dann diese kirchliche Forderung in die Tat um“).

Einem antiklerikalen Amoklauf gleich müssen dem Zerrbild („Sie waren es auch, die in Hirtenbriefen, verlesen von ihren Kanzeln, ihre Gläubigen dazu aufforderten, deutsche Nachbarn zu verraten, die Juden versteckten“) entgegenstehende Fakten wie beispielsweise der bestens dokumentierte Kampf der beiden Kardinäle Faulhaber (https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_von_Faulhaber) und von Galen (https://de.wikipedia.org/wiki/Clemens_August_Graf_von_Galen) komplett ausgeblendet werden. Man mag durchaus die Geschichte der katholischen Kirche im NS kritisch betrachten können, aber die akademische Redlichkeit gebietet es doch, wenigstens entgegenstehende Fakten zu nennen, Quellen zu zitieren und bei der Wahrheit zu bleiben.

Pauschale und irrationale Rundumschläge („Die Kirchenführer …sind Verräter am christlichen Glauben und Diener Satans“ sowie „Handlanger des Teufels“) sind eine willkommene Steilvorlage für buntorientierte politisierende Geistliche, ihre Kritiker komplett als verschrobene Sektierer mit gestörtem Wahrnehmungsvermögen bezeichnen zu können.

Conservo

(www.conservo.wordpress.com)

Von Michael Mannheimer *)

Satan muss der größte Fan der Kirchen sein

Wer sich als Kirchenführer mit dem historisch schlimmsten Völkermörder, dem Islam, solidarisiert, wer die Lüge verbreitet, der islamische und christliche Gott sei identisch, wer zum hunderttausendfachen Mord an Christen in islamischen Ländern schweigt und jene bekämpft, die darauf hinweisen, darf als Handlanger des Teufels bezeichnet werden.

An ihren Werken wird man sie erkennen

„Habe in Berlin beim Marsch für das Leben zusammen mit von Storch und anderen Afd-lern demonstriert.

Die Kirchen haben zusammen mit den Linksradikalen auf der anderen Seite gegen uns demonstriert. Den Abschlußgottesdienst konnten wir, die wir uns als Lebensschützer einsetzen, nicht im Dom feiern, weil die Kirche es nicht zuließ.

Bei Demos gegen Christenverfolgung waren ebenfalls AfDler dabei. Die Kirchen wollten das Thema vertuschen. Bei der „Demo für alle“ gegen die Installierung des familien- und christenfeindlichen Genderismus durch die Grünen und die…

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Pleite für Petry!: AfD-Parteitag gegen Abstimmung über „Zukunftsantrag“ (Berliner Kurier auf msn.com)

Pleite für Petry!: AfD-Parteitag gegen Abstimmung über „Zukunftsantrag“

GYI_671421360: AfD-Parteitag gegen Abstimmung über „Zukunftsantrag“
© Getty Images AfD-Parteitag gegen Abstimmung über „Zukunftsantrag“

AfD-Chefin Frauke Petry musste beim Bundesparteitag in Köln eine bittere Niederlage einstecken: Der Versuch die von ihr favorisierte „realpolitische Strategie“ der Partei herbeizuführen wurde in einer Abstimmung abgeschmettert.

Petry hatte zuvor betont, das Bild der Partei in der Öffentlichkeit dürfe nicht von einer „lauten Minderheit“ bestimmt werden. Sie verstehe, dass viele Parteimitglieder die Auseinandersetzung scheuten. Dies sei verständlich, aber falsch und „nicht mutig“, sagte sie in Anspielung auf das Parteimotto „Mut zur Wahrheit“. Gleichzeitig räumte Petry Fehler ein.

Parteichefin bereut Attacke gegen Gauland

Sie sagte, es tue ihr leid, dass sich Parteivize Alexander Gauland durch eine Formulierung in ihrem kürzlich veröffentlichten „Zukunftsantrag“ (hier mehr dazu lesen) angegriffen gefühlt habe. Sie sei bereit zu Änderungen an dem Antrag, der für Unruhe gesorgt hatte und der eine Abgrenzung von einer „fundamentaloppositionellen“ Strategie fordert.

Die Parteichefin betonte, man müsse vor der NRW-Wahl im Mai und der Bundestagswahl klarmachen, „ob und wie die AfD in den Jahren bis 2021 eine realistische Machtoption für die Wähler aufbaut, damit wir das Spielfeld und die Regierungsbank nicht dauerhaft den etablierten Parteien (…) überlassen.“

Allerdings wurden auch weitere Anträge zur ideologischen Ausrichtung der Partei wurden verworfen.

Parteiausschlussverfahren gegen Höcke vom Tisch

Die 600 Delegierten entschieden, zusätzliche Tagesordnungspunkte gar nicht zuzulassen. Damit war neben Petrys „Zukunftsantrag“ auch ein Vorstoß des Bremer Landesverbandes vom Tisch, das vom Bundesvorstand angestrebte Parteiausschlussverfahren gegen den Thüringer Fraktionschef Björn Höcke nicht weiter zu verfolgen.

Petry will ihre Partei auf einen „realpolitischen Kurs“ festlegen. Das lehnt der rechtsnationale Flügel der Partei um den Rechtsaußen Björn Höcke ab. Die Frage gilt auch als Machtprobe zwischen Petry und ihren Rivalen um Parteivize Alexander Gauland und Co-Parteichef Jörg Meuthen.

(dpa, jto)

http://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/pleite-f%C3%BCr-petry-afd-parteitag-gegen-abstimmung-%C3%BCber-%E2%80%9Ezukunftsantrag%E2%80%9C/ar-BBA9aki?li=AAaxdRI&ocid=spartandhp

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Magazin „WERTE“ 01-2017 NEU !! vom 20. Apr 2017 (http://www.cpoe.or.at)

Christliche Partei Österreichs

 

Lies das ganze Magazin unter
http://www.cpoe.or.at/Inhalt/de/Magazin_WERTE

..und nochmal an die geschätzte Blog-Leserschaft in felix austria:

POLITISCHES TREFFEN
am Samstag, 29.4.2017, um 11:00 Uhr


in 6900 Bregenz, Hotel MERCURE, Platz der Wiener Symphoniker 2

11:00 Uhr – Impulsreferat und Diskussion
MEDIEN- 4. Gewalt im Staat?

Ist ein ORF ohne Gebühren und ohne Politik möglich?
Referent: Dr. Rudolf Gehring (Initiator Volksbegehren)

13:00 Uhr – Gespräch und Diskussion
CHRISTLICHE POLITIK – eine Utopie?

Vision für eine christliche Gesellschaft

15:00 Uhr – Abschluss

Einen detaillierten Programmablauf finden Sie anliegend!

Auf zahlreiches Erscheinen freut sich
Christliche Akademie für Politik und Gesellschaft

 

„Die CPÖ strebt im Rahmen der demokratischen Möglichkeiten an, die christlichen Werte, die das Fundament unserer Gesellschaft sind, zu bewahren und zu politischer Geltung zu bringen. Auch wenn in allen Parteien Christen mitwirken, so sind wir der Überzeugung, dass nur eine Vereinigung des christlichen Lagers den Anliegen der Christen im Land eine Stimme verleihen kann. Darum sind wir als politische Bewegung und Partei bestrebt, Menschen mit christlicher Überzeugung, unabhängig von deren konfessioneller Zugehörigkeit, zur Mitarbeit einzuladen.“

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Koreanische Halbinsel: die nukleare Pandora! (strategische-studien.com)

Strategische Studien

Koreanische Halbinsel: die nukleare Pandora!

Panmunjom - Panmun-gak von Nordkorea
Panmunjom – Panmun-gak von Nordkorea

Erschienen im PORTAS CAPITAL Newsletter

1. Koreanische Halbinsel: geostrategische Bedeutung

Wie ein Drohfinger weist die koreanische Halbinsel vom eurasischen Festland aus auf Japan hin. Zweimal haben die Seestreitkräfte von Kublai-Khan (1215-1294), dem Gründer der über China herrschenden Yuan-Dynastie der Mongolen (1279-1368), von Korea aus versucht Japan zu erobern. Dabei sind sie gescheitert. Japan selbst hat gegen Korea Eroberungsfeldzüge unternommen. 1905 wurde Korea zum japanischen Protektorat und 1910 zur Kolonie Japans degradiert.

Jene Macht, die über die koreanische Halbinsel herrscht, kontrolliert das Gelbe Meer und das Japanische Meer. Die Lage der Halbinsel ist von hoher seestrategischer Bedeutung.

Eine Vereinigung der beiden Koreas würde zu einem Industriestaat mit einer Bevölkerung von über 76 Millionen Menschen führen, die bezüglich Innovation und Leistungsfähigkeit jene der Nachbarstaaten übertreffen könnte. Nur schon deshalb haben weder Japan noch China ein echtes Interesse an der seit 1945 aufgezwungenen Teilung des koreanischen Volkes. Die heutige Grenze zwischen Nord- und Südkorea bildet die seit dem Ende des Koreakrieges, 27.08.1953 festgelegte Waffenstillstandslinie.

Die Vereinigung die beiden Koreas könnte, so die Sicht von China, auch zur Stationierung von US-Truppen an den koreanisch-chinesischen Grenzflüssen Yalu und Tumen führen. Eine solche Lage will China unter allen Umständen verhindern.

 

2. Das Nuklear- und Flugkörperprogramm Nordkoreas

Bereits in den 90er Jahren hat Nordkorea einen schwunghaften Handel mit weiterentwickelten ballistischen Flugkörper des Typ Scud an Staaten des Mittleren Ostens und Nordafrika (Libyen) betrieben. Im Verborgenen dürfte Nordkorea in dieser Zeit auch nukleare Gefechtsköpfe entwickelt haben. Am 9. Oktober 2006 fand die erste unterirdische Zündung eines nuklearen Gefechtskopfes statt. Die Sprengkraft wurde auf 0.7 bis 2 Kilotonnen (Hiroshima-Bombe 13.5 Kilotonnen TNT) geschätzt.[1] Am 5. April 2009 testete Nordkorea einen dreistufigen ballistischen Flugkörper Taepodong/Unha. Am 25. Mai 2009 fand die zweite nukleare Explosion mit einer Sprengkraft von 2 bis 5.4 Kilotonnen statt. Am 13. April 2012 fand wieder ein Test mit einem Flugkörper Taepodong/Unha statt, der aber misslang. Der Test wurde am 12. Dezember 2012 mit einem Satelliten erfolgreich wiederholt.

Am 12. Februar 2013 erfolgte die dritte nukleare Explosion mit einer Sprengkraft von 6 bis 16 Kilotonnen. 26. März 2014 wurden zwei ballistische Flugkörper mit einer Reichweite von 650 km abgeschossen. Am 28. November 2015 testete Nordkorea zum ersten Mal den Abschuss eines U-Boot-gestützten ballistischen Flugkörpers. Am 21. Dezember 2015 fand ein weiterer Abschuss statt. Die vierte nukleare Explosion erfolgte am 6. Januar 2016 mit einer Sprengkraft von 7 bis 15 Kilotonnen. Diesmal soll es sich um eine Wasserstoffbombe gehandelt haben.

Der Abschuss eines Satelliten mit einem ballistischen Langstreckenflugkörper erfolgte am 7. Februar 2016. Die Abschüsse von zwei Mittelstreckenflugkörper misslangen am 28. April 2016. Die fünfte nukleare Explosion mit einer Sprengkraft von 10 bis 30 Kilotonnen erfolgte am 9. September 2016.

Für 2017 sind folgende Tests mit ballistischen Flugkörper bekannt:

  1. Februar ein Mittelstreckenflugkörper Pukguksong-2

6.März vier ballistische Flugkörper Richtung Japan

  1. April ein ballistischer Flugkörper Pukguksong-2
  2. April ein gescheiteter Test

Genaue Angaben über den Umfang des Nuklear- und Flugkörperarsenals Nordkoreas existieren nicht. Es ist denkbar, dass Nordkorea heute über beinahe 30 nukleare Gefechtsköpfe verfügen könnte. Was das Arsenal an ballistischen Flugkörpern, die für deren Einsatz notwendig wären, betrifft, so ist bis anhin Nordkorea immer unterschätzt worden.

 

3. Nuklearmächte China, Russland und USA

Nordkorea grenzt an zwei der drei grössten Nuklearmächte der Welt, China und Russland. Dazu kommen aufgrund der Stationierung von Streitkräften in Südkorea auch die USA dazu. Im Vergleich zu den nuklearen Arsenalen dieser drei Mächte erscheint jenes von Nordkorea wie ein Zwerg. Russland dürfte zum gegenwärtigen Zeitpunkt über 8’000 einsatzfähige und nichteinsatzfähige nukleare Gefechtsköpfe verfügen. Bei den USA könnten es 7’300 nukleare Gefechtsköpfe sein. Das chinesische Arsenal an nuklearen Gefechtsköpfen wird auf 250 geschätzt. Gleichzeitig verfügen die drei Nuklearmächte für den Einsatz dieser nuklearen Gefechtsköpfe über ein beachtliches Arsenal an Trägersystemen (Land- und U-Boot-gestützte Ballistische Flugkörper, Langestreckenbomber).[2]

Da sich aber diese drei Nuklearmächte ausgerechnet auf der koreanischen Halbinsel gegenüberstehen, könnte das nordkoreanische Arsenal, sollte es zu dessen Einsatz kommen, wie ein Auslöser für eine gewaltige Konfrontation zwischen den drei Mächten wirken. An einer solchen Konfrontation dürften weder Washington DC noch Moskau noch Beijing ein Interesse haben. Das Problem ist nicht die Grösse und der Umfang des nordkoreanischen Arsenals, sondern die Tatsache, dass die klassischen Abschreckungstheorien hier unwirksam sind. Das Regime in Pjöngjang will offenbar mit seinem Nukleararsenal die USA zu einem Friedensvertrag erpressen und damit die Herrschaft der Kim-Familie für die Zukunft sichern. Vorgehen und Ziel entsprechen jenem der Gangsterbosse der Mafia.

 

4. Szenarien

Ein Eingehen der USA auf die Forderungen der nordkoreanischen Gangster würde nicht nur zu einem Gesichtsverlust in Asien führen, sondern würde mit Sicherheit eine nukleare Aufrüstung Japans wegen der Bedrohung durch Nordkorea auslösen. An einer Nuklearisierung Japans, die jederzeit möglich ist, hat aber keiner der drei Grossstaaten Nordostasiens ein Interesse. Nur schon deshalb werden die USA auf die nordkoreanischen Forderungen nicht eingehen. Aufgrund der gegenwärtigen Lage sind drei Szenarien denkbar:

  1. Beijing zwingt mit dem Einsatz aller China zur Verfügung stehenden Mittel – dazu gehört insbesondere die Versorgung Nordkoreas mit Nahrungsmittel – Pjöngjang zur Aufgabe seines Nuklear- und Flugkörperprogramms. Gibt Pjöngjang nicht nach, dann muss die Volkrepublik China in Nordkorea mit militärischer Überlegenheit einmarschieren und das nordkoreanische Nukleararsenal unter seine Kontrolle bringen. Dies dürfte allerding zum sofortigen Zusammenbruch des nordkoreanischen Regimes und einer riesigen Fluchtbewegung aus Nordkorea Richtung China führen. Denkbar ist auch, dass das nordkoreanische Regime gegen China einen Teil seiner Nuklearwaffen einsetzen könnte;
  2. Washington DC führt gegen das nordkoreanische Regime einen Enthauptungsschlag mit ballistischen Flugkörper durch, die mit konventionellen Gefechtsköpfen ausgerüstet wären. Ein erfolgreicher Enthauptungsschlag wäre aber nur aufgrund gesicherter Informationen über die Standorte der Stützpunkte des Regimes und der nuklearen Depots möglich;
  3. Washington DC greift mit konventionellen Streitkräften Nordkorea terrestrisch und amphibisch an und versucht das Land zu besetzen. Das Risiko dabei wäre die Zerstörung von Seoul durch die nordkoreanische Artillerie und ein möglicher Einsatz der nordkoreanischen Nuklearwaffen. Ein solcher Angriff wäre auch nur mit der Zustimmung von Beijing möglich.

Das erste Szenario erscheint aufgrund der Risiken und der Folgen als das plausibelste. Allerdings müsste es angesichts der nuklearen Aufrüstung und der Gangstermentalität von Nordkorea sehr bald umgesetzt werden.

 

[1] STRATFOR, 2017 Second-Quarter Forecast: East Asia, 12.04.17, 07:21, P.3/4.

[2] The Military Balance 2017, The International Institute for Strategic Studies, London, 2017, P. 22.

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Rechtfertigung eines jüdischen „Heilsweges“ ohne Christus (katholisches.info)

„Nach dem Holocaust“ – Geschichts-Theologie zur Rechtfertigung eines jüdischen „Heilsweges“ ohne Christus

Blick von der Kirche Dominus flevit auf den Tempelberg in Jerusalem. Wenn Jesus nicht auch für das Heil der Juden gekommen wäre, hätte er nicht über Jerusalem weinen müssen.
Blick von der Kirche Dominus flevit auf den Tempelberg in Jerusalem. Wenn Jesus nicht auch für das Heil der Juden gekommen wäre, hätte er nicht über Jerusalem weinen müssen.

Gastbeitrag von Felix Lanz

Das Katholische Sonntagsblatt, die „Kirchenzeitung der Diözese Bozen-Brixen“ veröffentlichte am 16. April den Artikel „Fürbitten im Geiste des Konzils“. Im Vorspann heißt es:

„Nirgends spiegelt sich das neue Verhältnis des Zweiten Vatikanischen Konzils zu anderen Religionen, zu den Juden und den Heiden deutlicher wider als bei den großen Fürbitten am Karfreitag.“

Was hier am „Rand“ des deutschsprachigen Raums geschrieben wurde, spiegelt die derzeit, offiziell vorherrschende Meinung im katholischen deutschen Sprachraum wider.

Der Mainstream-Theologe Paolo Renner

Paolo Renner (Mitte)
Paolo Renner (Mitte)

Der Artikel ist gezeichnet mit dem Kürzel „pr“. Es steht für Paolo Renner. Renner ist Professor für Fundamentaltheologie und Religionswissenschaft an der Theologisch-Philosophischen Hochschule Brixen, an der auch die Seminaristen der Diözese ausgebildet werden. Zuletzt war er Dekan der Hochschule, derzeit ist er Prodekan. Nach seinem Studium an der Gregoriana wurde Renner 1985 zum Priester geweiht. Kurz darauf übernahm er die Leitung einer „Basisgemeinde“ in Meran, der er seit seiner Jugend angehörte. Seit 2009 ist er zudem Direktor des „Ökumenischen und Interreligiösen Instituts für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“, einer jener kirchlichen Zeitgeist-Einrichtungen, denen ein Wortschwall zu sozialen Fragen, zugunsten von Masseneinwanderung und Islam sowie ökologischen und anderen Themen des linksgrünen Spektrums einfällt, aber nichts zum himmelschreienden Unrecht der Abtreibung.

Als Mainstream-Theologe weiß Renner natürlich auch etwas zum Verhältnis zwischen Christentum und Judentum zu sagen, was er im genannten Artikel anhand der großen Karfreitagsbitte für die Juden tut.

„pr“ schreibt darin:

„Diese neue Bitte ist vorsichtig formuliert. Sie nimmt Rücksicht auf die vom Konzil erneuerte Lehre von der Gültigkeit des ersten Bundes.“

Es folgt ein (obligater) Seitenhieb gegen die Tradition:

„Leider klingen in der seit 2007 zugelassenen ‚außerordentlichen Form‘ des römischen Ritus die alten Töne wieder an. Hier wird darum gebetet, dass ‚unser Gott und Herr ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus Christus als Retter aller Menschen erkennen‘.“

„pr“ dazu:

„Das hat heftige Reaktionen ausgelöst. Viele Juden fragten mit Recht, ob sie um ihres Heiles willen verpflichtet seien, an Christus als Erlöser aller Menschen zu glauben.“

Renner: Juden müssen für ihr Heil „nicht an Christus als Erlöser aller Menschen glauben“

Renner macht sich vorbehaltlos die jüdische Position zu eigen. Wer nicht weiß, daß diese Kritik an der in der außerordentlichen Form des römischen Ritus enthaltenen Karfreitagsbitte von Renner kommt, würde nie erraten, daß sie aus dem Mund eines Christen stammt. Ein seltsames Verhalten für einen Theologen, Priester und Ausbilder künftiger Priester.

Es geht noch weiter:

„Die von Papst Paul VI. vorsichtige Formulierung gilt weiterhin als ‚ordentliche Form‘ des römischen Ritus. Für die ‚Erleuchtung‘ der Juden zu beten, ist deshalb in der heutigen Zeit mit einer gewissen Anmaßung verbunden. Da ist der Gedanke nicht weit, ‚Bekehrung‘ sei für die Juden notwendig, damit sie zum Heil gelangen.“

Katholisches Sonntagsblatt vom 16. April 2017
Katholisches Sonntagsblatt vom 16. April 2017

Spätestens an dieser Stelle, mit all ihren Konjunktivformen, bleibt man fast sprachlos. Redet so ein katholischer Priester? Für das Heil eines anderen Menschen zu beten ist eine „Anmaßung“? Auch in diesem Fall macht sich Renner unkritisch die jüdische Position zu eigen. Er spricht nicht als Priester, nicht als Theologe, nicht als Christ. Die Identifikation mit dem Objekt seiner Darstellung scheint „perfekt“. Ist das das Ziel einer „interreligiösen“ Camouflage? Renner versteigt sich faktisch zur Behauptung – ohne jede Distanz, ohne jede Kritik, ohne jedes Hinterfragen –, daß es mindestens zwei Heilswege geben muß: einen christlichen Heilsweg mit Christus und einen jüdischen Heilsweg ohne Christus.

Das Gegenteil lehren die Heilige Schrift und die kirchliche Überlieferung. Christus ist ausdrücklich Mensch geworden, um die Juden zur Bekehrung zu rufen. Wenn dem nicht so wäre – dem ist aber so – war es geradezu absurd, daß er ausgerechnet unter den Juden und als Jude Mensch geworden ist. Seine Reden über die Hartherzigkeit und Umkehr richteten sich ganz konkret vor allem an die Juden. Er ging in die Synagogen und in den Tempel von Jerusalem. Er ging nie in irgendeinen Heidentempel. Gleiches taten seine Jünger, bis die Pharisäer, die nach der Zerstörung des Tempels die Kontrolle im Judentum übernahmen, sie um 100 nach Christus in der Synode von Jamnia endgültig aus der Synagoge ausschlossen.

Renners Geschichtstheologie: „Nach dem Holocaust …“

Renner ist damit noch nicht am Ende seines antichristlichen Deliriums. Wie begründet Renner einen jüdischen „Heilsweg“ ohne Christus? Mit einem saloppen, aber bedingungslosen Diktum:

„Nach dem Holocaust verbietet sich aber für Christen jede Form von ‚Judenmission‘.“

Renner schreibt willkürlich einem historischen Ereignis, irgendwann in der Geschichte, irgendwo auf der Welt, eine heilsgeschichtliche Bedeutung zu. Die Aussage des getauften Katholiken, gefühlten Juden, politischen Marxisten und praktizierenden Atheisten Theodor Adorno, „Nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben, ist barbarisch“ (1949), ist in der Sache dümmlich und substanzlos, mag aber als subjektive Meinung eben im Raum stehen. Renners Behauptung aber, „nach Auschwitz“ hätten Christen sich nicht mehr für die Bekehrung und das Seelenheil anderer Menschen einzusetzen, jedenfalls nicht der Juden, ist vertikal von einer schrecklichen Hartherzigkeit und horizontal geradezu blasphemisch. Sie richtet sich direkt gegen Christus und sein Kreuzesopfer, und sie richtet sich direkt gegen die (jüdischen) Mitmenschen.

Der Nationalsozialismus hat das Heilswerk Jesu Christi annulliert?

Annulliert ein 1900 Jahre nach Christi Tod am Kreuz im Namen der neuheidnischen Ideologie des Nationalsozialismus verübtes Verbrechen das Heilswerk Jesu Christi? Laut Renner offenbar schon. Kann aber ein Priester so argumentieren? Damit spricht er dem Nationalsozialismus nachträglich sogar heilsgeschichtliche Bedeutung zu. Das hätte Hitler in seinem „Vorsehungs“-Denken zwar gefallen, trifft die Sache aber wohl kaum. In der Heiligen Schrift finden sich weder Nationalsozialismus noch „Holocaust“. Beide Aspekte lassen sich durchaus geschichtstheologisch deuten, allerdings ganz anders, nämlich als Folge der Sünde und der Ablehnung Christi – Weg, Wahrheit und Leben (Joh 14,6).

Der „Holocaust“ spaltet – folgt man Renner – die Erlösungstat Christi auf in einen auch nach dem „Holocaust“ gültigen Teil für … ja, für wen, für die Christen, die Heiden, die Nicht-Juden (?) …, und einen nach dem „Holocaust“ nicht mehr gültigen, annullierten, aufgehobene Teil. Denn „nach dem Holocaust“ gilt die Heilstat Jesu, so Renner, für die Juden jedenfalls nicht mehr. Renner legt hier eine geradezu abstruse „Geschichtstheologie“ vor.

Oder ist Renner gar der Meinung, daß Menschwerdung, Lehre, Leiden, Tod, Auferstehung und Himmelfahrt Christi nie für die Juden galt? Das wäre ein nicht minder abschüssig-schlüpfriges Terrain, auf dem sich der Theologe natürlich nie halten könnte, weil seit der Verkündigung des Erzengels Gabriel an die Jungfrau Maria alles in der Menschheitsgeschichte dagegen spricht.

„Wir haben den Messias gefunden“

Renner will offenbar, so sein bestreben, als besonderer Freund der Juden auftreten, entpuppt sich in Wirklichkeit aber als das genaue Gegenteil. Natürlich bedürfen auch die Juden des Heils wie jeder andere Mensch auf dieser Welt. Sie warten 2000 Jahre nach Christi Tod noch immer auf die Ankunft des Messias. Der Tod führt sie weiterhin nur hinab ins Reich der Toten. Die Auferstehung ist ihrem eigenen Verständnis fremd. Jesus ist aber für die gesamte Menschheit in die Welt gekommen, aber – und das ist eine historische Tatsache – ganz konkret inmitten der Juden und als Jude. Das kann auch Renner nicht auslöschen.

Das jüdische Volk hat sich durch die Menschwerdung Gottes gespaltet in jene, die den Messias erkannt haben und in jene, die ihn ablehnten und bis heute ablehnen. Der künftige Apostel Andreas, so berichtet das Johannesevangelium bereits im Ersten Kapitel, eilte zu seinem Bruder Simon, dem späteren Apostel Petrus, um ihm außer Atem zu berichten:

„Wir haben den Messias gefunden“ (Joh 1,41).

Beide waren Juden. Die tonangebende Elite, der damalige jüdische Mainstream, ließ Christus aber ans Kreuz schlagen. So wie die Protestanten sich aus der Ablehnung der katholischen Kirche definieren, definieren sich die Juden auch heute aus der Ablehnung Christi. Das Kreuz ist den Juden ein „Ärgernis“ und den Heiden eine „Torheit“, sagt die Heilige Schrift. Renner macht sich diese Haltung zu eigen, indem er es als Ärgernis darstellt, daß Christen für die Bekehrung der heutigen Juden beten, die Nachkommen jenes Teils des alten Volkes, das Christus abgelehnt hat, damit auch sie, wie der andere Teil des alten Volkes, aus dem Jesus alle Apostel und die ersten Jünger berief, Christus erkennen und das ewige Seelenheil erlangen.

Jesus: „Niemand kommt zum Vater außer durch mich“

Denn es gibt nur einen Heilsweg für den Menschen, ob Jude oder nicht, und der heißt Christus. Jesus sagt ausdrücklich:

„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich“ (Joh 14,6).

Er sagt nicht, niemand – außer die Juden – kommt zum Vater außer durch mich. Allein die Vorstellung ist absurd, da er fast nur von Juden umgeben war. Seine Worte richtet Christus an alle Menschen zu allen Zeiten, damals aber stand ganz konkret nicht irgendwer vor ihm, sondern ein vorwiegend jüdisches Publikum. Die Aussage bedeutet: „Niemand“ erlangt das Heil ohne Christus. Einen Heilsweg ohne Christus gibt es nicht.

Für das Heil anderer Menschen zu beten, ob Juden, Heiden, Ungläubige, Gottlose, schlechte Christen, ist ein Werk der Barmherzigkeit. In der „Anmaßung“, die Renner der Karfreitagsbitte für die Juden unterstellt, spiegelt sich jene Ablehnung wider, die Christus vor 2000 Jahren erfahren hat und seit 2000 Jahren erfährt. Renner spricht zwar nicht für sich, rechtfertigt aber die Ablehnung Christi durch andere. Macht das die Sache besser?

Ein Freund der Juden sein, heißt, sie – wie jeden anderen Menschen – zu Christus hinzuführen, für Christus zu gewinnen, für ihr Heil und ihre Erleuchtung zu beten. Diese Barmherzigkeitstat im Namen einer fiktiven „Irreligiosität“ und einer abwegigen Geschichtstheologie abwürgen zu wollen, kommt im besten Fall einer Unterlassungssünde gleich, im schlimmeren Fall aber …

Bild: Autor/Sonntagsblatt/Neue Südtiroler Tageszeitung (Screenshots)

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Paßt zum heutigen Breviertext der Sext: „Es erzählten mir die Frevler Fabeleien, aber sie sind nicht wie dein Gesetz“. Das Zerreißen des Tempelvorhangs wird in der Patristik als Zeichen gedeutet, dass der Heilige Geist vom Tempeldienst der Juden wich (Catena Aurea, 1. Neuaufl. 2014, Bd. 1, Seite 1090), d. h. der alte Bund zerbrach.

Die Richtigkeit dieses bizarren Ansatzes unterstellt, würde ein Völkermord Christus als Mittler für das Heil der Opfer überflüssig machen.

Warum dieses? Wurde der „Holocaust“ etwa von Christen durchgeführt? Nein. Und selbst wenn, was würden Verbrechen am Willen Gottes ändern? Kann der „Holocaust“ die Gültigkeit von Joh 14,6 aufheben? Oder ist die Bibel (zumindest wenn es nicht opportun ist…) nicht Gottes Wort? Oder hatte der Herr keine Ahnung, was er sagte? Hat er gelogen? Dann war er also gar nicht der Messias…?

Die Richtigkeit dieses „theologischen“ Ansatzes unterstellt, stellt sich mir die Frage, ob diese „These“ dann auch für die Millionen Sowjetbürger, die in Stalins Lagern bei minus 20°C nackt mit kaltem Wasser übergossen wurden, Geltung hat? Oder für die bis zu 2,2 Millionen Opfer der sog. „Roten Khmer“? Oder die Indianer, die von der US-Verwaltung gezielt mit pockenverseuchten Decken „versorgt“ wurden?

Oder gilt der Ansatz nur exklusiv für Juden? Wenn ja, warum dieses?

 

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„Anschlag auf BVB-Bus. Polizei nimmt Tatverdächtigen Deutsch-Russen fest“

Eine Einladung zum geistigen Kurzschluss:

Deutsch-RUSSE = Putin-Agent

Putin = Gasprom

Gasprom = Sponsor von Schalke 04

Schalke 04 =Erzrivale vom BVB

Alles klar?

😉

Das Heerlager der Heiligen

titelt „Focus“.

Gut, daß der Mann Deutsch-Russe ist.

Wäre er z.B. Marrokaner, griffe nämlich § 12 des deutschen Pressekodex: „Die Zugehörigkeit(hier zu einer ethnischen Minderheit J.R.)  soll in der Regel nicht erwähnt werden, es sei denn, es besteht ein begründetes öffentliches Interesse. Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte. „

Die Vorschrift greift aber bei Russen nicht. War schon beim Adolf so. Hat sich nichts geändert.

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Die FAZ über kirchliche Beteiligung an Anti-AfD-Demos: „Billiger Protest“

Bezeichnenderweise wird bereits „im Vorfeld“ offen mit Straßenterror gerechnet, medial als „militante Proteste“ verharmlost. Wohlgemerkt geht es bei Blockaden und körperlichen sowie akustischen Angriffen auf Delegierte des AfD-Parteitages nicht um das legitime Bekunden einer anderen Auffassung, sondern um das Ziel, den Parteitag einer demokratischen Partei zu verhindern oder extrem zu erschweren.

Das organisierte „gesunde Volksempfinden“ von Kardinal Woelki (Wie ginge es nach einer staatlichen Streichung der Kirchensteuer weiter?) über Karnevalisten (Kontaktpflege im „Klüngel“...) bis zu an Flüchtlingen gut verdienenden Einrichtungen der kirchlichen und „Initiativen“-Szene sorgt für die dauerempörte, halbwegs reputierliche Kulisse. Kulisse für die kriminellen Taten der straff organisierten Schlägertrupps der AntiFa.

Wenn die Volksseele – allzeit bereit – Richtung Siedepunkt wütet und schreit…“

Diese Strategie hat übrigens bereits in den 30ern geklappt: in der sog. „Harzburger Front“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Harzburger_Front) stellte man respektable Figuren wie etwa den Kronprinzen August Wilhelm von Preußen und den ehemalige Reichswehrgeneral Hans von Seeckt zur Beruhigung bürgerlicher Kreise „ins mediale Schaufenster“, die notwendige Drecksarbeit auf der Straße erledigten die „bewährten“ Schläger der Sturmabteilungen. Natürlich dann ohne die Schaufensterfiguren.

Wie halt BAP in Kristallnaach einst sang:

In der Ruhe vor dem Sturm, was ist das?

Ganz klammheimlich verlässt wer die Stadt.

Honoratioren inkognito hasten vorbei,

offiziell sind die nicht gerne dabei,

wenn die Volksseele – allzeit bereit

Richtung Siedepunkt wütet und schreit:

„Heil – Halali“ und grenzenlos geil nach Vergeltung brüllt,

zitternd vor Neid

in der Kristallnacht

CHRISTLICHES FORUM

Das Bündnis „Köln stellt sich quer“ plant am kommenden Samstag eine Großdemonstration gegen den AfD-Parteitag in Köln.Kirchliche Kreise beteiligen sich unter dem selbstgefällig-dreisten Leitwort „Unser Kreuz hat keinen Haken“ an diesen Aktionen.

Militante Proteste von linksradikaler Antifa-Seite gesellen sich dazu. (Näheres dazu hier: https://charismatismus.wordpress.com/2017/04/19/linksradikale-kriminalisieren-die-polizei-und-kuendigen-widerstand-gegen-afd-parteitag-an/)

Die Polizei ist angesichts der von linker Seit angekündigten Blockaden und Randalen alarmiert; sie plant einen Großeinsatz mit 4000 Beamten zum Schutz der Bürger und des AfD-Bundesparteitags.

In der heutigen FAZ-online vom 20. April 2017 äußert sich FAZ-Redakteur Reinhard Müller zu Widerstand gegen die AfD unter dem Titel „Haken mit Kreuz“. Schon eingangs schreibt der Autor zu Recht: „Für billigen Protest gegen die AfD sind die Kirchen leicht zu haben. Über den militanten Islam wollen sie lieber nicht sprechen – obwohl das nötig wäre.“

In dem Artikel der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ heißt es ironisch weiter:

Unter dem Banner „Unser Kreuz hat keine Haken“…

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Pressemappe zum neuen Mainzer Bischof

Wer an Informationen über den neuen Mainzer Ortsbischof interessiert ist, dem sei ein Blick in die Pressemappe geraten:

file:///C:/Users/Alle%20anderen/Downloads/Pressemappe-zum-Versenden.pdf

Homepage: https://pressestelle.bistummainz.de/detail/professor-dr-peter-kohlgraf-wird-neuer-bischof-des-bistums-mainz/0a61524a-57de-4915-86e0-5b7b0d09027b?mode=detail

 

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„Zahl der Widersprüche ist beschränkt“: Was der FSSPX noch zur Versöhnung mit Rom fehlt (http://de.catholicnewsagency.com)

„Zahl der Widersprüche ist beschränkt“: Was der FSSPX noch zur Versöhnung mit Rom fehlt

Interview mit Pater Franz Schmidberger, Regens des Priesterseminars der Piusbruderschaft

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Neue Gewalt aus altem Islam II (die-neue-ordnung.de)

Nr. 2 / 2017 April         71. Jahrgang

Hans-Peter Raddatz

Neue Gewalt aus altem Islam

Teil 2: Wahrheit, Täuschung und Immanuel Kant

1. Herrschaft zwischen Materie und Idee

Mit dem Stichwort der Macht knüpfen wir an den ersten Teil des Beitrags an, der u.a. eine kurze Charakterisierung von Macht als überzeitlichem Phänomen enthält und mit der Erklärung begonnen hat, wie unsere vermeintlich moderne Zeit seit der Aufklärung eine Tendenz entwickeln konnte, die sich graduell dem Islam annäherte und heute Europa massenweise mit Muslimen flutet. Dies mit den Anhängern einer Ideologie, die auf Basis von Koran und Tradition das Ziel verfolgt, nichtislamische Kulturen, speziell die europäische, zu überwinden und solches in einer langen, konsequent gewaltgeprägten Geschichte mit systemischer Präzision bestätigt hat. Insofern bietet dieser historisch stabile Prozeß einer Machtanalyse mit dem Islam ein plausibles Beispiel für die evolutionär gewachsene, anthropologische Konstante der Herrschaft von Wenigen über Viele, die als unveränderbares Elitenprivileg und Schichtengefälle jeden Sozialverband steuert und somit auch den Kurzzeitraster soziologischer Schwammbegriffe bestimmt. Dazu zwingt die Schere zwischen Macht und Masse, zwischen elitär Führenden und prekär Geführten, die alle Denk- und Zeitformen des Sozialen lenkt und sich seit Kulturbeginn auf zwei unvereinbare Quellen stützt: auf die übernatürliche Schöpfung und die natürliche Geschichte.

Indem Macht auf dieser Basis die unverfügbare Schnittstelle zwischen Gott und Mensch, Transparenz und Immanenz bildet, ist sie der alleinige menschheitliche Imperativ, der allen Formen von Herrschaft, Sozialität und Kultur apriorisch vorausliegt. Dem entspricht, daß alle geistigen und materiellen Leistungen, die den Gang der Geschichte antreiben und mit der Neuzeit in die wissenschaftliche Dominanz des Westens münden, als Spiegel der Macht erscheinen, der sich in der Wechselwirkung der Machthaber mit den großen Denkern und Philosophen abbildet. Mit anderen Worten: Der Gang des Geistes und Wissens ist untrennbarer Teil der Herrschaftstrends, deren Formen sich im Lauf der Epochen unter dem unverfügbaren Regime der Macht zwar wandeln, aber an der Schichtenschere nichts ändern.

Nachdem im ersten Teil die konkreten Zusammenhänge vorgestellt wurden, die sich im aktuellen Trend der Globalisierung von der Demokratie zur Despotie entfalten und mit der Muslimflut auch Wellen neuer Gewalt in Deutschland und Europa auslösen, ist es Aufgabe des zweiten Teils, auf den übergeordneten Denkrahmen einzugehen, auf die Ideengeschichte, die sich heute im akademischen Diskurs und volksseitig in seit Jahrzehnten üblichen Zwangsformeln des sogenannten „Kulturdialogs“ fortsetzt. Ihren Diktaten zufolge soll der Islam zu Deutschland und Europa gehören und nichts anderes als „Hochkultur“ und „Frieden“ bedeuten. Kritische Analysen werden mit ansteigender Aggressivität als psychische Deformationen der „Islamophobie“, „Volksverhetzung“ und Schlimmerem wie des krebsartigen Wühlens von Mikroben, Ungeziefer und „Geschwüren“ (Ayman Mazyek – Islamagitator in Deutschland) ausgegrenzt. Hier entlarvt sich diese Doktrin als Fortsetzung des Extremismus rotbrauner Couleur aus „aufklärerischer“ Wissenschaftstradition, deren „historischer Materialismus“ (Marx) mit Napoleon, Hitler, Stalin und Truman ein illustres Quartett systemischen Massenmords hervorbrachte. Wer sich über Truman als das US-Pendant gewaltkompatibler Eliten in Frankreich, Deutschland und Rußland wundert, mag bedenken, daß die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki nicht nur an zwei Tagen, sondern in wenigen Minuten fast 200.000 Menschenleben auslöschten und somit die vorläufig „effizienteste“ Version materialistischer Wissenschaft und radikalste, wurzelhaft „ausmerzende“ Variante elitärer Verfügung über die Massenexistenz bildet.

Dagegen steht die Position des Idealismus, die auf den Ideen hinter den Dingen fußt, auf der über die Physis hinausgehenden Metaphysik. Sie wirft die Fragen von Gut und Böse, Schuld und Sühne in Raum und Zeit auf und führt seit der Antike die theo-philosophische Diskussion über die transzendente Geschöpflichkeit und geistige Selbstidentität zwischen Gott und Mensch. Ihr stellen die Materialisten das Konzept vom Menschen als psycho-physisch teilbare Funktion entgegen, als relationales Bezugsbündel, das dem politsozialen Bedarf der elitären Gesellschaftskontrolle nachkommt. Aus der Kluft zwischen Idealismus und Materialismus folgt die Spaltung zwischen Subjekt und Objekt dergestalt, daß die „wahre“ Erkenntnis der Welt angeblich nur durch die „richtige“ Beziehung zwischen erkennendem Subjekt und zu erkennendem Objekt erfolgt. Diese Behauptung, die seither alle Denker umtreibt, ist so alt wie die Philosophie selbst und öffnet auch dem philosophisch Ungeübten die naheliegende Erkenntnis, daß die Spaltung dem Macht-MasseGefälle entspricht. Denn die jeweils zeitgerechte und maßgebliche Erkenntnis und Deutung der Welt liegen naturgemäß beim aktiven Subjekt der Eliten und ihrer Vordenker, deren Interesse die politische Steuerung und ökonomische Nutzung des passiven Massenobjekts ist.

Insofern gilt der Subjektivismus zwischen Idealismus und Materialismus durch alle Epochen hindurch als apriorische, grundsätzlich die Eliten bevorteilende Denkform, in der Macht mittels ihrer Herrschaftsvarianten welthistorisch wirksam ist. Dabei ist es weder möglich noch nötig, hier auf letztere einzugehen, die man in einschlägigen Lexika nachlesen kann. Wir sollten uns auf das beschränken, was ihnen gemeinsam ist, nämlich ihre Potentiale, die zwischen Ideen- und Realgeschichte Kultur schaffen und zerstören – mit Religion und Politik, Glauben und Wissen, Ethik und Recht. Nur in dieser sachlichen Beschränkung, die zugleich die zeitliche Perspektive ausweitet, besteht die Aussicht, im aktuell auf immer kleinere Sach- und Zeitzonen verkürzten Denken das Interesse für die massive Vereinnahmung des Menschen durch die herrschende Doktrin der Zwangstoleranz zu stärken. Deren sich selbst radikalisierender, geldnormierter Materialismus löscht mit rasantem Bildungsverfall das Wissen um seine kulturelle Herkunft und läßt die „alte“ Vernunft des bewußten Individuums in der Spirale von Arbeit, Konsum und Entertainment verschwinden. Es versteht sich mithin von selbst, daß sich auch die Euro-Traditionen von Religion, Wissenschaft und Ethik abschwächen, und indem sie auf zunehmend primitive „Augenhöhe“ mit dem Islam kommen, den Propaganda-Slogan der Einheit bzw. „Einfalt in Vielfalt“ kurios verwirklichen. So ist es wenig sinnvoll, dem der Masse aufgezwungenen Kurzzeit-„Denken“ ein emanzipiertes Verständnis für das Dilemma zu unterstellen, weil ihre machtbedingte Nachordnung die nötige Bildung verhindert. Dies um so mehr, als ihre vermeintlich kritischen Fürsprecher als systemische Opfer der modernen Denkschrumpfung wiederholt darüber klagen, daß ihnen Analysen der Euro-Islamisierung seit Jahrzehnten unverändert „schwierig“ und „kompliziert“ vorkommen. Und dies unabhängig davon, ob die radikale Islamdoktrin der EU und ihres staatlich verordneten Schwunds von Recht und Demokratie plausibel begründet sind, und der Islam und seine politkulturelle Kamarilla in Europa diese Analysen mit wachsendem Existenzdruck auf die Bevölkerung bestätigen. So verdeutlicht auch die sogenannte Kritik die Langzeit-Effizienz der Diktate proislamischer Anpassung, die ihnen über den akademischen Diskurs und medialen „Kulturdialog“ als Toleranz und Performanz eingetrichtert werden und in der „interkulturellen“ Weltwahrnehmung keine Alternative zulassen. Verbunden mit dem elitären Zugang zu Prestige und Privilegien, derzeit gesteigert durch die globale Umschichtung des Weltvermögens zu entrückten Geldeliten, werden Gleichschaltung und Korruption der staatlichen Institutionen – Parlamente, Universitäten Gerichte, Verwaltung – durch große Konzernstiftungen zur kaum bemerkten Gewohnheit.

 

2. Das totalitäre Maß aller Dinge

So konkretes wie umstrittenes Thema des Subjektivismus ist die Frage, ob eine Erkenntnis der äußeren Welt durch die physischen Sinne allein erschlossen wird (Materialismus), oder ob nicht auch eine innere Kraft anzunehmen ist (Idealismus), die nur dem Menschen eignet, seinem Bewußtsein eine spezifische Qualität zwischen Geschöpf und Schöpfer verleiht und ihn singulär vom Tier und von der Maschine unterscheidet. Leicht erkennbar macht sich erneut die apriorische Wirkung des Macht-Masse-Modus geltend, denn was den Sinnen der Vielen als Welt präsentiert bzw. suggeriert wird, unterliegt der Führung der Wenigen und den zeitgemäßen Konzepten der Priester, Philosophen und Professoren. Die Herrschaftsfunktion beruht notwendig auf Täuschung, weil sie sich mit passenden Leitmotiven verbindet, die als die jeweilige „Wahrheit“ ausgegeben und bei abnehmendem Nutzen bzw. zunehmendem Mißbrauch durch neue „Wahrheiten“ der Nachfolger ersetzt werden. Die Grundlage bzw. Substanz des Epochenwandels ist die Macht an sich, die unteilbar und unverfügbar wirkt und im analytischen Langzeit-Objektiv als Metaphysik der Wahrheit und Täuschung gelten kann.

So begrenzt die physische Reichweite der Sinne sein mag, so wenig begrenzbar verbinden sie dennoch die Welt, das Gehirn und den Körper mit Potentialen der Wahrnehmung von Dingen, die zwischen unmittelbarem Eindruck (Rezeption), Vorstellung und Anschauung (Reflektion), Imagination, Phantasie, Intuition und schließlich im sprachlichem Ausdruck das individuelle Denken in Raum und Zeit formen. Ebensowenig begrenzbar halten sie freilich dessen Konflikt mit der kollektivistischen Weltsicht der Moderne in Gang, die ihren scheinpluralistischen „Geist“ allein aus der Materie bezieht. Mithin richtet sie sich als grundlegende, zunehmend islamisch geführte „Zivilisation“ gegen den gewachsenen Kulturkomplex Europas aus griechisch-römisch-jüdisch-christlich fundierter Provenienz. Während letzterer den Machtprozeß weit über ein Jahrtausend anführte und dabei den idealistischen Bezug auf den Menschen als unverfügbar beseelte Person nicht gänzlich aufgab, löste ihn die Moderne ab etwa 1500 unter der Maßgabe des autonomen Menschen ab, der Klerus und Adel graduell verdrängte und den materialistischen Wandel durch Wissenschaft, Technik und Evolutionslehre vollzog. Gemäß ihrer (alt)kulturfeindlichen Position entpuppt sich die Moderne weniger als Neuerung, sondern in der Perspektive unseres Langzeit-Objektivs als Wiederauflage antiker Prinzipien. Von Protagoras (gest. um 415 v.Chr.), dem Vordenker des säkularen Staates, geht die Sophistik aus, die Philosophie des spitzfindigen Materialismus, die den Menschen als „Maß aller Dinge“ verkündet, aber ihm keine Einheit des Seins zumißt: „Aller Dinge Maß ist der Mensch, der seienden, daß sie sind, der nicht seienden, daß sie nicht sind“, eine Kampfansage an die antiken Idealisten, „die das Seiende als Eines einführten.“ Da jede Elitendoktrin als „Maß aller Dinge“ die Einheit des humanen Seins bestreitet, bedrängt sie die Existenz der prekären Menschen, deren Einheit sich in verfügbare Funktionen auflöst. Die Moderne überführt das Prinzip in die biopolitische „Differenz“ zwischen Humanexistenz und Umwelt, diskursfest definiert von Michel Foucault (gest. 1984) und Jaques Derrida (gest. 2004), für die deutsche Akademie modifiziert von Niklas Luhmann (gest. 2002 – Systemtheorie) und Jürgen Habermas (Neo-Marxismus) sowie aufgebläht mit dem Arsenal soziologischer Täuschungsbegriffe. Deren grundsätzlich weite, der Masse indes unzugängliche Auslegbarkeit wird durch die Partizipform lateinischer Fremdwörter gesichert, deren Endungen auf ens / -ans, im Deutschen auf -enz / -anz (Toleranz, Performanz, Kontingenz, Emergenz etc.) einen nicht abschließbaren Prozeß setzen und den vielen davon Geführten implizit eine intuitive – freilich nicht vorhandene – Teilhabe (Partizipation) suggerieren (s.u.). Hier verfestigt sich das „Maß aller Dinge“ in der elitären Verfügung, die den Menschen als Funktionsmodul im Netzwerk der Arbeits- und KonsumBedürfnisse disponiert und am Ende seines Nutzens aussondert. Da diese Existenzform weder über ihre sachliche, noch zeitliche Verwendung entscheidet, sondern in einem Dauerprozeß des Entzugs von Bezug, im Nirgendwo zwischen Nichtmehr und Nochnicht schwebt, kann weder von „Differenz“ und bewußtem Abstand zur Welt, noch von Erkenntnis, geschweige denn „Selbstverwirklichung“ irgendeine Rede sein. Die fundamentale Täuschung besteht in der materialistischen Sicht der Welt, deren als undurchschaubar erklärte Komplexität und Kontingenz dem Menschen als Produkt des Zufalls jeden übergeordneten Bezug wie den christlichen Gottesbegriff und bürgerlichen Existenzanspruch entzieht. Solches wird mit PflichtProthesen der psychopolitischen „Korrektheit“ besetzt, die nun die islamische Vernetzung „richtigen Denkens“ (Marx) und „kommunikativen Handelns“ (Jürgen Habermas) antreiben.

Die Korrektheit erlangt pseudo-religiöse und real-inquisitorische Züge, indem deren institutionelle Aktivisten die Altbürger damit bedrohen, bei mangelnder Anpassung oder lästiger Kritik dem Sündenraster zwischen Rechtsradikalismus, Intoleranz, Ausländerfeindlichkeit, Volksverhetzung und Rassismus, bis hin zur Todsünde der Islamophobie, anheimzufallen. Derart totalisiert, kann die Vernetzung sogar die Herrschaftsziele von Materialismus und Kapitalismus kurzschließen, weil beide die Gesellschaft als ökonomisch bestimmtes und konkret gestaltbares System sozialer Beziehungen begreifen, dem nützliche Bausteine der Individualität „frei“ entnommen werden. Darin scheint nicht zuletzt die AlchemieTradition der organisierten Esoterik auf, die der mythischen materia prima das ersehnte Gold entziehen will (s.u.). Da der ständig ansteigende Bedarf der ökonomischen Nutzendynamik keine Grenzen der Mobilität und Flexibilität der Menschen zuläßt, gerät die Individualität der Humanexistenz zum biotechnischen Massenwesen, das für jeden Zweck – Religion, Nation, Rasse, Ethnie, Partei, Produkt – motivierbar wird. Dazu gehören vor allem Toleranz und Performanz, die endlosen Verzicht und Konformismus bzw. „Respekt“ fordern und mit dem Entzug von Bezug die finanzielle, rechtliche und kulturelle Enteignung mit der Folge des demographischen Austauschs absichern. Letzterer bildet die neo-völkische Basis der erzwungenen Islamisierung, wurde aber von der Öffentlichkeit nicht als solche wahrgenommen, weil die herrschende Klasse, speziell vertreten durch EU-Kommission und Ministerrat, ihr Täuschungsprivileg nutzte und sie über die planvolle Rolle des Islam als Spaltpilz des bürgerlichen Rechtsstaats in die Irre führte. Nur allmählich klärten sich die Sprachschablonen, allen voran das Toleranz-Performanz-Tandem als suggestive

Leitmotive auf, die sich zur so scheinpluralistischen wie diktatorischen Massensteuerung verdichteten. Indem sie die Arbeits- und Konsumpotentiale funktionalisiert und digitalisiert, die Altbürger mit physischer und finanzieller Verwertung verdrängt, gewährleistet diese Steuerung als biopolitischer „Strukturwandel“ durch Zwangsimmigration die Emergenz einer realutopischen „Neuen Gesellschaft“. Indem sie Religionsfreiheit genießt, bestätigt sich der Euro-Extremismus als Politreligion (Eric Voegelin), die in neopuritanischer, links-rechter Allianz die Muslime als „Gottesvolk“ erkennt. Daraus ergibt sich eine hohe Wahrscheinlichkeit, daß Europa und der gesamte Westen nach Kommunismus und Faschismus bzw. International- und NationalSozialismus auf dem Weg in einen dritten Totalitarismus ist, den man anhand seiner Verkettung mit dem expansiven Islam unter neoliberaler KapitalismusÄgide Global-Sozialismus nennen kann. Hier geht es um einen kybernetischen, d.h. interaktiv selbstlaufenden Materialismus, der unter dem Geld-Imperativ „den Menschen“ als Funktionalität im Netz globaler Produktivitätspotentiale versteht sowie mit Toleranz und Performanz die Bedingungen für Nutzengrenzen und Mindestexistenz setzt.

Neben den „failed states“ der dritten und vierten Welt erfaßt diese Spirale mit besonderer Wucht die wirtschafts- und bildungsschwachen islamischen Staaten, deren ökonomisch entsorgte Menschenmassen, die zudem durch Machtkämpfe und primär amerikanisch aufgezwungene „Befreiungs“-Kriege entwurzelt werden, nach Europa drängen. Hier erweisen sie sich als sehr passend zur Toleranzdoktrin, deren Profiteure sie als „religionsfreies“ Instrument gegen ihr Hauptfeindbild, die bürgerlich-christliche Altgesellschaft, nun als wohlfeile „Willkommensgesellschaft“, nutzen. Sie beruht ihrerseits auf den gewachsenen Konzepten von Familie und Mittelstand und auf der „alten“ Ethik des Menschen als einmaligem Geschöpf und unverfügbarer Person im demokratischen Rechtsstaat, der daher das soziale Naturrecht auf angemessene Teilhabe am Gemeinwohl des Staates zu gewähren hat. Immerhin bildet dieser Komplex dessen sozialökonomisches Rückgrat, das den Löwenanteil (drei Viertel) des Steuerpotentials erzeugt und nun zu erkennen beginnt, mit der despotisch deformierten „Toleranz“ die eigene Verdrängung zu betreiben. Diese Gegenposition fußt wiederum sozialphilosophisch auf dem Idealismus, der als Antipode des Materialismus für das Wertesystem der christlich fundierten Sozialethik Europas steht. Indem sie den Menschen der totalitären Systemkontrolle entzieht, kann ihr Einfluß indes mit dem Ausmaß des elitären Mißbrauchs durch die globale Massenenteignung mit Staatenzerfall, Umweltzerstörung und Migrationsströmen durchaus steigen. Früher als konservativ geltend, in der extremistischen Propaganda der Global-Ideologie als „populistisch“ verzeichnet, entstehen daher Ansätze für eine Renaissance der bürgerlichen Existenzansprüche. In den gleichgeschalteten Medien gelten sie stereotyp als „Rechtspopulismus“, was die Herrschaftsdoktrin, soweit sie unverfälschte Wahlen und Statistiken zulassen sollte, zum „Linkspopulismus“ macht. So wie die Macht-Masse-Schere auf den Beginn der Kultur zurückgeht, markiert die Dialektik zwischen Idealismus und Materialismus den Beginn der Philosophie. Zur Sicherung seiner Teilhabe an Macht und Pfründen vom akademischen Diskurs in einen Wust von Teilbereichen und Derivaten zerpflückt, bildet dieser Gegensatz, wie nicht oft genug betont werden kann, den Motor des europäischen Geistesgangs von der Antike bis in die biotechnische Job-Shop-Fun-GenVernetzung der Gegenwart.

 

3. Der doppelte Boden des Immanuel Kant

Paradebeispiele machtgünstiger Philosophie in der Moderne bieten Immanuel Kants (gest. 1804) Kritiken „der reinen Vernunft“, „der praktischen Vernunft“ und „der Urteilskraft“, die daher auch zu den meistzitierten Werken der Aufklärung und Ideengeschichte überhaupt gehören. Denn wie inzwischen deutlich geworden ist, setzt sich das elitäre Machtprivileg um so nachhaltiger durch, je effizienter sich das Massenbewußtsein durch kompatible Denksysteme lenken läßt. An eben diesem Bewußtsein und seiner Vernunft ist Kant ganz besonders gelegen, um das seine Kritiken ein so gewaltiges wie irreführendes Gedankengebäude errichten. Gleichwohl kann man diesen Philosophen kaum als „Alleszermalmer“ (Moses Mendelssohn) bezeichnen, weil die janusköpfigen Widersprüche seines Systems die machtschaffenden und daher bis heute ungelösten Probleme zwischen Materie und Ideal, Körper und Geist, Erfahrung und Ethik in fundamentaler Weise offenlegen. Deren Paradoxien lassen sich zwar nicht lösen, aber als zweckhaft erkennen, wenn sie in einen analytischen Blick genommen werden. Denn der reine Idealist sieht in Kant tatsächlich den Alleszermalmer, wogegen der reine Materialist ihn als Allesverbinder lobt und seine Metaphysik als läßliche Sünde in Kauf nimmt. Von Descartes‘ „ich denke, also bin ich“ bis zu Kants „nehmet alles Bewußtsein und ihr nehmet alles Denken und Erfahren“ spannt sich ein scheinbar gleichgerichteter Bogen, der aber einen entscheidenden Unterschied verdeckt. Descartes zieht das Denken in Zweifel, solange man Irrtümer und Täuschungen nicht ausschließen kann. Diese sind nun aber nicht nur menschenmöglich, sondern können auch transzendent von einem unverfügbaren genius malignus, einem „Betrügergott“ verursacht sein. Dagegen baut Kants Denken auf einem „Bewußtsein überhaupt“ auf, das er beansprucht, um sich über die reine und praktische Vernunft erheben und die Welt als „Ding an sich“, beurteilen zu können. Hans Lieber (gest. 2012) zufolge sind die Katastrophen des modernen Extremismus zwar ohne Kant nicht vorstellbar, aber andererseits „das genaue Gegenteil von Kants innerstem philosophischen – und nicht minder politischen – Bestreben“ (Politische Theorien, 243 – Wiesbaden 2000).

Indem hier die Spaltung zwischen (materieller) Praxis und (ideeller) Theorie aufscheint, greift die Janusköpfigkeit des machtbedingten Täuschungszwangs, dessen Paradoxie sich unter elitärem Machtdruck auflöst. Um dies zu verdecken, bedingt Kants Konzept den Gegensatz sowohl zum täuschungsbewußten Rationalismus des Descartes als auch zum täuschungsresistenten Empirismus eines David Hume (gest. 1776), der nach primärer Diskursmeinung in allen Vorstellungen der Vernunft nur Projektionen der sinnlichen Erfahrung auf die Natur sieht. Während der Verstand hier als passive Empfangsstation der Eindrücke und Signale der umgebenden Welt fungiert, dreht Kant im Zuge des Macht-MasseGefälles die Kausalität fundamental um. Nun stattet der Verstand die sinnlichen Wahrnehmungen mit verbindlichen Begriffen aus, um „Wahrheit“ zu erzeugen: „Ohne Sinnlichkeit würde uns kein Gegenstand gegeben“ und „ohne Verstand keiner gedacht werden“. Damit läuft Kant allerdings in die von Descartes gemiedene Körper-Geist-Falle, indem er die Täuschung zum System macht. Denn der Verstand nimmt die sinnlichen Wahrnehmungen als raumzeitliche Erscheinungen auf, die aber in einem von der Vernunft gesetzten, der Natur a priori oktroyierten Raum-Zeit-Gefüge entstehen sollen: „Die Ordnung an den Erscheinungen … bringen wir selbst hinein“ (Werke Bd. III, A. 125 – Frankfurt 1956). Mithin dekretiert der Philosoph – bei Goethe „der Alte vom Königsberge“ – ein alchemieartiges Konzept, denn das Raum-Zeit-Gefüge folgt dem Machtgefälle und ist ähnlich der Elektrolyse unaufhaltsam auf Pluspole der Eliteninteressen, heute auf Kriterien der Islamisierung und Aktienindizes geschaltet. Mit dem Gaukelspiel seiner contradictio in adiecto, vergleichbar mit dem Stuhl, den der darauf Sitzende anheben will, und im Diskurs bis heute als „gedankliche Schärfe“ gilt, wandelt Kant den philosophischen Schein zum politischen Sein um, dessen Täuschungserfolg den Weg der Moderne in den Totalitarismus geebnet hat.

Dabei wird die „Ordnung der Erscheinungen“ natürlich elitär kontrolliert, ansonsten die gesetzte Bedingung der Erfahrung – entgegen aller Erfahrung – nicht zum praktischen „Grund der Möglichkeit aller Erkenntnis“ werden könnte (ebd., A. 111). Da speziell in der Moderne die Erfahrung und Erkenntnis ideologisch verfremdet werden, um mit einer konstruierten Wirklichkeit das „Neue“ zu gewährleisten, erklärt sich scheinbar deren „Leichtigkeit des Seins“ gegenüber den Belastungen der Volks-„Herde“, gedämpft durch Psycho-Kompensationen des Konsum und Entertainment. So ist es nach der linksradikalen Klasse und rechtsradikalen Rasse nun die liberalradikale Masse der multikulturell verbilligten Produktivität, die im KRIEG-Konzept der EU, im Dogmenquintett von Klima, Reform, Islam, Euro und Gender, verbindliche Vorgaben hat. Da diese „Produktivität“ sich parasitär an den Ressourcen der Altgesellschaft bedient und eine Fülle logischer Widersprüche und faktischer Folgeschäden mit sich bringt, hat sie sich als Programm im bürgerfeindlichen Strukturwandel gegen alle wirtschaftliche und ethische Vernunft fest etabliert.

Indem letztere aus der jüdisch-christlichen Vorgängerkultur kommt, sind Juden und Kirche ebenso logische Feindbilder der geldnormierten Radikaldogmatik aus extremistischer Tradition. Sie projiziert ihre Gewalt und Judenfeindschaft auf die Kirche, die sich mit den Kreuzzügen sowie mit der Diffamierung der Juden als „Gottesmörder“ und „Brunnenvergifter“ auf alle Zeit disqualifiziert haben soll. Allein schon aus dieser Sicht, die über ein Jahrtausend differenzierter Kulturevolution argumentfrei überspringt, ist unser Langzeit-Objektiv mehr als sinnvoll, zumal es den naturnahen Zwang des „historischen Materialismus“ offenlegt, das „alte“ Denken durch aggressive Formeln reflexhafter Diffamierung der Gegner zu ersetzen. Die Juden-Kirche-Aggression hat die „Toleranz“ der Aufklärung schadlos überstanden und feiert ihre radikale Rehabilitierung im scheingemäßigten „Kulturdialog“. Der für die antikulturelle Moderne logische Bildungsverfall versammelt hier eine bunte Palette sorgloser Protagonisten aus allen Institutionen, die in den besonders bildungsarmen, aber propagandastarken Parteien und Medien fruchtbare Wirkungsstätten für ihre menschenfeindlichen, (noch) auf Verbalreflexe begrenzten Angriffe finden. Da herkömmliche Bildung wesentliches Merkmal der als „rassistisch“ geltenden Altkultur ist, stehen die handelnden Akteure unter dem Druck rapider Primitivität und Verrohung, die zivilisierte Hemmungen lockern und die „natürliche“ Alphatier-Herkunft der Eliten hervortreten lassen. Damit zurück zu Kant, dessen Philosophie den Extremismus begünstigt, allerdings ohne daß die intellektuell reduzierten Protagonisten ein Jota davon zur Kenntnis nehmen könnten. Um so wichtiger wird die Langzeit-Analyse, die nur denjenigen „zu schwierig und kompliziert“ erscheint, die sich nicht für den Wert ihrer Existenz interessieren, sondern Kritik für Verschwörung halten und sich in Ehrfurcht vor dem Elitenprivileg und Amtsbonus den Linien der Indoktrination anschließen. Dafür sorgt wiederum Kant, der auf einer gedoppelten Denkebene fußt. Er beläßt es nicht bei der Vexiertechnik zwischen Schein und Sein, die den wenigen Führenden und ihren Hofschreibern die Möglichkeit öffnet, die Massenwahrnehmung nach Art des Mühlespiels zu lenken, das über die audiovisuellen Medien die Welt mal real, mal ideal und/oder in virtuellen Mischungen darstellen kann. Den doppelten Boden liefert Kants so eigentümliche wie erfolgreiche Behauptung, daß die Vernunft nicht die „Dinge an sich“, sondern nur deren Erscheinungen erkennt, es aber andererseits einen unbegrenzten Horizont von „Ideen“ geben soll, der die reale, ideale und virtuelle Erfahrung der Dinge, sozusagen als „Metading an sich“ umfaßt. Das Übernatürliche meidend, umschreibt Kant eine Art Jenseitsprothese, die als unvermeidliche Metaphysik den Erscheinungen zugrunde liegt und durchaus auch einen Monogott, das Weltganze und die Humanseele mit sich führen und zu gegebener Zeit aus sich entlassen kann. Bestes Beispiel ist Allah, dessen Januskopf zwischen dem Gott der Täuschung und des „Friedens“ schillert und die Entscheidung erzwingt, wenn wie aktuell erkennbar, die Zeit mit dem „richtigen Bewußtsein“ gekommen ist, sein System als „Ordnung der Erscheinungen“ zu etablieren. Indem die Kirchenführung zwecks eigenen Herrschaftsanspruchs die überzeitliche Effizienz der politischen Machtkritik ihres Stifters historisch negiert hat, bildet sie ein besonders prägnantes Beispiel des Elitenprivilegs, das in seiner Geschichte schon mehrmals Gott durch Allah austauschen konnte. Kein Wunder also, daß die Führer heute offenbar unter dem „interkulturellen“ Druck der antichristlichen Verdrängung „richtigen Bewußtsein“ angekommen sind und der gläubigen Restmasse diktieren, zwischen den fundamental weltgeschichtlichen Gegensätzen von Gott, Bibel und Mission bzw. Allah, Koran und Djihad keinen Unterschied zu sehen (Teil 1). Kants Konstrukt nennt sich Transzendental-Philosophie, hat aber mit Transzendenz im christlich-theologischen Sinne nichts zu tun, sondern transzendiert das Einzelding, um alle Dinge der sinnlich präsentierten Welt als Teile einer in der Zukunft allmählich erweiterbaren Wirklichkeit zu erfassen. Die Welt als Ganzes bleibt der Erkenntnis zwar gänzlich verschlossen, doch gibt es für den politischen Kant keinen Zweifel, daß sich außerhalb des Übernatürlichen vom Ding auf den Menschen schließen läßt. Dessen säkulare Transzendierung ermöglicht seine Kollektivierung in einer zukünftig veränderbaren Gesellschaft, wie sie sich derzeit in der islamischen Durchdringung der technisierten Euro-Gesellschaft „kantisch korrekt“ verwirklicht. In dieser Logik macht sich insbesondere auch Kants oft zitierter Begriff von Freiheit geltend, die sich nicht durch Erkenntnis, sondern durch Erfahrung der „praktischen Vernunft“ öffnet.

Daraus folgt, daß der Vollzug einer solchen Freiheit etwas Unmögliches scheinbar ermöglicht: die Erschließung der Welt als Ganzes, die die „alte“ Kausalität durchbricht und – als Hauptkennzeichen der modernen Antikultur – das Irrationale mitsamt psychischer und sexueller Perversionen normalisiert, den Geschlechterunterschied aufhebt und die Täter-OpferRelation umkehrt. Diese Entwicklung besetzte das Unbewußte, das man zwar nicht wissen, aber mit suggestivem Scheinwissen sowohl zum politischen Instrument als auch zum ergiebigen Geschäftsbereich machen kann. Indem hier unentwegt vom „Unsagbaren“ geraunt wird, konnte aus dem Doppelboden der zweideutigen KantRhetorik, die der Neukantianismus neben der Phänomenologie (Edmund Husserl: „zurück zu den Sachen“) zugunsten der Naturwissenschaften modifizierte, eine nachhaltige Naturphilosophie (Schelling, Bergson, Spengler, Klages, Jonas) hervorgehen, die sich selektiv auch an der Evolutionslehre bediente. Sie schob Esoterikboom und Grünen-Bewegung an und konservierte darin mit dem Scheinkonservatismus aus Heidegger-Schmitt-Jünger-Produktion auch die Tradition eines mythisch verklärten Faschismus. Als Schnittstelle zur Psychologie fungiert hier C.G. Jung (gest. 1961), der mit den „Archetypen“ des kollektiven Unbewußten das Unsagbare in überaus einträglicher Weise zur Sprache brachte und eine wichtige Rolle als magisch-alchemistischer Ideengeber der organisierten Esoterik spielt.

 

4. Imperative zwischen Theo-Philosophie und Politik

Solches blieb nicht ohne Wirkung auf die Theologie, die mit dem Jesuiten Teilhard de Chardin (gest. 1955) in kirchenwidrig prozeßhafte Konzepte von Leib und Seele vorstieß: „Materie und Geist sind nicht mehr zwei Dinge, sondern zwei Zustände, zwei Gesichter des einen kosmischen Stoffes“. Kantisch mutet Teilhards Sicht der Weltschöpfung insofern an, als sie sich nicht einem einmaligen Akt, sondern einem Gott verdankt, „der die Dinge weniger schafft, als daß er sie sich schaffen läßt“, also den (elitären) Menschen die „Ordnung der Erscheinungen“ anvertraut. Dies wird als evolutionärer Prozeß gedacht, der von einem Alpha des Ursprungs die geistige Innen- mit der materiellen Außenwelt entwikkelt und das „Ultra-Ego“ der Menschen mit dem „Omega-Gott“ der Endzeit zu einem kosmischen Bewußtsein in Christus verschmilzt. Dessen Machtworte können, obwohl sie das Alpha und Omega des Evangeliums schlechthin bilden, in dieser Mystik freilich nicht zum Zuge kommen. Auf andere Weise bildet sich Kant im Jesuiten Karl Rahner (gest. 1984) ab, der mit Thomas von Aquin (gest. 1259) an die moderne Philosophie heranging („Von Kant bis Heidegger“). Dies erwies sich als schwieriges Unternehmen, wenn man wie seinerzeit Rahner unter dem Einfluß Heideggers stand, der ein „Wissen“ darüber zum Besten gab, „was Kant hat sagen wollen“.

Statt des Unsagbaren haben wir das Nichtgesagte des kantischen, schon von den Naturphilosophen verwerteten Doppelbodens vor uns, das dem Seinsphilosophen Heidegger nur Raum für gewagte, sprachlich oft unverständliche und von den Kantianern zumeist abgelehnte Konstruktionen ließ (Thomä, Heidegger-Handbuch, 87f. – Stuttgart 2005). Dabei sei eingeräumt, daß es zu den Gewohnheiten der akademischen Ideengeber gehört, in der Suche nach ergiebigen Pfründen über das, was ihre Vorgänger sagen wollten, zuweilen besser Bescheid zu wissen als diese offenbar selbst. Im laufenden „Kulturdialog“ ist solches freilich längst entfallen, denn hier kann jedes Wissen nur stören, weil es die Reflexe der Propaganda behindert. Rahner hält sich eher an den Original-Kant und versucht eine subtil expansive Auslegung der sinnlichen Beschränkung mit dem Konzept des „Vorgriffs“, der mit jeder Wahrnehmung „die dynamische Begierde des Geistes auf das Sein überhaupt“ verbindet. Als Theologe geht er über Kant hinaus und verweist auf die Qualität nicht begrenzbarer Reflektion, die in jedem denkenden Menschen selbsttätig abläuft. Sie „greift“ ständig auf einen unbestreitbaren Trans-Raum des Bewußtseins „vor“, den die enorme Forschung in Kognition, Neurophysiologie und Künstlicher Intelligenz bislang vergeblich sucht, weil sie den Menschen als humanes Ganzes negiert. Rahner denkt an eine transzendente Fassung des transzendentalen „Metadings an sich“ (s.o.), wenn er das Humanum als Seiendes im „Vorgriff“ auf das Sein erkennt, den Menschen als Wesen in der Welt und immer über sie hinaus: „schwebende Mitte zwischen der Welt und Gott, zwischen Zeit und Ewigkeit“. Diese Sicht trug dem Theo-Philosophen Vorwürfe ein, der kirchenfernen Privatoffenbarung Vorschub zu leisten, zumal er sich mit Schnittstellen zum Neo-Marxismus und Existentialismus befaßte, verhinderte aber nicht seine Mitarbeit als Berater beim Zweiten Vaticanum. Die Dokumente des Konzils bedeuten erhebliche Einschnitte in die Identität der Kirche, obwohl man beteuerte, keine dogmatischen, sondern nur pastorale Aussagen formuliert zu haben. Allerdings waren die Signale für die Anpassung der Kirche an den liberalen Fortschritt und das Charisma der Päpste der Folgezeit zu stark, um diese Abwiegelung ernst nehmen zu können. Speziell Karol Wojtyla als Papst Johannes Paul II., zuvor Bischof von Krakau und Konzilsvater, nutzte sein langes Pontifikat ab 1979, den islamischen Einfluß auf den „interreligiösen Dialog“, u.a. mit den Religionstreffen in Assisi, energisch zu fördern. Für unsere Betrachtung wichtig ist die Verbindung Karl Rahners mit Karol Wojtyla, die religionsphilosophisch über keinen Geringeren als Immanuel Kant zustande kommt. Rahner hatte den „Vorgriff“ auf die Veränderung des religiösen Bewußtseins im Rahmen der pluralistischen Nouvelle Théologie zu einer interreligiösen Passepartout-Religion ausgebaut, die den „anonymen Christen“ hervorbrachte. Danach war jeder Mensch in allen Religionen, welcher Herkunft auch immer, durch Christus „gerechtfertigt“, über den bewußten Glauben hinaus – Islam, Buddhismus, Hinduismus etc. – eine unbewußte Existenz „anonymen“ Christentums zu führen.

Hier war eine kantgetreue Version der „Ordnung der Erscheinungen“ geschaffen, die der Druck globaler Produktivität in die einstige Autonomie der Kirche „hineinbrachte“ (Kant). Mit der neuen Doppelboden-Variante vorgetäuschter Transzendenz geriet das kantische Mühlespiel zum effizienten Gebetsmühlenspiel, das im „Kulturdialog“ das Subjekt der kirchlich-sakralen Glaubensstruktur zum multireligiös zerlegten Profanobjekt des geldnormierten Global-Materialismus machte. Unter dieser Direktive, die die christliche Identität fundamental spaltete, konnte sich der Amtsklerus logischerweise nur „wirklich“ legitimieren und am Machtprozeß teilhaben, wenn er ebenso nachdrücklich gegen seine authentische Legitimation vorging. In dem Maße, in dem er das Konstrukt des multireligiösen, speziell islamischen „Friedens“ als konstitutiv für modernes Christentum „erscheinen“ ließ, lähmte er mit dem christlichen Verstand auch den trinitarischen Gott, ohne dessen politisches Humanpotential (s. Teil 1) die Glaubensherde sich immer leichter in die globalisierte Funktionsmasse „hineinbringen“ ließ. Karol Wojtyla und seiner proislamischen Strategie kam dieses Konzept entgegen. Schon als Angehöriger der polnischen Avantgarde und gelernter Schauspieler, der sich als „Priester der Kunst“ sah, war er mit namhaften Existentialisten wie Jacques Maritain (gest. 1973) in Kontakt gekommen. Dieser öffnete ihm die Phänomenologie und das Potential der esoterischen Ästhetik, d.h. mit inneren „Erfahrungen“ der Intuition zu Erkenntnissen und damit Machbarkeiten der äußeren „Erscheinungen“ vorzudringen. Erneut begegnen wir hier der Technik des kantischen Doppelbodens, die allerdings nur durch das Elitenprivileg bzw. Amtscharisma nutzbar ist und im Kirchen-„Dialog“ von der Privatoffenbarung zur dogmenwidrigen Allerlösung führt (zur Diskussion der Problematik s. Raddatz, Von Gott zu Allah?, 305ff. – München 2001). Kants fruchtbare (bei manchen furchtbare) Zweideutigkeit bestätigt sich durch ähnliche Denkmethoden im agnostischen Materialismus englischer Prägung, in dem z.B. bei John Stuart Mill (gest. 1873), unentwegt von „Intuition“ die Rede ist, wenn es um induktive „Wissenschaft“ geht, die das Bewußtsein auf vorgefaßte Ziele ausrichtet, um das „Glück“ der Menschen zu maximieren (A System of Logic – London 1843).

Daraus ergeben sich breite Schnittstellen zum Marxismus, der das ultimative Glück bekanntlich durch die Herrschaft des Proletariats herbeiführen will und damit wiederum seine Wirkung auf Rahner nicht verfehlte. Karol Wojtyla, weder theologisch so geschult, noch philosophisch so gewandt wie Rahner, vollzieht fast deckungsgleich Kants Anweisung, Erfahrungen zu setzen, um sie als praktischen Zweck und „Grund der Möglichkeit aller Erkenntnis“ zu nutzen, jene Methode, die in der Phänomenologie ihre Fortsetzung findet (s.o.). In seinem Werk über „Person und Tat“ (Freiburg 1981) legt der Papst sein Credo dar, das auf der apriorischen Intuition beruht und ihm zusichert, ohne allgemeine Begriffe zu einer subjektiv authentischen Erkenntnis der Erscheinungen zu gelangen. Diese ist als verbindlich zu betrachten, obwohl (oder weil) sie die thomistische Philosophie überwindet, indem der Mensch „sich in der Einheit von Person und Tat selbst transzendiert“ (ebd., 9ff), in einer Einheit also, die sich zwar in der Anwendung, aber kaum prinzipiell vom Geldzwang des Global-Sozialismus bzw. vom Denkzwang des Extremismus unterscheidet. Dafür spricht ebenso, daß die verabsolutierte Intuition die Wahrnehmung der Sinne erübrigt, die schon an sich die Intuition stören, aber auch Wissen vermitteln, das einen störungsfreien Konformismus gefährdet. Denn an die Stelle des christlichen Verstandes, der seiner Glaubensvernunft bewußt zustimmt, tritt die Dominanz des Unbewußten in intuitiver Wechselwirkung mit der Außenwelt, die mit der kantischen Freihelt zum Guten, angewandt auf die „Wahrheit des Guten“ der anderen Religionen, obligatorisch zu verändern ist (ebd., 231). Dies ausdrücklich für die Eliten reservierend, entwickelt Wojtyla daraus eine interreligiöse Herrschaftsspirale, die sich aus der erkennenden Intuition über die sich selbst transzendierende Intelligenz in die schöpferische Kreativität erhebt und aus dieser „neuen“ Höhe einen Gott unendlicher Majestät offenbaren soll (ebd., 91f.). Hier kommt eine durchschaubare Variante der kantischen Vexiertechnik zwischen Schein und Sein zum „Vor-Schein“ (s.o.). Denn der sich selbst transzendierende (elitäre) Mensch naturalisiert die Offenbarung in Christus zu einem gestaltbaren „Phänomen“ und muß zugleich die anderen Religionen überhöhen, um zu dem Gott aller Religionen zu kommen. Dessen „unendliche Majestät“ wird man im trinitarischen Gott allerdings vergeblich suchen, sondern eher im gnostischen bzw. Omega-Gott finden, wie er Teilhard de Chardin vorschwebt.

Allen gemeinsam ist die modernetypische, psychische Projektion, die sachliche Gegenargumente als „Vorurteile“ verwirft und die heutige Euro-Radikalisierung antreibt, um wie es heißt, „die Gefühle (Intuitionen) der Muslime nicht zu verletzen“. Also bedient man sich der Allianz mit der radikalen Islam-Doktrin als „Frieden“, um mit deren Religionsfreiheit die Rot-Braun-Experimente zu rehabilitieren. Daß deren „gefallene Engel“ in vielfach verstärkten Formen „wiederauferstehen“ und eine „Endlösung“ für die Altkultur anstreben, versteht sich von selbst und wird schon im Zivilisationsverfall durch fortwährende Immigrationswellen überdeutlich sichtbar. Die Freiheit Kants, die K. A. Schachtschneider ausführlich behandelt und seinen Rechts und Staatsanalysen zugrunde legt (Freiheit-Recht-Staat, 13ff.- Berlin 2005), bedeutet vor allem Selbstgesetzgebung und Willensfreiheit, die gleichwohl aus sich heraus ein fundamentales Gegenmotiv bewirken sollen, damit aber den gerade kunstvoll erdachten Doppelboden wieder relativieren: die allgemeine Unterwerfung unter die ebenso allgemeinen Begriffe von Gesetz und Pflicht (Werke VII, Teil1, § 7).

Da letztere von den Eliten konkretisiert werden, deren „liberale“ Jenseitsprothese die idealistischen Varianten von Ethik und Gewissen ausschließt, stellt sich die Moderne als kontroverse Diesseits-Utopie dar. Denn mit der Unterdrückung der Kausalität von Gut und Böse bzw. Freiheit und Gleichheit setzt sie auf Kosten des Prekariats die Expansion von Ökonomie und Wissenschaft fort, aktiviert dabei aber individuellen Psycho-Streß sowie apokalyptische Aggressionen, die aus der antikulturellen Umkehrung (s.o.) kommen und die „Weltgemeinschaft“ in einen Dauerkrieg treibt. Die herkömmliche Wertung der hier wirkenden Bewußtseinsspaltung besagt, daß die Individuen in ihrem Willen als Selbstzweck absolut frei sind, wobei dies als bloße Form gelten soll, die allen anderen Individuen die gleiche Freiheit gibt (Lieber, a.a.O., 246). Der Praxis steht indes das Kronjuwel kantischer Philosophie entgegen: der Kategorische Imperativ als Grundgesetz der praktischen Vernunft, dem zufolge die Maxime des Willens „jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könnte“. Indem „der Islam zu Deutschland gehört“, liefert der Staat, der nach Kant nur als Rechtsstaat legitim ist, diese Freiheit den Muslimen aus, deren Scharia-Recht wiederum auf dem koranverfaßten Staat als Teil des islamischen Imperiums beruht und den Fremdstaat beseitigt, dessen Freiheit die Scharia als Recht setzt.

Daß der endliche Sinnenapparat und die sinnliche Bedarfsstruktur des Menschen mit dem Freiheitsideal überfordert sind, weiß auch Kant, der es als ethisches Ziel in einem überzeitlichen Prozeß zunehmender Freiheit konzipiert. Dieser soll die äußere Freiheit übersteigen, die in der „Unabhängigkeit von eines anderen Willkür“ besteht, zugunsten der inneren Freiheit, die den anderen in seiner äußeren Freiheit als Selbstzweck achtet und den moralischen Maßstab des Sozialen bildet. Darin wird erneut die Metaphysik eines virtuellen Weltganzen erkennbar, das sich in der erwähnten Jenseitsprothese abbildet und in diesem Kontext als immanente Offenbarung aufscheint, die uns in der Konzilsdiskussion begegnet. Insofern darin die Spannung zwischen Natur und Freiheit, Naturgesetz und Sittengesetz wirkt, erweist sich die Religion als unvermeidbares Medium des Machtprozesses. Dabei entgeht auch sie zu keiner Zeit der Spannung zwischen Materialismus und Idealismus, wie der theologische Abgleich mit Kants Philosophie exemplarisch zeigt. Es bleibt der Macht-Masse-Modus als ultimativer Maßstab, der den Kategorischen Imperativ als Elitenanspruch auf ein ethisch verbrämtes Herrschaftsinstrument entlarvt. Alles Wortgeklingel der Ideengeber in der Geschichte führt nicht daran vorbei, daß die Wenigen über die „Natur“ der Freiheit der Vielen entscheiden. Die Schichtenschere enthält „keine Alternative“ zum doppelten Boden der kantischen „Freiheit“, weil sie dessen Täuschungsstruktur ist, die jede Elite zur Einebnung der Masse befreit und den Geführten suggeriert, in ihrer Unterwerfung frei zu sein. Daß dies speziell auf den Islam zutreffen soll, bestätigt sich im Toleranzdiktat, das der Masse mit Scheinbegriffen von „Frieden und Freiheit“, die auch im Warschauer Pakt üblich waren, die Islamexpansion in Europa perfekt oktroyiert. Dies verdankt sich nicht nur der Wirkmacht der Auswahl von Denkern, die sich der Thematik hier unmittelbar anbieten. Hinsichtlich der zunehmend despotischen Methoden der geldnormierten Herrschaftsdoktrin leistet die Literatur des Marxismus – und des angelsächsischen Linkspragmatismus – aufgrund ihrer analytischen Darstellung der Gegensätze wertvolle Beiträge zum Verständnis von Kirche und Politik im euro-islamischen Machtwechsel. Dies wäre freilich Thema einer gesonderten Studie.

Dr. Hans-Peter Raddatz, Orientalist und Finanzanalytiker, ist Autor zahlreicher Bücher über die moderne Gesellschaft, die Funktionen der Globalisierung und den Dialog mit dem Islam.

Die Neue Ordnung ist eine seit 1946 erscheinende christliche Zeitschrift mit sechs Ausgaben pro Jahr. Chefredakteur ist der römisch-katholische Sozialethiker und Dominikaner Wolfgang Ockenfels und Herausgeber das Institut für Gesellschaftswissenschaften Walberberg, dessen Vorsitzender er ist.

 

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