Mein Tagesposting: Mammon oder Amen (die-tagespost.de)

Mein Tagesposting: Mammon oder Amen

Von Prälat Wilhelm Imkamp

Wirtschaftskrisen, Wirtschaftskriminalität und Korruption boomen, verursacht von einem Personal, also von Männern und Frauen, welche der amerikanische Schriftsteller Tom Wolfe schon vor fast 30 Jahren in seinem Roman „Fegefeuer der Eitelkeiten“ (The Bonfire of the Vanities, 1987) treffend beschrieben hat: das Personal einer „Mammon“-Religion, das zum Scheitern verurteilt ist. Das Psychogramm der moralischen „Nieten in Nadelstreifen“ ist von Gier, Größenwahn und sehr limitierter Intelligenz geprägt.

Mammon hat wohl den gleichen Ursprung wie ein Wort, das wir alle fast jeden Tag benutzen, und zwar im Gebet: „Amen“. „Mammon“ bezeichnet das Hinterlegte, das Aufgehäufte und „Amen“ die Bekräftigung. Und es scheint so, das in den Plausibilitäten dieser Welt die Hohenpriester der Mammon-Religion klüger sind als die Kinder des Lichtes (Lk 16, 8). Die sind aber ebenfalls zur Klugheit verpflichtet. Glaube dispensiert nicht von Situationsanalyse, Selbsterkenntnis und konsequentem Handeln, denn gerade im Licht des Glaubens müsste man doch klarer sehen, es geht doch gar nicht mehr um das luftige Penthouse auf Mammon-Türmen, um bejubelte Zeitgeistlofts, sondern um die ewigen Wohnungen, anders gesagt, um das entscheidende Amen unseres Leben.

Gefordert ist nicht die riskante Spekulation, das Jonglieren mit modischen (Finanz)-Produkten und das kurzfristige Denken in Quartalszahlen, sondern Zuverlässigkeit, Eindeutigkeit, klare Linie, klare Kante, klare Entscheidungen und das langfristig, nämlich ein Leben lang. Zuverlässigkeit, Klarheit und langfristiges Denken sind natürlich langweilig im Vergleich zum Tanz auf dem Vulkan entfesselter Gier. Darüber hinaus machen sie nicht beliebt und bringen auch keinen kurzfristigen Gewinn. Aber die Derivate des Zeitgeistes verbrennen im Fegefeuer der Eitelkeiten. Zuverlässigkeit, Klarheit und Konsequenz führen langfristig zum doppelten Amen unseres Lebens.

Das wird auch im kirchlichen Milieu nicht immer und überall so gesehen. Auch da gibt es oft Symptome der „Mammoneritis“. Manche Fortbildungs-, Akademie- und Gremienveranstaltungen im kirchlichen Raum wirken geradezu wie eine Illustration des berühmten Satzes vom Klebstofffabrikanten Heinrich Haffenloher (Mario Adorf) gleich in der ersten Folge von „Kir Royal“: „Ich sch…. dich so was von zu mit meinem Geld…“: Da werden in üppig bebilderten Bildungsprogrammen zwischen „zeitsensiblen Gottesdienstformen“ die „Spuren für eine zukunftsfähige Kirche“ mit der Konzilstheologie als „Ressource pastoralen Wandels“, die Seelsorge als Biografiearbeit in den immer gewaltfreien, gendergerechten, kooperativen Pastoralwerkstätten gesucht. Hochmammonisierte Gestalt-, Familien-, Sozial- und was auch immer -Therapeuten bilden ebenfalls hochmammonisierte Fachkräfte – natürlich in deren Arbeitszeit – aus.

Der Mammon macht’s möglich, es ist der Tanz um das Goldene Kalb und dieses Goldene Kalb trägt zusätzlich noch die Farben schwarz-rot. Mit weniger Mammon wird zwar nicht alles automatisch besser, aber durch den Mammon steigt die Versuchung eben zu Mammon-Veranstaltungen in den luftigen Lofts des Zeitgeistes. „Nieten in Nadelstreifen“ gibt es nicht nur in der Wirtschaft. Mammon schüttet Amen zu, immer öfter!

Es spricht für die intellektuelle Redlichkeit von Prälat Imkamp, dass er die „Mammon“-Tendenzen nicht nur in den Kreisen der Yuppies und Spitzenbanker sieht, denen das lesenswerte Buch „Fegefeuer der Eitelkeiten“ ein Denkmal setzt. Als selbsternannte „Master of the Universe“ schwelgen sie dort im luziferischen Selbstgefühl des eigenen Übermenschentums, andere schmelzen notwendigerweise zu Ameisen, die stupide und langweilig ihre Tage zubringen. Dasselbe Lebensgefühl wird interessanter Weise der heutigen Generation verkauft: „Sei du selbst“ (und mache dann ironischerweise das, was alle tun), trage die Nonkonformistenuniform und fühle dich trotzdem als Rebell. Geriere dich als einsamer Wolf und Kämpfer für das Gute, damit du auf andere als Spießer, Rassist oder Sonderling herabschauen kannst – aber suche die Herdenwärme im Individualistenkollektiv.

Aber Prälat Imkamp geht weiter (alles andere hätte mich auch gewundert…) und richtet den Blick unbequemer Weise auf die behaglich gewärmte Nische der kirchlichen Fortbildungseinrichtungen und Gremien in Deutschland. Betet doch bereits die Kirche offen Gott Mammon an (glauben darf man alles, wenig oder gar nix, wenn es aber an die Kirchensteuerzahlung geht, ist buchstäblich „der Teufel los“…), im Bildungs- und Gremienbereich sind Gebäude und Finanzmittel kein Problem, weltliche Berater und Sonstwastherapeuten ziehen die willigen Aspiranten mit dem süßen Gift der weltlichen Akzeptanz sachte in die seichte Niederungen des Zeitgeistes. Was übrig bleibt, hat mit Kirche oder Glaube wenig zu tun, ist oft nur ein lauer Aufguß von Sozialarbeit.

Dass Prälat Inkamp hier mutig „der Wahrheit eine Gasse“ geschlagen hat, rechne ich ihm hoch an, denn seine messerscharfen Analysen dürften ihn im kirchlichen Funktionärscorps sicherlich nicht beliebt gemacht haben…

Macht nix – weiter so!

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Im Sechs-Parteien-System gelten alte Gewissheiten nicht mehr (http://www.tichyseinblick.de)

Willkommen in der neuen bunten Republik

Im Sechs-Parteien-System gelten alte Gewissheiten nicht mehr

Das Sechs-Parteien-System hat eine fatale Konsequenz: Der Wähler weiß vor der Wahl so gut wie nie, was er mit seiner Stimmabgabe bewirkt.

Merkel Gives Government Declaration At The Bundestag © Adam Berry/Getty Images

In der guten alten Bonner Republik war es schön einfach. Da gab es seit den 1980er-Jahren zwei Lager: Schwarz-Gelb und Rot-Grün. Die einen regierten, und die anderen opponierten, je nach Wahlausgang. Falls es aber für eine Zweier-Koalition nicht reichte, galt das Bonner Grundgesetz: Für eine Große Koalition reicht es immer.

Das waren noch Zeiten. Heute ist nicht alles anders, aber vieles. Zunächst einmal gilt die Gleichsetzung von Großer Koalition mit Schwarz-Rot oder Rot-Schwarz nicht mehr. Denn unter Großer Koalition verstand man jahrzehntelang ein Bündnis der beiden stärksten Parteien. Das sind aber nicht zwangsläufig CDU und SPD. So fiel die CDU 2009 in Brandenburg hinter den Linken auf den dritten Platz zurück, in Bremen 2011 hinter den Grünen. Die damals gebildete rot-rote und rot-grüne Regierung war also genau genommen jeweils eine Große Koalition. Auch die seit Frühjahr 2016 in Baden-Württemberg regierende grün-schwarze Koalition ist eine GroKo: Denn Grüne und CDU sind die beiden stärksten Parteien.

Jenseits der politischen Semantik hat sich noch viel Gravierenderes getan. CDU und SPD können keineswegs überall, selbst wenn sie wollten, eine GroKo bilden. Das war schon 2014 in Thüringen der Fall und wiederholte sich 2016 in Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und jetzt in Berlin. Die beiden „Großen“ sind zu klein, um es gemeinsam zu schaffen.

Unsere Parteienlandschaft hat tektonische Verschiebungen erlebt, wie wir sie uns noch vor wenigen Jahren kaum hätten vorstellen können. So gibt nur noch ein einziges Land, in dem eine Partei die absolute Mehrheit hat: das CSU-regierte Bayern.

Nach der Berlin-Wahl gibt es nur noch in zehn der 16 Bundesländer Zweier-Koalitionen:

  • 4 Mal Rot-Grün in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hamburg und Bremen;
  • 3 Mal Schwarz-Rot (Sachsen, Saarland) oder Rot-Schwarz (Mecklenburg-Vorpommern);
  • 2 Mal Schwarz-Grün (Hessen) oder Grün-Schwarz (Baden-Württemberg);
  • 1 Mal Rot-Rot in Brandenburg.

In der neuen „bunten Republik“ scheint die Dreier-Koalition dagegen im Trend zu liegen. Es regieren

  • eine „Ampel“ (SPD, FDP, Grüne) in Rheinland-Pfalz
  • eine „Kenia“-Koalition in Sachsen-Anhalt (CDU, SPD, Grüne)
  • Rot-Rot-Grün in Thüringen und demnächst wohl in Berlin;
  • die „Dänen“-Ampel in Schleswig-Holstein (SPD, Grüne, SSW).

Die drastischen Veränderungen auf der politischen Landkarte zeigen sich auch anderen Stellen:

  • Es gibt keine einzige schwarz-gelbe Koalition mehr.
  • Die SPD ist in Sachsen und Thüringen nur die Nummer drei nach CDU und Linken, in Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg sogar nur viertstärkste Kraft noch hinter der AfD.
  • Die CDU ist in Mecklenburg-Vorpommern schwächer als die AfD.
  • Die AfD erreichte in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern jeweils Rang zwei, in Baden-Württemberg Rang 3.

Wer nicht so realitätsblind ist wie CDU-Generalsekretär Peter Tauber und nicht an das schnelle Verschwinden der AfD („wie die Piraten“) glaubt, der tut gut daran, sich auf ein Sechs-Parteien-System einzustellen. Auf Bundesebene sähe das so aus: die Union mit um die 30 Prozent, die SPD mit gut 20 Prozent sowie vier weitere Parteien, die jeweils für Ergebnisse zwischen 5 und 15 Prozent gut sind. Das wiederum macht die klassischen Koalitionsmodelle, Schwarz-Gelb und Rot-Grün unwahrscheinlich. Deshalb werden wir uns an bisher ungewohnte Konstellationen gewöhnen müssen: Ampel, Jamaika, Kenia.

Hierbei geht es nicht nur um Farbenspiele. Mehr Parteien in den Parlamenten bedeuten einerseits, dass mehr Meinungen vertreten sind. Andererseits erzwingen sie geradezu Dreier-Koalitionen. Ohne Kompromisse sind aber Koalitionen nicht möglich. In Dreier-Koalitionen werden jedoch zwangsläufig noch mehr Positionen der beteiligten Parteien auf dem Koalitionsaltar geopfert als in klassischen Zweier-Beziehungen. Die unausweichliche Folge: Noch mehr Wähler sind enttäuscht, dass „ihre“ Partei so wenig von dem einhält oder einhalten kann, was sie vor der Wahl versprochen hat. Das birgt die Gefahr, dass die Parteienverdrossenheit weiter wächst, was wiederum tendenziell die linken und rechten Ränder stärkt.

Im Sechs-Parteien-Parlament wird noch eine weitere Gewissheit außer Kraft gesetzt: Die Opposition von heute ist nicht mehr die potentielle Regierung von morgen, wie das zu Zeiten von Schwarz-Gelb und Rot-Grün üblich war. Diese Pärchen wurden gewählt, abgewählt, wiedergewählt. Das ist vorbei. Wenn eine Dreier-Koalition ihre Mehrheit verliert, ist durchaus möglich, dass sich zwei Regierungsparteien einen
Neuen dritten Partner suchen. Was nicht gerade dem parlamentarischen Ideal entspricht.

Das hat eine fatale Konsequenz: Der Wähler weiß vor der Wahl so gut wie nie, was er mit seiner Stimmabgabe bewirkt. Wer zum Beispiel CDU wählt, um Rot-Grün zu verhindern, kann hinterher von Schwarz-Rot-Grün regiert werden. Wer der SPD seine Stimme gibt, um die CDU von der Regierung fernzuhalten, muss gegebenenfalls die Bildung einer Deutschland-Koalition aus CDU, SPD und Grünen hinnehmen. Willkommen in der neuen bunten Republik. Ihr parlamentarisches Motto lautet: Anything goes.

Dafür gelten neue Gewissheiten. Wählbar ist nicht die Richtung, die steht bei allen (Ausnahme AfD) fest: „wir“ werden bunter „in den Lebensentwürfen“, werden „toleranter“ (sonst setzt es nämlich was…) und hoffen fest auf Vater Staat. Nüchtern gesehen ist für den Wähler lediglich die Geschwindigkeit wählbar, mit der diese feststehenden Ziele angesteuert werden, bei rot/grün/dunkelrot schneller, schwarz & irgendwer müssen halt mehr Rücksicht auf die „Gestrigen“, die „Intoleranten“ nehmen, die halt „mit der neuen Zeit“ ihre „Probleme haben“. Wer „Probleme hat“ ist pathologisch, krank, wer hip und clever ist, setzt die Segel in den Wind des Zeitgeistes und wählt das Berliner Parteienkartell der Einheitsmeinung, welches aber verschieden farbige Module zur Auswahl hat. Grün und Rot für die Hippen und Gutdenker, Schwarz für die geistig Langsamen und Problemwähler.

Baßt scho, sagt der Bayer und gendert halt auch.

Und der deutsche Michel macht die Augen zu und zieht sich die Zipfelmütze tief ins Gesicht….

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Bouffier droht mit CDU-Ausdehnung nach Bayern (http://www.freiewelt.net)

Wenn Seehofer nicht einlenke

Bouffier droht mit CDU-Ausdehnung nach Bayern

»Wenn die Attacken weitergehen, empfehle ich, in München eine Immobilie zu kaufen«, wird CDU-Vize Volker Bouffier zitiert. Dieser fordert bei einem weiteren Nichteinlenken Seehofers und der CSU in der Asylkrise, in Bayern einen eigenen CDU-Landesverband aufzubauen.

Foto: vhu Hessen/flickr.com/CC BY-NC-SA 2.0

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier schlägt eine Ausdehnung der CDU nach Bayern vor, sofern die Schwesterpartei CSU im Flüchtlingsstreit nicht einlenke. Der CDU-Vize wird mit den Worten zitiert, wenn die Attacken der CSU weitergingen, müsse man in München nach einer Immobilie Ausschau halten.

Auch sein Amtsvorgänger Roland Koch soll dieses im CDU-Landesvorstand mit der Aussage unterstützt haben: »Wenn beide Seiten nicht bald zu einer Abkühlung kommen, dann wird CDU-Generalsekretär Tauber irgendwann in München Räumlichkeiten anmieten müssen.« Der frühere CDU-Generalsekretär Ruprecht Polenz unterstützte das ebenso.

Das vermeintliche Zugeben von Fehlern in der Flüchtlingskrise von CDU-Chefin Angela Merkel wird als Zugehen auf die CSU gewertet. Zugleich wurde aber das Vorgehen der CSU mit ihrer monatelangen Kritik an der Kanzlerin kritisiert.

Die CDU verweist seit Tagen darauf , daß die CSU selbst gespalten sei und keineswegs geschlossen hinter Parteichef Horst Seehofer stehe. Am Donnerstagnachmittag wollen die  Spitzen von CDU und CSU in Berlin zusammentreffen, um unter anderem über einen Kompromiß in der Debatte über Obergrenzen bei der Aufnahme von Flüchtlingen zu beraten.

Mehr dazu unter welt.de

Der Vorhang geht auf und im Politstadl wird ein neuer Akt im Schwank „Der veralberte Konservative“ gegeben. Um die unruhig gewordenen Fußlahmen des Fortschritts auf Linie zu halten und gleichzeitig im Verborgenen weiter zu „gendern“, inszenieren der Volker und der Horst eine zünftige Rauferei. Vorher natürlich das obligatorische Brüllen und Einschüchtern: „Wenn du in meinem Revier wilderst, wilder ich halt in deinem!“. Da läßt manch ein Alphamännlein gerne mal rhetorisch die Muskeln spielen, um den depperten Stammwählern eine konservative Kraft im Süden vorzugaukeln. Wär doch schad‘, wenn die erkennen würde, dass die strahlende Retterin aus den bayerischen Bergen selbst die Lehrpläne „gendert“ (wie Bouffiers „C“DU), ihre Funktionäre Räume an Abtreiber vermieten läßt und fröhlich auf der Homo-Parade „CSD“ im eigenen Wagen mitfährt…

 

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Pippi Wünscherin aus Berlin (http://www.freiewelt.net)

von

Pippi Wünscherin aus Berlin

Wie recht sie mit diesem Satz doch hat: „Die Wiederholung will niemand.“ Jetzt scheint Angela Merkel aus den weitaus schwersten Debakeln, welche die CDU in ihrer gesamten Geschichte hinnehmen hat müssen, endlich die Konsequenzen zu ziehen.

Jedoch: Sie zieht gar keine Konsequenzen. Sie tut nur so. Denn bloß dadurch, dass sie das jetzt nicht mehr „will“, wird eine Wiederholung – wird eine Fortsetzung der Völkerwanderung aus Afrika und Asien nach Europa keineswegs verhindert.

Es ist auch völlig verlogen von ihr, jetzt zu sagen: Wenn man doch die Zeit zurückdrehen könnte, wir haben das ja alles nicht gewusst! Aber in Wahrheit ist die Massenmigration nicht im Sommer 2015 plötzlich ausgebrochen, sondern schon davor von Jahr zu Jahr eskaliert.

Diese so bieder und nett wirkende Frau kann einem daher nicht leid tun. Denn sie ist selbst höchstpersönlich hauptschuldig an der Eskalation dieser Völkerwanderung. Sie hätte auch schon seit Jahren wissen müssen, was droht, wenn man unkontrolliert die Grenzen öffnet. Diese Schuld wird dadurch nicht geringer, dass Merkel sie mit anderen realitätsfremden Menschen bei Rotgrün, Kirchen und Medien in Deutschland, Österreich und Schweden teilt – gegen den Willen der Mehrheit der Bürger.

Merkel hat aber nicht nur in Sachen Völkerwanderung völlig versagt. Sie hat das auch in anderen zentralen Politikbereichen gemacht:

  1. Sie hat nur aus populistischen Gründen die Wehrpflicht in Deutschland beendet, was das Land binnen weniger Jahre militärisch weitgehend kastriert hat.
  2. Sie hat in einer emotionalen Wende die Sicherheit der gesamten europäischen Energieversorgung durch die plötzliche Abwendung von der – zuvor noch heftig verteidigten! – Atomkraft alternativlos ruiniert.
  3. Sie hat die gesamte europäische Währung ruiniert, indem sie die ständige „Rettung“ des verschwenderischen Griechenlands durchgesetzt hat, und indem sie die irrsinnige Politik des ständigen Gelddruckens durch die Europäische Zentralbank toleriert hat. Diese gesamte „Rettungs“-Politik der EZB und Merkels bedeutet ja nicht nur eine progressive Enteignung der Sparer, sondern auch die sichere Garantie, dass wir in absehbarer Zeit von einer noch viel größeren, alles in den Schatten stellenden Wirtschaftskrise heimgesucht werden.

Das allerschlimmste an den Merkel-Jahren aber ist: Die Regierungschefin des größten und mächtigsten Landes Europas ist auch jetzt noch trotz ihres Geplappers, dass sie eine Wiederholung der Völkerwanderung jetzt nicht mehr  wolle, total hilflos. Sie glaubt ganz offensichtlich auch jetzt noch wie Pippi Langstrumpf ans Wünschen.

Jedoch: Nur durchs bloße Wünschen ohne eine konkrete, harte und konsequente neue Politik nach den schweren Fehlern der letzten Jahre wird nichts mehr besser, wird die größte Bedrohung der europäischen Identität nicht mehr abgewendet. Und schon gar nicht durch ein wehleidiges Wünschen, das erst nach demütigenden Wahlniederlagen eingesetzt hat, während die Frau davor monatelang trotzige Realitätsverweigerung betrieben hat.

Sie zeigt auch heute noch keinerlei Bereitschaft, das Einzige zu tun, das Europa noch retten könnte: nämlich jedem illegalen Migranten zumindest ab sofort klarzumachen, dass er keinerlei Chance hat, nach Europa einzuwandern. Das ginge nur, wenn – nicht nur rhetorisch, sondern sehr real – jeder von ihnen, sobald er irgendwo auftaucht, mit hundertprozentiger Gewissheit, auch gegen seinen Willen und auf Dauer, in gemeinsame Lager an der EU-Außengrenze gebracht wird. Wenn diese Strategie auch mit militärischen Mitteln realisiert und gesichert werden wird.

Nur so kann eine Wiederholung und Fortsetzung der Völkerwanderung verhindert werden. Nur so ist der von allen Politikern jetzt im Mund geführte „Schutz der EU-Außengrenzen“ realisierbar, der ja nicht durch bloßes Reden und auch nicht mit Stacheldraht rund um sämtliche 3000 griechische Inseln und italienische Küsten hergestellt werden kann.

Erst wenn das geschieht, haben alle anderen Maßnahmen einen Sinn, die jetzt in den diversen „Plänen“ kursieren:

  • Massive Hilfe für jene Länder, die in echter Nachbarschaft zu Krisenregionen Flüchtlinge aufnehmen.
  • Kollektiver europäischer Druck auf alle Herkunftsländer, alle Migranten zurückzunehmen.
  • Militärische Interventionen, um den islamistischen Totalitarismus einzudämmen.
  • Entwicklungshilfe, die nur durch völlige Handelsöffnung mittels eines bisher von den grünen NGOs immer verhinderten Welthandelsabkommens effektiv werden kann (unter Einschluss aller Agrarprodukte und ohne protektionistische Klauseln, die angeblich den sozialen Standards dienen, die aber in Wirklichkeit die Entwicklung der armen Länder weiterhin behindern).
  • Intensive Maßnahmen zur Integration jener, die in Europa schon Asyl erhalten haben. Das allein ist ja eine Jahrhundertsaufgabe.

Aber nichts davon findet statt. Es gibt nur leere Politikerworte, die niemand mehr ertragen kann.

Worte, Worte, Worte. Von Berlin bis New York. Und eine jämmerliche Pippi Wünscherin in der Mitte.

Zuerst erschienen auf www.andreas-unterberger.at/2016/09/pippi-wnscherin-aus-berlin/

 

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Wie denken die Deutschen über Abtreibung? – Bestürzende Ergebnisse einer Umfrage

Eine schlaglichtartige Aufnahme der Realität. Während viele sich irriger Weise noch in einem „christlich geprägten Land“ wähnen und über den vom unkontrollierten Migrantenstrom verursachten „Schaden an der Identität sowie der geistigen und materiellen Substanz des deutschen Volkes“ spekulieren, gilt es nüchtern festzuhalten, dass ein „deutsches Volk“ – wenn überhaupt – nur noch rudimentär existiert. Real ist eine (noch) überwiegend deutsch sprechende Wohnbevölkerung, die weder über eine gemeinsame Sprache, Geschichte, Religion oder Kultur verfügt.

Die Umfrage zeigt darüberhinaus deutlich, dass Floskeln wie das „christliche Abendland“ u. ä. ebenso Selbstbetrug darstellen. Wie es mit dem Wertebewußtsein der Taufscheinchristen aussieht, kann man klar an den Zahlen ablesen. Ein „Christ“, der grundsätzlich die vorgeburtliche Tötung kindlichen Lebens akzeptiert, ist eben nur ein sogenannter „Christ“. Konkrete extreme Einzelfälle (Rettung des Lebens der Mutter beispielsweise) dabei ausgenommen. Das Salz der Erde ist schal geworden. Was man mit ihm machen wird, ist in der Bibel nachlesbar und wohl auch bald bei uns erlebbar.

Dass die Ergebnisse der befragten Katholiken im Schnitt nicht signifikant vom Bundesdurchschnitt abweichen, zeigt deutlich, wozu die „Segnungen“ eines jahrzehntelangen nachkonziliaren Liberalala-Katholizismus in Deutschland geführt haben. Wobei man den Menschen noch nicht einmal einen großen Vorwurf machen kann. Woher sollen sie es besser wissen? Vom verdünnten „Religionsunterricht“ (eher: Religionenkunde) in der Schule oder dem nicht existenten Katechismusunterricht? Von „gestalteten“ Eventgottesdiensten mit banalen Fürbitten und infantilen Tri-Tra-Trullala-Predigten?

CHRISTLICHES FORUM

Mathias von Gersdorff

Eine repräsentative Umfrage des Erfurter Meinungsforschungsinstitutes INSA im Auftrag der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA hat äußerst interessante Daten über die Einstellung der Deutschen zum Recht auf Leben hervorgebracht. podium5

IDEA-Spektrum berichtet über diese Studie in der Ausgabe Nr. 37 vom 17. September 2016. Es lohnt sich, diese Daten genauer zu analysieren und zu kommentieren. Vor allem sollen Überlegungen angestellt werden, was diese Zahlen für den aktiven Einsatz der Lebensrechtler in der Öffentlichkeit bedeuten könnten.

IDEA berichtet, dass 41 Prozent der Deutschen (46 Prozent Frauen, 35 Prozent Männer) der Auffassung sind, bei einer Abtreibung würde ein ungeborener Mensch getötet werden.

Diese Zahl ist erschreckend niedrig, schließlich bewertet selbst das sehr liberale deutsche Strafrecht Abtreibungen als rechtswidrige (aber straffreie) Handlungen. Außerdem wird Abtreibung noch generell von den christlichen Konfessionen als „schlecht“ oder „sündhaft“ eingestuft, wenngleich mit unterschiedlicher Graduierung. Insofern scheint in Deutschland das moralische und rechtliche Empfinden in dieser Frage mächtig…

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Perversion im Klassenzimmer – pädophile Interessen

Conservo

(www.conservo.wordpress.com)

Von Brunhilde Ruschdemo bildungsplan

Leserbrief an die HNA zu „Neuer Lehrplan zu sexueller Vielfalt“,  21.9.16

„das ist wirklich ein Skandal, dass der neue Lehrplan zu sexueller Vielfalt nun auch in Hessen ganz heimlich in Kraft gesetzt wurde. Nur nicht die Öffentlichkeit informieren; denn dann hätte es Demos dagegen gegeben.

Leider hat auch die HNA nur mit einer winzig kleinen Meldung diese Neuerung platziert; vielleicht weil die Inhalte nicht bekannt sind. Wenn ich mit dieser Thematik nicht vertraut wäre, hätte ich die Meldung glatt überlesen. Bitte veröffentlichen Sie meinen nachfolgenden Leserbrief möglichst ungekürzt:

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Gender in Hessens Schulen – immer skandalösere Details sickern durch (http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/)

Gender in Hessens Schulen – immer skandalösere Details sickern durch

Donnerstag, 22. September 2016

Nach den ersten spärlichen Medienberichten sickern nun mehr Details an die Öffentlichkeit, wie der „Lehrplan zur Sexualerziehung“ für Hessens Schulen überhaupt zustande kam.

Hessen wird gegenwärtig von einer Koalition zwischen CDU und Grünen regiert. Ministerpräsident ist Volker Bouffier (CDU), Kultusminister ist Ralph Alexander Lorz (CDU).

Wie die „Frankfurter Rundschau“ in der Ausgabe vom 21. September 2016 berichtet, war nicht nur der Landeselternbeirat gegen den Lehrplan, sondern auch die katholische Kirche: „Die katholischen Bischöfe halten es etwa nicht für „altersgerecht“, wenn sich bereits zehn- bis zwölfjährige Schüler mit Hetero-, Homo-, Bi- und Transsexualität beschäftigen sollen. Da den meisten Kindern in diesem Alter eigene Erfahrungen fehlten, könne eine Thematisierung in der Pubertät verunsichern und verängstigen statt aufzuklären.“

Den Grund, wieso die CDU in einem derart sensiblen Thema Katholiken und Eltern – also zwei klassische CDU-Wählergruppen – brüskiert, muss man wohl bei einem Psychotherapeuten erfragen.

Aufgrund dieses Widerstandes von Eltern und Katholiken beschloss man den Lehrplan wohl klammheimlich. Die Frankfurter Rundschau betonte schon in einem Bericht vom 20. September 2016, dass das Kultusministerium zur Bekanntgabe des Lehrplans keine Pressekonferenz organisierte. Nicht einmal eine Presserklärung gab das Ministerium ab!

An die Öffentlichkeit kam die Nachricht erst durch einen Bericht des Hessischen Rundfunks, so die Frankfurter Rundschau.

Manche wichtige Details der Verhandlungen erfährt von dem Portal für Homosexuelle „Männer“. Dieses berichtet, dass Grünen-Chef Kai Klose über CDU-Kultusminister Ralph Alexander Lorz höchst zufrieden ist: „Der Kultusminister steht dafür, dass auch das Thema Partnerschaft und Sexualität an Hessens Schulen diskriminierungsfrei behandelt wird, sodass jeder Mensch sich frei entfalten kann.“

In Wahrheit steht der Kultusminister für 1. Eine grobe Verletzung des Erziehungsrechts der Eltern und 2. Für die Einführung der Gender-Ideologie in den Schulen.

Kultusminister Lorz macht die Schulen in Hessen zu wahren Indoktrinierungsstätten einer absurden, aber auch wissenschaftliche höchst umstrittenen (um moderat zu bleiben, viele Wissenschaftler bezeichnen Gender als völlig unwissenschaftlich) Theorie.

Das ist ein wahrer Skandal, gegen den wir heftig protestieren müssen. Bitte beteiligen Sie sich an diesem Protest mit Ihrer Unterschrift und der Verbreitung unserer Petition an Ministerpräsident Volker Bouffier: http://www.aktion-kig.de/kampagne/petition_hessen.html

Informationen zum Thema und zur Aktion bieten wir laufend auch in Facebook an. Bitte „Liken“ Sie unsere Seite in diesem Sozialen Netzwerk, damit sie größere Beachtung findet und mehr Menschen von diesem Skandal erfahren: https://www.facebook.com/aktionkig/?fref=ts

Für den 30. Oktober 2016 ist eine Demonstration in Wiesbaden angekündigt. Informationen finden Sie hier: http://kultur-und-medien-online.blogspot.de/2016/09/demo-fur-alle-gegen-gender-lehrplan-in.html

Tja, da hat wohl die Funktionärskaste der „C“DU in Hessen für die eigenen Kabinettspöstchen und Mandate das Familiensilber verschleudert. Klare Politik gegen die eigenen Wähler, grober Vertrauensmißbrauch im Kernbereich bürgerlicher Politik.

Der Lehrplan: https://kultusministerium.hessen.de/sites/default/files/media/hkm/lehrplan_sexualerziehung_formatiert.pdf

WICHTIG: http://www.aktion-kig.de/kampagne/petition_hessen.html

Als Hauptsache gilt sowieso das Wohl und der Ausbau des Flughafens. Dafür hat man anscheinend im Austausch das Gender-Gift in Kauf genommen.

Für welche Überzeugungen steht diese Partei überhaupt noch? Wenn ich für Multikulti, Feminismus und Gender wäre, hätte mich mein Weg damals wohl kaum in die CDU Alfred Dreggers geführt. Da „meine Partei“ kaum noch vom rotgründunkelroten Block unterscheidbar ist, wird es Zeit, zu gehen….

http://www.cdu-austritt.de/

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Die ‚Do it yourself‘-Bibel (http://www.summorum-pontificum.de)

Die ‚Do it yourself‘-Bibel

Zu Bericht und Video von der Vorstellung der Neuinterpretation auf katholisch.de

Nach über 10-jähriger Überarbeitung hat die Bischofskonferenz am gestrigen Dienstag die neue Version ihrer „Einheitsübersetzung“ der heiligen Schrift vorgestellt. Vor allem anderen ist ein populärer Irrtum auszuräumen: Die Einheitsübersetzung wurde zwar von Anfang an in Zusammenarbeit mit protestantischen Theologen vorbereitet – die protestantische Seite hatte jedoch erklärtermaßen nie die Absicht, von der Lutherübersetzung als Grundlage abzurücken. Das „Einheit“ bezieht sich alleine darauf, daß alle Stellen in der Liturgie der deutschkatholischen Kirche, an denen die Bibel zitiert wird, nach dieser Übersetzung wiederzugeben sind.

Das war bisher schon schlimm genug, und wird durch die neue Fassung geradezu unerträglich. Die wichtigsten Änderungen unter dem Einfluss der gerade als zeitgemäß geltenden Sprach- und Kommunikations-Theologie werden auf katholisch.de herausgestellt: Aus Eva, die Adam nach bisherigem Verständnis als „Hilfe, die ihm entspricht“ zur Seite gestellt war, wurde nun eine „ebenbürtige Hilfe“ – wie schön für sie. Die Frauen Elisabeth und Maria, werden nun „schwanger“, statt daß sie „empfangen“ – insbesondere im Fall der jungfräulich empfangenden Gottesmutter muß das ernste Bedenken hervorrufen – aber der moderne Mensch „empfängt“ halt nichts, sondern er ist „Macher“. „Wunder“, die der kritischen Theologie schon bisher so peinlich waren, daß sie bei der Auswahl der Lesungen oft genug unter den Tisch fielen, gelten nun als „Machttaten“ Gottes – ob das in allen Ohren sympathischer klingt?

Aus den z.B. in den Apostelbriefen immer wieder angesprochenen „Brüdern“ werden „mit Rücksicht auf die aktuelle Lebenswelt“ „Brüder und Schwestern“ – der moderne Übersetzer übersetzt eben nicht mehr das, was da steht, sondern das, was seiner überaus maßgeblichen Meinung nach da stehen sollte.
Der von Paulus in einem seiner Briefe angesprochene Glaubensverkünder Junias wurde auf Drängen feministischer Vertreter der historisch-kritischen Methode endlich zur „Apostelin Junia“ umoperiert – insbesondere in Verbindung mit dem Apostel*in-Begriff nicht nur „ein schönes Zeichen“, wie während der Pressekonferenz zur Präsentation des Machwerks angemerkt wurde, sondern eine Maßnahme weitreichender und schwer absehbarer Bedeutung.

Weitreichende Bedeutung hat auch der – angeblich mit Rücksicht auf jüdische Empfindlichkeiten vorgenommene – Verzicht auf den Gottesnamen „Jahwe“- aus dem Urgrund alles Seins „Ich bin Der Ich-Bin“ wird der „Herr“. Das könnte sich zwar auf das Vorbild der jüdischen Septuaginta berufen, doch seit „der Herr“ uns in Christus sein Gesicht gezeigt hat, besteht für die Rückkehr zur längst überwundenen Tabuisierung des Gottesnamens kein Grund mehr. Aber auch sonst müssen sich, so die geschäftsführende Direktorin des Katholischen Bibelwerks, Katrin Brockmöller, bei der Vorstellung „viele Hör- und Lesegewohnheiten anpassen“ – als ob das nicht schon in der Vergangenheit oft genug schief gegangen wäre. „Insbesondere bei der sehr poetischen Sprache der Psalmen gibt es Änderungen.“ Das läßt Schlimmes befürchten.

Schwer zu sagen, was an dem, was wir hier aus der Berichterstattung entnehmen konnten, verheerender ist: Der Kniefall vor dem Zeitgeist, mit der hier das überlieferte Wort Gottes manipuliert und entstellt wird, oder die dreiste Unbekümmertheit, mit der sich die DBK zu dieser Manipulation bekennt. Gespannt warten wir darauf, wie in der Neufassung der Bericht von der Einsetzung des Altarssakramentes mit dem umstrittenen „für alle“ oder „für viele“ wiedergegeben wird, und für zukünftige Revisionen richten wir unser Augenmerk auf die Wiedergabe des ärgerlichen Satzes: „Was Gott verbunden hat, soll der Mensch nicht trennen“.

Wenn, womit zu rechnen ist, die „neue Einheitsübersetzung“ ohne Zeitverzug in der liturgischen Praxis umgesetzt werden sollte, stellt sich mit neuer Dringlichkeit die Frage, inwieweit man guten Gewissens an derart manipulierten Liturgien teilnehmen kann. Aber vielleicht gibt es ja einen ganz einfachen Ausweg: Kirchgänger und Kirchgängerinnen rüsten sich mit einem Exemplar der Lutherbibel aus – die enthält weniger bedenkliche Passagen.

 

Nachdem nun erfolgreich das Liedgut des „Gotteslob“ nun so oft ökumenistisch angeglichen und durchgegendert wurde, dass kein Mensch mehr auswendig ein Lied mitsingen kann, widmet man sich der Bibel in der hochwohllöblichen Absicht, diese dem „heutigen Menschen“ näherzubringen. Das Unterfangen beinhaltet aber leider, den göttlich inspirierten Inhalt auf das geistige Zwergenniveau unserer Zeit zu bringen, in der sich noch der letzte mediokre Zeitgenosse dank Smartphone und wikipedia für Einstein persönlich hält. Letztlich konsequent paßt die DBK erneut die Grundlagen der Religion dem aktuellen Zeitgeschmack an und modelt sie sich zurecht, wie es den herrschenden >Brüdern< paßt – hierin durchaus in unseliger Tradition „des Konzils„. Wichtig ist nicht mehr, was Gott offenbart hat, sondern was wir bereit sind, gelten zu lassen (nämlich im Zweifel, was er aus moderner Sicht besser hätte sagen sollen…).

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Warum gibt es kein Recht ohne Naturrecht? (http://www.kathtv.org/video/1549104.html)

Wer sich dieser Frage nähern möchte, dem sei dieser Link empfohlen: http://www.kathtv.org/video/1549104.html

Der große katholische Philosoph Robert Spaemann erläutert griffig und gut verständlich, um was es dabei geht. Nicht nur für Philosophen und Juristen…

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Gender-Partei CDU – Gender-Doktrin nun auch in Hessens Schulen! Petition – bitte mitmachen!

Wenn man die Vorgänge in der Hessen-Union länger betrachtet hat, wird man nicht mehr überrascht sein. In zwei Posts habe ich auf die immer weiter abnehmende Unterscheidbarkeit zwischen Grünen und „C“DU in Hessen hingewiesen. Die vom Spiegel infam „Stahlhelm-Fraktion“ genannte konservative CDU ist in Hessen Geschichte, die aktuelle Funktionärsclique ist zuvörderst an lukrativen Pöstchen und Ämtchen interessiert und reicht aber wirklich jedem die Hand, der ihnen zu diesen verhilft.

Übrigens: am 24. September hat das Hessische Kultusministerium von 10:00 bis 19:00 Uhr einen „Tag der offenen Tür“, fragen Sie doch mal die politische Spitze des Hauses, wie sie denn den Genderismus mit dem viel beschworenen „christlichen Menschenbild“ in Übereinstimmung bringt…

Conservo

(www.conservo.wordpress.com)

 Von Mathias von Gersdorff *)

Mathias von Gersdorff Mathias von Gersdorff

Gefährliche „Akzeptanz und Toleranz“
Der Hessische Rundfunk (HR) hat es auf den Punkt gebracht: „Eine Notiz im Amtsblatt, ein Link auf der Seite des Kultusministeriums: So beiläufig ist vergangene Woche der neue Lehrplan zur Sexualerziehung für Hessens Schulen in Kraft getreten.“

Abgeschirmt von der Öffentlichkeit – undemokratisch, denn um Proteste zu verhindern, hat mit Hessen nun ein drittes CDU-regiertes Bundesland Gender in die Schulen gebracht.

Gegen den ausdrücklichen Willen der Eltern!
Der HR berichtet: „Der Landeselternbeirat lehnte den Lehrplan mehrheitlich ab. „Einer der Knackpunkte war letztendlich das Thema Akzeptanz oder Toleranz“, sagte Elternvertreter Reiner Pilz. „Der neue Lehrplan fordert letztlich Akzeptanz, das ging einigen Eltern letztlich zu weit.““

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